Zensur: Piratenpartei beantragt Reevaluierung der Gesetzeslage

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28. November 2012 - 19:00

Der Jugendschutz in Deutschland zählt immer noch zu den strengsten weltweit. Altersfreigaben, die in den meisten anderen Ländern eine bloße Empfehlung darstellen und sich vornehmlich an Eltern richten, sind in Deutschland absolut verbindlich. Wenn ein Spiel laut USK (Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle) erst ab 18 Jahren freigegeben ist, darf es bei uns auch nicht an Minderjährige verkauft oder verliehen werden (ihr findet eine gute Zusammenfassung der derzeitigen Rechtslage hier). In den letzten fünfzehn Jahren scheint in Deutschland jedoch ein Wandel stattgefunden zu haben, demgemäß die Rechtsprechung beziehungsweise deren Anwendung im Einzelfall etwas liberaler geworden ist. So hätte es Call of Duty - Black Ops 2 (GG-Test: 9.0) Mitte der 90er höchstwahrscheinlich nicht in dieser Form in ein deutsches Händlerregal geschafft.

Vielleicht aus diesem Grund haben die etablierten Parteien erst einmal dezenten Abstand von dem Tretminenthema genommen. Manche Gruppen verlangen jedoch mit Slogans wie „Wer schützt uns [Erwachsene] vor dem Jugendschutz?“ oder „Wir sagen Nein zum Kindernet“ nach mehr persönlicher Freiheit gerade der volljährigen Spielekonsumenten, die immer noch von spezifischen Einzelentscheidungen des Jugendschutzes mitbetroffen sind. Eine der lautesten Stimmen in diesem Chor ist die 2006 gegründete deutsche Piratenpartei, die sich selbst als sozial-liberale Progressivpartei porträtiert und trotz vieler Hindernisse als politischer Newcomer inzwischen in vier deutschen Landesparlamenten Einzug gehalten hat. Neben Daten- und Persönlichkeitsschutz liegt der sozialpolitische Schwerpunkt vor allem auf der Freiheit im Netz gegen Reglementierung durch die Regierung. Dazu gehört auch multimediale Kommunikationsfreiheit und Wahlfreiheit beliebiger Software.

Infolgedessen formulierte die Piratenpartei auf ihrem letzten Parteitag in Bochum Antrag PA628, der dem Bundesparteitag vorgelegt werden soll. Der Antrag beruft sich auf die individuelle Freiheit als höchstes Gut, das es zu schützen gelte, und erachtet eine Einschränkung derselben nur dann als notwendig, wenn die „Freiheit Dritter beschnitten oder ihre Sicherheit gefährdet wird“. Anstatt ein „veraltetes“ und „bürokratisches“ Reglementierungsmodell auf Erwachsene anzuwenden, was Gefahr liefe, deren Privatsphäre und Kommunikationsfähgkeit einzuschränken, soll der Schwerpunkt in Richtung Aufklärung, Eigenverantwortung und Medienkompetenz aller Altersgruppen mit besonderem Blick auf die Erziehungsberechtigten verlagert werden. Im Folgenden warnt der Antrag vor dem Missbrauch von Jugendschutzargumenten zu Zensurzwecken im Erwachsenenbereich. Es wird ebenfalls gefordert, Regelungen nur auf nachprüfbaren wissenschaftlichen Erkenntnissen zu gründen und nicht vor dem Hintergrund von teilweise widersprüchlichen Studien zu erlassen.

Es bleibt abzuwarten, ob der Antrag eine Diskussion auf dem Spielfeld der etablierten Parteien entfachen kann, oder alsbald wieder in der Schatztruhe des politischen Engagements der Piraten verschwindet.

Anonymous (unregistriert) 28. November 2012 - 19:33 #

So weit ist die Seite GG jetzt also schon, dass sogar in News-Überschriften fälschlicherweise von Zensur gesprochen wird...

Leser 14 Komm-Experte - P - 2028 - 28. November 2012 - 19:39 #

Nicht nur Vorzensur ist Zensur. Auch wenn nur "Vorzensur" unter den Begriff der Zensur i.S.d Art.5 Abs.1 S.3 GG fällt. Zumal man auch Absatz 2 lesen sollte.

burdy 15 Kenner - 2749 - 28. November 2012 - 19:51 #

Es ist also zB Zensur, dass im Nachmittagsprogramm keine Hardcore-Pornos laufen dürfen?
Ich stell mir da die Selbstverantwortung interessant vor ("Hier Kind, die Fernbedienung, aber schalt um, wenn die Pornos kommen").

Freylis 20 Gold-Gamer - 21791 - 28. November 2012 - 20:11 #

Du hast (wieder mal, sorry) nicht richtig gelesen: der Fokus liegt auf den Erziehungsberechtigten, die sich nicht blind auf Zensuren und Altersfreigaben verlassen sollen, sondern sich aktiv am Auswahlprozess der fuer Minderjaehrige geeigneten Software beteiligen. Und bevor du weiter frotzelst, bitte lies den Artikel nochmal im Ganzen und dann bitte auch die Quellen, inklusive des KOMPLETTEN Antrags, dann reden wir weiter. :-)

burdy 15 Kenner - 2749 - 28. November 2012 - 21:23 #

Ich hab den Antrag mal gelesen. Erstmal bin ich sicher, dass die Piraten die Kompetenz haben mal jemanden zu finden, der ihnen die Benutzung einer Rechtschreibprüfung erklärt. Und inhaltlich sind das ne Menge Wischiwaschi-Formulierungen (positiv, man will ja mal Politiker werden) und im Prinzip: Keine Jugendschutzregeln mehr (also auch ab 18 Filme wie Pornos frei zugänglich für jedes Alter) und stattdessen soll man die Leute aufklären und dann kann jedes Kind für sich entscheiden, was gut für sich ist. Klingt Klasse. Unwichtige Details, wer etwa eine effektive Aufklärung leisten soll (etwa ein Bildungssystem, nach dessen Durchlauf Menschen die FDP (oder die Piraten) wählen?) werden dezent ausgelassen. Und da man sich ja gerne auf wissenschaftliche Erkenntnisse berufen will, wie sieht es denn mit der erwiesenen Wirkung von Aufklärungskampagnen aus (wieviele Leute rauchen zB trotz Aufklärung über die Gefahren.)

blobblond 19 Megatalent - 18446 - 28. November 2012 - 21:30 #

Das grundprogramm was sie am Wochenende verabschiedet haben enthält auch nur viel Wischiwaschi,nix konkretes nur "ein bisschen liebe und ein bisschen Frieden",übertrieben ausgedrückt.

burdy 15 Kenner - 2749 - 28. November 2012 - 22:03 #

Ist vielleicht auch besser. Wenn sie nämlich mal konkret werden, dann kann einen das Bedürfnis überkommen, seinen Kopf kräftig auf den Tisch zu schlagen.
Siehe zB:
http://pantelouris.de/2012/11/26/mein-letzter-text-zu-den-piraten/

Leser 14 Komm-Experte - P - 2028 - 28. November 2012 - 21:43 #

Von wie vielen Parteien hast du denn schon die Programme gelesen?

NickHaflinger 16 Übertalent - 5235 - 28. November 2012 - 23:11 #

Lieber Wischiwaschi als "konkrete" Lügen anderer Parteien wie z.B. "Wir werden die Steuern senken".

burdy 15 Kenner - 2749 - 28. November 2012 - 23:38 #

Genau. Eine Partei, deren Politiker die Abschaffung des Urheberrechts fordern und sich dann weigern ihre Bücher kostenlos zu veröffentlichen sind mir viel lieber :)

lis (unregistriert) 28. November 2012 - 23:45 #

Oh, wieviele Politiker dieser Partei tun denn sowas?

burdy 15 Kenner - 2749 - 29. November 2012 - 0:10 #

Werden sicher mehr, je mehr Piraten Bücher schreiben.

lis (unregistriert) 29. November 2012 - 0:27 #

Ich habe nicht deine Kristallkugel gefragt, was wird, sondern dich, was ist.

burdy 15 Kenner - 2749 - 29. November 2012 - 0:34 #

Bis jetzt eine.

Aber wie gesagt, die Partei ist noch jung, die Zahl der Leute, die viel erzählen und wenig halten wird noch sehr schnell steigen.

lis (unregistriert) 29. November 2012 - 1:05 #

Da die Leute, die in die Partei eintreten auch Menschen sind, ist das möglich. Aber muss man deswegen Unwahrheiten in die Öffentlichkeit rotzen?

patchnotes 14 Komm-Experte - 1845 - 29. November 2012 - 10:51 #

Das sind immerhin 100% der Buchveröffentlichungen von Piraten.

Und wir reden hier auch nicht von irgendjemanden, sondern von einem (mittlerweile ehemaligen) Mitglied des Vorstands

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 7154 - 29. November 2012 - 12:47 #

Die Anzahl der Buchveröffentlichungen ist egal, es geht ja um Piraten-Mitglieder. Das Buch hat ja nicht selbst gesagt, es will nicht umsonst verbreitet werden, sonder die Frau Schramm.

Es geht also nicht um die 100 % der Buchveröffentlichungen sondern um die 0,003 % der Mitglieder.

blobblond 19 Megatalent - 18446 - 29. November 2012 - 11:21 #

2013 bringt Frau Weisband auch eins raus,komischerweise auch wieder über einen Verlag ,wobei ich mich frage,warum muss das ein Verlag sein,wo doch Mitglieder immer wieder betonen,wie einfach doch die selbstvermarkung im Internetzeitalter doch ist.
Hierzu ein zitat eines Userkommentar zum Piratenparteitag in Bochum auf SPON
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/themen-liveticker-zum-piratenpartei-in-bochum-am-samstag-a-869067.html#spCommentsBoxPager
"gbk666 24.11.2012
Naja, wer sein geistiges Eigentum nicht selbst vermarkten kann ist im Jahre 2012 selbst schuld. Es ist viel Arbeit, aber man kann durchaus dank Werbung kostenlos anbieten und damit mehr als genug verdienen. Wenn man etwas gutes anbietet."

Tja bitte liebe Piraten haltet euch dran und macht es vor wie es geht.

NickHaflinger 16 Übertalent - 5235 - 29. November 2012 - 0:42 #

Ja ja, die Abschaffung des Urheberrechts ist ein weit verbreiteter Piraten-Mythos.
http://www.piratenpartei.de/2012/04/15/vorstellung-der-urheberrechtspositionen-der-piratenpartei-und-aufklarung-von-mythen/
Wird übrigens immer wieder gern von anderen Parteien zu Diffamierungszwecken hervorgeholt.

burdy 15 Kenner - 2749 - 29. November 2012 - 0:48 #

"eine neue Schrankenregelung des Urheberrechts, die das freie, nichtkommerzielle Kopieren von kreativen Werken im Internet legalisiert,"
Das ist die de facto Abschaffung des Urheberrechts. Wird gerne von den Piraten zur Diffamierung von sich selbst gefordert.

