Spielgewalt: Antrag auf umfassende Studie nach Tragödie

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21. Dezember 2012 - 0:00 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert

In den letzten Tagen hat wohl kaum etwas die Gemüter mehr bewegt als die Gewalttat in Newtown im amerikanischen Bundesstaat Connecticut. Der Amoklauf des 20jährigen Adam Lanza in der Sandy Hook Grundschule am vergangenen Freitag, den 14. Dezember, kostete 26 unschuldigen Menschen das Leben - darunter 20 Kinder. Eine daraus resultierende Welle der Entrüstung hat im Bereich der amerikanischen Innenpolitik bereits zu erneuten Gesprächen hinsichtlich einer Reevaluierung vorherrschender Waffengesetze geführt. So hat nicht zuletzt US-Präsident Barack Obama persönlich zum Thema Stellung bezogen und eigenhändig eine Task Force ins Leben gerufen, um dem Kongress Veränderungsvorschläge zu unterbreiten.

Nun jedoch ist noch ein weiterer Aspekt der Tragödie ins Licht der Öffentlichkeit gerückt, welcher das weltweite Image nicht nur von Videospielentwicklern, sondern auch Spielern betrifft. So soll sich Daily News zufolge im Rahmen der FBI-Ermittlungen herausgestellt haben, dass der Amokläufer ein dezidierter Spieler war. Es sei allerdings nicht bestätigt worden, dass sich sein exzessives Spielverhalten ausschließlich auf Shooter (speziell: die Call of Duty-Reihe) beschränkt habe, wie zuerst verlautet wurde. Im direkten Anschluss an diese Meldung rief CEO Antwand Pearman von GamerFitNation (ein Online Magazin, das die Verbindung von Videospielen und gesunder Lebensweise propagiert) prompt zu einem „Waffenstillstand“ aller Videospieler am 21. Dezember zum Gedenken der Opfer auf.

US-Senator Jay Rockefeller hat die Tragödie jedoch zum Anlass genommen, noch einen Schritt weiterzugehen. Demnach hat der Demokrat beim US-Kongress einen Antrag eingereicht, bei dessen Annahme die National Academy of Sciences (NAS) beauftragt würde, die bisher umfassendste Studie bezüglich der Förderung von Gewalt durch Videospiele (und andere Medien) durchzuführen. In einem Interview drückte Rockefeller es folgendermaßen aus:

Die etablierten Konzerne - einschließlich der Videospiel-Industrie - verdienen Milliarden am Marketing und Verkauf brutaler Inhalte an Kinder. Sie tragen eine Mitverantwortung, unsere Kinder zu schützen. Wenn sie dieser Pflicht nicht nachkommen, können sie damit rechnen, dass der Kongress eine aggressivere Rolle einnehmen wird.

Im Einzelnen würde die NAS-Studie erforschen, ob und inwiefern bei Kindern und Heranwachsenden ein Zusammenhang von Spielgewalt und Alltagsgewalt bestünde. Ferner würde analysiert, ob Spiele in Kindern generell Langzeitschäden im emotionalen oder gesundheitlichen Bereich hervorrufen könnten. Dabei soll vor allem der Frage Beachtung geschenkt werden, ob sich die besondere Interaktvität sowie die „persönliche und lebhafte“ Art der Gewaltdarstellung wie sie in Spielen - im Unterschied zu herkömmlichen Medien - anzutreffen ist, in einzigartiger Weise auf Kinder auswirkt.

Es bleibt abzuwarten, ob der amerikanische Kongress eine Studie dieser Größenordnung genehmigen wird. Falls es geschieht, dürfte es jedoch weitreichende Konsequenzen auf internationaler Ebene mit sich ziehen. Wir halten euch mit weiteren Details auf dem Laufenden.

Korbus 15 Kenner - 3189 - 21. Dezember 2012 - 0:16 #

Solange eine solche Studie sachlich und neutral durchgeführt wird ohne dass das Ergebnis von vornherein feststeht: Bitte. Wenn sich daraus ableiten lässt was Kindern und Jugendlichen zumutbar ist und was nicht. Nur sollte unbedingt noch mal jemand diesem Senator beibringen dass sie um Herrn Pfeiffer einen möglichst großen Bogen machen sollten.

Equi 14 Komm-Experte - 1912 - 21. Dezember 2012 - 2:08 #

Das Ergebnis steht bereits fest. Dazu muss man sich nur die Formulierung des Studienziels durchlesen.

blobblond 19 Megatalent - 17762 - 21. Dezember 2012 - 0:46 #

Na hoffentlich liegen unter den Tannenbaum weiter Gewehre&Co für die kleinen;)
http://einestages.spiegel.de/s/tb/26281/historische-waffenwerbung-in-den-usa-schenk-eine-browning.html

NickHaflinger 16 Übertalent - 5176 - 21. Dezember 2012 - 1:20 #

"Adam Lanza, the 20-year-old killer in Newtown, has been described by family friends as staying in his room, playing video games for hours and displaying antisocial behavior [...]".
Das würde ich mal als "Hörensagen" einstufen. Es wurde schon so viel Falsches berichtet(Die Direktorin der Schule hat ihn hereingelassen - FALSCH!; Seine Mutter würde an der Schule arbeiten - FALSCH!; er hatte Streit mit den erschossenen Lehrerinnen - FALSCH!), dass es mich nicht wundern würde, wenn auch das nicht stimmt.
Die Festplatte seines Computer soll er vor der Tat zerstört haben, so dass sich evtl. nie klären lässt, ob er überhaupt Computerspiele gespielt hat oder nur ein begnadeter Programmierer war, der den ganzen Tag gecodet hat (wie z.B. Linus Torvalds in dem Alter).
http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/northamerica/usa/9753961/Connecticut-school-shooting-police-fail-to-recover-data-from-Adam-Lanzas-computer.html

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 21. Dezember 2012 - 2:11 #

Ich werde es nie verstehen, wieso man so viel Geld für Studien ausgibt etc, aber gleichzeitig darf jeder eine Waffe haben oder Jagen als Hobby haben und die Army "cool" finden und und und. Wieso muss immer das Medium Spiele die Schuld haben? Welcher Amoklauf wurde mit einer Computermaus begangen??? Ich behaupte mal frech, KEINER, da waren immer ECHTE Waffen dran Schuld und wie kamen sie an diese?

Wenn diese Studie belegen würde, dass COD etc Schuld ist, müssten sie Konsequenter weise direkt die Army mit Beschuldigen. Wenn ein Typ vom Kopf her so behämmert ist, und Zugang zu echten Waffen hat, würde er auch ohne Spiele abdrehen. Er begeht die Taten ja nicht, weil er in COD verloren hat, sondern meist sind es Sachen wie Mobbing oder keine Sozialen Kontakte und schlimme Kindheit.

Das solche Leute besonders fasziniert sind von Computerspielen, bestreite ich gar nicht, mag aber auch an der Möglichkeit liegen, dieses Hobby allein zu hause ( Stichwort Sozial ausgegrenzte ) aus zu üben. Oder daran, dass sie allgemein fasziniert von Waffen sind. Dafür benötigt man doch keine Studien. Amokläufe gab es schon vor Quake und Doom, also werft ruhig das Geld für Studien raus, anstatt die Auslöser zu erforschen.

