Limit Theory: Mix aus Elite und Freelancer bei Kickstarter

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27. November 2012 - 11:26 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert

Nicht nur altgediente Entwickler-Veteranen wie David Braben können ehrgeizig sein, wenn es um die Entwicklung von Weltraum-Simulationen geht (wir berichteten). So greift jetzt auch ein 20-Jähriger aus dem US-Bundesstaat Kalifornien nach den Sternen. Denn nach nur wenigen Tagen hat Josh Parnell, ein Informatik-Student an der renommierten Stanford-Universität, mit seinem Kickstarter-Projekt Limit Theory das Minimalziel von 50.000 US-Dollar erreicht. So kann er nach drei Monaten schon erste Ergebnisse vorweisen und möchte diese mit Hilfe der Community nun weiter ausbauen. Als Ein-Mann-Unternehmen ist ihm natürlich bewusst, ein Unbekannter zu sein. Dennoch habe er laut eigener Aussage immense Leidenschaft, nicht zuletzt angefacht durch den ersten Zwischenerfolg auf Kickstarter. Außerdem weist er in amüsanter Yoda-Manier darauf hin, dass Größe und Ruhm alleine nicht zählen.

Wie in Elite - Dangerous plant er ein prozedural-generiertes Universum, das mit zwei weiteren Eigenschaften aufwartet: Mit einem sogenannten Seed-Schlüssel könnt ihr – ähnlich Minecraft – euer aktuelles Universum mit all seinen Eigenschaften kopieren und beispielsweise an Freunde weitergeben. Darüber hinaus werden nicht nur Planeten und Asteroiden, sondern auch Raumschiffe und -stationen prozedural erstellt, also nicht vorgerendert aus einer 3D-Datenbank geliefert. Lediglich die Audiokulisse wird manuell angefertigt.

Als Einzelspieler-Variante konzipiert, existiert in Limit Theory kein Handlungsrahmen, denn in erster Linie soll die größtmögliche spielerische Freiheit im Vordergrund stehen. Ob ihr Flottenkommandant, fliegender Holländer oder schlicht "Opportunist" sein wollt, bleibt euch überlassen. Dennoch werdet ihr nicht allein sein, denn computergesteuerte Avatare und die passenden Aufträge werden zufällig erstellt. Dazu wird – ähnlich Freelancer – ein sogenanntes "Sozialbeziehungsnetzwerk" implementiert, das eure Handlungen und Entscheidungen überwacht, um dem Universum somit mehr Leben zu verleihen. So könnt ihr zum Beispiel ehemalige Kampfkameraden, die gemeinsam mit euch eine Schlacht bestritten haben, später erneut zu Hilfe rufen.

Inzwischen hat der junge Entwickler die ersten zwei Bonusziele genannt: Ab 75.000 US-Dollar spendiert er dem Spiel einen Raumschiff-/Stations-Editor, ab 100.000 US-Dollar können Mac- und Linux-Enthusiasten auf Unterstützung hoffen. Derzeit steht das Projekt, das noch 25 Tage unterstützt werden kann, bei knapp über 55.000 US-Dollar. Als Dankeschön für das Überschreiten der Funding-Grenze hat Parnell ein Demo-Video mit Spielmaterial veröffentlicht, das ihr euch direkt unter dieser News anschauen könnt. Der Release von Limit Theory ist für Anfang 2014 geplant.

Video:

Mclane 19 Megatalent - P - 13208 - 27. November 2012 - 11:39 #

"weist er in amüsanter Yoda-Manier hin", fehlt da nicht irgendwo ein "darauf"?

Wo kommen plötzlich die ganzen Weltraumspiele her. Und vor allem wo waren sie in den letzten 10 Jahren?

Dennis Kemna 15 Kenner - P - 3866 - 27. November 2012 - 11:44 #

Und wer soll die bitte alle spielen und vor allem auch wann. Sind ja alles Endlosspiele.

Bigtom 13 Koop-Gamer - 1398 - 27. November 2012 - 11:51 #

Da hast du Recht. Jahrelang absolut nix aus dem Bereich und jetz wird man erschlagen.

martiz 16 Übertalent - P - 4164 - 27. November 2012 - 12:48 #

Danke für den Hinweis.
Und ja, mich hat's auch gewundert, wo sie sich bisher versteckt haben... trotz alledem, ein schöner Ausblick auf die kommenden Jahre.

Severian 17 Shapeshifter - P - 7421 - 27. November 2012 - 13:01 #

Gute Frage. Scheinbar wollte kein Publisher sowas haben. Anders kann ich mir das nicht erklaeren.

Novachen 19 Megatalent - 13193 - 27. November 2012 - 17:12 #

Man braucht nicht so tun als wären in den letzten 10 Jahre keine Weltraumspiele erschienen. So ist es nun ganz und gar nicht, in den letzten 10 Jahre sind eigentlich regelmäßig welche rausgekommen. Da war das eine oder andere gute auch dabei, das einzige Problem an den ganzen Spielen war eben, dass sie nichts boten was sie von den Klassikern abhebt. Eben nur bewährte Prinzipien ohne irgendwas neues zu wagen und die Spiele die es getan haben, haben sich entweder damit total übernommen (diverse Spiele von 3000AD, aber die sind ja bekannt dafür ^^) oder sind gar nicht erst im Westen erschienen bzw. Jahre später total abgespeckt (The Precursors) oder waren dermaßen limitiert, dass nur ein paar tausend Leute das Spiel überhaupt kaufen konnten. (Starshatter) :).

