Baphomets Fluch 5: Finanzierung steht / Stretch Goals verkündet

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Benjamin Braun 349223 EXP - Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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6. September 2012 - 0:26 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
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Nicht mal die Hälfte der auf 30 Tage festgesetzten Kickstarter-Kampagne für Baphomets Fluch 5 sind vorbei und schon haben Charles Cecil und Revolution Software das gesetzte Finanzierungsziel von 400.000 Dollar erreicht. Aktuell haben es rund 8500 "Backer" auf mehr als 417.000 Dollar gebracht, womit das Spiel wie geplant zunächst für PC und Mac umgesetzt werden kann. Fest geplant sind auch Umsetzungen für iOS und andere mobile Plattformen.

Neben dem erreichten Ziel verkündete Revolution Software zudem einige Stretchgoals, also Inhalte, die bei einer bestimmten Menge Geld realisiert werden sollen. So soll ab 500.000 Dollar sozusagen direkt der Director's Cut des Spiels veröffentlicht werden, der auch einige Szenen oder Charaktere enthält, die zwischenzeitlich der Schere zum Opfer gefallen waren. Ab 650.000 Dollar soll es gar zwei komplett neue Locations im Spiel geben, die George und Nico nach Nordafrika beziehungsweise in den Nahen Osten (die Engländer verstehen unter "Middle East" für gewöhnlich den Nahen Osten) führen sollen. Ab 800.000 Dollar wiederum verspricht Revolution Software ein Baphomets Fluch, in dem alle Konzepte einfließen, die im Rahmen der Pre-Production entstanden sind. Und als Anreiz für Fans von Beneath a Steel Sky will Revolution Software die bereits vor langer Zeit abgebrochenen Planungen für einen zweiten Teil wieder aufnehmen.

Bereits vor einigen Tagen hatte Revolution verkündet, dass ab einem Betrag von 25 Dollar zusätzlich zu allen bereits enthaltenen Extras auch die Android-Fassung von Baphomets Fluch - The Director's Cut enthalten sein wird. An einer Lösung für die iOS-Version arbeitet Revolution noch. Einen genauen Termin gibt es für Baphomets Fluch 5 bislang noch nicht. Charles Cecil hat es jedoch grob für März/April des kommenden Jahres angekündigt. Und besonders wichtig für die deutschen Fans: Alexander Schottky, der deutsche Stammsprecher von Charakter George Stobbart, hat bei Facebook bereits verkündet, dass er sich auf die anstehenden Sprachaufnahmen freue.

Green Yoshi 21 Motivator - 25106 - 6. September 2012 - 0:00 #

Super Nachricht, hoffentlich erscheint das Spiel dann auch im Laden. Gerade in Deutschland hat das Spiel ja eine große Fangemeinde, siehe Baphomets Fluch 2.5.

nikk9 14 Komm-Experte - 2669 - 6. September 2012 - 0:01 #

Die Android-Fassung habe ich vor ein paar Tagen beendet. War wirklich schön wieder mit George und Nico Tempelritter zu jagen, ich hoffe das die anderen Teile ebenfalls für Android umgesetzt werden!

schon (unregistriert) 6. September 2012 - 0:27 #

Abgesehen, dass ich das Erreichen des funding goals gut finde: Es ist schon ein wenig arg seltsam, als Stretch Goal die Entwicklung eines weiteren Spieles anzugeben, dass der Unterstützer dann noch nicht mal bekommt.

Bis 650.000 sehe ich noch einen Sinn, alles darüber erscheint mir überflüssig. Ein gezwungen wirkendes Revival alter Inhalte und Charaktere aus Nostalgiegründen war schon eine Krankheit, unter der das Fanadventure litt.

Pseudonymous (unregistriert) 6. September 2012 - 2:36 #

Du investierst ja auch und kaufst nichts. Es handelt sich hier nicht um einen Shop sondern um Crowd-Funding. Du erhältst nur die Chance optional bestimmte Rewards auszuwählen, die einen zusätzlichen Anreiz bieten können, über das Gefühl hinaus jemandem wie Charles Cecil dabei geholfen zu haben das Spiel zu machen, das er immer schon machen wollte. Die eigentliche Belohnung ist es doch, dass es wegen diesem Kickstarter Projekt überhaupt zur Erstellung des Spiels kommt. Alles andere ist wirklich sekundär.

tjoasefaf (unregistriert) 6. September 2012 - 9:24 #

Das ist eine denkbare Sicht, die andere ist: Ich investiere Geld, daher möchte ich auch eine entsprechende Gegenleistung sehen. Investoren sind keine Mäzene.

