CD Projekt Red: "DLCs sollten nichts kosten"

PC 360
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9. August 2012 - 15:08
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Während einige Firmen den Verkauf von DLCs als Pflichtübung ansehen, hält das Entwicklerstudio CD Projekt Red (The Witcher 2 - Assassins of Kings) dieses Vorgehen für den falschen Weg. Im Interview mit VG247 erklärte Mitarbeiter Konrad Tomaszkiewicz, es sei ein normaler Service für die Käufer und man werde auch weiterhin an kostenlosen Download-Inhalten festhalten:

Wir haben immer an kostenlose DLCs geglaubt. Wir sehen sie als einen normalen Service nach dem Release eines Spiels an, für den man kein Geld verlangen sollte. Früher, als Retail-Spiele den Markt dominiert haben, gab es Expansion-Packs. Diese boten enorm viel Inhalt und waren ihr Geld wert.

Tomaszkiewicz ärgert sich dabei hauptsächlich über das Preis/Leistungs-Verhältnis und ergänzt:

Würden aktuelle DLCs dieselbe Menge an Inhalten bieten, wären sie ihr Geld ebenfalls wert. Doch in den meisten Fällen haben die Spieler das Gefühl, zu viel für das zu bezahlen, was sie letztendlich erhalten. Das ist der Grund, warum wir unsere Erweiterungen kostenlos anbieten. Das ist außerdem ein Weg, um den Leuten Danke zu sagen, die sich dazu entschieden haben, unser Spiel zu kaufen anstatt es von einer nicht authorisierten Quelle zu kopieren.

Erst zuletzt hatte der polnische Entwickler alle Inhalte, die sie mit der Enhanced Edition für die Xbox 360 in The Witcher 2 hinzufügten, kostenlos für PC-Spieler nachgeschoben. Wie es scheint, wollen sie an diesem Kurs festhalten, sodass ihr euch schon jetzt auf kostenlose Erweiterungen für ihr kommendes Cyberpunk-Rollenspiel freuen könnt.

FLOGGER 17 Shapeshifter - 8926 - 9. August 2012 - 15:11 #

Hat ne gute Einstellung der Mann. Schön das nicht alle nur ans Geld denken.

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 61345 - 9. August 2012 - 15:17 #

Leider steht er mit dieser Einstellung ziemlich alleine da!

FLOGGER 17 Shapeshifter - 8926 - 9. August 2012 - 15:25 #

Unter den Entwicklern nicht, denk ich. Bei Publishern sieht das anders aus. Die meisten Entwickler unter großen Publishern sagen nur ihre Meinung nicht so offen.

Trollwynn 11 Forenversteher - 621 - 9. August 2012 - 16:18 #

Es sollte aber DEFINITIV mehr Leute von dieser Sorte in der Branche geben! Zumindest spricht er mir aus der alten Zockerseele. ;)

burdy 14 Komm-Experte - 2687 - 9. August 2012 - 17:54 #

Ist doch längst der Fall. In der Industrie hat ein Umdenken eingesetzt. Die Spiele gibts umsonst und die Updates gibts umsonst. Und am Ende verdient man damit mehr als mit einem Vollpreisspiel mit kostenpflichtigen DLCs.

Ramireza (unregistriert) 9. August 2012 - 21:03 #

F2P. Das ist aber nicht die Art "Spiel" dich ich spielen möchte.

burdy 14 Komm-Experte - 2687 - 9. August 2012 - 21:38 #

Wieso ist ein kostenloses Spiel denn ein "Spiel" und kein Spiel?

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6555 - 10. August 2012 - 14:59 #

weil es nicht kostenlos ist. Es heisst zwar so, aber ohne Geld zu investieren macht es in der Regeln keinerlei Spaß. Und ein Spiel das kein Spaß macht ist ein Spiel das ich nicht gerne spiele.

burdy 14 Komm-Experte - 2687 - 11. August 2012 - 0:01 #

Also wenn man zB 50 € für ein Vollpreispiel zahlt, dann ist es ein "Spiel", denn ohne zu zahlen kann man nicht spielen, ergo kein Spaß.
Ich erkenne in deiner Defintion Schwächen, aber nun gut. Jeder wie er will.

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 15. August 2012 - 10:30 #

Du solltest dir Sachen immer erst selbst anschauen, bevor sich eine solche Meinung weiter verfestigt..

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 6657 - 11. August 2012 - 12:40 #

There ain't no such thing as a free lunch, sagt man im Englischen :)

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 6657 - 10. August 2012 - 11:53 #

Auch dieser Mann denk ans Geld. Das muß man nämlich wenn man arbeitet um davon leben zu können. Er ist einfach der Meinung, dass es sich auch für sie mehr lohnt solchen Kundenservice anzubieten. Und ich kaufe deswegen alle CD Project Spiele bei Release, auch wenn ich keine Zeit habe. Ich hoffe nämlich dass möglichst viele die Einstellung von CD Project honorieren und mit dem Geldbeutel für sie und gegen EA usw. abstimmen.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58764 - 9. August 2012 - 15:13 #

Unter anderem auch aus diesem Grund werde ich auch weiterhin CDP-Spiele zum Vollpreis kaufen und nicht darüber nachdenken, ob ich nicht lieber auf eine GotY oder ähnliches warte.

volcatius (unregistriert) 9. August 2012 - 15:33 #

Dito.

