GC12: Carrier Command Gaea Mission angeschaut

PC 360
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22. August 2012 - 13:48
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Die Altvorderen unter uns (so zum Beispiel auch gewisse GamersGlobal-Chefredakteure) erinnern sich noch mit strahlenden Augen an Carrier Command, das im Jahre 1988 nach Christi Geburt unter anderem für Amiga und Atari das Licht der Welt erblickte. Der ArmA-Entwickler Bohemia Interactive möchte das Spiel nun in die Neuzeit bringen. Wir haben uns Carrier Command: Gaea Mission auf der Gamescom 2012 angeschaut und sind von dem, was wir gesehen haben, sehr angenehm überrascht.

Schuster, bleib bei deinem Flugzeugträger

Am Spielprinzip des 1988-Originals hat sich in Carrier Command: Gaea Mission nicht allzu viel geändert. Wieder übernehmt ihr die Kontrolle über einen gigantischen Flugzeugträger, dessen oberstes Ziel es ist, einen gegnerischen, ebenso gigantischen Carrier in den Fluten des Meeres zu versenken. Dabei stehen euch vier Luft- und vier Bodeneinheiten zur Verfügung, die ihr von eurer mobilen Basis aus ins Gefecht schicken könnt. Um erfolgreich zu sein, wird es euch jedoch wenig bringen, direkt in Richtung Carrier des Gegners zu stürmen: Vorher solltet ihr euch dringend ein Netzwerk aus Inseln aufbauen.

33 dieser Inseln wird es im Spiel geben, und sie sind alle einzigartig. Außerdem sind sie auf sechs Klimazonen verteilt. So werdet ihr beispielsweise vulkanische Inseln, Inseln mit riesigen Gebirgsmassiven und auch Inseln mit reichlich Schnee und Eis vorfinden können. Diese Klimazonen können sich auch auf das Kampfgeschehen auswirken. Wenn ihr mit eurer Mantis-Bodeneinheit ohne die nötigen Upgrades auf einer Eisinsel unterwegs seid, könnte der Motor einfrieren. Sobald ihr auf einer dieser Inseln an fest vorgegebenen Stellen ein Kommandozentrum gebaut habt, gehört sie euch. Um gegnerische Inseln einzunehmen, lautet daher die Devise: Das Kommandozentrum muss platt gemacht werden.


Ihr könnt eure Einheiten jederzeit über die Ego-Perspektive steuern, wenn ihr wollt.

Aber wozu sich den ganzen Stress machen? Ganz einfach: Inseln, die unter eurer Kontrolle stehen, könnt ihr entweder zu Produktions-, Ressourcen- oder Defensivinseln umwandeln. Produktionsinseln lassen euch immer schneller neue Einheiten auf eurem Carrier bauen, Ressourceninseln benötigt ihr, um euren Carrier und die daran angebrachten Verteidigungsmaßnahmen nutzen zu können und Defensivinseln sorgen dafür, dass Inseln in einem bestimmten Radius schwerer einzunehmen sind. Mit der Zeit erstellt ihr euch somit ein nützliches Insel-Netzwerk, auf das ihr gut aufpassen solltet. Wird ein Knotenpunkt vom Gegner eingenommen, sind einige eurer Inseln bis aufs Weitere völlig nutzlos für euch.

RTS meets Action // FPS-Missionen

Die Besonderheit am neuen Carrier Command besteht darin, dass ihr das Spiel jederzeit sowohl in einem Echtzeitstragiemodus als auch aus der Ego-Perspektive steuern könnt -- je nachdem, wonach euch eben gerade die Lust steht. Schickt ihr Einheiten von eurem Carrier in Richtung einer Insel, wird euch in einem Vorschau-Fenster die Ego-Perspektive der Einheiten eingeblendet. Ihr könnt nun mit typischen Strategie-Klicks (Gehe hierhin, Greife diese Einheit an) einfach dabei zusehen, wie eure Einheiten kämpfen oder jederzeit selbst die Kontrolle über eine der Einheiten übernehmen und mit ihren Waffen für möglichst viel Zerstörung in der Inselbasis eures jeweiligen Gegners sorgen. Die Kontrolle über die Einheiten, die ihr gerade nicht selbst steuert, übernimmt grundsätzlich die KI.