Am besten finde ich schon wieder, dass man von "Kindern" spricht und dann wissen will, wie die auf "ab 18" Spiele reagieren/sich damit entwickeln. Hurra unsere Kinder sehen den ganzen Tag Pornos, aber Sonntags gehts in die Kirche und Sex dürfen sie erst nach der Hochzeit haben, und nur zur Fortpflanzung.

Manchmal möchte man echt hoffen, heute würde die Welt untergehen...

Azzi (unregistriert) 21. Dezember 2012 - 13:51 #

Ach lustig "sucht den Auslöser". Was ist wenn es keinen Auslöser gibt? Unser Geist ist extrem komplex, man kann so eine Tat nicht mit einem und auch nicht mit 100 Gründen oder Auslösern rational erklären.

So ziemlich jeder Jugendliche ist fasziniert von Waffen, Krieg und Gewalt. Und auch erwachsene Männer sind das noch, nur haben wir das durch unsre Sozialisation soweit in den Hintergund gedrängt. Und trotzdem ist nur ein winzig kleiner Prozentsatz zu Psychophaten geworden.

Genauso das Waffenthema: Canada unsre osteuropäischen Nachbarn. Ja sogar die Schweiz haben ein recht lockeres Waffengesetz und extrem viele Waffen in Privathand. Und trotzdem passiert dort teils weniger Gewalt als in Deutschland.
Was auch immer wieder gerne verdreht wird: Der Amokläufer hatte keine legalen Waffen. Er hat seine Mutter getötet und ihr die Waffen gestohlen und somit mit illegalen Waffen seine Tat verübt...

Ich glaube nicht das sich solche Taten je verhindern lassen, schlicht aus dem Grund weil solche Soziopathen nicht rational und nachvollzuiehbar handeln.

Crowsen (unregistriert) 21. Dezember 2012 - 2:13 #

Ist dieser zweite Satz denn schon wieder unbedingt notwendig? Nennung des Namens des Täters, dazu das Alter, dazu wieviele er getötet hat mit der Bemerkung, dass es sich um Unschuldige handelte und mit dem Zusatz, dass davon auch noch 20 Kinder waren?

Das ist genau dieses Hochspielen, der Täter zu einem Antihelden, wie es immer und immer wieder gemacht wird, und das laut Psychologen immer und immer wieder dazu führt, dass es jedes Mal Nachahmer gibt. Die Opfer sind die jenigen die wichtig sind und die Familien der Opfer, nicht der Täter.

Michl Popichl 24 Trolljäger - 50611 - 21. Dezember 2012 - 5:33 #

endlich mal jemand der es auf den punk bringt.

Freylis 20 Gold-Gamer - 20965 - 21. Dezember 2012 - 6:29 #

Lieber Crowsen (und Michi),

Die Kritik trifft mich sehr hart. Nicht nur, weil die Auflistung dieser traurigen Fakten lediglich der akkuraten Recherche wegen geschah, sondern vor allem deshalb, weil ich mich persoenlich fuer Opfer bzw. "indirekte" Opfer von Gewalttaten einsetze. Ihr koennt mir glauben, dass mir nichts ferner laege, als dem Taeter in irgendeiner Form Publicity zukommen zu lassen. Ganz im Gegenteil, sollten diese Zahlen fuer sich sprechen, gerade weil sich dahinter individuelle Schicksale verbergen - sie sind keinesfalls angefuehrt, um einen Bodycount hochzurechnen.
Der Vorwurf, dass der Taeter zum Antihelden hochstilisiert wird, bezieht sich hoffentlich nicht auf mich (?) - es wird bei deinem Kommentar nicht voellig klar. Eine solche Assoziation mag sich (leider) bei bestimmten Individuen einstellen, aber ich muesste mich gegen den Vorwurf verteidigen, dass ich so etwas intendiert haette.

HamburgerJung (unregistriert) 21. Dezember 2012 - 8:36 #

Er sprach nicht von einer Intention deinerseits sondern von der Wirkung deiner Schreibe auf Nachahmer.
Dass du diese mögliche Folge so nicht beabsichtigst, davon ist wohl auszugehen. Du machst es eben wie alle anderen Medien auch - und in dieser Wiederholung des Grausamen liegt die hier kritisierte Krux.
Daher: wenn du für die Opfer bist, dann nenne lieber ihre Namen... alle Namen.
Das ist für dich schwieriger zu recherchieren. Es hilft aber, der abstrakten Zahl 20 ein Gesicht zu geben. Nachahmer merken sich sicherlich nur die kalten Fakten (Zahlen etwa) - aber wenn du wirklich etwas für die Opfer tun willst, dann sorge für Prävention durch Details über ihr Leben. Lass sie nicht Teil einer Statistik werden.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 21. Dezember 2012 - 8:45 #

Betonung dabei aber bitte auf "Details über ihr Leben" und nicht "Ableben". Machen die großen Medien ja mehr als gerne falsch.

NickHaflinger 16 Übertalent - 5176 - 21. Dezember 2012 - 9:55 #

Auch auf die namentliche Nennung der Opfer oder auf die Veröffentlichung von Bildern sollte man mit Rücksicht auf die Hinterbliebenen verzichten. Es sei denn es wird ausdrücklich von der Familie gewünscht.

HamburgerJung (unregistriert) 21. Dezember 2012 - 17:14 #

Ist vermutlich noch das beste, ja.

XPhilosoph 13 Koop-Gamer - P - 1717 - 21. Dezember 2012 - 11:25 #

Erstmal vorneweg:
Dein Artikel ist gut geschrieben und (so weit ich das beurteilen kann) gut recherchiert. Hier geht es nur um einen kleinen Aspekt davon.

Sieh es mal so:
Wie kann man heutzutage als arme kleine Wurst dafür Sorgen, dass die Menschheit einen für lange Zeit nicht vergisst?
Leider auch über einen noch brutaleren Amoklauf mit noch mehr Toten und noch jüngeren Opfern, der alle noch fassungsloser macht.

Und auf den Titelbildern der Zeitungen prangt das Gesicht, fast alle Medien nennen deinen Namen etc. Denkt nur an das tolle Titelbild des Spiegels nach dem Amoklauf von Winnenden, wo der Täter im riesigen Profilbild abgebildet war.

Leider steigert genau das die Chance auf Nachahmungstäter.

IMO sollte in entsprechenden Artikeln wie diesem hier, in dem es nicht primär um den Amoklauf geht, sondern um einen Vorgang, der durch den Amoklauf ausgelöst wurde, ein Verweis auf den "Amoklauf in Newton" reichen.

HamburgerJung (unregistriert) 21. Dezember 2012 - 17:15 #

Dem würde ich mich so anschließen wollen. Guter Artikel, die Kritikpunkte sollen das Lob nicht schmälern.

Crowsen (unregistriert) 21. Dezember 2012 - 23:30 #

Ich wollte dir nicht unterstellen, dass das Hochstilisieren des Täters deine Intention gewesen wäre und ich bin mir sehr sicher, dass es auch das nicht war. Ich habe den Satz von dir als Beispiel gewählt, weil es eben hier auf der Seite steht. Natürlich gibt es sehr viel schlimmere und sicher auch genug, die das absichtlich tun, weil es eben Quoten bringt. Jedoch kann das auch versehentlich passieren und der von mir oben besagte Satz wirkte so auf mich.

