Cevat Yerli: MS und Sony werden ohne F2P Probleme kriegen

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28. August 2012 - 13:22 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert

Das Teaserbild zeigt einen Screenshot aus Cryteks Free-to-play-Shooter Warface.

Wie Crytek-Gründer Cevat Yerli sagt, werden sowohl Microsoft als auch Sony mit ihrer nächsten Konsolengeneration Probleme bekommen, falls sie mit dieser nicht das Free-to-play-Modell unterstützen werden. Zu dieser gewagten Aussage kam er in einem Interview mit Eurogamer:

Ich hoffe, dass sie [Free-to-play] unterstützen. Falls sie es nicht tun, wird es für sie eine harte Zeit. [...] Für solche Firmen ist das logischerweise eine Herausforderung, da sie so stark auf den Retailmarkt setzen, um ihre Hardware zu verkaufen und eine hohe Gewinnspanne zu erreichen. Würden sie auf Retailverkäufe verzichten und stattdessen digital als Free-to-Play anbieten, würden sie keine Xbox mehr verkaufen.

Über das bei vielen Spielern schlechte Image von Free-to-play ist sich Yerli indes durchaus bewusst, schiebt das aber auf die damit häufig verbundene niedrige Qualität: 

Sie haben einen schlechten Ruf – es ist Pay-to-win, es ist von geringer Qualität. Das ist mir komplett klar. Aber wir machen Free-to-play mit hoher Qualität. Es ist die CryEngine 3 [...]

Diese Aussage überrascht hingegen wenig. Derzeit befinden sich bei Crytek noch drei Titel in der Entwicklung, die dem traditionellen Verkaufsmodell folgen – Crysis 3, Ryse und Homefront 2. Sobald diese aber fertiggestellt sind, will der Entwickler komplett auf das Free-to-play-Modell umstellen. Einen ersten Anfang machte Crytek bereits mit Warface (GG-Angespielt), das derzeit schon in Russland verfügbar ist und im Laufe des Jahres noch nach Deutschland kommen soll.

Zumindest Microsoft scheint sich mit Yerli nicht uneinig zu sein. Mit den E3-Ankündigungen Happy Wars und dem Action-RPG Ascend - New Gods arbeiten die Redmonder derzeit zumindest an zwei für Xbox-Live-Goldmitglieder exklusiven Free-to-play-Spielen.

Admiral Anger 24 Trolljäger - P - 47999 - 28. August 2012 - 13:28 #

Generell begrüße ich kostenlose Spiele, solange sie gut gemacht sind und die Qualität stimmt. Ich glaube allerdings nicht, dass F2P die alleinige Zukunft der Branche sein wird, da ist mir der gute Crytek-Mann etwas zu optimistisch...

mihawk 18 Doppel-Voter - P - 12982 - 28. August 2012 - 13:31 #

Bin da ganz deiner Meinung.

Mazrim_Taim 15 Kenner - 3110 - 28. August 2012 - 19:01 #

Wer glaubt das F2P kostenlos ist glaubt auch das Zitronenfalter Zitronen falten.

HamuSumo 10 Kommunikator - 442 - 28. August 2012 - 21:48 #

Mein persönlicher Satz des Tages. Herzlichen Dank!

Maik 20 Gold-Gamer - - 21507 - 29. August 2012 - 12:36 #

F2P bedeutet ja nur, das der Zugang kostenfrei ist, bei Abomodellen ist das ja nicht der Fall.

DarthTK 13 Koop-Gamer - P - 1578 - 29. August 2012 - 11:30 #

Zu optimistisch ist da noch sehr gelinde ausgedrückt. Ich hab eher so das Gefühl, dass er sich alle paar Monate mal mit einem Krawallkommentar in die Köpfe der Spieler (oder auch Publisher) bringen muss, damit sie ihn auch ja nicht vergessen.

Admiral Anger 24 Trolljäger - P - 47999 - 30. August 2012 - 19:43 #

Macht das denn nicht jeder so?
Wie oft liest man Aussagen wie "Der PC ist tot/lebt", "Konsolen sind besser/schlechter", "Coregamer sind uns wichtig/Casual ist die Zukunft"...
Mir geht sowas auch auf den Zeiger, aber da die Reaktionen der Leser meist nicht lange auf sich warten lassen, scheint das eine gute Publicity-Strategie zu sein, leider.

AnoArno (unregistriert) 28. August 2012 - 13:34 #

Nur gibt es keine F2P Games die nix kosten. Unfassbar das es immer noch Leute gibt die glauben das es etwas umsonst gibt.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 28. August 2012 - 13:37 #

TF2?

rapidthor 14 Komm-Experte - 2668 - 28. August 2012 - 13:49 #

Ich hab TF 2 noch gekauft. Unfair. :D

q 17 Shapeshifter - 6711 - 28. August 2012 - 14:12 #

Aber dafür durftest du es auch schon jahrelang spielen ;) :P

Anonymous (unregistriert) 28. August 2012 - 16:37 #

Darf ich hinzufügen, dass man es auch damals noch gewiesen durfte, als es noch keine Updates und ganz am Anfang auch keine Pay-To-Cheat-Server gab? Wie konnte ich damals nur scharf auf das erste Update gewesen sein …

dimo2 07 Dual-Talent - 111 - 28. August 2012 - 14:04 #

Du zahlst für Waffen, für die du sonst ewig lange warten musst, bis der Zufall sie dir bringt, du was tauschst oder du sie zusammencraftest.
Klar, man argumentieren, dass alle Waffen, auch das Standardloadout gleich stark sind, aber du hast eben nicht die Möglichkeit das Spiel so einfach auf deinen spielstil zu personalisieren.

