Ubisoft: "Raubkopie-Rate auf PC bis zu 95 Prozent"

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23. August 2012 - 21:43

Neben Electronic Arts hat sich in letzter Zeit auch Ubisoft auf Free-to-play-Spiele konzentriert. So sind unter anderem Anno Online, Ghost Recon Online und Might & Magic Heroes Online nach diesem Konzept geplant. Wie Ubisoft-Geschäftsführer Yves Guillemot nun in einem Interview mit Games Industry verlauten ließ, seien Raubkopierer der Hauptgrund für diesen Schritt. Demnach sei dies der richtige Weg, um insbesondere in den Ländern erfolgreich zu sein, in denen mehr kopiert als gekauft wird.

Wir wollen den PC-Markt ausbauen und Free-to-play ist der richtige Weg, um das zu bewerkstelligen. Der Vorteil von Free-to-play ist, dass wir Einnahmen in Ländern erzielen können, in denen wir das vorher nicht konnten. Länder, in denen unsere Produkte zwar gespielt aber nicht gekauft wurden. Jetzt machen wir auch dort Umsatz, was dafür sorgt, dass die Marken länger leben.

Für Guillemot ist Free-to-play auch ein Mittel, um Kundennähe und sichere Einnahmen zu schaffen. Schließlich würden nur ein geringer Anteil der Spiele auch bezahlt werden:

Es ist ein Weg, um seinen Kunden näherzukommen; um sicherzustellen, dass man Einnahmen erhält. Auf dem PC sind es fünf bis sieben Prozent der Spieler, die für Free-to-play bezahlen. Doch auf dem PC sind es ohnehin nur fünf bis sieben Prozent, die bezahlen - der Rest sind Raubkopien. Die Rate für Raubkopien liegt bei 93 bis 95 Prozent. Der Umsatz durch Spieler ist auf lange Zeit ausgelegt. Aus diesem Grund können wir damit fortfahren, weitere Inhalte zu liefern.

Allerdings sieht er Free-to-play nicht als das endgültige Heilmittel der Games-Branche. Er nimmt viel mehr die Hersteller der Konsolen in die Pflicht. Diese würden mit der nächsten Generation viel zu lange auf sich warten lassen, was einer Belebung des Marktes im Weg stehe. Dahingehend sei es auch wichtig, mit den neuen Konsolen für ausreichend Innovation zu sorgen. Das komplette Interview findet ihr über die Quellen.

volcatius (unregistriert) 23. August 2012 - 18:15 #

Es gibt durch Ubisoft-Launcher doch gar keine Raubkopien mehr? Dafür wurde der Launcher doch eingeführt, oder nicht?

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 21065 - 23. August 2012 - 18:18 #

Es kommt anscheinend drauf an, wer bei Ubisoft grad am labbern ist. Der eine sagt Y, ein anderer Z und der letzte X. Sah man ja am Updaten der Ghost Recon Future Soldier News. Einmal so, dann so, dann wieder so und am Ende Release.

Zille 18 Doppel-Voter - P - 10792 - 24. August 2012 - 8:59 #

Die BITKOM sagt interessanterweise etwas ganz anderes (vermutlich bezogen auf Deutschland, aber so ganz genau weiß man ja nie, womit in der Diskussion die Standpunkte untermauert werden):

http://www.gamersglobal.de/news/56990/bitkom-raubkopien-werden-zu-randphaenomen

Novachen 18 Doppel-Voter - 12975 - 23. August 2012 - 18:18 #

Hab bei der unten verlinkten Ghost Recon News schon damals das geschreben:
"Das ist mal wieder viel zu sehr in Schwarz-Weiß gedacht. Das Ubisoft mal darüber nachdenkt, dass viele Leute vielleicht eben WEGEN dem Kopierschutz überhaupt zu illegalen Versionen gegriffen haben kommt man wohl nicht. Vor Monaten hat Ubisoft den Always-On sogar mit den Worten verteidigt, dass er keinerlei Umsatzeinbußen verursacht hat. Jetzt sollen urplötzlich 95% der Kunden weg sein. Das ist doch alles widersprüchlich und paradox. Ich bleibe dabei, Ubisoft hat eigentlich gar keine Ahnung wie Ihre Kundschaft tickt. Marktanalyse 6- würde ich mal behaupten. Wenn das Geld nicht stimmt sind wie immer die Raubkopierer schuld... und die Gebrauchtkäufer, die Konkurrenz, die Indie-Entwickler und als letztes war es die Großmutter, aber selbst? Nein als Publisher macht man nur richtige und perfekte Entscheidungen. *roll*"

Passt irgendwie immer noch *g*

FPS-Player (unregistriert) 23. August 2012 - 18:40 #

Unterschreibe ich so.

burdy 15 Kenner - 2743 - 23. August 2012 - 19:02 #

Ziemlicher Unsinn.

Wenn Ubi sagt, dass sie bald mehr mit Siedler Online eingenommen haben, als mit allen Siedler-Teilen zusammen, dann braucht man da keinen Marktanalysten für. Für F2P zahlen die Leute mehr, als für Vollpreisspiele.

Du würdest wahrscheinlich auch den Ladendiebstahl bekämpfen, in dem du Überwachungskameras abbaust. Denn weil man ja permanent gegängelt wird vom Supermarkt (Kameras, keine 24/7-Öffnungszeiten, bei Aldi ist alles billiger) muss man quasi aus Notwehr klauen.

Stellen wir uns mal vor, wenn man in einem Supermarkt keine Kameras hat, kein Personal, keine Schranken, gar nix. Man stellt nur ein Sparschwein am Ausgang auf und bittet, ohne jede Überprüfung, die Leute beim rausgehen ihren Einkauf zu bezahlen. Was glaubst du wieviele Leute würden einfach ohne zu zahlen rausgehen? Glaubst du allen ernstes, mit diesem Geschäftskonzept, dem exakten Gegenstück zum Spielehandel, könnte man Geld verdienen?

nikk9 14 Komm-Experte - 2669 - 23. August 2012 - 19:07 #

Mit dem Unterschied das der Supermarkt nicht darauf besteht, dass du ständig durch eine Leine mit ihm verbunden bist und sein Essen nur in den Räumen des Marktes konsumieren darfst. Und sowieso vergleichst du hier Äpfel mit Birnen...

burdy 15 Kenner - 2743 - 23. August 2012 - 19:13 #

Der Supermarkt muss auch nicht gucken, was mit dem Essen passiert. Denn das ist, anders als Software, nach dem essen für immer weg.

Und wo ist der Äpfel/Birnen-Vergleich? Ob du nun dir überall im Internet kostenlos Raubkopien holen kannst, die identisch mit der zu bezahlenden legalen Kopie sind oder ob du im Supermarkt einkaufen kannst und dann nur bezahlen musst, wenn du willst. Wo soll da der Unterschied sein? Wenn sich stehlen von kaufen praktisch nicht unterscheidet und es praktisch kein Risiko gibt, dass man belangt wird für den Diebstahl, dann werden 90-95 % der Leute klauen.

nikk9 14 Komm-Experte - 2669 - 23. August 2012 - 19:30 #

Der Publisher muss auch nicht gucken, was mit dem Spiel passiert. Denn das gehört nach dem Kauf mir. Nur weil Diebstähle in Läden stattfinden, wird noch lange nicht jeder einzelne Kunde dazu gezwungen vor dem verlassen des Ladens durchsucht zu werden wie ein potenzieller Dieb. Der Äpfel/Birnen-Vergleich ist der zwischen der Überwachung von Spielern und der Überwachung eines Ladens. Was in einem Geschäft von Aldi vor sich geht, darf der Konzern bestimmen wie er lustig ist. Sobald man das Geschäft betritt, wird man beobachtet. Aber nur so lange du dich in dem Geschäft auch aufhälst. Sobald du das gekauft hast was du willst, und den Laden verlässt, bist du ein freier Mensch. Wenn ich jedoch in den Ubistore gehe, ein Spiel kaufe und das auf meinem Rechner installiere werde ich die gesamte Zeit, in der ich mein(!) Spiel spielen möchte von Ubisoft überwacht. Ich kann mir noch nicht einmal sicher sein, was überhaupt bewacht wird und was nicht. Deswegen behaupte ich auch, dass der Vergleich zwischen digitaler und realer Ware gewaltig hinkt..

burdy 15 Kenner - 2743 - 23. August 2012 - 19:39 #

Dir gehört nicht das Spiel. Dir gehört eine personengebundene Lizenz. Mehr nicht.

Und ich möchte dich nicht schockieren. Aber du wirst von deinem PC permanent überwacht. Du kannst deine Maus nicht bewegen oder eine Taste antippen, ohne das finstere Programme mit bösen Absichten in Windows das registrieren. Es gibt nur einen Weg, sicher zu sein: Zerstöre deinen PC, auf der Stelle. Und alle anderen technischen Geräte (Herd, Waschmaschine, Türklingel, etc, alles was Tasten hat).

nikk9 14 Komm-Experte - 2669 - 23. August 2012 - 19:50 #

Wenn ich mir eine Retail-Version im Laden kaufe gehört mir diese! Weil es ja schon so viele Überwachungsprogramme gibt, ist dir also jedes weitere egal. Ob nun 10 oder 20. Macht ja keinen Unterschied, richtig? Auf das restliche random-getrolle deines Kommentars gehe ich jetzt mal nicht ein. Du brauchst mich nicht für dumm verkaufen. Das schaff ich schon ganz gut alleine, danke. Bin raus, schönen Abend.

burdy 15 Kenner - 2743 - 23. August 2012 - 19:57 #

Selbstverständlich darfst darfst du die CD aus dem Laden weiterverkaufen. Das sagt aber noch lange nichts über die Nutzung der Daten auf der CD.

