Splinter Cell Blacklist: Folterszene entfernt

PC 360 PS3
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2. Februar 2013 - 14:13 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert
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Die auf der letztjährigen E3 gezeigte Folterszene aus Splinter Cell Blacklist, in der Sam Fisher einen Gefangenen mit einem Messer malträtierte, wurde aus dem Spiel entfernt. Als Grund für diese Entscheidung nannte Produzent Andrew Wilson vom Entwickler Ubisoft Toronto auf einem Event in Paris die negativen Reaktionen in Verbindung mit der daraus folgenden Kritik. Allerdings sei die Szene in der Präsentation auch aus dem Zusammenhang gerissen worden, weswegen sie schlimmer und brutaler gewirkt habe, als ursprünglich beabsichtigt. Die spielbare Sequenz endete ursprünglich damit, dass der Spieler vor die Wahl gestellt wurde, ob er sein Opfer tötet oder verschont.

Wie Wilson weiter ausführte, sei die Szene nicht repräsentativ für den im Spiel vorherrschenden Ton gewesen. Vielmehr soll an die alten Traditionen der Serie angeknüpft werden und die gezeigte Gewalt nur einen kleinen optionalen Teil ausmachen. Allerdings liege es in der Natur der E3, dass bestimmte Aspekte von Titeln besser demonstriert werden können als andere. Das fertige Spiel soll keine einzige Folterszene enthalten.

Nach der kürzlich bekanntgegebenen Releaseverschiebung (wir berichteten) ist der nächste Teil der Schleichserie nunmehr für den 22.8.2013 angekündigt und erscheint für PC, PS3 und Xbox 360.

Crowsen (unregistriert) 1. Februar 2013 - 16:28 #

"...weswegen sie schlimmer und brutaler gewirkt habe, als ursprünglich beabsichtigt." Ich bin mir nicht ganz sicher, aber in welchem Zusammenhang sollte eine Folterszene denn stehen, mit eventuell anschließender Exekution denn stehen, damit sie gar nicht mehr so schlimm wirkt? O.O

"Das fertige Spiel soll keine einzige Folterszene enthalten." Ich bin mir nicht sicher, ob ich das nun gut finden soll, oder ob ich es schon traurig finde, dass dies berichtenswert ist.

Nichts gegen kontroverse Inhalte, aber doch bitte mit Verstand. Dass das Foltern erstmal als völlig normale, legitime Methode dargestellt wurde, lässt diesen Verstand leider vermissen. Wenn ich mich recht entsinne wurde das auch in dem Userartikel zu Spec Ops: The Line angesprochen.

Serenity 15 Kenner - 3262 - 1. Februar 2013 - 16:45 #

Im Grunde könnt ich das so unterschreiben, aber als Fan von "24" kann man gewisse Foltermaßnahmen in gewissen Bezügen, sagen wir mal "nachvollziehen". Wenn man den Standort einer Atombombe herausfinden möchte, oder die entführte Tochter, etc. Ich möchte damit jetzt keine Grundsatzdiskussion entfachen, aber wenn so eine Folterszene ohne Hintergrundinformationen auf ner Messe gezeigt werden sind mir diverse Reaktionen vollkommen einleuchtend, von schockiert bishin zu fasziniert bei manchen traurigerweise (nach dem Motto: Cool, im neuen Splinter Cell kann man Leute foltern).

furzklemmer 15 Kenner - 3108 - 1. Februar 2013 - 16:52 #

Musste auch sofort an Jack Bauer denken, in dessen Richtung sich Sam je bereits in Conviction entwickelt hat. Eine aus meiner Sicht durchaus einleuchtende Entwicklung.

Weiß nicht, ob ich es gut finde, dass das Spiel schonmal präventiv geschnitten wird. Aber ich kenne die Szene auch nicht.