Neben der Sandbox-"Kampagne", in der von Beginn an alle Einheiten freigeschaltet sind und in der ihr für euren Kampf gegen den Gegner verschiedene Sieges- und Startbedingungen selbst einstellen könnt, wird es auch noch eine zweite Story-Kampagne im Spiel geben. Hier habt ihr zu Beginn noch nicht mal den Carrier zur Verfügung und nebst Missionen, die dem Gameplay des Sandbox-Modus ähneln, werdet ihr im Lauf der Geschichte außerdem zehn Missionen erleben, in denen das Spiel zum First-Person-Shooter mutiert. Diese sollen die Geschichte vorantreiben und für Abwechslung sorgen. Als wir den Entwickler nach der Spieldauer der Story-Kampagne fragten, gab er sehr ordentliche 30-40 Stunden an.


Die etwa zehn FPS-Missionen des Spiels treiben auch durch Cutscenes die Handlung voran.

Eine der Shooter-Missionen wurde uns gezeigt und lässt uns mit folgendem Urteil zurück: Natürlich werden die FPS-Missionen von Carrier Command wohl kaum über den Shooter-Standard hinausgehen. Sie scheinen uns aber eine wirklich spaßige Ergänzung zum Rest des Spiels zu sein. Zur Story wollte uns der Entwickler noch nichts verraten. Wir sind daher gespannt, ob die Geschichte von Carrier Command: Gaea Mission wirklich gut wird oder nur eine schwache Alibi-Geschichte für einen RTS/Action-Mix.

Die Sache mit dem Multiplayer

Nachdem wir den Ausführungen des Entwicklers auf der Gamescom 2012 für etwa 25 Minuten mit Spannung gefolgt waren und dabei ständig den Hintergedanken "Wie spaßig wird das denn bitte in Multiplayer-Sessions?" im Kopf hatten, bekamen wir eine Hiobsbotschaft: Ein Multiplayermodus wird nämlich aus Zeitgründen nicht in Carrier Command: Gaea Mission vorhanden sein. Das stimmt Bohemia Interactive laut eigener Aussage selbst sehr traurig. Sollte es daher zu einem Nachfolger des Spiels kommen, wird für diesen ein Multiplayermodus ganz oben auf der "To Do"-Liste stehen.

Carrier Command: Gaea Mission wird am 28. September 2012 für PC und Xbox 360 erscheinen. Auf den ersten Blick scheint uns die Steuerung gut auf die Konsole umgesetzt zu sein. Wer jedoch die Wahl hat, sollte auch aufgrund der dort etwas besseren Grafik wohl lieber zur PC-Version greifen. Wer das Spiel via der offiziellen Website vorbestellt, erhält schon jetzt Zugriff auf die Beta-Version und außerdem auch einen Rabatt von 25%, der den Kaufpreis des Spiels von 39,99 € auf moderate 29,99 € senkt.

Unserer Einschätzung nach könnte Carrier Command: Gaea Mission zu einem äußerst spielenswerten Geheimtipp werden, so sehr uns auch der fehlende Multiplayermodus traurig stimmt.

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 20742 - 22. August 2012 - 14:09 #

Wird sich auf jeden Fall mal angesehen. Ersten Trailer waren schon gut und bei nen Kumpel das früher auf den A500 gespielt. Aber werd auf den Test warten :)

Michl Popichl 24 Trolljäger - 50611 - 22. August 2012 - 14:17 #

yo, hab's auf meinem A500 auch gespielt und fand es damals schon klasse, bin auf's fertige spiel gespannt.