NickHaflinger 16 Übertalent - 5235 - 29. November 2012 - 0:52 #

Bedeutet nur, dass das, was ohnehin schon Alltag ist nicht mehr unter Strafe gestellt wird, um zu verhindern, das Vertreter der Musik- oder Filmindustrie Familien mit völlig überzogenen ruinösen Forderungen belangen, weil eines ihrer Kinder ein Dutzend kulturell wertlose Popsongs getauscht hat.

burdy 15 Kenner - 2749 - 29. November 2012 - 1:06 #

Schwarzfahren, Taschendiebstahl und Einbrüche sind auch alltäglich. Auch legalisieren? Schwarzfahren wird auch drakonisch von der ÖPNV-Lobby bestraft mit 40 € für ein wertloses 2€-Ticket.

lis (unregistriert) 29. November 2012 - 1:32 #

Schwarzfahren, Stichwort: Fahrscheinloser ÖPNV?

Das und deine anderen Beispiele passen aber eh nicht so recht ins Bild: "Die zentrale Forderung dabei ist die Freigabe der nichtkommerziellen Vervielfältigung, da ein Verbot selbiger nur durch die Bespitzelung von privatem Datenverkehr oder Angriffe auf die freie Struktur des Netzes durchsetzbar ist." Zitat von oben genannter Seite.

NickHaflinger 16 Übertalent - 5235 - 29. November 2012 - 1:28 #

Das es Schwarzfahrer gibt zeigt nur, dass das Verwertungsmodell nicht funktioniert. Durch z.B. das Semesterticket in Hamburg gibt es dort de facto keine studentischen Schwarzfahrer. Das Kopieren kultureller Werte (also das, was Europa zu einer Weltmacht gemacht hat) sollte nicht als Verbrechen geahndet werden. Eine kleine Ordnungsstrafe (wie die von Dir genannten 40€) wären durchaus OK. Es ist mir jedenfalls unverständlich, warum das Kopieren von Justin Biber Songs teurer kommt als die Gefährdung von Menschenleben durch Handy-Telefonate am Steuer eines Autos (auch 40€).

burdy 15 Kenner - 2749 - 29. November 2012 - 2:30 #

Weil Autofahrer eine bessere Lobby haben als Leute, die Justin Biebers "Musik" hören.

Es fahren also keine Studenten schwarz, weil sie alle Geld für Tickets zahlen. Tolle Sache. Ich vermute aber mal, du willst auf eine Kulturflatrate raus.
Da wäre dann natürlich die Frage, wie willst du das finanzieren? Zwangsabgabe für jeden, wie die GEZ? Oder nur wer will zahlt und der Rest lädt umsonst (nicht kommerzielle Raubkopien sollen ja schließlich auch legal werden)?
Und wie willst du das Geld verteilen? Du hast ja schließlich nicht nur ein Busunternehmen, sondern dutzende über die ganze Welt verteilte Unternehmen. Nach Download? Wenn alles nix kostet kann lädt ja jeder alles, es besteht ja keine Hemmschwelle durch den Preis.
Und wenn ich 10 Mio mal Angry Birds lade und 10 Mio mal GTA5, wo das eine 100 mal mehr in der Produktion gekostet hat wie das andere, bekommen dann beide gleich viel?

lis (unregistriert) 29. November 2012 - 1:17 #

Nur, wenn du abgesehen vom Verbieten der nichtkommerziellen Vervielfältigung keine anderen Urheberrechte kennst.

burdy 15 Kenner - 2749 - 29. November 2012 - 2:02 #

Wenn du legal alles kostenlos kopieren darfst, wer würde dann noch Geld für Raubkopien (oder Originale) verlangen zbw bekommen? Die Unterscheidung kommerzielle und private Raubkopien ist ja richtig toll, denn die Legalisierung der einen macht die andere überflüssig.

lis (unregistriert) 29. November 2012 - 2:25 #

Nicht alle Leute sind von der Art, dass sie für etwas, was sie prinzipiell kostenlos bekommen, grundsätzlich nichts bezahlen. Von alternativen Vergütungsmodellen haben wir dabei noch gar nicht angefangen.

Ob dieses jenes überflüssig macht, sehe ich ohne weiteres nicht ein, das müsstest du näher ausführen. Beachte aber, dass es im Urheberrecht um mehr geht als um Menschen, die irgendwelche Lieder aus irgendwelchen Tauschbörsen ziehen.

burdy 15 Kenner - 2749 - 29. November 2012 - 3:13 #

Gut. Erkläre mir bitte, wenn ich nicht nur überall Raubkopien umsonst downloaden kann, sondern auch darf. Wer würde dann noch eine Seite betreiben, bei der man für die Raubkopien zahlen muss?

lis (unregistriert) 29. November 2012 - 3:26 #

Warum sollte ich das? Noch einmal (zum dritten Mal): im Urheberrecht geht es nicht nur um das Herunterladen von Zeug aus dem Internet.

burdy 15 Kenner - 2749 - 29. November 2012 - 4:06 #

Worauf willst du hinaus? Den Piraten geht es primär darum, dass sich jeder alles umsonst aus dem Netz laden darf. Und was hat das jetzt mit Zeug zu tun, dass nicht im Internet ist?

lis (unregistriert) 29. November 2012 - 14:02 #

Es geht nicht um im Internet oder nicht. Es geht nur darum, dass mit der Freigabe vom nichtkommerziellen Datenaustausch das Urheberrecht mitnichten abgeschafft wird, da es eben mehr regelt als irgendwelche Internetdownloads.

burdy 15 Kenner - 2749 - 29. November 2012 - 15:47 #

Wenn also per Gesetz jeder alles umsonst aus dem Internet laden darf, egal ob der Urheber es will oder nicht, er also kein Recht auf sein urgehobenes (???) mehr hat, wie sieht denn dann das Urheberrecht im Internet aus?

lis (unregistriert) 29. November 2012 - 16:13 #

Wie jetzt auch, nur eben halt mit nichtkommerziellem Datenaustausch. Ich sehe zum Beispiel nicht, wie man damit eine Streamingplattform wie kino.to rechtfertigen könnte.

Der Urheber hat und wird auch nach dieser Idee Rechte an seinem Werk haben. Zusätzlich ist die Welt eben mehr als das Internet.

burdy 15 Kenner - 2749 - 29. November 2012 - 16:41 #

Stimmt, es gibt noch mehr, außer dem Internet. Dieses total hippe Fernsehen soll ja die Zukunft der Unterhaltung sein. Und der Verkauf von Spielen auf Datenträgern ist auch schwer im kommen. Wieso sollte da Filmemacher oder Buchautoren oder Spieleentwickler noch Geld aus diesem kommerziell bedeutungslosen Internet haben wollen. Und außerdem haben die Piraten auch gute Tipps, wie die Urheber sonst zu Geld kommen sollen. Autogrammkarten verkaufen zB.

lis (unregistriert) 29. November 2012 - 16:45 #

Gut, wenn du nicht willst, lassen wir es einfach. Ich wünsche einen schönen Tag.

burdy 15 Kenner - 2749 - 29. November 2012 - 16:45 #

Dir auch.

MrFawlty 17 Shapeshifter - P - 7154 - 29. November 2012 - 13:26 #

"Das ist die de facto Abschaffung des Urheberrechts."

Nein.

Es gibt bereits recht viele Schranken des Urheberrechts und eine kommerzielle Einzelkopie ist nicht der einzige Weg mit kreativen Werken Geld zu verdienen.

Ich bin mir nicht sicher, ob du den Link mit den "10 Mythen zur Piratenpartei und der Urheberrechtsdebatte" komplett gelesen und verstanden hast.

Gray Mouser (unregistriert) 28. November 2012 - 23:30 #

Die Piraten sind eben eine WischiWaschi-Dagegen-Partei, die sich manche Sachen etwas zu einfach ausmalen. Ernsthafte Politik kann man, mit deren noch teils weltfremden Haltung nicht machen. Das wird sich aber, denke ich, wie bei den Grünen, noch ergeben. Und in 30 Jahren werden sie dann auch bürgerlich. Dann braucht's eine neue Protestpartei.

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 7624 - 28. November 2012 - 23:27 #

Es ist bis heute noch nicht gelungen eindeutig nachzuweisen, dass Pornos auf Minderjährige einen negativen Einfluss haben. Wäre das so glasklar, wäre ein Nachweis nicht schwierig.

Nur weil der gesellschaftliche Konsens so ist, dass man lieber Kinder nachmittags in gescripteten Familiensendungen Streit als übliche Konfliktform zeigt, heißt das noch lange nicht, dass das mit den Fakten und Tatsachen was zu tun hat.

Es ist schließlich auch seit den 90ern Konsens unter Drogenforschern, dass Alkohol und Nikotin harte, abhängig machende Drogen sind und trotzdem sind sie sehr verfügbar.

Anja Geets (unregistriert) 28. November 2012 - 20:09 #

Natürlich ist es Zensur. Die Publisher leben auch nicht von Luft und Liebe allein. Wenn die USK einem Spiel die Freigabe verweigert und es kurz nach Erscheinen indiziert wird, kann es nur noch unter der Ladentheke verkauft werden und nicht mehr auf GamersGlobal oder in Zeitschriften beworben werden. Dann könnte ein Unternehmen wie Daedalic die Pforten schließen und viele Menschen wären auf einen Schlag arbeitslos. Daher zensieren die Unternehmen ihr Spiel im Vorfeld selber, um es trotzdem hierzulande veröffentlichen zu können. Mein Onkel hat in der DDR bei einer Tageszeitung gearbeitet. Da gab es auch keine Zensur, man hatte schon beim Schreiben die Schere im Kopf was man schreiben darf und was nicht.

Daeif 19 Megatalent - 13770 - 28. November 2012 - 22:14 #

Uff, alle Monate mal wieder...

Also, wenn die Publisher ein Spiel zensiert veröffentlichen wollen, dann tun sie das aus freien Stücken. Sie können aber auch die USK einfach ignorieren, was trotzdem heißt, dass Erwachsene das Spiel immer noch legal besitzen/erwerben können. Natürlich will ein Publisher mit seinem Produkt auch möglichst viel Geld verdienen, weshalb sie scheiden, um einer Verweigerung zu entgehen. Gegenbeispiel: Du empfindest es also auch als Zensur, dass RTL II Conan der Barbar im Nachmittagsprogramm schneiden muss, weil der Sender meint, auf dem Slot bringt er mehr ein als um 22 h+, wo er uncut laufen dürfte?