Zumal die physische Standardedition von Witcher 2 bei den meisten anderen wohl als CE verkauft worden wäre.

hasqui 14 Komm-Experte - P - 2103 - 9. August 2012 - 15:39 #

Das ist sowieso so ein Punkte der mich mal aufgeregt hat.
War es nicht sogar bei irgendeinem AC Teil(2) so, dass absichtlich Teile aus dem fertigen Spiel raus genommen worden sind, damit man sie später als DLC verkaufen konnte?
Also einfach die Sequenzen raus gelassen obwohl sie eigentlich fertig waren?

Selbst wenn es ein anderes Game war, bei sowas vergeht einmal halt auf dauer die Lust auf DLCs.

Umso schöner finde ich da natürlich solche Aussagen.

Weryx 18 Doppel-Voter - P - 10025 - 9. August 2012 - 16:28 #

Als PC Spieler hat mans nicht gemerkt, ausser das meiner Meinung nach die Quali schlechter war als die des restl Games, aber die Sequenzen waren mitten ausm Spiel.

organspender 10 Kommunikator - 479 - 9. August 2012 - 20:22 #

nicht gemerkt...das waren squenz 12 und 13 die es als dlc gab,

ohne wäre man von sequenz 11 gleich zu 14 vorgesprungen

Weryx 18 Doppel-Voter - P - 10025 - 9. August 2012 - 23:53 #

Ja und? Als PC Spieler hatte man sie sowieso! Deshalb hat mans eigentlich nicht gemerkt, im nachhinein hab ichs gelesen und selber fand ich die Quali der Sequenzen auch schlechter als das restl. Game.

organspender 10 Kommunikator - 479 - 10. August 2012 - 15:19 #

ääh, ja und nein, es gab die d1 edition, da war das mit dabei, bei der "normalen" eben nicht

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58764 - 9. August 2012 - 17:45 #

Ja, das war bei AC2. Beide DLC merkbar mitten aus dem Spiel rausgeschnitten.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23149 - 9. August 2012 - 18:15 #

Die wurden einfach nicht rechtzeitig fertig und kostenlos konnte man sie wegen Microsoft nicht anbieten. Das Spiel war trotzdem sehr umfangreich.

Tassadar 17 Shapeshifter - 7746 - 9. August 2012 - 15:46 #

Ich auch, und damit stehen sie dann mittlerweile doch recht alleine da. Ansonsten kaufe ich eigentlich nur noch ein paar Adventures (wenn sie DRM-frei sind) direkt zum Vollpreis und solche Ausnahmen wie Rayman Origins. Bei mir funktioniert CDPs Strategie also, leider macht aber wie so oft die Masse der Käufer das DLC- und DRM-Spielchen bereitwillig mit.

Xariarch 13 Koop-Gamer - 1696 - 9. August 2012 - 17:43 #

Ja geht mir genauso!

Diese Leute muss man einfach Unterstützen :) CD-Projekt Red ist eigentlich das einzige Entwicklerstudio dem man noch trauen kann finde ich

maddccat 18 Doppel-Voter - P - 11214 - 9. August 2012 - 15:17 #

Diese Einstellung sollte Schule machen. Schließlich haben beide Seiten etwas davon: Die Spieler kostenlose Inhalte und die Entwickler genießen einen guten Ruf. :)

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23149 - 9. August 2012 - 15:17 #

Schade, dass Microsoft kostenloser DLC auf ihrem Marktplatz ein Dorn im Auge ist. Schließlich verdienen sie an den DLCs sehr gut mit.

Easy_Frag 14 Komm-Experte - P - 2028 - 9. August 2012 - 15:18 #

Die Witcher Reihe gehört zu den wenigen Serien die ich gerade wegen diser kostenlosen DLCs immer zum Vollpreis kaufen werde. Weiter so!

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6555 - 9. August 2012 - 15:21 #

Ich habe überhaupt nichts gegen kostenpflichtige DLC's, wenn diese ein gutes Preis/Leistungsverhältnis haben und nicht wie vorher aus dem Spiel herausgeschnitten wirken. Auch dumm sind Objekte die gar keinen Einfluss auf das Spiel haben wie "zusätzliche Farben" oder ein neuer "Umhang", oder aber kostenpflichtige DLC-Items die das ganze Spielbalancing durcheinanderbringen weil sie total overpowered sind und man sie sofort am Anfang erhält.

Ganz oft habe ich leider den Eindruck, dass die DLC's wirklich nur Gelddruckmaschinen sein sollen. Ich meine vergleicht mal den Arbeitsaufwand der Entwickler, zusätzliche Farben oder eine neue Rüstung zu modelieren mit dem Arbeitsaufwand das ganze Spiel mit all seinen Assets zu erstellen... und dann vergleicht mal den Preis beider. Daran sieht man meist, wie stark überteuert ein DLC ist.

Wenn ich ein storylastiges Spiel wie z.B. GTA, Uncharted oder Assasin's Creed durchgespielt habe, dann hab ich jedoch meistens nur sehr wenig Motivation nach einigen Monaten noch einmal zu spielen nur weil es 1-2 neue Mini-Missionen gibt die kostenpflichtig hinterhergeschoben werden.