TF2 ist längst nicht so schlimm wie viele andere F2Ps, trotzdem hat man einen spielrelevanten Vorteil durch Itemkäufe.

Das einzige Spiel was imho in die richtige Richtung zu gehen scheint ist DOTA 2, wo im Shop nur rein kosmetische Items verkauft werden, die das Spiel nicht beeinflussen.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 28. August 2012 - 14:11 #

Aber du sagst es doch selbst... alle Waffen sind in etwa gleichstark. Und alles hat seine Vor- und Nachteile. Ich hab mich noch nie benachteiligt gefühlt... man muss nix zahlen und hat quasi trotzdem auf alles Zugriff. Pay2Win sieht anders aus.

Brackenburg 08 Versteher - 185 - 28. August 2012 - 14:23 #

Sich nur über kosmetische Items zu finanzieren ist im Prinzip ja eine Art Spendensystem. Das wäre großartig, aber ich fürchte, das funktioniert leider ziemlich schlecht; solange es Spiele gibt, für die man zahlen MUSS um sie (anständig) spielen zu können spart man sich sein Geld, wo man nur kann. Und solange Entwickler sehen, wie viel Geld einige a****ige Kollegen mit Abzockmethoden aus ihren Kunden rauspressen werden sie früher oder später auch zu solchen Methoden greifen um sich über Wasser halten zu könnne.
Ein anständiges neues Urheberrecht könnte so toll sein...

q 17 Shapeshifter - 6711 - 28. August 2012 - 14:44 #

Aber es funktioniert ja anscheinend prächtig. Bei LoL ist es doch auch schon so. Man kann sich nur kosmetische Sachen kaufen und die verdienen damit gut. Bei dota2 ist es auch so. Und das funktioniert mehr als gut. Und man MUSS dort nichts zahlen.

Maik 20 Gold-Gamer - - 21507 - 28. August 2012 - 15:18 #

Klar, läuft das gut. Der Mensch will sich doch von anderen abheben und das kann er in diesen Spielen über die Kleidung.

Philley 16 Übertalent - 5356 - 28. August 2012 - 16:08 #

Hab nun schon das eine oder andere F2P hinter mir. Manche waren okay, manche gut und manche wirklich mies. Aber generell begrüße ich den F2Play-Trend. Denn immerhin konnte ich die Titel, die ich für schlecht befunden habe (aber vorher offenbar doch mein Interesse wecken konnten) ausgiebig und umsonst testen, statt sie kaufen zu müssen und mich hinterher drüber zu ärgern. In World of Tanks habe ich eine ganze Menge Stunden versenkt, bevor ich angefangen habe, zu bezahlen. (darauf läuft da Konzept nunmal hinaus, da muss man sich nichts vormachen)
Denjenigen, die nun "Pay2Win" schreien, kann ich sagen, daß man sich nicht "besser" kaufen kann. Man muss nur etwas kürzer grinden. Zwischendurch habe ich 6 Monate Pause gemacht und bin nun wieder eingestiegen. Trotzdem habe ich unterm Strich bisher etwa 50€ in das Spiel gesteckt. Für mehrere 100 Std in 2 Jahren finde ich das in Ordnung.
Ein weiteres Bsp. ist Blacklight: Retribution, das sich gut spielt, bei dem ich aber noch immer nicht weiß, wofür ich mein Geld ausgeben sollte.
Zum Vergleich: Ich würde ja gern noch COD4 spielen, nur hat Activision gar kein Interesse daran und nötigt mich, wenn ich denn spielen möchte, jedes Jahr wieder und wieder 50-60€ zu investieren, obwohl ich doch aber schon mit dem Produkt von vor 5 Jahren zufrieden war. Währenddessen bekomme ich bei F2P stetig neuen Content "umsonst". Was ist also kundenfreundlicher?
Insofern stimme ich Yerli zu: Gute F2P werden mehr und mehr ins Rollen kommen, da sie eben umsonst zugänglich sind, während die schlechten (Pay2Win) aufgrund größerer Konkurrenz und eines unfairen Systems, in der Versenkung verschwinden werden. F2P rechnet sich eben durch die schiere Masse und über eine lange Laufzeit.

Longate Helldon (unregistriert) 28. August 2012 - 13:51 #

Die Aussage find ich ein wenig seltsam, mit Happy Wars kommt doch schon bald der erste xbox360 F2P Titel. Es ist ja wohl kaum zu erwarten, dass die "Xbox720" das dann nicht unterstützen sollte...