Bei deinem Beispiel mit der DDR blieb mir die Spucke weg. Keine Zensur? Natürlich nicht, nur ne ganze Behörde, die vorher alle Druckerzeugnisse prüfe. Und zwar verpflichtend, keine Zeitung kam drumherum. Siehst du, da liegt der Unterschied: Hätte dein Onkel ne eigene Zeitung veröffentlicht ohne das zu melden, wäre er, je nach Inhalt, in den Knast gewandert. Hier kannst du Spiele/Filme auch ohne Prüfung veröffentlichen, ohne dass dir Ärger droht.

lis (unregistriert) 28. November 2012 - 22:27 #

Da man hier schon das Entfernen einer Textur, von der man vorher nicht wusste, dass sie u.U. eine Beleidigung beinhaltet, Zensur nennt: ja, möglich. Aber das hat doch garnichts mit dem zu tun, worin es im Artikel geht, oder?

Allerdings finde ich die Überschrift auch komisch. Die wirkt so, als gäbe es eine Art Zensurgesetzbuch, das es zu überprüfen gilt. :o

Anja Geets (unregistriert) 28. November 2012 - 22:55 #

Natürlich war das Zensur in der DDR. Ich meinte damit nur, dass es laut der Regierung der Deutschen Demokratischen Republik keine Zensur in der DDR gab. So wie in der BRD, wo es heißt "Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.", aber mächtige Politiker von CDU und SPD in den Aufsichtsräten der Fernsehsender sitzen und unliebsame Chefredakteure wie Nikolaus Brender vom ZDF einfach absägen.

lis (unregistriert) 28. November 2012 - 23:15 #

Möchtest du gerade die Zensur-Situation der Bundesrepublik in die Nähe der Ostzone schieben?

burdy 15 Kenner - 2749 - 28. November 2012 - 19:50 #

Ist die Seite jetzt das Parteiorgan der Piraten? Oder wieso wird hier Wahlwerbung für eine Partei (eine unseriöse Spinnerpartei, meiner Meinung nach) betrieben?

Freylis 20 Gold-Gamer - 21791 - 28. November 2012 - 19:55 #

Es ist keine Wahlwerbung, sondern Recherche eines politischen Ereignisses. Das Bild ist ebenfalls keine Wahlpropaganda, sondern lediglich deren LOGO. Wie du ueber die Piratenpartei denkst, bleibt dir ueberlassen (bitte beachte den Konjunktiv bei der Beschreibung ihres Antrags!)

burdy 15 Kenner - 2749 - 28. November 2012 - 19:59 #

"Schatztruhe des politischen Engagements der Piraten"
Aha, solchen Formulierungen sind also neutral und nicht tendenziös? Wieder was gelernt.

Freylis 20 Gold-Gamer - 21791 - 28. November 2012 - 20:02 #

Schatztruhe ist lediglich eine Metapher aus dem Wortfeld Piraten. Und das sozialpolitische Engagement von Jungpolitikern zu loben, ist nicht gleichzusetzen mit einem zustimmenden Kopfnicken bezueglich spezifischer Inhalte ihrer Politik.

burdy 15 Kenner - 2749 - 28. November 2012 - 20:12 #

Genau, Schatztruhe bzw deren Inhalt sind ja auch nicht positiv besetzt. Wenn man sagt ein Antrag sei ein Schatz, dann ist das neutral.

Freylis 20 Gold-Gamer - 21791 - 28. November 2012 - 20:16 #

(siehe weiter oben zum Thema "frotzeln" und Spitzfindigkeiten) Danke :-)

burdy 15 Kenner - 2749 - 28. November 2012 - 20:26 #

Man braucht sich nicht mit Spitzfindigkeiten aufzuhalten. Der Artikel ist tendenziös, nicht neutral und unkritisch den Piraten gegenüber.

Larnak 21 Motivator - P - 26073 - 29. November 2012 - 0:43 #

Kann es sein, dass du da etwas verbohrt an die Sache herangehst? Für meinen Geschmack veralbert der Begriff "Schatztruhe" die Situation eher etwas, als dass er in diesem Kontext positiv besetzt wäre.

NickHaflinger 16 Übertalent - 5235 - 29. November 2012 - 0:47 #

Wahrscheinlich ist er ein Wähler oder sogar Mitgleid einer Partei, die unsere Rente den Griechen geschenkt hat.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24937 - 29. November 2012 - 2:59 #

Wohl eher den Schuldnern der Griechen, genauer gesagt europäischen Banken. Der normale griechische Bürger muss sich immer mehr einschränken und sieht von den Milliardenhilfen keinen müden Cent.

burdy 15 Kenner - 2749 - 29. November 2012 - 3:16 #

Das Rentensystem ist umlagenfinanziert. Alles was im Zukunft an Rente ausgezahlt wird ist genau der Betrag, den die Beitragszahler zur gleichen Zeit eingezahlt haben. Wie genau sollen da die Griechen was davon abbekommen, wenn deutsche Arbeitnehmer deutschen Rentnern ihre Rente zahlen?

patchnotes 14 Komm-Experte - 1845 - 29. November 2012 - 10:59 #

Klar, gibt ja auch nicht genügend Gründe, die Piraten einfach so scheiße zu finden. *seufz*

Freylis 20 Gold-Gamer - 21791 - 29. November 2012 - 0:52 #

Ja, genauso habe ich es auch gesehen - eine drollige stereotype Piratenmetapher, um den trockenen Gehalt des Abschnitts am Ende etwas aufzulockern. Aber der gute burdy ist wohl etwas pingeliger ;-)

burdy 15 Kenner - 2749 - 29. November 2012 - 4:02 #

Nun gut, einigen wir uns einfach auf "Burdy findet es nicht gut, wenn auf journalistischen Plattformen Meldungen landen, die formuliert sind wie die Pressemitteilungen von Parteien. Und Freylis sieht das lockerer."
Antrag angenommen.

Larnak 21 Motivator - P - 26073 - 29. November 2012 - 12:55 #

Müsstest du nur noch erklären, warum eine Pressemitteilung der Piraten eine Formulierung enthalten sollte, die die Piraten selbst ein wenig auf die Schippe nimmt :p

burdy 15 Kenner - 2749 - 29. November 2012 - 15:43 #

Ich stell mir das richtig lustig vor, wenn manche hier fernsehen. Da freuen sich sicher eine ganze Menge immer auf das kritische Verbrauchermagazin zwischen den Filmen, dass die tollen neuen Produkte vorstellt, dieses "Werbung".

Anja Geets (unregistriert) 28. November 2012 - 20:03 #

Warum Wahlwerbung? Würde eine andere deutsche Partei fordern die Bevormundung erwachsener Computerspieler durch den Staat zu beenden, wäre dazu auch eine News geschrieben worden.

Blacksun84 17 Shapeshifter - P - 7340 - 28. November 2012 - 19:55 #

Die Piraten bleiben trotzdem unwählbar. Ich bin zwar Spieler, aber es gibt wichtigere Themen als Internet und Computerspiele.

Freylis 20 Gold-Gamer - 21791 - 28. November 2012 - 20:38 #

Und du willst ein "richtiger" Spieler sein? ;-P just kidding!

Skotty 12 Trollwächter - 909 - 29. November 2012 - 11:11 #

Vielleicht sollten die Piraten erstmal dafür sorgen, daß sie
wählbar werden. Bis jetzt war es ja noch interessant und neu.
Die Schonzeit ist langsam vorbei und die sollten langsam mal
liefern und sich von einigen skurrilen Leuten (auch aus der
Führung) trennen.
Sonst ist ihre Zeit scneller vorbei als der Produktzyklus eines Iphones.

blobblond 19 Megatalent - 18446 - 29. November 2012 - 11:28 #

Aber hey die Anträge sind schon "lustig"
"Ein "Geisterfahrer-Antrag" fordert die Nutzung aller Spuren in alle Richtungen."
Was die Familien darüber denken de durch einen betrunkenen Geisterfahrer in baden württemberg vor ein 2 wochen, ein paar Angehörige verloren,möchte ich gerne mal wissen.

Maulwurfn Community-Moderator - P - 15456 - 28. November 2012 - 20:18 #

Piratenpartei, oje, ist das Kunst, oder kann das weg?

Fallout-Junge 16 Übertalent - 4593 - 28. November 2012 - 21:09 #

Auch wenn ich schon seit acht Jahren nicht mehr wählen gehe, und mich auch dir Piratenpartei nicht ins Wahllokal locken wird, finde ich den Vorschlag der Partei gut.

Der Jugendschmutz ist natürlich richtig, ist aber in erster Linie eine Schikane für Erwachsene. Warum muss Deutschland ein eigenes System zur Alterseinstufung haben? Warum nicht einfach das PEGI-System übernehmen? Freunde von Originalversionen können dann frohlocken, da es für ganz Europa nur noch eine Version gibt (ist für den Hersteller sicherlich auch günstiger). Dann würden auch die häßlichen übergroßen USK und FSK Aufkleber wegfallen. Nicht falsch verstehen: natürlich sollen Alterseinschränkungen bestehen bleiben. Aber ist es so schwer, einfach den RFID-Code mit einer Zusatzinformation zu versehen, die dann bei Bezahlung dem Kassierer am Kassenbildschirm deutlich "Ab 18, Ausweiskontrolle!" anzeigt? Wegen mir kann man 18er-Spiele auch nur als Hülle ins Regal stellen. Die DVD/Blu-Ray wird dann erst nach erfolgter Ausweiskontrolle bei Bezahlung beigelegt.

Aber so weit wird es gar nicht kommen. Bei der traditionellen Feindlichkeit gegenüber neuen Medien, die seit jeher in Deutschland anzutreffen ist (ich verweise auf einen Artikel, den Jörg Langer vor etwa drei Jahren geschrieben hat), glaube ich eher, dass die Grünen den nächsten Kanzler stellen werden, als das Deutschland seinen Sonderweg beim Jugendschmutz ad Acta legt. Eigentlich schade...

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12240 - 28. November 2012 - 22:22 #

Du verwechselst da was. Wenn PEGI statt USK, dann ändert sich genau gar nichts, außer, dass die Altersfreigaben für Nordeuropäer oft völliger Käse sind, da PEGI nun einmal völlig andere Schwerpunkte setzt. So wird ein USK 12 Titel dann mal leicht PEGI 18, bloß weil ein nackter Busen zu sehen ist. Und die PEGI 12 Freigabe nützt nichts, wenn das Gewalt Spiel dann doch indiziert und wenn das nicht möglich gar im Zweifel beschlagnahmt wird.
Wenn, dann muss Indizierung oder Beschlagnahmung abgeschafft werden. Nur dann hast du automatisch auch quasi KiPo und Co legalisiert ...

lis (unregistriert) 28. November 2012 - 22:35 #

Naja, KiPo und Co. werden doch i.A. nicht durch das Jugendschutzgesetz aus dem Verkehr gezogen, oder? Was die Indizierung angeht, könnte man es doch in etwa handhaben, wie es jetzt ist: Hat es eine Alterfreigabe, wird es nicht indiziert.