Womit ich z.B. durchaus leben könnte, wären wirkliche Addons als DLC. Also welche die viele neue Inhalte ins Spiel reinbringen zu einem fairen Preis.

Tassadar 17 Shapeshifter - 7746 - 9. August 2012 - 15:45 #

Genau so sehe ich das auch. Beispielsweise finde ich den You-Monster-DLC zu Defense Grid vom Preis-Leistungsverhältnis sehr gut und solche DLCs kaufe ich dann auch gerne. Aber all der Schrott, wie 4 Multiplayer-Maps für 15 Euro oder eine neue Helm-Textur für 1 Euro, oder aus der Story vorab herausgeschnittene DLCs, all sowas geht gar nicht.

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 9. August 2012 - 15:20 #

Meine Kudos bekommt er :P

Aber es macht ja bereits Schule, dass Leute für DLC hinblättern, noch bevor das eigentliche Spiel erschienen ist. Somit wurde sich noch nichtmal mit dem Basisspiel auseinandergesetzt, sondern direkt popelige Zusatzinhalte mitbezahlt. Zuletzt ist deswegen Dishonored von meiner Liste der Spiele geflogen, die ich mir zu Release holen wollte und nun auf der "Vielleicht als GOTY für maximal 15 Euro".

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 61345 - 9. August 2012 - 16:20 #

Ja, ja, ich könnte mich heute noch mit Anlauf dafür ohrfeigen das ich damals den Season Pass für Gears 3 gekauft habe! Egal wieviel Geld ich so verpulver, über die 25 € ärgere ich mich heute noch!

Nackenhaar Wars (unregistriert) 9. August 2012 - 15:23 #

Wär's nicht für alle (Entwickler, Kunden, Journalisten) besser, wenn
man das eigtl. Spiel (mindst. 10 St.) kostenlos anbietet und sich dann den Rest des Spiels (wg. Story o. Interesse) oder 'nen Multiplayer
"auszahlen" lässt.

Anonymous (unregistriert) 9. August 2012 - 16:09 #

Definitiv nicht. Ich bin jetzt bei 50 Stunden Dragon's Dogma und es werden noch sehr viele folgen. Bei Final Fantasy 13 habe ich bis jetzt 100 Stunden und da werden auch noch viele folgen. Von daher halte ich von deinem vorgeschlagenem "Geschäftsmodell" noch viel weniger, als von Free2Play.

Admiral Anger 24 Trolljäger - P - 47877 - 9. August 2012 - 15:39 #

Richtig so, so sollte es sein!

Stromsky 16 Übertalent - 4726 - 9. August 2012 - 15:50 #

Ich finde kostenpflichtige DLC's okay wenn sie wirklich Inhalt haben.. wie zum Beispiel bei "Orcs must die" das neue level dazu kommen die zur "Story" nicht dazugehören, oder wie bei Fable 3 wo eine zusätzliche Kampagne freigeschaltet wird.

Andere Spiele wollen das man 2 Euro für ein DLC zahlt und dafür dann nur irgendeinen mist bekommt.

Azzi (unregistriert) 9. August 2012 - 15:59 #

Ich bin auch kein Freund von Singleplayer-DLCs, schlicht aus dem Grund weil ich nach dem Beenden des Spiels keine Lust habe irgendwelche (oft halbgaren) Episoden nachzuspielen. Dreist auch wenn 'Entwickler bewusst storyrelevante Dinge aus dem Spiel schneiden um diese später nochmal extra zu verkaufen (Mafia2 das beste Beispiel).

Im Multiplayer ist es meiner Meinung nach aber okay wenn man statt wie früher große Addons halt so mittelgrosse DLC Packs macht, sowas wie Beispielsweise Battlefield 3 mit den Themen-DLCs.

Allerdings auch hier die Schattenseite das oft Entwickler bewusst auf Moddingwerzeuge verzichten das ihren Bezahl-DLCs ja keine gratis Konkurrenz gemacht wird. Viel Innovation ist früher halt durch Mods von Fans gekommen.

Anonymous (unregistriert) 9. August 2012 - 16:19 #

Also ich gebe gerne Geld für Singleplayer-DLCs aus, weil ich Lust darauf habe, ein Spiel mal wieder aus dem Schrank zu holen und etwas neues in der Spielwelt zu erleben. Mit Multiplayer-DLCs kann ich dagegen absolut nichts anfangen.

Crowsen (unregistriert) 9. August 2012 - 21:36 #

Auch ich hab da eine komplett andere Einstellung als du, muss ich zugeben. Ich finde gerade Multiplayer-DLCs sollten grundsätzlich kostenlos sein, denn durch jeden nicht-kostenlosen DLC wird die Community aufgesplittet. Die einen haben den gekauft, jenen aber nicht, die anderen haben alle gekauft, die nächsten gar keinen und so weiter und so fort, was dazu führt dass im allgemeinen weniger Spieler für alle Modi verfügbar sind, was einfach nur ärgerlich ist.

Im Singleplayer ist das anders, hier ist es egal wieviele sich den DLC kaufen. Und - vorrausgesetzt es gibt sie nicht bereits wenige Wochen nach dem Release finde ich Singleplayer-DLCs (oder AddOns), sehr angenehm und eine schöne Möglichkeit um das Spiel ein weiteres mal durchzuspielen oder sich nochmal mit dem Spiel auseinander zu setzen, WENN sie gut sind. Wenn die Episoden wie du auch meintest halbgar sind, dann kann ich darauf auch gerne verzichten.

