Vereinigtes Königreich setzt auf PEGI (Update)

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17. Juni 2009 - 0:33 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert

Die Regierung des Vereinigten Königreiches gab heute bekannt, dass die Spieleprüfung in Zukunft auf das sehr etablierte PEGI (Pan-European Game Information) System setzen wird. Dieses wird bereits in weiten Teilen Europas genutzt und ist praktisch Branchenstandard.

Das PEGI System ersetzt das bisherige British Board of Film Classification (BBFC). Die Organisation war bis vor kurzem der akzeptierte Standard für die Altersklassifikation aller Medien. Spielepublisher waren von der BBFC allerdings nicht immer angetan, da sie Spiele wie Carmaggedon oder Manhunt 2 nicht bewertet, und damit effektiv gebannt haben.

Die PEGI Bewertung enthält nicht nur eine Altersempfehlung, sondern auch Symbole, die fragwürdige Inhalte direkt darstellen, etwa Gewalt, Drogen oder Sex. Der Video Standards Council sorgt für zusätzliche Sicherheit, da er die Möglichkeit hat, Spiele zu verbannen, und sogar Bußgelder auszusprechen, falls das PEGI System nicht korrekt genutzt wird.

Die Spieleindustrie hat sich sich sehr positiv zu der Meldung geäußert, darunter unter anderem Sprecher von Nintendo, Electronic Arts UK, Sega Europe und Ubisoft UK. Der Präsident der ELSPA, Mike Rawlinson, sagte:


Eltern können sich sicher sein, dass sie klare, einheitliche Wertungen für Spiele und deren Inhalte bekommen.

Währenddessen wird es in Deutschland wohl kein Abrücken von der USK geben, auch wenn einige Politiker deren (gute) Arbeit geradezu verschmähen.

Update:

Nach der Ankündigung, dass PEGI der Altersempfehlungsstandard im Vereinigten Königreich wird, wurden auch neue Symbole enthüllt. Auf der Vorder- und Rückseite der Spieleverpackung finden sich weiterhin die Altersklassen 3+, 7+, 12+, 16+ und 18+. Diese werden aber zusätzlich von Farbkennungen unterstützt, die von grün (3-7) über gelb (12-16)  bis hin zu rot (18+) reichen. Wann genau das neue System eingeführt wird, steht derzeit noch nicht fest.

Gucky 22 AAA-Gamer - P - 33916 - 17. Juni 2009 - 8:45 #

Also ich bin kein großer Befürworter der PEGI, denn hier können die Hersteller selbst ihre Spiele anhand eines Fragebogens einstufen. Ob das für den Jugendschutz so sinnvoll ist, wage ich zu bezweifeln. Da gefällt mir die USK mit ihrer komplexen Analaysearbeit wesentlich besser. Vor allem sind sie nicht befangen.

Dergon 09 Triple-Talent - 303 - 17. Juni 2009 - 8:39 #

Da kann ich mich meinem Vorposter nur anschliessen.
Das Problem von PEGI ist die Selbsteinschätzung der Publisher, die wohl eher mal ein Auge zudrücken werden, um ihr Spiel einem breiteren Publikum zugänglich zu machen. Das ist vom wirtschaftlichen Standpunkt her ja auch verständlich.
Die USK ist nicht nur eine der härtesten Instanzen zum Jugendmedienschutz, sondern auch eine der besten!

melone 06 Bewerter - 1512 - 17. Juni 2009 - 8:56 #

Wer auch immer die Bildchen entworfen hat, hatte jedenfalls kein gutes Händchen für einfache, selbsterklärende und geschmackvolle Symbole.

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 17. Juni 2009 - 13:31 #

Finde ich auch. Woher soll ich wissen für was die Spinne steht? Enthält Spinnen - Nichts für Arachnophobe?

Tim Gross Freier Redakteur - 23836 - 17. Juni 2009 - 14:25 #

Darunter steht aber der Begriff "Fear" :)

melone 06 Bewerter - 1512 - 17. Juni 2009 - 15:19 #

Naja, Bilder die eines Kommentars bedürfen, sprechen ja irgendwie auch für sich! ;O)

Alastor (unregistriert) 17. Juni 2009 - 10:18 #

Also ich finde PEGI klasse.
Selbsteinschätzung hin oder her, ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, jemals eine unangemessene Einstufung gesehen zu haben.
Zudem ist die Logogröße nicht derart aufdringlich wie die der USK.
Alles in allem begrüße ich diese Entwicklung sehr, selbst wenn ich gegen BBFC eigentlich nichts einzuwenden hatte.

