Days of Dawn: Kickstarter-Kampagne gestartet

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28. November 2012 - 12:51 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert

Das deutsche Entwicklerstudio Bumblebee hat auf Kickstarter eine Crowdfunding-Aktion gestartet, um ihr Rollenspiel Days of Dawn zu finanzieren. Obwohl einige Gespräche mit Publishern sehr gut liefen und durchaus Interesse bestand, entschied sich das Team dennoch für diesen von Publishern unabhängigen Weg. Tassilo Rau, Leiter des Projekts, äußerte sich dazu via Facebook:

Während wir im Laufe der Gamescom mit einigen interessierten Publishern gesprochen haben, mussten wir feststellen, dass wir auf diesem Wege einige Kompromisse eingehen müssten – Kommerzialisierung, der Verlust der Marke und einige Kürzungen im Spielkonzept, die zur Vision unseres Projektes gehören. Anders gesagt: Wir gehen den unabhängigen Weg.

Für die Fertigstellung des Spiels benötigt das Team 95.000 Dollar, also etwa 73.000 Euro. Für Unterstützer des Spiels gibt es dabei wie bei fast jeder Crowdfunding-Kampagne gewisse Belohnungen. Derzeit bekommt ihr bereits für 15 Dollar die digitale Version des Spiels. Für 69 Dollar erhaltet ihr eine physische Collectors-Edition des Spiels, die ein Artbook, den Soundtrack und weitere Gimmicks enthält. Für 9.000 Dollar werdet ihr in den Credits als Gameproducer genannt und im Spiel als Charakter verewigt.

Days of Dawn soll im Herbst 2013 für PC, Linux und Mac erscheinen. Einen ersten Eindruck vom Spiel erhaltet ihr in unserem Angeschaut-Artikel, der auf der Gamescom 2012 entstanden ist.

Ragdel 13 Koop-Gamer - 1268 - 27. November 2012 - 21:41 #

sieht ja ganz interessant aus.
Bin gespannt was draus wird.

falc410 14 Komm-Experte - 2494 - 27. November 2012 - 23:15 #

Wie haben die sich bis jetzt finanziert? Ich muss an der Uni gerade so ein Existenzgründungseminar machen und da sollen wir auch einen eigenen Businessplan erstellen zu einer fiktiven Geschäftsidee aber mit relativ realistischen Daten. Wir sind zu dritt im Team und haben uns überlegt das wir Apps fürs iPhone entwickeln und dann festgestellt das wir das absolut nicht finanziert bekommen.
Klar gibt es Gründerkredite aber wie macht so ein Studio mit mehreren Mitarbeitern 1-2 Jahre lang ihre Arbeit (und zahlen sich Gehälter aus) und suchen erst dann nen Publisher oder Kickstarter? 95.000$ sind nun auch nicht wirlich viel, je nachdem wieviele Mitarbeiter eben vorhanden sind.

Maximilian John Community-Event-Team - 9978 - 27. November 2012 - 23:21 #

Bisher haben die Jungs auf hobbymäßiger Basis gearbeitet :)

Punisher 19 Megatalent - P - 15826 - 27. November 2012 - 23:28 #

Mhm... und dann bringen sie die geduld oder die Kohle für die letzten Meter nicht auf? In den Augen der Wirtschaft sind diese 73.000 Euro echt ein Witz, wenns ein Team mit 10 Leuten ist könnten die das sogar durch private Finanzierung (eigene Tasche, Freunde, Familie) realisieren.

Sorry, ich habe immer mehr den Eindruck dass Kickstarter hier zum PR-Instrument verkommt, für das man nicht mal Kosten hat sondern - im Gegenteil - auch noch Geld und Vorbestellungen bekommt. Da habe ich fast mehr Verständnis für "große" Namen, die mal was ohne großen Publisher machen wollen als für diese kleinen Finanzierungen.

JC_Denton 13 Koop-Gamer - 1751 - 27. November 2012 - 23:34 #

Mit der PR magst du recht haben, allerdings kann nicht jeder mal 7300€ auftreiben. Das ist für viele Leute sehr, sehr viel Geld.

Punisher 19 Megatalent - P - 15826 - 27. November 2012 - 23:47 #

Das ist schon klar. Teilst du es durch 10 Leute im Team bleibt allerdings eine Summe übrig, die kleiner ist als sich die meisten Leute für Ihr Auto verschulden.