Gorth (unregistriert) 1. Februar 2013 - 17:13 #

Vielleicht gibt es die Szene hinterher als DLC. Ultimate Torture Pack für 4,99

Michl Popichl 24 Trolljäger - 50611 - 2. Februar 2013 - 18:55 #

sowas kam mir auch grad in den sinn :-)

Shawn 12 Trollwächter - 934 - 3. Februar 2013 - 0:34 #

Smile... ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Tatsächlich könnte ich mir sogar das vorstellen. - Mit exakt diesem Preis! ;-)

IhrName (unregistriert) 2. Februar 2013 - 14:48 #

Es ist wohl so das hier die öffentlich geprägte Meinung über Videospiele ein Hinderniss ist um solch ethisch/moralische Grenzgebiete im kontext des Spiels zu erörtern.
Ich finde es intressant wenn ich als Spieler vor ein Dilemma gestellt werde das meine eigenen Ansichten oder gängige Ansichten über ein ethischen Diskurs mit meiner emotionalen involviertheit in der Situation kollidieren lässt. Eine solche Szene bedarf natürlich gründlicher vor- und nachbereitung im Spiel um zu funktionieren. Brutale Gewalt als Selbstzweck um "geil" zu sein find ich weniger intressant bis abstoßend, insbesondere wenn sie in keinem Kontext zu sonstigen Ereignissen im Spiel vorkommt. Leider sind Videospiele imernoch zu wenig ein Medium das als erwachsen gehandelt wird als das das Potential hinter solchen Konstellationen richtig erfasst und bewertet werden kann.

Equi 14 Komm-Experte - 1912 - 2. Februar 2013 - 22:00 #

Also wenn das hier die Meinung der GG-Userschaft in Bezug auf solche Themen karikieren soll: 8/10. Andernfalls ... bitte lass es nicht anders gemeint sein!

IhrName (unregistriert) 3. Februar 2013 - 17:01 #

Bitte mein das nicht ernst ... ich mein' dann sind wir wirklich verloren.

Makariel 19 Megatalent - P - 13454 - 2. Februar 2013 - 16:12 #

Das Problem ist halt das Folter nicht "funktioniert". Wenn wer gefoltert wird sagt jemand nach einiger Zeit alles das er glaubt was sein Peiniger hören will. Die dadurch erhaltenen Informationen sind dann ziemlich wertlos, vor allem so wie es in 24 immer dargestellt wird: unter extremem Zeitdruck.

Anonymer (unregistriert) 4. Februar 2013 - 19:38 #

Naja, ist so nicht ganz richtig. Stimmt zwar, dass unter Folter irgendwann wohl jeder bricht und notfalls auch lügt bzw. was erfindet um dem zu entgehen. Diese Problematik gab(gibt) es ja deshalb auch mit unter Folter erzwungenen Geständnissen. Geht es aber nur darum, an ganz konkrete Informationen zu kommen, kann Folter wohl durchaus zu Erfolgen führen. Dies ist nur mein (komplett unpolitischer) Kommentar dazu.

Sleeper1982 14 Komm-Experte - 2485 - 1. Februar 2013 - 18:41 #

stimmt schon. Ist schon merkwürdig, obwohl ich es jetzt nicht schlimm finde in einem Spiel jemanden zu foltern und dann zu töten. Wobei ich es allerdings bevorzuge bei so was die Wahl zu haben ob, bzw wie stark, ich ihn foltere bzw ihn dann vielleicht sogar noch im Anschluss töte.

Ist halt etwas unglücklich formuliert bzw vielleicht auch einfach nur aus dem Zusammenhang gerissen :)

Punisher 19 Megatalent - P - 14037 - 2. Februar 2013 - 8:58 #

Ich glaube ich weiss wie dus meinst, aber nach dem letzten Satz des ersten Absatzes würde ich mich nicht wundern, wenn dich Montag morgen ein SEK mit Rammbock weckt... ;-)

RobertVM 10 Kommunikator - 391 - 3. Februar 2013 - 3:24 #

Thematisch passender SZ-Artikel:
www.sueddeutsche.de/kultur/geschichtsklitterung-in-zero-dark-thirty-in-der-zeitschleife-von-rache-und-hybris-1.1589574

Bully3 15 Kenner - 2726 - 1. Februar 2013 - 17:05 #

Irgendwie sieht der auf dem Bild aus wie Isaac Clarke.

fuzzytest 14 Komm-Experte - 1969 - 1. Februar 2013 - 17:10 #

dachte ich auch gerade.

