Pioneers: Neue Entwicklerversion des Pixel-Anno

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DerMitdemTee 1158 EXP - 12 Trollwächter,R4,S1,J5
Alter Haudegen: Ist seit mindestens 3 Jahren bei GG.de registriertLoyalist: Ist seit mindestens einem Jahr bei GG.de dabeiBronze-Jäger: Hat Stufe 5 der Jäger-Klasse erreichtKommentierer: Hat 100 EXP mit Comments verdientVorbild: Hat mindestens 100 Kudos erhaltenSammler: Hat mindestens 50 Spiele in seiner Sammlung

29. September 2012 - 10:22 — vor 2 Jahren zuletzt aktualisiert

Über das Adventure Pioneers, in vier vollen Farben und mit Minecraft-Anleihen, ist bisher nur wenig bekannt. Eine mehr als reduzierte aber sympathische Optik, gemütliches, rundenbasiertes Gameplay und eine unverkennbare Anlehnung an allzu bekannte Genregrößen, mit dem Charme lang verblichener Handheld und Konsolentitel.

Entwickelt wird das Spiel mit eigener Engine von Eigen Lenk, einem jungen estländischen Spieleentwickler und Programmierer, der seit einem halben Jahr regelmäßige und vor allem spielbare Updates seines klassisch angehauchten Titels veröffentlicht. Geplant ist, das Spiel auf Macintosh und Windows so zeitgleich wie möglich auszuarbeiten. Eine "Build 3", die neueste spielbare Entwicklerversion, existiert seit dem 23. September für beide Plattformen. Ob auch weitere Betriebssysteme unterstützt werden sollen, ist neben ein paar flüchtigen Andeutungen noch nicht bestätigt.

Die aktuellste Version kann kostenlos heruntergeladen werden, die die vorhandene Einführung in das Spiel grundlegend verändert und um wenige, aber wichtige Bestandteile ergänzt. Unter anderem um ein einfaches Wettersystem und weitere Hilfestellungen für Neulinge.

Ein gelungener und spieltypischer Soundtrack unterlegt das bisher kurze Abenteuer, der nicht nur die Atmosphäre des Spiels und die Charakteristik des Jahres 1500 einfängt, sondern auch Erinnerungen an verwandte Konsolenklassiker wecken kann.

Allein die Funktionen und die weiteren geplanten Features trennen das Retroabenteuer vom vorletzten Jahrzehnt der Spielegeschichte. Wer aber Vollständigkeit und Umfang erwartet, muss sich noch gedulden, denn nach wie vor entwächst das Spiel einer frühen Alphaphase und bietet lediglich einen Einblick in neue Ideen und Ausblick auf weitere Updates. Einen vielversprechenden ersten Eindruck macht das Spiel für Zwischendurch trotz allem.

Kurzüberblick zur aktuellen Version

Als von fernab angereister Abenteurer werdet ihr per Schiff in einem sorgfältig gestalteten Inselstädtchen abgesetzt, das fortan als eure Heimat und als Rückzugsort dient. Durch ein still fortlaufendes Tutorial an die Umgebung und Funktionen der verschiedenen Gebäude gewöhnt, steht nach den ersten Spielzügen einer Reise mit dem ersten eigenen Schiff nichts im Wege. Vier weitere Partymitglieder können nachträglich in der Taverne der Stadt angeheuert werden. In den nächsten Versionen soll jeder der insgesamt fünf Protagonisten aufwertbare Statistiken und ein Levelsystem erhalten.

Mit an Bord nehmt ihr alles, was ihr durch euer Startkapital im örtlichen Warenhaus an euch nehmen konntet. Vorräte, um auf Deck oder an Land nicht zu verhungern, Werkzeuge, um Materialien sammeln zu können, und natürlich Waffen, um mehr als einen einzigen Kampf gegen die stets zufallsgenerierte Tierwelt zu überleben. Ein Zelt als Rastplatz sollte ebenfalls nicht fehlen.