Vielleicht bin ich da auch seltsam, aber wenn ich davon überzeugt bin, dass mein Produkt taugt dann sehe ich da 7000 oder 10.000 € auch nicht als ultimatives Hindernis - dabei geht es ja nicht um einen neuen 3D-85"-LCD-Fernseher sondern um meine eigene berufliche Zukunft. Wenn sies bisher geschafft haben, das neben Uni- oder Beruf zu machen scheint es mit dem finanziellen Background jetzt auch nicht völlig desaströs auszusehen.

Ich will damit jetzt auch gar nicht konkret dieses Team oder ihr Game mies machen oder so... ich hab einfach den Eindruck, das Kickstarter öfter nicht dazu dient, das Projekt fertig zu stellen sondern PR zu machen. Das wiederum finde ich einfach schade, weil es in meinen Augen darum gehen sollte genau die Leute zu fördern, die vor einer nicht zu bewältigenden finanziellen Hürde stehen - die ich bei diesen Summen für ein Team nicht als gegeben sehe, wenn man dran glaubt. Ist aber meine persönliche Meinung und muss nicht richtig sein.

Nordwin 14 Komm-Experte - 2300 - 27. November 2012 - 23:49 #

Na dann kannste denen ja eben die 73.000 Euro geben, ist doch kein Geld!

falc410 14 Komm-Experte - 2494 - 28. November 2012 - 11:08 #

Durch 10 geteilt sind das 7300 pro Person. Realistisch gesehen kannst du von dem Geld also nicht einmal 2 Monate Gehalt an die 10 Angestellten auszahlen und gleichzeitig Büromiete etc. bezahlen.

Tyrael99 (unregistriert) 28. November 2012 - 13:50 #

Gehts noch?
Crytek hat zum Beispiel 600 Mitarbeiter und in Zukunft werden die von jedem knapp 8000 EURO einfordern und so ihre 5 Mio. für ein neues Spiel ein-sacken! Was die Mitarbeiter dazu sagen würden...

Natürlich übernimmt das in dem Fall ein Puplisher und hier wird es eben durch Kickstarter gemacht und man sieht ob überhaupt Interesse an dem Spiel besteht! Außerdem müssen sie sich dann nicht auf die Spieländerungen und die Markenabtrettung einlassen!

Punisher 19 Megatalent - P - 15826 - 28. November 2012 - 14:08 #

Lies nochmal genau was ich geschrieben habe. Es war nicht die Rede davon, dass das ein Privatmann alleine stemmen kann oder soll. Wenn du mal schaust, wieviel Investoren in neue Unternehmen stecken ist die Summe tatsächlich sehr bescheiden.

Auch 7.000 Euro für einen einzelnen halte ich für vertretbar, wenns um die eigene Zukunft geht. Jedes ordentliche finanzierte Auto kostet mehr.

Nordwin 14 Komm-Experte - 2300 - 28. November 2012 - 14:34 #

Tja, das Auto haste dann aber, ein erfolgreiches Spiel ist damit aber noch nicht gemacht, wenns keienr haben will oder kauft.

Gerad das ist doch tolle an Kickstarter, man kann seine Ideen und Vorhaben einer großen Community vorstellen und sich finanzieren lassen, wenns denn jemand gut findet. Wenn nicht, dann verscht man es eben anders oder eben gar nicht.

RoT 18 Doppel-Voter - 9955 - 28. November 2012 - 0:46 #

Ich finde die kampagne auf jeden fall erstmal gelungen.

natürlich ist es eine frage wie man Kickstarter nutzt, pr bringt es in jedem fall.
und warum nicht die letzten taler nach schon großen schritten arbeit auch noch versuchen über den kickstarten zu holen? bekommt man das geld, erleichtert es einem das finisch erheblich denke ich, klappts nicht, dann kann man ja immer noch beissen.

ich meine zusätzlich ist es natürlich sowieso die frage, wie hoch man die summe ansetzt, irgendwo bewegt man sich da ja immer zwischen spatz in der hand oder taube auf dem dach.

vielleicht ist das einfach nur ein einigermaßen sicherer weg.

also bin gespannt und werde die ereignisse gerne verfolgen :)

viel glück euch!