DomKing 18 Doppel-Voter - 9251 - 28. August 2012 - 14:02 #

Große Investition und CryEngine 3 (oder vergleichbare Grafikengines) sind kein Indiz für ein qualitativ gutes Spiel. Dazu gehört wesentlich mehr.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3222 - 28. August 2012 - 14:02 #

Eieiei... deren F2P-Wahn nimmt ja schon fast religiöse Züge an.

"Aber wir machen Free-to-play mit hoher Qualität. Es ist die CryEngine 3"

Gute Grafik allein macht noch lange kein qualitativ hochwertiges Spiel. Gerade im F2P-Bereich ist ein ausbalanciertes Shopmodell viel wichtiger, welches nicht nach P2Win abdriftet und dennoch Profit abwirft. Daran scheitern die meisten und gerade bei Firmen wie EA oder auch Crytek habe ich arge Zweifel, was das betrifft.

Brackenburg 08 Versteher - 185 - 28. August 2012 - 14:08 #

Viele Spiele, die sich "Free2Play" schimpfen sind im Grunde genommen doch klassische Demo- oder Shareware-Versionen, nur dass es sich aus marketing-technischen Gründen gut tut, groß "kostenlos" draufschreiben zu können.
Aber selbst wenn man von gut gemachten "F2P"s ausgeht stellt das nur eine Alternative da, mit ihren Vor- und Nachteilen, wie die klassische Retailversion sie auch hat. Komplett verdrängt wird da unter Garantie nix.
Vor allem, da so ein Modell nur für einige Spielarten Sinn macht, in erster Linie Multiplayerspiele, um die Server voll zu kriegen. Bei Singeplayerspielen würde es in erster Linie dazu führen, dass noch mehr unsinnigerweise eine Online-Pflicht hätten.
Und wenn alle Spiele nur noch mit laufender Internetverbindung funktionieren, was zum Geier soll ich denn dann spielen wenn mein Internet mal wieder rumzickt, ich mit dem Laptop im Urlaub bin oder gerade umgezogen bin und auf meinen Anschluss warte?

Tr1nity 26 Spiele-Kenner - P - 73397 - 28. August 2012 - 14:08 #

Ich denke eher das schlechte Image von F2P-Spielen kommt weniger durch die Qualität, über die kann man sich streiten, solange der Spielspaß stimmt, sondern schlichtweg über den eigentlichen Rattenschwanz an Bezahlmodellen, wenn man so ein F2P-Spiel wirklich auch voll spielen will. Damit machen die ja immerhin ihr Geschäft. Eine Basis-Version eines F2P-Spiels kann man quasi als Demo sehen, wer aber in den vollen Genuß von so einem Spiel kommen bzw. mithalten will, muß ebend zahlen. Zudem setzen die nur auf Multiplayer, ergo Account-Bindung und pipapo. Wer reine Singleplayer-Spiele bevorzugt, läßt eh die Finger davon. Und allein schon da dürften für Crytek sowieso einige potentielle Kunden wegfallen.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 28. August 2012 - 14:25 #

+1
Dürften die Gründe für ein grundsätzliches Scheitern mit ein paar Ausnahmen von F2P werden/sein :)

Soeren (unregistriert) 28. August 2012 - 14:13 #

Ich bin wirklich schockiert wie auch dieser Krempel wieder mit einem großen Löffel geschluckt wird. Es ist wirklich beeindruckend wie es die Industrie schafft die Kunden immer wieder aufs neue an neue Abzockmechanismen zu gewöhnen. Das es bei DLC´s, Always on, (immergleiche) MMO´s und Accountbindung funktioniert war ja fast schon klar, aber das jetzt sogar dieser seelenlose F2P Rotz als "begrüßenswert" bezeichnet wird, macht mir Angst.

blobblond 19 Megatalent - 17762 - 28. August 2012 - 14:23 #

Cevat Yerli sagt das doch nur weil Crytek auf F2P umsteigt ,also Marketinggeblubber.

Fred DM (unregistriert) 28. August 2012 - 14:25 #

ich würde eher umgekehrt prophezeien: Crytek werden probleme kriegen, wenn sie sich zu 100% auf F2P umstellen...

F2P ist im moment wie eine seifenblase, die höher und höher steigt, aber irgendwann platzt sie...

pepsodent 13 Koop-Gamer - P - 1414 - 28. August 2012 - 14:35 #

Ja, ja, Herr Yerli, und in China fällt ein Sack Reis um. Oder war's Indien?

GG-Anonymous (unregistriert) 28. August 2012 - 14:42 #

Wir machen hochqualitatives Free-2-Play, weil es die CryEngine 3 ist. Was hat die Engine mit gutem Free-2-Play zu tun?

Crytek hat für mich nicht einmal hochqualitative Retailspiele gemacht, eben weil sie bis auf CryEngine nichts anderes boten. Stimme der Aussage schon zu, es ist totales Marketinggeblubber.

