HW-News KW49: Die Gaming-Zukunft laut Chris Roberts
Teil der Exklusiv-Serie Hardware-News

PC
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Dennis Ziesecke 29903 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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9. Dezember 2012 - 18:26 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert
Von 386er zum Core-i-Achtkern, von 64 Kilobyte Grafikspeicher zu 4 Gigabyte schnellstem VRAM, von 512 Kilobyte RAM zu 16 Gigabyte RAM: Der PC hat sich in den vergangenen 20 Jahren massiv weiterentwickelt. Auffallend dabei: Die Leistung steigerte sich in den letzten Jahren immer weiter – mehr Rechenkerne, mehr Grafikpower, mehr RAM. Bei den Eingabegeräten und den Anzeigegeräten jedoch blieb im Prinzip alles beim Alten. Computermaus, Tastatur und (mittlerweile) Flachbildschirm gelten als das Nonplusultra.

Das Ende der Gamepads?

Neue Eingebegeräte haben es schwer. Gamepads konnten sich zwar in den vergangenen Jahren zwar auch am PC durchsetzen, aber keinesfalls die Maus nebst Keyboard überflügeln. Und Special-Interest-Eingabegeräte wie Flightsticks und Lenkräder führen ein immer stärkeres Nischendasein. Joysticks wurden schon vor etwa 20 Jahren abgelöst. Spielen wir auch in 15 Jahren noch ausschließlich mit Keyboard und Maus oder mit dem Gamepad?

Ein Egoshooter lässt sich bislang mit keiner anderen Eingabetechnik besser steuern als per Tastatur-Maus-Kombi. Die Maus ermöglicht feinste Bewegungsschritte, die Tastatur eine komplexe, aber dennoch leicht zu erlernende Steuerung für grobe Bewegungen. Zudem eignet sie sich perfekt zur Eingabe von Text, wer hätte es gedacht. Doch viele Action-Adventures und teils sogar Rollenspiele (Skyrim) lassen sich durchaus adäquat per Gamepad bedienen. Im Bereich der Rennspiele hat das Gamepad inzwischen sogar das Lenkrad so gut wie verdrängt. Dank Analogstick sind hier Lenkbewegungen gut umzusetzen, per Tastatur oder gar Maus mag kaum jemand ein virtuelles Rennen fahren. Lenkräder würden sich zwar besser eignen, sind aber sperrig und eignen sich für nur diese eine Spielegattung. Core-Rennspiele erfreuen sich zudem keiner großen Beliebtheit, die meisten aktuellen Titel zeigen starke Casual-Einflüsse und beeindrucken eher mit einer simplifizierten Steuerung als mit beinhartem Realismus. Das kommerzielle Ende der Flugsimulationen schließlich hat den Flightsticks den Todestoß gegeben – von einer eingeschworenen Fangemeinde realistischer Simulatoren einmal abgesehen. Ein HAWX allerdings steuert sich per Gamepad besser als mit einem 500-Euro-Flightstick.

Doch muss es so bis in alle Zeiten bleiben? Es ist momentan nur schwer vorstellbar, dass sich über Nacht eine neuartige Eingabetechnik durchsetzen kann. Als Ablösung für Keyboard, Maus und Gamepad schon generell nicht. Aber als Erweiterung der bereits bekannten Möglichkeiten sind bereits jetzt spannende Technologien in Entwicklung. Eine davon nennt sich Leap Motion.


Leap Motion bringt Bewegung ins Spiel - mit geringen Anschaffungskosten.

Leap Motion - Bewegungssteuerung als Ergänzung

So populär Touchdisplays im Tablet- und Smartphone-Bereich sind, am PC oder Laptop bleiben sie Exoten: Die zumeist eher unpraktische Entfernung zwischen Display und Nutzer verhindern eine breitere Akzeptanz. Auftritt Leap Motion: Das "The Leap" genannte kleine Kästchen von Leap Motion wird per USB an den Computer angeschlossen und vor den Bildschirm gelegt. Anschließend tasten die integrierten Kameras, vergleichbar der Kinect-Steuerung von Microsoft, die nähere Umgebung ab und intepretieren Bewegungen. Gerüchteweise nutzt Leap Motion mehrere Infrarot-Leuchtdioden und eine Kamera, die aus den so erzeugten Schattenwürfen ein nutzbares Eingabevolumen erzeugt. Eine höhere Genauigkeit und eine geringere Latenz als Kinect soll Leap Motion durch eine zuvor vorgenommene Kalibrierung auf Hand oder Finger des Nutzers erreichen.