Allerdings will ich damit nichts zum Thema USK gegen PEGI beitragen. Dazu fehlt mir jegliche Kompetenz.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12240 - 28. November 2012 - 22:57 #

Beschlagnahmungen und Co erfolgen ja auch nicht aufgrund des Jugendschutzgesetzes sondern aufgrund des Strafgesetzes. Da PEGI nicht von deutschen in Einstimmung mit den deutschen Gesetzen einstuft, kann es also durchaus einen PEGI "irgendwas" Titel treffen. Die USK hingegen achtet ja auf die Einhaltung deutscher Gesetze (deswegen wird im Zweifel ja auch hin und wieder eine Einstufung verweigert).

lis (unregistriert) 28. November 2012 - 23:08 #

Hm, das stimmt schon. Dass ein Medium mit Altersfreigabe nach deutschem Recht beschlagnahmt wird ist wohl doch eher unwahrscheinlich. Dabei fällt mir auch auf, dass die Regelung wie sie jetzt ist mit PEGI statt USK wohl zu einer De-Facto-Abschaffung der Indizierung führen würde.

Leser 14 Komm-Experte - P - 2028 - 30. November 2012 - 10:50 #

Und genau deshalb muss der Gewaltverherrlichungsparagraph auch weg.

Larnak 21 Motivator - P - 26073 - 29. November 2012 - 0:58 #

Bei Indizierung würde ich den Gedanken weiterführen wollen, die ist in meinen Augen überflüssig. Dafür gibt es "ab 18"-Einstufungen, die sollten reichen.

Die Beschlagnahmung abzuschaffen wäre aber etwas merkwürdig. Da geht es schließlich wirklich nicht um ein paar nackte Hautstücke oder ein bisschen Blut, sondern wie du auch sagst um Strafrech. Das könnte wohl beispielsweise Volksverhetzung sein. Spiele mit entsprechenden Inhalten gehören auch weiterhin beschlagnahmt, es wäre reichlich merkwürdig, wenn dem Staat hier keine Möglichkeiten zum Eingreifen gegeben wären. Ich wüsste auch nicht, mit welcher Begründung das abgeschafft werden sollte.

Daeif 19 Megatalent - 13770 - 29. November 2012 - 20:29 #

Na ja... Das gesetz zur Regelung von Beschlagnahmungen sollte aber zumindest überarbeitet werden, finde ich. Denn das Problem: Es können auch Medien beschlagnahmt werden, die „gewaltverherrlichend" sind. Darunter versteht die hiesige Staatsanwaltschaft z.B. Filme wie das original „Dawn of the Dead" oder „Tanz der Teufel", Streifen, die im Falle von DotD in den USA sogar ins Museum of Modern Art gewandert sind. Zudem ist dieser weißgott kein dummer Splatterfilm, sondern hat eine Aussage, die jeden zumindest nachdenklich macht.

Im übrigen sind Beschlagnahmungen von Medien eine Sache, die des öfteren von Sozial- und Politikwissenschaftlern diskutiert wird. Da kenne ich mittlerweile gute Argumente von beiden Seiten, der Sachverhalt ist also nicht gerade eindeutig.

Anja Geets (unregistriert) 28. November 2012 - 23:13 #

"Auch wenn ich schon seit acht Jahren nicht mehr wählen gehe, und mich auch dir Piratenpartei nicht ins Wahllokal locken wird, finde ich den Vorschlag der Partei gut."

Ich versteh das nicht, die einzige (moralische) Pflicht die man in einer Demokratie hat, ist wählen zu gehen. Ist es wirklich so lästig am Sonntag ins Wahllokal zu gehen? Anderswo riskieren die Menschen ihr Leben um wählen gehen zu können und hier erzählen mir Kollegen, dass sie für die blöde Wahl doch nicht ihren freien Tag (an dem sie eh nur rumgammeln) opfern würden. Aber dann beschweren sich die gleichen Leute darüber, dass es die scheiß NPD wieder in den Landtag geschafft hat und der Osten vor die Hunde geht. Traurige Entwicklung...

Larnak 21 Motivator - P - 26073 - 29. November 2012 - 0:45 #

Wobei "Tag opfern" bei dem zu tätigenden Akt sogar noch übertrieben ist :)
Kann dir da nur zustimmen.

Fallout-Junge 16 Übertalent - 4593 - 29. November 2012 - 2:48 #

Ich beschwere mich ja nicht über die NPD, auch wenn ich dank meiner Herkunft selber schon unter Nazis gelitten hab.

Ich gehe nicht wählen, weil es für mich immer ein Entscheidung zwischen Teufel und Beelzebub ist. Man bekommt halt das Bonbon immer nur in Verbindung mit einer bitteren Pille, die ich nicht schlucken möchte.

Ein Beispiel: Die Diskussion um Killerspiele habe ich nicht vergessen. Ich meine...sorry...da gibt es in Deutschland (einem der reichsten Länder dieser Erde) Menschen, die kein Geld haben, um sich und ihren Kindern etwas zu Essen zu kaufen, und unsere Politiker diskutieren über ein Killerspieleverbot.

Ende vom Lied waren dann übergroße USK-Aufkleber. Aber die haben ja etwas gebracht, immerhin ist seit deren Einführung kein Amoklauf mehr passiert.

Versteh mich bitte nicht falsch, ich würde gerne wählen gehen, aber es gibt noch keine Partei, der ich meine Stimme geben kann. Am ehesten sind die Piraten mit meinen Ansichten deckungsgleich, allerdings glaube ich, dass die etwas zu leichtsinnig mit den neuen Medien umgehen.

Ganz wichtig: In einer Demokratie sollten auch die Meinungen der andersdenkenden gelten. Auch die der Menschen, die -- aus welchem Grund auch immer -- nicht zur Wahl gehen möchten. Eine Wahlpflicht besteht meines Wissens nur in "Demokratien" wie der DDR.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24937 - 29. November 2012 - 3:08 #

Wenn ich so frustriert wäre mit den etablierten Parteien, würde ich aus Protest immer die Tierschutzpartei wählen. Eine hohe Anzahl an "Sonstige" Wählern senkt ja auch die Werte für die NPD und die etablierten Parteien. Ist also eigentlich viel besser als gar nicht zur Wahl zu gehen.

Kotfur (unregistriert) 29. November 2012 - 13:37 #

Dann die Violetten nächstes Mal wählen! :-)

Larnak 21 Motivator - P - 26073 - 29. November 2012 - 13:00 #

Die Leute, die aus welchen Gründen auch immer nicht wählen gehen möchten, entscheiden sich aus freien Stücken dafür, dass ihre Meinung nicht "gilt".
Äußern kannst du sie natürlich trotzdem ;)

Solange die Demokratie das kleinste mögliche Übel bleibt, gebe ich diesem Übel gern meine Stimme. Das ist mir lieber als die Rückkehr eines der großen Übel, um mal in Diablo-Jargon zu bleiben ;)

Davon abgesehen gibt es die Wahlpflicht in der Schweiz und der Türkei (vielleicht keine Musterdemokratie, aber sicher nicht vergleichbar mit der DDR) und auch Österreich hatte sie soweit ich weiß bis vor kurzem.

Ganesh 16 Übertalent - 5026 - 30. November 2012 - 13:36 #

Falsch. Es gibt 'demokratische' Länder mit Wahlpflicht. Solange der Bürger ungültig wählen kann (oder besser noch eine deutlich gekennzeichnete Möglichkeit zur Enthaltung hat), widerspricht das wohl kaum demokratischen Gedanken. Im Gegensatz zu schlichter Abwesenheit werden ungültige und leere Stimmzettel auch in Deutschland in Statistiken aufgeführt, sodass jeder weiß, dass der Bürger nicht schlicht zu faul war.

Meiner Meinung nach ist jegliches politisches Handeln in einer Demokratie ein Kompromiss. Auch der Wahlgang. Ich kann mir nur sehr schwerlich vorstellen, dass irgendjemandem in Deutschland bei ausreichender Information es nicht gelingt, einen solchen Kompromiss zu machen.

Um bei den Piraten zu bleiben: Alle größeren Parteien haben sich nach deren ersten Erfolgen mit der Netzpolitik beschäftigt, wie man unter anderem an dem gerade verabschiedeten Gesetz zum Leistungsschutz kann man beobachten, wie die Opposition ihre Ablehnung mit Argumenten begründet, die in den üblichen netzpolitischen Sound passen.

Freylis 20 Gold-Gamer - 21791 - 29. November 2012 - 23:03 #

Fallout Junge: Danke fuer deinen Beitrag. Meines Erachtens der erste, der sich wirklich mit dem Thema beschaeftigt und nicht in die Entfaltung parteipolitischer Meinungsdivergenzen uebergeht! :-) (hoffentlich gibt das Anstoss fuer weitere konstruktive Kommentare) KUDOS!

[Addendum: 24h spaeter: danke fuer ALLE konstruktiven Beitraege, die sich inzwischen im Thread tummeln! PS. Wenn ihr Lust habt, koennten wir allerdings irgendwann wieder auf das Thema Spielzensur zurueckkommen - und ich will das nur mal so ganz nett in den Raum stellen, ohne Zwang :-) LOL ]

Reaktorblock 11 Forenversteher - 769 - 29. November 2012 - 14:11 #

Vielen Dank für die News. Es ist extrem mutig sich an das Thema zu wagen. Und kann deshalb nur von einer halb-etablierten Partei wie den Piraten kommen, die noch nicht viel zu verlieren haben. Die entscheidenden Fragen bei diesem Thema wurden nie angesprochen. Es wurde bisher nur Polemik im Nachgang von Unfällen/Amokläufen betrieben, die offensichtlich nur dazu führte, dass immer mehr halb-)verantwortliche Kontrollgremien installiert wurden. Klartext: ausser einem Haufen hochbezahlter Beamter, die über den Zugang zu Medien bestimmen und vollkommen wirklichkeitsfremde und wirkungslose Zugangsbeschränkungen aufbauen, ist nichts passiert. Echte Ursachen-Wirkungsforschung wurde nie betrieben. Was ist mit der Generation jener Menschen, die seit 15 Jahren in ständiger Reichweite zu gefährdenden Medien aufgewachsen sind? Medien, die im Internet der europäischen Nachbarländer barrierefrei erreichbar sind. Haben die/wir/ihr alle einen Dachschaden? Sind alle Niederländer, Spanier, Dänen, Franzosen gestörte Kinderschänder und Gewaltverbrecher?