Andreas 16 Übertalent - 4622 - 22. August 2012 - 14:26 #

Hatte es auch auf dem Amiga500 gedaddelt. Dauerte aber eine Weile bis ich das Spiel so richtig verstanden hatte. Dann hatte es richtig Spaß gemacht. Genauso war es bei mir mit Magic Carpet. :)

MicBass 19 Megatalent - 14265 - 22. August 2012 - 20:08 #

Mann war ich popeliger C=64er damals neidisch auf die Amigabesitzer. Nicht zuletzt wegen Carrier Command.

Weryx 18 Doppel-Voter - P - 10033 - 26. August 2012 - 0:19 #

Trailer sind immer so ne sache ne..

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8036 - 22. August 2012 - 14:11 #

Yay füe "kein Multiplayer" - dann ist evtl gesichert, das der Singleplayer spass macht. Das Multizeugs kann man doch eh nachreichen - wenn es nicht eh schon genug Multi's gibt. ;)

Anonymous (unregistriert) 22. August 2012 - 16:23 #

Also ich find's Schade. Gerade bei dem Titel wäre der Multiplayer doch mal interessant und sinnvoll. Im Gegensatz zu manch anderen Spielen *hust* ME3 *hust*.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8036 - 22. August 2012 - 16:26 #

In der Theorie schon, aber ich habe soviele gute Singleplayer Games kommen sehen, die dann dank extra Support für Multiplayer in beiden Bereichen nix gerissen haben. Wenn es kein MP dabei hat, denke ich das alle Entwicklung in den Single floss und das macht Hoffnung. Auf der Basis, kann man dann sicher auch nen MP einbauen.

Letztendlich kommt dann eh Herr Hall und macht aus Carrier Command: CarryZ - eine Schiffsladung voll Zombies. ;)

Anonymous (unregistriert) 22. August 2012 - 18:27 #

So gesehen stimme ich dir zu. Der zentrale Teil sollte der Singleplayer sein und der muss erst mal funktionieren, bevor man an einen MP denkt. Ich hoffe trotzdem, dass dieser nachgeliefert wird. Mit LAN-Support, dedicated Server und Allem was sonst so dazu gehört...naja, man darf ja träumen.

Pitzilla 18 Doppel-Voter - - 11143 - 22. August 2012 - 19:29 #

Ich habe noch das Original für den Amiga irgendwo liegen. Der Titel wäre sofort gekauft, wenn er denn für die PS3 erscheinen würde, was er ja leider nicht tut.

Gastarsch (unregistriert) 23. August 2012 - 8:29 #

Alles andere als ein Flop wäre für mich eine Überraschung.

Spezieh 18 Doppel-Voter - 9408 - 23. August 2012 - 8:57 #

Wieso? Konzept und Aufmachung machen doch einen ziemlich guten eindruck. Ich werde es mir anschauen. Hoffentlich gibts dazu aber eine Demo :>

gnal 12 Trollwächter - 1079 - 23. August 2012 - 10:54 #

Gay Missions auf einem testosterongeladenen Flugzeugträger? Klingt auf jedem Fall nach einem neuen Spielegenre! ;-)

Anonymous (unregistriert) 24. August 2012 - 15:32 #

Sollte mich wundern, wenn das was wird. Carrier Command war damals nicht vom Konzept her überzeugend, sondern primär von der - ein Redakteur würde nun pfeilschnell bemühen - schnellen 3D Grafik; und die reisst diesmal nicht wirklich was.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8036 - 24. August 2012 - 15:43 #

Die Grafik damals war schon der Kracher, aber das Gameplay hat mich seehr angesprochen gehabt. Wuie kommst du darauf, dass das Konzept also ballaballa ist?

Hatte was von nem Sandbox Game - meines erachtens eines der ersten seiner Art. Ich würde sogar sagen, seiner Zeit voraus.

Woran machst du deine Kritik fest?

wolf2109 10 Kommunikator - 360 - 1. Oktober 2012 - 11:31 #

Wo bleibt der Test? Das Spiel ist schon erschienen.

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