Videospiel-Erfinder auf der GC Online

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22. Juni 2009 - 10:02 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert

Die Games Convention Online, die vom 31. Juli bis 02. August in Leipzig stattfindet, wird unter Anderem mit einer Ausstellung zur Geschichte der Computerspiele aufwarten. Die "Von Pong zu Ping" titulierte Sonderschau, die zusammen mit dem Computerspiele Museum Berlin organisiert wurde, wird dabei von zwei besonderen Gästen eröffnet: Ralph H. Baer, Erfinder der ersten Heim-Videospielkonsole und Richard Bartle, Erfinder des ersten Mehrspieler-Spiels.

Auch wenn vielen Spielern dieser Tage wohl keiner dieser Namen etwas sagen dürfte, so sind doch beide eng mit den Innovationen und Entwicklungen auf dem Computerspiele-Sektor verknüpft:

Ralph Baer (87), entwarf 1966 den Vorläufer der heutigen Konsolen - ein Videospiel-System, das an den heimischen Fernsehapparat angeschlossen wird. Die von ihm konstruierte "Brown Box", die er 1968 fertigstellte, war ein einfacher, mit Reglerknöpfen ausgestatteter Holzkasten, das drei Figuren auf dem TV-Gerät steuerte, zwei "Schläger", dargestellt als Rechtecke, bewegten sich an den Seiten auf und ab, dazwischen wurde ein Quadrat gelenkt - der Tennisball. Die "Brown Box" arbeitet dabei noch nicht mit Computerchiptechnologie, sondern mit Transistoren und Schaltern und war lediglich für die Anzeige der Grafikelemente verantwortlich - die Steuerung erfolgte über Drehregler, die am Fernsehgerät befestigt wurden. Neben der Tennisvariante gab es auch andere Spiele, die oftmals aber weitere Hilfsmittel, wie Ereigniskarten benötigten.

Sein Patent wurde von der US-amerikanischen Firma Magnavox erstmals zur Marktreife gebracht, als man 1972 die Heimvideospielkonsole "Odyssey" auf den Markt brachte. Das Gerät fuhr einen respektablen Erfolg ein: Über 100.000 Stück wurden verkauft, ein Nachfolgemodell wurde schon bald darauf vorgestellt. Baer selbst kreierte später noch das bekannte Geschicklichkeitsspielzeug "Senso".

Richard Bartle degegen erschuf 1978 gewissermaßen den Vorläufer moderner MMOs wie World of Warcraft: Den Multi-User Dungeon, kurz MUD. Zusammen mit seinem Mitstudenten Roy Thrubshaw programmierte er ein Spiel, das mehrere Spieler - über den Universitätsgroßrechner verbunden - gemeinsam spielen konnten. MUD kam dabei komplett ohne Grafik aus, sämtliche Ereignisse und auch die von "Herr der Ringe" inspirierte Spielwelt wurden als Text ausgegeben.

Die Ausstellung auf der Games Convention Online wird sich, getreu der neuen Ausrichtung der Messe, vornehmlich auf die Entwicklung der Onlinespiele im Laufe der Zeit konzentrieren. Ausgangspunkt wird die "Brown Box" darstellen, die Besucher werden sich außerdem die Spiele der Universitätsrechner der 70er Jahre und die Meilensteine der folgenden Jahrzehnte anschauen können:

Wir zeigen zudem die privaten Anfänge im Hobbykeller ab 1983, den Siegeszug in die Jugendzimmer dank des World Wide Web ab 1993 und den Start der Breitband-Ära im Jahr 2000, so Andreas Lange, Leiter des Computerspiele Museums in Berlin.

Zuletzt wird auch auf das aktuelle Kapitel der Onlinespile eingegangen, neben den bekannten Client-basierten Onlinespielen auch auf rein im Browser spielbaren Titeln.

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