Anonymous (unregistriert) 9. August 2012 - 16:03 #

Wenn ein Produkt satte Gewinne einfährt, dann kann
man den Gewinn natürlich an (unterbezahlte) Mitarbeiter
ausschütten, oder an die Geldgeber, die ja
das Risiko getragen haben.

Viel zu selten bedankt sich der Hersteller aber
für die Gewinne bei den Käufern selber!
Und bei Software ist das ganz einfach möglich.
Statt den Mitarbeitern also irrwitzige Boni zu zahlen,
beschäftigt man sie einfach weiter und sorgt
dafür, dass jedes ausgelieferte Exemplar des Produktes
jeden Tag etwas besser wird.

Weepel 16 Übertalent - 4175 - 9. August 2012 - 16:07 #

Pff, mit der Einstellung kommt man aber nicht auf sein Dutzend Elfenbeinrückenkratzer wie Kotickello

Anonymous (unregistriert) 9. August 2012 - 16:13 #

Ich glaub der Typ wurde echt in der falschen Zeit geboren :)

Dein DRM, keine DLC Kosten .. Messias!

Bumblebee. Game Designer - 878 - 9. August 2012 - 16:37 #

Puh, die Entwicklung von DLC kostet aber dennoch noch immer eine Menge Geld. Dafür muss der Titel dann schwer erfolgreich gewesen sein. Grundsätzlich aber natürlich eine prima Einstellung – für den Spieler.

Crowsen (unregistriert) 9. August 2012 - 21:38 #

Und scheinbar scheint es für den Entwickler auch gut zu laufen, denn soweit ich weiß kann sich CD Projekt nicht unbedingt beschweren?

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6555 - 10. August 2012 - 8:16 #

Es kommt immer auf den DLC an. Du kannst mir nicht erzählen, dass die Modellierung eines neuen tollen "Überschwertes" einen Preis von 5-10 € gerechtfertigt.

Novachen 18 Doppel-Voter - 12747 - 9. August 2012 - 17:22 #

DLCs können meiner Meinung nach durchaus Geld kosten.

Für mich persönlich ist der DLC genau der Zwischenschritt zwischen Patch und AddOn. Ein paar kleinere Sachen sollte man meiner Meinung durchaus in kostenlose Patches verarbeiten. Multiplayermaps und Klassiker wie die Pferderüstung haben als eigener DLC natürlich absolut nichts verloren. Wenn es sich allerdings um eine neue Questreihe handelt oder eben um eine neue Kampagne mit ein paar neuen Missionen, dann finde ich einen 5-10€ DLC vollkommen gerechtfertigt. Und ein AddOn ist eben nochmal Umfangreicher und kostet eben zwischen 15-25€ und hat eben gleich mehrere Missionen, vielleicht noch neue Waffen/Items dabei etc.. Nur sind die Kosten bei den heutigen DLCs vollkommen aus dem Rahmen, da kosten 2 Multiplayerkarten mal eben umgerechnet 7€, wenn ich da an Unreal Tournament denke, da hat Epic über die 4 Spiele verteilt an die 10-20 Maps kostenlos hinzugefügt. Oder eben diese 1€-3€-DLCs wo man jeden Kämpfer, jede Waffe oder jedes Fahrzeug einzeln nachkaufen muss. Da fehlt es halt an der Verhältnismäßigkeit. Ich kaufe persönlich auch nur DLCs wenn sie wirklich einem kleineren AddOn entsprechen. Der Rest wird irgendwie mal im Paketpreis eingesammelt, wenn die DLCs irgendwie ziemlich günstig sind.

Guldan 17 Shapeshifter - P - 8309 - 9. August 2012 - 18:08 #

Ich bezahl auch für DLC udn hab damit kein Problem aber er hat natürlich Recht, kostenlos sollten sie schon sein um Käufer zu belohnen.

Punisher 19 Megatalent - P - 13365 - 9. August 2012 - 18:11 #

Wenn DLC nicht so wertloser Tand wäre, könnte man dafür bedenkenlos Geld verlangen. Wing Commander, X-Wing, Commanche & Co hatten seinerzeit auch Mission Disks, die dann ca. 50% vom Hauptspiel kosteten und es hat sich keiner aufgeregt - davon hatte man aber auch 5-10 Stunden mehr Spielzeit und keinen Blödsinn wie eine Rot schimmernde Rüstung, mehr Talente und Güldene M-16 + 2 neue Multiplayermaps wie heute.

Apropos... nachdem ich das gespostet hatte hab ich gleich bei GoG nach X-Wing und Tie Fighter geschaut... kriegt man das noch irgendwo? GoG hats leider nicht im Sortiment.

Spartan117 13 Koop-Gamer - 1298 - 9. August 2012 - 18:31 #

Ich würde auch gerne wieder mehr Addon´s sehen die einfach mehr Inhalt auf einmal bieten! Dafür aber nicht so schnell aufeinander folgen.
"Dlcs" wie bei GTA4 haben mir wirklich sehr gefallen und richtig viel Spielspaß geboten! So etwas in der Art muss es öfter geben. Dafür würde ich auch einfach mehr Geld hinlegen.