Bumblebee. Game Designer - 878 - 28. November 2012 - 2:56 #

Hallo zusammen.
Ich melde mich in der Sache als der Leiter des Entwicklerteams einmal direkt zu Wort. Erst mal vielen Dank für das positive Feedback. Zu der Kickstarter-Sache: Für uns als neue Player am Markt sind 95.000$ eine ganze Stange Geld. Noch dazu arbeitet das Team auf freiberuflicher Basis am Projekt.
Wir arbeiten jetzt seit April ohne einen Cent an dem Titel und waren guter Dinge, auf der gamescom einen Publisher zu finden, der die Entwicklungskosten trägt. Leider zeigte sich hier bald, wie der Artikel auch erwähnt, dass dieser Weg vielen Interessenten zum Trotz Kompromisse mit sich bringen würde, die sich mit unserer Vision des Spiels nicht vereinbaren lassen (Stichworte Free to play, Monetarisierung und der Verlust des Rechts an der Marke).
Kickstarter ist daher nicht unser PR-Instrument, sondern eine Möglichkeit, das Projekt mit den Spielern gemeinsam getreu unserer ursprünglichen Vorstellung fertigstellen zu können.
Dass Du den Grad der Fertigstellung so hoch einschätzt, lobt uns - tatsächlich liegen noch gut 11 Monate Arbeit in Vollzeit vor uns.
Ich persönlich sehe den Missbrauch von Kickstarter auch als kritisch an. Die Plattform ist eine wunderbare Möglichkeit für die Indie-Sparte, die uns in den letzten Monaten so viel frischen Wind brachte. Es wäre eine Schande, wenn diesem Ruf weiterhin geschadet würde.
Über Unterstützung unseres Projekts würden wir uns tierisch freuen – sei es über das "backing" des Projekts oder auch nur, indem ihr euren Freunden davon erzählt.
Beste Grüße, Tassilo

Punisher 19 Megatalent - P - 15826 - 28. November 2012 - 10:07 #

Jungs, da ging auch nicht direkt und unbedingt nur an Euch (ich war gestern glaub ich auch ein wenig auf Krawall gebürstet, was zu vielleicht teilweise etwas unglücklichen Formulierungen führte) - wie bei jedem Team, das man nicht kennt, kann man über die Beweggründe für eine Crowdfinanzierung immer nur spekulieren. Letztlich kann weder ich noch irgendjemand anderer Euch vorschreiben, wie ihr euer Game promotet und finanziert, im Zweifel wird immer der Erfolg oder Misserfolg euch Recht od. Unrecht geben.

Persönlich - ich habe ja nu doch mit einigen Startups/Neugründungen gearbeitet - bin ich grundsätzlich der Meinung, dass es für < 100.000 € Kapitalbedarf andere Mittel gibt als Crowdfunding, die ich vorziehen würde sofern ich nicht die PR-Schiene auf diesem Weg fahren will. Wahrscheinlich würde ich - da gebe ich dir völlig Recht - auch nicht auf große Publisher eingehen und denke bei sowas eher in Richtung Business Angel oder Privatinvestoren, die einem eben KEINE Rechte wegnehmen.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29756 - 28. November 2012 - 10:21 #

Aber ist Crowdfounding nicht auch die (evtl. sogar weniger anstrengende und zusätzlich mit wichtiger PR verbundene) Suche nach Privatinvestoren? So schlecht finde ich die Idee gar nicht: Man verkauft bereits ein paar Spiele, bekommt Geld "vorgeschossen", kann die Endphase der Entwicklung besser finanzieren und macht dabei auch noch PR für sein Projekt. PR, die man bezahlt bekommt anstatt dafür zu löhnen. Die Backer bekommen einen Einblick in die Entwicklung, ihr Spiel zum günstigeren Preis und teilweise etwas früher als der Rest der Welt und sie haben das gute Gefühl bei "ihrem" Spiel mitgeholfen zu haben. Win-Win?