Anonymous (unregistriert) 23. August 2012 - 22:10 #

Was dir gehört ist der Datenträger und die hübsche Verpackung, aber das war es dann auch. Für die Software auf dem Datenträger erwirbst du mit dem Kauf eine Nutzungslizenz, aber gehören tut sie dir selbst mit einer Retailversion nicht. Hast du überhaupt schon mal eine Lizenz gelesen? Wahrscheinlich nicht, weil es nämlich genau dort drin steht.

nikk9 14 Komm-Experte - 2669 - 23. August 2012 - 22:58 #

Oh man.. Das ist mir doch klar! Ändert nichts daran, dass ich es in Frage stelle, wie Ubisoft dies versucht zu schützen. Wenn ich aus dem Laden gehe und 50 bis 70 Euro für das Spiel hingelegt habe erwarte ich, dass ich das auch ohne erzwungene Überwachungssoftware genießen kann. Ich bin einzig und allein auf sein Supermarkt Beispiel eingegangen. Und da ein Apfel und Spiele nun einmal nicht so leicht miteinander zu vergleichen sind was Sicherheitsvorkehrungen angeht, kommt eben so etwas dabei heraus..

burdy 15 Kenner - 2743 - 23. August 2012 - 23:10 #

Wenn du nicht willst, dass Uplay irgendwelche Daten an Ubisoft schickt, dann startest du das Programm halt im Offline-Modus. Außer für eventuelle erstmalige Aktivierung oder Multiplayer oder Patches braucht man ja auch kein Internet. Oder stört dich einfach nur, dass man sieht, dass ein weiteres Programm da ist? Es ist nun mal eine Eigenheit von Software, dass man sie wiederverwenden kann. Und wenn halt bestimmte Funktion programmunabhängig immer wieder braucht (Spiele runterladen, patchen, Cloud-Synchro, Achievments, etc), dann ist es nur sinnvoll diese Funktion in ein externes Programm auszulagern. Es wäre schließlich überflüssiger Aufwand zu suggerieren, dass zB jedes Spiel einen eigenen Patcher hat, wenn es immer das selbe Programm ist.

nikk9 14 Komm-Experte - 2669 - 23. August 2012 - 23:55 #

Was genau bezweckst du eigentlich? Möchtest du mich von meinen ketzerischen Gedanken befreien? Du wechselst immer wieder das Thema und kommst irgendwie nicht zum Punkt. Angefangen haben wir beim Supermarkt/Software-Vergleich. Nachdem ich dir näher erläutert habe, was ich daran abwegig finde hast du damit angefangen mir weiß machen zu wollen, dass mein gesamtes technisches Inventar (inkl. Herd, Waschmaschine, Türklingel etc.) mich überwacht und das es ja nicht so schlimm sei ob ich ein Programm das Daten sammelt mehr oder weniger auf dem Rechner habe. Daraufhin sind wir, nach meinem Versuch den Äpfel/Birnen-Vergleich mit zu machen, bei Lizenzen gelandet von denen ich genau weiß, wie sie funktionieren. Und jetzt sind wir auf einmal an dem Punkt angekommen wo du mir erzählst, welche Vorteile mir der Launcher bringt.

Die sind ja auch alle toll und schön und super klasse. Aber es soll sogar mal Zeiten gegeben haben, in denen man nicht einmal einen Patcher für ein Spiel brauchte sondern sich diese, wenn man wollte, manuell von Seiten der Hersteller laden konnte. Es geht einfach darum, dass man immer und immer mehr in etwas rein gezwungen wird, was man eventuell gar nicht möchte! Alles was ich will ist ein Spiel spielen. CD rein, installieren, .exe starten, spielen. Keine Achievements, kein automatisches Patchen und schon gar keine Cloud. Stattdessen wird mir vorgeschrieben, wie (und bei Serverausfall des öfteren auch schon wann) ich mein(!) Spiel zu spielen habe. Ich bin ehrlicher Kunde und werde mit DRM-Software (und nichts anderes ist dieser verkappte Launcher!) abgestraft. Und das stinkt mir!

Edit: Hinzu kommt noch das von Spiritogre angesprochene EuGH-Urteil..

burdy 15 Kenner - 2743 - 24. August 2012 - 2:11 #

Und als Spiele noch keine eingebauten Patcher hatten, da haben die Leute die Entwickler zugemüllt mit Problemen, die schon lange behoben wurden. Zumal die Mehrzahl der Leute sich nicht ohne Hilfe die Hose zumachen kann, wie sollen die sich Patches installieren (es stehen nicht ohne Grund in jedem Handbuch Sätze wie "Überprüfen sie, ob das Gerät am Strom angeschlossen ist", dann mit sowas muss sich dann am Ende immer der Support rumschlagen, statt bei wirklichen Problemen zu helfen).

Wenn du glaubst, dass irgendwelche Programme irgendwelche Daten sammlen, dann hält dich niemand davon ab sie im Offline-Modus zu starten. Problem gelöst.

Und bezüglich des EUGH-Urteil. GG beschäftigt ja rein zufällig einen Anwalt. Und der sagt "ob Spielehersteller ihre Produkte an Registrierungen etwa im Rahmen von Steam oder Origin koppeln können, um so den Weiterverkauf praktisch unmöglich zu machen, bringt dieses Urteil nur wenig Neues. Hier gilt weiterhin das Urteil des BGH vom 11.2.2010 zu Half Life 2 beziehungsweise Steam, das solch ein Vorgehen der Spielehersteller grundsätzlich billigt."

Du darfst also mit deinen CDs machen was du lustig bist, die Account-gebundene Lizenz kannst du aber nicht weitergeben.

Reverend 12 Trollwächter - 1049 - 24. August 2012 - 8:48 #

Und wieder ein gläubiger "istdochallesnichsowild"-Konsument.
Nein macht nichts, persönliche Daten sind ja eh frei und kostenlos,
wir können deshalb damit hausieren gehen.
Wer will noch Daten von mir ? Facebook ? Steam ? UPlay ?
Nehmt hin und machet es zu Geld.
Mein lieber Idealkonsument, auch Dir wirds noch die Augen öffnen.
Bis dahin kauf weiter Apple und wirf mit deinen Daten um dich.

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 24. August 2012 - 9:50 #

Sind persönliche Daten eigentlich noch persönlich, wenn man eine Plattform wie Facebook, Steam oder UPlay nutzt? Ist nicht viel mehr der Preis dafür, dass wir diese Plattformen kostenlos nutzen dürfen, dass unsere persönlichen Daten zu öffentlichen Daten werden?
In den Hackerethics vom CCC stehen folgende Punkte drin: "Alle Informationen müssen frei sein." und "Öffentliche Daten nützen, private Daten schützen.".

Ich sage nicht, dass ich es gut finde was die Firmen da tun, aber ich denke darüber nach, ob ich nicht selber mit dran schuld bin, dass die Firmen so mit uns umgehen.

Larnak 21 Motivator - P - 25933 - 24. August 2012 - 17:52 #

"Frei" sind die Daten längst nicht, als Nicht-Facebook-Nutzer kommt man nur an einen Bruchteil der Facebook-Daten :D

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11524 - 23. August 2012 - 23:44 #

Leute, tschuldigung, aber ihr habt keine Ahnung! Euch gehört die Software auf dem Datenträger! Ich dachte nach dem EuGH-Urteil hätte auch der letzte Schlumpf das endlich mitbekommen!

azura (unregistriert) 24. August 2012 - 12:54 #

"Ob du nun dir überall im Internet kostenlos Raubkopien holen kannst, die identisch mit der zu bezahlenden legalen Kopie sind" - genau da ist der Fehler - die Raubkopie ist eben nicht identisch mit dem gekauften Spiel; sie ist *besser*.
Wer leidet denn unter diesem dummen DRM von Ubisoft? Wer kann nicht spielen, wenn die Server down sind? Es sind die, die für das Spiel Geld ausgegeben haben, während die anderen das nicht beeinträchtigt. Wenn also der Publisher selbst dafür sorgt, dass man als ehrlicher Kunde das Nachsehen hat, sollte man sich auch nicht wundern, wenn das Spiel nicht mehr gekauft sondern nur kopiert wird. (Ich kaufe aus dem Grund seit Jahren Ubisoft-Spiele nur noch für Konsole)

Hemaehn 16 Übertalent - 4560 - 24. August 2012 - 15:21 #

Ich hab dazu mal einen Versuch im Fernsehen gesehn. Dort wurde in einem Kiosk eine versteckte Kamera installiert und ein Zettel hinterlegt mit "Bin momentan (irgendwo), nehmen Sie sich, was sie wollen und legen Sie mir das Geld hin. Danke". Die meisten haben das auch gemacht, ohne Überwachung etc., einfach aufgrund des Vertrauens und eines schlechten Gewissens, weil einem in der Situation viel eher bewusst ist, dass man einen Diebstahl begehen würde und vielleicht auch, weil es ein kleines Kiosk ist, von dem die kleine Kioskfrau abhängig ist, um ihr Leben zu finanzieren. Bei so großen Konzernen sagt man sich eher, die haben ja genug.

Die Menschen sind nicht immer so böse, wie sie dargestellt werden ^^

Aiex 16 Übertalent - 4335 - 24. August 2012 - 9:13 #

Wieso sollen urplötzlich 95% der Kunden weg sein? Die 95% sind bestenfalls potentielle Kunden und müssen vorher keineswegs Kunden gewesen sein.

Larnak 21 Motivator - P - 25933 - 23. August 2012 - 19:09 #

Er hatte halt einen Alptraum und erzählt davon.

Weepel 16 Übertalent - 4275 - 23. August 2012 - 18:05 #

Ja ist klar, ich wusste es! Bei der BITKOM-News war es noch anders herum. (www.gamersglobal.de/news/56990/bitkom-raubkopien-werden-zu-randphaenomen)

nikk9 14 Komm-Experte - 2669 - 23. August 2012 - 18:06 #

Das hab' ich mir auch gedacht..

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 23. August 2012 - 18:11 #

BITKOM redet von Deutschland, Ubisoft von der Welt.

nikk9 14 Komm-Experte - 2669 - 23. August 2012 - 18:18 #

Ich kann mir nicht vorstellen das zwischen Deutschland und der Welt eine derartige Lücke klafft..

Philley 16 Übertalent - 5441 - 23. August 2012 - 19:04 #

Doch tut es. Deswegen kannst Du zB mit russischen oder thailändischen Keys fast bei keinem Eu/US-Server registrieren. Dort werden die Games zu Schleuderpreisen verkauft, damit überhaupt noch jmd. zu den legalen Datenträgern greift. Und genau aus dem selben Grund sind F2P-Titel in russischsprachigen und in vielen asiatischen Ländern auch so wesentlich mehr verbreitet. Anders bekommst Du dort aus den Leuten kein Geld heraus.
In Deutschland halte ich die Hochzeit des illegalen Downloads ehrlich gesagt für hinter uns.

burdy 15 Kenner - 2743 - 23. August 2012 - 19:07 #

Deutschland ist eines der reichsten Länder der Welt. Und lies dir mal die Geisteshaltung von den Leuten in Foren durch, wenn es darum geht Geld für Spiele zu bezahlen. Glaubst du, wenn es hier schon so viele Leute, die bezahlen könnten, es aber nicht wollen, weil es die Spiele auch umsonst gibt, dass dann in vergleichsweise ärmeren Ländern (also praktisch der ganze Welt minus USA, Kanada, West-Europa, Japan) es nicht mehr Leute gibt, die nichts zahlen?

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24421 - 23. August 2012 - 22:58 #

Wer einen PC hat, der schnell genug für Spiele ist, wird in den ärmeren Ländern wohl zur Oberschicht zählen und auch genug Geld für Spiele haben.

Punisher 19 Megatalent - P - 15530 - 26. August 2012 - 0:06 #

Was aber nichts an der grundlegenden Einstellung bzw. der Kultur und Mentalität ändert. Geistiges Eigentum wie Musik, Software oder Filme ist einfach in vielen asiatischen Ländern in der Wahrnehmung nicht vorhanden.

Anonymous (unregistriert) 23. August 2012 - 19:07 #

In den nicht so starken Ländern (Freunde aus dem Irak und Indonesien haben mir davon erzählt, also *hörensagen*) soll man (nur) Raubkopien (wenn mit Covern, dann meist "Sonderanfertigungen") in Geschäften erwerben können, wenn es sich um ausländische Software handelt. Der Preis soll sehr niedrig sein, wenig mehr als die Kosten für das Medium selbst.

Ob diese Beschreibung von dem Ort abhängt oder überspitzt ist, weiß ich leider nicht - allerdings darf man davon ausgehen, dass Deutschland nicht mit der gesamten Welt zu vergleichen sein kann.