Einfache Antwort : nein, sind sie nicht.

Der deutsche 'jugendschutz' ist:

1. Zensur
2. teuer
3. nutzlos

Er muss weg. Danke Piraten.

Age 19 Megatalent - P - 14022 - 29. November 2012 - 14:26 #

Auch bei GamersGlobal begeistern mich immer wieder die Mengen an Menschen mit ihren fundierten Kenntnissen und Einblicken in die Piratenpartei. Lustig dabei sind die Schnittstellen zu anderen Thematiken, wo gleiche Personen fundierte Kenntnisse und Einblicke vorweisen können. Echte Experten eben. :)

Und mit echte Experten meine ich ahnungslose Demagogen.

patchnotes 14 Komm-Experte - 1845 - 29. November 2012 - 15:37 #

Sagte der, der "Können wir aus unserem Logo nicht endlich das Orange tilgen? Die verbleibenden Farben würden zum Denken vieler Mitglieder passen." twittert? ;)

Sorry, aber wen man bei den PopcornPiraten vorbeisurft, kann man nur den Kopf schütteln, was im Moment da abgeht.

Age 19 Megatalent - P - 14022 - 29. November 2012 - 15:47 #

Da hast du Recht, ist aber kein Gegenstand der "Argumente" hier. ;) Und hat auch viel mit Selbstüberschätzung zu tun, ist also gar nicht so viel anders als hier zum Beispiel...

patchnotes 14 Komm-Experte - 1845 - 29. November 2012 - 17:14 #

Na, das Argument mit Frau Schramm kann man durchaus zählen lassen, finde ich. Die hätte mit gutem Beispiel voran gehen müssen, zumindest in irgendeiner Form. Wobei die mMn die Piraten ohnehin immer nur als Mittel zum Zweck gesehen hat. Traurig ist nur, wie viele sie verteidigt haben.

Edit: Schön übrigens, dass du es auch schon dahin geschafft hast, wenn auch nur als "Nebendarsteller"
http://popcornpiraten.de/hessische-projektgruppe-bounty-sic-will-vorgezogene-neuwahl-des-bundesvorstands-erreichen/

;)

Age 19 Megatalent - P - 14022 - 29. November 2012 - 18:06 #

Julia Schramm war für mich bereits nach ihren ersten Aktionen zum Thema Post Privacy ziemlich unten durch. Die Wahl in den BuVo habe ich nicht begrüßt. Über ihr Buch hülle ich den Mantel des Schweigens. Sie ist allerdings nur eine Person, die auch ein Leben neben der Partei hat und ist nicht die Piratenpartei. Und bei solchen Gleichsetzungen von Einzelperson mit der Gesamtpartei fängt der Argumentationsfehler bei vielen an.

Davon ab beschäftige ich mich hauptsächlich mit meinem Landes- und Kreisverband und weniger mit dem Bund. Wenn du mein Tweets verfolgst, weißt du ja, dass da aktuell auch die Post abgeht. *seufz* Was ich sagen will, man kann uns ja viele Dinge vorwerfen, die meisten Sachen die aus der Presse unreflektiert übernommen werden allerdings nicht.

Ja, die Erwähnung bei den Popcornpiraten ist ein wichtiger Baustein in meiner Parteikarriere. ;)

patchnotes 14 Komm-Experte - 1845 - 29. November 2012 - 18:35 #

Das verstehe ich, aber immerhin hat sich ja der BuVo hinter sie gestellt und das sind nicht nur Einzelpersonen, sondern quasi die "Entscheider" (die ihr mMn nahezu geschlossen in die Tonne treten solltet).

Ich hoffe ehrlich, dass ihr nächstes Jahr nicht die 5% Hürde knackt. Dann wird der große Teil der Selbstdarsteller das Schiff verlassen und der vernünftige Rest kann dann vielleicht was reißen. Die Vorstellung, dass ihr uns so Gestalten wie den Zensurbach in den Bundestag bringt, macht mich nicht gerade froh.

Edit: Ach, die Presse verfolge ich zu dem Thema nicht mehr wirklich, das mag man teilweise gar nicht lesen. Aber die PopcornPiraten sind leider traurige Realität und nur eine Sammlung von echten Piratengeschichten humorvoll aufbereitet.

Ich drück dir die Daumen für den Landtag nächstes Jahr (WENN du überhaupt noch kandidierst), du scheinst mir zur vernünftigen Fraktion bei den Piraten zu gehören.

Age 19 Megatalent - P - 14022 - 29. November 2012 - 19:18 #

Der BuVo hat sie als Teil des Gremiums geschützt, da sie (natürlich) parteiintern massiv angegangen wurde. Ich bin auch kein Freund des Gesamt-BuVos allerdings muss man abwägen, was nächstes Jahr sinnvoller ist. Neue Köpfe präsentieren (die sowieso durch die Bundesliste kommen) oder an den Themen feilen. Dann lieber zehntausende Euros für mehr Inhalt ausgegeben.

Nächstes Jahr ist für mein Empfinden das entscheidendste Jahr der Piraten. Entweder wir kriegen uns "geordnet" oder das Experiment ist zu Ende. Die teilweise massiv praktizierte "Wer nicht für mich ist, ist gegen mich"-Mentalität, ist da ein Problem...

Die PopcornPiraten sind Realität, allerdings wette ich, dass es bei anderen Parteien ähnlich viel zu berichten gäbe, wenn sie so offen wären wie wir.

Danke für deine Wünsche, die Zeit wird zeigen was passiert und entweder habe ich meinen Anteil daran zumindest erstmal in meinem Landesverband für Sinnhaftigkeit zu sorgen oder ich habe irgendwann wieder viel Freizeit, um z.B. zu zocken. ;)

lichee 15 Kenner - 3199 - 29. November 2012 - 16:16 #

es ist sehr interessant zu beobachten, wie emotional eine Diskussion unter einem Artikel werden kann, der nur davon berichtet, dass ein Antrag gestellt werden soll.

patchnotes 14 Komm-Experte - 1845 - 29. November 2012 - 17:15 #

Ich glaube, du hast noch nie einen Artikel zu Apple Produkten gesehen! :D

burdy 15 Kenner - 2749 - 29. November 2012 - 18:23 #

Ist auch eine interessante Frage, warum überhaupt über einen Antrag berichtet wird (in einer Art und Weise, die sich vollkommen mit dem Subjekt der Berichterstattung gemein macht).

patchnotes 14 Komm-Experte - 1845 - 29. November 2012 - 18:43 #

Na ja, der Antrag hat mit Spielen zu tun, das ist für eine Seite über Spiele ja durchaus interessant.

burdy 15 Kenner - 2749 - 29. November 2012 - 19:17 #

Naja, ist es etwa relevant, wenn ein Sack Reis auf eine Spieleschachtel fällt? Es ist nur ein Antrag. Und dazu ein realitätsferner. Es wird niemals in 100 Jahren nicht irgendeine Mehrheit für die im Antrag geforderte Abschaffung von verbindlichen Jugendschutzregeln geben.

(Übrigens recht lustig, dass die Piraten laut diesem Antrag den Jugendschutz dadurch ersetzen wollen, dass man jedem beibringt sich selbst zu schützen. Und das von der Partei, die das Urheberrecht aushebeln will, weil sie meint, man könnte niemanden beibringen keine Raubkopien zu laden)

Larnak 21 Motivator - P - 26073 - 29. November 2012 - 19:48 #

Du könntest versuchen, eine News zum Thema "Sack Reis fällt auf Spiel!" zu schreiben. Dann würdest du herausfinden, ob es relevant ist ... Dabei könnte dir dann auch der Unterschied deutlich werden.

burdy 15 Kenner - 2749 - 29. November 2012 - 22:57 #

Wenn man es mit einer Meldung, die unkritisch irgend ein Papier einer zweifelhaften Partei nachbetet, schaft, dann dürfte die Hürde ja so niedrig sein, dass ich das mit ner Sack Reis Geschichte schaffen würde :)

Age 19 Megatalent - P - 14022 - 30. November 2012 - 1:12 #

Hier, deine Freunde "argumentieren" gerade das LSR als alternativlosen Beschluss bei, musst du denen nicht gerade applaudieren?

burdy 15 Kenner - 2749 - 30. November 2012 - 1:31 #

Leistungsschutzrecht? Was hat das bitteschön damit zu tun?

Larnak 21 Motivator - P - 26073 - 30. November 2012 - 20:36 #

Probier's halt aus :o

Freylis 20 Gold-Gamer - 21791 - 29. November 2012 - 23:02 #

LOL - Genau das habe ich auch gedacht. Schaue im Moment einfach nur mal aus sicherer Entfernung der Diskussion zu. Ahhh, ist das gemuetlich hier auf meiner Couch... Coke, Rum, gute Musik, Red Dead Redemption im MP - life is good ;-) [falls sonstwer liest: vielleicht sollten wir alle mal eine kleine Kunstpause einlegen und dann zum Thread hier zurueckkehren] :-)

KingPott 17 Shapeshifter - 7272 - 29. November 2012 - 18:19 #

Also. Als nichtDeutscher und fasziniert über die Emotionen die dieses Thema jedesmal erzeugt...
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Die Einstufung der USK hat keinen Einfluss auf die Möglichkeit des Erwerbs von den mit Alterseintufung behandelten Medien.
Als Erwachsener ist es doch jederzeit möglich ab18 Inhalte zu kaufen.
Selbst eine ab18 Einstufung hat keinen Einfluss auf Werbemöglichkeiten. Die Werbung selbst muss aber auch dem Jugendschutz entsprechen. (Im Sinne. Werbung muss auch verifiziert werden.)
Eine Einstufung von der USK kann auch von dem Erziehungsberechtigen umgangen werden (sofern er das wuenscht) und dem Jugendlichen das Spiel (das Medium der Wahl) zugaenglich machen.
.
Die BPjM kann ab18 eingestufte Medien indizieren. Was auf den Verkauf nur unter besonderen bedingungen Einfluss hat. Und Werbung auf indizierte Medien verbietet.
.
Die Anpassungen an einen Markt sind alle als Lokalisierung zu sehen. Ob bei einer Übersetzung aus "root beer" "malz bier" wird ist eine inhaltliche Veränderung aber eine anpassung an den Markt. Gleiches gilt fuer Gewaltdarstellung, Namen von Personen, Orte...
Wer Medien, die für einen anderen Markt angepasst wurden, haben will kann diese trotzdem erstehen. Solange die USK keine Prüfung gemacht hat sind diese ja als ab18 eingestuft. Für Erwachsene also kein Hindernis.
.
Bleibt am Ende nur zu sagen. Regionlock ist scheisse!

