Wasteland 2: Brian Fargo über Crowd-Funding und Publisher

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24. August 2012 - 12:33 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert
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Bei gamesindustry.biz spricht Brian Fargo über die rapide Entwicklung des postapokalyptischen Rollenspiels Wasteland 2 und die Einflussnahme, die ein Publisher darauf nehmen kann. Fargo betont dabei Folgendes:

Wir arbeiten an Wasteland 2 seit ungefähr 100 Tagen, ohne dabei von irgendeinem Publisher-Overlord gestört zu werden. Bereits jetzt haben wir hunderte Seiten von Designkonzepten umgesetzt, wir haben erste Musikstücke implementiert, das Interface ist funktionstüchtig und wir machen bereits erste Screenshots. [...] Unter dem Strich heißt das: Ohne lästige Störungen sind wir einfach verdammt gut.

Darüber hinaus erwähnt Fargo unter anderem, dass er seit seinen 30 Jahren Tätigkeit in der Spieleindustrie ein Wandel hin zu neuen Methoden wie kleineren Entwickler-Teams, neuen Vertriebsmöglichkeiten und neuen Finanzierungsmöglichkeiten bemerkt habe: So konnte seine Firma InXile allein durch Crowd-Funding mehr als drei Millionen US-Dollar für Wasteland 2 sammeln -- dies gab dem System des Crowd-Fundings für andere Spielprojekte großes Vertrauen. Laut Fargo biete diese Möglichkeit jedoch noch mehr Potential als die einfache Refinanzierung eines Projekts an.

Ebenso beschreibt der Entwickler die Vorteile der Unity-Engine für Wasteland 2 -- diese zeichnet sich nicht nur durch technologisches Know-How, sondern auch dem wertvollen Austausch von Daten und Erfahrungswerten aus. So verwende Wasteland 2 bereits 49 Assets aus dem Unity-Store -- zum Release erwarte Fargo sogar 500 Assets. Zur Erläuterung: Bei Assets handelt es sich um Vorlagen aus dem Unity-Store, die Entwickler für ihre Spiele nutzen können oder im Gegenzug in dem Unity-Store zum Verkauf anbieten.

Mit Systemen wie Kickstarter und Unity sei es weiteren Entwicklern möglich, finanzielle Sicherheit zu bewahren, ohne Kreativität wegen einer Kosten-Nutzen-Relation aufzugeben. Das sei gerade in diesen Tagen von immenser Bedeutung. Diese Kombination sei Fargo zufolge die sinnvollste Variante. In diesem Zusammenhang erwähnt er:

Firmen haben keine künstlerische Integrität, sondern nur der Mensch. Diese Art von Integrität schlägt sich auf die Produktion nieder und wie diese genutzt wird. Es gibt Angestellte in diesen Firmen, die zwar diese Integrität, aber keinerlei Einflussnahme besitzen.

Fargo resümiert, dass die besten kreativen Ergebnisse nur von denjenigen kommen, die entweder selbst die Einflussnahme oder die Refinanzierung in eigener Hand haben. Als Beispiel führt er dabei das Studio Rockstar an: Rockstar würde niemals einen derart guten Ruf für seine Spiele haben, wenn Sam Houser den Laden nicht mit eiserner Faust führen würde. Er ist nicht die Firma, er ist der Mensch dahinter.

Auch auf Markus Persson alias Notch, bekannt durch Minecraft, kommt Fargo zu sprechen. So investiere er mehrere hunderttausend Dollar in weitere Kickstarter-Projekte und helfe somit anderen Entwicklern aus. Von den bekannten Publishern komme freilich kein Geld und es sei auch nicht gut für die kleinen Entwickler, wenn wenige große Publisher über sehr viel Geld verfügen.

Wenn ein Minecraft daher kommt und zwei Millionen US-Dollar oder drei Millionen US-Dollar zurück ins Ökosystem für andere Entwickler zurückgibt, dann hilft es uns, das nächste zu finden.

Auf Twitter überraschte Fargo indes die Fans mit einem ersten Einblick zu einem der Feinde in Wasteland 2, die dem Spieler gegenübertreten werden (siehe auch vergrößertes Bild über der News).

Andreas 16 Übertalent - 4622 - 24. August 2012 - 12:40 #

Das Kickstarter-Projekte jetzt das Allheilmittel sein sollen, muss sich erst einmal beweisen. Bis jetzt traue ich da nur Schafer und Fargo.

Skeptiker (unregistriert) 24. August 2012 - 13:17 #

Sehe ich ähnlich.