Freeks 16 Übertalent - 5530 - 23. August 2012 - 23:48 #

Hab mich mal mit nem Rumänen über das Thema ausgetauscht. Die Einzigen Spiele für die se Geld ausgeben sind solche, die Keys zum Onlinespiel benötigen, wenn sie nicht auf privaten Servern spielen. Kauft man sich da nen Singleplayer-Vollpreistitel wird man ausgelacht.

Anonymous (unregistriert) 24. August 2012 - 0:32 #

Und wer Steuern zahlt, wird zum Psychiater geschickt.

Es hat schon Gründe, warum es Deutschland so gut geht. Hier stehlen die Leute nicht einfach, sondern sind bereit für Leistung zu zahlen.

Larnak 21 Motivator - P - 25933 - 24. August 2012 - 2:18 #

Solche Leute hab ich ja gern. Da könnt ich direkt ... Naja, lassen wir das *Beruhigungstablette einwerf*

Just my two cents 16 Übertalent - 4654 - 25. August 2012 - 13:06 #

BITKOM ist nicht Ubisoft oder ein Publisherverband. BITKOM sind primär die Telekommunikationsanbieter, die gegen Three-Strikes und Co. Lobbyarbeit betreiben, dazu gehören auch Aussagen, dass Raubkopien ein Randphänomen seien...

q 17 Shapeshifter - 6711 - 23. August 2012 - 18:05 #

Wieviel Prozent wovon denn?

Weepel 16 Übertalent - 4275 - 23. August 2012 - 18:06 #

vom Kuchen :)

COFzDeep 19 Megatalent - P - 17110 - 23. August 2012 - 18:21 #

Der Kuchen ist eine Lüge! (scnr)

Kenner der Episoden 19 Megatalent - P - 16749 - 23. August 2012 - 20:41 #

Ach, Statistiken sind doch alle Quatsch! 60% aller Leute wissen das!

Elysion 14 Komm-Experte - 1957 - 24. August 2012 - 9:11 #

Eben! Und die restlichen 60% glauben eh das die Statistik gefälscht ist! :D

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 21065 - 23. August 2012 - 18:07 #

Dann gehör ich ja mit meinen Kumpels zu den anderen 5%. Lächerliche Aussage. Ist dann schon komisch das Steam und GOG Verkaufszahlen haben davon träumt EA nachts. Allein Steam 7 mal in Folge 100 % Steigerung bei verkauften Spielen.

Das Uplay net ankommt...nach dem Theater was Ubisoft veranstaltet hat. Macht das Ding wieder dicht, verkauft die Spiele über Steam (keine Retail mehr - lohnt sich eh net. Die Anleitungen was da drin sind..lächerlich) und das Geld kommt wieder rein. Ganz so einfach hatte es Steam auch net und EA versucht mit Origin das zu 100 % zu kopieren. Etz noch ein Anbieter...das will keiner!

Michl Popichl 24 Trolljäger - 50858 - 23. August 2012 - 18:08 #

von welchen ländern ist eigentlich die rede ???

Novachen 18 Doppel-Voter - 12975 - 23. August 2012 - 18:09 #

Wieso müssen die das ständig wiederholen?

Offenbar passiert sonst nichts, dass man immer die selben Platitüten zweimal bringen muss.

Das selbe wurde hier nämlich schonmal gesagt:
http://www.gamersglobal.de/news/46043/ghost-recon-future-soldier-doch-keine-pc-version-geplant

Komisch, nach hin und her erschien Future Soldier dann doch für PC.

Larnak 21 Motivator - P - 25933 - 23. August 2012 - 19:16 #

Das wurde sogar hier schon gesagt:
http://www.gamersglobal.de/interview/sorry-falls-der-ubi-launcher-in-anno-2070-sein-sollte?page=0,1
(Zweite Antwort)

Die Antwort auf die Nachfrage sagt schon recht viel, finde ich.

Von Schwarz 12 Trollwächter - 1004 - 23. August 2012 - 18:11 #

Da versucht sich wohl jemand einzureden, daß seine Spiele richtig toll waren und die bösen bösen PC Spieler nicht zahlen wollen. Ghost Recon war für mich erst mal das letzte Spiel von Ubisoft.

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 23. August 2012 - 18:17 #

Aber, aber... der Ubilauncher. Ich dachte der sorgt dafür, dass die Raubkopierer mit den Spielen garnicht erst loslegen können! Ich dachte die ehrlichen Käufer installieren den gerne, um Raubkopierer abzuschrecken.

Crizzo 18 Doppel-Voter - 11169 - 23. August 2012 - 18:27 #

Ziemlich platter Versuch sich für die vielen F2P-Spiele in Ubis Angebot zu rechtfertigen bzw. es den Spielern zu erklären respektive sie zu überzeugen...

Fuzzymancer 12 Trollwächter - 918 - 23. August 2012 - 18:40 #

Immerhin bleibt er bei den Prozenten auf dem Teppich. Im PR Bereich wird auch gerne mal zu allen möglichen Dingen 110% gesehen oder sogar 200% :P

NagusZek 10 Kommunikator - 469 - 26. August 2012 - 13:12 #

Auf dem Teppich geblieben? Die 95% besagen doch das auf 1 verkauftes Spiel 19 illegale Kopien kommen die ja selbstverständlich entgangene Einnahmen darstellen (Achtung, Ironie). das wären demnach 1.900 Prozent an Einnahmen die Ubisoft bei jedem Spiel angeblich verliert.

Was der Markt an Kaufkraft (oder besser Kaufwillen) tatsächlich bietet und das diese Blase sehr viel kleiner ist als die Unternehmen denken wird sich schon sehr bald zeigen, davon bin ich überzeugt.

Vielleicht erlebt der PC ja sogar ein Comeback von kleineren unabhängigen Studios, dank den F2P Plänen der Branchenriesen, die Spiele wieder so anbieten wie vor 15 Jahren. Ohne Accountbindung, DRM, Cloud, Launcher usw... Ich glaub zwar nicht das dies eintreffen wird, aber träumen darf man ja noch ;)

Larnak 21 Motivator - P - 25933 - 29. August 2012 - 16:14 #

Ich glaube, Fuzzy meinte das ironisch :)

Ardrianer 19 Megatalent - 19007 - 23. August 2012 - 18:42 #

95 Prozent? wer es glaubt... gäbe es nicht ab und zu News zu Ubi, wüsste ich nicht mehr, dass diese Firma noch existiert
F2P ist grundsätzlich nicht schlecht, sofern es ins Konzept passt (Dota2 und Konsorten) und kein P2W wird, wie bei vielen Browsergames der Fall ist. wenn dann aber Spieleserien wie C&C in dieses Korsett rein gedrückt werden sollen... wenn eine Marke schon tot ist, sollte man sie auch in den Zustand lassen

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 21065 - 23. August 2012 - 18:46 #

Ich hoffe Bluebyte lässt sich net ganz in diese Schiene nun drücken und macht weiterhin Siedler und Annos die man im Singleplayer spielen kann. Siedler Online ist zwar net ganz so schlecht, aber das spiel ich so nebenbei mal für 10-15 min und dann am andern Tag evtl. nochmal. Dieses "warte 2 Std bis dein Erkunder ein Vorkommen entdeckt hat" ist einfach im F2P übel.

Mechwarrior Online, World of Tanks & Warplanes ist sehr gut gemacht und zeigt wie es geht. Eine Singleplayer Kampagne würde ich mir trotzdem da gerne wünschen und sehe F2P deswegen nicht als das ewig böse. Wenn ich aber permanent was zahlen müsste um weiterzukommen wäre da Schluss. Einmalig mal 20 oder 30 Euro ist ok. Für andere Spiele zahl ich auch 30-50 Euro.

PCEumel 13 Koop-Gamer - 1436 - 23. August 2012 - 18:45 #

Das neueste Kapitel aus "Statistiken die ich mir aus dem Arsch ziehe weils so schön in den Kram passt".

Weryx 18 Doppel-Voter - P - 10493 - 23. August 2012 - 19:04 #

95%? Wenn das stimmen sollte bin ich der reichste Mensch auf Erden, kann mir nicht vorstellen das in Europa/NA soviel Leute Raubkopieren! Ist doch nur wieder eine ausrede um diesen scheiß F2P Markt zu etablieren.

Tr1nity 27 Spiele-Experte - P - 90571 - 23. August 2012 - 18:51 #

Und wieder die alte Leier von Guillemot...

Philley 16 Übertalent - 5441 - 23. August 2012 - 19:09 #

99% der Leser halten die Aussage, daß 95% der Spieler raubkopieren für eine zu 97% willkürliche, aber plakative Propagandazahl. Da bin ich mir zu 100% sicher!

Kirkegard 19 Megatalent - 15729 - 24. August 2012 - 10:25 #

Endlich ein Neuer der Statistik kann ;-)
Danke fürs posten, ich hätte mir sonst selbst einen abbrechen müssen ;-)

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8190 - 23. August 2012 - 19:08 #

Der Mann hat keinen Schimmer. Die Raubkopie Rate beträgt 113%. Mittwochs gegen 17:00 Uhr sogar 157%.

Anonymous (unregistriert) 23. August 2012 - 19:17 #

95 mag ein wenig hoch sein.
Aber gehen wir einfach mal spaßeshalber davon aus, dass in den reichen Ländern 80% kaufen. Das wäre dann West- und Nordeuropa. In Südeuropa und Osteuropa könnte es schon wieder etwas anders aussehen. Nordamerika, Japan, Südkorea, Australien, Neuseeland, Israel und eventuell noch die arabische Halbinsel. Sofern erlaubt.

Auf wie viel Prozent der Weltbevölkerung kommen wir jetzt? Nur eines ist klar. Im nahen Osten, auch in Teilen der Türkei, in China, Indien und Russland ist es fast schon einfacher an Schwarzkopien zu kommen als an Orginale. Außerdem sind die Orginale dort, wie auch in Afrika und Südamerika, auf den Verdienst gerechent, trotz lächerlicher Billigpreise (für uns), verdammt teuer.

Weltweit halte ich 95% für etwas übertrieben. Aber etwas über 80% schwarz würden mich nicht überraschen.

LegendaryAfanc 16 Übertalent - P - 4984 - 23. August 2012 - 19:35 #

das seh ich auch so, vielen ist nicht bewusst das sie wenn sie in Deutschland leben, eine Arbeit haben und ein Dach über dem Kopf zu den reichsten Menschen der Welt gehören.

Anonymous (unregistriert) 23. August 2012 - 20:15 #

Stimmt soweit. Und die Deutschen gehören mit zur Spitzenklasse was das Unterhaltungsbudged betrifft. Ich glaube nur die Japaner sind da mit mehr pro Kopf dabei. Ubi legt das in meinen Augen auch recht selektiv aus. Das in den Ländern fast nur Schwarzware unterwegs ist, dass ist ja nun wirklich nichts neues. Es ist sogar eher so, dass in diesen Ländern die Kaufkraft und der Orginalabsatz langsam steigt. Zumindestens was China, Indien und Russland betrifft. Wobei Russland ein recht eigener und vor allem ein fast reiner PC-Markt ist.