Larnak 21 Motivator - P - 26073 - 29. November 2012 - 19:48 #

Das hast du als Nicht-Deutscher erstaunlich gut drauf :D
(Ich hätte als Nicht-Deutscher wahrscheinlich keine Lust, mich mit dem komplizierten deutschen Jugendschutz zu beschäftigen :o)

Eine Kleinigkeit stimmt aber nicht:
"Die BPjM kann ab18 eingestufte Medien indizieren."
Die BPjM kann nur Spiele indizieren, der die USK eine Einstufung verweigert, wenn sie also sagt, dass "ab 18" nicht mehr passend für die Extreme des Spiels ist. Alles, was schon "ab 18" ist, wird nicht indiziert.

KingPott 17 Shapeshifter - 7272 - 29. November 2012 - 22:40 #

Danke fuers ausbessern. Wusst ich nicht.
Wenn dir aber der deutsche Jungendschutz kompliziert erscheint. Probier mal den österreichischen. Der Jugendschutz ist Bundeslandsache. Fußt daher teilweise auf PEGI, teilweise auf USK. Teilweise hat er Befugnisse den Handel einzuschraenken, teilweise nicht.
Im Großen und Ganzen kennt sich daher auch der Handel nicht aus was nun wirklich deren Verpflichtung waer. Daher wird meist ein dem USK-System angelehnte Variante quer ueber Österreich gefahren, da dies auf jedenfall restriktiv genug ist. Einzig die BPjM hat bei uns kein fühlbaren Einfluss.
Aus diesem Chaos heraus wuensche ich mir halt regelmaessig eine "bin volljährig darf alles importieren" Verifikation, als ein jedesmal komisch an irgendwas angepasstes Ding wo ich nichtmal weiß an welche Regeln der sich grad versucht zu halten. Geschweige, dass der Handel hier im Normalfall nichtmal einen Schimmer von Ahnung hat welche Version der im Regal stehen hat.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9292 - 29. November 2012 - 17:55 #

Und darum wähle ich sie. Gute Leute mit guten Ideen.

Sozial/Liberal... Ist Nico Bellic nicht auch Sozial und liberal? ^^

Freylis 20 Gold-Gamer - 21791 - 30. November 2012 - 5:33 #

Klingt eigentlich wie ein wuerdiges Schlusswort. Aber mal sehen, ob noch mehr Kommentare kommen. Man weiss ja nie. ;-)

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 12240 - 30. November 2012 - 9:30 #

Du wählst SPD und FDP? Passt das zusammen?

Gray Mouser (unregistriert) 30. November 2012 - 12:45 #

Rot-Gelb gab's schon mal, mit einigem Erfolg. Von den Grundsätzen her passt das sogar besser als Schwarz-Gelb, während sich die Grünen immer mehr der CDU annähern. Die FDP müsste sich nur endlich mal wieder positionieren und Ernsthafte Politk machen. Dazu müssen sie aber so einige Kasper aus der Führungsriege loswerden. Lustigerweise, rein oberflächlich betrachtet, ein ähnliches Problem wie ich es bei der Piratenpartei sehe. Lieber als ein schwarz-grünes Bündnis, der neuen mit den alten Konservativen, wäre mir das allemal. Bevor ich grün wähle, dann doch FDP.

Anothep (unregistriert) 30. November 2012 - 12:03 #

Piratenpartei. Eine kleine widerwärtige Ansammlung von Nihilismus. Hype hin, Hype her, total überflüssig und beschämend, was einige Mitglieder dieser Partei äußern.
Ich denke, dass man als Demokrat schon selbst wissen sollte, was man will und für mich ist die Piratenpartei keine Stimme wert, da dort nichts über die Zukunft gesagt wird. Die Piratenpartei kümmert sich einen Scheiß um meine Rente oder was später passiert. Jetzt ist das Internet total IN und man kann reißerische plakative Unwahrheiten in den Raum werfen.
Falls die Piratenpartei überhaupt irgendwas sinnvolles tut, können diese belanglosen Dinge von einer der größeren Parteien mitgetragen werden, auf die ich eher baue und vertraue, dass sie überhaupt irgendwas auf die Kette kriegen.
 
Zu der News bleibt mir nur eins zu sagen. Eltern heutzutage beweisen immer wieder und tatkräftig, dass sie NICHT im Stande sind ihre Kinder zu erziehen. Sie MÜSSEN an die Hand genommen und geleitet werden. Das verlangen diese auch! Wie oft hört man, dass der Lehrer in der Schule doch komplett und ganz allein für die Erziehung der Kinder verantwortlich ist? "Bringt man dir das nicht in der Schule bei?"... Jede Verantwortung gebenüber der Kinder wird von den heutigen Eltern immer öfter an andere weitergegeben! Und das von diesen auch nur zu gern.
Eltern geben ihren Kindern was sie wollen, Hauptsache es hält die Klappe und bleibt im Zimmer.

Age 19 Megatalent - P - 14022 - 30. November 2012 - 12:50 #

Nehmen sich Leute wie du eigentlich ernst, bei dem was sie ablassen oder reicht es sich öffentlich vollkommen mit der eigenen Ahnungslosigkeit in dieser überheblichen Art zu präsentieren?

In diesem Sinne empfehle ich dir http://www.keinprogramm.de und die Beschlüsse aus Bochum (https://www.piratenpartei.de/wp-content/uploads/2012/11/Piratenpartei-Bochumer-Beschluesse.pdf) unter anderem auch mit Rente. :O Und ansonsten solltest du deine beleidigende Art lassen, vor allem wenn du keine Ahnung hast.

PS: Patchnotes, falls du noch mitliest, genau so etwas meine ich...

Anothep (unregistriert) 30. November 2012 - 12:56 #

"Eine Umstellung des Rentensystems muss sozialverträglich und mit möglichst wenigen Belastungen für den Staat vonstatten gehen. Der genaue Weg muss noch erarbeitet werden."
 
Wie gesagt, nur noch peinlich...

Age 19 Megatalent - P - 14022 - 30. November 2012 - 13:01 #

Zum Glück hast du DIE Lösungen und Detailkonzepte parat, die du so nebenbei in deiner Freizeit erarbeitest und die Berufspolitiker seit Jahren nicht auf die Reihe kriegen.

Peinlich sind Krakeeler wie du. Aber es ist eben jedem selber überlassen sich als das darzustellen, was er ist.

Gray Mouser (unregistriert) 30. November 2012 - 13:19 #

"Aber es ist eben jedem selber überlassen sich als das darzustellen, was er ist."

Erstens machen ein paar idealistische Allgemeinplätze noch kein Parteiprogramm. Diese Beschlüsse - aus jüngerer Vergangenheit, wie anzumerken ist - bringen die Piraten zumindest einmal auf einen richtigen Weg. Dass das auftreten eurer Partei, nach Außen hin, aber bisher größtenteils durch Peinlichkeiten gekenzeichnet war, kannst auch du nicht bestreiten. Da hilft es auch nichts, Kritikern, die sich an diesem Image - dass ihr euch durchaus selbst zuzuschreiben habt und nicht den "etablierten Medien" allein in die Schuhe schieben könnt - orientieren Ahnungslosigkeit vorzuwerfen. Das ist sogar eher kontraproduktiv.

Euer Image müsst ihr euch erabreiten. An allen Fronten.
Ich selbst zweifle immer noch an der Notwendigkeit der Piratenpartei in der politschen Landschaft Deutschlands.

Age 19 Megatalent - P - 14022 - 30. November 2012 - 13:54 #

Nein bestreite ich nicht, wie auch schon oben geschrieben, es gibt viel was man an dieser Partei kritisieren kann. Allerdings nicht so und ja das hat auch was mit Arroganz und Ahnungslosigkeit vieler Kritiker zu tun. Damit möchte ich übrigens nicht sagen, dass nicht auch Mitglieder der Piraten sich genau durch solche "Tugenden" auszeichnen.

Anothep (unregistriert) 30. November 2012 - 13:28 #

Ich bin nicht dafür zuständig mir über so was Gedanken zu machen. Ich wähle die Partei, die das für mich tut und aus meiner Sicht meine Anliegen am besten vertritt. Dazu zählt die Piratenpartei nicht und wird sie aller Voraussicht nach auch niemals.
 
Außerdem möchte ich dein Augemerk darauf lenken, dass du meine Äußerungen über die Piratenpartei allem Anschein nach persönlich nimmst und diese wiederum zum Anlass, mich persönlich anzugreifen. Aber überlege dir bitte diese Vorgehensweise nochmal.

Age 19 Megatalent - P - 14022 - 30. November 2012 - 13:52 #

Genau. Du bist dafür zuständig einfach alles schlecht zu reden, zu negieren, zu kritisieren und zu pöbeln. Die Fähigkeit das konstruktiv zu tun, liegt dir halt nicht. Ich bin Pirat und ja ich fühle mich deshalb davon angegriffen, auch persönlich. Von daher wähle was du willst, kritisiere gerne, sehr gerne so gar aber lasse deine beleidigende Art dann schallt es auch nicht aus dem Wald heraus.

Anothep (unregistriert) 30. November 2012 - 14:42 #

Ich wähle was ich will, natürlich! Ich kritisiere auch weiterhin, weil das für mich nicht gleichzusetzen ist mit schlechtreden.
Ich bin auch Mitglied einer Partei und werden den Teufel tun eine Spieleseite für Parteipropaganda zu missbrauchen.
 
Was hast du vor der Modeerscheinung "Piratenpartei" gemacht? Wie sehr hast du dich davor für Politik interessiert?
  
Etwas Gutes hat das aber alles hier - jedem scheint hier die Demokratie in Deutschland wichtig zu sein und das finde ich wirklich gut! Ich bin sicher, dass du - genauso wie ich - jede Wahl mitmachst.

Age 19 Megatalent - P - 14022 - 30. November 2012 - 15:15 #

Also das ist für dich Kritik: "Eine kleine widerwärtige Ansammlung von Nihilismus". Na was ein Glück, dass du mit deiner Partei dann scheinbar etwas besserer bist. Merkst du was?

Diese News ist von jemanden verfasst wurden, weil es das Kernthema dieser Seite betrifft: Spiele. Wo ist das Problem? Es gab hier auch schon News zu anderen Parteien, wenn sie entsprechende Themenbereiche berührt haben.

