MoH - Warfighter: Singleplayer-Modus angespielt

PC 360 PS3
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Christoph Vent 123725 EXP - Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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5. Oktober 2012 - 13:05 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert
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2010 brachte EA mit Medal of Honor ein Reboot zu der ehemals beliebten Shooterserie heraus. Das Ergebnis war alles andere als schlecht, doch es blieb auch weit hinter seinen Erwartungen zurück. In unserem Test schnitt der Singleplayer-Modus mit einer Wertung von 7.0 ab – neben den Moorhuhn-artigen Feuergefechten bemängelten wir hauptsächlich die viel zu kurze Kampagne. Mit dem neuesten Ableger Medal of Honor – Warfighter, der Ende des Monats erscheint, will Danger Close Games die Kritikpunkte am Vorgänger ausmerzen. Vor wenigen Tagen konnten wir zwei Levels der Kampagne ausführlich anspielen.
 
Unsere erste Mission spielt in einem Krisengebiet in Somalia. Wir starten im Meer und müssen den Strand erstürmen. Während wir und unsere KI-Kameraden von allen Seiten her unters Feuer genommen werden, hechten wir von Deckung zu Deckung. Von dem vorher angekündigten Realismus, den Warfighter bieten soll, merken wir indes nichts. Unser Soldat hält überraschend viel aus, was allerdings auch an dem vermutlich niedrig eingestellten Schwierigkeitsgrad liegen könnte. Haben wir trotzdem das Gefühl, das in Kürze unser letztes Lichtlein erlischt, gehen wir – Autoheal-Feature sei Dank – für wenige Sekunden in Deckung. Die Gegner, die sich uns in den Weg stellen, sind schnell erledigt, sodass die Eroberung des kleinen Strandabschnitts nicht lange auf sich warten lässt.
 
Kopfschüsse in Zeitlupe
 
Wir sprinten in ein Gebäude und erledigen mit einem Angriff aus dem Hinterhalt einen letzten Sniperschützen. Jetzt lernen wir ein neues Element von Medal of Warfighter kennen: An einer verschlossenen Tür müssen wir kurz auf unsere Kollegen warten. Als die Verstärkung aufschließt, müssen wir uns entscheiden, auf welche Art und Weise wir die Tür aufbrechen. Anfangs steht uns nur das einfach Auftreten zur Verfügung. Erledigen wir in der nachfolgenden Zeitlupensequenz eine bestimmte Anzahl an Gegnern, dürfen wir die nächste verriegelte Tür mit einem Beil aufbrechen. Im späteren Verlauf werden wir weitere Varianten wie etwa eine Blendgranate, die unseren Gegnern nach dem Aufbrechen die Sicht raubt und uns dadurch einen Vorteil gewährt, freischalten. Neu im Shootergenre ist das Spielelement der Zeitlupen-Stürmungen sicher nicht – wir erinnern uns da etwa an Modern Warfare 2 – doch die Unlocks erweitern die Mechanik auf schöne Weise. Zudem sind die Slow-Motion-Sequenzen immer wieder aufs Neue packend und spannend.
 
Wenige Meter weiter infiltrieren wir ein eingestürztes Gebäude. Da uns Staub und Dunkelheit die letzte Sicht nehmen, setzen wir kurzerhand einen kleinen fahrenden Roboter ein, der mit Maschinengewehr, Granatwerfer und einer praktischen Taschenlampe ausgestattet ist. So kämpfen wir uns fast lautlos durch die Ruine – kreuzen Terroristen unseren Weg, machen wir mit ihnen kurzen Prozess. Doch wenig später müssen wir wieder an die Oberfläche. Auf offener Straße hat unser Bot gegen die in den Häusern verschanzten Gegnermassen nur wenige Chancen. Zwar erledigen wir noch einige von ihnen, doch früher oder später – so will es das Skript – geht unser kleiner Helfer zu Bruch und wir wechseln zurück in die Egoperspektive unseres Soldaten. In den nächsten Minuten entwickelt sich ein spannender Häuserkampf, der von der Frostbite-2-Engine angefeuert in bestem Licht erscheint. Überall bröckelt der Putz von den Wänden, Reklameschilder gehen zu Bruch und als sicher gewähnte Deckungen zersplittern in ihre Einzelteile. Ganze Häuser dürfen wir aber nicht zum Einsturz bringen. Solche spektakulären Szenen bekommen wir nur zu sehen, wenn es das Spiel gerade möchte.

