Hitman - Absolution: USK-Version erscheint ungekürzt

PC 360 PS3
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Dungeonmaster Alan 614 EXP - 11 Forenversteher,R1,S1,J5
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7. September 2012 - 14:40 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert
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Wie Square Enix mitteilte, wird Hitman - Absolution (GG-Angetestet) auch in Deutschland ungeschnitten erscheinen. Die USK hat die lange erwartete Fortsetzung um den Auftragskiller mit der Nummer 47 erwartungsgemäß mit "Keine Jugenfreigabe" eingestuft, womit der neueste Teil der Hitman-Serie erst ab 18 Jahren freigegeben ist. Solltet ihr den Sündenerlass also gerne in der deutschen Version erfahren, müsst ihr keinerlei Kürzungen befürchten, wenn das Spiel am 20. November für PC, Xbox 360 und Playstation 3 erscheint.

Die Schleich-Shooter-Serie stand schon mit dem hierzulande indizierten ersten Teil im Jahr 2000 im Fokus der Jugenschützer. In den Spielen geht es um einen glatzköpfigen Klonkiller, der im Auftrag der "Agentur" zahlreiche Zielpersonen um die Ecke bringen muss. Dem Spieler stehen dazu mehrere Lösungswege offen, wobei ein möglichst unblutiges und heimliches Vorgehen vom Spiel belohnt wird. Wie üblich werdet ihr euch auch im mittlerweile fünften Hitman-Teil verkleidet an euer Opfer heranschleichen, euch durch den Hintereingang oder einen Lüftungsschacht heimlich Zugang zu Gebäuden verschaffen und die Morde schließlich wie Unfälle aussehen lassen. Dennoch wird der neue Hitman wohl auch ein bisschen actionlastiger ausfallen und euch auch in die eine oder andere Schießerei verwickeln.

Oynox Slider 14 Komm-Experte - 2108 - 7. September 2012 - 15:02 #

Hell yeah!

Jetzt brauche ich nur noch eine Meldung, dass auch die engl. Sprachausgabe auf der Disc drauf ist!

Woodstock 09 Triple-Talent - 344 - 7. September 2012 - 18:19 #

Das würde mich ebenfalls interessieren. Kannst du es mich irgendwie wissen lassen fallst du es erfährst?

GrimReaper 13 Koop-Gamer - 1478 - 7. September 2012 - 15:14 #

Zu Hitman gab es eine comicvorlage?

Benjamin Braun Redakteur - 280826 - 7. September 2012 - 15:23 #

Nein, gab es nicht. Habe ich beim Gegencheck überlesen. Danke für den Hinweis.

Dungeonmaster Alan 11 Forenversteher - 614 - 7. September 2012 - 15:40 #

Oha, das hatte ich wohl irgnediwe falsch in Erinnerung. Danke für den Hinweis und Entschuldigung für die Falschinformation.

DaveBowman (unregistriert) 7. September 2012 - 15:20 #

Und beim ersten Teil hat die Gamestar sogar noch auf eine Wertung verzichtet, um keine Werbung für so ein Spiel zu machen.

Christian Schmidt (Stay Forever Podcast, Gamestar) konnte sich auch mehrere Jahre später (2007) nicht mit der Serie anfreunden:

“Diese Serie bringt mich um den Verstand. IO, ihr habt so viele Ideen, und ihr könnt Spannung erzeugen. Aber warum muss ich einen Mörder spielen? Ich mag einfach keine Unschuldigen von hinten strangulieren, ich mag keine Frauen erschießen, die mich beim Töten beobachtet haben. Es dreht mir jedes mal dem Magen um. Warum bringt ihr mich dazu, dass ich mich selbst verachte – oder einfach abstumpfe? So toll das Spiel sein mag: kaltblütiges Ermorden von Unschuldigen darf keine Unterhaltung sein.”

“Hitman ist ein taktisches Spiel, das dem Spieler weitgehende Handlungsfreiheit lässt – und damit auch eine moralische Wahlfreiheit, denn jeder entscheidet selbst, ob er tötet, wie er tötet, und was ihm dieser Mord bedeutet. Das macht Hitman zu einem anspruchsvollen, erwachsenen Titel.

Diese Wahlfreiheit bleibt unvollständig, denn Hitman ist eine Mörder-Simulation. Die Zielpersonen müssen liquidiert werden. Das »Die Ziele sind böse Menschen«-Feigenblatt ist dabei nichts weiter als eine moralische Entmündigung, denn das Spiel nimmt mir das Urteil vorweg, ohne dass ich mir ein eigenes bilden darf.