In der Praxis erzeugt Leap Motion einen dreidimensionalen Raum von etwa 4 Kubikfuß, in dem der Anwender mit dem Rechner per Bewegung mit dem Rechner kommunizieren kann. Mit ausgestrecktem Zeigefinger lässt sich so beispielsweise ein Zeiger auf dem Bildschirm verschieben. Auch von Touchgeräten bekannte Gesten wie das Spreizen der Finger zum Vergrößern eines Bildes sind so erkennbar. Per Wischgeste lassen sich beispielsweise Texte scrollen oder die Lautstärke des Rechners ändern. Bei einem im Wohnzimmer aufgestellten PC könnte The Leap auf dem Wohnzimmertisch liegen und so eine Steuerung des HTPCs ermöglichen. Doch auch Gesten wie sie vom Film "Minority Report" bekannt sind, lassen sich darstellen. Besonders interessant ist der Preis: Für nur 70 US-Dollar lässt sich Leap Motion beim Hersteller vorbestellen.


Oculus Rift könnte die zweite Chance der VR-Brillen werden.

Oculus Rift - Videobrille und Headtracker

In eine andere Richtung geht die per Kickstarter finanzierte Videobrille Oculus Rift. Diese erinnert stark an die in den 1990er Jahren gefloppten VR-Brillen, umgeht aber einige Fehler der damals zurecht verschmähten Virtual-Reality-Lösungen. So war damals die LCD-Technik bei weitem nicht so hoch entwickelt, wie sie es heute ist, VR-Brillen waren daher klobige, schwere und mit niedrig auflösenden Displays versehene Klötze, die nach kurzer Zeit Kopf- und Nackenschmerzen bereiteten. Moderne Lösungen hingegen wiegen nur wenige hundert Gramm, tragen sich nicht anders als eine Skibrille und bieten zudem hohe Auflösungen und glasklares 3D.

Bereits jetzt gibt es mit Lösungen von Sony und Carl Zeiss Videobrillen für den Heimgebrauch. Diese sind aber bislang entweder zu unhandlich und zu teuer (Sony) oder technisch stark eingeschränkt und zu teuer (Zeiss). So bietet sich bei der Cinemizer-Brille von Carl Zeiss ein nur recht kleines Bild, bei dem der Nutzer zudem das Gefühl hat, es aus zu großer Entfernung zu betrachten. Sony macht es besser und bietet das Pendant einer Kinoleinwand aus 10 Metern Entfernung, umgeht also den Mäusekino-Effekt der Cinemizer. Dafür lässt sich die Sony-Brille nur schlecht dauerhaft tragen.

Oculus Rift will diese Kinderkrankheiten umgehen. Zwar sieht auch die Oculus Rift verdächtig nach VR-Brille aus, das Gewicht soll aber mit nur 250 Gramm angenehm niedrig ausfallen und damit nicht viel mehr als klassische Skibrillen wiegen. Ursprünglich war ein Gewicht von 220 Gramm geplant gewesen, vor kurzem jedoch entschieden sich die Entwickler für ein anderes Display mit 7" Größe anstelle des eigentlich geplanten Modells mit 5,6 Zoll Diagonale. Im Gegensatz zu anderen Videobrillen, die auf zwei Displays mit oft nur 1 Zoll Diagonale setzen, nimmt der Bildschirm der Oculus Rift also die gesamte Breite der Front für sich ein.

Die beiden Bilder werden getrennt berechnet und dargestellt, was für einen 3D-Effekt ohne störendes Ghosting sorgt. Das Motto der OR-Macher: Wenn schon Brille, dann gleich richtig! Dank eines integrierten Headtracking-Moduls ist es mit Oculus Rift zudem möglich, Kopfbewegungen direkt und laut Entwicklern wie John Carmack und Chris Roberts ohne spürbare Verzögerungen im Spiel umzusetzen. Vor allem in Simulationsspielen ist Headtracking sehr effektiv.


Mit Star Citizen will Chris Roberts auch alternative Ein- und Ausgabegeräte unterstützen.