Packende Häuserkämpfe sind in Warfighter an der Tagesordnung.

Sniper gegen Raketenwerfer gegen Helikopter
 
Im letzten Abschnitt der Mission begeben wir uns auf eine erhöhte Position. Bevor nämlich die dringend benötigte Verstärkung in Form von Kampfhelikoptern anrücken kann, müssen wir die Raketenwerfer-Schützen auf den Dächern um uns herum loswerden. Also legen wir uns mit einem Scharfschützengewehr auf die Lauer und machen uns ans Werk. Je weiter unsere Gegner entfernt sind, desto mehr müssen wir die Flugkurve des Projektils beachten. Nach wenigen Versuchen haben wir den Dreh aber raus. Richtig spannend wird es, als die Helis anrücken und aus dem Nichts neue RPG-Schützen anrücken. Jetzt heißt es Ruhe bewahren, denn jeder Schuss gegen die wild umherlaufenden Terroristen sollte sitzen.
 
Need for Speed - Warfighter
 
Wir springen direkt in die zweite Mission. Schießen werden wir hier allerdings nicht – stattdessen erleben wir in dem passenderweise „Hot Pursuit“ genannten Level eine rasante Verfolgungsjagd. Unsere Zielperson darf uns selbstverständlich nicht zu weit entkommen, sonst heißt es Game Over und zurück zum letzten Checkpoint. Also jagen wir mit einem Affenzahn durch ein Hafenviertel, über belebte Straßen und Märkte und nur wenige Meter breite Hinterhöfe. Auch hier lässt die Frostbite-2-Engine wieder ihre Muskeln spielen – nicht nur grafisch, sondern auch spielerisch. Die Fahrphysik ist exzellent und extrem präzise. Die Fahrzeuge in Battlefield 3 steuern sich dagegen fast wie auf Eis.
 
Wie lange die Verfolgungsjagd andauert, hängt von unserem fahrerischen Können ab, so versichert uns einer der anwesenden Entwickler. Zwar sei es nicht möglich, die Zielperson in den ersten Kurven einzuholen, doch ob es nun drei oder fünf Minuten bis zum entscheidenden Abdrängen benötige, sei nicht geskriptet. Nach zirka fünf wilden Minuten packen wir es endlich, unseren Kontrahenten einzuholen und ihn in einer Seitengasse von der Seite gegen eine Häuserwand zu rammen.

Auch in den Fahrsequenzen zeigt die Frostbite-2-Engine ihre ganze Stärke.

Ausblick: Abwechslung ist Programm
 
Von den einzelnen Spielelementen mag Medal of Honor – Warfighter nicht vieles anders als die Konkurrenz machen. So haben wir es auch hier mit bewährten Zeitlupensequenzen, Snipermissionen und leider auch immer wieder mal mit Moorhuhnabschnitten zu tun. Auch die KI kommt uns nicht viel schlauer als bei den Mitbewerbern vor. Ganz stark ist der Shooter aber bei der gebotenen Abwechslung. In der uns vorliegenden Mission wechselte das Gameplay im Dreiminutentakt, Langeweile kam da nie auf. Auch die zweite Mission war mal etwas ganz anderes und hätten wir in diesem Umfang und dieser Qualität nicht in einem Egoshooter erwartet.

