Forbes Magazine: Reflexionen über Bioware

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10. August 2012 - 17:12 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert
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Erik Kain, Mitarbeiter beim Wirtschaftsmagazin Forbes Magazine, verfasste am 6.8.2012 einen kritischen Leitartikel über die Firma Bioware und die Fan-Reaktionen zu den jüngsten Spielen. Dazu stellt er die Leitfrage, ob Bioware für seine Spiele dreimal Schelte erhalten solle oder eher sowohl positive als auch negative Kritik durch die Fans verdiene.

Kain leitet sein Thema über den Unmut der Fans aufgrund der Spiele in jüngster Vergangenheit ein. So nimmt er unter anderem die Spiele Dragon Age 2, Star Wars - The Old Republic und Mass Effect 3 als Beispiele heran. Alle drei Spiele hätten die Fans erzürnt, doch fragt er sich, ob der Boykott des Entwicklers die richtige Lösung sei. Zudem gehören ihre Spiele noch immer zu den besten ihrer Art.

Im weiteren Verlauf geht Kain auf die Folgen einer möglichen Schließung des Studios und die Übernahme durch EA ein. So sei es zu kurzsichtig, mit dem Finger nur auf EA zu zeigen, da er daran glaubt, dass diese Fehler von mehr als nur einer Stelle beziehungsweise Unternehmen abhängig waren. In der Folge bleibe die Erwartungshaltung des Autors auf hohem Niveau und sei zudem auf die ganze Spieleindustrie zu übertragen – auf das Potential, Risiken einzugehen und ambitionierte, innovative Spiele und Marken herzustellen, die ein Genre so sehr prägten wie Bioware es mache. Den kompletten Bericht findet ihr unter den Quellen.

Philley (unregistriert) 10. August 2012 - 17:42 #

Darf ich anmerken, daß es das Wort "Reflektion" nicht gibt, sondern nur eine Reflexion? (Auch wenn mittlerweile die Mehrheit das so zu schreiben scheint)
Um Widerstand zu ersticken: http://www.duden.de/suchen/dudenonline/Reflektion

Das mit BioWare: Daß EA nun jedes 2 Studion in BioWare Sonstwo umbenennt, musste ja schief gehen. BioWare ist eben nicht mehr nur diese eine Firma, die es mal war, sondern noch viele weitere, die fast genauso heißen. Leider...

Roland 18 Doppel-Voter - 10878 - 10. August 2012 - 17:46 #

Huch, den Titel hatte ich nicht vorgesehen ;) Ich ändere den Rechtschreibfehler ab. Vielen Dank!

Red237 18 Doppel-Voter - P - 11170 - 10. August 2012 - 17:46 #

Anmerkung in meinen Augen richtig: geändert.

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 97777 - 11. August 2012 - 4:30 #

Ich würde beinahe behaupten, dass über eine mögliche "Reflektion" durchaus philosophisch debattiert werden kann in Abgrenzung zur Reflexion. Nicht nur aus nachweisbar logischen und naheliegend ästhetischen Gründen halte ich die "inkorrekte" Schreibweise für machbar. Dadurch wird eine Erweiterung und Bereicherung des inhaltlichen und deskriptiven Ausdrucks erreicht.

Philley (unregistriert) 11. August 2012 - 11:36 #

Inhaltlich versteh ich, was Du meinst. Allerdings finde ich, daß die ein reflektierter Lichtstrahl und ein reflektierter Sachverhalt durchaus ähnliche Konzepte sind, man also auch das gleiche Wort nutzen sollte und nicht "Reflektion" neuzuschaffen braucht. Aus ästhetischer Sicht und was die Wortherkunft angeht (flectere - drehen, beugen; Perfektform: flexi), bekomm ich ohnehin Augenkrebs, wenn ich das sehe. (Und mein Lateinlehrer hätte mich auch gekillt ;-)

Maulwurfn Community-Moderator - P - 15294 - 12. August 2012 - 11:27 #

Mangels Latein habe ich es bisher auch immer mit "K" geschrieben und jetzt weiß ich auch warum.

