Infinity Ward über Co-op und Multiplayer

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Tim Gross 23836 EXP - Freier Redakteur,R9,S8,C9,A8
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23. Juni 2009 - 18:01 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert
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Die Jungs von Infinity Ward sind derzeit gut mit Modern Warfare 2 beschäftigt, das extrem hohe Erwartungen mit sich bringt. So soll es mit der größte und wichtigste Videospiel-Release aller Zeiten werden. Jetzt haben sich die Entwickler die Zeit genommen, etwas über den Multiplayer und kooperatives Spiel zu quatschen.

Das letzte Call of Duty, nämlich World at War, bot Spielern einen vier Spieler Co-op Modus und einen Survival Zombie Modus. Modern Warfare 2 will bekanntlich vieles besser machen als sein indirekter Vorgänger vom Entwickler Treyarch, ergo bietet es - Na? Gar keine Co-op Kampagne. Stattdessen wird es einen Special Ops Modus geben, in dem zwei Spieler in speziell designten Missionen antreten und zusammen spielen. Diese Missionen sollen so gestaltet werden, dass man sie immer und immer wieder spielen kann.

Robert Bowling, Community Manager bei Infinity Ward, erklärte, dass man auf eine kooperative Kampagne verzichtet, um die Story nicht zu zerstören.

Wir integrieren kein Co-op in unsere Story, weil wir ein sehr bestimmtes Spielgefühl erzeugen wollen. Das soll nicht dadurch ruiniert werden, weil wir unbedingt Co-Op einbauen müssen. Wir nehmen lieber die Momente, die wirklich gut für Co-op funktionieren und stecken sie in Special Ops.

In dem Special Ops Modus müsst ihr unter Zeitdruck eine bestimmte Aufgabe erfüllen. Der Wiederspielwert wird besonders dadurch erhöht, dass es eine Online-Rangliste gibt. Hier könnt ihr euch mit den besten Spielern vergleichen, oder auch messen. Warum wird der Special Ops Modus auf zwei Spieler limitiert? Bowling sagt dazu folgendes:

Zwei Spieler scheint die magische Zahl für Co-op zu sein. Hier überwiegt der Spielspaß und es ist sehr intensiv, ohne ein Debakel zu werden. Wir denken, dass zwei-Spieler-Co-op am meisten Spaß macht.

Was denkt ihr darüber? Je mehr Spieler, desto besser? Sollte auch eine richtige Kampagne mit seinen Freunden spielbar sein, etwa wie in Resident Evil 5? Schreibt eure Meinung in die Kommentare.

Modern Warfare 2 soll am 10.11.2009 für den PC, die Xbox 360 und die PlayStation 3 erscheinen.

bam 15 Kenner - 2757 - 23. Juni 2009 - 19:05 #

Genau die richtige Entscheidung meiner Meinung nach. So richtig kann man Story, Atmosphäre und all die kleinen Details nur genießen, wenn man allein spielt. Hier kommt dann auch eine cinematische Präsentation zum tragen, welche bei CoD 4 so wunderbar funktioniert hat.

Co-op zielt dann doch mehr auf das spielerische Vergnügen an sich ab: Möglichst schnell und möglichs gut spielen. Genau hierfür eignet sich eine Kampagne mit allzuviel "störender" Story und Leerlauf eben nicht.

Auch die Begrenzung auf 2 Spieler geht meiner Meinung nach in Ordnung. Würden mehr Spieler unterstützt werden, müsste man die Missionen so designen, dass man auch mit zusätzlichen KI-Kameraden (falls man nur zu zweit spielt) ähnlich effektiv spielen kann. Dass das kaum machbar ist, ist wohl kein Geheimnis.

Meiner Meinung nach sind die Entscheidungen wohl überlegt.

Tim Gross Freier Redakteur - 23836 - 23. Juni 2009 - 19:08 #

Ich finde, dass bam alles nötige gesagt hat :D

Alastor (unregistriert) 23. Juni 2009 - 19:28 #

Ich bin schon recht enttäuscht, muss ich sagen. Ein Koop-Modus wäre genial gewesen. Natürlich geht die Dramatik verloren, aber Herrgott nochmal, dann sollen sie den Koop als freischaltbares Extra nach einmaligem Kampagnenabschluss einbauen. So käme zumindest ein gewisser Wiederspielwert zustande.

Eine Kampagne sollte nicht von Vornherein so Koop-basiert sein wie in Resi 5, aber Drop-In/Drop-Out-Funktionalität erwarte ich mir heutzutage eigentlich schon.

Da stellt der angesprochene Special Ops-Modus für mich keinen Ersatz dar, zumindest nicht, wenn es ähnlich halbgar wie der "Koop-Modus" von Rainbow Six Vegas 1 abläuft...

Nicolas 04 Talent - 26 - 23. Juni 2009 - 20:08 #

Also ich finde die Idee mit diesem Special Ops Modus gut.
Werde mir das Game auf jeden fall holen.

Anti 11 Forenversteher - 751 - 24. Juni 2009 - 13:01 #

Ganz gut, aber es könnte auch aber eine eigene Kampagne für den Co-oP geben, aber überlassen wir das einfach den Moddern...