Shawn 12 Trollwächter - 934 - 3. Februar 2013 - 0:40 #

Ein zukünftiges Joint-Venture? ;-)

Fakt ist aber für mich auch, dass ich die "Splinter Cell"-Serie (trotz aller "Dead Space"-Innovationen), stets als herausfordernder und "angenehmer" empfand. Und das, obwohl ich Sci-Fi eigentlich liebe.

Athavariel 21 Motivator - P - 27873 - 1. Februar 2013 - 17:08 #

Also das stört mich jetzt kein bisschen, dass diese Folterszene wegfällt. Sowas muss nicht sein. Bin weiterhin gespannt auf das Spiel.

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 20742 - 1. Februar 2013 - 18:57 #

Find ich auch. Damals bei Doom, Quake und Soldier of Fortune wollte ich die Uncut (damals auch ca 20-22 Jahre jung) Heute mit 37 will ich am Spiel die Story geniesen und keine Splatter, Folter oder sonstiges sehen. Aus dem alter bin ich draus und begrüße jede Änderung. Braucht man nicht. Wer sowas will kann sich nen Splatterfilm reinziehen.

Shawn 12 Trollwächter - 934 - 3. Februar 2013 - 0:46 #

Das verstehe ich absolut. Da rennst Du bei mir offene Türen ein, Alex. - Aber auch Du willst doch kein grünes Blut, oder "Maschinen-Öl" haben, oder?

Ich sage ja nicht, dass Folter-Szenen zur Immersion des Spieles an sich beitragen. Aber es sind nun mal Teile des Produktes, wie es der Entwickler in erster Linie geschaffen hat. Und weil es eben ein Spiel ist, betrachte ich es auch "nur" als solches.

Das die Story (im besten Fall auch noch eine gute) stets im Focus stehen sollte, sehe ich natürlich ganz genauso.

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 20742 - 3. Februar 2013 - 11:51 #

Einfach gar net in die Richtung steuern. Waren früher die Spiele brutal? Ich meine etz nicht die Billigspiele sondern Sachen wie Turrican, Giana Sisters, Hawkeye, Shinobi, Mission Impossible (<3) und ca 300 weitere C64 Klassiker über die man heute noch spricht und auch Erfolgreich waren. Heute hast du die Selbstlaufende runtergeschraubte Grafikdemo ala CoD in der man in 4 Std. Singleplayer mehr als eine Szene hat, wo man sich fragt: Musste das sein?

Ich hab mir schon Black Ops 1+2, die beiden MoH und paar andere Militärspiele nicht mehr gekauft weil mir ein Singleplayerpart von 4 Std keine 55 Euro wert sind. Nichtmal 30 (soviel hab ich für MW2+3 je gezahlt). Spieldesign ist veraltet, Grafisch veraltet und dann werden diese beiden Negativpunkte einfach damit wieder gepusht weil man den Gewaltfaktor hochschraubt. Wie wärs mal mit Spieldesign? Haben die das verlernt? Aber die Publisher geben sich ja seit 10 Jahren das Rennen - noch kürzere Story, mehr Multiplayer, mehr DLC, weniger Neuerungen, the same as every year...