Drapondur 25 Platin-Gamer - - 55756 - 9. August 2012 - 19:04 #

Sehe ich auch so. Ein richtiges Addon mit entsprechendem Inhalt. Da bin ich auch gerne bereit das zu kaufen. Diese Häppchentaktik ist etwas nervig.

Knorpel (unregistriert) 9. August 2012 - 20:07 #

DLCs sind addons für Auto, denkt drüber, wer dahinter kommt hat die Wirtschaft verstanden :D

Old Lion 25 Platin-Gamer - P - 61345 - 9. August 2012 - 21:26 #

Bin noch dabei deinen Kommentar zu verstehen!

Weepel 16 Übertalent - 4175 - 10. August 2012 - 18:36 #

Fehlen da noch entscheidene, zum Verständnis nötige Wörter oder soll das so? Ich war wohl eher zu oft in der Wirtschaft um das noch zu verstehen.

nikk9 14 Komm-Experte - 2669 - 10. August 2012 - 18:38 #

Quatsch! Denk doch mal drüber!

Hinkelbob 13 Koop-Gamer - 1233 - 9. August 2012 - 20:44 #

Wenn ein DLC sinnvoll ist, dann hat er eine Daseinsberechtigung. Damit meine ich er sollte sich gut in das Hauptspiel eingliedern und auch vom Umfang her akzeptabel sein. Paradebeispiele finde ich sind der Infamous DLC Festival of Blood, Red Dead Redemption: Undead Nightmare, oder auch die GTA 4 Epsiode Ballad of Gay Tony und The damned (oder so ähnlich)

DerMitDemBlunt 14 Komm-Experte - 2483 - 9. August 2012 - 21:00 #

wenn ein "DLC" sein Geld Wert ist ist es in der Regel mehr Add-On als das 0815 Pferderüstungs DLC was bei den meisten Spielen völlig überteuert Angeboten wird

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 9. August 2012 - 22:20 #

"Das ist außerdem ein Weg, um den Leuten Danke zu sagen, die sich dazu entschieden haben, unser Spiel zu kaufen anstatt es von einer nicht authorisierten Quelle zu kopieren."

Beim Kunden bedanken? Der Spinnt doch :D

Just my two cents 16 Übertalent - 4352 - 9. August 2012 - 22:58 #

Ich bin jetzt mal fies und Böse.

1. Ich schätze CD Projekt und die Qualität, die sie abliefern. Ich habe The Witcher 2 daher für mich zweimal gekauft. Einmal als CE und als digitale Version bei GOG.com - später hätte ich die für lau bekommen.
Aber manchmal ist mir bei den Jungs etwas zuviel Selbstbeweihräucherung im Spiel.
2. Angefangen haben die mit dem Day1 Troll Trouble-DLC. Der war als Bonus für das registrieren des Spiels gedacht und derartig umfangreich, dass der 100% aus dem Spiel geschnipselt wurde. Hat bei vielen nicht geklappt und Probleme verursacht, da denen die Registrierungsserver zum Spielstart abgeraucht sind und CD Projekt sie nie vernünftig zum laufen bekommen hat und als Endresultat die Registrierung aus dem Spiel gepatcht hat. Verdienen sie dafür wirklich Lob?
3. Der nächste DLC waren zusätzliche Frisuren für Geralt. Ganz nett, aber nicht sonderlich aufwendig zu integrieren und auch nur billig umgesetzt - dafür Geld zu verlangen wäre dreist gewesen.
4. Der nächste DLC war der Sack voll Federn DLC mit dem Vogelmann - über Humor kann man streiten, aber so prall war der nicht - eher im Gegenteil. Dann lieber Geld für nen guten Bioware DLC wie den Shadow Broker.
4. Dann kam der erste richtige und umfangreiche DLC mit dem Arena Modus - wirklich gute Arbeit.
5. Dann kam die EE und das faktische Eingeständnis, dass Akt 3 in der PC Fassung, wie viele vorab vermuteten, tatsächlich nicht fertig war - die "zusätzlichen" Inhalte gab es dann als Patch um das Spiel auf den Stand der 360 Version zu bringen für die man es eigentlich weiterentwickelt hatte...

Ja, CD Projekt pflegt seine Spiele vorbildlich, es ist aber nicht so, dass alle naselang für lau hochwertiger und umfangreicher zusätzlicher DLC veröffentlicht wurde - das macht auch CD Projekt nicht...

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 9. August 2012 - 23:15 #

CDP hat wie alle so seine Macken, aber ihre Macken gefallen mir besser ;) Wenn man CDP kennt, sind solche News mittlerweile echt seltsam, ich denk mir immer, "is ja gut jetzt wir wissen es doch".

Larnak 21 Motivator - P - 25531 - 10. August 2012 - 2:17 #

Solche News wird es sicher noch öfter geben. Die werden interviewt (kommt natürlich bei allen Entwicklern mal vor) und natürlich wird dann bei CDP gefragt "Hey, wie seht ihr das eigentlich mit dem DRM und mit den DLCs? Erzählt doch mal" und am nächsten Tag ist wieder das ganze Internet voll mit den entsprechenden 'News' :D

Aber andererseits: Selbst, wenn ich das alles noch so gut weiß, 'Publicity' in dieser Angelegenheit kann bei der DRM- und DLC-Dominanz dieser Tage nicht schaden.