Das sie für die Märkte verstärkt auf F2P setzen und es auch hier rüberbringen. Von mir aus gerne. Manche F2Ps sind recht gut. Aber, alleine aus dem Grund auf die eher im "westlichen Kulturkreis" üblichen Vollpreisspiele komplett zu verzichten ist IMHO der falsche Weg. Mit den Spielen lassen sich, auch auf dem PC, sehr gute Umsätze und Gewinne generieren. Es muss den Käufern halt schmecken. Und besonders bei einigen von Ubisofts Marken sind die Zielgruppen recht speziell und Anspruchsvoll (Anno, Siedler, Silent Hunter). Klar verkaufen die sich nicht so gut auf den F2P-Märkten. Aber was man rausbekommen kann ist nicht schlecht. Und besonders im westlichen Kulturkreis scheint mir den F2P-Markt recht beschränkt zu sein.

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 23. August 2012 - 20:32 #

Die Firmen werden nicht völlig auf Vollpreistitel setzen, sondern nur das Portfolio um viele F2P-Spiele erweitern. Alle gehen immer davon aus, dass F2P-Spiele die Vollpreistitel verdrängen wird, obwohl nur ein großes Geschäftsfeld erschlossen wird, in dem man sehr viel Geld verdienen kann.

Anonymous (unregistriert) 23. August 2012 - 21:38 #

EA will zum REINEN F2P Publisher werden ;).

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 23. August 2012 - 21:57 #

EA hat in dem Interview was du meinst, nicht gesagt dass sie zu einem reinen F2P-Unternehmen werden wollen, sondern hauptsächlich auf F2P setzen. Vollpreistitel wird es auch in Zukunft noch geben, soll aber nicht mehr das Hauptgeschäftsfeld werden, wie es in der Vergangenheit der Fall war.

Momentan merke ich am Vollpreistitel Dragon's Dogma, wie gut F2P funktionieren könnte. Ich habe mir das Grundspiel zwar gekauft, spiele es jetzt schon einen Monat ohne ein Ende in Sicht zu haben und habe bereits weiteres Geld für Augenklappen, neue Frisuren, neue Stimmen und neue Quests ausgegeben. Wenn es in Zukunft ein Spiel wie Dragon's Dogma als F2P gibt, dass die meisten Spieler für 2 Wochen spielen und kein Geld ausgeben, dann haben diese Spieler einen großen Vorteil, denn sie haben für das Spiel nichts ausgegeben. Spieler wie ich dagegen, die sich völlig im Spiel verlieren können, sind gerade dazu bereit, einige Euro pro Monat zu zahlen. Selbst wenn man 50€ pro Monat in ein F2P-Titel investiert, den man tagtäglich für einige Stunden spielt, dann hat man mehr davon als von einem 60€-Spiel, dass man bereits nach einer Woche durch hat und wieder in den Schrank legt.

Spielt hier übrigens noch jemand Dragon's Dogma auf der PS3 und möchte sich meinen Vasallen ausleihen? Ich habe in ihn ne Menge Arbeit und Geld investiert. ;)

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 23. August 2012 - 22:11 #

Ob sich die Industrie damit aber nicht selbst austrickst? In meinen Augen ist es zumindest ein Unterschied, ob man ein Spiel für 50€ kauft oder 50€ in ein Spiel "investiert". Ich sehe das Problem, dass Leute sich dann zu sehr auf einige wenige oder gar nur 1 Spiel konzentrieren.

Evtl für dieses Spiel mehr Geld bezahlen, wie für 1 damaliges Vollpreis Spiel, aber auf lange Sicht dafür weniger andere Produkte kaufen. Ist wie mit Abos bei MMOs, man hat ja schließlich bezahlt, also muss man es ja auch nutzen, sonst hat man ja Geld verschwendet.

Beispielsweise ich würde 1 Shooter, 1 Rennspiel und noch 1 Sportspiel im F2P zocken, alle zusammen so 6-12 Monate und stecke da gesamt um die 150€ rein. In der Zeit hätte ich aber evtl vorher 6-12 Vollpreis Spiele gekauft, und dabei nicht permanent irgendwelche Online Server beansprucht.

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 23. August 2012 - 22:37 #

Ich bin schon lange der Meinung, dass die F2P-Blase irgendwann platzen wird, genauso wie damals beim Video-Game-Crash, der Internet-StartUp-Blase und der Immobilien-Blase. Das Konzept F2P wird funktionieren und man wird damit verdammt viel Geld verdienen können, aber es ist kein Loch ohne Boden, wie Firmen wie Ubisoft und EA einem jetzt glauben lassen wollen. Deswegen hasse ich F2P auch überhaupt nicht, sondern freue mich dass ich bei der Geburt, der Blüte des Lebens und dem Tod eines neuen Geschäftsfeldes dabei sein darf. ;)

Warum sollte man also nicht selber ein wenig den F2P-Markt mit ergründen, genauso wie Millionen andere es tun?

Johannes 22 AAA-Gamer - P - 37907 - 23. August 2012 - 19:57 #

Und man mag sich kaum vorstellen, wie viele von den anderen 5% sich vielleicht noch Spiele gebraucht kaufen!

Wi5in 14 Komm-Experte - 2688 - 23. August 2012 - 21:36 #

Unerhört!

Lacker (unregistriert) 23. August 2012 - 20:02 #

Und Ubischrott glaubt immernoch jeder der eines ihrer Schrottgames zieht würde es potenziell auch kaufen.
Gute Spiele verkaufen sich IMMER! Siehe Dragon Age: Origins, StarCraft2, NBA2K11 ...

burdy 15 Kenner - 2743 - 23. August 2012 - 20:12 #

Und gute F2P-Spiele verkaufen sich noch viel mehr.

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 23. August 2012 - 20:26 #

Stimmt, gute Spiele verkaufen sich immer. Siehe Assassins Creed, Far Cry, Splinter Cell, Anno...

burdy 15 Kenner - 2743 - 23. August 2012 - 21:04 #

Mal davon abgesehen. Man kann ganze Bibliotheken füllen mit guten Spielen, Filmen, Serien, die sich nicht verkauft haben.

SirCartman 14 Komm-Experte - P - 2122 - 23. August 2012 - 22:10 #

I lol'd!

Nein, tun sie nicht. Und ich habe auch schon Spiele verschmäht die vermutlich richtig gut sind. Die Liste von hochkarätigen Flops ist lang und füllt mehrere Gamestar-Listen. Die Liste von Spielen die im Nachgang als legendär eingestuft wurden, sich aber nur mässig verkauften ist noch länger (Deus Ex, Planescape:Torment, ....). Bei Filmen gibt es das auch (Fight Club, Blade Runner).

KritikloserAlleskonsument 13 Koop-Gamer - 1562 - 23. August 2012 - 21:13 #

Also das einzigste Geschäftsmodell, das wirklich langfristig funktionieren kann ist IMO Get-Payed-To-Play. Sonst bin ich nicht bereit meine kostbare Zeit in einem Spiel zu versenken. Da muss schon mindestens ein Stundenlohn von 10-15 Euro kommen.

sag niemals Nier (unregistriert) 23. August 2012 - 22:28 #

ähnliche Idee hat' ich auch schon.
so'ne Art online Poker Room , bloss halt mit Games,
wo die user mit geld gegeneinander spielen und die Betreiebr kassieren halt bur Anteile u. Wartungsgebühren.

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 23. August 2012 - 21:21 #

Vielleicht haben die auch einfach zuviel Werbung mit Marcel Davis konsumiert. Der hatte es ja auch nicht so mit diesen Angaben in Prozent :>

Fallout-Junge 16 Übertalent - 4593 - 23. August 2012 - 21:31 #

Irgendwie legt es Ubisoft im Moment drauf an, zum Buhmann einer ganzen Branche zu werden. 95% Raubkopien? Das ich nicht lache! Na gut, für Drittwelt- und Schwellenländer kann das schon zutreffen. Wobei ich vermute, dass dort weitaus weniger Menschen als in den Industrieländern eine moderne Hardwareausstattung mit Quadcoreprozessor und dicker Grafikkarte haben, um dann neuste (raubkopierte) Titel zocken zu können.

Ich stimme zudem mit Novachen überein, dass sich viele Spieler von Firmen mit allzu restriktiven DRM-Maßnahmen abwenden und zur Raubkopie greifen bzw. ihrem Original einen Crack verpassen.

Außerdem, wenn Ubisoft der Meinung ist, dass auf dem PC zu 95% kopiert wird, geben sie ja gerade zu, dass ihr Kopierschutz sinnlos ist.

Wenn ich dran denke wie weit es mit meinem geliebten PC gekommen ist wird mir schlecht! Dann lieber wieder Codewheels mit Piraten oder schwarz auf braun gedruckte Codelisten.

Ich sehe der nächsten Konsolengeneration ein wenig ängstlich entgegen und befürchte irgendwie, dass auch dort diese sinnlosen DRM-Maßnahmen Einzug halten werden. Wenn es soweit ist kann ich ja endlich die ganzen Spiele zocken, die hier noch auf Halde liegen...

Anonymous (unregistriert) 23. August 2012 - 21:42 #

Das wirklich witzige ist, dass wir in einer Zeit angekommen sind, in der die ganzen Schutzmaßnahmen, seien es Captchas oder, Biometrieerkennung oder ebend Kopierschutzsysteme, einfacher von automatisierten Maschinen ausgetrickst werden können als das Menschen sie sinnvoll nutzen können.

Wer mir widersprechen möchte. Einfach mal ein GTA4 in der Ursprungsversion ohne Cracks zum laufen bekommen und in der Zwischenzeit ein paar Recaptchas lösen.

SirCartman 14 Komm-Experte - P - 2122 - 23. August 2012 - 22:12 #

Halte die Zahl für gar nicht so unrealistisch. Als ich eine Playstation im Kosovo kaufen wollte, wurde ich auch direkt darauf hingewiesen, dass die schon den Chip installiert haben...also diesen mit dem man Kopien spielen kann. Und das in einem "normalen" Laden. Die Shops dort, verticken Musikalben und wahrscheinlich auch Spiele für wenige Euronen. Da kauft keiner ein Original...

Im Übrigen redet auch das von der Community geliebte CD Projekt in Bezug auf The Witcher 2 von einer 1:5 Quote. Die gehen sogar soweit, dass die Quote mit DRM noch schlimmer wäre.
CD Projekt und The Witcher 2 sind in diesem Zusammenhang ohnhin interessant: Laut einem Gamestarartikel (http://www.gamestar.de/spiele/the-witcher-2-assassins-of-kings/news/the_witcher_2_assassins_of_kings,44750,2561992.html), hat sich die tolle DRM-freie Version von the Witcher 2 (also die von GOG) mit Abstand am schlechtesten verkauft (35.000 zu 195.000 Steamversionen). Also obwohl ganz viele Spieler die Wahl hatten, auch diesen "DRM-Mist" nicht zu haben, griffen sie zur Steam oder Ladenversion. Und obwohl es eine DRM-unverseuchte Version von The Witcher 2 zu kaufen gibt, geht der Herrsteller trotzdem davon aus, dass 80% der gespielten Witcher 2-Versionen illegal sind.
Wenn man berücksichtigt, dass bis jetzt jede Aussage von CD Projekt von frenetischen Jubel begleitet wird (Übertreibung!), dann müsste man auch Ubisoft in diesem Fall zugestehen, dass sie vieleicht nicht ganz unrecht haben. Wegen Fairness und so. ;)

mfg
SirCartman

Edith meint: Der letzte Teil des Posts bezieht sich auf auch hier wiederholte Aussage, dass ja Spieler quasi aus Notwehr oder aus Protest gegenn Restriktionen zur Raubkopie greifen.
Hier noch die Quelle bezüglich CD Projekt Aussage zu Raubkopien: http://www.gamersglobal.de/news/46188/cd-projekt-51-raubkopierquote-ist-gut.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3279 - 24. August 2012 - 8:47 #

35:195 finde ich erstaunlich, wenn man die Bekanntheitsgrade der Plattformen und den Stellenwert von Retailversionen berücksichtigt.