Zitat aus dem Wörter-Blog:

Reflektion ist falsch, doch durchaus nachvollziehbar

Die „Reflexion“ kommt vom lateinischen „reflexio“ und meint das „Zurückbeugen“, das „Widerspiegeln“ und „Zurückwerfen“. Das leicht verwirrende und im Deutschen eher unübliche x in „Reflexion“ lässt sich leicht aus der lateinischen Herkunft erklären. Aus dem Verb „reflectere“ wird im Partizip Perfekt Passiv „reflexum“, womit angegeben wird, dass sich ein Objekt dabei befindet, zurückgeworfen zu werden. Im Nomen „reflexio“ taucht das x dann auch wieder auf. So erklärt sich, warum es auch im Deutschen „reflektieren“ aber „Reflexion“ und nicht „Reflektion“ heißt.

Da der Fehler aber sehr häufig gemacht wird, muss man sich einmal genauer ansehen, warum das k in „Reflektion“ so verlockend ist. Viele vor allem technische Dinge leiten sich vom „reflektieren“ ab, wie beispielsweise der Reflektor am Fahrrad. Auch in geistigen, philosophischen Angelegenheiten wird einiges reflektiert. Dahingegen wird mit einem „Reflex“ eher eine unkontrolllierbare, physische Reaktion auf einen äußeren Reiz verbunden. Der Unterschied mag zum einen in der Wortähnlichkeit liegen, zum anderen aber auch in der Auffassung der Bereiche, in denen diese Wörter verwendet werden.

Reflexion ist die richtige Ableitung aus dem Lateinischen

Es ist also wahrscheinlich, dass man die „Reflexion“ eher mit einem „Reflex“ verbindet – also etwas ungewolltem, die „Reflektion“ aber mit wahlweise einem bewussten Vorgang und auch der eigentlichen Wortbedeutung im Sinne des Widerspiegelns. Auch wenn es nur eine richtige Variante von „Reflexion“ gibt, sind die Erklärungsansätze bei „Reflektion“ aber durchaus verständlich.

JakillSlavik 17 Shapeshifter - 7100 - 12. August 2012 - 13:31 #

Mich hat man gelehrt, dass die Herkunft von 'reflektieren / Reflexion' jene ist, dass sich die alten Griechen vorstellten, dass Licht durch die Augen in die Köpfe der Menschen gebündelt eindringt und das Denkvermögen darstellt. Innerhalb des Kopfes sind Gedanken dann also nichts anderes als Lichtstrahlen, die mit einer unzähligen Zahl von kleinen Spiegeln hin und her geworfen werden. So ist die Reflexion dieser Strahlen zum bildsprachlichen Begriff für Überlegungen eingegangen und die Licht-Theorie begründete für Philosophen warum das Denken des Nachts so schwer war. Das es etwas mit der Notwendigkeit zu Schlafen zu tun hatte wurde nicht erwogen...

Philley (unregistriert) 12. August 2012 - 18:00 #

Beide vorigen Beiträge fand ich klasse. Vielen Dank. Insbesondere das Konzept der Lichtstrahlen, die zu Gedanken werden, find ich sehr schön.
Es gibt wirklich nirgends so interessante Kommentare und Diskussionen, wie auf GG. (Wenn auch völlig off-topic ;-)

Maulwurfn Community-Moderator - P - 15294 - 10. August 2012 - 17:48 #

Irgendwie klingt three strikes at bat, was ja ein strikeout ist, viel böser, als dreimal schelte.
Ein strikeout also ein Ausscheiden von Bioware als Entwickler halte ich persönlich für unwahrscheinlich, aber ich liebe diese Baseballmetapher.

NedTed 18 Doppel-Voter - - 11813 - 10. August 2012 - 18:43 #

The old Republic - The Old Republic

Aiex 16 Übertalent - 4335 - 10. August 2012 - 18:44 #

Kennt ihr das EA Interview von 1986? Das ist echt witzig wenn man EA mal heute anschaut

"Ein dritter Punkt, der mich in dieser Branche stört, sind Leute, die nur Geld machen wollen. Da werden schlechte Produkte auf Teufel komm raus auf den Markt geworfen und mit viel Werbung gepuscht. Wegen solcher Hypes bleibt in den Händlerregalen oft kein Platz für wirklich gute Programme."

http://www.stcarchiv.de/hc1986/12_eainterview.php

Epic Fail X 15 Kenner - P - 3736 - 10. August 2012 - 19:04 #

Da gibt es auch durchaus andere Sichtweisen:
"Furthermore, EA was all about marketing. For Hawkins the question was never, "How good is this game?" It was always, "How can we sell this?""

