The Pirate Bay für 5,5 Millionen verkauft

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30. Juni 2009 - 17:46 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert

Das schwedische Softwareunternehmen Global Gaming Factory (GGF) übernimmt für 60 Millionen schwedische Kronen (umgerechnet rund 5,5 Millionen Euro) das Unternehmen Peerialism, welches die bekannte Torrent-Tracker Technologie entwickelte, sowie die Domain http://thepiratebay.org/ und alle damit verbundenen Websites.

Der Preis sei, laut den Machern der Pirate Bay, die vor kurzem wegen Verletzung des Urheberrechts zu je einem Jahr Haft sowie 2,7 Millionen Euro Schadenersatz verurteilt wurden, weit unter Wert. Man bedauere jedoch nicht den Verkauf, da das Geld in eine Stiftung fließen soll, welche Projekte zur Informations- und Redefreiheit, sowie der Offenheit des Internet fördert.

Hans Pandeya, CEO von GGF meint Folgendes zur Übernahme:

Wir möchten neue Modelle vorstellen, welche mit sich bringen, dass Inhalts- und Urheberrechtsinhaber für über die Seite heruntergeladene Inhalte bezahlt werden. Die Pirate Bay ist unter den weltweit 100 meist besuchten Seiten der Welt. Wie dem auch sei, um weiter zu existieren, benötigt die Pirate Bay neue Geschäftsmodelle, welche den Anforderungen und Bedürfnissen aller Beteiligten, Inhaltsanbietern, Breitbandanbieterm, Endnutzern und dem Gerichtwesen gerecht werden. Urheber und Anbieter von Inhalten müssen in der Lage sein ihre Inhalte zu kontrollieren und dafür bezahlt werden. File Sharer hingegen benötigen bessere Downloadgeschwindigkeiten sowie eine bessere Qualität des Inhalts.

Mit der gleichzeitigen Übernahme von Peerialism wird im gleiche Zug eine neue Filesharing-Technologie vorgestellt. Dazu Johan Ljungberg, CEO Peerialism:

Peerialism hat eine neue Datenverteilungstechnologie entwickelt, welche nun auf der wohl bekanntesten File-Sharing Webseite, The Pirate Bay, vorgestellt werden kann. Da die Technologie kompatibel zur bereits existierenden ist, wird sie schnell an Wert für alle Interessengruppen gewinnen und neue Geschäftsmöglichkeiten fördern.

Im August soll die Übernahme abgeschlossen sein. Wie die neuen Modelle von GGF aussehen werden ist bisher nicht bekannt. Einige befürchten jedoch bereits jetzt ein zweites Napster, was einen erheblichen Besuchereinbruch zur Folge hätte. Man darf also gespannt sein, welche Lösungen GGF für die Zukunft präsentiert.

André Pitz 15 Kenner - 2976 - 30. Juni 2009 - 18:44 #

Ich kann mir nicht vorstellen, dass die bisherigen Besitzer einfach so aufgeben. Bisher hatten sie doch eher diese "scheißegal, wir ziehen das durch, komme was wolle" Einstellung. Die planen im Hintergrund doch bestimmt schon irgendwas :D

Ob das neue legale Pirate Bay Erfolg haben wird, bleibt wohl erstmal abzuwarten. Mit Napster hat es ja nur bedingt geklappt.

Schöne News!

Christian Korndoerfer 14 Komm-Experte - 2103 - 30. Juni 2009 - 19:12 #

gut möglich, erstmal ziehen sie aber für die menschenrechte vor den europäischen Gerichtshof :D Ich mag deren Einstellung, solchen Ehrgeiz haben leider viel zu wenige.

Danke!

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