Free-2-Play ist nichts anderes wie die damalige Zeit der Sharewarespiele wie Wolfenstein und Doom. Das ist irgendwann ausgestorben, wieso sollte es nun urplötzlich funktionieren? Es gibt Sachen die will man alle 20 Jahre als neu verkaufen, floppen dann aber genauso wie zuvor. Zuletzt gesehen mit 3D im Kino und beim Fernsehen.

Skeptiker (unregistriert) 28. August 2012 - 14:49 #

Neulich ging den ganzen Sonntag mein DSL nicht.

Weltuntergang!

Was soll man nur ohne Netz machen, außer spielen?
Aber das geht bei Diablo 3, Ubi-Launcher und F2P ja
auch nicht, weil der Netzzugang fehlt!

Hat mich wieder daran erinnert, nur für Offline-Spiele
Geld auszugeben, die ich auch ohne WAN-Verbindung spielen kann.

Machen die ganzen F2P-Anbieter eigentlich gleich Pleite, wenn
mal ein paar Tage das Netz streikt?

Der angegebene Name (unregistriert) 28. August 2012 - 15:01 #

"Machen die ganzen F2P-Anbieter eigentlich gleich Pleite, wenn
mal ein paar Tage das Netz streikt?"

Interessante These. Brb ein paar Leitungen sprengen...

SNAKE 13 Koop-Gamer - 1324 - 28. August 2012 - 15:33 #

Und wie zum Teufel wollt ihr F2P Solotitel erstellen????

"Zahle 5€ um die Tarnfunktion des Nano-suits freizuschalten!!!"

EdwardSenn 10 Kommunikator - 541 - 28. August 2012 - 16:02 #

Ich liebe das F2P Prinzip. Ich mag es, selbst entscheiden zu können, wann ich wieviel für ein Spiel ausgebe. Ich mag den direkten Vertrieb. Ich mag den Gedanken, eine Vollversion zu bespielen und nicht eine Demo.
Ich bin Kunde und ich halte mich für mündig. Wenn mir ein Spiel nicht gefällt, bekommt es keinen Cent. Wenn ein Spiel abzockt, bekommt es keinen Cent. Wenn es Pay2Win ist, auch nicht. Dennoch habe ich oftmals für lau eine zeitlang meinen Spass gehabt.

Wie oft schon habe ich 50€ für einen Retailtitel hingelegt, der dann sein Geld nicht wert war? 6 Std Kampagne? Bugfest? Oder der mich, trotz guter Qualität, irgendwie nicht begeistern konnte?

Bei F2P kann ich ausgiebig Erfahrung sammeln mit einem Titel und ihm dann, wenn ich überzeugt bin, dass der Gegenwert stimmt, Geld bezahlen. Das ist das umgekehrte Crowdfunding Prinzip. Was soll daran falsch sein?

Aus vielen Kommentaren spricht dagegen das Geiz-ist-geil Prinzip: Wenn es 'free' ist, zahlt man schonmal aus Prinzip nix! Trotzdem nimmt man sich als Anwender das Recht, zu motzen, zu fordern und ständig lautstark alle zahlenden Spieler zu beleidigen. Lieber steckt man sein Geld in die nächste geile Grafikkarte, anstatt den gierigen Entwicklern was zu gönnen...

Ich bekenne, für WoT insgesamt bereits über 200€ bezahlt zu haben und es wird wohl auch mehr. Teurer Spass, wenn ein Retail Titel nur 50 kostet, oder? Dennoch bereue ich keinen Cent. Denn ich habe etwa 800 Spielstunden dort verbracht. Die Kosten/Nutzen Rechnung lässt jeden Kinobesuch alt aussehen. Und ich habe jedesmal selbst und frei entschieden, wann ich mein Goldkonto auffülle.

Von mir aus kann der Yerli Recht behalten. Denn F2P gibt mir die Möglichkeit, als Kunde viel flexibler zu bezahlen als ich das bisher für den Vollpreismarkt tun konnte. Ich kann viel besser steuern, wer mein Geld bekommt. Ich liebe das F2P Prinzip!

Philley 16 Übertalent - 5356 - 28. August 2012 - 16:20 #

Ich sehe das genauso (hatte ich ja oben schon erwähnt). Bei WoT fühle ich mich weit weniger abgezockt, als beim 100. COD-Teil (dem nach 9Monaten regelmäßig die Server-Lichter ausgehen) Manche von meinen Kumpels haben noch weit mehr für WoT investiert, als Du. Abgezockt fühlt sich von denen keiner (deren Frauen/Freundinnen sehen das natürlich anders ;-)
Zwar haben die meisten mittlerweile ihre Euro/Monat deutlich reduziert, aber sie spielen alle noch. Die meisten für ca. 8-9€/Monat, manche für lau.
Generell glaube ich, daß das System sich so in F2P durchsetzen wird, weil der "Druck" doch Geld auszugeben nur von einem selbst kommt.

Skeptiker (unregistriert) 28. August 2012 - 18:34 #

Du bist halt kein Sammler, der sich weigert, sein
Geld in flüchtige Dinge zu investieren.