Flitzefisch 17 Shapeshifter - P - 6012 - 6. September 2012 - 10:27 #

Bei Kickstarter sind es in der Tat Mäzene -- Du ,kaufst' oder ,finanzierst' auch nicht, sondern es wird ausdrücklich darauf hingewiesen dass Du eine ,Spende' tätigst.
Da fast alle Firmen die dort ihr Projekt einstellen, das gesponsorte Produkt als Dankeschön für Deine Spende herausgeben bildet sich allerdings immer mehr die Meinung heraus, man könne über Kickstarter etwas "vorbestellen" -- mich würde mal ein Video von Herrn Krasemann dazu interessieren, ab welchem Punkt bzw. ab welcher Verbreitung dieser Falschmeinung dieses "Missverständnis" den Leuten tatsächliches Recht aus Gewohnheit oder etwas Ähnliches auf das fertige Produkt gibt.
Ich habe schon einige Spiele unterstützt, werde allerdings bei Baphomets Fluch warten bis draußen ist und anhand eines schicken Testberichts entscheiden, ob ich es kaufen möchte. Fertig finanziert ist es ja, also wird es auf jeden Fall kommen.

achja (unregistriert) 6. September 2012 - 10:41 #

Du liest auch nur deutsche Medien. Das Wort "Spende" kommt auf Kickstarter kein einziges mal vor:

- Pledge = Bürgschaft, Pfand, Gelöbnis
- fund = Anlagefond
- to fund = finanzieren
- backer = Geldgeber, Sponsor, Unterstützer

Das ist reinstes Finanz-Englisch. Wenn du dich daher selbst als "Mäzen" betrachtest, dann ist das dein gutes Recht, aber sicher nicht das Wording, das Kickstarter verwendet. Und auch nicht die Sicht, die jeder vertreten muss, der dort seine 15 € für eine Downloadversion des Spiels parkt. Die machen einen sehr großen Teil der "backer" aus, bei Wasteland 2 und Double Fine Adventure etwa rund 50%, bei Shadowrun über 40%.

Bei manchen Anbietern, von denen einen das Spiel sowieso interessiert, ist Kickstarter nämliche eine billige Vorbestellmethode, besonders weil der Dollar weniger wert ist als der Euro und der später ohnehin nochmal erhöhte Dollarpreis der finalen Version ja gewöhnlich 1:1 in Euro umgewandelt wird. Da man bei Tim Schafer, Brian Fargo oder Charles Cecil gewöhnlich davon ausgeht, dass man auch das bekommt, was versprochen wurde, scheint dass ziemlich sicher angelegtes Geld zu sein.

achja (unregistriert) 6. September 2012 - 10:49 #

Und was deinen nachgeschobenen Eintrag angeht: Natürlich wird hier ein Vertrag geschlossen: Du spendest Geld, der Anbieter verspricht dafür einen Gegenwert. Steht ja groß und breit auf der Seite und die entsprechende Gegenwertstufe wird beim Zahlungsvorgang vom Nutzer selektiert. Nur wird hierzulande bei Vertragsbruch vermutlich kein Gericht einen Fall über 15 $ Gesamtsumme annehmen. Daher ist das in der Tat eine Risikoinvestition. Bei den hohen Spenden besteht dagegen durchaus eine Chance, dass die einen Prozess anstrengen könnten, wenn der Anbieter nicht wie versprochen liefert.

Flitzefisch 17 Shapeshifter - P - 6012 - 6. September 2012 - 11:05 #

Zu Deinen übersetzten Begriffen:

Das Wort "Pledge" steht in diesem Fall für DEIN Versprechen bzw. die Bürgschaft einen Geldanteil zu zahlen, wenn sich genügend Leute finden um das gesetzte finanzielle Ziel zu erreichen. NICHT für das "Versprechen, Pfand, Gelöbnis" des Projektentwicklers etwas abzuliefern.
Niemand hat das Recht dass ein "Anlagefond" Gewinn erwirtschaftet oder etwas Geldwertes dabei herausspringt.
Etwas zu "finanzieren" beinhaltet immer ein Risiko.
"Geldgeber, Sponsor, Unterstützer" entspricht in keiner Weise "Käufer, Vorbesteller, Kunde".