Auch interessant, dass laut den Angaben ein DRM-freies Spiel mit 80% deutlich weniger kopiert wurde, als Spiele mit dem restriktiven Ubi-Launcher. Aber so ist das bei frei erfundenen Zahlen.

SirCartman 14 Komm-Experte - P - 2122 - 24. August 2012 - 9:31 #

Die Retailfassung sind in den 195.000 nicht enthalten. Ich hab jetzt nicht mehr in den Artikel geschaut, aber ich glaube ein Viertel der Verkäufe wurden online getätigt. (http://www.pcgames.de/The-Witcher-2-Assassins-of-Kings-PC-232263/News/The-Witcher-2-Entwickler-verraet-echte-Verkaufszahlen-und-gesteht-DLC-DRM-Suenden-880015/). Die DRM-freie GOG-Version macht einen sehr kleinen Anteil aus.

Worum es mir nur geht, ist die ewig wiederkehrende Argumentation zu entkräften, dass ein in Großteil der Raubkopierer ja nur raubkopiert um DRM-Maßnahmen zu entfliehen. Softwarepiraterie wird quasi als politischer Kampf glorifiziert. Allerdings dürfte es dann quasi kaum noch raubkopierte Witcher 2-Versionen geben und viele Leute hätten zur GOG-Version greifen müssen. Beides trifft aber offensichtlich nicht zu....

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3279 - 24. August 2012 - 9:54 #

Wie gesagt, du darfst den Bekanntheitsgrad von Steam nicht vergessen. Wie viele uninformierte 0815-Steamuser wissen überhaupt von GOG? Viele wissen ja nicht mal, dass Steam DRM ist. Von daher finde ich das Ergebnis sehr gut.

Es wäre natürlich naiv zu glauben, ohne Kopierschutz gäbe es keine Kopien mehr. Die gab es schon lange vor DRM und ich wüsste auch nicht, wo das behauptet wird. DRM treibt zahlende User zu Kopien, das kann man oft lesen.

Was wirklich stimmt weiß niemand. Die Zahlen über Kopien sind durch die Bank weg hochgerechneter Blödsinn. Selbst wenn man die genaue Zahl wirklich kennen würde, würde sie noch lange nichts über entgangene Verkäufe aussagen. Die gibt es natürlich, darüber braucht man nicht zu diskutieren. Aber dessen Höhe wird immer unbekannt bleiben.

SirCartman 14 Komm-Experte - P - 2122 - 24. August 2012 - 10:30 #

Das es keine Kopien gäbe, wird niemand behaupten. Aber die Behauptung eine signifikante Menge Spielern durch DRM-Maßnahmen zu illegalen Kopien getrieben wird, liest man auch in diesem Thread.

Beispiel:
4. Post von oben:
"Das ist mal wieder viel zu sehr in Schwarz-Weiß gedacht. Das Ubisoft mal darüber nachdenkt, dass viele Leute vielleicht eben WEGEN dem Kopierschutz überhaupt zu illegalen Versionen gegriffen haben kommt man wohl nicht. "

Folgende Infos müssen einen "Kunden" vorliegen, um überhaupt auf solche Ideen zu kommen:

1.) DRM-Maßnahmen und ihre Konsequenzen müssen bewusst sein...
2.) ...und als negativ bewertet werden!
3.) Es muss Kenntnis darüber herrschen, wo und wie ich an illegale Versionen komme.

Nimmt man die drei Punkte zu haben, kann man davon ausgehen, dass es sich um einen informierten Nutzer handeln muss. Ich glaube, solche Leute finden auch GOG. ;)

Meine These ist: Die Anzahl der Leute, die sich tatsächlich für Raubkopien entscheiden weil sie Origin, Uplay und Steam boykottieren wollen ,ist bestenfalls im Promillebereich anzusiedeln. Natürlich ist es schöner, seine eigene Kriminalität in einen politischen Widerstandskampf umzudichten. Aber wenn dies wirklich zutreffen würde, müsste der Anteil an GOG-Versionen höher sein und der Anteil an Witcher 2-Kopien niedriger.
Der 0815-Steamuser ist hier nicht von belang, den der hat ohnehin ein Original gekauft.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3279 - 24. August 2012 - 10:50 #

Die Beispiele, die du aufführst, schließen sich doch nicht gegenseitig aus.
Es gibt nun mal nicht „DIE“ User, jeder handelt individuell. Woher willst du z.B. wissen, dass jemand, der ein DRM-Spiel kopiert hat, sich Witcher nicht auf GOG gekauft hat?

Deine Annahme, dass die durch DRM zu Kopierern gewordenen User im Promillebereich anzusiedeln wäre, sei dir unbenommen. Gehalt hat sie allerdings nicht, wie sämtliche Zahlen in dem Bereich.

SirCartman 14 Komm-Experte - P - 2122 - 24. August 2012 - 11:36 #

Kann ich nicht, aber darum geht es doch gar nicht. Es geht um den Vergleich der Zahlen:

18% der Verkäufe waren digital (wohl nicht mehr der aktuelle Stand!) und von diesen 18% entfielen nur 14% auf die DRM-freie Version. Das heißt (sollte ich jetzt richtig gerechnet haben) nur 2,5% aller Käufer für DRM-freie Version entschieden haben.

Wieviele von den 2,5% jetzt wegen der DRM-Thematik zu GOG gegriffen haben, wissen wir auch nicht. Ich hätte z.B. eher bei GOG gekauft, weil ich da nen Account habe. Bei Steam hab ich keinen. Der Herrsteller selbst (und wird ja eher als Communityfreundlich betrachtet) betrachtet eine Rate Kopie:Original von 5 zu 1 als Erfolg. Er geht davon aus, dass 17% der Versionen bezahlt wurden. 83% wurden nicht bezahlt. Der Mitarbeiter von CD Projekt meinte, er komme auf diese Zahlen, weil er Torrentnetzwerke beobachtete. Ich hab von sowas keine Ahnung, hab nie Torrentgedöns benutzt und weis nicht ob man da direkte Beobachtungen anstellen kann.

Aber selbst wenn das Verhältnis 1:1 ist, dann stünden immernoch 1 Millionen Raubkopien 25.000 DRM-freie Verkäufe gegenüber. Ich könnte die Anzahl der Raubkopien nochmal durch zwei Teilen und immernoch wäre der Anteil durch die DRM-freie Version vereitelte Raubkopien verschwindend gering. Selbst wenn ich davon ausgehe, dass alle GOG-Käufer ansonsten Raubkopierer geworden wären. Die Diskrepanz in den Zahlen muss doch auffallen!
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Natürlich ist The Witcher 2 ein Einzelbeispiel. Aber es ist, soweit ich weis, das einzige wo man belastbare Verkaufszahlen hat und als Vergleich eine DRM-freie Version von Beginn zum Verkauf angeboten wurde.
Aber meine These würde ich gerne umformulieren: Der Anteil an Spielern, die Raubkopieren aber darauf verzichten würden, wenn es keine DRM-Maßnahmen gäbe, ist im Promillebereich anzusiedeln. Als Indiz dienen mir die Zahlen zu den Verkäufen und Schätzungen von the Witcher 2. :)

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3279 - 24. August 2012 - 12:10 #

Ich kann immer noch nicht nachvollziehen, wie du über das Verhältnis von GOG- und Steamverkäufen Rückschlüsse auf Anzahl bzw. Motivation von Kopien schließen willst.

SirCartman 14 Komm-Experte - P - 2122 - 24. August 2012 - 12:28 #

Wie du jetzt darauf kommst, dass ich die Anzahl der Raubkopien irgendwie aus den GOG doer Steamverkäufen herleite, weis ich nicht. Sind ja sogar zwei unterschiedliche Artikel die ich da zitiere.

Die Anzahl der Kopien ist eine Schätzung vo CD Projekt. Worauf die basiert hab ich geschrieben und steht auch im entsprechenden Artikel. Ich brauchte aber die Steam, Retail und GOG-Verläufe um auf die Verhältnismässigkeit von verkauften DRM-freien Versionen und trotzdem illegal kopierten Versionen hinzuweisen. Es geht nur um dieses Verhältnis! Hätte ich das jetzt ohne Rechnung einfach hingeschrieben, hätte jeder gesagt ich denk mir das aus!

Ich weise ja auch darauf hin, dass man die Anzahl der Raubkopien deutlich niedriger ansetzen kann und trotzdem die DRM-freien Verkäufe im Vergleich zu den Raubkopien gering sind.

Motivation: Ich kann zumindest ausschließen, dass die Raubkopien zustande kamen, weil die 'Kunden' keine DRM-Maßnahmen haben wollten. Den auf DRM hätten sie auch verzichtet, wenn sie bei GOG gekauft hätten. Das haben aber die wenigsten getan. Zumindest im Falle von The Witcher 2 lässt sich die These kaum aufrecht erhalten, dass große Teile der Raubkopiererschaft ohne DRM direkt wieder zum Original greifen würden.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11524 - 24. August 2012 - 21:59 #

Das Problem ist glaube ich die Menge der Spieler.

Steam hat sich einfach durchgesetzt und - ich werfe einfach mal eine Zahl in den Raum - für 90 Prozent der heutigen PC Spieler, insbesondere den Jüngeren, ist DRM oder rein digitale Software ohne Datenträger egal bzw. völlig normal. Das zeigt der Erfolg von Steam nur allzu deutlich.

GoG hingegen ist nur eingefleischten Retrofans ein Begriff. Selbst viele alteingesessene Spielefreaks haben noch nie was von gehört, wie ich immer wieder überrascht feststellen darf.

Eine kleine Randnotiz, ich habe irgendwo in einem Interview mit CD Project Red gelesen, dass die meinten, dass nicht die GoG-Version raubkopiert wird sondern die DRM-geschützten Fassungen, die extra gecrackt werden mussten.

Ich nehme also einfach mal ganz stark an, dass viele Leute gar nicht wussten, dass es von The Witcher 2 eine völlig DRM-freie Fassung gab.

Generell gehe ich aber sowieso davon aus, dass die Art des Kopierschutzes oder gar dessen Nichtexistenz keinerlei bzw. wenn überhaupt einen absolut minimalen Einfluss auf die Zahl der Raubkopien hat.
Dafür ist zu vielen Menschen DRM einfach völlig egal, wie Diablo 3 und ähnliche Titel der letzten Zeit wieder eindrucksvoll bewiesen haben.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3279 - 25. August 2012 - 9:33 #

Das habe ich schon zweimal versucht zu erklären. Nur weil sich ein Spiel auf Steam gut 5x mehr als auf GOG verkauft hat, kann man daraus keinerlei Rückschlüsse in Bezug auf Kopien schließen.