Materialien werden nicht nur für das Erstellen neuer oder besserer Gegenstände nötig sein, sondern auch für Quests und Nebenaufgaben, die euch automatisch oder durch in Not geratene Dorfbewohner aufgetragen werden. Alle Beschreibungen finden sich in einem zentralen Logbuch wieder, das sich über drei Reiter in allgemeinen Informationen, konkreten Aufgabenzielen und benötigten Materialien aufteilt.
Im jetzigen Entwicklungszustand bestehen die Quests leider nur aus simplen aber sympathisch umschriebenen Sammelmissionen, die euch zu immer neuen Schiffsreisen zwingen. Denn ein reiner Landausflug ist mit dem eigenen Spielcharakter bisher nicht möglich, aber auch nicht nötig, denn das Spielprinzip legt sich selbstbewusst auf die Inselentdeckung -- und Ausbeutung -- fest, und funktioniert.

Auf den Schiffsreisen durch die etlichen Inselarchipel soll der frisch gebackene Pionier in Zukunft auch auf diverse Eingeborenenstämme (in Englisch: "Tribes") treffen. Ob die Bewohner der neuen Welt aber ein Ahnenopfer auf Kosten eures Kopfes veranstalten wollen oder eure Ankunft als Segen feiern, hängt von einer wichtigen, aber noch unfertigen Mechanik des Spiels ab: Der Kommunikation. Alle eure Begegnungen beherrschen nur die Sprache der Hieroglyphen. Denn ihr selbst könnt nur die Bewohner eurer Heimatstadt verstehen.

Um auszumachen, ob ein Stammesführer einen Mord oder ein herzliches Willkommen befiehlt, oder ein Bär eingeschüchtert oder aggressiv reagiert, wächst aus der Erfahrung, die ihr auf euren Reisen sammelt. Jedes Zusammentreffen enthüllt Zeichen, die einer bestimmten Stimmung einen bestimmten Ausdruck verleihen. Prägt man sich die Bedeutung dieser Zeichen ein, kann eine erneute Begegnung gefahrloser verlaufen. Bisher funktioniert das nur in der Theorie. Wie solche Vorsätze verwirklicht werden, bleibt offen.

Jeder, der sich für das Spielprinzip interessiert und von der Grafik nicht abgeschreckt wird, sollte am besten selbst einen Blick auf das im Wachstum befindliche Kleinod werfen. Im folgenden Gameplayvideo könnt ihr euch schon jetzt von allen bisherigen Funktionen des Spiels einen ersten Eindruck verschaffen.

Video:

Alemei 13 Koop-Gamer - 1641 EXP - 29. September 2012 - 11:00 #

Schaut interessant aus.
Mal gleich ausprobieren.

Fafhrd (unregistriert) 29. September 2012 - 11:06 #

Sieht echt cool aus. Danke für die Info. Solche Spiele gehen ansonsten oft an einem vorbei.

guapo 17 Shapeshifter - Abo - 7185 EXP - 29. September 2012 - 11:27 #

Erinnert mich an die Hi-Res-Titel auf dem CPC

Nordwin 14 Komm-Experte - 1959 EXP - 29. September 2012 - 11:28 #

"...und von der Grafik nicht abgeschreckt wird"

Wenn ich diese Grafik sehe, muss ich gleich an einen gemütlichesn Abend mit einem Kumpel am Rechner denken. Die guten alten Zeiten! Irgendwie macht es mehr Spaß eine reduzierte, verpixelte Grafik zu haben, weil da einfach viel mehr an Vorstellungen und Fantasie im Kopf abgeht.

Fafhrd (unregistriert) 29. September 2012 - 11:44 #

Sehe ich auch so. Solange die Steuerung funktioniert, das Interface gut ist - sehr wichtiger Punkt - und die Darstellung übersichtlich bleibt, stört so eine Grafik, auch jenseits aller nostalgischen Anwandlungen, meinen Spielspass in keinster Weise. Durch das unweigerliche Kopfkino fühlt es sich oft sogar besser an und ist motivierender als eine Darstellung bei der "alle Zweifel ausgeräumt wurden" - sei das jetzt in 2D oder 3D. Das trifft auf einen Großteil der Spiele zu, die ich länger als nur ein paar wenige Stunden gespielt habe - und dann gleich viel, viel länger.

