Wochenend-Lesetipps KW37: Spielejournalismus, Erotik

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14. September 2012 - 16:00
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Das Wochenende steht vor der Tür und bittet schon sehnsüchtig um Einlass. Um ihm einen besonders herzlichen Empfang zu machen, haben wir wie in jeder Woche auch diesmal wieder das Internet nach lesenswerten Artikeln durchforstet, um für euch die unserer Meinung nach spannendsten herauszufltern. Unter die heutigen Wochenend-Lesetipps fallen unter anderem Themen wie die Austauschbarkeit von Publikationen im Spielejournalismus sowie Blizzards Probleme bei der Entwicklung des1998er Starcraft. Außerdem geht es um den Cel-Shading-Stil von und Erotik in Computerspielen. Auch heute wünschen wir euch wieder viel Spaß beim Lesen und ein schönes Wochenende!

"Target Audiences And Video Game Journalism"
gelurzt.at am 2. September, Christoph Lurz

Dass der Spielejournalismus im Printbereich nur auf der Stelle trete, während sich die Leserschaft weiterentwickelt habe (wie Christian Schmidt schrieb), sei richtig, meint Blogger Christoph Lurz. Die sinkenden Verkaufszahlen von Spieleheften (wir berichteten) seien aber in gleicher Weise dem Internet geschuldet, wo es etliche generische Newsportale mit den immer gleichen Re- und Previews gibt, sodass sich die Printmagazine mit originellen Formaten behaupten müssten. Gerade auch angesichts der wachsenden Zielgruppe von Spieletests: "In [einem gewissen] Alter hat man den jahrelang vorgekauten Einheitsbrei satt und möchte keine Spieleabhandlungen anhand von Fakten und belanglosen Zahlenkolonnen mehr lesen. Man erwartet Texte, die sich mit Videospielen beschäftigen und nicht zu 75% aus 0815 Textbausteine bestehen. Die Standardisierung von Inhalten in Printmagazinen geht mittlerweile sogar soweit, dass vielen Publikationen der eigenen Identität beraubt wurden und Texte innerhalb von Magazinen beliebig austauschbar sind."

""Vorsicht, nackte Haut!": Das gestörte Verhältnis zu Erotik in Spielen"
derstandard.at am 8. September, Zsolt Wilhelm

Zsolt Wilhelm sieht im Verbot des Erotikspiels Seduce me auf Steam Greenlight zum einen ein Indiz dafür, "dass erotische, geschweige denn pornographische Inhalte 2012 nach wie vor ein Tabu in der Videospielwelt" sind und zum anderen für eine verquere Moralvorstellung in weiten Teilen der Branche. Dabei sei es doch locker möglich, erwachsenen Spielern neben den üblichen Shootern auch anspruchsvolle Spiele mit teils erotischen Inhalten anzubieten.

"StarCraft Was Once a Busted Pile of Crap"
kotaku.com am 11. September, Patrick Wyatt, Englisch

Starcraft hätte ursprünglich bereits im Jahr 1996 erscheinen sollen. Bis zur eigentlichen Veröffentlichung im Jahr 1998 dauerte es dann aber doch noch ein wenig. Patrick Wyatt, ein ehemaliger Angestellter des Studios, erklärt in seinem Artikel, welche Probleme es bei der Entwicklung des Strategiespiels gab. So verlor das Studio einige Angestellte an Condor (Blizzard North), die gerade an Diablo gearbeitet haben und Hilfe brauchten. Starcraft sollte auch eigentlich nur ein kleiner Titel werden, mit dem Blizzard am Markt Präsenz zeigen wollte. "Nachdem alle anderen Starcraft kritisch beäugt haben, war uns klar, dass dieses Projekt deutlich ambitionierter werden musste als die ersten beiden Warcraft-Spiele, mit denen wir bereits bahnbrechende Leistungen im Echtzeitstrategie-Genre errungen haben."

"Cel Shading: Hass und Liebe"
krawall.de am 12. September, Lea Krämer

Ein Artikel über Cel Shading, in dem es um gelungene und weniger gelungene Spiele geht, die wie etwa Ubisofts Shooter XIII auf den comic-artigen Grafikstil setzen. Ein unterstellter Beweggrund für die Verwendung von Cel Shading ist laut der Autorin der künstlerische Aspekt. Aber: "Nur weil Cel Shading drin ist, heißt das noch lange nicht, dass ein Spiel kommerziell erfolgreich wird. Im Gegenteil. Kein Publisher kann sich alleine auf ein Feature verlassen. Und auch der Gebrauch von einem innovativen, neuen, reduzierten Art Style wie Cel Shading macht noch lange kein Spiel zum Kunstwerk."

Im Video: Roller Coaster Tycoon im richtigen Leben.

Wenn ihr selbst interessante Links oder unterhaltsame Videos zum Thema Computerspiele entdeckt, freut sich der Autor über eine PN oder einen entsprechenden Kommentar. Er wird sie lesen und bei Gefallen bei den nächsten Lesetipps verwenden. Dieses Mal bedanken wir uns bei den GG-Usern pel.Z und Zaunpfahl!