XPhilosoph hat bereits gute Alternativen geliefert und ich schließe mich ihm auch an: Die News an sich ist sehr gut und danke dafür :)

jojojo (unregistriert) 21. Dezember 2012 - 2:29 #

Tja wieviele Jugendliche haben in USA und sonstwo wohl Ballerspiele auf der Festplatte?

Und wieviele davon haben gleichzeitig ein Bushmaster M4 mitsamt Muni im Haus?

Preisfrage: Was ist hier der "Elephant in the room"?

Gucky 22 AAA-Gamer - P - 33916 - 21. Dezember 2012 - 7:37 #

Seriöse Spieleforscher wie Klimmt oder Aufenanger werden Spiele alleine niemals mit einem Amoklauf in Verbindung bringen. Hier dominiert erst einmal die Polemik aus den unterschiedlichen Lagern.

Ich denke aber das Spiele, je nach sozialem Kontext der Spieler und psychischer Erkrankung, ein Segment sein können, die solch eine Tat erklären können.

Aber es gibt dabei so viele Segmente wie z.B. Einfluss von Familie, Freundeskreis, Schule, Verwandschaft usw., Gewalterfahrungen (psychisch und physisch) und noch vieles mehr, das Spiele hierbei kaum eine Rolle spielen.

Was mich nur stört, und das erlebe ich viel in Schulen bei 10 bis 12-jährigen, dass viele Eltern den Konsum von Egoshootern wie Call of Duty für diese Altersgruppen erlauben. Merkwürdigerweise klappt das bei Filmen besser, da schauen Eltern eher drauf das nicht alles gesehen wird.

jojojo (unregistriert) 22. Dezember 2012 - 10:26 #

Es geht doch bei meiner obigen Frage zunächst einmal um die vorgelagerte Tatsache, dass ein Jugendlicher soviel Hass auf die Welt haben kann wie er will - er aber nicht diesen maximalen Schaden anrichten kann, solange er kein halbautomatisches Sturmgewehr samt Magazinen griffbereit hat.

Vielleicht ist es in jeder Generation Jugendlicher phasenweise ganz normal ab und zu einen Hass auf die Gesellschaft zu haben. Zumal es faktisch vollkommen unmöglich ist, in die Tiefenpsyche eines jeden Menschen hineinzuleuchten.

Gucky 22 AAA-Gamer - P - 33916 - 23. Dezember 2012 - 7:21 #

Logisch, halbautomatische Sturmgewehre sollten auf jeden Fall für die Masse nicht erreichbar sein.

Nein, das nicht. Aber man sollte sich im Bereich der pädagoischen und psycholgischen Arbeit verstärkt auch um die Außenseiter kümmern, gerade auch um die, die schon in psychologischer Behandlung sind. Wir kümmern uns nur um die "Problemfälle".

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8037 - 21. Dezember 2012 - 2:53 #

Wenn die Studie ordentlich durchgeführt wird, sehe ich nicht wo ein Problem sein soll. Ich bin und bleibe der Meinung das ein Amokläufer durchaus auch ein Spieler sein kann, aber nicht das ein Spieler automatisch zum Amokläufer wird.

Wohlwollen 14 Komm-Experte - 2092 - 21. Dezember 2012 - 19:54 #

Da stimme ich voll zu. Ich finde beide Extremen (Spiele sind schuld an Massakern; Spiele haben absolut nichts mit Förderung von Gewalt zu tun) abzulehnen oder gar gefährlich.

Natürlich hat so ein Amoklauf eine Vielzahl an Gründen, nicht nur Videospiele. Trotzdem vermute ich, dass stundenlanges Zocken von Shootern die Hemmschwelle für Gewalt senken kann (was natürlich nicht gleich in einen Amoklauf führt) . Wenn ich da an Unreal Tournament denke, wo ein Kopfschuss oder ein virtuelles Massaker inszeniert und belohnt wird, kann ich mir gut vorstellen, dass das einen Eindruck hinterlässt und man bei der Verletzung anderer langfristig abstumpfen kann.

Ist eigentlich bei der Entwicklung von Call of Duty o.ä. Shootern nicht auch das Militär beteiligt, das im Spielerpool neue potentielle Rekruten findet oder ist das nur ein Gerücht?

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8037 - 21. Dezember 2012 - 20:11 #

Ich kann nicht für alle Sprechen, aber ich habe in meiner Laufbahn mehr Völker/Planeten/Universen ausgerottet, Blut vergossen und andere böse Dinge getan - das würde in jeder Religion für 100x100 Jahre im Fegefeuer reichen.

Ich habe natürlich auch Leben/Völker/Universen erschaffen, Prinzessinnen/Kinder/Renter vor bösen Verbrecher geschützt, mehrmals (hintereinander) den Weltpokal in allen Sportdiziplinen gewonnnen, Familien gegründet ...

Weder hat mich das eine zu einem Attentäter gemacht noch das andere zu einem Gutmenschen. Ich denke, vielen geht es ähnlich.

Und ich war auch beim Militär - an der Waffe. Wenn du also auch nur eine Sekunde denkst, irgendein Spiel auf diesem Planeten kann dich auf sowas vorbereiten, dann ... sei versichert: Das ist nicht der Fall.

Wohlwollen 14 Komm-Experte - 2092 - 21. Dezember 2012 - 20:30 #

Ja, das glaube ich dir. Es geht eher um eine emotionale Aufbereitung des Militärszenarios. Wird es den jungen Erwachsenen und Jugendlichen als cool verkauft, wenn man überlebt, weil man den anderen virtuell schneller ins Jenseits befördert? Wird gezeigt, dass man Teil einer Art Waffenbruderschaft ist, wenn man virtuell einen Soldaten spielt (Bedürfnis nach sozialem Anschluss wird gestärkt und das Militär oder der örtliche Schützenverein als Lösung präsentiert)? Diese Aufbereitung würde ich nicht unterschätzen.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8037 - 21. Dezember 2012 - 20:38 #

Ich hab keinen Führerschein und kein Auto, daher kann ich da nicht mitreden, aber denken Leute, die Formel 1 Spiele spielen, beim späteren Autofahren auch, sie sind kleine Schumacher?

Hält sich jemand für fähig Bürgermeister zu werden, wenn man Sim City gespielt hat?

Mit den Beispielen könnte man die ganze Nacht weitermachen, wieso also muss gerade der Shooter irgendwas ändern oder beinflussen?

Wenn jemand Labil ist und an seine Grenzen gebracht wird, dreht er durch. Früher hiess es, es liegt an Büchern. Dann wars das Radio, die Musik dann das Fernsehen, jetzt Videospiele.

Morgen? Morgen wirds das Holodeck sein.

J.C. (unregistriert) 21. Dezember 2012 - 21:47 #

"Morgen? Morgen wirds das Holodeck sein."

Cool!

Freylis 20 Gold-Gamer - 20965 - 21. Dezember 2012 - 21:54 #

Ja, und jetzt wollen sie im April das neue Star Trek rausbringen! Skandal! Boykottieren! ;-)

Wohlwollen 14 Komm-Experte - 2092 - 22. Dezember 2012 - 2:24 #

Ich denke nicht, dass Rennfahrspieler tatsächlich besser Autos lenken können, bloß weil sie diese Games zocken. Auch glaube ich nicht, dass SimCity-Spieler bessere Bürgermeister abgeben würden. Aber ich glaube, dass diese Spieler EHER glauben, dass sie das können. Die große Mehrheit von Menschen schätzt ihre Fahrkünste u.a. interessanterweise, höher ein als der Durchschnitt (was statistisch natürlich nicht möglich ist).