Technisch konnte uns Warfighter ebenfalls überzeugen. Die angespielte PC-Version punktete mit knackscharfen Texturen und haufenweise Effekten. Jetzt bleibt abzuwarten, ob Danger Close Games die Qualität der uns präsentierten Missionen in der Vollversion halten kann. Auch die Story konnten wir noch nicht beurteilen. Wobei wir hier anhand der gesehenen Cutscenes nichts Großes, sondern eher bewährtes Shooterpathos erwarten. Bei einer ganz wichtigen Frage wurde uns allerdings schon Entwarnung gegeben, denn die Singleplayer-Kampagne soll diesmal deutlich länger dauern.
Michl Popichl 24 Trolljäger - 50611 - 5. Oktober 2012 - 13:10 #

na ich bin ja mal auf den test gespannt.

KoP I NeMeSiS 10 Kommunikator - 498 - 5. Oktober 2012 - 13:57 #

Hört sich gut an, werde auch auf den Test warten und heute Abend erstmal in die Beta reinschnuppern.

Makariel 19 Megatalent - P - 13438 - 5. Oktober 2012 - 14:17 #

WARFACE! Oh, Verzeihung, falsches Spiel...

q 17 Shapeshifter - 6711 - 5. Oktober 2012 - 14:27 #

Call of Honor: Facefighter?

Farang 14 Komm-Experte - 2356 - 5. Oktober 2012 - 14:36 #

Die angesprochene zeilupenstürmung in somalia wo man die tür öffnet soll die reflexartigkeit von elite soldaten simulieren. wenn die in eine hütte stürmen sind es bruchteil von sekunden ob sie erkennen wo feind ist und ob feind waffe in der hand hat....

hört sich bis jetzt ganz gut an und ich bin schon richtig wild auf warfighter ;)

die konsolen versionen konntet ihr nicht sehen ?

Maximilian John Community-Event-Team - 9880 - 5. Oktober 2012 - 17:31 #

Ich bin gespannt drauf. Irgendwie spricht mich das Spiel extrem an, und ich weiß nicht mal wieso.

Eric Psczolla 17 Shapeshifter - - 7093 - 5. Oktober 2012 - 20:45 #

Vorletzte Zeile, erstes Wort. Shooterpatros? Oder doch eher Shooterpathos? Es sei denn es ist der bewährte Shooterkäse gemeint...

Christoph Vent Redakteur - P - 123725 - 6. Oktober 2012 - 7:23 #

Ich gebe es zu, der Text ist zur Mittagszeit entstanden -- ich hatte Hunger. ;-) Danke für den Hinweis.

McGressive 19 Megatalent - 13786 - 6. Oktober 2012 - 10:25 #

Gnihihi ^^

Michl Popichl 24 Trolljäger - 50611 - 7. Oktober 2012 - 13:32 #

ach wie ich sie liebe diese art von kommentaren, zaubern mir immer ein lächeln ins gesicht.

mjuehhhfkekw (unregistriert) 6. Oktober 2012 - 22:53 #

Immer wieder überraschend, dass es immer noch Menschen gibt, die von diesem und all dem gleichartigen Krempel noch nicht die Nase voll haben. Mir haben seinerzeit schon fünf Minuten der Demo von Modern Warfare 1 gereicht, um alle auch nur annähernd ähnlichen Spiele auf meiner persönlichen Müllskala vollautomatisch punktgleich auf den absoluten Spitzenplatz zu setzen.

Hoffentlich hat das irgendwann mal ein Ende, langsam nervt es wirklich.

Nur sicherheitshalber: Dies ist eine persönliche Meinung, selbstverständlich darf jeder eine andere haben. Ist ja ein freies Land, in dem auch... Na ja, lassen wir das lieber.

Aiex 16 Übertalent - 4334 - 8. Oktober 2012 - 10:22 #

Es müsste ein ganzes Spiel mit solchen Verfolgungsjagden geben. Das klingt nämlich interessant im Gegensatz zum Rest.

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