Mit den Splatter und Gewaltfaktor bekommen die einfach von mir nicht mehr die Aufmerksamkeit. Battlefield 4 ist bei mir nicht mehr auf der Liste. Back to roots - Mehr Gameplay, spielerische Neuerungen - aber das seh ich atm nicht bei den AAA-Firmen. Und deswegen lob ich einfach Kickstarter und Steam-Greenlight. Sind zwar keine XX-Millionen Produktionen aber dafür ist da ein Spiel dabei ;)

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 1. Februar 2013 - 18:39 #

Druck der Branche. Was wollen die armen Kerle auch machen^^

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33821 - 1. Februar 2013 - 22:51 #

"Allerdings liege es in der Natur der E3, das bestimmte Aspekte von Titeln besser demonstriert werden können als andere."

Ich würde eher sagen, es liegt in der Natur der E3, dass man dem actiongeilen US-Publikum lieber entsprechende Szenen präsentiert, statt solche, die das tatsächliche Gameplay repräsentieren.
Können wäre nicht das Problem, sondern wollen.

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73397 - 1. Februar 2013 - 23:02 #

Ich find's schade, was sie aus Sam gemacht haben. Den Sam den ich kennen und lieben lernte, "foltete" seine "Opfer" in etwa so: "Sag 'Au.'" "Au!" *knockout* "Danke."

COFzDeep 19 Megatalent - P - 14533 - 2. Februar 2013 - 0:52 #

Hihi ja, diesen kleinen Gespräche waren immer wieder lustig :)

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11025 - 2. Februar 2013 - 14:37 #

Oder "Ich hab gesehen du hast dich heute morgen nicht richtig rasiert, lass mir dir ein wenig helfen..." "Ja, ist gut...ich sag alles" "Danke" Knockout! :(
oder
"Sind sie ein Ninja, ein echter Ninja?" "Ich hab keine Ahnung wovon du redest..." xD

Novachen 18 Doppel-Voter - 12754 - 2. Februar 2013 - 2:25 #

Naja ich halte von dieser Maßnahme nichts.

Ich bin ehrlich, ohne die Hintergründe zu kennen, ist es immer ziemlich leicht immer was zu verurteilen. Mich würde da durchaus interessieren, wie sich diese Folterszene im Gesamtbild einfügen würde und welche Schlüsse man daraus ziehen kann. Immerhin wird man sich bei der Entwicklung ja irgendwas gedacht haben diese einzubauen.

Ehrlich gesagt fehlt mir hier tatsächlich ein bisschen der Mut an sowas festzuhalten um die eigene Sicht der Dinge beim Spiel zu zeigen. Aber offenbar ist die Angst vor einem Boykott wegen dieser Szene größer als der Gedanke der überhaupt zur Entwicklung dieser Szene geführt hat.

Kith (unregistriert) 2. Februar 2013 - 14:24 #

In einem Film wäre bzw. ist sowas kein Problem. Aber die weichgespülte (Spiele)journaille macht ja heutzutage aus jeder Mücke einen Elefanten und dank der Copy&Paste-Ohne-Nachdenken Mentalität, wird dann auch schnell ein "Shitstorm" draus. Leider :|

Shawn 12 Trollwächter - 934 - 3. Februar 2013 - 0:50 #

Sehr schön geschrieben! Deckt sich absolut mit meinem Eindruck der Neuzeit. - Ich fürchte genauso verhält es sich heutzutage, Kith.

Punisher 19 Megatalent - P - 14037 - 2. Februar 2013 - 8:57 #

Folter ist kontrovers und sollte daher durchaus thematisiert werden. Die Frage ist jetzt nur, traut man als Team sich selbst zu, sowas entsprechend anspruchsvoll umzusetzen, dass es nicht nur nach Gewaltgeilheit aussieht? Wers noch nicht gesehen hat: Der Film "Unthinkable" kriegt das z.B. perfekt auf die Reihe und ist einer der wenigen Filme, an die ich mich tatsächlich nach zwei Jahren noch detailliert erinnern kann.

In Spec Ops: The Line hat der Umgang mit kontroversen Kriegsthemen auch hervorragend funktioniert... auch das brennt sich irgendwie ins Gedächtnis. Wenn ich an die bisherigen Gedächtnisbrenner von Splinter Cell denke - was ernsthafte Themen angeht - war es wahrscheinlich eine gute Idee, das raus zu lassen.