Weepel 16 Übertalent - 4275 - 10. August 2012 - 19:08 #

Schönes Bild auch von Herrn Schneider-Johne. Schöner Fund auch für den Satz "Aber die Software-Piraterie macht uns sehr schwer zu schaffen, denn wegen ihr können wir unsere Programme nicht so preiswert verkaufen, wie wir gerne möchten"

Maulwurfn Community-Moderator - P - 15294 - 10. August 2012 - 19:37 #

Punkt 1 der Firmenphilosophie sollte EA doch mal wieder auf die Tagesordnung setzen.

pauly19 14 Komm-Experte - 2536 - 10. August 2012 - 22:24 #

Da war Trip Hawkins auch noch da und Ea noch nicht so groß. Wobei man natürlich sagen muss, dass sich nur wenige Produkte ohne Werbung wirklich verkaufen. Das Zitat war aber natürlich auch wie heute Marketing.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 37088 - 10. August 2012 - 23:46 #

Mein Lieblingsbeitrag zu dem Thema: http://penny-arcade.com/patv/episode/an-open-letter-to-ea-marketing

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11868 - 10. August 2012 - 18:45 #

Als DA2 in neun Monaten durchzuprügeln war sicherlich, hoffe ich, nicht Biowares Idee. Wie viel toller hätte das Spiel werden können ohne diesen Druck!?

joker0222 28 Endgamer - P - 99329 - 10. August 2012 - 20:40 #

Kann mir mal jemand erklären, was es mit den Kommentaren in grauer Schrift auf sich hat, die man in letzter Zeit häufig sieht?

nikk9 14 Komm-Experte - 2669 - 10. August 2012 - 22:18 #

Meistens siehst du wahrscheinlich Spiritogre.. Schau mal in seinem Profil auf das rote Schild unter den Medaillen ;)

Weryx 18 Doppel-Voter - P - 10559 - 10. August 2012 - 22:57 #

Oh eine neue Medaille, gleich mal versuchen sie zu bekommen!

Chefkoch (unregistriert) 10. August 2012 - 18:48 #

Wie sozial es hier doch anscheinend häufig in den Kommentaren zu geht.
Wo anders wäre wieder gemeckert und gemotzt worden aufgrund des Fehlers. Find ich gut.

Es stimmt schon, dass Bioware Spiele zu den besten ihrer Art zählen, dass aber auch eigentlich nur, da der Rollenspiel Markt doch recht ausgedünnt ist, mittlerweile.

nikk9 14 Komm-Experte - 2669 - 10. August 2012 - 20:37 #

Muss dir da mal zustimmen. Ich kenne kaum Seiten (oder eher keine) auf der so gesittet und konstruktiv diskutiert werden kann wie hier. Daher, auch wenn ich erst seit kurzem aktiv dabei bin, ein riesengroßes Lob an uns alle :D

Weryx 18 Doppel-Voter - P - 10559 - 10. August 2012 - 23:00 #

Das stimmt schon, sie können sich erlauben schlechtere Spiele rauszubringen weils kaum Konkurrenz gibt, wobei ich ME 3 nun nicht schlecht fand und DA 2 hab ich selber nicht gespielt, trotzdem fänd ichs schön wenn sie sich mehr Zeit nehmen würden um Spiele zu entwickeln.

avalonash 12 Trollwächter - 1147 - 11. August 2012 - 21:10 #

Bioware war aber schon immer ziemlich flott beim Entwickeln. Der Abstand zwischen Baldur's Gate 1 und Baldur's Gate 2 betrug auch nur
22 Monate und in der Zwischenzeit haben sie sogar noch das Tales of the Sword Coast Addon rausgebracht. Und zu der Zeit war Bioware noch weitaus kleiner und hatte wahrscheinlich nicht so viele parallel arbeitende Teams wie heute. Würden wir also annehmen, dass die erst nach dem Addon in die Vollproduktion für BG2 gegangen sind, wären das 17 Monate.
Der Release-Abstand zwischen DA:O und DA2 beträgt 16,5 Monate.
Demnach wäre Baldur's Gate 2 also auch ein "Schnellschuss" gewesen wie es DA2 immer wieder vorgeworfen wird.

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