Chris Roberts Zukunftsvision

Bislang scheiterten zahlreiche vielversprechende Technik-Innovationen an mangelhafter Softwareunterstützung. Andere Technologien hingegen konnten sich quasi über Nacht auf dem Markt etablieren - dank der Unterstützung durch eine "Killer-App", eine Software für die zahlreiche Nutzer den Rechner bereitwillig aufrüsten. Ein Name, der fast schon gleichbedeutend mit einer solchen Entwicklung ist, dürfte Chris Roberts sein.

Mit Wing Commander etablierte Roberts Anfang der 1990er Jahre endgültig den PC als technisch überlegene Spielemaschine. Wing Commander 3 und 4 zogen ebenfalls teure Aufrüstwellen hinter sich her: 8 oder besser 16 Megabyte RAM, schnellere Prozessoren, größere Festplatten verkauften sich mit dem Space-Sim-Argument wie geschnitten Brot. Strike Commander spielte sich auf einem Pentium-Rechner ungleich flüssiger als auf einem 486er-PC. Auch wenn wir heute über Taktfrequenzen von 60 Megahertz nur lachen,  das Motto "Software verkauft Hardware" kann auch heute noch gelten. Schließlich hätten sich (anfangs) teure Spielkonsolen ohne entsprechende Exklusivspiele nie durchsetzen können.

Mit Star Citizen plant Chris Roberts nun nicht nur sein Comeback in der Spielebranche, sondern auch den Support ungewöhnlicher Ein- und Ausgabegeräte wie eben Leap Motion und Oculus Rift. So ist Roberts der Überzeugung, das Spielerlebnis mit Leap Motion weiter verbessern zu können. Der Spieler steuert dabei sein Raumschiff zwar weiterhin per Joystick, Gamepad oder per Maus/Keyboard-Kombination, kann aber per Handbewegung zusätzliche Displays im Blickfeld des Piloten auf- und zuklappen lassen sowie beispielsweise die aktive Bewaffnung ändern. Besonders gut eignet sich Leap Motion laut Chris Roberts als Ergänzung für Oculus Rift, was auch an der sehr flexiblen CryEngine liegen soll:

Die Oculus-Entwickler sind auch sehr an Leap Motion interessiert, die beiden Geräte ergänzen sich sehr gut. Wir haben momentan eine sehr spannende Zeit mit vielen coolen technischen Neuentwicklungen. Viele davon schaffen es allerdings nicht zum Mainstream, weil es keine Software gibt, die sie unterstützt. Das will ich mit Star Citizen ändern und ich bin guter Dinge, dass wir uns da sehr gut unterstützen. Es ist schade, dass viele innovative Möglichkeiten nicht genutzt werden. Aber das ist unter anderem der Grund, weshalb wir die Cryengine nutzen. Die Engine unterstützt viele Eingabemöglichkeiten und sie wird ja auch schon in vielen Anwendungsszenarios genutzt. Es gibt neben Spielen ja auch wissenschaftliche und militärische Programme, die die Cry Engine nutzen und all diese Anwendungen haben unterschiedliche Anforderungen an die Eingabegeräte. Die Cry Engine bietet also einen sehr guten Basis-Support für Eingabegeräte auf den wir zurückgreifen können. Dazu kommt, dass die Engine sehr gut erweiterbar ist.

An Oculus Rift begeistert ihn der seiner Aussage nach sehr überzeugende 3D-Effekt und das Headtracking, das sich besonders gut für die virtuelle Cockpit-Umgebung eigne:

VR funktioniert in einem Simulator viel besser, als wenn du in der Umgebung herumlaufen musst. In einem Cockpit sitzt du in einem Stuhl – vor deinem Monitor sitzt du ebenfalls in einem Stuhl, die Situation ist identisch. Du hast also das perfekte VR-Gefühl.

Ob ein Nischenspiel wie Star Citizen (da PC-exklusives Weltraumspiel) ausreichend Zündstoff zum Etablieren neuer Technologien wie Oculus Rift und Leap Motion hat? Selbst wenn nicht: Andere Hersteller könnten sich bei einer gelungenden Implementierung in Star Citizen ein Herz für eigene Lösungen fassen. Im Interview mit Dennis Ziesecke plauderte Chris Roberts zudem nicht nur über Technik und den PC, sondern auch über die Finanzierung per Crowdfounding und den Wunsch nach dem persönlichen Holodeck. Das komplette Interview ist hier und per Link in den Quellenangaben nachzulesen.