Dazu müsste GOG genauso im Bewusstsein der Spieler verankert sein wie Steam, und sie müssten darüber aufgeklärt sein, was DRM genau ist.
Aber das interessiert kaum jemanden. Ich sehe es doch hier bei unseren Studenten. Überspitzt gesagt, besteht bei vielen das Internet nur aus wenigen Seiten: Google, Facebook und Amazon. Alles bequem und einfach - mir macht diese Entwicklung schon etwas Angst.

SirCartman 14 Komm-Experte - P - 2122 - 25. August 2012 - 14:55 #

Mal Butter bei die Fische: Glaubst du das ein Großteil der Raubkopierer ihre Spiele wieder regulär bezahlen würden, wenn Spiele zukünftig wieder ohne DRM veröffentlicht würden? Um diese Frage geht es ja die ganze Zeit.

Deine und Spiritogres Aussagen gehen ja in eine ähnliche Richtung: DRM ist einem Großteil der Kunden tendenziel egal bzw. stört es sie nicht genug um ihr Verhalten grundlegend zu ändern. Ich sage, dass dies vermutlich auch auf Raubkopierer zutrifft. Die kopieren halt, weil sie keine Lust haben Geld zu bezahlen oder weil es einfach bequem ist. Ob das Spiel im original DRM hat oder nicht, ist den meisten wahrscheinlich egal.

Im Übrigen muss man ja informierter User sein, um überhaupt auf die Idee zu kommen, dass ich zu Raubkopien greife, weil ich mich durch DRM gegängelt fühle. Wenn dieser Teil der Spielerschaft angeblich so groß ist (also die die Raubkopieren aus Protest gegen DRM), dann hätten davon auch ein paar mehr zu GOG finden können. Denke ich mir zumindest.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11524 - 25. August 2012 - 15:51 #

Ich glaube einfach, dass ein Großteil der Menschen den Wert virtueller Güter nicht einschätzen kann. Und ich verstehe das! Denn viele virtuelle Güter sind kostenfrei und viele kostenpflichtige sind auf andere Weise ebenso kostenfrei, etwa Musik im Radio oder Filme und Serien im Fernsehen.

Und bei Spielen, mal Butter bei die Fische, ohne Raubkopien hätten sich (hierzulande) weder die Heimcomputer in den 80ern noch der PC in den 90ern so stark im privaten Bereich verbreitet.

Dies alles führt zu einer Abwertung von Medien, sodass es für viele selbstverständlich ist, diese kostenlos beziehen zu wollen.

Auch ich persönlich tue mich extrem schwer damit, ein Spiel nur als Download kaufen zu müssen - was ich demzufolge noch nie getan habe. Denn der gefühlte Wert eines Downloads ist völlig identisch zu einer Raubkopie, wobei die Raubkopie u.U. sogar noch Vorteile hat (eben kein DRM). Wenn ich hingegen eine Packung und einen Datenträger für mein Regal habe, dann habe ich etwas physisches, etwas was ich sammeln kann, etwas, auf das ich stolz sein kann, das einen Wert hat - und wenn der rein ideell ist.

Einzig die jüngere Generation, die mit kostenpflichtigen Downloads aufwächst und die nicht an Morgen denkt, weil für sie sogar fünf Jahre in der Zukunft unendlich weit weg sind, nimmt das gelassener. Für sie sind 100 Spiele in Steam kein Problem, sie machen sich keine Gedanken darüber, dass die u.U. mehrere 1000 Euro irgendwann einfach weg sein könnten.

Generell gibt es meiner Ansicht nach zwei grobe Fraktionen, die einen, die nicht einsehen für etwas zu zahlen, was sie auch umsonst haben können und die anderen, die Angst vor Abmahnungen und ähnlichem haben und deswegen lieber kaufen.
Die Gruppe derjenigen, die versteht, dass gute Produkte Geld kosten und die Hersteller deswegen belohnen möchten ist jedenfalls verschwindend gering gegenüber denjenigen, die ihren eigenen Vorteil vorne ran stellen. Was logisch ist, da Menschen naturgemäß egoistisch sind, was ja auch Sinn macht, da es der Eigenerhaltung dient.
Dazu kommt der Wunsch, durch Werbung und Medien angeheizt, alles zu besitzen. Nur leisten kann sich das selbstredend kaum einer.

Dies alles fördert Raubkopien, die, das liegt in der Natur von Medien, nun einmal sehr einfach zu erstellen sind. DRM ist nur bei einem sehr geringen, aufgeklärten Teil, ein weiterer Aspekt, der dazu kommt.

Abhilfe, zumindest in einigem Umfang aber natürlich nicht komplett, können niedrigere Preise schaffen. Ein Spiel auf Datenträger und mit Packung aus dem Laden mit Handelsspanne bis zu 50 Prozent für 50 Euro darf im Download einfach nicht mehr als 25 Euro kosten. Ein Song, der im Radio rauf und runter gespielt wird, dessen gesamtes Album mit 13 weiteren Songs im Laden 15 Euro kostet dar im Download nicht 1 Euro kosten! Schon 50 Cent wären arg teuer. Und auch wenn das "Pfennigbeträge" sind, auch die läppern sich.

Allerdings halte ich die Zahl der Raubkopien in Deutschland für inzwischen weitaus geringer, als sie es je zuvor waren! Was allerdings - und das mag jetzt einige verwundern - dem PC an sich eher schadet! Denn wenn man eh nicht raubkopiert, dann kann man auch gleich zur Konsolenfassung greifen. Meiner Ansicht nach ist der Anstieg der Konsolen hierzulande zu einem Teil auch diesem Fakt geschuldet. Denn auf dem Sofa mit riesigem LCD TV und fetter Surround-Anlage daddelt es sich durchaus sehr angenehm. Wenn der PC also wieder an Bedeutung gewinnen will, dann müsste, so paradox es klingt, in Deutschland wieder mehr raubkopiert werden! Denn auch dadurch steigen letztlich die (Spiele-)Verkäufe für den PC.

SirCartman 14 Komm-Experte - P - 2122 - 25. August 2012 - 18:09 #

"Und bei Spielen, mal Butter bei die Fische, ohne Raubkopien hätten sich (hierzulande) weder die Heimcomputer in den 80ern noch der PC in den 90ern so stark im privaten Bereich verbreitet."

Genau das hab ich letztes auch gedacht! Ich denke da ist was dran.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 25. August 2012 - 20:21 #

Oder die PS1, PS2 ja selbst die PSP. Die Wii und der DS ebenso. DVD-Player starteten auch erst durch, als SVCD´s und VCD´s auf den meisten billigen Geräten liefen. Man könnte fast behaupten, die Kopierer entscheiden was Standard wird, bzw wer die höchste Hardwarebasis hat. Willst du etwas neues auf den Markt bringen, bedien am besten direkt die Kopierer, dann bist du zumindest schon mal am Markt etabliert.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3279 - 25. August 2012 - 19:59 #

SirCartman, das weiß ich nicht und darum geht es mir auch nicht. Das wäre Kaffeesatzlesen, wie es Ubi hier auch mit den 95% macht. Es geht mir darum, dass du aus den Verkaufszahlen von Steam und GOG keine Rückschlüsse ziehen kannst. Hier z.B:

"Also obwohl ganz viele Spieler die Wahl hatten, auch diesen "DRM-Mist" nicht zu haben, griffen sie zur Steam oder Ladenversion."

Die meisten Spieler hatten eben nicht die Wahl, weil sie GOG nicht mal kannten oder zu wenig über DRM wissen. Stelle dir folgendes Experiment vor:

Wer sich auf Steam für ein Spiel entscheidet, bekommt zwei Optionen zu sehen:
Button links: Ohne DRM kaufen. Button rechts: Mit DRM mieten.

DAS Ergebnis würde mich mal interessieren. Dafür würde ich mir sogar einen Steam-Account anlegen... ;)

Easy_Frag 14 Komm-Experte - P - 2332 - 23. August 2012 - 22:18 #

So eine dumme Begründung für free to play ist echt irgendwie...ka mir fehlen die Worte. Mich würde mal interessieren wieviele potenzielle Käufer vom Ubilauncher etc abschreckt werden.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 23. August 2012 - 22:32 #

Ich sehe nur einen großen Vorteil, wenn das F2P Spiel floppt, haben sie keine Ausrede parat, weder Kopien noch Gebrauchtkäufer ( ok Accountverkauf geht theoretisch noch ). Es liegt einzig und allein am Spiel und dessen Inhalt. Aber vielleicht hören wir ja dann so was wie "Free Player sind Schmarotzer und sind Schuld an Abo2Play"

Jonas -ZG- 18 Doppel-Voter - P - 9389 - 23. August 2012 - 22:24 #

Irgendein Gebot heißt doch Du sollst nicht lügen. 95 % ja Ubisoft Schuld sind immer die anderen ;)

ridcully 11 Forenversteher - 800 - 23. August 2012 - 22:32 #

95% Raubkopien kommen daher, dass eine Raubkopie ohne den Launcher auskommt... Unter den Bedingungen Greif ich auch lieber zur Raubkopie.... Aber natürlich nur, nachdem ich vorher das original gekauft habe....

Skeptiker (unregistriert) 23. August 2012 - 22:32 #

Hallo Ubisoft!

Wenn Ihr von 95% Raubkopien sprecht, dann doch
sicherlich von normalen Spielen wie Siedler 2 NG.
Das ist natürlich kein Problem mehr von Ubisoft, wo
man mit dem Ubilauncher Kunden sicherlich vergrault hat,
aber jetzt eine Raubkopierquote von 0% habt.

Mal angenommen Ihr vertreibt jetzt Siedler 8 als F2P
Und das kostet in der Entwicklung so viel wie Siedler 7.
(Ich ignoriere mal Siedler Online).

Da Siedler 7 unkopierbar ist, weiß man schon heute, wie
viele Spieler sich maximal für Siedler 8 interessieren.
Von denen werden aber nur 7% bei F2P wirklich bezahlen,
der Rest spielt es ja, ohne einen Pfennig zu bezahlen.
D.h. um die Umsatzzahlen von Siedler 7 zu erreichen,
müsste jeder der zahlenden 7% 560 Euro für
Siedler 8 bezahlen !?
Sehr ambitioniert, Euer Zukunftsmodell!

Das legt ja den Verdacht nahe, dass Ihr mit dem
Ubilauncher Millionen von Kunden vergrault habt,
den nur wenn diese Millionen zurückkehren und
davon 7% wieder für F2P bezahlen, hättet Ihr
eine Chance, mit Siedler 8 so viel zu verdienen
wie mit Siedler 7.