Was ich versuche hier auszudrücken ist, dass es sich bei Kickstarter nicht um eine "Vorbestellung" handelt, sondern um eine Finanzierung die getätigt wird um jemandem zu ermöglichen sein Projekt durchzuführen - ohne Erfolgsgarantie.
Die Übersetzung "Spende" mag finanztechnisch nicht ganz korrekt sein, beschreibt allerdings meiner Meinung nach sehr gut in einem Wort das Finanzgeschäft das dort abläuft.

Der Projektentwickler verspricht Dir zum Beispiel "eine Postkarte, ein T-Shirt und ein Computerspiel" wenn Du ihm Geld für sein Projekt zur Verfügung stellt -- wenn das Spiel allerdings nie programmiert wird oder die T-Shirts nicht bedruckt werden können weil sich jemand verkalkuliert hat, bekommst Du es eben nicht.

tttttt (unregistriert) 6. September 2012 - 11:28 #

Ja, da steckt schon wahres drin, aber es ist auch keine Nächstenliebe-Veranstaltung wie die sonntägliche Kollekte in der Kirche. Mit Sicherheit geben die meisten Geld, weil sie das Projekt gut und unterstützenswert finden. Aber es wird im Gegenzug auch etwas erwartet. Nicht umsonst bietet jedes Projekt diese reward tiers. Ob das dem Geldwert 1:1 entspricht, sei mal dahingestellt, da ist besonders auch auf den höheren Stufen vieles Liebhaberpreis, das fängt bei BS5 schon mit 100$ für die boxed version an.

Aber ich garantiere dir Zeter und Mordio, wenn ein Anbieter nicht wie versprochen liefert. Dass juristische Konsequenzen bei Nichterfüllung drohen können, macht Kickstarter jedem Projektersteller in den AGBs deutlich:

- Project Creators are required to fulfill all rewards of their successful fundraising campaigns or refund any Backer whose reward they do not or cannot fulfill.

Das ist ein Vertrag und Kickstarter ist kein rechtsfreier Raum. Wenn der Projektanbieter sich nicht durch Insolvenz oder ähnliches der Haftung entziehen kann, kann man sie verklagen. Und daher kann es bei Anbietern, die ein gravierendes Interesse an seriösem Business haben, als halbwegs sichere Investition gesehen werden. Das klingt unromantisch, aber bei Geld hört die Freundschaft bekanntlich auf und ich möchte mein Geld in halbwegs gesicherte Projekte stecken.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 21136 - 6. September 2012 - 13:12 #

Insgesamt stimme ich Dir zu. Die 100$ für die Boxed Edition halte ich aber nicht für aus dem Rahmen fallend, da es sich um eine im Vergleich üppig ausgestattete CE handelt. Vor allem ist der Versand diesmal sogar inklusive. Da überlege ich ernsthaft, ob es mir das nicht doch wert ist.

Kantiran 12 Trollwächter - 1189 - 6. September 2012 - 19:51 #

Als BF-Fan ist es mir die Box auf jeden Fall wert. Ich freu mich schon darauf! :)

Skeptiker (unregistriert) 6. September 2012 - 11:34 #

Ich habe ja auch immer die Vorstellung, dass ein erfolgreiches Projekt das ganze gesammelte Geld auch
in das gewählte Produkt steckt.
Da bin ich natürlich schon enttäuscht, wenn die genug
Geld sammeln, um mit 3 Leuten ein Jahr an dem Spiel zu
arbeiten und es kommt dann schon nach 3 Monaten raus.

Man darf aber nicht vergessen, dass Kickstarter ein
amerikanisches System ist. Da wird das überschüssige
Geld halt nicht in zusätzliche Entwicklungszeit
gesteckt, sondern in Luxusgüter und Reichtum - man
hat es sich ja verdient!
Bei vielen Bonuszielen habe ich das Gefühl, die sind
völlig überteuert und von den Zusatzeinnahmen gehen 20%
in die Entwicklung des Bonusziels und 80% sind Reingewinn.

Viele Bieter wollen das Produkt ja auch zum versprochenen
Zeitpunkt, da kann man die Zusatzeinnahmen gar nicht
in die Entwicklung stecken, weil gar keine Zeit ist!
Also sind die Mehreinnahmen entweder wieder Reingewinn,
oder man bastelt hinterher noch was oben drauf.

Fragt Euch mal selber, was Ihr mit einer Million
Euro Reingewinn aus eurem programmierten Spiel machen
würdet - Haus und Sportwagen, oder doch 10 Jahre
weiterprogrammieren, während Ihr vielleicht den
wohnsitz mal nach New York, London oder Syndey
verlagert.