Video:

J.C. (unregistriert) 9. Dezember 2012 - 18:36 #

Haha, wie geil! Ich habe RSI am Anfang des KS nach der LeapMotion Unterstützung gefragt und nach Auskunft des Community Managers kannten sie es vorher nicht:
"Cloud Imperium Games Corporation says:

Ooh, I had not seen this. That is extremely cool... I will show it to Chris!"

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29903 - 9. Dezember 2012 - 19:35 #

Joa, Chris war sehr angetan davon, der schaut aber da generell sehr positiv in die Technik-Zukunft. Angenehmer Interview-Partner noch dazu, Kudos für Chris :D .

J.C. (unregistriert) 10. Dezember 2012 - 0:07 #

Absolut!

Jörg Langer Chefredakteur - P - 352340 - 10. Dezember 2012 - 11:46 #

Also zwei Wochen vor Start hat er mir gegenüber bereits von Gestensteuerung per Zusatzgerät geredet, die er einbauen will. Ich vermute mal, dass er The Leap gemeint hat, es wird ja nicht zehn ähnliche Gerätschaften geben.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29903 - 10. Dezember 2012 - 12:01 #

Zumal er mir noch sagte, dass er zwar mit Kinect herumprobiert hat, es aber in der PC-Version für sehr unpraktisch hält..

J.C. (unregistriert) 10. Dezember 2012 - 13:11 #

Ist doch egal, ich fand's einfach nur witzig bei euch davon zu lesen nachdem ich diese Antwort bekommen habe und dann nichts mehr darüber gehört habe. Zumindest der Mensch am anderen Ende der Leitung hat davon zu dem Zeitpunkt noch nichts gewusst.

Kutte 22 AAA-Gamer - P - 33614 - 10. Dezember 2012 - 21:09 #

Hallo,
hatte ich zwar alles schon in der Matrix gepostet, aber mache ich gerne nochmal.

"Eingebegeräte" -> Eingabegeräte
"Todestoß" -> Todesstoß
"intepretieren" ->interpretieren
"gelungenden" -> gelungenen

Bruchpilot 11 Forenversteher - 752 - 9. Dezember 2012 - 18:48 #

Schaut interessant aus...

Der erste Gedanke, Muskelkater in den Armen :)

hm... ich nehme an für kurze lustige Spielchen und vielleicht auch als Unterstützung für Maus und Tastatur kann das Zukunft haben.

Aber bei dauernder bzw. ununterbrochener Nutzung fällt einem da der Arm ab :D

neone 15 Kenner - P - 3159 - 9. Dezember 2012 - 21:11 #

Sollte jedem Windows 8 beiliegen :)

martiz 16 Übertalent - P - 4151 - 9. Dezember 2012 - 19:32 #

Hmm... wahrlich interessant.

Fehlt nur noch dies und dann ist das Eintauchen in virtuelle 3D-Welten a.k.a. "Holodeck" komplett... ein Laufband in allen Richtungen:
http://www.mpg.de/552995/pressemitteilung20080411
Und das passende Video dazu:
http://www.youtube.com/watch?v=3rtX2pWRh6w

Bevor einer hier meckert: Diese wurden 2008 erstellt, also schon 'n paar Jährchen auf'm Buckel, kann also schon momentan weiter fortgeschritten sein.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7391 - 9. Dezember 2012 - 23:20 #

http://de.engadget.com/2012/10/16/wizdish-im-wohnzimmer-durch-virtuelle-welten-schlurfen-ohne-geg/

Sieht aber etwas komisch aus :D

martiz 16 Übertalent - P - 4151 - 10. Dezember 2012 - 18:16 #

Gewöhnungsbedürftigt, aber interessant :)
Wobei mir jetzt aufgefallen ist: Wie läuft man damit seit- und rückwärts?

Ardrianer 19 Megatalent - 19339 - 9. Dezember 2012 - 19:11 #

ich habe mich schon gefragt, wann diese Art von technischen Spielereien endlich den Einzug in den Spielemarkt erfahren. gerade das am Ende angesprochene Holodeck ist doch der Inbegriff von spielerischer Vollendung ^^
sehr schöner Artikel! dafür gebe ich gerne Kudos :)

Labrador Nelson 28 Endgamer - - 104488 - 9. Dezember 2012 - 19:29 #

Bin mal gespannt auf die Brille, obs die kläglichen Versuche der Vergangenheit vergessen machen kann...