Ein kleines feines Spiel wie Terraria hat sich über Steam
eine Million Mal verkauft, zu Preisen von 2.50 Euro bis 10 Euro.
Bei Kickstarter kommen zum Teil Millionen von Dollar zusammen,
aber dem stehen nur 80 000 Backer, also Vorbesteller mit
Vorkasse gegenüber.
Wenn ein Spiel am Ende 80 000 Kopien verkauft, finde ich das
nicht unbedingt viel.
Offenbar klappt die Finanzierung über Kickstarter für Videospiele
nur, weil manche Backer weit mehr bezahlen, als den
Mindestpreis für den Download. Würden sie nur den Mindestpreis
bezahlen, so wie ich das immer mache, müsste Kickstarter viel
mehr Menschen ansprechen.

Cohen 16 Übertalent - 4469 - 24. August 2012 - 13:40 #

"Wenn ein Spiel am Ende 80 000 Kopien verkauft, finde ich das
nicht unbedingt viel."

Kommt auch immer auf das Genre an. Nur die wenigsten Point&Click-Adventures knacken die 50k-Grenze, ganz zu schweigen von 100.000 Einheiten und mehr.

Und die Anzahl der "Backers" sind ja nur die Vorbestellungen. Wenn das Spiel dann später erscheint und etwas taugt, werden noch etliche Verkäufe hinzukommen.

Bahamut 13 Koop-Gamer - 1547 - 24. August 2012 - 13:45 #

Mag zwar sein das es dann nur 80000 Backer gibt doch bin ich im aktuellen Fall vom neuen Giana Sistern & Broken Sword Teil gerne bereit mehr als nur den Mindestbetrag zu zahlen. Als Fan einer Serie kommt es doch schließlich immer noch darauf an wie sehr man es mag bzw damit verbunden sich fühlt. Dementsprechend zahlt man dann auch, so denke ich zumindest. Somit ist dann auch die Finanzierung gesichert. ;)

Anonymous (unregistriert) 24. August 2012 - 13:50 #

Leute, die mehr bezahlen, gibt es immer. Manche kaufen sich bspw. mehrere / alle Special Editions eines Spiels. Oder nach den Releaseversionen noch die Special Editions, und so weiter. Die zahlen dann auch mal schnell 100 bis 250 €. Bei Kickstarter kann man sich halt noch ein paar Boni zusätzlich sichern, die man nicht überall bekommt. Verewigung im Spiel, direkter Kontakt zum Entwickler, sowas. Manchem ist es das Wert. Die Leute kaufen auf Kickstarter vermutlich bewusster, so wie andere Leute eben Bio-Lebensmittel kaufen, und sind dafür bereit auch mehr als sonst zu zahlen.

Politician 12 Trollwächter - 1108 - 24. August 2012 - 16:44 #

Das ist gerade die Stärke von Kickstarter! Es gibt Genres eine Chance, die zwar nicht Massenkompatibel sind aber eine Community hinter sich hat, die eher Zahlungskräftig ist. Wenn ich ein gutes Verdienst haben tut es mir auch nicht weh mal 100 € oder mehr für ein Spiel abzudrücken. Solche Preise kann aber ein Hersteller auf normalem Wege nicht erzielen. Selbst Collectors Editions bringen die Gefahr mit sich, dass das ganze als Abzocke für negative Presse sorgt.
Kickstartet bietet die Möglichkeit, dass die Backer im Rahmen ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit beteiligt werden und so deutlich höhere Durchschnittspreise erzielt werden könne, als im Handel.
Auch Free-to-Play Titel funktionieren nach diesem System. Der normale Handel ist da mit seinen Einheitspreisen im Nachteil.

Und die Chance besteht ein tolles Spiel zu erschaffen, dass dann auch weitere Verkäufe generiert.
Außerdem darf man nicht vergessen, dass viele Kickstartet ihren hohen Backern mehrere Exemplare bereitstellen und somit die gespielten Exemplare über den Backern liegt.

Ich hoffe dass Fargo es schafft zu liefern. Ein Wastelands 2, welches den Anspruch der an es gestellt wird erfüllt, könnte die ganze Kickstartersache sehr nach vorne bringen.
Bei einem qualitativen Flop würden Fargos Aussagen nicht nur ihm sondern auch Kickstarter ansich auf den Kopf fallen....das wäre Schade!