Just my two cents 16 Übertalent - 4352 - 10. August 2012 - 11:02 #

Es ist nur auffällig, wie einfach die Kommentare meist gestrickt sind.
Wird EA oder Bioware behandelt, braucht es keine 5 Kommentare um, egal worum es eigentlich geht, zum ME3 Ende und zur allgemein sinkenden Spielqualität zu kommen, ebenfalls bei Blizzard klappt das mit dem Auktionshaus und der "Langzeitmotivation" von Diablo 3. Es wird scharf geschossen, was das Zeug hält.

Bei CD Projekt wird aber mit Blumen und Liebesbekundungen geschossen. Warum eigentlich? Gutes Marketing.
Ihr erstes Spiel war durchschnittlich und und krankte in Deutschland an einer untersten Billigsyncro und an den üblichen Käfern. Wie einige andere Entwickler auch haben sie ihr Spiel nach dem Release weiter unterstützt und vor allem die "nun Fehlerfrei und optimiert" Version groß als Enhanced Edition verkauft und offensiv vermarktet. Kaum ein Entwickler oder Publisher wäre auf die Idee gekommen. Anstelle der "Warum nicht gleich so?" Kommentare wird CD Projekt über den Klee für den tollen Support gelobt...
Und bei Teil 2 waren sie diejenigen, die eigentlich nie erklären konnten, warum SecuROM DRM beim Witcher 2 massiv Performance gekostet hat und die noch dau eigentlich wollten, dass man das Spiel über einen angelegten Account registriert - rein freiwillig, aber NUR SO sollte es ursprünglich DLC geben. Das System hat nie funktioniert und CD Projekt hat wenigstens richtig reagiert und sowohl den DRM Schutz als auch die Registrierung entfernt, aber nicht weil sie schon immer dagegen waren, sondern weil sie es nicht richtig hinbekommen haben... Aber auch hier wurde es offensiv vermarktet...

nikk9 14 Komm-Experte - 2669 - 10. August 2012 - 12:20 #

Zumindest bei der Enhanced Edition wurde für die Käufer der Standardversion aber auch ein Patch angeboten der diese dann erweitert. Welcher Hersteller kümmert sich nach Release seines Spiels noch so sehr, dass im Nachhinein z.B. noch komplette Teile des Interface überarbeitet und verbessert werden? Es sind eben auch solche "Kleinigkeiten", die CD Projekt so beliebt machen. Außerdem gestehen sie sich Fehler wie die DRM-Maßnahmen wenigstens ein. Ubisoft gurken noch heute mit ihrem Launcher durch die Spielegeschichte und merken einfach nicht was für eine Seuche dieses Tool ist.

Wobei ich dir bei der Beeinflussbarkeit der User schon recht geben muss. Man weiß meist schon beim lesen der Überschrift, wie die Kommentare aussehen.

burdy 14 Komm-Experte - 2687 - 11. August 2012 - 0:26 #

Andere Spiele zB haben ja auch von Anfang ein Tutorial und müssen das nicht erst nachreichen.
Und Gothic 3, Stronghold 3, The Fall fallen mir da spontan ein. Die wurden auch alle fleißig gepatcht und dann neu in den Handel gebracht. Und wenn Sword of the Stars 2 aus dem Pre-Beta-Stadium rauskommt, dann das Spiel sicher auch.

CDProjekt macht die Patches ja nicht aus Wohltätigkeit, sondern weil sie die Neuauflage verkaufen wollen, genau wie Jowood und Co (nur das das Ursprungsprodukt vielleicht teilweise etwas besser war bei CDProjekt).

Und mit dem Ubi-Launcher hatte ich noch nie Probleme.

nikk9 14 Komm-Experte - 2669 - 11. August 2012 - 12:48 #

Stronghold 3, Gothic 3, The Fall.. Alle 3 Bugdesaster. Um Gothic 3 musste sich am Ende noch die Community kümmern, weil Jowood nicht mehr wollte (oder konnte). Wenn ein Spiel aus dem PRE-BETA(!)-Stadium rauskommt will ich doch auch hoffen, dass es gepatcht wird :o
Hier mal die Verbesserungen die CD Projekt für Witcher 1 kostenlos für Käufer der Standard-Edition nachgereicht hat:

-Zwei neue Abenteuer „Der Preis der Neutralität“ und „Side Effects“.
-Umfangreiche technische Verbesserungen und Verbesserungen des Gameplays, sorgen für kürzere Ladezeiten, lebensechtere Animationen, ein aktualisiertes Inventarsystem und mehr!
-Viele visuelle Verbesserungen, darunter eine größere Auswahl an NSC und über 200 neue Animationen.

Wo ist da der Vergleich zu Gothic, Stronghold & The Fall!?

Für alle die sich das Spiel neu gekauft haben kamen dann noch hinzu:

-4 extra Discs mit Making Of, In-game Musik, vom Spiel inspirierte Musik
-A3 Karte: Die Welt von The Witcher
-Game Guide & Handbuch: Offizieller Spielführer und ein erweitertes Handbuch (je 64 Seiten)

Sowas wird teilweise als Collector's Edition für mindestens 80€ gehandelt..