Deshalb fehlt Hitman die entscheidende Freiheit, nämlich die der Gnade. Das Spiel verwendet erstaunlich viel Energie darauf, seine Opfer menschlich wirken zu lassen – der Parkbesitzer entpuppt sich als armseliger Trottel, der Drogenbaron als anrührender Cellist. Wozu das? Ich bekomme Mitleid mit diesen Personen; aber die Wahl, sie zu verschonen habe ich nicht. So bringt Hitman mich dazu, mich selbst zu verachten. Die Welt von Hitman ist eine friedliche, in die der Spieler die Aggression trägt – das unterscheidet sie vom Shooter, in dem die Gegner angreifen und der Held um sein Leben kämpft. Sicher, Hitman »belohnt« leises Vorgehen durch höheres Blutgeld. Aber die Spielmechanik unterstützt die blutigen Varianten, weil sie einfacher sind und ebenfalls zum Ziel führen. Wie ein Spiel Belohnungen und Bestrafungen einsetzt, bestimmt, wie die Spieler handeln. Hitman färbt die Welt aus der Sicht eines Mörders um: Jeder Gegenstand ist nur insofern wertvoll, als er potenziell aggressiv eingesetzt werden kann. Man könnte argumentieren, der Überfluss an Gewaltangeboten sei nur dazu da; ihrem Einsatz zu widerstehen – eine moralische Feuerprobe sozusagen. Aber das hat nichts mehr mit der Spielintention zu tun. Das Angebot von Hitman ist es, mit dem Töten zu experimentieren, um die effektivste Methode zu entdecken. Dass das in der Regel die unblutigste ist, macht das Spiel nicht weniger perfide.”

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 7. September 2012 - 15:34 #

Bei einem Spiel wie 'Call of Juarez: The Cartel' wiederum nicht. Irgendwie scheinheilig.

Kainchen 13 Koop-Gamer - 1369 - 7. September 2012 - 17:40 #

Dein Ansatz ist durchaus interessant zu betrachten. Allerdings muss ich durchaus anmerken - der Spieler weiß bereits vorab das er einen "Auftragskiller" spielt. 47 geht einen Vertrag ein mit der Agentur und muss diesen erfüllen. Das es 47 nicht interessiert, wer oder was seine Opfer sind ist in soweit durchaus verständlich.

Er ist ein Klon erschaffen um zu töten und das meisterlich dazu. Gefühle kennt er nicht außer vielleicht Schmerzen aus Verletzungen. Er ist nicht mehr ein Soziopath dem sein Gegenüber nur so weit interessiert - wie es für die Erfüllung seine Auftrages wichtig sein könnte.

Das der Spieler hierbei Handlungsfreiheit bekommt und die Zielperson eliminieren muss ist in soweit gar logisch und nachvollziehbar. Ich glaube in einer Mission von Blood Money(Drogenentzugsklinik) gab es optional 2 oder 3 zusätzliche Ziele hier hatte man durchaus die Wahl diese zu eliminieren, um das Geld einzukassieren oder darauf zu Verzichten und diese Opfer zu verschonen. Allerdings blieb das Grundschema dasselbe - denn die Zielperson musste eliminiert werden.

Zu der "Zeitschrift" Gamestar äußere ich mich mal hier nicht, ich habe keine sonderlich hohe Meinung von ihr.(Punkt)

Vidar 18 Doppel-Voter - 12256 - 7. September 2012 - 15:26 #

"Wie in der Comicvorlage geht es in den Spielen um einen glatzköpfigen Klonkiller, der im Auftrag der "Agentur" zahlreiche Zielpersonen um die Ecke bringen muss."

Hm da hat sich wer aber sauber vertan!
Es gibt zwar ein Hitman Comic aber der hat mit dem Spiel mal gar nichts zu tun sondern ist aus dem DC Universe.
Hitman entstammt keiner Vorlage sondern stammt von IO

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11021 - 7. September 2012 - 16:11 #

Du hängst aber hinterher. :P Das wurde schon gefixt. :D

Enix 17 Shapeshifter - 8221 - 7. September 2012 - 16:09 #

Ungeschnitte ist immer gut :)

Andreas 16 Übertalent - 4622 - 7. September 2012 - 16:15 #

Finde ich auch. Wer lässt schon gerne an sich herumschnippeln? :)

Spezieh 18 Doppel-Voter - 9407 - 7. September 2012 - 16:17 #

Gut so. In hitman sieht man ja eh keine Leichen... die sind nach getaner Arbeit ja alle im Schrank oder dem MüllContainer :)
Btw waren bei mir meist ja eh alle nur betäubt bis auf Ziel.

wer möchte noch den Clown-Hitman?

fellsocke 16 Übertalent - P - 5163 - 7. September 2012 - 16:41 #

Irgendwie traurig, dass man immer wieder explizit darauf hinweisen muss, wie toll es ist, dass Spiele auch in Deutschland ungeschnitten erscheinen, während das um uns herum dank PEGI kein Thema ist. Warum man hier wieder unbedingt einen Sonderweg gehen muss, erschließt sich mir nicht so ganz. Oder hat es einfach was damit zu tun, dass so für einige Leute eine Daseinsberechtigung ihrer Tatigkeit bestehen bleibt?

Oynox Slider 14 Komm-Experte - 2108 - 7. September 2012 - 16:46 #

Aber ganz so schlimm wir vor zwei oder drei Jahren ist das mit der USK eigentlich nicht mehr hier...