Punisher 19 Megatalent - P - 15826 - 28. November 2012 - 11:14 #

Grundsätzlich natürlich richtig, die PR sei jedem vergönnt - wenns nicht nur zu PR-Zwecken gefundet wird. Bei einigen Projekten habe ich einfach den Eindruck, dass hier überwiegend PR gemacht und noch etwas Kohle mitgenommen wird (Vorbestellungen, die es sonst nie gegeben hätte), auch wenn das Geld eigentlich da wäre - und das finde ich immer ein wenig nervig/schade/sch*isse, weil Kickstarter u.a. in diesem Moment verwendet werden um Geld ohne jegliche Verpflichtung zu verdienen und nicht unbedingt, um das Projekt zu stemmen - und das ist der Punkt, der mich eigentlich stört. Womit ich nicht sagen will - das betone ich nochmal - das das bei diesem speziellen Projekt so ist oder sein muss.

Bei den Privatinvestoren hängt der zu betreibende Aufwand wesentlich an der Summe. Hatte letztes Jahr einige Bekannte, die für ihr Projekt 50.000 € auftreiben mussten - das war mit Familie, Freunden, begeisterungsfähigen Arbeitgebern tatsächlich weniger Aufwand und Stress als man meinen würde (obwohl es sich dabei nicht um die berühmten Söhne mit dem goldenen Löffel im Mund handelte). Gerade bei "kleineren" Projekten ist das durchaus möglich. Und auch eine Art von Crowdfunding... wenn ich mich auch auf die öffentliche Variante bezogen habe. Der wesentliche Unterschied - im Gegensatz zu Kickstarter muss man dieses Geld zurückzahlen. ;-)

falc410 14 Komm-Experte - 2494 - 28. November 2012 - 11:13 #

Auch wenn ich euch voraussichtlich backen werde (da ich das Spiel und vorallem die Grafik interessant finde) frage ich mich trotzdem wieso wie ihr das Budget ausgerechnet habt. Ihr plant 11 Monate Fulltime an dem Projekt zu arbeiten. Gut sicher nicht das ganze Team gleichzeitig aber 73.000 Euro ist gerade mal ein bisschen mehr als ein Jahresgehalt für eine Person.
Also bis jetzt habt ihr alle normale Jobs und in der Freizeit an dem Projekt gearbeitet und jetzt folgt der letzte grosse Sprint?

Punisher 19 Megatalent - P - 15826 - 28. November 2012 - 11:23 #

Da muss ich jetzt überraschenderweise mal für das Projekt Partei ergreifen - wenn man sich für seinen Traum ein wenig einschränkt kann das auch für 4-5 Personen in Vollzeit durchaus einige Monate ein Gehaltsersatz sein (die Frage ist ja auch - sind es Monate oder Mannmonate, sprich zum Beispiel 5 Personen mit je 11 Monaten oder 3 Personen mit je 3,6 Monaten - realistisch ist wahrscheinlich irgendwas dazwischen), die meisten Existenzgründer starten mit weitaus weniger. Dass man hier nicht unbedingt den alten Lebensstandard hält ist auch klar. Ich würde allerdings eher skeptisch, wenn man pro Person für ein Monat 5.000 oder mehr Euro ansetzt - dann ist nämlich scheinbar keiner bereit, sich hier für seinen Traum einzuschränken.

Wie ist das bei Kickstarter eigentlich - muss man das eingenommene Geld versteuern? Eine richtige Beteiligung im BWLer-Sinn entsteht ja dabei nicht...

falc410 14 Komm-Experte - 2494 - 28. November 2012 - 12:57 #

Ist halt die Frage. In unserem Seminar wurden wir für die ersten Zahlen kritisiert da wir uns erst einmal nur ein Gehalt von 2500 Euro auszahlen wollten. Der Leiter hat dann gesagt das auch als Existenzgründer 3000-4000 Euro in Ordnung sind.

Je nachdem ob du noch Familie hast etc. steht es eh ausser Frage komplett auf Geld zu verzichten - auch wenn es nur ein paar Monate sind.

Bei unserem Softwarestartup sind die Gehaltskosten aber mit Abstand der groesste Posten. Nur das viele Startup Kredite halt nicht für Betriebsmittel benutzt werden duerfen, sondern ausschliesslich Investitionen.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29756 - 28. November 2012 - 13:07 #

Je nach Branche sind 4000 Euro Monatslohn für einen Existenzgründer aber mehr als nur weltfremd. Sorry, mit solchen Zahlen jonglieren doch nur Leute die in den letzten 30 Jahren nicht mehr aus eigener Tasche gründen mussten.