Cohen 16 Übertalent - 4575 - 6. September 2012 - 15:53 #

Hast du auch mal ein paar Beispiele von abgeschlossenen Kickstarter-Projekten, die darauf schließen lassen, dass nur ein Bruchteil des eingesammelten Geldes für das Projekt verwendet wurde?

Da bin ich ja mal gespannt.

Skeptiker (unregistriert) 6. September 2012 - 20:18 #

Da wären alle digitalen Musik und Buchprojekte, die
mehr als 300% erreicht haben, weil der Produktionsaufwand
schon bei 100% gedeckt war und für die zusätzlich
ausgelieferten digitalen Exemplare überhaupt keine
Stückkosten anfallen.

Zu dem ersten Spiel, das ich selber finanziert habe, kann
ich in einer Woche mehr sagen, dann kommt
FTL nach 5 Monaten endlich raus.
Die wollten 10 000$, bekommen haben sie 200 000$.
Um 200k in 5 Monaten in ein Spiel zu stecken, braucht
man schon mind. ein Vollzeit-Team von 8 Leuten.

Spammograph (unregistriert) 6. September 2012 - 0:49 #

Sehr gute Neuigkeiten.

HeldVonKosmos (unregistriert) 6. September 2012 - 2:12 #

Wenn ich ein Spiel backe dann erwarte ich schon ein komplettes Spiel und keine abgespeckte Version. Es wird ein Ziel vorgegeben und dann sollen sie auch für die Summe das Spiel machen und nicht hinterher noch einmal mit dem Klingelbeutel rumgehen. Solche Praktiken find ich unmöglich. Stretch Goals können für mich Dinge wie weitere Portierungen, Lokalisierungen, Sprecher oder ein aufwändigerer Soundtrack sein - aber keine zusätzlichen Locations oder andere Inhalte die eigentlich selbstverständlich sein sollten. Exotische Orte gehören für mich auf jeden Fall in ein Baphomets Fluch Spiel hinein und nicht erst als mögliches Extra. Und wird das Ziel nicht erreicht fehlt der Inhalt? Dann hätte das Spiel immer einen faden Beigeschmack und ich wüsste das da eigentlich Szenen fehlen und das Spiel nicht so umgesetzt wurde wie von den Entwicklern ursprünglich gedacht. Ich hab ewig auf eine Fortsetzung gewartet und dann will ich keine Light Version haben - aber mehr Geld lasse ich mir nicht aus der Tasche ziehen.

Vor allem: das komplette Spiel wollen die mit 400k stemmen...für die paar zusätzliche Locations brauchen sie aber 250k zusätzlich - also noch einmal 62,5% vom Gesamtbetrag? Wie überschaubar wird denn dann das Spiel nur werden wenn es bei den 400k bleibt?

Pseudonymous (unregistriert) 6. September 2012 - 2:34 #

Etwas zu backen ist etwas völlig anderes als etwas zu kaufen. Wenn du das Spiel kaufen willst, dann musst du warten bis es auf dem Markt ist und dann zuschlagen.
Beim Backen geht es ausschließlich darum dafür zu sorgen das das jeweilige Projekt das Geld bekommt das es braucht.
Kickstarter ist kein Shop sondern crowd-funding. Die Rewards werden überhaupt nur angeboten, um einen zusätzlichen Anreiz für Leute zu bieten, die sowieso schon am Projekt interessiert sind.
Wenn man dort Geld gibt, dann macht man das hautpsächlich weil man Fan von Charles Cecil und Revolution Software ist, den bisherigen Spielen und sehen möchte was sie zustande bringen können, ohne das sie von einem Publisher gegängelt werden.
Es ist ein Abenteuer. Bei solch bekannten Leuten ist das natürlich unwahrscheinlich, aber solche Projekte könnten ja selbst bei erfolgreichem Funding scheitern. Dann gibt es gar nichts. Wer das jetzt also mit einem Shop wie Amazon verwechselt, müsste dann ja glauben ein Produkt nicht erhalten zu haben, für das er gezahlt hat. Während man natürlich nichts getan hat, als eine Investition zu tätigen. Eine Investition in ein Projekt das jeglichen Ausgang nehmen kann.