Es gibt aber viele Menschen, die investieren ihr Geld nicht
in flüchtige Dinge. Die kaufen sich DVDs, gehen aber nie
ins Kino. Die haben ein Haus, vergeuden keinen Mietzins.
Die geben ihr Geld in der Freizeit nicht schneller aus,
als sie es verdienen können und sammeln überhaupt nur,
was keinen Wert verliert.

Für Menschen mit den Genen eines Sammlers ist F2P ein Unding,
weil alles flüchtig ist. Das Spiel kann man nicht verkaufen,
gekaufte Extras kann man nicht verkaufen. Und im Spiel selber
soll man vielleicht sogar Geld für flüchtige Dinge bezahlen.

Den Spiele-Herstellern muss halt klar sein, dass F2P für einen
Sammler ungefähr so sinnvoll ist, wie Geld verbrennen.
Solange es brennt ist die Sache ganz lustig, aber die Asche
ist nix mehr wert ....

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4300 - 29. August 2012 - 7:25 #

Das ist eine interessante Sichtweise, die durchaus Sinn macht.

Viele Frauen, die ich kennengelernt habe, haben aber das absolute Gegenteil verkörpert, trinken gerne einen teuren Kaffee in einem Kaffeeladen, gehen gerne aus und kaufen sich sehr häufig modische Produkte, die dann wieder schnell ersetzt werden müssen und lieben es, zu verreisen - alles sehr flüchtige Dinge.

Ich vermute, dass diese Tendenz auch bei dem einen oder anderen Mann zu finden sein wird.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 29. August 2012 - 8:12 #

Ich muss da gerade etwas schmunzeln. Wegen dem flüchtigen und so... hab gestern mal das Bonusmaterial von The Texas Chain Saw Massacre (der von 1973) gesehen und da gabs ein über 2 Stunden langes Gespräch und da ging es auch etwas genau darum, weil einer der Gesprächsteilnehmer mal einen Horrorfilm über Nekrophilie gedreht hat. Er redete dann etwas darüber, dass das halt auch ein (krankhaftes) Festhalten am Bekannten ist. Und aus der Sicht ist das irgendwie interessant.

Irgendwie ist das ja auch wieder ein ganzes Thema für sich. Ich bin auch leidenschaftlicher Cineast und sammle Filme fürs Regal. Aber warum? Ist doch irgendwie auch nur ein Festhalten. Und ich bin ja auch nur flüchtig. Irgendwann sterb ich und dann hab ich von den 1000 Filmen auch nichts mehr. Was ist dann?

Nichts hält für die Ewigkeit. Vielleicht sollte man auch einfach lernen, leichter von Sachen loslassen zu können.

Jens Janik 12 Trollwächter - 969 - 20. Januar 2013 - 10:56 #

Besser hätte ich es nicht ausdrücken können.

EdwardSenn 10 Kommunikator - 541 - 29. August 2012 - 8:17 #

Doch bin ich. Oder besser: War ich. ich habe Unsummen in (Spiele-) Software, DVD/BluRays und Musik-CDs investiert. Die Sammlung umfasste mehrere Tausend Stück. Und ein Haus habe ich auch ;)

Und dann habe ich festgestellt, dass in dieser 'schnelllebigen' Welt meine Sammlung rapide an Wert verliert. Und damit flüchtig ist.

Meine DVDs sind nichts mehr wert! Die BluRays im Zeitalter des digitalen Vertriebs bald auch nichts mehr. Die geliebten Steelbook Exemplare mit Special Extendes Cut damals für 40€ erstanden sind heute Meterware! Versuch mal Deine Sammlung schätzen zu lassen und Du wirst blass!

Das gleiche gilt für die Spieleperlen von damals. Haben allenfalls noch ideellen Wert für Dich, weil Du spezielle Erinnerungen damit verbindest. Verkaufen kannst du den Kram nicht, weil er wertlos geworden ist!

Ich kann daher dein Argument nicht ganz nachvollziehen: Auch aktuelle Spiele lassen sich -dank Kontenbindung- immer schlechter verkaufen. Alte Spiele will dagegen kaum noch jemand haben, gibts doch alles bei abandonware oder GOG.com im digitalen Vertrieb! DVDs und BluRays verlieren täglich an Wert und sind als Sammlerobjekt kaum noch zu gebrauchen. Die meisten Filme schau ich eh nur einmal, da ist die Videothek billiger. Sogar Online für 5€/Film.

Ich gebe mein Geld viel lieber für die Erfahrung aus. Für das Erleben. Das darf dann auch virtuell sein, wenn ich der Meinung bin, dass das Preis/Leistungsverhältnis stimmt. Den 'Mehrwert' eines Sammlerobjektes kann ich nicht mehr erkennen. Ich habe daher das Sammeln eingestellt, sogar Musik kaufe ich zunehmend direkt als MP3.

Philley 16 Übertalent - 5356 - 29. August 2012 - 16:21 #

Nirgends sonst werden Kommentare zu Artikeln (nur zur Erinnerung, esging um Free2Play) so philosophisch, wie bei GamersGlobal ;-)
weiter so!!!

