GC12: Dead Space 3 angespielt

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Christoph Vent 125146 EXP - Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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16. August 2012 - 16:04 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert
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Unsere Präsentation von Dead Space 3 beginnt bombastisch – im wahrsten Sinne des Wortes, denn direkt hinter unserem Rücken fliegt unsere Raumstation in die Luft. In der Rolle von Isaac Clarke versuchen wir so schnell wie möglich, dem Inferno zu entkommen. Doch das gestaltet sich in Anbetracht von umherfliegenden Trümmern schwierig. Als dann auch noch die Gravitation verrückt spielt und wir an Seitenwänden entlang laufen, gerät unsere Orientierung komplett außer Kontrolle. Hatten wir schon erwähnt, dass Isaac ganz ohne Helm langsam die Luft ausgeht?
 
Wir quetschen uns durch eine Schiebetür in einen Umkleideraum, wo wir endlich unseren lebensrettenden Kopfschmuck finden. Das war aber auch in allerletzter Sekunde, denn schon im nächsten Moment schweben wir durch einen luftleeren Raum. Nach einer kurzen Orientierungsphase machen wir in der Ferne eine Tür aus, die wir mit Hilfe unserer Stasis-Fähigkeit öffnen und uns in die Weiten des Weltalls entlässt. Eine Ruhepause gönnt uns das Spiel jedoch noch nicht, denn wir befinden uns inmitten der Schrottteile unseres eigenen Schiffs. Mit höchster Konzentration navigieren wir Isaac durch das Trümmerfeld, denn schon der kleinste Fehler bedeutet unseren sofortigen Tod und wir dürfen den Abschnitt von vorne beginnen. Entgegenkommende Minen, die wir während unserer Ausweichmanöver auch noch abschießen müssen, erleichtern unsere Flucht leider nicht.
 
Nach wenigen Versuchen kommen wir letztendlich am anderen Ende an. Jetzt erstmal kräftig durchatmen und das Erlebte Revue passieren lassen. Das Pacing in Dead Space 3 ist fantastisch: Fast durchgehend stehen wir unter Anspannung – die kurzen, wohldosierten Ruhepausen kommen da genau richtig. Zusätzlich unter Druck gesetzt wird unser Nervenkostüm durch das abermals auf ganzer Linie überzeugende Sounddesign. Während unserer Fluchtsequenz knallt und pfeift es an allen Ecken. Doch sobald wir unseren Helm aufsetzen, wird es plötzlich ruhiger, damit schon wenige Sekunden später wieder die Soundapokalypse losbrechen kann.


Um uns herum bricht die Hölle los und wir müssen uns in Sicherheit bringen.

Achterbahn der Gefühle
 
Mittlerweile sind wir in einem noch nicht zerstörten Teil der Raumstation angekommen. Mit Hilfe anderer Besatzungsmitglieder retten wir, was noch zu retten ist. Schon nach einem kurzen Dialog begeben wir uns aber wieder alleine auf die Reise, um wichtige Ersatzteile zu beschaffen. Wir streifen durch enge Gänge – selbstverständlich verweigern fast sämtliche Beleuchtungssysteme ihren Dienst. Ständig hören wir ein Rascheln und Poltern in den Lüftungsschächten. Unseren Plasmacutter haben wir daher zur Sicherheit schon nachgeladen. Dead Space 3 spielt wie seine Vorgänger mit den Ängsten der Spieler. Auch wenn nichts passiert, haben wir immer den Eindruck, als würde jeden Moment aus dem Hinterhalt ein Necromorph angreifen. Bis zu unserem ersten Kampf vergehen allerdings noch einige Minuten.
 
Als wir die Stromverbindung einer weiteren Tür reparieren und diese per Stasis öffnen, entdecken wir an der Decke Spinnennester, die Menschen konservieren. Bevor wir jedoch rausfinden, wie es diese dorthin verschlagen hat, löst sich schon das erste Nest von der Decke. Im folgenden werden wir von einer Kreatur, die mal einer unserer Kollegen war, angegriffen. Mit dem Plasmacutter im Anschlag halten wir uns an die altbekannte Taktik, die sich in Dead Space schon immer bewährt hat: „Haben sie keine Beine mehr, können sie nicht mehr auf dich losstürmen“. Die Standardwaffe des Spiels funktioniert noch genau so zuverlässig wie im Erstling der Serie. Mit einem Tastendruck schalten wir auf den horizontalen Schussmodus um und trennen unserem Gegner fein säuberlich die Gliedmaßen ab.
 