Durch Spiele wird mein Blick eventuell auf das Wesentliche gerichtet. Shooter verbessern die Reaktionsgeschwindigkeit (ist ja nichts Schlechtes), es wird rascher auf Kopf und Brust gezielt (schließlich lernte man für Headshots einen Punktebonus zu bekommen). Ich will das nicht verteufeln, noch möchte ich das Hobby schlecht machen. Ich bin lediglich der Meinung, dass man sich als vernünftiger Mensch offen gegenüber einer Studie (über sein Hobby) sein und nicht von vornherein ablehnen sollte, bloß weil einem ein mögliches Ergebnis nicht passen könnte.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8037 - 22. Dezember 2012 - 2:43 #

Wer auch immer auf die Idee kommt, ich wäre gegen eine gute Studie? Bin ich nicht, weil ich selber Spieler bin, viele Spieler kenne und für mich das Ergebnis eigentlich klar ist.

Das Problem bei einer Studie ist nur immer - wer Finanziert sie und wer führt sie aus. Es gibt mit Sicherheit einige Studien da draussen, die sind schon etwas älter, aber die werden dir sagen: Rauchen ist nicht Ungesund. Jeder der halbwegs bis 3 Zählen kann, glaubt das Heute nicht mehr. Damals? Sah das anders aus.

Ansonsten: Mit den Rennfahren und Bürgermeistern, "glaubst" du das von anderen oder ergeht es dir so? Bei letzteren würde ich Raten ab und zu einen Reality-Check zu machen. ;)

Ich weiss dass das auf dem Bildschirm nicht das richtige Leben ist und es beinflusst mich auch nicht mehr als es ein Gespräch mit Freunden, das lesen eines Buches oder das hören von Musik.

Ums abzurunden: Mir sind 80 Millionen CoD Spieler lieber, als auch nur ein Soldat der mit einer echten Waffe auf einen anderen Menschen schiesst.

Merry Xmas! :)

Wohlwollen 14 Komm-Experte - 2092 - 22. Dezember 2012 - 16:12 #

Ich wünsche Dir auch Frohe Weihnachten, Jamison! :-)

Vin 18 Doppel-Voter - 11829 - 21. Dezember 2012 - 22:32 #

Dich habe Videospiele nicht zu einem Attentäter gemacht. Das ist schön. Aber kannst du das auch von anderen behaupten? Ich nicht. Ich kann ja noch nicht einmal ausschließen, dass der regelmäßige Konsum von gewalthaltigen Spielen mich nicht beeinflusst hat. Es geht ja auch garnicht darum, dass ein Shooter dich aufs Leben beim Militär vorbereiten will (Americas Army mal außen vor gelassen), aber, und auch da kann ich nur von mir sprechen, wenn mir bei Modern Warfare die Trümmer am Gesicht vorbei fliegen und ich als harter Kerl am Ende mit meinen "Kameraden" da stehe, fühle ich durchaus eine gewisse Faszination für das ganze. Und ich kann nicht ausschließen, dass mein Bild von der Armee und auch von Waffen allgemein, zumindest zeitweise nicht positiv beeinflusst wurde. Gut, ich weiß jetzt zufälligerweise, dass es nicht gerade glorreich ist, seine Schulkameraden zu exekutieren, aber wer eh schon "einen Knacks hat", der könnte dasvielleicht auch anders sehen.

Selbes gilt auch für Waffen. Nur weil ich eine Waffe habe, heißt das nicht, dass ich gerne Leute erschieße. Es scheint mir eher so - und das ist jetzt keine Wissenschaftliche These, dafür fehlen mir die Zahlen - dass Menschen mit einer Ausbildung an der Waffe, sei es Jäger, Bund oder Sportschütze, vorsichtiger umgehen als "Normalos". Auchnin diesem Fall war der Täter ja nicht an der Waffe ausgebildet, er hat sie sich geklaut. Von zwei Freunden vom Bund kann ich berichten, und vielleicht kannst du das auch bestätigen, dass bei der Schulung am Gewehr ein ungeheurer Respekt vor der Waffe gelehrt wird, viel mehr als man als Zivilist hatte. jetzt die Waffenlobby bzw. -gesetze Zu beschuldigen ist doch eigentlich nichts anderes, als dass, was wir an andere immer kritisieren: Prolemisches Bashen ohne großes Hintergrundwissen (auch hier mag es Ausnahmen geben)

Was ich sagen will. Weder die Waffengesetze, noch Videospiele noch ein Großteil der anderen Faktoren sollte jetzt als Sündenbock dargestellt werden, bevor der ganze Komplex nicht ausreichend erforscht ist (Und das ist beim menschlichen Geist wohl nicht so einfach machbar). Bis dahin sind, um mal aufs Thema zurück zu kommen, solche Studien mmn. Ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8037 - 21. Dezember 2012 - 22:46 #

Na war doch auch meine Aussage, mit einer richtigen Studie. :)

Ich würde aber jede Wette eingehen, wenn wir von heute auf Morgen: Videospiele, Musik, Filme, Bücher und Medien im ganzen verbieten - wäre der nächste Amokläufer trotzdem parat. Manche durchgeknallte werden sogar Chefs die ganze Länder befehligen - und rotten dann gleich Völkerweise aus. Sowas nennt man dann Diktatoren - obwohl es das selbe ist: Ein irrer am Abzug.

Wohlwollen 14 Komm-Experte - 2092 - 22. Dezember 2012 - 2:30 #

Ja, wahrscheinlich schon. Aber nicht in dieser Häufigkeit. Heutzutage ist (mediale) Aufmerksamkeit sehr bedeutsam für viele Menschen. Und auf manche Ideen kommt man nicht, wenn man nicht 12 Stunden in der Woche (bei Schülern sogar noch deutlich mehr) unterschiedlichste Medien konsumiert.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8037 - 22. Dezember 2012 - 2:48 #

Ich denke wenn wir eine Auflistung der Gräuel von der Steinzeit bis Heute machen (meinetwegen nehmen wir auch nur das Mittelalter), wird die Liste der Opfer länger sein, als alle Medien von heute zusammen gezählt.

Der Mensch war und ist schon immer bestens geeignet darin gewesen seinen Mitmenschen zu Tyrannisieren oder zu quälen.

Ist das Leben heute ein anderes als vor 50 Jahren? Klar. Aber frag mal die Leute vor 50 Jahren, die werden dir sagen das meine und deine Generation schon die Ausgeburt der Hölle waren...

Die Leute sitzten 12 Stunden davor, weil sie es können. Früher ging das nicht, das Leben war anders organisiert. Das nennt sich Fortschritt, da haben einen haufen Leute tierische Panik vor.

Athavariel 21 Motivator - P - 27873 - 21. Dezember 2012 - 7:27 #

Noch schlimmer als diese mögliche Studie finde ich die pauschale Vorverurteilung gegenüber Menschen mit dem Asperger Syndrom und es ist nicht einmal offiziell bestätigt, dass Lanza daran litt. Da wird mir schlecht. http://www.20min.ch/ausland/news/story/20391580
Aber die NRA wird sich freuen.

Wolter (unregistriert) 21. Dezember 2012 - 7:23 #

Da will die Waffenlobby wohl wieder von sich ableneken , War eingdlich mal erfrischend das nach dem Amokluaf mal nicht sofor Merlyn Manson,Ramstein und Killerspiele im Medien Focus waren , sondern die Waffenlobby.

