BITKOM: Jeder 5. junge Erwachsene zahlt für Online-Spiele

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7. November 2012 - 11:54 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert

Eine repräsentative Umfrage des BITKOM-Verbandes (Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.) kommt zu dem Ergebnis, dass die Zahlungsbereitschaft für Online-Spiele (weiter) steigt: Demnach wird besonders in der Altersgruppe von 18 bis 29 Jahren für kostenpflichtige Spiele im Internet bezahlt; jeder fünfte junge Erwachsene greift laut den BITKOM-Angaben für diese Art von Titeln in die Tasche. In der Summe nutzen hierzulande sieben Prozent aller Internet-User – etwa 3,5 Millionen Menschen – kostenpflichtige Online-Games.

Auch zur Verteilung der Geschlechter gibt die Umfrage Auskunft: Während der Anteil der Frauen bei acht Prozent liegt, ist bei Männern die Bereitschaft, für Online-Titel zu bezahlen, mit 16 Prozent doppelt so hoch. Als Gründe für die Entwicklung dieses Trends werden „geringe Einstiegsbarrieren“ genannt sowie vor allem die Anziehung von Gelegenheitsspielern. Nach Aussage von Tobias Arns, Spiele-Experte beim BITKOM, befindet sich „die Gaming-Branche in einem tiefgreifenden Wandel“. Online-Titel verzeichnen immer mehr User; 61 Prozent der Spieler ziehen inzwischen Spiele-Angebote aus dem Internet heran.

Hinsichtlich der Zahlungsbereitschaft ergibt sich ein anderes Bild: Mit 47 Prozent zahlt jeder zweite Spieler für Titel, dem gegenüber stehen 41 Prozent der User, die ausschließlich auf kostenlose Angebote zurückgreifen. Den Angaben des Verbandes zufolge wird dabei für Spiele, die auf Datenträgern wie zum Beispiel DVDs erscheinen, am meisten Geld ausgegeben. Der Durchschnitt, den jeder Gamer im Monat dafür bereithält, beträgt etwa 18 Euro. Um die 2,20 Euro sind es hingegen bei Spiele-Apps für Smartphones und Tablets, wobei natürlich beachtet werden muss, dass diese Produkte in der Regel weitaus günstiger als zum Beispiel (Vollpreis-)Spiele für die PC-Plattform sind.

Bei den Abo-Gebühren für Online-Titel liegt der durchschnittliche Betrag bei 1,90 Euro – und immerhin 1,70 Euro geben User aus, um ihre Charaktere in diesen Spielen mit neuen Gegenständen (wie beispielsweise Kleidung) und neuen Fertigkeiten zu versehen.

Für die Daten zur Nutzung kostenpflichtiger Online-Spiele wurden 1.063 Internetnutzer ab 14 Jahren befragt. Die Angaben in Bezug auf die durchschnittlichen Ausgaben pro Monat und Spieler sowie das Spielen im Internet basieren auf den Antworten von 500 Spielern.

Treffen einige Umfrage-Ergebnisse ungefähr auch auf euch zu? Oder gebt ihr zum Beispiel inzwischen möglicherweise weniger Geld pro Monat aus als noch vor einigen Jahren? Könnt ihr die durchschnittliche Angabe von 1,70 Euro für Mikrotransaktionen auf euch übertragen oder lehnt ihr diese Spiel- und Zahlungsweise (nach wie vor) kategorisch ab?

monkeyboobs 12 Trollwächter - 1140 - 7. November 2012 - 12:26 #

Was ist an einer Befragung von 500 bzw. 1000 Personen repräsentativ? Die Unsicherheiten sind da doch viel zu groß.

In meinem Bekanntenkreis sind praktisch alle männlichen Personen Zocker, aber ich kenne nur drei, vier Leute, die tatsächlich für Onlinespiele (WoW) zahlen oder gezahlt haben, Mikrotransaktionen schonmal komplett ausgeschlossen. Offenbar gehören meine Homies zwischen Flensburg und Regensburg, Berlin und Köln zu den oben genannten vier Fünfteln oder wurden deshalb nicht befragt, weil sie nicht repräsentativ sind :P

Spaß beiseite. Glaub ich einfach nicht. Zugegeben hab ich zwecks Älterwerden aber auch kaum noch mit "jungen Erwachsenen" unter 18 zu tun, die anscheinend nichts lieber tun, als in G-Star-Hauteng-Metrosex-Sommerwollmützen-Ganzkörperlatexanzügen und Dreiwettertaft-Glätteisenfrisur rosa FarmVille-Wandtapeten und ähnlich nützliche Utensilien zu erwerben. Ich meine das nicht abwertend, sondern anerkennend und ehrfurchtsvoll. Ich war nicht so radikalisiert und habe lieber als 90er-Jahre Spießbürger-Pseudopunk mein Taschengeld im örtlichen Tengelmann beim Regaleauffüllen verdient. Heute ist natürlich alles besser.