Hinter der nächsten Ecke begegnen wir den ersten Necromorphs. Während die ersten beiden sich gemächlich auf uns zu bewegen, kommt aus dem Hintergrund einer von ihnen regelrecht auf uns zugesprintet. Jetzt heißt es Ruhe bewahren und gut zielen, damit schon der erste Treffer sitzt. Doch dann die größte Schrecksekunde der Demo: Im abgedunkelten Raum und mit aufgedrehten Kopfhörern auf dem Kopf legt sich plötzlich eine Hand auf unsere Schulter. Peinlich berührt erklärt uns die Mitarbeiterin von EA, unsere Zeit sei nun vorüber und wir sollen doch jetzt bitte zur nächsten Anspielstation wechseln.


Der Plasmacutter bleibt auch in Dead Space 3 ein treuer Helfer und eure Standardwaffe.

Waffen für jeden Geschmack
 
Dort probieren wir erstmals den neuen Waffenerstellungs-Modus. In den ersten zwei Teilen der Serie benötigtet ihr für eine neue Waffe immer die zugehörige Blaupause. In Dead Space könnt ihr allerdings nach Herzenslust eure eigenen Schießprügel entwerfen. Alles, was ihr dazu braucht, sind die nötigen Bauteile und eine Werkbank. Die Möglichkeiten dabei sind enorm: So entscheidet ihr euch für einen oberen, unteren und seitlichen Aufsatz sowie weitere Modifizierungen wie ein größeres Magazin.
 
Bei der Kreuzung verschiedener Waffentechniken lässt euch das Spiel komplett freie Wahl. Wir kreuzten zum Beispiel ein Plasmabauteil, das schnell heranstürmende Feinde von uns wegstößt, mit einem Flammenwerfer. In einem weiteren Test mischten wir hingegen einen Säureaufsatz mit einer traditionellen Schusswaffe. Die Waffenerstellung fügt sich nahtlos in das Spiel ein und wird in der Kampagne für spaßige Experimente sorgen. Auf Wunsch könnt ihr eure Kreationen natürlich auch als Blaupause speichern.

Ausblick: Spannend wie eh und je
 
Das, was wir von Dead Space 3 gesehen haben, machte auf uns einen sehr guten Eindruck. Das Spiel hat auch im dritten Teil nichts von seiner Faszination verloren. Von dem angekündigten Eisplaneten, geschweige denn dem Koop-Modus, haben wir jedoch nichts sehen können. Hier bleibt abzuwarten, wie sich die neuen Elemente in das Spiel einfügen und ob der kooperative Spielmodus nicht letztendlich dafür sorgt, dass das Spiel zu einem reinen Shooter verkommt. Das wäre wiederum sehr schade, schließlich lebt Dead Space zu einem großen Teil von dem Gefühl, alleine und verlassen die Stationen zu erkunden. Dennoch sind wir zuversichtlich, dass Visceral Games auch dieser Schritt gelingen wird.

Nachfolgend findet ihr den neusten Trailer zum Spiel, den EA anlässlich der gamescom veröffentlicht hat.

Video:

Gorny1 16 Übertalent - 4721 - 16. August 2012 - 16:09 #

nett, die Dead Space Reihe ist schon cool.

nikk9 14 Komm-Experte - 2669 - 16. August 2012 - 16:11 #

Klingt bis hierhin schon mal sehr vielversprechend. Ich hoffe wirklich dass sie es hinbekommen den Koop-Modus mit einfließen zu lassen, ohne dem Spiel den Grusel-Faktor zu nehmen. Dann steht einem Kauf nichts mehr im Wege!