Und das du mit dem Ubi-Launcher bzw. Uplay noch nie Probleme hattest mag ja sein, aber von den tausenden anderen Menschen die dieses Programm nutzen müssen und damit teilweise heftigste Probleme hatten, hast du sicher schon mal gehört nicht? Dazu dann noch solche Geschichten wie diese: http://www.gamersglobal.de/news/56312/warnung-ubisofts-uplay-plugins-erlauben-root-zugriff-2upd

burdy 14 Komm-Experte - 2687 - 11. August 2012 - 17:54 #

Witcher hatte ne ganz ordentliche Liste von Designmacken und Bugs, siehe zB http://www.gamestar.de/spiele/the-witcher/artikel/the_witcher_bugs_probleme,43472,1474897.html
Wenn das Spiel nicht so viele Macken gehabt hättte, dann hätte man auch nicht so viel nachpatchen müssen. Letzlich hat CDProjekt den Patch erstellt um die Enhanced Edition zu verkaufen. Und wenn man will Entschädigung für die Erstkäufer. Offensichtlich hat es sich ja gerechnet.
Jowood hat ja auch den Patch umsonst rausgebracht und dann G3 nochmal in den Handel gebracht (und den Patch haben die Ersteller von Jowood bezahlt bekommen, weil PB sich geweigert hat ihn zu machen).

Ich hatte noch nie irgendwelche Probleme mit dem Ubilauncher, über den alle fluchen und haufenweise Probleme mit Steam, dass manche Leute vergöttern. Wenn mal Steam einen Tag nicht funktioniert, wird es am nächsten noch vergöttert. Und wenn Ubilauncher mal einen Tag nicht geht, dann ist Ubi der größte Mistverein der Welt. Was gut und schlecht ist ist offensichtlich massiv eine Frage der selektiven Wahrnehmung, nicht der Wirklichkeit.

nikk9 14 Komm-Experte - 2669 - 11. August 2012 - 19:21 #

Wie du schon sagst, alles eine Frage der selektiven Wahrnehmung. Jowood hat aber zur 2. Version von G3, die in den Handel kam, keine neuen Features wie Animationen, verbessertes Inventar usw. hinzugefügt. Es wurden einfach nur Fehler ausgebessert, die vor dem Gold-Status schon behoben hätten werden müssen (selbstverständlich auch beim Witcher)! Auch Extras wie ein Making-Of, Musik oder Karten hat JoWood nicht geliefert. Dafür gibt es eine Collector's Edition, die heute noch 70€ kostet: http://www.amazon.de/JoWood-Gothic-3-Collectors-Edition/dp/B000GPIOYS

Quasi die selben Extras sind in der Enhanced-Edition für den Witcher für ungefähr 15€ zu haben. Das sind alles Dinge, die CDP auszeichnen. Klar werben sie damit (wer will es ihnen verdenken)und natürlich haben sie auch ihre Macken. Aber wie jemand weiter oben schon mal meinte sind mir diese hier weitaus lieber. ;)

burdy 14 Komm-Experte - 2687 - 11. August 2012 - 19:42 #

Das Inventar war auch hinterher noch immer eine Katastrophe bei Witcher :) Gott sei Dank musste ich das Spiel nicht vorm Patch erleben, da war es sicher noch schlimmer.
Und ohne in Verdacht geraten zu wollen, dass ich ein G3-Fan wäre, das Spiel hatte auch zB eine Karte dabei (was noch hab ich, wie meine Entscheidung das Spiel zu kaufen, verdrängt. außerdem interessiert mich solcher nutzloser Krimskram nur recht wenig). Und der Patch hatte auch jede Menge Sachen geändert, wie verändertes Skill-System, neues Kampfsystem usw. So groß sind die Differenzen zwischen Witcher und Gothic Patch da nicht.

Icy 12 Trollwächter - 1033 - 10. August 2012 - 12:24 #

The Witcher 1 war aber mehr als nur durchschnittlich, habs jedoch nie mit deutscher Syncro gespielt. Und nach dem ersten Patch (der am Release kam, deshalb habe ich nie ohne diesen gespielt) konnte ich problemlos durchspielen. Von den ganzen Bugs die vor allem von der gamestar damals bemängelt wurden habe ich nichts mitbekommen. Das einzige was wirklich nervte waren die Ladezeiten, von mindestens einer Minute beim Wechsel eines Gebietes...

Larnak 21 Motivator - P - 25531 - 10. August 2012 - 17:46 #

"Warum eigentlich? Gutes Marketing."
Natürlich, sie wären ja blöd, wenn sie ihre kundenfreundliche Einstellung nicht auch entsprechend verkaufen würden ;)

SirCartman 14 Komm-Experte - P - 2117 - 10. August 2012 - 9:07 #

Wenn sie dann irgendwann pleite sind, weis man wenigstens warum! ;)

Nokrahs 16 Übertalent - 5682 - 11. August 2012 - 10:49 #

Er hat absolut recht. Service am Kunden ist heutzutage nicht mehr vorhanden.

In einer Zeit in der die Menschheit gefühlte 80% der angebotenen Spiele nicht braucht, Publisher sich gegenüber dem Kunden wie Götter aufspielen und praktisch schon im Monatstakt neue Gängelungen parat haben wie z.B. Online Dienste, teure DLC, DRM, Datenschutzverletzungen, allg. schlechtere Qualität der Produkte, Pre-Order Schnipsel, always-on, RMAH, unzureichender Schutz der Kundendaten ect.