Das komplette Spiel stemmen sie nicht für 400.000. Das ist falsch. Es ist so das Charles Cecil bisher alles selbst finanziert hat (es gibt Videos und Material direkt auf der Kickstarter Seite das man sich ansehen kann!), nur jetzt kann er das nicht mehr. Die 400.000 sind nur um das was sie schon haben fertig zu stellen. Selbstverständlich kann man selbst die eher billigen Adventures nicht für 400.000 erstellen. Jedenfalls keines in diesem Umfang und auf diesem technischen Niveau. Man sieht ja schon an den beteiligten Personen das allein durch das Personal mindestens über 1 Million an Kosten entstehen muss, ohne irgendetwas anderes.

Darüber hinaus werden bei so ziemlich jedem Spiel Dinge "geschnnitten", Ideen wieder verworfen usw. allein schon weil man das Spiel ja irgendwann herausbringen muss. Insbesondere unter Publishern ist es so, weil die schlicht eine Deadline setzen und es dann so auf den Markt kommt wie es gerade ist.
Mit Kickstarter ist es eben auch ein bisschen so, dass man schon sieht, wie viele Leute eigentlich echtes Interesse daran haben => "put your money where your mouth is". Natürlich resultiert regeres Interesse in einem ausgefeilteren Produkt. Es ist allein schon ein völlig anderes Gefühl für die Entwickler, wenn es ein Publikum gibt das das Spiel so toll findet wie sie selbst, statt komplettem Desinteresse. Allein dadurch ist Kickstarter auch für die Entwickler selbst riskanter, weil einem diese Stufe des Feedbacks ja völlig fehlt/entgeht, wenn man klassisch mit einem Publisher arbeitet.

Larnak 21 Motivator - P - 26131 - 6. September 2012 - 2:50 #

Ich habe mich gerade ernsthaft gefragt, warum ihr jetzt unbedingt Kuchen backen wollt ... Kopf -> Wand.

Lars 18 Doppel-Voter - P - 9083 - 6. September 2012 - 5:59 #

Ging mir für kurze Zeit ähnlich! ^^ Der Groschen ist wirklich laaangsam gefallen...

John of Gaunt Community-Moderator - P - 65545 - 6. September 2012 - 10:02 #

Same here xD

nikk9 14 Komm-Experte - 2669 - 6. September 2012 - 15:59 #

dito..-.-

Aiex 16 Übertalent - 4335 - 6. September 2012 - 9:02 #

Natürlich kosten zusätzliche Inhalte Geld. Mit mehr Geld kann man mehr Inhalte machen. Was ist daran so schwer zu begreifen?

CBR 20 Gold-Gamer - P - 21136 - 6. September 2012 - 9:21 #

Das Problem beim Projektmanagement ist immer die Einhaltung auch von Budgetvorgaben. Das erste Ziel sehe ich als Minimalziel, mit dem ein rundes Spiel geschaffen werden kann, aber eine Menge gestrichen wurde. Steht mehr Geld zur Verfügung, muss nicht so viel gestrichen werden. Von daher finde ich das in Ordnung.

Auf der anderen Seite hat das natürlich einen faden Beigeschmack, wie Du ihn angesprochen hast. Jedoch sind das ganz normale Vorgehensweisen, von denen der Kunde normalerweise nichts mitbekommt. Dass Inhalte gestrichen werden, ist auch abseits von durch Crowdfunding umgesetzten Spielen so (z.B. KoTOR 2).

hodeldie (unregistriert) 6. September 2012 - 9:40 #

Weiterhin will man natürlich gerne wissen, was mit der zusätzlichen Kohle passiert, die die Entwickler einnehmen. Allen Idealismus in Ehren was das angebliche Supporting angeht, bei Kickstarter kann man primär für weniger Geld als nachher bei der finalen Version vorbestellen. Oder wo krieg ich bei Release ein vollwertiges Adventure / RPG / ... für 15 €? Wenn die Entwickler diese Zusatzkohle auf dem Ballermann verprassen, wäre ich nicht so begeistert, dafür war das Geld nämlich nicht gedacht. Daher geben stretch goals zumindest mal an, wo das ganze hinfließt.

Revolution macht hier auch nichts anderes als The Banner Saga, Double Fine Adventure, Wasteland 2 oder Shadowrun Returns. Die haben mit der Zusatzkohle ebenfalls eine Erweiterung des Spiels um zusätzliche Locations angekündigt. Der Unterschied bei Revolution ist, dass deren Projekt schon vorfinanziert und konkreter durchplant war als Double Fine oder die eilig hinterher geschobenen Epigonen. Revolution hat bspw. die Lokalisation in Englisch, Deutsch, Französisch und die Portierungen auf andere Plattformen schon von Anfang an eingeplant. Genau genommen ist der Pitch einfach besser geplant und bezieht die Erkenntnisse der früheren Pitches von vorneherein mit ein.