Aber naja soläuft halt Politik

McSpain 21 Motivator - 27019 - 21. Dezember 2012 - 8:48 #

Natürlich. Es war allerdings beachtlich das der öffentliche Druck zumindest mal so groß war das die Waffenlobby sich nicht getraut hat sofort der breiten Masse ihre Meinung vorzusetzten sondern wieder wie "früher" den geheimen manipulativen Weg gehen muss.

Zottel 16 Übertalent - 4039 - 21. Dezember 2012 - 8:44 #

"Die etablierten Konzerne - einschließlich der Videospiel-Industrie - verdienen Milliarden am Marketing und Verkauf brutaler Inhalte an Kinder. Sie tragen eine Mitverantwortung, unsere Kinder zu schützen. "

Pfffff. die Spieleindustrie ist doch schon seit Jahren dazu übergegangen, die Spiele als digitale Downloads zu verkaufen. Früher konnte man seine Mitschüler und Lehrer, und jeden den man hasste, noch mit den schweren Pappboxen bewerfen und hoffen damit tötliche Verletzungen zu verursachen, aber wie macht man das denn heute mit seinem Steamaccount?

McSpain 21 Motivator - 27019 - 21. Dezember 2012 - 8:46 #

AGBs ausdrucken. Zusammenbinden. Werfen. Fertig.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 21. Dezember 2012 - 8:54 #

Leider hatte ich es nur am Rande mitbekommen, weil ich gerade telefonierte: Im Radio sprachen sie gestern davon, dass eine Waffenlobby der eigentliche Initiator dieser Studie ist, um die Waffen aus dem Fokus zu nehmen.

Gucky 22 AAA-Gamer - P - 33916 - 21. Dezember 2012 - 9:05 #

Hmmm, wie häufig halt...

DerDani 15 Kenner - P - 3681 - 21. Dezember 2012 - 10:43 #

Und genau dafür werden Lobbyisten bezahlt. Wenn was gegen die eigene Lobby ist: Ablenken, verharmlosen, vertuschen...

Cheezborger 15 Kenner - P - 3079 - 21. Dezember 2012 - 11:40 #

Ich persönlich fände es ja durchaus gut und wichtig, endlich einmal eine solche Studie mit den entsprechenden finanziellen Mitteln auszustatten, um ein wenig mehr Klarheit in die Debatte zu bringen. Auf der anderen Seite halte ich eine Aussage wie "Ja, das Spielen von Ego-Shootern kann vermehrt zu Aggressionen führen" für ziemlich banal, solange die Effektstärke nicht in Relation gesetzt wird.
Sprich: Es ist seit ca. 40 Jahren bekannt, dass alleine das Herumliegen einer Waffe als aggressiver Hinweisreiz dienen kann, sprich zu vermehrter Aggression führt. Eine Studie zur Gefährlichkeit von Computerspielen machts imho also nur dann Sinn, wenn diese "Gefährlichkeit" in Relation zu anderen Faktoren gesetzt wird, wie eben dem Vorhandensein einer Waffe, dem Sozioöknomischen Status, häuslicher Gewalt, Mobbing in der Schule, etc.
Ohne eine solche Relation kann in ich nur eine Aussage a la "Ja, das hat einen (statistisch signifikanten) Einfluss" treffen, die ja banaler nicht sein kann.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 21. Dezember 2012 - 11:43 #

Das gefährliche an der Sache sind nur das Studien gerne zumindest in die "richtige" Richtung gestupst werden von den Leuten die die entsprechenden finanziellen Mittel bereitstellen. Und sollte die "richtige" Richtung am Ende nicht Tenor der Studie sein, wird sie eben abgemildert oder weggeworfen. Siehe hierzu auch Armutsbericht BRD 2012. ^^

Athavariel 21 Motivator - P - 27873 - 21. Dezember 2012 - 11:54 #

Der Gouverneur von Ohio hat nach weniger als einer Woche dieser schrecklichen Tat das Recht auf Waffenbesitz gar gelockert.
http://www.tagesanzeiger.ch/mobileapp/#/story/20286178/0

Die NRA funktioniert weiterhin.

Gray Mouser (unregistriert) 21. Dezember 2012 - 17:22 #

http ://global3. memecdn.com/Not-Sure-If-I-Want-To-Live-On-This-Planet-Anymore_o_103436.jpg

blobblond 19 Megatalent - 17762 - 21. Dezember 2012 - 18:25 #

"Die NRA tritt für noch mehr Waffen ein. Jede Schule sollte von bewaffneten Polizisten oder Wächtern geschützt werden, forderte NRA-Vizepräsident Wayne LaPierre in Washington. Die NRA sei bereit, beim Training für entsprechende Programme zum Schutz von Schulkindern mitzuhelfen.
Als Verantwortliche für solche Taten wie den Amoklauf von Newtown machte er die Medien aus. Jedes amerikanische Kind sehe bis zu seinem 18. Geburtstag 16.000 Morde. In Musikvideos und Computerspielen werde das Leben als ein Spiel dargestellt.

LaPierre begründete seinen Vorstoß für bewaffnete Wachen an Schulen damit, dass schließlich auch der Präsident und sogar Sportstadien von Bewaffneten beschützt würden. "Das einzige Mittel gegen einen bösen Menschen mit einer Waffe ist ein guter Mensch mit einer Waffe." Strengere Gesetze zum Erwerb von Schusswaffen in den USA lehnte er ab. Solche Gesetze würden nichts bringen. Journalisten durften bei der Pressekonferenz im teuersten Hotel Washingtons keine Fragen stellen. "

http://www.spiegel.de/politik/ausland/nach-amoklauf-us-waffenlobby-will-schulen-mit-waffen-schuetzen-a-874425.html

Dieser satz ist ja wirklich genial!
"Denn das einzige Mittel gegen einen bösen Menschen mit einer Waffe sei: ein guter Mensch mit einer Waffe."
Und die Wachmänner und die guten Menschen würden nie einen Amoklauf machen!

Athavariel 21 Motivator - P - 27873 - 21. Dezember 2012 - 19:27 #

"Das einzige Mittel gegen einen bösen Menschen mit einer Waffe ist ein guter Mensch mit einer Waffe."

Nein sorry. Was für eine kranke Logik. Wenn man das weiter spinnt, dann müsste es keine Tote durch Schusswaffen mehr geben wenn jeder Mensch auf der Welt mit einer Waffe rumlaufen würde. Hat ja im Wilden Westen unter den Cowboys perfekt funktioniert, da gab es niemals Schusswechsel.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 21. Dezember 2012 - 19:51 #

Jedenfalls weniger als man glaubt ^^

Gray Mouser (unregistriert) 21. Dezember 2012 - 20:14 #

Stimmt. Da wurde nämlich meistens hinterrücks erschossen.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 22. Dezember 2012 - 19:01 #

Macht ja auch mehr Sinn, so muss man nicht fürchten auch erschossen zu werden ^^

marshel87 16 Übertalent - 5584 - 21. Dezember 2012 - 11:57 #

"[...]Marketing und Verkauf brutaler Inhalte an Kinder"
Die Spiele werden nicht umsonst ab 16 oder 18 freigegeben.. damit die Händler und Eltern es ihren Kindern nicht zugänglich machen dürfen und sollten :-|

Name (unregistriert) 21. Dezember 2012 - 12:08 #

Viele solcher Täter sollen in ungewöhnlich vielen Fällen mit verschreibungspflichtigen Psychopharmaka behandelt worden sein (Antidepressiva, Serotonin-Wiederaufnahmehemmer, auch Prozac, Ritalin, Luvox, Paxil). Bei Breivik waren auch Drogen im Spiel soweit ich mich erinnere. Wenn man schon von Korrelation auf Kausalität schliessen muss wäre hier ein besserer Ansatzpunkt. Weitere wären Ausgrenzung, Perspektivenlosigkeit, sozioökonomische Verhältnisse.