Video:

holadriho (unregistriert) 14. September 2012 - 16:29 #

Man könnte bei der Satzauswahl meinen, Christoph Lurz habe eine differenzierte Sicht auf das Thema. Im Prinzip verfällt er aber nach zwei, drei intelligenten Sätzen wieder in alte Denkschemata. Die unabhängigen Blogger sind die besseren, kreativeren, schöngeistigeren, unabhängigeren, gereifteren Schreiber. Der Fachjournalismus im Gegenzug wird vom pöhsen Kommerz bedroht, immer vor der Gewissensfrage Werbeanzeige des Publishers oder "die Wahrheit".

Für Herrn Lurz habe ich ein Frage: Wie erklärt er sich, dass Magazine für den "reiferen" Spieler (Gee, Edge) oder auch für Spezialgruppen wie Frauen (irgendso ein längst vergessenes Computec-Format) mal sowas von überhaupt nicht vorkommen in der Printstatistik bzw. wegen Erfolgslosigkeit wieder eingestellt wurden? Die einzig nennenswerte, kauffreudige neue Printzielgruppe waren die MMO-Spieler.

Larnak 21 Motivator - P - 26028 - 14. September 2012 - 16:54 #

Was für ein tolles Video :D

Herr Arsch (unregistriert) 14. September 2012 - 18:47 #

@ Spielejournalismus

Ganz ehrlich. Ich glaube nicht, daß ich jemals wieder auf Printmedien im Bereich Gaming umsteiegen werde. Wenn man mal im Krankenhaus liegt, in der Bahn sitzt, dann kann es mal vorkommen, daß ich mal zugreife. Auf Dauer und mit Regelmäßigkeit werde ich das sicher nicht mehr tun. Da ist es zumindest für mich persönlich vollkommen egal, was da für änderungen am Format durchgeführt werden. Was für Großtaten sollen den da vollbracht werden, daß es sich lohnen sollte?
Geheime Interviews mit irgendwelchen Whistleblowern aus der Branche? :D
Denn die Scheiße, also das ganze Strunz dumme PR Gelaber, die da von den Entwicklern abgesondert wird. Erregt bei mir kein sonderliches Interesse. Dafür haben zu viele Entwickler, viel zu viel Mist erzählt. Zum Lachen ganz nett aber keine "Informationen", für die ich bereit bin groß zu zahlen.
Wenn man seine Schreibe gerne gefeirt haben möchte sollte man scih unter Umständen in Bereiche begeben die von einer gewissen Relevanz für irgendetwas sind oder man fängt an Bücher zu schreiben.

Die Zeiten der großen Auflagen für Gamingzeitschrifften sind nun mal vorbei. Ist ja auch nicht sonderlich verwunderlich. Man berichtet über eine Medium, daß mittlerweile zum Großteil Online stattfindet, sowohl von Seiten der Entwickler als auch der Community, und erwartet dann, daß man mit einem anderen Medium, daß dem über das man eigentlich berichtet in Aktualität vollkommen hinterherhinkt.

Herr Hirn (unregistriert) 14. September 2012 - 19:05 #

Da hat der Arsch nicht ganz unrecht :)

Herr Arsch (unregistriert) 14. September 2012 - 19:31 #

Man möge zum letzten Satz meines Postings noch, einen großen Erfolg, hinzufügen.

Korbus 15 Kenner - 3189 - 14. September 2012 - 20:04 #

Danke für den Lesetip zu Starcraft, fand ich sehr interessant den Einblick hinter die Kulissen. Genau sowas hätte eigentlich einem Printmagazin einfallen müssen. ;)

DevilDice 12 Trollwächter - 825 - 14. September 2012 - 23:06 #

Das Problem ist glaube ich, dass es nicht viele Entwickler gibt, die so offen über das Reden was bei der Entwicklung SCHIEF lief.
Das was man heute meistens von Entwicklern zu hören bekommt ist doch vorher schon 5 mal durch den Sprachwolf der Marketingabteilung gedreht worden. :(

Novachen 19 Megatalent - 13051 - 14. September 2012 - 20:06 #

Naja, ist leider so, erotische Spiele ist halt tatsächlich so ein japanisches Phänomen. In unserer USA-konzentrierten Weltanschauung hat Erotik leider keine Chance. Lieber mit der Schaufel Köpfe abschlagen und damit Fußball spielen ;)

MicBass 19 Megatalent - 14488 - 14. September 2012 - 21:35 #

Da ist was dran. Erfreulicher Gegenpol, zumindest in meiner Wahrnehmung, ist auch Osteuropa. Ich erfreue mich gerade am angenehm unverkrampften Umgang mit nackter Haut im zweiten Witcher. Man stolpert nicht an jeder Ecke über Brüste, aber wenn es die Geschichte hergibt werden sie auch nicht verschämt ausgeblendet um mich vor...ja was eigentlich?...zu schützen.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9263 - 15. September 2012 - 16:34 #

Nimmt man das Komma im Topic weg hat man Spielejournalismus Erotik ^^

Ob sich dafür jemand begeistern kann ? :D

Novachen 19 Megatalent - 13051 - 15. September 2012 - 16:51 #

Hängt doch nur vom Aussehen der Redakteuren und Redakteurinnen ab :D.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9263 - 16. September 2012 - 19:09 #

Stimmt ^^

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