GC12: The Walking Dead angeschaut

PC 360 PS3
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Tim Gross 23836 EXP - Freier Redakteur,R9,S8,C9,A8
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15. August 2012 - 16:48 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert
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Ach du liebe Güte, schon wieder Zombies. Etliche Filme, Comics und Videospiele (siehe unser Zombie U angespielt) haben den langsamen Herumschlurfern einen echten Popularitätsschwung verpasst. Eine der erfolgreichsten Vertreter des, uns fällt kein besseres Wort ein, Zombie-Genres ist dabei die Fernsehserie The Walking Dead. Die ist sogar so beliebt, dass sie gleich mehrere Spiele wert ist - und damit meinen wir nicht die Episodentitel von Telltale Games. Denn 2013 kommen auch Freunde von Ego-Shootern auf ihre Walking-Dead-Kosten. Im gleichnamigen Videospiel von Terminal Reality übernehmt ihr die Rolle von Daryl Dixon, eine der Figuren aus der Serie. Das Ganze spielt dabei nur wenige Wochen nach dem Zwischenfall, der zu den vielen nicht ganz so toten Toten auf den Straßen geführt hat. Zu dieser Zeit hatten die Menschen noch Hoffnung, dass alles zu einem guten Ende kommen würde. Schutz suchten und suchen sie in großen Städten wie Atlanta, was auch das erklärte Spielziel ist: Das Erreichen der schönen Stadt im US-Bundesstaat Georgia. So wird im Spiel quasi gezeigt, die die Dixon-Brüder nach Atlanta kamen und einige Details werden ebenfalls geklärt, etwa woher Daryl seine Armbrust hat. 
  
First Person Survival Game
 
Was genau ist The Walking Dead? Die Entwickler bezeichnen es selbst als First-Person-Survival-Game, nicht als gewöhnlichen Shooter. Dabei ist der Weg nach Atlanta zwar vom Spiel vorgegeben, jedoch soll es auch einige Open-World-Elemente geben. So seid ihr beispielsweise oft mit dem Auto oder einem anderen Gefährt unterwegs und könnt selbt entscheiden, ob ihr bestimmte Gebiete näher untersuchen wollt oder nicht. Wie viel Open World wirklich drin steckt, können wir noch nicht einschätzen, aber es klingt auf Nachfrage ein wenig nach Alan Wake. Ein zweites Himmelsrand erwarten wir also definitiv nicht.
 
Wie im Telltale-Spiel müsst ihr auch im Actionspiel Entscheidungen treffen, die vermutlich jedoch weniger dramatisch ausfallen werden. Ein Beispiel: Wenn ihr mit eurem verbeulten Pick Up auf einer einsamen Landstraße unterwegs seid, können mehrere zufällige Events starten. Hier tauchen etwa Zombies aus dem Nichts auf oder ihr trefft auf andere Überlebende. Ist Letzteres der Fall, ist es an euch, ob ihr den armen Burschen mitnehmt oder lieber sich selbst überlasst. Es kann aber auch passieren, dass ihr bereits einen oder mehrere Überlebende aufgegabelt habt und euer Auto keinen Platz mehr für weitere Passagiere bietet. Tritt dieser Fall ein, müsst ihr entscheiden, ob ihr euch auf die Suche nach einem Gefährt mit größerem Innenraum begebt oder nicht. Doch über die Konsequenzen müsst ihr euch im Klaren sein, denn mehr Überlebende bedeuten auch mehr Nahrung und Benzin. 
 