Maik 20 Gold-Gamer - - 22099 - 10. Dezember 2012 - 12:48 #

Wie immer ist die Frage, ob Brillenträger damit zurecht kommen. Es gibt soviel Brillenträger, die diese auch benötigen, aber das wird meistens ignoriert. Ich habe schon etliches ausprobiert, jedoch nichts gefunden, was auch für längere Verwendung gut ist.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29903 - 10. Dezember 2012 - 13:22 #

Naja, zumindest für "einfach-fehlsichtige" sind Videobrillen schon geeignet - die Cinemizer OLED beispielsweise lässt dich die Dioptrinstärke pro Auge zwischen -5 und +5 regeln. Technisch wären sicherlich auch weitere Anpassungen denkbar, ist aber halt immer auch eine Geldfrage.

Funktionieren denn Skibrillen über der normalen Sehhilfe? Wenn ja, dann sollte Oculus Rift eigentlich auch problemlos gehen.

martiz 16 Übertalent - P - 4151 - 10. Dezember 2012 - 18:05 #

Eine solche Skibrille habe ich jedenfalls und hat bei mir mit meiner Brille gut gepasst. Notfalls nehme ich halt Kontaktlinsen :)

Wenn Oculus Rift dennoch schafft, uns Personen mit visuellen Beschränkungen zu berücksichtigen, dann steht dieser Gadget definitiv hoch auf meiner Liste.

Maddino 16 Übertalent - P - 5587 - 9. Dezember 2012 - 20:50 #

Beide Systeme klingen gut. Was soll die Ocolus Rift denn kosten? Das Developer Kit auf Kickstarter wurde ja für 275$ gehandelt. Wenn sich das fertige Produkt in einer ähnlichen Preisregion bewegt, sehe ich da gute Chancen.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29903 - 9. Dezember 2012 - 20:52 #

Ich habe bislang noch keinen definitiven Endpreis gehört. Aber about 300-350 Dollar klingen wohl realistisch. Wenn da der Headtracker schon beiliegt könnte es ein Renner werden.

Chuck Morris 13 Koop-Gamer - 1887 - 9. Dezember 2012 - 21:13 #

Oculus Rift und Leap Motion klingen gut doch ich hab angst das mein Kopf zu klein oder zu groß für die Brille ist. Wenn sich die VR Brille durchsetzt dann wird es wohl keine Third Person Sicht mehr geben.

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 7269 - 9. Dezember 2012 - 21:36 #

Du könntest eine Quadrocopter-Überwachungsdrohne programmieren, die immer ein paar Meter hinter dir herfliegt und dann das Videosignal in die VR Brille streamen. Dann könntest du dich selbst in 3rd person spielen!

Name (unregistriert) 10. Dezember 2012 - 12:27 #

Für 10 Minuten, dann ist der Akku leer.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12581 - 9. Dezember 2012 - 22:21 #

Oculus Rift finde ich super, sofern es auch für alles taugt, Spiele auf PC und Konsole als auch für Filme.

Leap Motion ist allerdings, meiner Einschätzung nach, eine Totgeburt. Im PC Bereich werden sich eher Touchscreens durchsetzen. Auf Konsole gibt es Kinect und der Nachfolger steht in den Startlöchern, dennoch sieht man ja, was es da für "tolle" Games für gibt und wie "effektiv" diese Art der Eingabe ist.

BruderSamedi 16 Übertalent - P - 4895 - 10. Dezember 2012 - 6:19 #

Bei Touchscreens auf PC bin ich sehr skeptisch; auf Tablets ja, in Notebooks vielleicht auch noch, aber PC? Wenn ich hier meinen Arm ausstrecke schaffe ich es nicht bis zum Display, da bräuchte ich entweder ein Tablet nur als Eingabegerät oder der Monitor müsste irgendwo schräg mittig auf dem Schreibtisch stehen. Und selbst dann erlauben schwer werdende Arme keine Eingaben länger als 5min.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12581 - 10. Dezember 2012 - 16:20 #

Leap Motion (oder Kinect) sind ja nicht anders. Und Win 8 hat ja Touchsteuerung integriert. Persönlich halte ich das am Desktop (oder Notebook) auch für Käse. Aber es breitet sich ja dennoch aus.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29903 - 10. Dezember 2012 - 16:49 #

Einige Funktionen in der Touchbedienung von Windows 8 sind durchaus pfiffig und könnten auch am Desktop brauchbar eingesetzt werden. Momentan steht dem halt noch die arg unergonomische Haltung am Monitor entgegen. Leap Motion könnte das ändern und die Bewegung vereinfachen, ganz ohne Krampf in der Hand.