Skeptiker (unregistriert) 6. September 2012 - 20:31 #

Sehe ich ähnlich - die Bonusziele sind im Vergleich
zum Basisspiel viel zu teuer.

Es ist eine tolle Sache, dass erfolgreiche Projekte versprechen,
die Mehreinnahmen nicht einfach nur als Gewinn einzustreichen,
sondern das Produkt dann zu erweitern.
Manchmal hat man aber das Gefühl, die Projekte lassen da
was aus.
" Für 100 000 Dollar bekommt ihr mehr Gegner"
(und ich meinen japanischen Sportwagen)

" Für 150 000 Dollar bekommt ihr einen neuen Level"
(und ich ein neues Sportboot)

CBR 20 Gold-Gamer - P - 21136 - 6. September 2012 - 22:19 #

Zwei zusätzliche Locations finde ich gar nicht so wenig. Die bisherigen Teile hatten doch jeweils 6-8 Locations, wenn ich mich recht entsinne, oder? Eine Location kann sich über mehrere Bildschirme erstrecken. Da sind dann einige zusätzliche Rätsel drin.

Sosiehtsaus (unregistriert) 6. September 2012 - 22:48 #

In BF1 waren es 5, in BF2 8. In BF2 wurden allerdings auch einige aus dem 1. Teil wiederverwertet und waren mitunter kürzer. Und natürlich existierten bspw. bereits die Animationen für George.

COFzDeep 19 Megatalent - P - 17426 - 7. September 2012 - 14:42 #

Sieh es doch mal so: Für knapp 17k Euro bekommst du einen Golf. Der fährt, hat drei Türen und ist somit ein "komplettes" Auto (mehr oder weniger, aber grundsätzlich, rein was das Auto_mobil_ angeht, schon). Aber wenn du alle Extraaustattungen wählst und den größten Motor, dann kostet der Golf... ähh... keine Ahnung. Vermutlich irgendwas zwischen 30k und 40k Euro. Also auch mehr als das doppelte der Grundversion. Und so verhält es sich mit den Spielen und den Stretch Goals. Klar gibt es für 400k ein Baphomets Fluch. Aber für 650k kriegst du halt die 18" Alus und den Sportauspuff, und für 800k auch noch die Lederausstattung und das Sportfahrwerk. Spielen/Fahren kannst du natürlich auch mit der Grundversion, aber die Extras erhöhen den Spaß...

PS: ich hab den Golf nur genommen weil der grad gestern wiedermal neu vorgestellt wurde und ich daher den Grundpreis im Kopf hatte. Ich distanziere mich AUSDRÜCKLICH von allem, was VW verbr... verkauft. Nur damit das klar ist und keine Missverständnisse aufkommen ;)

Exocius 17 Shapeshifter - P - 7211 - 6. September 2012 - 6:54 #

Gekauft, hoffentlich erscheint es auch als Steam Version.

bolle 17 Shapeshifter - 7614 - 6. September 2012 - 9:39 #

Gog wär mir lieber

hastdunich (unregistriert) 6. September 2012 - 9:42 #

GOG wurde doch von Anfang an als Plattform angekündigt.

bolle 17 Shapeshifter - 7614 - 6. September 2012 - 16:56 #

oh, mach aus dem "wär" ein "ist" :)

FPS-Player (unregistriert) 6. September 2012 - 7:33 #

"Und als Anreiz für Fans von Beneath a Steel Sky will Revolution Software die bereits vor langer Zeit abgebrochenen Planungen für einen zweiten Teil wieder aufnehmen."
Uuuiiii! Das ist das interessanteste an der News! Also Leute, "backt" was das Zeug hält! Davon will ich unbedingt einen zweiten Teil!
(Hätten sie doch gleich als Kickstarter machen können...)

Aiex 16 Übertalent - 4335 - 6. September 2012 - 10:32 #

Das Spiel dürfte nichtmal halb so bekannt sein wie die Baphomet Reihe, das bringt doch nichts. ALs Folgeprojekt ist es vielversprechender.

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 21292 - 6. September 2012 - 12:11 #

Beneath a Steel Sky 2? WTF? Bitte bitte - 1 Million...