Oh, ich schweife ab :D

Pomme 17 Shapeshifter - P - 6015 - 7. November 2012 - 13:57 #

Ohje, wie war das noch mit der Empirie? Ich meine mich zu erinnern, dass eine Umfrage ab 1000 (oder 2000?) Personen durchaus repräsentativ für ihre Grundgesamtheit sein kann, wenn sie sauber durchgeführt worden. Da reicht es aber nicht, auf die Straße zu gehen und 1000 Leute wahllos anzuquatschen.

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6610 - 8. November 2012 - 21:13 #

ja, weil hardcorezocker nicht so oft rausgehen "Schublade auf..."

BruderSamedi 16 Übertalent - P - 4742 - 7. November 2012 - 12:31 #

1,90€ als Abogebühr wäre für ein Browsergame noch bezahlbar, aber so günstige Spiele habe ich in letzter Zeit nicht mehr gefunden; die meisten wollen im Monat gleich 10-30€ haben und bieten noch genug Zusatzmöglichkeiten zum Geldausgeben. Für mich ist WoW da der Maßstab: für ein Browsergame doppelt so viel zu bezahlen wie für ein volles MMORPG sehe ich schlichtweg nicht ein. Btw. ich sehe das richtig, dass WoW & Co. hierbei nicht erfasst sind, oder?

Exodus 11 Forenversteher - 684 - 8. November 2012 - 0:35 #

Das verstehe ich allerdings auch nicht. Da müssten doch viele Spieler mit sehr geringen (oder gar keinen) Abo-Gebühren dabei sein (wobei kostenlose Spiele, dann auch wiederum keine Abo-Spiele wären). Weiß jemand, ob es eine Möglichkeit gibt, die ganze Studie einzusehen?

monkeypunch87 14 Komm-Experte - 2492 - 8. November 2012 - 10:15 #

Es wird ja nicht explizit von Browsergames gesprochen, sondern von Online-Spielen. Und da kommt der Wert von 1,90€ im Durchschnitt doch recht gut hin, da es bei Abokosten von 15€ (von mir angenommener Wert) bedeutet, dass auf einen Abonennten sieben bis acht Kostenlos-Spieler kommen. Dass kann ich mir bei Free2Play-Titeln wie HDRO sehr gut vorstellen.
Auch wird nicht gesondert nach einem Spiel gefragt. Das heißt, es gibt bei der Befragung den einen WOW-Spieler, der brav sein Abo zahlt, und dafür dann 7-8 Spieler, die Free2Play zocken, also andere Games als WOW.

BruderSamedi 16 Übertalent - P - 4742 - 8. November 2012 - 14:33 #

Genau das ist halt die Frage, der Satz lautet ja schlicht "Bei den Abo-Gebühren für Online-Titel liegt der durchschnittliche Betrag bei 1,90 Euro". Ganz direkt würde ich das so verstehen, dass Online-Spiele im Durchschnitt 1,90€ pro Monat verlangen, das also dieser Durchschnitt nur aus den Befragten gebildet wurde, die angaben, überhaupt so ein Abo zu haben. Auch der Anteil der Spieler, auf die das zutrifft, ist leider nicht angegeben.
Ich gehe davon aus, dass du Recht hast und ca. 12% ein Abo mit ca. 15€ monatlich haben, die Quelle beschreibt es auch eher in diese Richtung. Fazit: Aus den erhobenen Zahlen hätte man sicherlich mehr machen können.

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6610 - 8. November 2012 - 21:17 #

Und wenn schon, Durchschnittswerte sind halt kein Indiz dafür wie günstig / teuer ein Abo sein sollte. Qualität und Tiefe unterscheiden sich einfach viel zu sehr als das man es in einen Topf werfen sollte.

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