JakillSlavik 17 Shapeshifter - 7072 - 18. August 2012 - 16:56 #

Diese Hoffnung teile ich ... und dann wird erstmal ein Dead Space Marathon eingelegt :D

Weryx 18 Doppel-Voter - P - 10113 - 22. August 2012 - 0:17 #

Muss man sich wohl noch überraschen lassen was sie draus machen.

Leya 13 Koop-Gamer - 1246 - 16. August 2012 - 17:45 #

Guter Previev-Bericht, Christoph, danke. Du hast es geschafft, meine Ängste, dass Dead Space 3 am Schluss ein massentauglicher Deckungs-Shooter wird, etwas zu zerstreuen. Bin aber immer noch sehr kritisch, nach den ersten PR-Ankündigungen. Schaun wir mal.

FreundHein 14 Komm-Experte - 1876 - 16. August 2012 - 17:55 #

Da kann ich mich anschließen. Der Bericht macht mir richtig Lust auf das Spiel, obwohl ich Dead Space 3 nach den ersten Informationen vor einiger Zeit bereits abgehakt hatte. Allerdings waren ja nun die Koop-Passagen noch nicht zu spielen, von daher bleibe ich vorsichtig.

Übrigens bin bzw. war ich mir sehr sicher bei den ersten Infos vor einigen Monaten hätte EA behauptet, es gäbe keinen Plasmacutter mehr. Naja, umso besser dass er noch da ist. Schließlich handelt es sich dabei um ein Markenzeichen der Serie. Sich selber Waffen zu bauen klingt auch ganz verlockend, obwohl es vom eigentlichen Spiel ablenken könnte.

Christoph Vent Redakteur - P - 125146 - 16. August 2012 - 18:44 #

Das glaube ich nicht, dass es im fertigen Spiel ablenkt. Zumindest nicht mehr, als seine Waffen zu upgraden.

joker0222 26 Spiele-Kenner - P - 71675 - 16. August 2012 - 18:47 #

Der Test von Teil zwei war mir damals um gut eine Note zu hoch ausgefallen. Das was man bisher, insbesondere in dem 20min Video mit grenzdebilem Producer Kommentar, sehen konnte stimmt mich auch nicht froh. Ich bleibe skeptisch.

Xalloc 15 Kenner - 2859 - 16. August 2012 - 19:37 #

Ich bleibe auch skeptisch. Der zweite Teil ist auf jeden Fall schwächer als der erste, das habe ich besonders dann gemerkt, als ich nach dem zweiten nochmal den ersten gespielt habe. Die ganze Atmosphäre ist im ersten Teil einfach viel besser. Das Problem ist nur, so etwas kriegt man eigentlich erst heraus, wenn man das Spiel eine Weile gespielt hat.
Was sich beim dritten Teil toll anhört, sind die Waffen, die man sich basteln kann. Auf den Rest bin ich dann mal gespannt.

Michl Popichl 24 Trolljäger - 50692 - 16. August 2012 - 21:03 #

also teil 1 fand ich schon echt klasse, für teil 2 hatte ich noch keine zeit.

joker0222 26 Spiele-Kenner - P - 71675 - 19. August 2012 - 21:43 #

Der Ersteindruck bei 4Players klingt schon erheblich ernüchternder.
http://www.4players.de/4players.php/dispbericht/Allgemein/Vorschau/30917/77387/0/Dead_Space_3.html

kOnsinger (unregistriert) 16. August 2012 - 19:14 #

wie ich drauf gewartet habe :)

Elton1977 19 Megatalent - P - 15018 - 17. August 2012 - 9:54 #

Ich muss zu meiner Schande gestehen, das ich noch kein einziges Dead Space-Spiel gespielt habe. Und das, obwohl das eigentlich genau mein Ding wäre ...
Das sollte ich irgendwann mal ändern.

Hendrik -ZG- 25 Platin-Gamer - P - 62193 - 17. August 2012 - 17:08 #

Teil 1 fand ich toll, bei Teil 2 war mir persönlich allerdings zuviel der Action, hoffe das Teil 3 wieder kürzer mit Kämpfen tritt..

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11251 - 17. August 2012 - 20:10 #

Teil 2 war nicht schlecht, den Vorgänger fand ich jedoch ein gutes Stück besser. Ich bin auf den dritten Teil gespannt.

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