McSpain 21 Motivator - 27630 - 6. September 2012 - 8:10 #

Backe Backe Kuchen vs. Backe Backe Kickstarter. :-)

To Topic: Freut mich echt. Kann es garnicht erwarten wieder ein "gutes" Baphomets Fluch in den (virtuellen) Händen zu halten.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 21136 - 6. September 2012 - 9:22 #

Es gibt auch eine Version, bei der Du sie physikalisch in den Händen halten kannst.

McSpain 21 Motivator - 27630 - 6. September 2012 - 9:51 #

Uiuiuiui :-)

COFzDeep 19 Megatalent - P - 17426 - 6. September 2012 - 10:40 #

Ihr überlest alle das wichtigste: ALEXANDER SCHOTTKY! JUCHHUUUU!! :)

guapo 18 Doppel-Voter - 10884 - 6. September 2012 - 11:23 #

Ich spiele auf Englisch ;-P

McSpain 21 Motivator - 27630 - 6. September 2012 - 11:54 #

In dem Fall ausnahmsweise ein großer Fehler.

guapo 18 Doppel-Voter - 10884 - 6. September 2012 - 11:57 #

Smilie-Detektor? :)

tttttt (unregistriert) 6. September 2012 - 12:07 #

Nein, persönliche Meinung (TM). Ich mag das Pseudo-Französisch von Hazel Dingsbumms auch nicht. Und Rolf Saxon ist auch nicht mein Favorite. Anekdote am Rande, Rolf Saxon und Alexander Schottky sind befreundet.

guapo 18 Doppel-Voter - 10884 - 6. September 2012 - 12:14 #

[x] Ironie-Detektor defekt

McSpain 21 Motivator - 27630 - 6. September 2012 - 13:46 #

Selbst wenn ein Kommentar "ironisch" gemeint ist, verbietet mir was genau darauf mit einem "normalen" Kommentar zu antworten? Mag nämlich Leute geben die diese "Englisch-Only" Einstelllung ja wirklich vertreten und im Falle von Broken Sword einen fatalen Fehler begehen. ^^

guapo 18 Doppel-Voter - 10884 - 6. September 2012 - 14:11 #

@McSpain Passt scho - das Wetter ist zu schön, um von verbieten zu sprechen :)

Tr1nity 28 Endgamer - 101118 - 6. September 2012 - 19:09 #

Antwort-Button bitte nutzen.

Markus 13 Koop-Gamer - 1521 - 6. September 2012 - 14:20 #

Good news! Hab ich auch gleich unterstützt. -> auf dass genug für BASS 2 zusammenkommt!

CBR 20 Gold-Gamer - P - 21136 - 6. September 2012 - 22:22 #

Für BASS 2 muss eine Million zusammenkommen. Das halte ich für sehr unwahrscheinlich. Mit dem Vorgänger bin ich auch nie warm geworden.

Kantiran 12 Trollwächter - 1189 - 6. September 2012 - 19:55 #

Toll dass Revolution das Kickstarter-Projekt in nicht mal der Hälfte der Zeit nach Hause geholt hat! Das lässt hoffen dass da noch etwas mehr als 400k geht. Wenn 650k erreicht würden wäre ich sehr zufrieden!

Name_hier_eintragen (unregistriert) 7. September 2012 - 13:39 #

Was sollen denn bitte diese neuen Meilensteine? Traurig, erst hatte ich mich so gefreut und nun ... Vor Gier ist wohl noch nicht einmal eine Spiellegende gefeilt... Zerschießt natürlich viel vom hohen Ansehen. Ich find's echt traurig ... und die neuen Inhalte sind ja wohl Unsinn und Betrug am Backer. Immerhin hat der das sicher schon zu Beginn erwartet. Shame you Mr. Cecil.

Cohen 16 Übertalent - 4575 - 7. September 2012 - 14:29 #

Was heisst hier Gier? Natürlich haben alle Kickstarter-Projekte auch eine Gewinnabsicht. Es ist ja nur eine andere Finanzierungsart (bei dem ein größerer Anteil auch tatsächlich bei den Entwicklern landet und nicht beim Publisher sowie im Groß- und Einzelhandel), kein Versprechen, mit dem Projekt garantiert keine Gewinne einzufahren.

Das anfänglich anvisierte Ziel wird auch nie der errechnete Betrag sein, den das Projekt mit allem drum und dran voraussichtlich kosten wird. Es muss ein Betrag gewählt werden, der weder so hoch ist, dass er potenzielle "Backers" abschreckt, weil die Erreichung dieses Ziels eh komplett unrealistisch ist (z.B. Rob Swigart's Portal), noch so niedrig, dass potenzielle "Backers" Zweifel haben, dass das Projekt selbst mit Einschnitten fertiggestellt werden kann.