Just my two cents 16 Übertalent - 4762 - 28. November 2012 - 13:37 #

3-4000€ als Existenzgründer? Da dürftet ihr einen weltfremden Seminarleiter gehabt haben...

Punisher 19 Megatalent - P - 15826 - 28. November 2012 - 14:05 #

Jaha, das ist der Businessplan, den Investoren und Coaches sehen wollen (oder auch das Amt, wenn du Förderung beantragst). Wenn du das nicht tust und dir z.B. die Kohle von Familie, Freunden, Kickstarter oder aus dem eigenen ersparten zusammensammelst wird dir da keiner reinreden. Die Frage mit wieviel man auskommt ist natürlich immer von den persönlichen Lebenumständen abhängig (Familie... Verpflichtungen... Altlasten... ). Die Leut, die Businesspläne beurteilen denken eher langfristig und wollen natürlich Gründer, die nicht abspringen weil sie pleite gehen.

Es ist natürlich sinnvoll und wichtig darauf zu achten, dass man selbst zumindest auf mittlere Sicht wieder richtig verdient. Für die allermeisten Menschen bedeutet der Schritt in die Selbständigkeit allerdings zumindest in den ersten Monaten "Verzicht" und "vom Ersparten leben".

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29756 - 28. November 2012 - 14:28 #

Ich habe in meinem Businessplan eine Eigenentnahme von 1300 Euro pro Monat in der Gründungszeit vorgesehen. Mehr war und ist nicht vertretbar, auch laut Gründungsberater. Und das Amt hats akzeptiert. Hätte ich da 3000 Euro reingeschrieben wäre mir das Ding um die Ohren gehauen worden. Vielleicht mit den Worten "das mag im BWL-Studium funktionieren aber nicht im echten Leben".

Punisher 19 Megatalent - P - 15826 - 28. November 2012 - 14:35 #

Ja, die Ämter - scheint arg auf den jeweiligen Berater anzukommen... Als ich damals 2004 diesen Businessplan fürs Übergangsgeld erstellt habe meinte die gute Sachbearbeiterin, wenn ich da weniger als mein bisheriges Brutto reinschreibe würde das "bei der Prüfung negativ auffallen"... die Dame hat mich auch genötigt, meinen eigentlich relativ sinnvollen und realistischen Plan mit überzogenen Erwartungen zur Gewinnsteigerung zu pimpen.

Meine zweite (hoffentlich finale) Gründung erfolgte dann anno 2007 nur mit Eigenkapital.... mit ähnlichen Eigenentnahmen. Mit dieser Summe würde ich das heute mit Familie etc. aber auch nicht mehr schaffen.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29756 - 28. November 2012 - 15:09 #

Eigentlich hat die Dame nur wenig zu sagen - der Businessplan muss von einer fachkundigen Stelle abgesegnet sein, dann gilt er als brauchbar. Ist auch alles gar nicht so schwer, hab meinen Gründungszuschuss auch so bekommen. Und die Verlängerung für die Versicherungen (300 Euro für 6 Monate) gabs bei einer andern Sachbearbeiterin auch anstandslos.

Klar, es kommt auf den eigenen Lebensstandard an - wer monatlich 1500 Euro Miete/Abtrag für den Hausbau zahlen muss, wird mit 1300 Euro Eigenentnahme nicht auskommen - was bei der Prüfung dann durchfällt. Wer aber in der Lage ist, seine Ansprüche entsprechend herunterzufahren (und das sollten einige Leute in diesem Land dringend lernen..), kommt auch mit weniger Geld aus und kann mehr in die Gründung stecken, was am Ende eine höhere Erfolgschance für das Unternehmen versprechen dürfte.

Oder: Wer nur 5000 Euro im Monat einnimmt und stur auf seine 4000 Euro Privatentnahme pocht wird irgendwann Probleme bekommen wenn Investitionen fällig sind.

Punisher 19 Megatalent - P - 15826 - 28. November 2012 - 15:59 #

Kann ich dir nicht widersprechen.