Despair 16 Übertalent - 4437 - 29. August 2012 - 10:19 #

Ein fürs Regal gekauftes Spiel hat aber irgendwie einen äußerst geringen Spaßfaktor. Richtige Sammlerobjekte sollen ja möglichst noch eingeschweißt vor sich hin gammeln, sonst sind sie quasi wertlos. Spielen is also nich... :D

Wenn mir ein F2P-Spiel Spaß macht habe ich nichts dagegen, ein paar Euros zu investieren. Ich zahle dann eben für den Spielspaß, nicht für einen flüchtigen virtuellen Gegenstand. Wenn ich zahlen soll, um den Spielvorgang weniger qualvoll werden zu lassen, bin ich schnell wieder weg.

volcatius (unregistriert) 28. August 2012 - 16:17 #

Yerli soll einfach mal die Klappe halten, das nimmt ja sektenhafte Ausmaße an. Und was zum Teufel hat hohe Qualität eines Spiels mit der CryEngine zu tun?

Sogenanntes F2P bedeutet erst mal
- permanente Onlinepflicht
- verstärkte technische Schwierigkeiten und Limitierungen
- Accountbindung
- kein Singleplayer
- keine vernünftige Story
- Designentscheidungen zur Generierung von Einnahmen
- Bezahlung teilweise nur über eigene Währung
- Folgekosten meist höher als ein Retailspiel
- nach Abschalten der Server Verlust aller Erfolge, keine Ausweichmöglichkeit

Dehace (unregistriert) 28. August 2012 - 18:06 #

Genau so sehe ich das auch. Der wirklich einzige Vorteil für den Spieler, der immer genannt wird, ist, dass man ein Spiel testen kann und bis zu einem bestimmten Punkt kein Geld dafür bezahlen muss. Das nannte man in den letzten 20 Jahren immer Demo...

Warum wird F2P von den Publishern immer als Zukunft der Spiele genannt? Weil alle Spieler die dann kostenlos spielen werden und der Publisher keine Einnahmen mehr generiert?

Skeptiker (unregistriert) 28. August 2012 - 18:55 #

Früher waren Demos etwas besonderes, da hat man noch
ein Heft gekauft, auf dessen CD eine tolle Demo war und damit
praktisch für die Demo Geld bezahlt.
Wie bei einem gekauften Spiel, denkt man sich die Demo schön, weil
man ja Geld dafür bezahlt hat, ein bekanntes psychologisches "Problem".
Jetzt hab ich schon einmal bezahlt, ach, kaufe ich
doch gleich das ganze Spiel!

Bei F2P lade ich das Ding kostenlos runter, gucke es mir an
und finde alles doof, weil ich ja bisher keinen Pfennig bezahlt habe.
Ich lösche das Spiel wieder, ärgere mich, dass der Hersteller mir
meine privaten Daten "gestohlen" hat (Name, Mail, Adresse, Geburtsdatum)
und lade mir das nächste F2P-Spiel runter. Verdienen tun die
Hersteller daran natürlich nix und das ist für die ein
echtes Problem.

Ein Problem, für das die F2P-Dealer schon eine
Lösung gefunden haben: Heft-CDs !
Guck Dir an, was bei der Gamestar dabei ist:
World of Tanks mit Premium-Content!
Früher war die Demo selber der Premium-Content der Heft-CD,
heute bekommst Du das F2P-Spiel mit exklusivem Premium-Content
auf Heft-CD.
Und wo ich jetzt sowieso schon irgendwie für die WoT-Demo
bezahlt habe ...

Maik 20 Gold-Gamer - - 21507 - 29. August 2012 - 12:44 #

Ich kann mich dem nur anschlißeßen. Die psychologische Ebene bleibt bei all den Meinungen doch außen vor. Für meine ganzen F2P-Accounts nutze ich eh nur Fake-Daten, so ärgere ich mich nicht. :)

Despair 16 Übertalent - 4437 - 29. August 2012 - 10:24 #

Die Punkte 1-3 kriegen viele Softwareschmieden schon ganz gut ohne F2P hin. ;)

Aber wieso kann ein F2P-Spiel keine vernünftige Story haben?

Maulwurfn Community-Moderator - P - 13885 - 28. August 2012 - 17:00 #

Ach Yerli, mach dir mal keine Sorgen um Sony und Microsoft, die kommen auch ohne deine F2PP2W-Mania aus.

Tyrael99 (unregistriert) 28. August 2012 - 19:28 #

Das denke ich auch und bitte verschone uns PC Spieler auch davon!

Lyhawk 15 Kenner - P - 2979 - 28. August 2012 - 18:18 #

Aye, da riskiert jemand aber einen Blick in die Glaskugel, hoffentlich nehmen sich das MS und Sony auch zu Herzen, was der große f2p-fps-Prophet verkündet hat.

Ich bin skeptisch, vor allem da ich f2p generell nichts abgewinnen kann (f2p fühlt sich einfach unaufrichtig an, weil man leicht durchschaut wie das Spiel versucht dich zum Zahlen zu gängeln)und es mir auch in der Praxis bisher wenig Freude bereitet hat.