Just my two cents 16 Übertalent - 4593 - 25. August 2012 - 11:04 #

Wobei das Mehrzahlen auch einfach nur unproduktiv sein kann. Auch einige Entwickler unterschätzen massiv die Kosten für die Goodies und Versandkosten. Der Kram hat bei Double Fine deutlich mehr als eine halbe Million Dollar gekostet - Geld, welches nun nicht der Entwicklung des Spieles und dem Budget zugute kommt...
Ich halte Kickstarter immer noch für ein zweischneidiges Schwert.

Cohen 16 Übertalent - 4469 - 25. August 2012 - 16:45 #

Double Fine soll bloß nicht rumflennen, was die physischen Rewards kosten.

Für eine Pappverpackung, eine DVD/Blu-ray und ein bedrucktes T-Shirt haben sie ja mindestens $70 (U.S.) bzw. $80 (international) MEHR gegenüber den $30-Pledges bekommen. Die dürftig angenommene Zwischenstufe (PDF-Artbook für $60) klammere ich bewusst aus.

Und selbst wenn nur 2 Millionen Dollar nach Abzug der Kosten für Rewards, Kickstarter und Amazon Payments übrig bleibt, das ist immer noch ein Vielfaches der Budgets, mit denen Daedalic, Deck13, KingArt & Co. für ihre Spiele auskommen müssen.

Just my two cents 16 Übertalent - 4593 - 25. August 2012 - 23:56 #

"Flennen" tun sie nicht. Nur sollten die Backer auch im Blick haben, dass ihr Einsatz eben nicht in das Spiel fließt...

Cohen 16 Übertalent - 4469 - 26. August 2012 - 12:57 #

Natürlich fließt nicht der komplette Einsatz in das Spiel. Das sollte aber jedem klar sein.

Wenn die Spielentwicklung UND Rewards versprochen werden, können nicht 100% der Einnahmen in das Spiel fließen, wenn die Rewards nicht gratis vom Himmel fallen.

Trotzdem haben die Rewards dafür gesorgt, dass auch nach dem Abzug der dafür entstehenden Zusatzkosten noch mehr für das Spiel übrig bleibt.

48.000 der 87.142 "Backers" hat sich für den $15-Pledge entschieden. Da können zwar theoretisch auch $16 - $29 Spenden mit bei sein, aber der Großteil wird bei dem Minimum geblieben sein... ich kann mir keinen großen Anteil Backers vorstellen, die statt $15 lieber $25 Spenden, dann aber von der $30-Grenze mit den zusätzlichen Belohnungen zurückschrecken. Gehen wir mal von durchschnittlich 16 Dollar aus, das wären dann aufgerundet $770.000

1090 Backers haben sich für den nicht sehr attraktiven $60-Pledge (nur eine zusätzliche PDF-Datei) entschieden, aufgerundet maximal $70.000 Einnahmen.

Die restlichen 38.000 Backers wären bei Wegfall der physischen Rewards vermutlich mit beim $30-Pledge gelandet. Um die Leute zu berücksichtigen, die auch ohne physische Rewards (T-Shirt, hübsche Box fürs Regal) freiwillig mehr zahlen, rechnen wir mal mit durchschnittlich $35, das wären dann zusätzliche $1.330.000.

Insgesamt und nochmals aufgerundet hätte man um die 2,2 Millionen statt 3,3 Millionen eingenommen... nach Abzug der halben Million Kosten für physische Reward steht man sich also immer noch deutlich besser als ohne dieses Angebot.

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 24. August 2012 - 13:46 #

Und Charles Cecil :)

Cohen 16 Übertalent - 4469 - 24. August 2012 - 13:50 #

Ein Allheilmittel ist es eh nicht. Für die multimillionenteuren "Blockbuster" werden weiterhin die finanzkräftigen Publisher benötigt. Und auf die Spiele möchte auch kaum einer verzichten.

Aber wenn man mit dieser Finanzierungsalternative kleineren Entwicklerstudios einen kreativen Freiraum und etwas Unabhängigkeit verschaffen kann, ist das doch schon eine feine Sache. Wenn die Entwickler nicht in einer starken Verhandlungsposition sind, verlieren sie in vielen Fällen die Rechte an ihrer Marke an den Publisher.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4341 - 24. August 2012 - 13:51 #

"Projekt Giana" gehört auch dazu und ist vielleicht sogar vertrauenswürdiger, einfach weil es schon fast fertig ist und die Entwickler sehr viel Erfahrung haben. Leider fehlt ihnen noch etwas Geld.

http://www.kickstarter.com/projects/project-giana/project-giana

pepsodent 13 Koop-Gamer - P - 1492 - 24. August 2012 - 12:53 #

Fieses News-Titelbild!
Aber mal richtig fies!