Liam 13 Koop-Gamer - 1222 - 17. Juni 2009 - 11:57 #

Ganz so negativ würde ichs aber dann doch nicht sehen, selbst wenn wir mal davon ausgehen würden, dass Publisher keinerlei Verantwortungsgefühl hätten und alles am liebsten ab 3 freigeben würden, gibt es s.o. immer noch zwischengeschaltete staatliche Instanzen die bei Fehlbewertungen Strafen aussprechen können.
Außerdem müssen Publisher auch ein wenig auf öffentliche Meinung achten.
Bestes Beispiel GTA: San Andreas toll animierte, detailreiche Sexszene *hust* die man sich mit nem inoffiziellen Patch freischalten mußte und welch massiven Ärger es ihnen in Amerika eingebracht hat. Sowas will glaub ich kein Publisher haben.

Dazu kommt natürlich auch, dass eine Einschätzung auch von deren Seite her sehr schwer ist, weil es eben keinen objektiven Standard gibt, sondern jedes Land seine eigenen Vorstellung davon hat was Kinder in welchem Alter in welcher Form ertragen können ohne emotionale/moralische Schäden davonzutragen.

J4N 08 Versteher - 220 - 17. Juni 2009 - 10:52 #

Welche PEGI-Einstufung war denn bitte verkehrt?

Wayoshi 13 Koop-Gamer - 1668 - 17. Juni 2009 - 11:23 #

Ich wäre auch rein aus ästetischen Gründen für die PEGI-Einstufungen in Deutschland. Die Logos sehen viel besser aus, als die der USK :D

Armin Luley 19 Megatalent - 13655 - 17. Juni 2009 - 17:41 #

Ich bin mit der USK prinzipiell zufrieden. Mit PEGI wäre wieder das angelsächsische System dran. PEGI-Wertungen beurteilen nackte Haut wesentlich strenger als die USK, Gewalt dafür deutlich weniger streng. Finde ich persönlich seltsam. Interessant finde ich auch, daß PEGI gerade im Bereich der Kinderspiele wesentlich höhere Altersfreigaben vergibt als die USK. Wenn's um Kindersoftware geht, kriegen USK 0 oft nur ein PEGI 3+, und die USK 6 kriegen meist PEGI 12+. Beschweren über die USK tun sich in der Regel nur die Jugendlichen, die von den 16er- und 18er-Spielen ausgeschlossen werden. Aber wenn wir in Deutschland PEGI hätten, würden die sich auch über den Ausschluss von den PEGI 16+ und 18+ beschweren.

Gucky 22 AAA-Gamer - P - 33916 - 17. Juni 2009 - 18:12 #

Das dürfte wohl damit zusammenhängen, das die USK mit ihren Einstufungen keine pädagogische Wertung abgibt, sondern nur ausdrücken will, ab welchem Alter ein Kind oder Jugendlicher keinen "Schaden" davon trägt.

Hersteller die über PEGI einstufen denken sich wohl auch dabei ab welchem Alter ein Spiel überhaupt spielbar ist.

Anon (unregistriert) 17. Juni 2009 - 18:56 #

Mh, stimmt das so? In der Überschrift steht Großbritannien, was Schottland und Wales miteinschließen würde. Im ersten Satz das Vereinte Königreich, welches noch Nordirland beinhaltet. Ich fürchte aber die rede ist nur von England, oder?

Gucky 22 AAA-Gamer - P - 33916 - 17. Juni 2009 - 19:01 #

In der Quelle geht es um das Vereinigte Königreich. Das würde Nordirland, Schootland und Wales mit einschließen. Großbritannien besteht aber nur auch England, Schottland und Wales. Ich ändere die Überschrift ab...

Gucky 22 AAA-Gamer - P - 33916 - 17. Juni 2009 - 19:03 #

Upps, das war ja eine News von Tim. Ich hoffe die Änderung geht in Ordnung...

Tim Gross Freier Redakteur - 23836 - 17. Juni 2009 - 19:32 #

Hihi, klar geht das in Ordnung. Ich mache genauso Sachen falsch wie andere auch. Also danke für die Verbesserung.

Für alle die das lesen: Ich mache natürlich keine Fehler, NIEMALS! Das oben erwähnte hat Gucky selbst hinzugefügt um mich bloßzustellen, aber nicht mit mir. Was? Nehmen Sie Ihre Hände weg... Argh.

Anti 11 Forenversteher - 751 - 18. Juni 2009 - 8:12 #

Also ich persönlich finde die PEGI weitaus besser als die USK.

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