Daeif 19 Megatalent - 13770 - 7. September 2012 - 17:27 #

Hat nix mit PEGI/USK zu tun.

fellsocke 16 Übertalent - P - 5163 - 7. September 2012 - 18:14 #

Sondern? PEGI sollte eigentlich eine europaweit einheitliche Einstufung ermöglichen und ich denke, dass es durchaus möglich gewesen wäre, den deutschen Sonderweg zu verlassen. Vielleicht feheln mir hier aber auch entscheidende Informationen also: Erhelle mich. ;)

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11021 - 7. September 2012 - 18:19 #

Gibt aber genug Beispiele, wo wir mit der USK sogar besser weggekommen sind. ;)
Das Einzige was hier in DE mit der USK nervt, ist die Tatsache das Spiele teilweise zensiert werden müssen, um den ab18-Sticker zu erhalten. Wenn gelten würde, dass ab18 quasi alles erlaubt ist. Mal von Verfassungsfeindlichen Handlungen, Symbolen und Co abgesehen, also auf den Gewaltgrad bezogen. Wäre hier doch alles in Butter! Aber das Problem ist die Gesetzlage und damit die BPjM und nicht die USK ;)

PEGI und Co stufen teilweise höher ein, weil der Held raucht, kifft, Beschimpfungen raushaut, nackte Haut zu sehen ist usw. Das fände ich wesentlich nerviger, als wenn in Spielen der teilweise der Splatter-Anteil zurück geschraubt oder das Blut grau eingefärbt wird.

McGressive 19 Megatalent - 13786 - 7. September 2012 - 20:28 #

Welcher Spiele-Held kifft denn..? oO

Quin 12 Trollwächter - 1150 - 7. September 2012 - 20:40 #

Schonmal Gothic gespielt?

McGressive 19 Megatalent - 13786 - 7. September 2012 - 20:42 #

Offensichtlich nicht, sonst würde ich ja nicht fragen...

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11021 - 7. September 2012 - 21:42 #

Achte mal auf die PEGI oder von anderen System diese Symbole für Gewalt und Co. Da gabs für Risen und Gothic auch welche wegen Drogen und Alkohol. :D

Daeif 19 Megatalent - 13770 - 8. September 2012 - 12:39 #

Crizzos Antwort erklärt eigentlich alles. Nochmal zusammengefasst: Ohne entsprechende Gesetze bräuchte die USK kein Spiel ne Verweigerung erteilen, ergo müssten Spiele nicht angepasst werden, um in den freien Handel zu gelangen. Da hilft PEGI gar nix.

fellsocke 16 Übertalent - P - 5163 - 8. September 2012 - 13:24 #

Nun, es gäbe ja sicher die Möglichkeit, statt der USK-Einstufung die PEGI-Einstufung zu übernehmen, also quasi anzuerkennen, dass ein PEGI 18-Siegel sicherstellt, dass z.B. nicht der Straftatbestand der Gewaltverherrlichung erfüllt wird. Offenbar ist nach Ansicht der Verantwortlichen in Deutschland aber die PEGI-Einstufung dafür nicht streng genug. Dass die PEGI-Einstufung im Gegensatz zur USK-Einstufung nur eine Empfehlung darstellt, macht die Sache auch nicht unbedingt besser. Mir geht es auch gar nicht darum, jeglichen Grad von Gewaltdarstellung gutzuheißen, ich denke aber, dass auch hier ein einheitlicher Weg mehrerer Länder mit deutscher Beteiligung möglich gewesen wäre. Gerne auch mit weniger expliziter Brutalität oder anderen ethisch fragwürdigen Ansätzen und mehr Offenheit bei sexuellen Themen.

Daeif 19 Megatalent - 13770 - 9. September 2012 - 15:11 #

Nein, die Möglichkeit gibt es nicht, da die PEGI keine Verweigerung kennt. Und was nicht verweigert werden kann, kann auch nicht indiziert/beschlagnahmt werden.

Anderer Ansatz: Trotz PEGI-Kennzeichnung Indizierungen/Beschlagnahmen erlauben wie vor 2003. Würde dann für mehr Unsicherheit sorgen, da Hersteller trotz PEGI-Siegel nicht einschätzen können, ob die BPjM zuschlägt.

Es ist ganz einfach: Solange Computerspiele und Spielfilme weiterhin indiziert/beschlagnahmt werden, ist PEGI einfach nicht möglich bzw. würde nur Nachteile bringen. Da ist der Zahn, der gezogen werden muss.

fellsocke 16 Übertalent - P - 5163 - 10. September 2012 - 18:15 #

Danke, ich denke, mir sind jetzt ein paar Zusammenhänge klarer.

Michl Popichl 24 Trolljäger - 50609 - 7. September 2012 - 16:49 #

hoffentlich wird's gut.

Guldan 17 Shapeshifter - P - 8309 - 7. September 2012 - 16:56 #

Sehr gute Nachricht dann kann ich meine Deluxe Professional bei Amazon bestellt lassen :)

Andreas 16 Übertalent - 4622 - 7. September 2012 - 17:02 #

Ah ja, an die 5 Euronen hatte ich gar nicht mehr gedacht.

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