Hans 05 Spieler - 58 - 26. Juni 2009 - 0:49 #

Auch ich bin ein großer Fan von Co-Op Kampagnen diverser Shooter.
Für MICH sind es immer völlig verschiedene Erlebnisse:

Der Singleplayer(!)-Plot erzählt uns eine Geschichte - Wie aus einem guten Buch, nur besser. Spannung. Action. Spaß. Und man selbst: Mitten drin! Ein einzigartiges Spielerlebnis, man lässt sich von der Story fesseln ,betrachtet kleinste Details der Spielwelt, zittert, schwitzt, kämpft ums Überleben. Und dann das "erlösende Gefühl" wenn man immer und immer wieder den selben Level-Abschnitt auf "Veteran" (COD: Modern Warfare) probiert - und es nach 3 Stunden dann doch noch schafft.

Der "Co-Op" zu zweit, Schulter an Schulter mit einem guten Freund - ein noch intensiveres Spielerlebnis: Denn man "kämpft" nicht nur "Seite an Seite" sondern trägt, wenn auch nur spielerisch, gegenseitige Verantwortung. Man probiert kuriose Dinge aus, lacht, gibt sich Tipps und Ratschläge, "arbeitet" zusammen, schwitzt(²), "feiert" das gemeinsame Erfolgserlebnis nach jedem Level-Abschnitt.

Sobald jedoch mehrere Spieler am Start sind (z.B. Left4Dead, Rainbow Six: Vegas - Allgemein Spiele mit Co-Op-Kampagnen), eskaliert das Ganze häufig. Aus Spaß wird schnell bitterer Ernst, die großen Egomanen starten durch, Noobs (nicht abwertend!) und Teamplayer bleiben zurück, aus spielerischer Verantwortung und Teamgeist werden Vorwürfe, Anschuldigungen, sogar Beleidigungen. Das ist weder für mich noch für die Anderen ein Erlebnis - nach ca. einer Stunde geht der erste Mitspieler, dann der Zweite, usw. ...

Der reine Multi-Player-Part bei den Klassikern (CounterStrike, Battlefield, Unreal Tournament) und auch bei COD:Modern Warfare hingegen hat einiges zu bieten. Auch hier starten die großen Egomanen durch (meistens kristallisieren diese sich als Cheater), es gibt Spaß- und (somit) Spielverderber, doch die Teamplayer finden sich meistens schnell zusammen, erst zwei, dann drei dann in kleineren Gruppen. Auch der klassische Noob (abwertend!) ist vertreten, dies ist jedoch ein zunehmend selteneres Phänomen, denn (gottseidank) herrschen harte Regeln bei Deathmatch, Team Deathmatch, Capture the Flag & Co.
Im Vordergrund steht ganz klar der Wettbewerb, (oder besser) das Gewinnen :) ... doch dieser Ehrgeiz kostet einen meist viel Zeit - denn wer nicht in Übung bleibt, verliert (MEINE Erfahrung!). Spaß hat man allemal - wenn man gut verlieren kann (Wer kann das schon ;).

MEIN Fazit: Für mich ist und bleibt der Co-Op zu zweit das ultimative Spielerlebnis, in jeder Hinsicht. Das gemeinsame Spielerlebnis bleibt auch länger in Erinnerung als eine schnelle Deathmatch-Party vor dem schlafen gehen, genauso wie der Singleplayer nur mit vereinzelten Momenten und dem Finale beeindruckt oder enttäuscht hat, und den man wie ein Buch in Erinnerung behält, nur ein Buch liest man eben nicht zweimal*.(*Anmerkung: Ich habe Spiele durchaus mehrmals gespielt, allein um verschiedene Aspekte/Vorgehensweisen zu erleben, oder Entscheidungsbäume auszuschöpfen und die guten "alten" Erinnerungen auf zu frischen. Jedoch: Lineare Shooter, finde ich, langweilen meist beim zweiten Spielen - daher der Vergleich mit dem Buch.)

Ich bin gespannt wie Infinity Ward diese Herausforderung auf die im Artikel genannte Art und Weise meistern wird. Abwarten ist angesagt. Und natürlich Kritik & Feedback.

iStone (unregistriert) 26. Juni 2009 - 8:21 #

"Sobald jedoch mehrere Spieler am Start sind (z.B. Left4Dead, Rainbow Six: Vegas - Allgemein Spiele mit Co-Op-Kampagnen), eskaliert das Ganze häufig. Aus Spaß wird schnell bitterer Ernst, die großen Egomanen starten durch"

Das stimmt leider. Sobald die kritische Masse erreicht ist entstehen Splittergruppen. Ein paar arbeiten zusammen, wieder andere bilden ihre eigene Gruppe und einige ziehen ihr eigenes Ding durch und lassen dich ungedeckt alleine stehen. Das im Hinterkopf frage ich mich wirklich wie sowas wie MAG mit 256 Spielern zu koordinieren sein soll wenn, wie im Internet so oft übersteigertes online Ego auf übersteigertes online Ego trifft. Selbst bei zwei Spielern im Coop hatte ich schon oft eine Pappnase, die meinte meilenweit vor mir rennen zu müssen. Das hat mit Kooperation nichts mehr zu tun. Das hat RE5, wie ich finde, Clever gelöst!

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