Nur ist es eben so, dass man diese Projekte jetzt allesamt über Kickstarter finanzieren möchte bzw. eben durch Kickstarter überhaupt mit der Entwicklung beginnen möchte. Viele wollen das Risiko eben nicht eingehen irgendwie auf eigene Kosten eine Entwicklung zu starten, wie es z.B. bei jedem anderen Geldgeber der Fall ist.

Gray Mouser (unregistriert) 27. November 2012 - 11:45 #

Zunächst einmal liest sich die Meldung wie eine Werbebotschaft. Es wäre, finde ich, angebrachter, anstatt der Zukunftsform, den Konjunktiv zu verwenden. Also z.B. nicht: "Computergesteuerte Avatare werden erstellt", sondern: "...würden ertsellt [gemäß Aussagen des Entwicklers]".

Andererseits sehe ich, im Gegensatz zu ED, hier wirkliche Skepsis als angebracht an. Mehr als ein Grundgerüst, kann man mit dem geforderten Geld und einem Entwickler, bei einem Projekt dieser Art, innerhalb abshebarer Zeit, nicht auf die Beine stellen. Die Pläne von Josh Parnell, halte ich deshalb für sehr illusorisch und befürchte er wird damit eine unangenehme Bruchlandung hinlegen. Wie "ordentlich", das gezeigte Material übrigens wirklich ist, muss sich noch zeigen. Da kommt noch viel, viel Frust auf den Entwickler zu.

martiz 16 Übertalent - P - 4164 - 27. November 2012 - 13:02 #

Ähm... ja, ich gebe dir teilweise Recht, dass ich bisschen von der Linie der Objektivität abgewichen bin, da ich selbst zugegeben ein Weltraum-Fan bin :)
Dass du gegenüber diesem Projekt skeptisch bist, ist dein gutes Recht. Dennoch bin ich der Meinung, dass ich dem Entwickler, nachdem ich mal seinen Lebenslauf (*) angeschaut habe, schon relativ viel zumuten kann.
(*) http://joshparnell.com/files/JoshParnellResume.pdf

Gray Mouser (unregistriert) 27. November 2012 - 15:16 #

Der Lebenslauf sagt erst mal gar nichts aus. Er kann programmieren und hat sich mit prozeduraler Generierung und 3D-Rendering beschäftigt. Und das ist genau was ich da sehe: eine frühe Technikdemo. Er hat aber keine Erfahrung, was die Entwicklung von Projekten dieser Größenordnung angeht.

Auch wenn es ähnlich aussieht, ist das noch weit entfernt von dem was Braben oder auch Roberts bisher vorweisen können. Beide sind darüber hinaus erfahrene Entwickler mit professionellen Teams im Hintergund. Diesen Vergleich muss sich Parnell gefallen lassen, weil er eben ein sehr ähnliches Spiel schaffen will und vor allem, und darum bin ich auch so kritisch, weil er es, nicht nur als Hobby-Projekt nebenbei macht oder auch als kommerzielles Projekt aus eigener Tasche finanziert [bis er etwas Ernsthaftes vorweisen kann] sondern - nach nur 3 Monaten - nach Kickstarter gebracht hat.

Genau genommen, lässt mich sein Lebenslauf nur noch skeptischer werden. Bei Teams wie FD, macht der Gang nach Kickstarter Sinn. Das sind Unternehmen, die ein Projekt finanzieren möchten, aber keinen Geldgeber finden. Ohne diese Finanzierung könnten sie das Projekt nicht starten, weil das Entwickeln von Spielen nun mal ihr Beruf ist und sie damit Geld verdienen müssen. Auch Hobby-Projekte die in ein Vollzeitprojekt umgewandelt werden, benötigen die Finanzierung, da die Leute dafür ihre bisherigen Berufe aufgeben. In diesem Fall, studiert der Herr Parnell aber noch bis 2014 und wird wohl seine Einkommensbasis durch die Arbeit an dem Projekt nicht beschnitten bzw. bedroht sehen. Dann kommt das Projekt einerseits im Kielwasser von SC und ED und hat andererseits ein, recht schnell zu erreichendes, Minimalziel von nur 50.000 US-Dollar. Die waren schnell gesammelt und sind ihm jetzt sicher. Das hat ein Geschmäckle.

Wenn in absehbarer Zeit etwas dabei rumkommt, dann wird sich das Gameplay-technisch wohl höchstens auf Elite-Niveau bewegen. Ich Prophezeihe überdies Unmengen an bugs.

martiz 16 Übertalent - P - 4164 - 3. Dezember 2012 - 5:21 #

Einen Vergleich zu ziehen, finde ich, zum Teil etwas zu weit herausgeholt. Es ist sicherlich unbestritten, dass die beiden Herren jede Menge Erfahrung haben. Tatsache ist aber auch, dass alle drei Projekte noch nicht fertig sind, demzufolge müssen wir erstmal zusehen, ob es am Ende wirklich was Brauchbares rauskommt oder eben nicht.