Ich habe mich vor meinem Parteibeitritt (der mit 2007 wahrscheinlich in einer Zeit war, in der du die Piratenpartei nicht mal kanntest) in NGOs und Gewerkschaften engagiert, habe ich dir damit deine Arroganz endgültig gezogen?

burdy 15 Kenner - 2749 - 30. November 2012 - 16:03 #

Dann frag ich dich mal als Pirat. Die Piraten sagen, man kann niemanden beibringen keine Raubkopien runterzuladen, darum soll man legal kostenlos Raubkopien laden dürfen. Dieser Antrag zum Jugendschutz sagt, man solle die Medienkompetenz der Kinder stärken und dann soll jeder 10jährige für sich Wissen, ob ein Hardcore-Porno oder Saw XXX gut für ihn ist. Erkennst du da einen Widerspruch?

Der Antrag sagt, man solle Jugendschutz auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse betreiben. Gibt es einen wissenschaftlichen Konsens darüber, ob kleine Kinder für sich selbst entscheiden können, wann sie geistig bereit sind dafür Werke zu konsumieren, die heutzutage FSK18 sind?

Auf ihrer Seite zum Urheberrecht empfehlen die Pirate den Urhebern einfach zB Autogrammkarten zu verkaufen, wenn sie Geld mit ihren Werken verdienen wollen. Hälst du das für praktikabel und glaubst du das die Aussicht auf den Verkauf von Autogrammkarten mittel- oder langfristig motiviert in die Schaffung von neuen Werken zu investieren?

Die Piraten haben in ihr Grundsatzprogramm geschrieben, dass es nicht sozial wünschenswert ist, wenn jeder, der Arbeiten will, auch Arbeit findet (sprich Vollbeschäftigung). Warum ist das nicht sozial wünschenswert?

Age 19 Megatalent - P - 14022 - 30. November 2012 - 17:22 #

>> Die Piraten sagen, man kann niemanden beibringen keine Raubkopien runterzuladen, darum soll man legal kostenlos Raubkopien laden dürfen.
--> Der private Austausch von digitalen Inhalten soll entkriminalisiert werden, da dessen Unterbindung als gescheitert betrachtet werden kann. Der kulturelle Austausch ist bei uns schlicht sehr hoch aufgehoben, dabei geht es nicht darum Urheber zu enteignen oder das kommerzielle Schwarzkopieren zu erlauben.

>>Dieser Antrag zum Jugendschutz sagt, man solle die Medienkompetenz der Kinder stärken und dann soll jeder 10jährige für sich Wissen, ob ein Hardcore-Porno oder Saw XXX gut für ihn ist. Erkennst du da einen Widerspruch? Der Antrag sagt, man solle Jugendschutz auf Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse betreiben. Gibt es einen wissenschaftlichen Konsens darüber, ob kleine Kinder für sich selbst entscheiden können, wann sie geistig bereit sind dafür Werke zu konsumieren, die heutzutage FSK18 sind?
--> Statt restriktiv zu agieren, soll der Staat über den Aufbau von Medienkompetenz und Aufklärung bei Eltern und Jugendlichen eine verantwortungsvollen Umgang mit Medien ermöglichen. Davon abgesehen werden Eltern dadurch nicht von ihrer Aufsichtspflicht entbunden.

>>Auf ihrer Seite zum Urheberrecht empfehlen die Pirate den Urhebern einfach zB Autogrammkarten zu verkaufen, wenn sie Geld mit ihren Werken verdienen wollen. Hälst du das für praktikabel und glaubst du das die Aussicht auf den Verkauf von Autogrammkarten mittel- oder langfristig motiviert in die Schaffung von neuen Werken zu investieren?
--> Es gilt entsprechende Angebote zu schaffen, die den Markt bedienen, was der Konsument entsprechend honoriert. Schau dir einfach mal z.B. Statistiken an wie es bei der Musik mittlerweile aussieht. Der digitale Vertrieb wächst unter anderem auch durch Aboangebote wie Spotify, Konzerte und Festivalauftritte bringen jedes Jahr noch sprudelndere Einnahmen. Und da darfst du auch gerne schauen, wie viel ein Urheber an einer verkauften Platte verdient und wieviel das Label.

>> Die Piraten haben in ihr Grundsatzprogramm geschrieben, dass es nicht sozial wünschenswert ist, wenn jeder, der Arbeiten will, auch Arbeit findet (sprich Vollbeschäftigung). Warum ist das nicht sozial wünschenswert?
--> Das steht das Streben nach totaler Vollbeschäftigung und nicht, dass jeder der arbeiten will nicht arbeiten gehen soll. Es ist sozial wünschenswert, dass die gesellschaftliche Teilhabe und freie Entfaltung für jeden gegeben ist. Auch nicht sozialsteuerpflichtige Arbeit hat einen Wert. Durch Technologie, Maschinen und immer größere Effizienz kann gleiche Arbeit von immer weniger Menschen erledigt werden, dass soll zum Vorteil der Gesellschaft genutzt werden und nicht zu ihrem Nachteil, in dem man zur Erreichung "totaler Vollbeschäftigung" Menschen in jeden Job treibt oder Jobs mittlerweile als Ramschware (gemessen am Gehalt) verscheuert.

PS: Dass du das eventuell für völlig bekloppt, nicht machbar und/oder für absurd hältst, ist übrigens ok.

burdy 15 Kenner - 2749 - 30. November 2012 - 18:55 #

"Der private Austausch von digitalen Inhalten soll entkriminalisiert werden, da dessen Unterbindung als gescheitert betrachtet werden kann"
Gesetze gegen Ladendiebstahl können als gescheitert betrachtet werden. Die Einzelhandelslobby reagiert mit drakonischen Massnahmen und setzt Überwachungskameras, Pieper, Detektoren und Kaufhausdetektive gegen ihre Kunden ein. Sollten da die Piraten nicht auch einschreiten?

"Statt restriktiv zu agieren, soll der Staat über den Aufbau von Medienkompetenz und Aufklärung bei Eltern und Jugendlichen eine verantwortungsvollen Umgang mit Medien ermöglichen. "
Sollte der Staat nicht einfach die Medienkompetenz der Eltern und Jugendliche stärken, damit sie keine Raubkopien mehr laden. Und wer dann noch verfolgt wird ist selbst Schuld, er wurde ja kompetent gemacht?
"Davon abgesehen werden Eltern dadurch nicht von ihrer Aufsichtspflicht entbunden."
Wie sähen denn dann Pflichtverletzungen aus? Zumal die ja sicher kein Pirat kontrollieren will? Oder wenn ja, wie denn?

"dabei geht es nicht darum Urheber zu enteignen oder das kommerzielle Schwarzkopieren zu erlauben"
Das kommerzielle Raubkopieren wird ja ein riesen Problem sein, wenn man nichtkommerzielles raubkopieren legalisiert. Und wenn jedem Urheber die Rechte an seinem Werk genommen werden, weil er hinnemen muss, dass seine Werke raubkopiert werden, dann ist das ja keine Enteignung, sondern ...äh... Mir fällt das Wort nicht ein.

"Der digitale Vertrieb wächst unter anderem auch durch Aboangebote wie Spotify, Konzerte und Festivalauftritte bringen jedes Jahr noch sprudelndere Einnahmen."
Sprudelnde Einnahmen? Die Musiker verdienen da deutlich weniger dran. Mit den Cent-Beträgen, die da zusammenkommen kann vielleicht eine Plattenfirma gut leben. Aber die Musiker sicher nicht. Die würden auch viel lieber die Füße hochlegen und sich von ihrer Plattenfirma das Geld für verkaufte CDs überweisen lassen als für ein paar € Konzerte zu geben.
Schönes Zitat dazu auf wikipedia:
"Laut dem Hessischen Rundfunk bekomme ein Künstler im besten Fall nur 0,00164 Euro pro Stream. Zum Vergleich: Verkauft ein Künstler ein Album mit 13 Songs auf CD, bleiben ihm im besten Fall rund 3 Euro; wird es gestreamt, sind es rund 0,02 Euro."

"Und da darfst du auch gerne schauen, wie viel ein Urheber an einer verkauften Platte verdient und wieviel das Label."
Wen interessiert das? Ist ein Konzert bessser, weil da die Plattenfirma nichts daran verdient? Verdienen die auch nichts bei Spotify? Wieso sollten diejenigen, die einen Künstler entdeckt haben, die Produktion seines Albums finanziert haben und die die Werbung finanziert haben nicht am Erfolg desjenigen verdienen? Und wieso sollten sie nicht mehr verdienen als der Musiker, zumal sie ja auch die Musiker finanzieren müssen, die keinen Erfolg gehabt haben? Und wie man bei dem Zitat oben sieht ist es sicher jedem Künstler lieber, wenn man von einem bösen gierigen Label eine CD kauft, als wenn man sie streamt.

"Das steht das Streben nach totaler Vollbeschäftigung "
Es gibt keine totale Vollbeschäftigung, das ist ungefähr so sinnig wie zB nasser Regen. Es gibt nur Vollbeschäftigung. Und dabei spielen zB Hausfrauen, die nicht für Geld arbeiten wollen keine Rolle, egal wie wertvoll oder nicht deren Arbeit ist. Es geht darum, dass die, die (für Geld) arbeiten wollen auch diese Arbeit bekommen. Und das wollen die Piraten nicht. Wieso?

Age 19 Megatalent - P - 14022 - 30. November 2012 - 19:48 #

Wenn ich wieder an einem PC sitze, werde ich dir noch einmal ausführlich antworten. Mehr Zeit will ich dann allerdings nicht mehr für deine polemische Art aufwenden, da du eigentlich sowieso kein wirkliches Interesse an einer objektiven Auseinandersetzung hast.

burdy 15 Kenner - 2749 - 30. November 2012 - 22:07 #

Das sind ernst gemeinte Fragen. Man könnte es natürlich freundlicher formulieren. Aber bei den Forderungen der Piraten hab ich immer das Gefühl, dass der Grundgedanke ist, "Wir wollen die bequemste Lösung für uns und die Probleme sind nicht unser Bier". Ich würd mich ehrlich gesagt verarscht fühlen als Musiker, wenn ich bei den Piraten lese, dass ich halt Autogrammkarten verkaufen soll und davon leben, damit die Piratenfreunde billiger Musik hören können. Nur weil irgendwer OpenSource toll findet hat er meiner Meinung nach Lange nicht das Recht von jedem Softwarehersteller per Gesetz verlangen zu wollen ihren Quellcode offen zu legen, wie das manche Piraten wollen. Oder nur, weil man leichter an ab 18 Filme will gleich direkt den Jugendschutz abzuschaffen.
Die Piraten erinnern da schon fast an die FDP. Denen geht auch nur das Eigeninteresse der Zielgruppe (Steuerhinterzieher, etc) immer vorm Allgemeinwohl. Genauso die Piraten, die ihre Eigeninteressen ohne Rücksicht auf die Allgemeinheit durchdrücken wollen.