Das man mit Spielen den falschen Baum anbellt zeigt schon Süd Korea, ein ungeheuer Netzaffines Land mit extrem aktiver Spielerschaft. Wären Spiele verantwortlich müsste man dort zumindest einen einzigen solchen Vorfall finden. Dort gab es keinen.

lichee 15 Kenner - 3199 - 21. Dezember 2012 - 13:38 #

Heute Waffenruhe? Eine schöne Idee, muss ich sagen!

Freylis 20 Gold-Gamer - 20965 - 21. Dezember 2012 - 14:21 #

Ja, finde ich auch. Eine kleine Pause tut doch ganz gut. Heute abend ist bei mir jedenfalls nur SSX angesagt - Snowboards sind ohnehin spassiger als Schusswaffen. :-)

Starslammer 15 Kenner - P - 2745 - 21. Dezember 2012 - 15:26 #

Eventuelle sollte man noch eine Studie auf die Auswirkungen von Genuss eines Weissbrotes auf Amokläufe machen. Bestimmt hat jeder Täter noch mehr Weissbrote gegessen, als Videospiele gespielt!

Lord Lava 18 Doppel-Voter - 9608 - 21. Dezember 2012 - 16:47 #

Sorry, aber das ist nun wirklich der älteste, unlustigste und unsachlichste Spruch, den es im Zusammenhang mit der ganzen Medien <-> Gewalt-Debatte überhaupt gibt!

GlobalGamer (unregistriert) 21. Dezember 2012 - 16:52 #

Also lt. Prof. Pfeiffer gibt es schon zig solcher Studien aus den USA.
Vielleicht argumentieren ja die Waffennarren aus den USA, dass es in little old Germany auch Amokläufe gab, trotz wesentlich schärferer Waffengesetze und dass es Studien eines gewissen deutschen Professors gibt, lt. denen Egoshooter-Spieler zu Amokläufen tendieren.

NickHaflinger 16 Übertalent - 5176 - 21. Dezember 2012 - 18:19 #

Komischerweise wird die CS-Frage bei Frauen oder Rentnern nie gestellt.
http://www.stern.de/panorama/bluttat-von-loerrach-amoklaeuferin-war-eine-sportschuetzin-1605494.html
http://www.bild.de/regional/koeln/schiesserei/rentner-erschiesst-zu-laute-nachbarn-26572540.bild.html
http://www.bild.de/news/inland/voelklingen/wegen-streit-um-wasser-rechnung-18660656.bild.html
http://www.bild.de/news/inland/schiesserei/patient-erschiesst-zwei-aerzte-22991004.bild.html
http://content.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/2167730_0_9223_-schock-in-schwalmtal-rentner-laeuft-amok.html

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 21. Dezember 2012 - 17:16 #

Vielleicht stellt sich ja auch heraus das er Milchtrinker war. Ich würde Milch dann doch lieber verbieten...

Anstatt irgendwelche Waffengesetze zu verschärfen sollen sie sich mal was einfallen lassen zum Thema Mobbing. Das ist nämlich in den meisten Fällen der Auslöser für einen Amoklauf. Aber dafür werden die wohl noch ein paar Jahre brauchen bis das gecheckt wurde ^^

Azzi (unregistriert) 21. Dezember 2012 - 17:51 #

Aha und wo sind da die Studien zu, oder wissenschaftlichen Artikel? Es ist einfach irgendwelche Vermutungen in den Raum zu schmeissen und zu behaupten X wäre Auslöser für Y.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 21. Dezember 2012 - 18:08 #

Brauchst du auch ne Studie um zu sehen das man Klopapier benötigt? Wenn deine Hände braun sind , zeigt dir der gesunde Menschenverstand das abwischen nicht verkehrt ist^^

Ne aber im ernst:

Ursache und Wirkung. Wenn du keine Kristallkugel hast musst du vom einfachsten Ausgehen und das ist nunmal das Mobbing. Ich selber hab zwar immer Glück gehabt, kenne aber auch jemanden der schon lange die Runde mit nem Colt gegangen wäre wenn die Peiniger weiter zugesetzt hätten.

Treib jemanden in die Ecke, nehm ihm alles, und misshandel ihn, die wahrscheinlichkeit das er ausrastet ist hoch. Der gesunde Menschenverstand sagt uns das man einen Hund nicht in die Ecke treibt und ihm Angst macht, da er fast zu 100% beisst. Das "IST" bewiesen. Der eine Hund beisst härter zu, ein anderer zerfetzt dich ganz, aber die Ursache ist ganz klar.

Man kann natürlich jetzt warten auf Studien und Aussagen schlauer Leute damit man selber keine Verantwortung tragen muss wenn diese falsch liegen. Aber es müsste schon mit dem Teufel zugehen wenn irgendetwas anderes Schuld wäre als der Mensch selbst.

NickHaflinger 16 Übertalent - 5176 - 21. Dezember 2012 - 18:23 #

Für nichts davon gibt es bei Newtown bisher Hinweise. Der Täter galt als Einzelgänger. Ob er gemieden oder gemobbt wurde ist nicht bekannt. Er lebte bei der geschiedenen Mutter in finanziell sicheren Umständen.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 21. Dezember 2012 - 18:34 #

Ich will das auch garnicht zu sehr auf diesen einen Fall beschränken. Jeder Mensch ist einzigartig und es gibt viele Motoren die einen antreiben. In meinen Augen ist aber der Hauptgrund das Mobbing oder wie man das früher nannte "Fertig machen".

NickHaflinger 16 Übertalent - 5176 - 21. Dezember 2012 - 18:38 #

Bei einer gekränkten oder gemobbten Person sollte man denken, dass sich die Gewalt dann gegen die Verursacher richtet und sei es nur gegen "die Ellbogengesellschaft" an sich. In Newton waren 20 der Opfer Kinder im Alter von sechs und sieben. Was könnten die ihm getan haben?

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 21. Dezember 2012 - 18:42 #

Jemand muss mir doch nichts getan haben damit ich an ihrem Leiden einen positiven Effekt sehe. Irgendwas sinnvolles wird er schon gesehen haben.

Azzi (unregistriert) 21. Dezember 2012 - 18:32 #

Dein "gesunder Menschenverstand" ist im Endeffekt nur das Produkt deiner subjektiven Lebenserfahrung und taugt nicht um solch komplexe Themen objektiv auszuloten.
Dafür haben wir die Wissenschaft, genormte Testverfahren und letztendlich lustige Sozialwissenschaftler wie mich und selbst wir werden wohl schwerlich einen verlässlichen Katalog finden um zu sagen "ja Person X wir mit Wahrscheinlichkeit Y zum Amokläufer".