Aber Ihr macht das schon, F2P ist ganz, ganz toll!

neulich beim Bäcker (unregistriert) 23. August 2012 - 22:36 #

wollte nur noch mal die "Binsenweisheit" reinwerfen:

"Raubkopieen verkaufen Hardware"

,wenn wrkl so viele Ubisoft Spiele gebrannt werden, sollten sie vlt. auch mal 'ne Konsole raushauen.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 23. August 2012 - 22:40 #

Hehe genau die Uplay :D

Actraiser 09 Triple-Talent - 322 - 23. August 2012 - 22:48 #

Ob die Spieler Ubisoft wegen verbuggter, unfertiger F2P- oder Vollpreisspiele abstrafen, spielt am Ende keine Rolle.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11031 - 23. August 2012 - 23:30 #

der anteil der raubkopierer is relativ egal.
auf was es ankommt is die anzahl der käufer und dafür muss man selbst was tun und nicht die ehrlichen kunden noch mit drm abstrafen. so einfach ist das.

MicBass 19 Megatalent - 14432 - 23. August 2012 - 23:53 #

Richtig, das scheint sich nur in den entsprechenden Etagen noch nicht herumgesprochen zu haben. Statt dessen wird lieber der Kampf gg die Windmühlen geführt und hinterher gejammert weils nichts bringt.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 24. August 2012 - 0:08 #

Bringt schon was, mehr Kosten und verärgerte Käufer :D

jeef 12 Trollwächter - 887 - 24. August 2012 - 12:42 #

Das Problem ist einfach das immer noch Leute in irgendwelchen oberen Etagen oder sonst wo sitzen. Die felsenfest daran glauben das Warez-Nutzer tatsächlich potenzielle Kunden sind. Zudem ist immer schwer zu erkennen ob die "Leute" einfach keine Ahnung haben oder ihre "miesen" Zahlen einfach nur rechtfertigen wollen und somit ne Ausrede suchen.

Xariarch 13 Koop-Gamer - 1696 - 23. August 2012 - 23:33 #

Bei Ubisoft Spielen verstehe ich die 95-96% ;)

Tassadar 17 Shapeshifter - 7778 - 24. August 2012 - 0:08 #

@Ubisoft: Wissenschaftlich nachprüfbare repräsentative Studie veröffentlichen oder einfach mal die Klappe halten und nicht die Käufer für den Kauf durch rigorose DRM-Maßnahmen und Überwachen und Datenklau und das Reißen von Sicherheitslücken bestrafen.

matthias 13 Koop-Gamer - 1354 - 24. August 2012 - 0:22 #

also bezahlen nun die, die vorher nichts zahlen wollten, bereitwillig mehr als die, die vorher gezahlt haben, welche jetzt allerdings nichts mehr bezahlen wollen?
so kommt das rüber, wenn er meint 5-7% zahlende kundschaft egal ob f2p oder vollpreis, wobei sie mit f2p nun die erreichen, die vorher nichts gezahlt haben was im umkehrschluß bedeutet, das ihnen auch kunden weglaufen. finde das etwas verwirrend.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24421 - 24. August 2012 - 0:22 #

uPlay versagt also in 93-95% der Fälle.

mon2908 11 Forenversteher - 594 - 24. August 2012 - 2:48 #

Ja wenn sie wenigstens noch Spiele verkaufen würden. Das einzige was sie tun ist, Spiele gegen Geld vermieten. Wenn ich mir ein Spiel kaufe will ich auch noch in Jahrzehnten sicher gehen, dass ich es noch genau so spielen kann (und sei es unter Verwendung eines Emulators). Das garantiert mir mit Steam/Uplay/Origin/Battlenet und wie sie alle heißen, aber keiner. Man lebt ja sogar heute schon von der X-ten Auflage eines Spiels und will den Kunden dafür jedesmal aufs Neue belasten. Was aber, wenn mir die alte Auflage besser gefällt als die Neuinterpretation? Sei es wegen der fehlenden Handbücher oder einfach nur aus dem Grund weil die Neuinterpretation nicht den nostalgischen Flair hat wie das ursprüngliche Spiel (z.B. Jagged Alliance 1 und 2).

Wenn ich ein Spiel kaufe will ich es auch wieder verkaufen oder nach dem durchspielen verschenken können. Beides geht nicht. Also bin ich weiterhin nicht der Eigentümer trotz des Kaufs.

Schlimmer noch empfinde ich die Gängeltechnologie DRM die mit TPM 2.0 wohl auch mit dafür Sorge tragen wird, dass Produkte/Spiele demnächst an eine Hardware Plattform gebunden sind und nicht mehr übertragen werden können. Raucht die Kiste ab oder will man etwas Neues ist der Schaden wegen all der an ihr gebundenen immateriellen Produkte vermutlich viel zu so groß, dass einem die Lust am Kauf schon gleich am Anfang vergeht. TPM ist eine Technologie, die es mir als Kunde erlauben sollte zu entscheiden, welchen Produkten/Software ich traue und welcher nicht. TPM sollte meiner Meinung nach nicht dazu verwendet werden Produkte/Software an einer Plattform zu binden und dem Hersteller des Gerätes garantieren, das nur seine lizensierten Produkte darauf laufen. (z.B. Microsoft Surface [Wie es bei Apple aussieht weiß ich nicht]).

Habe mir die Tage mein erstes Steam Spiel, Worms Reloaded, 'gemietet'. Blieb beim 'Kauf' unter 7 Euro. Mehr würde ich für eine Kinokarte auch nicht mehr ausgeben, also geht der Betrag so in Ordnung. Falls ich es irgendwann nicht mehr spielen kann, kann ich den Betrag den ich dafür gezahlt habe auch guten Gewissens abschreiben. Das Spiel an sich finde ich so gut, dass ich ohne weiteres 50-60 Euro für eine Steamfreie Version gezahlt hätte. Mieten zum Vollpreis? Im Leben nicht!

Anonymous (unregistriert) 24. August 2012 - 5:48 #

Wieso ist dieses Vermieten überhaupt zulässig? Auf jeder Webseite steht steht groß "Buy now" oder "Spiel jetzt kaufen". Und irgendwo im Kleingedruckten steht dann "das Spiel wird ihnen nicht verkauft". Das kann doch unmöglich rechtens sein.
Die Anbieter sollten gezwungen werden, von Anfang an zu schreiben "Spiel jetzt für unbestimmte Zeit mieten".
Wo ist der Gamesanwalt wenn man ihn braucht? :)

Tassadar 17 Shapeshifter - 7778 - 31. August 2012 - 0:59 #

Wo (bisher) keine Kläger, da kein Richter. Leider.

Jadiger 16 Übertalent - 5127 - 24. August 2012 - 3:47 #

Die Publisher sehen jetzt alle F2P als Geld druck Maschine an.
Und 95% wenn man wirlich so wenig verkauft dann stimmen aber die zahlen nicht die Ubisoft raus geben hat.
F2p ist echt reine abzocke und was wollen Publisher Geld und mit F2p kann man sehr viel Geld machen.
Aber man kann kein C&C wie Ea es macht als F2p verkaufen.
Und wenn man es genau nimmt ist der Ubiluncher das gleiche wie Blizz Battelnet bloss schlechter wieso verkauft dann Blizzard alle ihre Spiele Millionen fach und Starcraft2 wurde oft kopiert! Ganz einfach nach zig mal AC2 will es halt keiner mehr

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3279 - 24. August 2012 - 8:39 #

Das BKA sollte mal bei Ubi anfragen, die haben scheinbar auf allen Rechnern der Welt einen Trojaner installieren können, um solche Zahlen zu ermitteln.

95%. Kein Wunder, dass Aussagen von Herstellern schon lange nicht mehr für voll genommen werden. Noch besser finde ich die Reaktion darauf: Weil kaum jemand zahlt führt man F2P ein, damit gezahlt wird. Aha. Die Schwarzspieler kaufen also bunte Hüte, macht natürlich Sinn.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 24. August 2012 - 8:48 #

He Ubi ist halt nett, wenn eh 95% alles klauen, machen wir die Spiele halt für alle kostenlos :D

Aiex 16 Übertalent - 4335 - 24. August 2012 - 9:13 #

95% Raubkopierate gab es nicht mal auf dem C64

Stuessy 14 Komm-Experte - 2512 - 24. August 2012 - 9:58 #

Äääh? Doch! Ich kenne absolut gar keinen der auch nur ein einziges gekauftes C64 Spiel gehabt hätte.

Aiex 16 Übertalent - 4335 - 24. August 2012 - 11:38 #

Tja und ich kenne nur C64 Besitzer die auch Originale (nicht nur) hatten.

Tassadar 17 Shapeshifter - 7778 - 31. August 2012 - 1:00 #

Geht mir ganz genauso.

Trax 14 Komm-Experte - 2521 - 24. August 2012 - 9:30 #

Die Hersteller sind also in der Pflicht mit neuen Konsolen den Markt wieder zu beleben weil der scheinbar nicht mehr genug abwirft. Darum werden also mehr F2P Titel für den PC entwickelt weil man damit neuerdings noch mehr Geld machen kann.
Nicht drüber nachdenken... nicht drüber nachdenken...

NickL 13 Koop-Gamer - 1624 - 24. August 2012 - 10:32 #

Blödsinn. Free-to-play liegt gerade bei jedem im Trend. Also ist das ist das mit den Raubkopien nur eine billige Ausrede!

Aber ich bin Stolz das ich zu den 5-7% gehöre. Aber trotzdem hat er sich verrechnet. Denn ich bin einer der 5-7% Original Retail Käufer.
Mit Free-to-play habe ich bis heute nichts am Hut, oder allem was so Online läuft (Naja Guild Wars 2 interessiert mich schon.). Also bis jetzt kann er mich nicht als zahlenden Free-to-play Kunden rechnen!

Kirkegard 19 Megatalent - 15729 - 24. August 2012 - 10:32 #

Was ein Gejammergeseier, ich kanns nemmer hören. Zumindest in meinem Zockerfreundeskreis 35-50 J. werden Spiele gekauft. Weil wer etwas entwickelt und Leistung bringt, muss dafür bezahlt werden. Ganz einfach!
Und ich gebe zu, als junger Mensch, zu Disketten Zeiten habe ich das nicht immer so genau genommen.
Man ändert halt, eine Entwicklung vorraus gesetzt, auch mal seine Einstellung.

Fischwaage 17 Shapeshifter - 6765 - 24. August 2012 - 10:54 #

Also immer wenn ich in Podcasts von den Guten Alten Zeiten reinhöhre (Spieleveteranen, Stay Forever usw.) wird da auch fast immer erwähnt das die Leute die Spiele damals nur als Raubkopie hatten. Also muss sich keiner Wundern das die Publisher alles versuchen um das einzudämmen. Die Theorie das die Raubkopie Anzahl grade wegen der Anti.Raubkopie Massnahmen steigt ist lächerlich.