Dass die Dame nix zu sagen hatte ist mir (heute) auch klar... damals hab ich halt drauf gehört, weil mir die Argumentation "nicht niedriger als das letzte Brutto" zwar seltsam, aber auch irgendwie nachvollziehbar vorkam. Entnommen hab ich natürlich trotzdem weniger. Der Antrag kam übrigens trotz den blödsinnigen Zahlen damals durch, nachdem ihn mein Steuerberater damals mit "na, wenn die vom Amt das so wollen" abgesegnet hatte.

Flitzefisch 16 Übertalent - P - 5975 - 28. November 2012 - 12:14 #

Auf Kickstarter scheint gerade die Rollenspiel-Zeit angebrochen zu sein, nachdem die Adventures abgegrast sind. So wie das "Double Fine Adventure" viele Nachahmer mit sich brachte, scheint nun jeder auf der Welle von "Project Eternity" mitsurfen zu wollen.
Das gleiche Prinzip wie überall in der Branche: einer hat Erfolg und tausend andere versuchen das Gleiche zu machen. Schade.

GeneralGonzo 13 Koop-Gamer - 1471 - 28. November 2012 - 15:22 #

na hoffentlich bricht dann bald die Zeit der Echtzeit- und Rundenstrategie an..... ;-)

Maik 20 Gold-Gamer - - 21902 - 28. November 2012 - 16:09 #

Rundenstrategie reicht. Für Echtzeit bin ich zu alt geworden. ;)

GeneralGonzo 13 Koop-Gamer - 1471 - 28. November 2012 - 16:11 #

dacht ich auch mit meinen 41 Lenzen, aber League of Legends zeigt, dass ich immer noch ganz gut mithalte.... :-)

Maximilian John Community-Event-Team - 9978 - 28. November 2012 - 16:18 #

League of Legends ist nur auch kein klassisches RTS :D Muss ehrlich sagen, obwohl ich noch jung bin bevorzuge ich auch eher Rundenstrategie, um richtig nachdenken zu können.

Maik 20 Gold-Gamer - - 21902 - 28. November 2012 - 16:20 #

Gerade da habe ich gemerkt, das mein Klickfinger nicht mehr der schnellste ist. Habe mal bei einem LoL-Pro zugeschaut, neben dem ich auf einer LAN gesessen habe. Ich klicke einmal für die Wegfindung, der macht pro Pixel einen Klick. War echt krass.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9291 - 28. November 2012 - 16:21 #

"Für 9.000 Dollar werdet ihr in den Credits als Gameproducer genannt und im Spiel als Charakter verewigt."

Coole Idee !

*im Portemonnaie kram*

3vand3r 16 Übertalent - 4080 - 28. November 2012 - 16:46 #

Mal abgesehen davon dass ich das Projekt interessant finde, ist die Belohnung für die 9.000$ echt cool :D

Erdbeerlutscher (unregistriert) 28. November 2012 - 16:55 #

Wird Zeit das die Adventures langsam wieder aussterben und die vielen neuen Adventure-Entwickler mal wieder was Neues/Anderes wagen. Es ist echt langweilig im Genre geworden, mittlerweile baked und spielt man diese Games doch eher aus Mitleid für die Entwickler. Die ganzen Neuzeit-Adventures kamen bis dato nicht an die Genialität eines Maniac Mansion, Day of the Tentacle aber auch Baphomets Fluch ran.

Der Humor in den neuen Spielen wirkt meist sehr aufgesetzt, als ob das ganze jetzt zwanghaft witzig sein muss. Einzig allein das Emo-Spiel "to the moon" und Gemini Rue sticht etwas aus den einheitlichen Massenbrei heraus.

Weniger ist manchmal mehr...

Maximilian John Community-Event-Team - 9978 - 28. November 2012 - 20:17 #

Ich versteh deine Kritik, aber irgendwie lässt sich die doch gerade auf dieses Spiel gar nicht anwenden. Es ist weder ein Adventure noch soll es durch Humor glänzen.

Pomme 17 Shapeshifter - P - 6144 - 29. November 2012 - 12:59 #

Ich muss gestehen: Nach ungefähr einer Stunde des hoch gelobten "To the Moon" habe ich aufgehört und bisher nicht weiter gespielt. Die Präsentation fand ich ja sehr schön, aber inhaltltich war mir das leider zu kitschig, und mit den Dialogen habe ich mich wie in einer Seifenoper gefühlt.

Was ist mein Problem?

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