App der Woche: Coaster Crazy
Teil der Exklusiv-Serie App der Woche

iOS
Bild von Florian Pfeffer
Florian Pfeffer 30012 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C4,A10,J10
Dieser User unterstützt GG mit einem Abonnement oder nutzt Freimonate via GG-Gulden.iPhone-Experte: Kann aus 10.000 iPhone-Apps jederzeit die 10 besten Games nennenCasual-Game-Experte: Springt, klampft, singt für sein Leben gern!Alter Haudegen: Ist seit mindestens 5 Jahren bei GG.de registriertGold-Jäger: Hat 75 Erfolge erreicht -- Wahnsinn!Gold-Gamer: Hat den GamersGlobal-Rang 20 erreichtArtikel-Schreiber: Hat 15 redaktionelle Artikel geschriebenGG-Gründungsfan: Hat in 2009 einmalig 25 Euro gespendetDieser User hat am GamersGlobal Grillfest 2017 teilgenommenAlter Haudegen: Ist seit mindestens 3 Jahren bei GG.de registriertMeister-Tester: Hat 10 Spiele-/Technik-Tests veröffentlichtIdol der Massen: Hat mindestens 10.000 Kudos bekommen

22. November 2012 - 12:50 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
Wenn in Spielerkreisen der Name David Braben fällt, horchen die meisten auf, schließlich hat der Brite bereits im Jahre 1984 einen Meilenstein des Weltraumspiel-Genres abgeliefert: Wir sprechen natürlich von Elite. Im jüngerer Vergangenheit machte er sich mit seiner Firma Frontier Developments allerdings eher einen Namen mit Freizeitpark-Simulationen wie der Rollercoaster Tycoon-Reihe oder Thrillville, wofür ihn viele Spieler nicht weniger lieben und seit nunmehr acht Jahren auf einen weiteren Teil der beliebten Achterbahn-Serie warten. Nun bringt Frontier mit Coaster Crazy eine Art „Rollercoaster Tycoon extra light“ auf die iOS-Geräte.


In der Übersichtskarte könnt ihr die einzelnen Grundstücke mit euren Attraktionen darauf ansehen und neue Bauplätze kaufen. Unten rechts auf dem Holzpflock muss manuell das verdiente Geld abgeholt werden.


Wilde Fahrten in aller Welt

In Coaster Crazy baut ihr allerdings keine kompletten Freizeitparks mit Buden, Fressständen und ähnlichem auf, sondern lediglich deren Hauptattraktionen, die namensgebenden Achterbahnen. Im Laufe der Kampagne dürft ihr euch auf verschiedenen Kontinenten austoben und Achterbahnen unter dem Schatten berühmter Sehenswürdigkeiten errichten, beispielsweise im Startkontinent Australien am Great Barrier Reef oder vor dem Opernhaus von Sydney. Pro Kontinent steht euch eine begrenzte Anzahl von Grundstücken zur Verfügung, die ihr erst erwerben müsst. Das dafür nötigte Geld bekommt ihr durch den Betrieb von – natürlich Achterbahnen. Es tröpfelt allerdings nicht automatisch auf euer Konto, sondern muss – leicht umständlich – alle paar Minuten manuell eingesammelt werden, offensichtlich ein Tribut an die typische Spielmechanik heutiger Casual Games.

Auf dem leeren Grundstück könnt ihr schließlich einen Coaster bauen, wobei die eigentliche Errichtung in mehreren Schritten abläuft: Zunächst legt ihr den ungefähren Verlauf der Strecke vom Starthügel bis zur Endstation fest. Danach dürft ihr jedes Segment der Strecke mit verschiedenen Werkzeugen bearbeiten, wobei ihr die Höhe der Schienen über dem Boden und die Kurvenneigung festlegen könnt. Außerdem dürft ihr Spezialelemente wie Tunnels, Feuereffekte oder Aufzüge einbauen. Auch Inversionen, Loopings und andere Besonderheiten stehen zur Verfügung und steigern den Adrenalin-Faktor eurer Konstruktion.

Bevor ihr eure Achterbahn eröffnen dürft und sie Geld abwirft, müssen drei Vorgaben erfüllt sein, die je nach Grundstück variieren können und von einfachen Zielen wie „Baue eine geschlossene Schiene“ bis hin zu komplexeren Herausforderungen reichen können – etwa „Errichte eine Achterbahn mit mindestens drei Sekunden Airtime“. Vor der Eröffnung könnt ihr das Fahrgeschäft testweise fahren lassen und bekommt dabei die Fahrt in einer filmartigen Sequenz dargestellt. Ihr dürft natürlich auch in der ersten Reihe Platz nehmen und den Kick hautnah miterleben. Für Statistik-Fans werden Werte wie Beschleunigung und Fliehkräfte in Echtzeit in Diagrammen angezeigt.


Kopfüberfahrt vor dem Opernhaus von Sydney: In solchen Abschnitten ist Vorsicht geboten, da den Insassen leicht übel wird. Unten seht ihr in Echtzeit verschiedene statistische Werte über eure Achterbahn.


Fazit und Fakten

Unsere Befürchtung, dass das Bauen von Achterbahnen mit komplexem Schienenverlauf auf den kleinen tragbaren Geräten in eine ziemliche Fummelei ausarten würde, hat sich zum Glück als unbegründet herausgestellt. Per Ziehgeste könnt ihr ganz einfach Schienen verlegen, Neigungen und Hügel hinzufügen und Spezialelemente einbauen. Richtig lustig wird es meist, wenn ihr euren ersten Zug im Testbetrieb auf die Schienen schickt: In zu engen Kurven oder Segmenten mit zu hohen G-Kräften purzeln die Insassen physikalisch korrekt aus den Wagen oder übergeben sich, grüne „Rauchschwaden“ hinter sich her ziehend, wenn sie zu lange über Kopf fahren müssen. Die Herausforderungen werden mit zunehmender Spieldauer immer fordernder und können durchaus motivieren.

Was uns weniger gefallen hat, sind die Spielmechanismen, um das verdiente Geld einzusammeln (immer wieder an dieselbe Stelle klicken), sowie um ein neues Grundstück zu erwerben (mehrere Minuten warten und nichts tun). Auch die comicartigen Figuren und deren Gehabe während der Fahrt und danach sind nicht jedermanns Sache. Im Großen und Ganzen bekommt ihr bei Coaster Crazy zwar bei weitem kein neues Rollercoaster Tycoon, aber immerhin einen kurzweiligen Achterbahnspaß für zwischendurch, der kostenlos ist und bei dem das Verlegen der Schienen erstaunlich einfach von der Hand geht.
  • Preise am 22.11.2012: kostenlos (iOS)
  • Errichten der Schienen per Ziehgeste
  • Achterbahnbau vor berühmten Sehenswürdigkeiten
  • Grafik und Sound im Cartoonstil
  • ca. 205 MB (iOS 5.0 oder höher)

Video:

LittlePolak 13 Koop-Gamer - 1583 - 22. November 2012 - 13:50 #

Danke für den kleinen Test :)

McGressive 19 Megatalent - 14000 - 22. November 2012 - 14:26 #

Auch hier nochmal der Hinweis: Galaxy on Fire 2 gerade for free im App-Store.

Kommentar hinzufügen

Neuen Kommentar abgeben
(Antworten auf andere Comments bitte per "Antwort"-Knopf.)