NickL 13 Koop-Gamer - 1579 - 28. August 2012 - 19:48 #

Solange es nur den Multi-Player Part geht. Ist Free2Play wirklich besser. Langfristig gesehen hat er recht.
Ich sehe nur in seinem Denken den Tod der Single-Player Spiele.

Oder kennt jemand schon eine reines Free2Play Single-Player Game?

Ich noch nicht. Ich spiele lieber alleine. MP ist mir zu stressig und nervig.

matthias 13 Koop-Gamer - 1250 - 28. August 2012 - 20:36 #

finds gut wie er quasi alle bedenken gegen f2p mit dem einsatz der cry engine wegwischen will, denn diese stünde für qualität. recht deutlich das er immernoch nicht erkannt hat, was gute games ausmacht.

Jadiger 16 Übertalent - 4890 - 28. August 2012 - 20:50 #

Aber mal so F2p ist eher so ein Pc ding natürlich kommt auf der Konsole auch ein wenig durch. Ich glaub ich kenne jetzt schon über 100 Spiele wie zum Teufel finanziert sich das und die Spiele sind nicht erst seit gestern da.
Das ist ein klares anzeichen das es sehr viele Zahlungs willige kunden gibt. Trotzdem finde ich es einfach nicht so toll alles auf F2p zumachen. irgendwann kommen auch noch richtige rollenspiele wo man dann Zonen kaufen muss so kommt mir das vor. Jetzt sind es ja meist MMO und Shooter auch mobas. Solange es fair bleibt ist es ok aber es gab genung Spiele die am start sehr versuchten die Leute zunötigen Geld auszugeben.

EvilNobody 13 Koop-Gamer - 1638 - 28. August 2012 - 21:36 #

Haha, die Kids spielen dann "kostenlose" Spiele und die Eltern kriegen ne 100 Euro-Rechnung. :-D

HamuSumo 10 Kommunikator - 442 - 28. August 2012 - 22:12 #

Sollte sich F2P in großem Maßstab durchsetzen, werde ich mich bei der Spieleindustrie mit einem offenen Brief bedanken, dass man es mir so leicht gemacht hat das Hobby fast ganz sein zu lassen.

Ich bin mit Videospielen aufgewachsen, höre gerne in meiner Freizeit (oder auch auf der Arbeit) Spielemusik und zocke einfach gerne. Doch die Entwicklungen in letzter Zeit kollidieren mit meiner Mentalität.

Für ein gutes Spiel bin ich bereit Geld auszugeben. 50 oder 60 €, kein Thema. Da ich auch niemand bin, der sich im Monat 10 Spiele holt sondern vielleicht mal alle zwei Monate eines, von mir aus auch 70 €. Spieleentwickler ist ein Knochenjob und das honoriere ich. Nur mit dem Kauf will ich dann meine Ruhe und es genießen.

Ich will im Einzelspieler von keinem Server abhängig sein und ich will auch nicht bezirzt werden mir mein Spiel mit kostenpflichten Steinchen in Lego-Manier zusammenbauen zu müssen. F2P ist das Aufstoßen eines Fasses ohne Boden, und nutzt Menschen aus, die es nicht gebacken bekommen sich eine Grenze zu ziehen. Das ist schlechtes Geschäftsgebaren und gehört eigentlich verachtet. Doch eine Mehrheit lässt sich durch die Sucht nach Spaß von der Industrie alles andrehen.

BamBam2707 14 Komm-Experte - P - 2648 - 28. August 2012 - 22:22 #

Dieser Cervat Yerli hat aber auch immer und überall eine Meinung...kann das sein?

Für mich ist das wieder so eine Core vs. Casual Geschichte. AUßerdem beschränkt sich F2P derzeit doch schon auf MMO-Titel. Mir erschließt sich nicht wie man Produkte wie Uncharted, GTA oder God of War mit F2P finanzieren will. Oder sind diese Spiele zukünftig unwichtig und wir spielen alle nur noch World of Sparcraft, Ich bezahle lieber für Ausnahmetitel als Einheitsbrei kostenlos zu bekommen.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 28. August 2012 - 23:02 #

Hab das Gefühl, er versucht sich die letzten Monate als Pachter 2 mit seinen Analysen. Aber am Ende steht bei seinen Aussagen eh immer nur "Boah unsere CryEngine ist die geilste" als Kernaussage.

BamBam2707 14 Komm-Experte - P - 2648 - 29. August 2012 - 5:47 #

Genau den Eindruck hab ich auch. Hauptsache er wird in den Medien irgendwo erwähnt um Werbung für sein Zeug zu machen. Jetzt ja auch indirekt für Warface.

Zele 15 Kenner - 2796 - 28. August 2012 - 23:30 #

Yerli gehört doch die Firma, die ohne das Geld eines großen Publishers schon lange hopps gegangen wäre^^

Ja, er ist geradezu berufen, anderen Firmen Ratschläge zu geben....