Vor allem die kommenden Generationen werden mehr und mehr mit Touch arbeiten, sind es ja schon durch Tablet und Smartphone quasi vom Kindesalter an gewöhnt. Es gibt schleichende Entwicklungen von denen man nur schwer etwas mitbekommt wenn man "betriebsblind" geworden ist. Schaue ich mir meine Kinder an, dann sehe ich zwei kommende Computernutzer, die mit Touch aufgewachsen sind und für die die Maus das unergonomische Eingabegerät ist :) .

Deathproof 14 Komm-Experte - 1985 - 10. Dezember 2012 - 1:31 #

Selbst Rennspiele könnten von einer VR Brille profietieren oder auch verfolgunsjagdten wenn die Gegner aus Seitenstraßen in den Totenwinkel fahren.
Bei Spielen wie Decent oder auch in Deadspace in der Schwereloosigkeit müsste man schon einen guten Magen haben. In Freizeitparks gibt es auch Kinos mit Achterbahn fahren und es sind da einige Leute umgefallen.
Mit einem Laufband könnte ich mich aber nicht anfreunden wenn man Spiele wie Far Cry 3 nimmt mit der großen umgebung. Wenn man dann 15 Minuten lang vom Feind gejagdt wird wird man wohl kaum noch was treffen können.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4466 - 10. Dezember 2012 - 12:30 #

Die Steambox soll ja jetzt offiziell bestätigt worden sein. Wenn sie mit einer Technik wie Oculus Rift und Leap Motion kommt, wäre das sehr interessant. Ich bin definitiv gespannt.

Falls mal das Spiel von Chris Roberts fertig wird, kaufe ich mir vermutlich nur deswegen diese Hardware, um einmal eine völlig neue tiefere Erfahrung zu erleben. Endlich mittendrin als nur am Controller.

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 21347 - 10. Dezember 2012 - 13:59 #

Steambox soll ja nix neues sein. Sondern nur ein PC in Konsolenformat mit festen Bauteilen. Gerüchte sagen i5 mit Geforce 660 ohne TI mit einer 500GB HDD und soll 400 Euro kosten. Mal sehen ob das stimmt. Im Moment sind da so viele Gerüchte über die Specs im Umlauf. Mal abwarten was am Ende offiziell drin ist ;)

PS:
http://www.pcgameshardware.de/Steam-Software-69900/News/Steam-Box-in-Konkurrenz-zu-Xbox-720-und-PS4-1039608/

Spiele sollen auf PC und Steambox laufen wenn einmal gekauft. Ganz unten im Artikel steht das man auf ein Schlüsselfertiges System setzt. Wer bessere Hardware will, bleibt beim klassischen PC.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29903 - 10. Dezember 2012 - 14:01 #

Ich tippe ja eher darauf, dass das vor einiger Zeit präsentierte Wohnzimmer-Gerät von Dell zum Einsatz kommen wird. Intel-Core und GT650 klingt in der Preisklasse (+Gewinn) auch realistischer, wenngleich schlechter für den Käufer.

Madrakor 15 Kenner - P - 3218 - 10. Dezember 2012 - 12:49 #

Hm. Hmmmm. Ich würde ja gerne an den Erfolg von Oculus und Leap glauben, aber irgendwie bin ich skeptisch. Die Idee finde ich toll, aber bisher hat die Umsetzung der allgemeinen Akzeptanz noch jedes mal einen Riegel vor geschoben.

Trotzdem, wenn das alles so funktioniert wie es sich hier liest, dann könnten die Systeme Potential haben. Ich lass mich gern überraschen.

Vaedian (unregistriert) 10. Dezember 2012 - 14:53 #

Ach ja, der Chris mal wieder ...

Also bevor ich dem nach seinem Wing Commander Film was abnehme, hoffe ich eher auf John Carmack, der die Oculus Rift schließlich lange vor Roberts unterstützt hat.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29903 - 10. Dezember 2012 - 15:16 #

Naja, mit Lords of War und Lucky Number Slevin hat er doch durchaus interessante und erfolgreiche Filme produziert. Ich finde, einen Flop darf jeder im Leben mal haben oder?

Und was bringt ein arg verschlimmbessertes Doom3 BFG als Support für Oculus Rift? Das ist nun sicher kein Kaufgrund sondern eher abschreckend ;) .