Kenner der Episoden 19 Megatalent - P - 16664 - 2. Februar 2013 - 14:22 #

Auch wenn das jetzt ein Schnellschussurteil meinerseits ist: Das klingt ein wenig nach "Hey, wir zeigen eine ultrabrutale Szene auf der Messe für jede Menge Publicity. Bitte? Das ist leider nach hinten losgegangen? Oops, dann besser raus damit."

Und "aus dem Zusammenhang gerissen"? Vielleicht, ist aber doch Eure eigene Präsentation gewesen, Ubisoft, oder?

Zottel 16 Übertalent - 4039 - 2. Februar 2013 - 14:50 #

Find ich schon irgendwie witzig, da sieht man in fast jedem Trailer eines Actionspiels, wie zig virtuelle Menschen abgeknallt werden, aber bei ner Szene, wo ein einziger virtueller Mensch gefoltert wird, gibts gleich nen riesen Aufschrei...
In Call of Duty gibts auch hin und wieder Folterszenen, aber die werden nicht in Trailern gezeigt und da schreit niemand? Verrückte Welt.

Sciron 19 Megatalent - P - 15781 - 2. Februar 2013 - 15:49 #

Töten ist in Videospielen ja (mittlerweile) allgemein akzeptiert und nix besonderes mehr. Folter und andere extreme Formen der Gewalt sind da zum Teil eher noch ein Tabuthema. Man sieht es ja grade beim kommenden Tomb Raider. Da gab es ja ne riesige Welle wegen einem potentiellen Vergewaltigungsversuch an der jungen Lara Croft. Und das ganze spielt man logischerweise nichtmal selbst.

Keksus 21 Motivator - 25001 - 2. Februar 2013 - 16:00 #

Ja, Spiele müssen immer handzahm sein und dürfen keine kontroversen Szenen zeigen wie Filme es tun.

Makariel 19 Megatalent - P - 13454 - 2. Februar 2013 - 16:12 #

Genau, drum gibts ja nie kontroversiellen Szenen in Computerspielen...

Besser: wir bauen in jeden Shooter Folter als Spielmechanik ein. Einfach nur leute umschießen ist ja langweilig auf dauer, viel besser wärs doch wenn man bei "den Bösen" das Messer in der Wunde ein wenig rumdrehen kann, vielleicht verbunden mit einem Ranking? Highscore für die beste Folter-kombo, wär doch eine Idee. Und ein Achievement für MAXIMUM PAIN!

Klar übertreibe ich jetzt maßlos, aber die Splinter Cell E3-demo die so gern angesprochen wird war doch nur auf billige Schockeffekte aus weil sich der Publisher davon bessere Werbung versprochen hat. Die dachten wohl nach wie vor das mehr Blut + Folter = mehr Verkäufe, und nicht das sich potenzielle Kunden davon abgestoßen fühlen. Ich denke mal wenn die Folter in Splinter Cell wirklich künstlerisch wertvoll gewesen wär, hätten sie nicht so flott über Bord geworfen.

J.C. (unregistriert) 3. Februar 2013 - 19:02 #

Was heißt denn kontrovers? Eine Folterszene in einem Entertainment-Actionspiel halt ich für reine Effekthascherei, wie auch in 24. Kontroverse setzt erst mal voraus, dass das Spiel den Spieler zum Nachdenken bringt. Wäre mir neu, wenn die CoD Sparte nur ansatzweise mit diesem Anspruch entwickelt wird.