Age 19 Megatalent - P - 14022 - 2. Dezember 2012 - 0:48 #

Nein es sind keine ernst gemeinten Fragen und deine Interesse an einer offenen, objektiven Auseinandersetzung sind nicht gegeben. Du bist konservativ, restriktiv, pauschalisierend und polemisch. Es sei dir gegönnt, die Piraten sind nicht dein Partei. Wähle weiter deine Lieblingspartei, die natürlich alle Menschen im Land vertritt, und damit ist es ok.

Larnak 21 Motivator - P - 26073 - 30. November 2012 - 20:43 #

"Wieso?"
Du musst Ages Antworten schon auch lesen. Einfach immer wieder die gleiche Frage zu stellen ist für uns Leser nicht sonderlich spannend :p

burdy 15 Kenner - 2749 - 30. November 2012 - 21:54 #

Es mag Piraten geben, die durch Talkshows tingeln, um jedem zu erzählen, dass sie super mit Hartz 4 leben. Und das nicht bezahlte Arbeit auch ihren Wert hat bestreitet keiner. Aber das ist keine Begründung dafür, warum die Piraten es nicht für sozial wünschenswert halten, dass jeder, der nicht von Hartz 4 leben will auch eine Stelle bekommt.
Ich kann mir nichts vorstellen, dass sozial erstrebenswerter ist, als dass jeder der will eine gut bezahlte Stelle findet. Wieso sehen die Piraten das nicht so?

Larnak 21 Motivator - P - 26073 - 30. November 2012 - 22:17 #

Age es dir doch bereits erklärt. Wieso wiederholst du ständig deine Frage, anstatt wenigstens darauf einzugehen? Dass du dem zustimmst, verlangt ja hier keiner.

burdy 15 Kenner - 2749 - 30. November 2012 - 23:45 #

Also wenn man den Sinn der Positionen der Piraten nur unter der Bedingung verstehen kann, dass sie keinen ergeben müssen, dann könnte das Probleme bei der Wählerbindung geben.

Larnak 21 Motivator - P - 26073 - 1. Dezember 2012 - 19:18 #

Langsam haben hier glaube ich alle verstanden, dass du die Piraten nicht magst. Aber wiederhole es ruhig noch ein paar Mal, wer weiß, irgendjemand ist sich vielleicht noch nicht ganz sicher ...

Age 19 Megatalent - P - 14022 - 2. Dezember 2012 - 0:47 #

>> Gesetze gegen Ladendiebstahl können als gescheitert betrachtet werden. Die Einzelhandelslobby reagiert mit drakonischen Massnahmen und setzt Überwachungskameras, Pieper, Detektoren und Kaufhausdetektive gegen ihre Kunden ein. Sollten da die Piraten nicht auch einschreiten?
--> Du weißt was eine digitalen Kopie? Hier ein Rätsel: Wenn ich eine Datei kopiere, welche Datei geht dann verloren? Wir sind übrigens auch gegen ausufernde Kameraüberwachung, allerdings von öffentlichen Plätzen.

>> Sollte der Staat nicht einfach die Medienkompetenz der Eltern und Jugendliche stärken, damit sie keine Raubkopien mehr laden. Und wer dann noch verfolgt wird ist selbst Schuld, er wurde ja kompetent gemacht?
--> Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Gehen dir plötzlich "Argumente" aus und musst jetzt wild alles zusammen würfeln? Oder ist dein Verständnis für Differenzierung so beschränkt?

>> Sprudelnde Einnahmen? Die Musiker verdienen da deutlich weniger dran. Mit den Cent-Beträgen, die da zusammenkommen kann vielleicht eine Plattenfirma gut leben. Aber die Musiker sicher nicht. Die würden auch viel lieber die Füße hochlegen und sich von ihrer Plattenfirma das Geld für verkaufte CDs überweisen lassen als für ein paar € Konzerte zu geben.
--> Hä? An was verdienen die weniger? Willst du mir jetzt erzählen, dass die Einnahmen durch Konzerte seit Jahre nicht steigen? Wer zwingt Musiker zu Deals mit Labels, die ihnen die meiste Kohle wegnimmt? Warum muss ein Musiker nicht durch fortwährende Wertschöpfung und Arbeit sein Geld verdienen?

>> "Laut dem Hessischen Rundfunk bekomme ein Künstler im besten Fall nur 0,00164 Euro pro Stream. Zum Vergleich: Verkauft ein Künstler ein Album mit 13 Songs auf CD, bleiben ihm im besten Fall rund 3 Euro; wird es gestreamt, sind es rund 0,02 Euro."
--> Wie ist die Relation zur Anzahl der Streams und gekauften CDs? Warum ist es hier böse, dass der Markt den Preis reguliert?

>> Wen interessiert das? Ist ein Konzert bessser, weil da die Plattenfirma nichts daran verdient? Verdienen die auch nichts bei Spotify? Wieso sollten diejenigen, die einen Künstler entdeckt haben, die Produktion seines Albums finanziert haben und die die Werbung finanziert haben nicht am Erfolg desjenigen verdienen? Und wieso sollten sie nicht mehr verdienen als der Musiker, zumal sie ja auch die Musiker finanzieren müssen, die keinen Erfolg gehabt haben? Und wie man bei dem Zitat oben sieht ist es sicher jedem Künstler lieber, wenn man von einem bösen gierigen Label eine CD kauft, als wenn man sie streamt.
--> Dich interessiert es. Nein eigentlich nicht, schließlich hast du ja offensichtlich kein Interesse an einer sachlichen Auseinandersetzung sondern willst nur deine, natürlich einzige wahre, Sicht hier verbreiten. Wieso sollen die Labels den größten Brocken kriegen? Vorhin wolltest du noch die Urheber schützen nun verfasselst du dich bei den Rechtinhabern. Wieso müssen sie denn den dicken Brocken verdienen? Teilweise den Urhebern die kompletten Rechte an ihren Werken entziehen? Fehlinvestitionen sind allen Bereichen Gang und Gebe. Was hat die MI denn für ein besonderes Merkmal, dass sie davon besonders schützenswert behandelt werden müssten?

>> Es gibt keine totale Vollbeschäftigung, das ist ungefähr so sinnig wie zB nasser Regen. Es gibt nur Vollbeschäftigung. Und dabei spielen zB Hausfrauen, die nicht für Geld arbeiten wollen keine Rolle, egal wie wertvoll oder nicht deren Arbeit ist. Es geht darum, dass die, die (für Geld) arbeiten wollen auch diese Arbeit bekommen. Und das wollen die Piraten nicht. Wieso?
--> Echt gibt's nicht? Was ist denn die Definition von Vollbeschäftigung? In unserer politischen Landschaft heißt Vollbeschäftigung, dass so und so viele Personen nicht arbeitslos sind und nun denk mal drüber nach. Wo steht das Piraten nicht wollen, dass Leute die arbeiten wollen nicht arbeiten dürfen oder sollen?

Bevor du antwortest, alle Fragen sind rhetorisch.

burdy 15 Kenner - 2749 - 2. Dezember 2012 - 3:32 #

Ich find die Argumentation ja schon putzig. Zum Beispiel zu sagen, die großen bösen Plattenfirmen nehmen den armen Künstlern die Rechte an ihren Werken. Und dann fordern, dass die Künstler hinnehmen sollen, dass jeder umsonst ihre Musik runterladen kann. Sagen, dass man niemanden beibringen kann nichts illegal runterzuladen, aber andererseits behaupten, man könne verbindliche Jugendschutzmaßnahmen durch ein paar warme Worte ersetzen, weil dann jeder weiß, was gut für ihn ist.

Und nicht mal die scheunentor großen Löcher in der eigenen Argumentation sehen.

Aber ich denke, dass die Argumentationssschwächen jeden halbwegs intelligenten Piraten klar sind. Wenn die FDP gegen den Ankauf von Daten von Steuerkriminellen wettert, es sei Ankauf von Hehlerware, dann geht es ihr auch nur darum ihre Stammwähler, Steuerkriminelle zu beschützen. Und sie wissen wie falsch und rechtlich nicht haltbar ihre Position ist. Aber sie tun so, als hätten sie ein Sachargument. Um ein paar Dummen zu verschleiern, dass sie die Interessenvertretung von Kriminellen sind. Und wenn die Piraten von Informationsfreiheit schwafeln, dann wollen sie auch nur ohne Sorge vor einer Abmahnung, weil sie Raubkopien laden, umsonst zocken. Sollten die Piraten und die FDP beide unter die 5 %-Hürde fallen (wollen wir doch hoffen), dann könnten sie sich ja zusammentun. Sie haben viel gemeinsam.

Larnak 21 Motivator - P - 26073 - 2. Dezember 2012 - 4:47 #

Dann nenne doch mal eine Partei, die solche Probleme in der Argumentation nicht hat. Du wirst sie nicht finden, da das zum Geschäft gehört, so traurig das auch sein mag :)

Age 19 Megatalent - P - 14022 - 2. Dezember 2012 - 14:54 #

Du bist konservativ, restriktiv, pauschalisierend und polemisch. Es sei dir gegönnt, die Piraten sind nicht dein Partei. Wähle weiter deine Lieblingspartei, die natürlich alle Menschen im Land vertritt, und damit ist es ok.

PS: Du bist Grüner, oder? Schönen Sonntag.

patchnotes 14 Komm-Experte - 1845 - 30. November 2012 - 14:45 #

Ehrlich gesagt wüsste ich von keiner Partei, die bisher schon schlaue Patentrezepte für die Rente zu bieten hätte. Auch sonst: Welche der Parteien hat denn große Zukunftspläne? Ich sehe da nur, dass man sich bestenfalls mit Problemen bis zur nächsten Wahl beschäftigt.

Zumindest hat die Piratenpartei dafür gesorgt, dass sich auch alle anderen Parteien mit der digitalen Welt beschäftigen und nicht mehr nur die Internetausdrucker den Ton angeben. Das verdient mMn schon Anerkennung.

Zu dem, was du zur News geschrieben hast: Würde ich nicht auf alle Eltern pauschalisieren. Nicht alle sind so und denen, die sich nicht um ihre Kinder vernünftig kümmern, die geben auch nichts auf Altersbeschränkungen. Erst letztens wieder beim Saturn einen Vater gesehen, der seinem Sohnemann auf dessen Wunsch hin Dishonored gekauft hat. Da bringen Altersbeschränkungen auch nichts.

Labrador Nelson 28 Endgamer - - 103112 - 2. Dezember 2012 - 15:53 #

*daumendrück ;)

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