Vaedian (unregistriert) 10. Dezember 2012 - 18:43 #

Carmack stapelt die Erwartungen aber nicht so hoch, während Superchris aus heiterem Himmel als Möchtegern-Messiahs wieder in die Spielebranche einsteigen will, um uns ins gelobte Land zu führen.

Das einzig gute an Wing Commander waren die Videos. Die Spiele selbst war im Vergleich zu TIE Fighter & Co stinklangweilig. Da er diesmal aber keinen Luke Skywalker und Gimli dabeihaben wird, sollte er den Ball meiner Meinung nach bis zum Release schön flach halten.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29903 - 10. Dezember 2012 - 19:35 #

was soll Carmack auch machen wenn er nur ein auf Konsolen angepasstes Doom 3 im Gepäck hat? Da lässt sich nicht viel stapeln, das ist und bleibt einfach nur ein modernisiertes und simplifiziertes Doom 3.

BTW, Wing Commander gabs schon vor WC3 und WC4. Und auch die ersten beiden Teile und Privateer 1 haben enorm viel Spaß gemacht. Ich habe sowohl die Wing-Commander-Reihe als auch X-Wing und Tie Fighter gespielt. Die Missionen bei den Lucas-Titeln waren etwas bessern, ohne die mächtige Lizenz im Rücken wären die Spiele aber gegen Wing Commander nur schwer angekommen. Und Chris muss klappern und Werbung machen, sonst schaut ja keiner hin. Wer in der Branche den Ball flach hält hat schon verloren.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12581 - 11. Dezember 2012 - 12:53 #

Ich habe auch beide Spieleserien gespielt, konnte mit X-Wing und Tie Fighter aber so gut wie nichts anfangen bzw. habe bei beiden Teilen recht schnell frustriert das Handtuch geworfen.

Bei Wing Commander hingegen, das erste hatte ich noch für Amiga, stimmte einfach alles, die Serie hat mich einfach weggeblasen! Von wegen stinklangweilig! Staubtrocken waren die Star Wars Games!

Ukewa 15 Kenner - 3689 - 10. Dezember 2012 - 16:58 #

Super Hardware-News, sehr interessante Themen/Geräte!

"...Videobrillen für den Heimgebrauch. .... unhandlich und zu teuer (Sony).. "

Zumindest die Qualität und die Eingänge sind aber bei der Sony mit am besten. Sie soll schon ein recht beeindruckendes Mittendringefühl hervorrufen.
Auf die Oculus bin ich sehr gespannt, auch wenn mir deren geringe Auflösung ein wenig Sorgen bereitet.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29903 - 10. Dezember 2012 - 17:04 #

Technisch ist die Sony-Brille ganz weit vorne, das stimmt. Vor allem im direkten Vergleich zur Cinemizer (habe beide Brillen ausprobieren können, daher auch der Vergleich) ist die gesehene Fläche deutlich größer und "näher dran". Dafür muss Sony aber auch wirklich dringend am Tragekomfort arbeiten, das Ding hat schon nach kurzer Zeit gedrückt und genervt. Rein vom ersten Eindruck könnte OR alles besser machen. Muss sich halt zeigen, wie gut das Konzept mit nur einem Bildschirm funktioniert.

Ukewa 15 Kenner - 3689 - 10. Dezember 2012 - 17:10 #

Apropos "nur ein Schirm": Schaut man da mit beiden Augen wirklich auf das ganzen einzelne Display, also so, als ob man auf einen Monitor schaut? Wie wird dann ein 3D-Effekt erzeugt, wie beim 3DS?

Ach ja, und noch ein Wunsch für deine HWN: So wie diesesmal, also lieber weniger häufig und dafür solche abgefahrenen Themen bringen! Damit würdest Du meinen persönlichen Vorlieben nahe kommen ;-)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29903 - 10. Dezember 2012 - 17:23 #

Zumindest in einem Punkt kann ich deinen Wunsch erfüllen: Weniger häufig ist sehr realistisch, da ich "nebenher" viel zu tun habe und dann in meiner Freizeit nicht auch noch ununterbrochen schreiben möchte :P .

Zum OR: Es werden zwei voneinander getrennte Bilder für das linke und das rechte Auge berechnet und angezeigt, so ist dann auch der 3D-Effekt möglich, da die Bilder eben leicht versetzt sind. Schau dir mal ein Video in "Side by Side" ohne 3D-Hardware an, so wirds auch auf dem OR dargestellt, nur dass eben jedes Auge nur seinen zugewiesenen Teil sieht.