Makariel 19 Megatalent - P - 13454 - 4. Februar 2013 - 15:17 #

Spec Ops: the Line hat zumindest mich zum nachdenken angeregt. Tja, man lernt ständig dazu ;-)

J.C. (unregistriert) 4. Februar 2013 - 19:18 #

Spec Ops: The Line zähle ich auch nicht zur CoD Sparte (Spunkgaraglewewe). ;)

Makariel 19 Megatalent - P - 13454 - 2. Februar 2013 - 16:14 #

Ach, dann bleibt Black Ops weiterhin das an Folterszenen reichste Mainstream Spiel? Das wird Treyarch freuen.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 2. Februar 2013 - 18:41 #

Weicheier! In Filmen wird die ganze Zeit gefoltert.

RobertVM 10 Kommunikator - 391 - 3. Februar 2013 - 3:22 #

SZ-Artikel, thematisch passend:
www.sueddeutsche.de/kultur/geschichtsklitterung-in-zero-dark-thirty-in-der-zeitschleife-von-rache-und-hybris-1.1589574

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33821 - 3. Februar 2013 - 21:21 #

Einmal posten reicht. ;-)

Thomeg 18 Doppel-Voter - 11713 - 3. Februar 2013 - 10:17 #

Also bitte, so ein bisschen Folterei. Die war bestimmt für die Story unabdingbar. Jetzt kann man das Spiel eigentlich schon vergessen.

xaan. (unregistriert) 3. Februar 2013 - 10:23 #

Zitat: "Wie Wilson weiter ausführte, sei die Szene nicht repräsentativ für den im Spiel vorherrschenden Ton gewesen."

Sie ist aber imo sehr wohl repräsentativ für die Mentalität, die in diesen ganzen modernen military-propaganda-Terroristen-Jagen Spielen vorherrscht. Wenn da mal einer gefoltert werden muss, so what? Jack Bauer hat's ja vorgemacht.
Widerlich.

Kenner der Episoden 19 Megatalent - P - 16664 - 3. Februar 2013 - 12:22 #

Leider wahr. Ein Grund, warum ich diese Titel i.d.R. nicht kaufe.

Linksgamer 14 Komm-Experte - 1931 - 3. Februar 2013 - 14:55 #

Wenn's dringeblieben wäre, hätte ich mit Spannung erwartet, was die üblichen Killerspiele-verderben-unsere-Jugend-Medien dazu gesagt hätten. Denn die stammen ja größtenteils aus der rechten Ecke (BILD, ZDF, NDR, CDU/CSU etc.). In genau jener Ecke hält man aber das Verbot von Folter im Grunde schon lange für eine ärgerliche Einschränkung der Staatsorgane (ohne das natürlich so klar zu sagen). Ein Spiel, das die Effektivität von Folter vorführt, wäre insofern vielleicht gar nicht so sehr kritisiert worden...

Makariel 19 Megatalent - P - 13454 - 4. Februar 2013 - 15:20 #

Nachdem die ganze Folterei im ersten CoD Black Ops auch ziemlich an den Medien vorbeigewandert ist, denk ich nicht das Blacklight allzu viel ausmachen würde.

Kenner der Episoden 19 Megatalent - P - 16664 - 4. Februar 2013 - 16:14 #

Wenn mich nicht alles täuscht, wurde das in der deutschen Version größtenteils rausgeschnitten.

xemmy 09 Triple-Talent - 276 - 3. Februar 2013 - 14:53 #

Ich würde eher vermuten, dass sie diese überspitzte Szene gezeigt haben, um im E3 Blutrausch etwas Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.
Mit normalem Geballer ist das ja doch eher schwierig, da muss man eben schon mal das Messer zücken.
Nun nehmen sie die Szene raus und bekommen noch mal etwas freie Werbung. Ein doppelter Gewinn würde ich sagen.

xaan. (unregistriert) 3. Februar 2013 - 19:48 #

Exakt das. Erst überspitzte Szenen zeigen und hinterher rausreden, das sei ja nicht repräsentativ für das Spiel. Hätte man ja nicht ahnen können, dass die Leute auf der E3 repräsentative Szenen erwarten...
Eine Spielemesse ist halt der falsche Ort für verzerrende Werbung. Und jetzt gibt's die Quittung dafür.

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