Roland 18 Doppel-Voter - 10842 - 24. August 2012 - 16:53 #

Erschrocken? Dabei kam die Idee des Hundes vielleicht von hier: http://ajd-photographie.de/weblog/images/uploads/Sam.jpg :)

pepsodent 13 Koop-Gamer - P - 1492 - 24. August 2012 - 18:24 #

Gemein!
Kannte ich zwar schon, aber es gibt Bilder, da krieg ich jedes Mal auf's Neue einen Schock.
Ja, auch bei dem Titelbild hier. Es ist so fürchterlich!
Ich glaub, ich hab ne Zähne-Phobie, oder so.
Es gibt ein Foto aus dem ersten Fright-Night-Film, von so ner Vampir-Tante, da krieg ich auch immer wieder Zustände, wenn ich das sehe.
Schlimm.

P.S.: Gegoogelt.... https://gfx.videobuster.de/archive/resized/w700/2011/05/image/jpeg/27e7be74cd6af0453468791c8fc8c5f2.jpg

Roland 18 Doppel-Voter - 10842 - 24. August 2012 - 20:59 #

Ein Fall für den Zahnarzt ... sollte man in Kindergärten und Grundschulen zeigen um die Kids zu warnen ;) Stimme dir zu, gruseliges Bild.

Bernhard Sommer 13 Koop-Gamer - 1750 - 24. August 2012 - 13:51 #

Naja, wie gut sie "Ohne lästige Störungen" am Ende sein werden, wird ja man dann ja am fertigen Wasteland 2 sehen. Ich bin gespannt darauf.

Aber insgesamt bin ich skeptisch ob bei Kickstarter das neue Minecraft gefunden werden könnte. Ich glaube nicht das es Minecraft auf Kickstarter überhaupt geschafft hätte, ohne spielbare Version. Was ich an erfolgreichen Projekten so sehe sind doch Fortsetzungen. Entweder eines speziellen Titels wie bei Wasteland 2, aber eines Spielprinzips im Falle von Schafer.

Gorny1 16 Übertalent - 4724 - 24. August 2012 - 18:12 #

Also mich haben wärend der Alpha von Minecraft ein paar wenige Gameplay-videos genug gehyped um es direkt zu kaufen.
Und 300000 andere Menschen haben es auch damals in der Alpha schon gekauft, da waren ja schon unzählige dabei die es nur aufgrund der Infos vom Hersteller kauften. Es wäre also bei Kickstarter ohne weiteres durchgekommen.

Bernhard Sommer 13 Koop-Gamer - 1750 - 24. August 2012 - 18:15 #

War es nicht auch in der Alpha schon spielbar?

Anonymous (unregistriert) 24. August 2012 - 16:41 #

Ich halte nichts von Asset Recycling. Ein Dali malte auch seinen Uhren selbst und kaufte diese nicht bei einem anderen Maler ein und formte/färbte diese dann um. Ich mag die Einzigartigkeit eines Spiels.

Klar ist dies schneller in der Entwicklung, aber es Bedarf auch sehr viel Geschicks beim eigenen Projekt wie auch bei anderen, dass dies nicht negativ auffällt. Zudem, was für manche Assets noch gut funktioniert, geht bei anderen gar nicht.

Gorny1 16 Übertalent - 4724 - 24. August 2012 - 18:17 #

Naja ich vertraue den Entwicklern da weit genug, dass ich mir sicher bin, dass sie die für sie perfekt passenden Assets einkaufen und verwenden, ggf. sogar noch anpassen. Das wird ganz sicher am Ende einheitlich wirken.
Das ist ja auch bei "normalen" Produktionen mit Publisher nicht anders. Da werden auch oft Grafiken und Sounds eingekauft.

COFzDeep 19 Megatalent - P - 15189 - 24. August 2012 - 21:36 #

Genau, da gab es doch auch mal einen vermeintlichen "Skandal" weil eine Wassertextur bei Stalker die gleiche war wie bei H-L2 (oder andersrum oder irgendwie so...). Mann soll zwar innovativ sein, aber man muss ja nun nicht bei jedem neuem Auto das Rad von neuem erfinden, um es mal so zu sagen. Mir reichts schon wenn sie den Motor etwas tunen ;)

Henke 15 Kenner - 3636 - 24. August 2012 - 22:50 #

Man darf auf jeden Fall gespannt sein, was Fargo (und auch Schafer) am Ende präsentieren werden; ich persönlich glaube noch nicht, das Crowdfunding der Weisheit letzter Schluss ist, aber muss dem Fargo zustimmen, dass Spieleentwickler ohne Einmischung eines Publishers wesentlich bessere Arbeit leisten können.
Es muss doch möglich sein, dass die grossen Firmen wie EA, Ubisoft oder Blizzard/Activision uns nicht immer nur mit der xten Fortsetzung gängeln, sondern einen kleinen Teil ihres Budgets auch für kleinere Indiestudios zur Verfügung stellen können (und so wieder den einen oder anderen Überraschungshit landen).

