GC12: Soul Sacrifice angeschaut

PSVita
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Jonas Schramm 11329 EXP - Redakteur,R9,S9,C9,A9
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16. August 2012 - 11:00
Die Spielidee hinter Soul Sacrifice erinnert – zumindest für einen ganz kurzen Augenblick – an Neverdead. Genau wie Bryce im Konami-Titel verliert auch der Held oder die Heldin des Spiels nach und nach Körperteile. An thematischen Übereinstimmungen war es das aber auch schon. Das von Keiji Inafune und den Japan Studios von Sony entwickelte Soul Sacrifice ist nämlich ein Action-Rollenspiel für die PSVita, dass sich in Sachen Story ziemlich ernst nimmt. Auch wenn die Entwickler betonen, dass sich der Titel an den westlichen Markt richtet, ließ sich selbst bei der kurzen Präsentation auf der Gamescom, die wir uns angeschaut hatten, das japanische Feeling nicht abstreiten.

Ein interessantes Konzept
 
In einem Kerker gefangen zu sein, ist keine schöne und eine ziemlich einsame Angelegenheit. Nicht zu wissen, warum man überhaupt eingesperrt wurde, macht die Sache noch schlimmer. Genau das widerfährt dem Helden in Soul Sacrifice. Eines Tages erscheint aber – quasi aus dem Nichts – ein Buch in seiner Zelle. Die Geschichten sind Jahrhunderte alt und drehen sich um den Kampf zwischen Zauberern und Monstern. Er beginnt zu lesen und findet sich wenig später in den Protagonisten der Geschichte selbst hineinversetzt – ein Konzept, dass wir seid der unendlichen Geschichte von Michael Ende kennen. Und genau da kommt ihr ins Spiel: Ihr schlüpft nämlich in die Rolle eben jenes Protagonisten, der auf der Seite der Zauberer kämpft und erlebt seine Geschichte. Oder besser gesagt Geschichten, da das Buch sich eher als Sammlung von kurzen Episoden versteht. So ist es den Entwicklern auch möglich, schnell von einem Schauplatz auf den nächsten umzuschwenken.


 
Bevor ihr ins Abenteuer startet, baut ihr euch aber erst einmal den Held zusammen: Ihr wählt Geschlecht, Ausrüstung und Fähigkeiten. Von den beiden letzteren werdet ihr im Verlauf des Spieles neue und bessere finden. Wie es der Titel schon verrät, steht in Soul Sacrifice das Erbringen von Opfern im Mittelpunkt. Für starke magische Angriffe verliert ihr nämlich Haut und Fleisch, Körperteile, oder gar einen Mitstreiter den ihr auf den Weg getroffen habt. Sogar Bossgegner lassen sich opfern. Sodenn ihr sie besiegt habt und auch nur, wenn ihr euch dazu entscheidet. Da alle Feinde früher auch einmal Menschen waren, könnt ihr sie auch retten und von ihrem Leid erlösen. Dadurch beeinflusst ihr die Richtung der magischen Fähigkeiten des Helden. Geopferte Feinde führen dazu, dass ihr mehr „dunkle“ Magie zur Verfügung habt, gerettete Bosse bringen euch „helle“ Magie. Wie sich das genau auf den Charakter auswirkt, können wir noch nicht sagen. Zudem soll auch die Handlung anders verlaufen, je nachdem, welche Entscheidung ihr am Ende eines Bosskampfes trefft.

Der japanische Touch

Der kurze Gameplay-Abschnitt, der uns abschließend gezeigt wurde, offenbarte dann den unverkennbaren japanischen Touch: Die Szene spielte in eine großen Kathedrale. Mit einem riesigen Schwert bewaffnet prügelte sich der Held von einem Monster zum Nächsten, wobei das Kampf-System an Devil May Cry oder Bayonetta erinnerte. Der wenig später folgende Bossgegner fiel durch ein verrücktes Design auf. Die Entwickler nannten das Wesen „Harpyie“, wobei nur die schneeweißen Flügel an dieses mystische Wesen erinnerte. Der Rest war ein monströser Körper mit einem fetten Hals und einer fiesen, blutigen Fratze. Auch die weiteren Bossgegner sollen den individuellen Touch von Inafune und Sony Japan zu spüren bekommen.
 
Fazit: Noch viele Fragen offen
 
Zugegeben, dass was wir von Soul Sacrifice an Spielszenen zu sehen bekommen haben, war noch sehr wenig. Wir stellen uns deshalb noch so einige Fragen: Wie funktioniert die Opfer-Mechanik in der Praxis? Dafür, dass die Macher viel davon erzählt haben, mussten wir überrascht feststellen, dass sie nicht in Form von Gameplay-Szenen gezeigt wurde. Wie viel Einfluss auf den Verlauf der Handlung werden die Entscheidungen am Ende eines Levels haben? Und wie robust ist das Rollenspielsystem? Das größte Fragezeichen steht für uns aber hinter dem Koop-Modus für bis zu vier Spieler, zu dem – wie sollte es auch anders sein – nichts weiter gezeigt wurde. In diesem soll es möglich sein, Mitspieler zu opfern, um starke magische Angriffe auszuteilen. Wie und ob das in der Praxis funktioniert, können wir momentan beim besten Willen nicht beurteilen. Wer eine PSVita sein Eigen nennt, sollte aber trotzdem ein Auge auf das japanisch beeinflusste Action-RPG haben, wenn es im Frühjahr 2013 erscheint.
Weryx 18 Doppel-Voter - P - 10728 - 20. August 2012 - 15:20 #

Interessant: Ja, mal sehen obs was wird..

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