Außerdem wurden im Laufe der Zeit wohl viele schon gemobbt und mobben und trotzdem sind die zu 99,9% normale und unaufällige Menschen geworden, auch wenn einen solche Erfahrungen natürlich begleiten.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 21. Dezember 2012 - 18:35 #

Wenn jeder Mensch bei Mobbing Amoklaufen würde, wäre auch glaub ich nichtmehr viel der Menscheit da ^^

Trax 14 Komm-Experte - 2504 - 21. Dezember 2012 - 18:26 #

Auf diese Nachricht habe ich schon seit den ersten Meldungen vom Massaker gewartet. Es war nur eine Frage der Zeit...
Na ja, ich denke das Ergebnis der Studie wird schon feststehen.

Wohlwollen 14 Komm-Experte - 2092 - 21. Dezember 2012 - 20:06 #

Ich spiele auch gerne (sonst wäre ich ja nicht hier). Aber warum gleich die Annahme, dass die Studie manipuliert werden sollte? Ich fürchte bei vielen Spielern gibt es eine ungewisse Ahnung, dass Spiele auch tatsächlich mit Gewalt im Zusammenhang stehen könnten.

Bloß wollen das denke ich viele Gamer nicht wahrhaben, da es mit ihrem (friedlichen) Selbstkonzept nicht zusammenpasst. Das erzeugt ein unangenehmes Gefühl, das abgebaut wird indem den Forschern mangelnde Objektivität vorgeworfen wird oder unzulässige Vergleiche gezogen werden (Der Täter hat auch gegessen). So wird das gefährdete Selbstkonzept geschützt.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8037 - 21. Dezember 2012 - 20:15 #

Hach wäre das schön. Ursache = Wirkung. Hier geht es aber um menschliche Psyche. Das ist sowas von Neuland für alle - jeder tappt im dunkeln, keiner hat einen Plan und alle 5 Minuten ruft einer "HEUREKA!" nur um kurz danach enttäuscht den Kopf sinken zu lassen.

Freylis 20 Gold-Gamer - 20965 - 21. Dezember 2012 - 21:59 #

Jamison: ausserordentlich gut auf den Punkt gebracht - und mit einer Prise Sarkasmus gewuerzt, was mir (fast) immer behagt :-)

Wohlwollen: nichts gegen deinen wichtigen(!) Hinweis, dass man die Debatte nicht mit pauschalistischen Argumenten (auch PRO Gewaltspiel) fuehren sollte - aber ich muss als Freigeist letztlich Jamison zustimmen: ich will nicht fuer die geistigen Unzulaenglichkeiten anderer bestraft werden. Auch wenn bei einem Bruchteil von Individuen reale Gewalt auf Spielgewalt folgt, heisst es nicht, dass man einfach von A auf B schliessen kann, oder meint, wenn man A fuer alle(!) entfernt, kommt es nicht zu B. Wenn es kein Spiel gewesen waere, haette eine andere Freizeitbeschaeftigung oder ein anderer (medialer?) Ausloeser zu demselben traurigen Ergebnis gefuehrt. Menschen, die entgleist sind, brauchen keinen kontextuellen Ausloeser, sie FINDEN ihn, wo immer sie auch danach suchen. Ihr krankes Hirn erschafft sich vermittels verquerer synaptischer Verbindungen einen Pseudo-Ausloeser.

Wir klappen doch nicht das Buch der Lebensfreude zu, nur weil einige wenige Spinner die Seiten beschmieren wollen. Daran ist naemlich nicht der Text schuld, sondern allein sie selbst.

PS: Allerdings koennte man sich jetzt gerade als Spieler mit den Angehoerigen solidarisch erklaeren und beispielsweise an Aktionen wie der "Feuerpause" teilnehmen, um zu demonstrieren, dass man als Spieler(in) keineswegs dem Klischee des asozialen, neurotischen Mauerbluemchens entsprechen muss, das entartet und zur Gefahr wird.

Wohlwollen 14 Komm-Experte - 2092 - 22. Dezember 2012 - 2:09 #

Danke für Deinen Einwand, Feylis! Ich fürchte wir haben etwas aneinander vorbeigeredet. Mir ging es in meinem Posting nicht darum zu behaupten Spiele würden Gewalt auslösen. Das ist natürlich Unsinn. Aber ich denke manche Spiele können in Wechselwirkung mit einer Vielzahl anderer Faktoren (u.a. Verträglichkeit der Person, Bestehen einer psychische Störung oder psychiatrischen Erkankung, sozialer Ausschluss, unsichere familiäre Beziehungen, Zugang zu Waffen, u.s.w) die WAHRSCHEINLICHKEIT für Amokläufe oder Aggressionen erhöhen.

Falls die Wahrscheinlichkeit durch regelmäßigen Konsum von z.B. Shootern erhöht wird (nicht ausgelöst!), sollten wir Spieler darüber reflektieren und ggf. unser Spielverhalten überdenken. Und gerade bei den Kids sollte man in diesem Fall besonders achten, dass diese nur für ihr Alter angemessene Games konsumieren.

Hatte vor etwa einem Monat von einer Studie gelesen, in der es um Videospielen und Schlafqualität ging. Wurde vor dem Schlafengehen länger als eine Stunde gespielt (unabhängig vom Genre), war die Schlafqualität bedeutsam schlechter als wenn weniger als eine Stunde gespielt wurde. Ein vernünftiger Vielspieler, der Schlafprobleme hat, wird ebenfalls versuchen sein Verhalten anzupassen um seine Schlafqualität zu verbessern.

blobblond 19 Megatalent - 17762 - 21. Dezember 2012 - 21:41 #

Ohman,wie vernarrt die doch in ihre Waffen sind
"Denn, so die krude Logik der NRA, nicht die frei verfügbaren Waffen seien für Amokläufe wie den von Newtown verantwortlich. Nicht laxe Kontrollen, unregulierte Waffenmessen oder die Besessenheit vieler, militärische Sturmgewehre zu horten. Nein: Die Schuld liege bei blutigen Videospielen, Hollywood, milden Richtern, linken Politikern, Obama, den Medien und, ja wirklich, all diesen Wirbelstürmen.
Als Erstes nimmt LaPierre liberale Politiker ins Visier: Die hätten erzwungen, dass Schulen "waffenfreie Zonen" seien - ergo Schuld daran, dass nun "jeder verrückte Killer" wisse, "dass Schulen der beste Ort sind, mit minimalem Risiko maximales Durcheinander anzurichten".
Danach gerät die Videospiel-Branche ins Fadenkreuz des NRA-Vizes. "Eine herzlose, korrupte Schattenindustrie, die Gewalt anstachelt", so LaPierre. Als Beispiel lässt er auf Monitoren Szenen des Online-Spiels "Kindergarten Killer" vorführen, "das gibt es seit zehn Jahren".

LaPierres nächster Halbsatz lässt freilich viele ratlos, nicht nur im Saal: "Nehmen Sie dann nur einen weiteren Hurrikan und eine weitere Naturkatastrophe…" Das Wetter als Mittäter?

Mitverantwortlich für all das Blutvergießen, so LaPierre weiter, seien auf jeden Fall aber die US-Medien. Diese würden die "schmutzige Wahrheit" hinter Amerikas Waffengewalt vertuschen und "rechtmäßige Waffenbesitzer dämonisieren". Damit seien sie "stille Helfer, wenn nicht gar stille Komplizen" der Killer."

http://www.spiegel.de/politik/ausland/national-rifle-association-geht-in-us-waffendebatte-zum-gegenangriff-ueber-a-874445.html

Dabei moderiert LaPierre eine Sendung die "Crime Strike" heißt und dabei bewaffnete Selbstverteidigung predigt
Jaja immer sind die anderen schuld,aber nie die Waffenlobby!