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23298 - 29. August 2012 - 0:07 #

Ich denke nicht, dass man F2P auf PC 1:1 mit F2P auf Konsole gleichsetzen kann. Den PC haben die wenigsten Menschen nur für Spiele gekauft, sie können also in der Tat umsonst spielen. Aber für eine Konsole geben Leute bis zu 599 Dollar aus, dann möchte man auch entsprechende Spiele zocken und nicht nur irgendwelche Billiggames, die man genausogut auf jedem PC spielen könnte.

BamBam2707 14 Komm-Experte - P - 2648 - 29. August 2012 - 5:51 #

Seh ich auch so. Außerdem existiert mit den ganzen DLC's ja quasi bereits abgespeckt so ein System. Wer weiß...vielleicht kommt FIFA 15 ja kostenlos mit der Kreisklasse und wer Bundesliga und Champions League spielen will kann sie sich per Micro Payments dazu kaufen ;-)

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 9933 - 29. August 2012 - 7:56 #

und im selben satz liefert er auch gleich die begründung, wieso sony und ms nicht auf F2P setzen werden.
mag sein, dass man mit diesem prinzip geld machen kann. aber der großteil der spieler erwartet bei diesem prinzip eben schon versteckte kosten und eine darauf ausgerichtete motivations-spirale. schon aus dieser erwartung (welche sich ja auch im regelfall bestätigt) ergibt sich das desinteresse an solchen spielen.

Cohen 16 Übertalent - 4453 - 29. August 2012 - 10:43 #

Free-2-Play wird mMn aufgrund des Überangebotes am Spielemarkt noch derbe Probleme bekommen. Da müssen sie sich schon sehr anstrengen, die Spieler bei IHREM Spiel zu behalten, wenn etliche andere Hersteller ebenfalls um die knappe Zeit der Spieler buhlen.

Spätestens zum Zeitpunkt, an dem der Kunde erstmals die Brieftasche zücken soll, wird sich ein Großteil der Spieler die Frage stellen: "Macht mir das Spiel wirklich so viel Spaß, um Geld zu investieren oder probiere ich lieber einen der zwei Dutzend neuen F2P-Titel aus?"

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11042 - 29. August 2012 - 17:16 #

F2P ist eigentlich nicht schlecht. Aber es hat auch seine Begrenzungen. Es funktioniert nur mit Online-Multiplayerspielen.

Und es gibt durchaus gute Spiele. Dass Problem dabei ist aber eigentlich, es gibt heute schon zu viele! Ich habe derzeit Age of Conan, Aion, C9 - Continent of the Ninth, Vindictus und Raiderz auf der Platte. Nur alle diese MMOs sind eigentlich, wenn man sie richtig spielen will, sehr zeitaufwendig - das Konzept von F2P, die Nutzer müssen gebunden werden. Mir gefallen diese genannten Spiele alle sehr, sehr gut! Aber wann soll ich sie spielen? Theoretisch müsste ich mich für eines entscheiden.

Und ich denke, das ist die Crux, wenn die begrenzte Anzahl an Spielern für solche Titel sich wirklich auf einzelne Spiele aufteilen, dann bleibt nicht mehr viel vom Kuchen für den einzelnen Anbieter übrig!
Und an Spielern wie mir, verdienen die eh nichts. Ich spiele halt die besten neuen der praktisch mehrfach monatlich neu erscheinenden Titel an und bin damit schon ausgelastet. Bei den meisten Titeln schaffe ich es nicht mal bis Level 20, dann ist das nächste dran.

Und der Witz ist, es ist egal! Denn ein MMO kann man NICHT durchspielen. Es ist also völlig wurscht, wann ich aufhöre oder wie weit ich spiele. Ich kann so weit spielen, wie es Spaß macht und ich kostenlos komme.

Und ich glaube (oder hoffe), dass Spieler, die in Titeln wie World of Tanks jeden Monat ihre 30 bis 50 Euro lassen, eher eine sehr begrenzte Ausnahme sind.

Jedenfalls ist F2P EIN Marktsegment, mit dam Geld verdient werden kann. Wenn es aber Überhand nimmt, dann bricht das ganze Konzept wie ein Kartenhaus zusammen.
Denn Titel wie DOTA, WOT oder EVE haben aufgrund ihres Spielkonzepts nur eine begrenzte Spielermasse. Wer da abgrasen will, der wird schnell Probleme kriegen, denn er muss vor allem eines sein: besser. Und das bedeutet, das Spiel kostet enorme Entwicklungssummen.

Zenturio_Kratos 12 Trollwächter - 1162 - 30. August 2012 - 5:46 #

nur weil sein F2P spiel die cry engine verwendet muss es lange noch nicht gut sein, wird wohl wieder a x-beliebiger shooter werden...

Jens Janik 12 Trollwächter - 969 - 20. Januar 2013 - 11:25 #

Was ist Kundenfreundlicher? Alle 12 Monate ein vercheatetes CoD heraus bringen, oder einen F2P Titel langfristig supporten, um die potenzielle Kunden beim Spiel zu halten? - Ich würde sagen für Multiplayer-Spieler ist f2p sogar besser, weil der Publisher damit ein Interesse hat, sein Spiel zu pflegen, sonst kauft man nix mehr.

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