Skotty0815 (unregistriert) 24. August 2012 - 10:56 #

Moin,

jetzt mal im Ernst: Wenn ich in einem Markt tätig wäre,
wo nur 5% Umsatzanteil herrschte und die restlichen 95%
keinen Umsatz generieren wollen/können bzw mittelfristig
nicht zum Umsatz beitragen, dann würde ich mein Geschäft
sofort aufgeben. Da werden sich auch keinerlei Invenstoren
(Banken oder Privatinvestoren) finden, die für sowas Kapital
bereitstellen werden (sei es als Kredit oder Direktinvest).
Man kann sich hierzu fragen, warum es dennoch soviele
Publisher gibt und ein Millionenprojekt nach dem nächsten
produziert wird.
Sicherlich haben einige Firmen aufgehört bzw sind in Konzerne
eingeflossen, das große Massensterben hat man aber noch nicht
gesehen.
Wenn die 5% denn trotzdem für eine gesunde Bilanz reichen würden,
dann ginge es um reine Gewinnmaximierung. Das ist sicherlich nicht
unbedingt verwerflich, dafür machen die den Zirkus ja. Aber die
Aussage suggeriert schon etwas anderes. Da diese Situation ja
schon einige Jahre anhält, dürfte der Leidensdruck wohl nicht ganz
so hoch sein, sonst hätten sich gerade börsennotierte Unternehmen
längst vom Markt zurückgezogen, weil es sich nicht rentiert.

munter bleiben
Skotty

pepsodent 13 Koop-Gamer - P - 1493 - 24. August 2012 - 16:35 #

Ja, aber die Verantwortung gegenüber den Angestellten?!
Da kann man sich doch nicht einfach zurückziehen. Da muss man kämpfen!

Skotty 12 Trollwächter - 909 - 25. August 2012 - 21:50 #

Moin,

das ist wohl eine Größe, die in der heutigen Geschäftswelt
so gut wie kaum noch eine Rolle spielt (Leider!)

Selbst wenn die Vorstände noch eine soziale Ader hätten, würde
ihnen das schneller durch die Aktionäre ausgetrieben, als daß sie
"Entlastung" sagen könnten (also selbst die Kündigung erhalten)

Da ja jeder Hans und Franz meint, man müsse dringend in Aktien
investieren und die maximale Dividende herausholen kommt man
ausschliesslich zu solchen Verhaltensweisen. Gewinne bleiben nicht
mehr in den Unternehmen zu Refinanzierung/Investition sondern
fließen komplett an externe Anleger ab und sind damit für das
Unternehmen verloren. Dazu werden am Quartalsende diverse Mitarbeiter
entlassen um die Kostenstruktur zu schönen und den Gewinn nochmals
anzuheben. Ist der Quartals-Bericht durch, stellt man die Leute
einfach wieder ein. Der Aktienkurs ist aber schonmal gestiegen, weil
es mehr Dividende gab. Alles schön!!!.......nur absolut verheerend
für die Realwirtschaft. Zuweilen werden sogar Kredite aufgenommen, um
eine höhere Dividende zu erzielen. Der Kredit bleibt, die Anleger
verschwinden nach dem Kassieren. Meiner Meinung nach ist Aktienhandel
für 80% der wirtschaftlichen Probleme weltweit verantwortlich.

munter bleiben
Skotty

yeahralfi 14 Komm-Experte - P - 1984 - 24. August 2012 - 10:59 #

Nach meinem Sommeraufenthalt in Ungarn kann ich nur sagen, dass ich jede weltweite Raubkopiererzahl glaube, egal wie hoch.

Ich habe einen stinknormalen Wochenmarkt besucht, auf dem man u.a. so gut wie jeden aktuellen Spieleblockbuster für ca. 3-12 Euro kaufen konnte. Und das waren mal ganz sicher keine Originale, sondern (teilweise) sogar relativ gut gemachte Kopien inkl. Hüllen etc.

Unrechtsbewusstsein bei meinen kroatischen Bekannten? Null komma Null. Im Gegenteil: auf meine Nachfrage, ob die das denn so in Ordnung finden, dass der Entwickler keinen Pfennig sieht, sah man mich an, als hätte ich ´ne leichte Geistesstörung. Eine Diskussion darüber war absolut unmöglich, da ein Problem überhaupt nicht gesehen wurde. Tenor war: Solange ein Originalspiel auch nur einen Cent teurer ist als die Kopie hier auf dem Markt oder die kostenlose Kopie vom Kumpel, bin ich doch nicht so bescheuert und kaufe es mir.

Teilweise war ich echt fassungslos. Die versuchten nicht einmal, sich das Raubkopieren schön zu reden mit den üblichen Argumenten (Spiele zu teuer, zu schlecht, die bösen Konzerne, Laberrhabarber). Warum auch? Hatte ja keiner ein schlechtes Gewissen...

Am geilsten fand ich, dass auf dem Markt ungewöhnlich viel Polizeipräsenz herschte. Die ganzen offen herumliegenden Raubkopien aber auch die sonstige Produktpiraterie (T-Shirts, Sneakers, das übliche halt) gingen den Jungs aber mal gepflegt am Arsch vorbei.

Und ich rede hier von einem EU-Mitgliedsland. Wie das noch weiter östlich aussieht, will ich gar nicht wissen.

Aiex 16 Übertalent - 4335 - 24. August 2012 - 11:41 #

Da braucht man nur in Bayern über die Grenze nach Tschechien (kann die GG Redaktion ja mal machen) da sind kurz hinter der Grenze überall Asiaten Märkte wo nur Raubkopien verkauft werden.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4404 - 24. August 2012 - 11:42 #

Danke für den Bericht. Und ich bin sicher, dass es noch viele andere Länder östlich und südlich von uns gibt, wo es genauso aussieht. Und genau solche Kunden wollen die großen Firmen ja mit Always-On gewinnen.

Was nur etwas heuchlerisch klingt ist der Begriff Free2Play. Schon in diesem Beiträg erwähnt der Mitarbeiter ja, dass es hilft, Schwarzkopien zu verhindern. Aber der Name Free2Play suggeriert, es wäre kostenlos. Das kann es aber nicht sein und ist es auch nicht. Es geht um Always-On mit Mikrotransaktionen.

So sehr ich die Entwickler dabei unterstütze und ihnen wünsche, dass ihre Produkte nicht mehr illegal verschoben werden, ist für mich persönlich ein Free2Play mit Mikrotransaktionen keine Alternative. Wäre es wie damals die Shareware, ich spiele eine Episode kostenlos und kann dann die anderen nachkaufen, wäre ich ein glühender Fan von Free2Play. Aber wenn schon das Gameplay auf Pay2Win ausgelegt wird, werde ich mich daran nicht mehr gewöhnen.

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 24. August 2012 - 12:29 #

95%??!?
http://3.bp.blogspot.com/_rR3TBzkMK1M/TU10Hkw5TNI/AAAAAAAAAE0/bUUezMRSkpA/s1600/jesus-says.jpg

merkaz 11 Forenversteher - 615 - 24. August 2012 - 13:14 #

Wer Raubkopien installiert, ist sowieso selber schuld.
95% sind wahrscheinlich Virenversucht..

Nokrahs 16 Übertalent - 5756 - 24. August 2012 - 13:32 #

Irgendwie ändert sich doch auch nicht alles. Raubkopierer anprangern um neue Konzepte in Sachen Kopierschutz durchzusetzen ist so ein alter Hut.

95% ist allerdings eine gewagte Aussage. Dann würden ja nur 5% der Gamer ihre Spiele kaufen.

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 24. August 2012 - 13:38 #

Man könnte ja einfach mal die Verkaufszahlen der aktuellen Top3 nehmen. Auf jeden dieser Käufer kommen laut Aussage 19 Raubkopierer. Und dann können wir errechnen, wieviele Stunden wir alle Spielen müssten, damit das irgendwie hinkommt :)

Anonymous (unregistriert) 24. August 2012 - 16:21 #

Laberrabarber von Ubisoft die 3254te. Nachdem sie mit ihrem Online-Blödsinn Anno 2070 und HoMM 6 gegen die Wand gefahren haben, gibts da von meiner Seite kein Mitleid oder Verständnis. Zumal da schon wieder diese Milchmädchenrechnung durchschimmert, jede unlizenzierte Kopie sei ein verloren gegangener Verkauf.

Wuslon 18 Doppel-Voter - - 9890 - 24. August 2012 - 16:37 #

Aha, nur 5% der Leute kaufen Spiele, der Rest kopiert?

Ich rechne mal kurz nach: Diablo 3 verkaufte sich in den ersten 24 Stunden ca. 3,5 Millionen mal. Das wären dann ja 5%. Ergo gab es nach 24 Stunden bereits 70 Millionen Menschen, die Diablo spielen wollten.

Das ist ehrlich gesagt die beste Erklärung, die ich bis heute für den Error 37 gehört habe. Glückwunsch Ubisoft! ;-)

Trype 07 Dual-Talent - 101 - 24. August 2012 - 18:20 #

Ich habe im Musik, im Film, im Software, im Ebook und im Computerspielebereich immer gerne Geld ausgegeben für Produkte deren Gegenwert mir angemessen erschien.

Seit der Einführung der diversen Kopierschutz- und DRMmechaniken gebe ich allerdings erheblich weniger Geld für solche Produkte aus (und nein ich bin nicht auf illegale Angebote gewechselt, sondern verzichte lieber komplett).

Erstmal gibt es 0 Preisvorteil für Downloadversionen, obwohl CDs, Druck etc. gespart wird und zum anderen werde ich erheblch in der Nutzung des Produkts gegängelt (kein Weiterverkauf möglich, Onlinezwang, der gerade bei Serverausfall/engpässen wie z.b. bei Diablo 3, die meine Freizeitgestaltung erheblich beeinflusst).

Ich bin mir ziemlich sicher das den entsprechenden Branchen zumindest in Industrienationen durch die verhunzte Firmenpolitik ein Haufen zahlender Kunden Flöten geht und, dass eben diese fehlenden Käufer auch mit in die potentiellen Raubkopien eingerechnet werden.

Valeo 15 Kenner - 2771 - 24. August 2012 - 22:19 #

Muss ich wirklich Churchill zitieren? Ohne die "Studie" zu den Zahlen glaub ich kein Wort, wenn das wirklich als Grund hergenommen wird, ehrliche Käufer noch mehr durch "free" 2 Play auszunehmen, bin ich froh, noch andere Hobbies zu haben.

Strant (unregistriert) 26. August 2012 - 4:07 #

Typisch Ubisoft erst gruendlich die Kundschaft vergraulen und sich dann beschweren das sie das damit auf voller Linie Erfolg hatten.
nach ubis Angaben waren zumindest nur 5% blöd genug ubis Affentheater mitzumachen

Ruben Otzenkrau (unregistriert) 26. August 2012 - 12:07 #

UBi Saft ist ein Saftladen, und seit Jahren machen die mit Innovationslosigkeit und schlechtes Imagepflege auf sich Aufmerksam. Von mir aus können sie auch von der Bildfläche verschwinden und das uplay können dann gleich mitnehmen.
Fazit von uplay: Kundengängelung , "raubkopierer" können weiterhin spielen, sogar viel besser (fehlender onlinezwang) als die echten Kunden.
Irgendwie ist diese Branche total krank ...

deHan (unregistriert) 25. Februar 2014 - 12:54 #

Zitat: "Das Ubisoft mal darüber nachdenkt, dass viele Leute vielleicht eben WEGEN dem Kopierschutz überhaupt zu illegalen Versionen gegriffen haben kommt man wohl nicht. "

Ich gehöre dazu. ich habe mir hüsch legal via Steam einen Titel gekauft, den ich jetzt nicht über das nervige Uplay zum Spielen bekomme -
und dann wird halt der Crack zur Notwehr.
Das nöchste nal überlege ich, ob ich überhaupt noch Geld ausgebe,
was schade ist, weil ich den Entwicklern ihr geld eigentlich gönne.

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