DerMitdemTee 12 Trollwächter - 1158 EXP - 29. September 2012 - 16:14 #

Ich hatte das Gefühl es trotzdem zu erwähnen, wahrscheinlich weil ich in letzter Zeit oft hören oder lesen musste, dass manche altbewährte Spiele wegen ihrer in die Jahre gekommenen Grafik unspielbar geworden sind. Hatte wohl bedenken irgendwen mit Pixelperfekter Grafik zu belästigen ;)

Ansonsten weckt Pioneers aber, wie bei dir auch, eine gehörige Portion Feierabendnostalgie. Das Ganze ist einfach sympathisch, weil es so stimmig ist. Mal sehen was zum Schluss daraus wird.

Nordwin 14 Komm-Experte - 1959 EXP - 29. September 2012 - 16:38 #

Das kann ich gut verstehen, schließlich sind Geschmäcker verschieden und es treffen hier verschiedene Generationen aufeinander.
Ich beneide aber niemanden dem die Grafik nicht realistisch genug sein kann und dem Pixelgrafik gleich nen Würgereiz hervorruft ;)

Solange ein Spiel wie du sagst symphatisch und stimmig ist, ist bei mir jedenfalls alles bestens.

Epic Fail X 13 Koop-Gamer - Abo - 1569 EXP - 29. September 2012 - 20:18 #

Für vier Farben sieht es erstaunlich gut aus. Ich bekomme heute noch Alpträume von CGA-Grafiken. Cyan und Magenta... brrrr...

Pitzilla 17 Shapeshifter - Abo - 8722 EXP - 29. September 2012 - 20:41 #

Also zumindest im Teaserbild sind es fünf Farben (hab das Video nicht gesehen). Jaja, Weiß ist keine Farbe, aber die zählt ihr doch mit, oder? Es sind zwei Blautöne (Wasser und Logo). Ist egal, schon klar, nur weil hier überall die vier Farben hervorgehoben werden.

DerMitdemTee 12 Trollwächter - 1158 EXP - 29. September 2012 - 21:03 #

Also ich hab noch einmal nachgeschaut (habe mich selber blind an die Angabe des Entwicklers gehalten), aber im Spiel sind es tatsächlich nur vier Farben. Schwarz, Weiß, Blau (eines) und Grün (eines), die sich je nach Jahreszeit im selben Schema verändern.

Das Logo ist eine seperate Grafik die hier in der News nicht zur Palette des eigentlichen Spiels gehört (eben nur zum Teaserbild). Das lag dann wohl am abspeichern des Bilds auf meinem Rechner. Sorry dafür.

Pitzilla 17 Shapeshifter - Abo - 8722 EXP - 30. September 2012 - 18:32 #

Okay, danke für den Hinweis, obwohl es ja wirklich keine Rolle spielt, ob vier oder fünf Farben.

Baran 11 Forenversteher - 776 EXP - 29. September 2012 - 21:16 #

O.K., überraschend und interessant. Danke für den Hinweis.

Aiex 15 Kenner - 3843 EXP - 1. Oktober 2012 - 12:50 #

Erinnert mich von der Grafik her an Pirates auf dem C64

Eigen Lenk (unregistriert) 1. Oktober 2012 - 13:41 #

Hi, I'm the creator of this little game. Thank you for the comments and huge thanks for the article! I'm really glad you enjoy the graphics. I also enjoy making them :)

Since that article was posted the game's got a website: eigen.pri.ee/pioneers - If you guys prefer, you can download the game from there directly. I've fixed a couple of issues after it was uploaded to IndieDB.

Take care!

DerMitdemTee 12 Trollwächter - 1158 EXP - 1. Oktober 2012 - 16:36 #

Thanks for the Info Eigen!
I'll add the link right away.

Didn't expect the article to be found so soon. Good thing you stumbled upon it.

Good luck with making your game!

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