Nahrung und Benzin? Ganz recht, in The Walking Dead müsst ihr zwangsläufig Nahrung zu euch nehmen, etwa wenn ihr weitere Autofahrten unternehmt; das Essen, das ihr unter anderem in verlassenen Läden findet, dient also nicht als Ersatz für Medkits, die es natürlich auch gibt. Benzin müsst ihr logischerweise finden, um eure Reise mit motorisiertem Gefährt überhaut zu starten. Wie genau die Suche nach diesen Rohstoffen funktioniert und ob sie auf Dauer spannend bleibt oder eher nervt, können wir derzeit nicht abschätzen. Ein weiteres wichtiges Spielelement sind die bereits erwähnten Überlebenden, quasi eure NPC-Begleiter. Von ihnen könnt ihr nur immer so viele dabei haben, wie in euer aktuelles Gefährt passen. Wie gesagt ist es zwar euch überlassen, ob ihr den computergesteuerten Jungs und Mädels helft oder nicht, ihr seid aber definitiv besser beraten, The Walking Dead nicht gänzlich alleine zu bestreiten. Denn die NPCs sollen nicht nur interessante Hintergrundgeschichten bieten, sondern auch unterschiedliche Fähigkeiten. Die sind wichtig, weil ihr die Überlebenden auf Missionen schicken könnt, beispielsweise um Nahrung zu suchen. Ob sie erfolgreich von diesen Aufträgen zurückkehren, hängt nicht zuletzt an ihren Fähigkeiten.
 

Dieser Platz sieht recht verlassen aus, doch die Walker können (und werden) überall lauern. Sei es im hohen Gras oder auf dem Rücksitz eines Autos.
Intelligente dumme Zombies
 
Genug von den Menschen, kommen wir zu den ehemaligen Menschen, den titelgebenden Walking Dead. Im Spiel sollen keine zwei der sogenannten Walker gleich aussehen; es gibt ein riesiges Arsenal an Frisuren, Körpern, Armen, Animationen etc. aus denen das Spiel die Zombies generiert. Dadurch soll die Engine imstande sein, Massen an Feinden gleichzeitig ruckelfrei darzustellen (was aber auch an der wenig beeindruckenden Technik liegen mag). Das wiederum kann ziemlich gefährlich für euch werden, denn laut Terminal Reality sollen bereits vier bis fünf der Menschenfleisch-Liebhaber eine echte Gefahr für euch sein, nicht wie in so manchem anderen Shooter. Dabei sind die eher wenig intelligenten Walker die ihr seht zumeist keine große Bedrohung. Es sind vielmehr die Walker, die ihr nicht seht, vor denen ihr euch fürchten solltet. Denn die langsamen "Wir-können-nur-geradeaus"-Läufer verstecken sich gerne im hohen Gras, in Autos oder dunklen Ecken und wollen euch unerwartet attackieren. 
 
Wenn ihr den Walkern begegnet könnt ihr entscheiden, ob ihr an ihnen vorbeischleicht, sie direkt im Nahkampf attackiert, die Pistole oder eine andere Schusswaffe zückt oder die Biester mit lauten Geräuschen ablenkt. Wo wir bei lauten Geräuschen sind, ganz so doof sind die Walker dann doch nicht, da sie ihre Umgebung genau wahrnehmen können. Ihr solltet es euch also zweimal überlegen, ob ihr die Schäden der Untoten wirklich mit einer Pistole bearbeiten wollt. Denn die Schusswaffen sind zwar enorm stark, locken aber zuweilen auch mehr Feinde an. Wenn euch dann die Munition ausgeht, wird es brenzlig. Neben ihrem Hör- und Sehsinn können euch die Zombies sogar riechen. Wie das genau funktioniert können wir aber noch nicht sagen. 
 