Außerdem wird er durch die Finanzierung bis zur Herausgabe des Titels seinen Studium unterbrechen und sich auf das Projekt voll laut eigener Aussage für 40 Studen in der Woche konzentrieren, also nicht mehr nebenbei als Hobbytätigkeit.

Severian 17 Shapeshifter - P - 7421 - 27. November 2012 - 13:00 #

Es ist auf jeden Fall ein interessantes Projekt. Aber fuer einen alleine koennte es durchaus schwierig werden. Als Backer sollte man natuerlich nicht die Qualitaet eines Freelancer erwarten.

falc410 14 Komm-Experte - 2592 - 27. November 2012 - 13:15 #

Ich frage mich wie er das alleine schaffen will, etwas das andere Studios mit 20 und mehr Leuten selbst nach Jahren nicht hinbekommen. Gut er hat eine Art Grafikdemo und nun Partikeleffekte für Explosionen in einer Nacht eingebaut - da fehlt trotzdem noch viel. Und alles alleine zu machen, also KI, Sound, Grafik etc. halte ich für sehr sehr ambitioniert.

Ich sollte auch schnell so eine Grafikdemo aus dem Boden stampfen, Kickstarter Kampagne machen und dann erstmal mit 100 000 Euro in Urlaub fahren :) Scheint lukrativer zu sein als Apps zu Entwickeln.

Mclane 19 Megatalent - P - 13208 - 27. November 2012 - 15:17 #

Klingt ja auch verführerisch. Die Kohle im Voraus und erst Jahre später was abliefern. Ich wundere mich das nicht schon professionelle Betrüger ne Masche draus gemacht haben. Eine Kickstarter Kampagne anschieben und dann mit der Kohle verschwinden.
Weiß eigentlich jemand, ob bei Kickstarter so etwas schon mal vorgekommen ist?

Maik 20 Gold-Gamer - - 22163 - 27. November 2012 - 16:26 #

Ich rechne jederzeit mit so einem Fall. Es werden wohl noch Methoden entwickelt, wie es möglich ist.

Marco Büttinghausen 20 Gold-Gamer - P - 20431 - 20. Dezember 2012 - 15:18 #

Es gab bisher eine mir bekannte Kickstarter Kampagne, die mit einigen Skizzen und Screenshots daher kam, und recht gut aufgemacht war, nach ein paar Tagen kam aber raus das die Bilder quer aus dem Netz zusammen geklaut waren und Kickstarter hat das Projekt gekillt.

OtaQ 16 Übertalent - 4368 - 27. November 2012 - 17:07 #

Mensch Leute, übertreibt doch mal nicht. Da sind 3 Spiele bald auf dem Markt und manche reden hier davon, dass sie "erschlagen" werden. So ein Quatsch :)

Man muss nicht alle Spiele mögen oder gar alle spielen. Ich mag Rollenspiele bzw. Action-Adventures, dennoch hat mir die Fable-Reihe nicht gefallen. Es verhält sich ähnlich mit Elite, Star Citizen und nun diesem Spiel. Nicht jedes ist für jeden.

PapaMosh 12 Trollwächter - 1029 - 27. November 2012 - 18:11 #

"Da sind 3 Spiele bald auf dem Markt"

Wo?

Name (unregistriert) 27. November 2012 - 19:10 #

Wenn man sich die Fakten zu dem Projekt ansieht, etwas extrapoliert, dann weiß man dass dies ein Schmalspur-Elite wird.

Nett, aber bei weitem nicht sättigend, ne Danke, ich will ein richtiges Elite.

Darkling 09 Triple-Talent - 258 - 28. November 2012 - 0:07 #

Ne Sorry in Sachen neues Freelancer setzte ich doch lieber auf Star Citizen und Chris Roberts+team

DerMitDemBlunt 14 Komm-Experte - 2483 - 28. November 2012 - 4:37 #

Das eine schließt das andere ja nicht aus ;)

Stonecutter 19 Megatalent - - 16002 - 28. November 2012 - 11:22 #

jetzt wird es langsam inflationär mit den Weltraumspielen...

COFzDeep 19 Megatalent - P - 17613 - 12. Dezember 2012 - 0:12 #

Inzwischen hat er über 120.000 Dollar gesammelt. Kann das Spiel ja nur besser machen :)

Marco Büttinghausen 20 Gold-Gamer - P - 20431 - 20. Dezember 2012 - 15:20 #

Also ich bin dabei, ist natürlich ein totales Mammut-Projekt für eine Person und ja er hat keine Erfahrungen vorzuweisen, aber wer hat das schon in dem Alter, ich finds mutig und unterstütze ihn.

Es ist sowieso wichtig zu verstehen, das Kickstarter kein Laden ist in dem man Spiele einkauft, da finde ich gehört es dazu das vielleicht nicht jedes Projekt sich so entwickelt wie es mal im Prospekt stand.

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