Man plant also erst mit dem absoluten Minimum für ein kleineres Projekt und stellt mit Stretch Goals eine ausgefeiltere/verbesserte/umfangreichere Version in Aussicht. Mit diesen Stretch Goals werden vielleicht noch ein paar weitere "Backers" gewonnen oder bereits gewonnenen Unterstützer erhöhen ihren Betrag für ein besseres Endergebnis.

Bei der klassischen Finanzierung per Publisher ist das Projekt auch nicht von Anfang an in Stein gemeißelt, auch dort können sich nach dem ausgehandelten Budget sowie im späteren Entwicklungsprozess Umfang, Ausrichtung und Qualität des Projektes noch verändern. Da sind diese Entscheidungsprozesse bloß nicht im Licht der Öffentlichkeit, wenn die Kreativen ihre Vision nicht wie gewollt umsetzen können/dürfen und aus Budget- oder Zeitgründen die Schere angesetzt wird oder der publisher DLC-Auskopplungen, In-App-Käufe usw. fordert.

Name_hier_eintragen (unregistriert) 7. September 2012 - 18:13 #

Nein, nein, Du missverstehst mich oder ich habe's etwas unglücklich formuliert. Geld kann er natürlich verdienen, aber die neuen Meilensteine hätten VORHER formuliert werden können und nicht erst, wenn sich tausende Menschen bereit erklären, Geld für ein kommendes Produkt locker zu machen. Es fühlt sich schlichtweg hinterhältig an, aber das kann natürlich jeder sehen, wie er möchte. Ich finde, man sollte schon von Beginn an offen zu den Backern sein und nicht nur einen Teil offenlegen, um dann später mit dem Rest zu kommen. Ich hoffe, Du kannst nachvollziehen, was ich Dir sagen möchte.?

Cohen 16 Übertalent - 4575 - 7. September 2012 - 18:49 #

Bei den meisten Kickstarter-Projekten werden die Stretchgoals erst im Verlauf der Aktion genannt oder spezifiziert.

Und jeder Backer hat noch bis 22. September Zeit, seinen Beitrag anzupassen oder komplett zurückzuziehen, wenn ihm/ihr die in den Updates eingeschlagene Richtung nicht gefällt.

COFzDeep 19 Megatalent - P - 17426 - 7. September 2012 - 19:30 #

Und außerdem ist doch an den Stretch Goals nichts "hinterhältiges". Ich meine, eigentlich ist es doch einfach nur absolut logisch, dass das Spiel, je mehr Geld zur Verfügung steht, größer/besser wird. Damit aber keiner meckert/fragt "hey ihr habt statt 400k jetzt 600k Geld bekommen, was macht ihr damit?" gibt es halt diese Stretch Goals. Damit man als Backer genauer weiß, was da mit mehr Geld noch möglich ist. Ich jedenfalls finde es gut. Klar, man kann sich drüber streiten ob es besser ist, das von Anfang an bekannt zu geben, aber bei einem Teil der Spiele (Wasteland 2, Shadowrun Returns) wurde ja gar nicht mit so einem massiven Erfolg gerechnet, weswegen die Stretch Goals wirklich erst "live" erdacht wurden. Ich nehme daher an, es wird jetzt einfach so als üblich angesehen, Stretch Goals erst nach Erreichen der initialen Fundingsumme anzugeben (abgesehen vom Space Elevator Science Projekt - die haben gleich gesagt dass sie eigentlich 3 Millionen brauchen, aber die Kampagne erstmal auf 8k laufen lassen...).

Ich hatte weiter oben schon 'nen Comment geschrieben, wie man sich das vorstellen kann, kannst ja mal lesen ;)

Anonymous (unregistriert) 7. September 2012 - 20:34 #

Das sind auch Tücken der Massenkommunikation. Revolution hatte alle Fans auf Kickstarter gefragt, was für Vorschläge sie für stretch goals hätten. Ob sie irgendwelche Boni für Spender wollen oder was auch immer. Sie wollten explizit erst Feedback, bevor sie etwas anbieten. Das Ergebnis war mehr simpel mehr Content und keine Spender-Sonderbehandlung. Wurde halt nicht in der Presse darüber berichtet und die Kickstarter-Updates hat vermutlich auch nicht jeder durchgelesen.

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