Viele Fragezeichen, aber Potential
 
The Walking Dead als Shooter. Das klingt erstmal wenig beeindruckend, und doch hat uns die Präsentation auf der gamescom Lust auf mehr gemacht. Das NPC-System klingt ebenso interessant wie die Kämpfe. Dass die Grafik dabei bislang nicht gerade Bäume ausreißt, stört uns erstmal weniger. Große Fragezeichen sind für uns die Nahrungs- und Benzinsuche und wie abwechslungsreich die Reise nach Atlanta letzten Endes wird. Denn selber anspielen konnten wir das Zombi-Abenteuer freilich nicht. Antworten auf unsere Fragen erhalten wir spätestens im nächsten Jahr, wenn The Walking Dead für PC, Xbox 360 und Playstation 3 erscheint - solange die USK mitspielt. Denn auf ihre Bluteffekte sind die Entwickler besonders stolz. Mal sehen, ob man der Gewaltdarstellung genügend Tiefe entgegensetzen kann, um einen Release in Deutschland nicht zu gefährden. Schließlich mag man auch hierzulande Zombies, wie diverse Film-, Comic- und Videospielumsetzungen zeigen.
direx 16 Übertalent - P - 5529 - 15. August 2012 - 19:08 #

Ich bin mir sowas von sicher, dass dieses "Essen und Benzin" Feature erst nach dem DayZ Hype hinzugefügt wurde.
Warum auch nicht. Das Walking Dead Universum bietert sich geradezu an, um versoftet zu werden.

Leider waren die Spiele der Firma bisher eher weniger gut ... trotzdem habe ich Hoffnung.

Direx

Gorny1 16 Übertalent - 4728 - 15. August 2012 - 22:51 #

Das ist wohl eher unwahrscheinlich. Diese Features sind nunmal nicht sonderlich abwegig.

jps 18 Doppel-Voter - 11150 - 16. August 2012 - 10:50 #

Die "Essen und Benzin"-Problematik wird auch im Comic, in der TV-Serie und im Adventure-Ableger behandelt.

Lord Lava 18 Doppel-Voter - 10571 - 15. August 2012 - 19:40 #

"Neben etlichen Filmen, Comics und Videospielen (siehe unser Zombie U angespielt) haben den langsamen Herumschlurfern einen echten Popularitätsschwung verpasst."

Da stimmt was net. ;)

Tim Gross Freier Redakteur - 23836 - 15. August 2012 - 21:27 #

Der Messestress und die allgemeine Hitze sind verantwortlich zu machen. Da bin ich mir ganz sicher ...

Lord Lava 18 Doppel-Voter - 10571 - 15. August 2012 - 22:52 #

Ja stimmt, das kann ich mir auch gut vorstellen. :D

Mazrim_Taim 15 Kenner - 3331 - 16. August 2012 - 4:18 #

"Essen und Benzin"
sehe ich eher negativ.
Erinnert mich an die vielen Spielen wo Ausrüstung unter Verschleiß leidet; also dreimal nutzen dann schrott.
Das hat nichts mit "Realität" oder Fun zu tun und ist einfach nur nervig.

Kirkegard 19 Megatalent - 15931 - 16. August 2012 - 7:39 #

Was hat denn Essen und Benzin mit 3 mal nutzen und Schrott zu tun?

Tr1nity 28 Endgamer - 101379 - 16. August 2012 - 9:25 #

Klar, wenn du etwas ißt, ist der Instant-Verschleiß da - Verdauung :). Bei Benzin kann ich mir vorstellen, ähnlich wie in DayZ, daß man eben die Karre auftanken muß. Entweder an einer Tanke oder via Benzinkanister, die man erst noch finden und auffüllen muß.

Tr1nity 28 Endgamer - 101379 - 16. August 2012 - 9:25 #

Kommt mal auf die Beobachtungsliste. Macht mir mal etwas mehr Hoffnung, als dieses geplante MMO-Dingens.

Weryx 18 Doppel-Voter - P - 10901 - 16. August 2012 - 13:28 #

Bin doch eher noch recht skeptisch gegenüber diesem Spiel =/

Nokrahs 16 Übertalent - 5815 - 16. August 2012 - 15:03 #

Das Thema könnte durch ein Spiel in Richtung "Fallout 3" durchaus interessant sein. Nur Untote weghauen und für ein paar Ressourcen sorgen hatten wir doch wirklich schon extrem oft in letzter Zeit. Da wird wohl eher "Day-Z" einschlagen, wenn es denn mal fertig ist.

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