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 6325 - 21. Dezember 2012 - 22:40 #

Auf der einen Seite finde ich den Artikel hier zwar gut und interessant, auf der anderen stört es mich langsam, wie viel und lange schon wieder über diese Tragödie in den (deutschen) Medien insgesamt berichtet wird.

Natürlich erzeugen die ganzen Berichte auch bei mir ein Mitgefühl und möchte mir gar nicht vorstellen, was die Angehörigen der Opfer durchmachen müssen.
Ich habe mich aber auch gefragt, wieso gerade diese 26 Toten in den USA jetzt so wichtig sind, dass tagelang auf deutschen Nachrichten-Internetseiten (und wahrscheinlich auf im TV/Print) darüber ein Artikel nach dem anderen veröffentlicht wird (Seiten wie spiegel.de/stern.de hatten zeitweise mehrere große Artikel auf der Startseite). Und viele Leute in den Kommentaren sprechen den Angehörigen ihr Mitgefühl aus.

Laut Statistik gibt es in den USA jedes Jahr ca. 33.000 Tote durch Schusswaffen, davon ungefähr die Hälfte Selbstmörder. Dazu kommen nochmal jede Menge andere Morde (erwürgt, erstochen,...).
Es werden auch jedes Jahr in den USA 150 Kinder durch Fremde entführt sexuell missbraucht und anschließend getötet. Die Liste kann man noch ewig weiterführen und die Angehörigen der anderen (einigen hundert) unschuldig getöteter Menschen in den letzten 7 Tagen sind bestimmt ähnlich dran, wie die der 26 Toten von Newton.

Warum stürzen sich die Medien immer gehäuft auf solche "Einzelfälle"? Ist es nicht viel schlimmer, dass jedes Jahr viel mehr Kinder auf dem Weg zur Schule im Straßenverkehr sterben oder in einem katholischen Jugendlager vergewaltigt werden (passiert in den USA ca. 650x pro Jahr, und das sind nur die katholischen!)?

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6558 - 22. Dezember 2012 - 1:11 #

Ja, das ist leider so eine typische Reaktion, da der Mensch leider nicht kalt nach Zahlen und wissenschaftlich erwiesenen Tatsachen handelt sondern nach dem Bauchgefühl.

Eigentlich müsste man z.B. sofort sämtliche Kontrollen an deutschen Flughäfen beenden und das dadurch gesparte Geld in die Verkehrssicherung leiten. Oder das Tempolimit auf deutschen Strassen sehr viel strenger durchsetzen. Jedenfalls wenn man nur nach der Anzahl von geretteten Menschenleben geht.

Man wird leider nie verhindern können, das Opfer entstehen. Und viele Maßnahmen stehen einfach in keinem gesunden Verhältnis zueinander. Aber wenn ich diese Meinung in meinem Bekanntenkreis äußere, ernte ich immer nur eisige Blicke von wegen "wie kann man nur so kalt sein". Das Dilemma entsteht durch die allgegenwertige Angst vor dem Tod: Viele Menschen möchten sich keine Gedanken darüber machen wie viel uns ein Menschenleben wert ist. Denn egal wie man es angeht, man kommt zu Ergebnissen die politisch unkorrekt und oft auch ethisch seltsam sind.

Bemisst man ein Menschenleben an seiner Leistungsfähigkeit für die Gesellschaft? An den guten Taten die dieser Mensch bewirkt hat oder bewirken könnte? An seinem gesellschaftlichen Status? Oder sind alle gleich? Sind Kinder mehr wert als alte Menschen?

Egal wie man entscheidet, es gibt immer auch gute Argumente dagegen. Und so behilft sich die Gesellschaft dadurch, dass sie einem Menschenleben keinen konkreten Wert zuweist und auf einmal 3000 Tote beim Einsturz von zwei Hochhäusern mehr wert sind, als hunderttausende von Verkehrstoten.

Namer (unregistriert) 22. Dezember 2012 - 12:56 #

am ende ist das doch nur politik.
dieser rockafeller hat alte freunde bei der nas, da trifft sich ein großauftrag für alte freunde doch wunderbar.
und als politiker muss man natürlich auf aktuelle themen eingehen, denn in 2 monaten sind sie wieder vergessen.

aber es bleibt augenauswischerei, das menschliche übel, ich sag mal das Böse, durch eine lächerliche Studie aufhalten oder zu verstehen? Da kann ich nur lachen

Strant (unregistriert) 23. Dezember 2012 - 10:26 #

Die NRA wird mit dem Ergebnis der Studie sicher zufrieden sein

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 23. Dezember 2012 - 21:52 #

Mir ist es egal, ob es einen Zusammenhang zwischen Gewalt in Spielen und realer Gewalt gibt oder nicht.
Es gibt auch einen Zusammenhang zwischen Bier und Alkoholsucht und zwischen Zigaretten und Krebs. Trotzdem darf es nie passieren, dass man diese Dinge verbietet (wurde ja bereits einmal versucht).

Weit über 90% der Gamer können täglich einen Serienkiller spielen und sind trotzdem vollkommen friedfertige Menschen. Dazu braucht es keine Studie, das ist offensichtlich.

Ich werde mir niemals von irgendwelchen konservativen Hinterwäldlern irgendein Killerspiel verbieten lassen. Wenn Spieler von Killergames zu einer Risikogruppe gehören, was ist dann mit Schauspielern? Die müssen sich erst recht in die Rolle eine Verbrechers oder Bösewichts versetzen und kriegen noch einen Oskar, wenn ihnen das besonders gut gelingt.

Es gibt sogar einen Zusammenhang zwischen Games und WENIGER realer Gewalt: In Afrika schenken sie den Jungen eine Konsole, damit sie nicht auf der Strasse rumlungern und kriminell werden.

Irgendein Horror-Regisseur hat mal gesagt, dass Horror und Splatter-Fans die friedlichsten Menschen überhaupt sind.

Aber diesen Politikern geht es sowieso nie um eine sachliche Diskussion. Ich bin auch schon 35, aber ich bin mit Games aufgewachsen, zu einer Zeit, als diese Games überhaupt nicht ernst genommen wurden. Diese Politiker haben das Medium über Jahrzehnte vernachlässigt (zum Glück?) und haben jetzt schlicht keine Ahnung, wovon sie da überhaupt sprechen. MAN KANN NICHT ÜBER VIDEOSPIELE DISKUTIEREN, WENN MAN SELBST KEINE SPIELT!!! (weil die Erfahrung erst beim Spielen entsteht)

Ich jedenfalls werde weiterhin virtuelle Gegner killen und ich habe meinen Spass dabei...

Gadeiros 15 Kenner - 3062 - 24. Dezember 2012 - 7:47 #

will dir nicht gegens bein pinkeln mit meiner bemerkung (ist auch nicht nur an dich, sonern an alle gamer gerichtet), aber bitte gewöhn' dir dieses unmögliche "killergames"-wort ab. das wort existiert einzig und allein nur zur schaffung eines negativen bildes für alle nongamer, die es hören. es gibt einfach keine "killerspiele" und wir dürfen sowas nicht adoptieren imho

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