Just my two cents 16 Übertalent - 4593 - 25. August 2012 - 11:07 #

Der Publisher kann, und sollte, aber ein Korrektiv sein. Ein Entwickler kann bei seinem Baby auch sehr schnell "betriebsblind" werden und den größten Mist nicht erkennen.

Politician 12 Trollwächter - 1108 - 25. August 2012 - 18:08 #

Der Publisher sorgt vorallem dafür, dass das Spiel in eine bestimmte Norm passt. Die Norm mag nicht schlecht sein aber wenn sie in jedem Spiel eigehalten wird, wird sie langweilig.
Sicher, einem Entwickler kann es passieren, dass er eine Idee gut findet, die vielen Spielen nicht gefällt, aber ich denke, dass ein Bedeutungsverlust der Publisher zu einer größeren Vielfalt an Spielen und Ansätzen führt. Vielleicht werden einige Projekte gradios scheitern aber wir werden auch konsequent entwickelte Meisterwerke erleben.

Bigtom 13 Koop-Gamer - 1398 - 25. August 2012 - 11:08 #

Ich glaube durch das Crowdfunding haben wir als Spieler endlich wieder eine Möglichkeit die Spieleentwicklung positiv zu beeinflussen. Meiner Meinung nach gibt es immer mehr sogenannte Blockbuster-Titel, die unnötig gehypt werden und im Endeffekt oft langweilige Spiele sind.

Durch diese Unabhängigkeit können die Entwickler wieder kreativer sein, mehr Dinge ausprobieren, die Spiele auch vielleicht von der Spieldauer länger machen, ohne immer auf die totale Gewinnmaximierung schauen zu müssen.

Weryx 18 Doppel-Voter - P - 10305 - 26. August 2012 - 0:41 #

Das mag zwar sein aber erstmal müssten sich die derzeitigen Projekte beweisen, wenn aus der Mehrheit trotzdem nichts wird wars dann damit auch schon wieder.

Zottel 16 Übertalent - 4236 - 26. August 2012 - 8:20 #

Ich freu mich so sehr auf Wasteland 2, das ist die RPG-Hoffnung der letzten Jahre für mich.
Hoffentlich kommt es annähernd an F2 ran, aber ich mache mir da eigentlich keine großen Gedanken. Solche Spiele werden des Spiels wegen gemacht und nicht um einen großen Publisher möglichst viel Geld zu bringen. Darum sind solche Geschichten wie Kickstarter eine extrem gute Sache in meinen Augen.

Maik 20 Gold-Gamer - - 21641 - 27. August 2012 - 15:24 #

F2 ist aber nicht nur des Spiels wegen gemacht worden, damals hing natürlich auch schon ein Business dahinter, was Geld verdienen wollte. Das wird viel zu oft vergessen beim Blick mit der rosaroten Brille in die glorreiche Vergangenheit. Die Entwickler wollten ja auch von was leben. Es ist natürlich unbestreitbar, dass sich gute Ideen in der Zeit entwickelt haben.

Zottel 16 Übertalent - 4236 - 27. August 2012 - 18:35 #

Ich meinte Wasteland 2 und nicht Fallout.
Allerdings: Bei Fallout gab es natürlich auch einen Publisher dahinter, der mit dem Spiel auch Geld verdienen wollte, aber "damals" hatten die Entwickler auch einfach mehr Freiheiten als heute. Ich will damit zwar nicht sagen, dass sie heutzutage keine Freiheiten mehr haben, aber heutzutage sind AAA-Spiele möglichst auf die breite Masse ausgelegt, da müssen auch Kompromisse eingegangen werden, daraus haben sich auch so Sachen wie die automatische Heilung in FPS eingebürgert. Ich finde Medipacks viel spaßiger aber für die meisten Leute würden sie wohl zu negativer Kritik führen weil sie veraltet wirken.

pauly19 14 Komm-Experte - 2518 - 27. August 2012 - 13:55 #

Macht schon mal Spaß auf mehr.

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