Deathproof 14 Komm-Experte - 1985 - 10. Dezember 2012 - 18:14 #

Auf welche Version bezieht sich den der Eindruck, auf die HMZ-T1 oder HMZ-T2. Die T2 soll ja einen besseren Tragekomfort haben und leichter sein, ist aber auch teurer. Zur T2 gibt es auf der Sony Seite auch einen ähnlichen Kommetar zum Tragekomfort, ist aber auch der einzige Kommentar.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29903 - 10. Dezember 2012 - 19:32 #

Ich habe die T1 auf dem Kopf gehabt.

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 21347 - 10. Dezember 2012 - 19:39 #

Seine Visionen in Ehren aber mehr als 30 min macht man diese Steuerungsarten nicht mit. Sehs an der Wii meiner Freundin. Nach ner Zeit will man mit der Fuchtelsteuerung nicht mehr spielen und wünscht sich ein Gamepad. Ein Grund warum die Wii seit nen Jahr vor sich hin verstaubt ^^

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29903 - 10. Dezember 2012 - 19:45 #

Du hast die Ambition nicht verstanden: Die Bewegungssteuerung soll den Joystick oder Keyboard/Maus in dem Falle nicht ersetzen sondern ergänzen. Du steuerst dein Schiff per Joystick, kannst aber mit Handbewegungen die Zusatzmonitore aufrufen, Bewaffnung ändern, Statusanzeigen einblenden, etc.. Wenn du dann dabei noch die VR-Brille inklusive Headtracking trägst, dürfte die Immersion recht beeindruckend sein.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12581 - 11. Dezember 2012 - 13:21 #

Ein Knopfdruck wäre dennoch leichter und schneller ... ^^

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29903 - 11. Dezember 2012 - 13:32 #

Nicht mit ner VR-Brille auf der Nase ;) .

Ukewa 15 Kenner - 3689 - 11. Dezember 2012 - 14:58 #

Es geht ja auch um die Immersion und das Mittendringefühl. Kein Knopfdruck kann sowas leisten. Außerdem gibt es sicher Szenarien, die sich bei gut angepasster Gesten-Steuerung besser/schneller bedienen lassen. Zumindest bei einem etwas komplexeren Spiel ist es doch viel einfacher, wenn man die Menüs direkt mit dem Finger bedienen und per kurzem Wisch wieder verschwinden lassen kann..zumindest einfacher, nicht -unbedingt- schneller.

Marco Büttinghausen 20 Gold-Gamer - P - 20431 - 21. Dezember 2012 - 17:56 #

@Dennis, Gibts einfach weniger Hardware News oder hast du weniger Zeit, ich meinte die HW News kämen was unregelmäßiger, vielleicht ist das aber auch nur mein komisches Zeitgefühl.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29903 - 22. Dezember 2012 - 10:14 #

Nein, du hast schon recht - sie kommen unregelmäßiger und seltener. Ich habe tatsächlich so gut wie keine Zeit mehr und die HW-News sind durchaus zeitaufwändig. Dazu kommt, dass ich mich durchaus motivieren muss, nach einem Tag an dem ich beruflich ausschließlich geschrieben habe, auch noch eine HW-News zu schreiben - früher war das eine nette Abwechslung vom Job ;) .

Marco Büttinghausen 20 Gold-Gamer - P - 20431 - 22. Dezember 2012 - 10:21 #

Kann ich natürlich verstehen, ich hab auch keine Lust nach 9-10 Stunden im Büro dann nochmal 2-3 Stunden zu "arbeiten", I need to be entertained :-)

Aber grad deswegen, danke für die Hardware News, ich finds immer extrem informativ...du musst ja auch nicht über alles berichten, vielleicht machst eine Kolumne draus wo Leute dich jede Woche 10 Dinge fragen können, ask a Hardware-Nerd oder so ^^

pauly19 14 Komm-Experte - 2548 - 22. Dezember 2012 - 22:46 #

Klasse Artikel. Bzgl. dem Etablieren neuer Hardware wäre es natürlich schön, wenn VR in Form einer OR Reaität werden würde und viele Hersteller auch Software zur Verfügung stellen könnten (und wollen). Chris Roberts hatte ja schon mit Wing Commander 3 maßgeblichen Anteil am Verkauf von CD-ROM-Laufwerken (wobei dies natürlich essentiell zum Spielen war, OR jedoch nicht).

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