Die Ausrede der Publisher "Raubkopien sind schuld" helfen da auch nicht mehr weiter. Die gab es schon immer.

Mir persönlich bleiben zwei Möglichkeiten: anderes Hobby oder die bitteren Pillen zugunsten der Spiele schlucken.

burdy 14 Komm-Experte - 2687 - 11. August 2012 - 17:55 #

Jaja, vorm Krieg war alles besser.

SirCartman 14 Komm-Experte - P - 2117 - 11. August 2012 - 18:37 #

Das denke ich mir auch immer, wenn ich sowas lese.

Nokrahs 16 Übertalent - 5682 - 12. August 2012 - 2:43 #

Was auch immer dieses Statement zu bedeuten hat...

Alles was ich aufgezählt habe kam in den letzten Jahren zu Lasten der Gamer hinzu und ich begrüße es, wenn ein Publisher nicht gezielt den Kunden als Kuh zum melken hinstellt.

Du befürwortest offensichtlich die aktuelle Situation und ich eben nicht. Möglicherweise kennst Du es auch nicht anders.

burdy 14 Komm-Experte - 2687 - 12. August 2012 - 3:48 #

Zu behaupten, dass früher alles besser war ist mittlerweile ungefähr so alt wie die Menschheit. Und die ganze Argumentation bewegt sich dann immer ungefähr auf dem Niveau "Als es noch keinen Strom gab gabs keine Probleme mit dem Strom und die Stromkonzerne konnten einen nicht abzocken."

Nokrahs 16 Übertalent - 5682 - 12. August 2012 - 10:38 #

Niemals habe ich behauptet, dass früher "alles" besser war. Es gibt erhebliche Fortschritte in vielen Bereichen.

SirCartman 14 Komm-Experte - P - 2117 - 12. August 2012 - 10:11 #

Aber nicht alles was du sagst, hat meiner meiner Meinung nach ein empirisches Fundament.
Wenn du von einer generell abnehmenden Qualität der Spiele (Produkte) sprichst, frage ich mich ob du es anders kennst. Mit scheint es das du entweder noch vergleichsweise jung oder sehr vergesslich bist. Weist du eigentlich wieviel Grütze an Conmputerspielen Ende der 90er und in den 2000ern in den Regalen lag? Ich glaube ich könnte heute blind in einem Mediamarkt laufen und irgendein Xbox-Spiel kaufen. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich totale Grütze abgreife, ist heute doch eher gering. Passenderweise haben die Männer von Stay Forever gerade einen Podcast zum Thema schlechte Spiele gemacht (hör mal rein!). Da sagt Gunnar Lott sinngemäß: Wenn Kids heute über schlechte Spiele reden, meinen sie Brink. Früher war ein 70er Gamestar-Wertung eine feine Sache. Kein Blockbuster, aber ein Spiel mit dem Mann Spaß haben konnte. Heute ist eine 70er-Wertung quasi das untere Ende der Spielspaßskala. Ich wiederhole meine Aussage aus anderen Threads: AUch damals gab es nicht nur Baldurs Gate und Half Life!

Ein Teil der Problematiken die du aufzählst, haben auch damit zu tun, dass s heute technisch möglich ist soetwas zu etablieren. Es gab immer Versuche Kopierschutzmechanismen zu etablieren (Drehscheibe für Monkey Island z.B.). Nocd-cracks sind mir seit Ende der 90er bekannt. Wenn Internet damals schon in dem Maße verbreitet gewesen wäre, hätte die Publisher auch damals schon versucht ihre Produkte damit zu schützen. DLC sind auch erst heute in der Form möglich. Damals gab es auch Missions CDs die teilweise doch eher fragwürdige Qualität hatten. Sowas wie Sole Survivor von Command and Conquer würde man heute wohl als DLC bekommen. Damals lag es in einer Schachtel zum Vollpreis...soll ja ziemliche Grütze gewesen sein.
Gleiches gilt Datenschutzsverletzungen, verlorene Kundendaten usw. Das sind erstmal keine Phänomene unter denen Videospieler exklusiv leiden und zum zweiten gab es damals schlicht die Daten noch gar nicht.
Das man 80% der Spiele nicht braucht, ist übrigens eine steile These. Ich persönlich brauche auch kein Skyrim, Civilization und kein COD. Es scheint aber eine Menge Fans genau dieser Spiele zu geben...

Im Übrigen musst mir dann noch erklären, wie du darauf kommst, dass der gute Burdy "offensichtlich" (sic!) die derzeitige Situation befürwortet (für mich gilt die Aussage dann auch, oder?). Ich kann das irgendwie nicht erkennen.

Nokrahs 16 Übertalent - 5682 - 12. August 2012 - 11:31 #

In der Aussage "Jaja, vorm dem Krieg war alles besser." konnte ich keine Zustimmung zu den von mir kritisierten Themen erkennen. Also ging ich vom Gegenteil aus. Möglicherweise auch Gleichgültigkeit weil "man ja eh nichts daran ändern kann". Es ist nicht immer einfach in geschriebenem Text den (falls vorhanden) Sarkasmus zu erkennen.

Zu den anderen Themen die Du angesprochen hast: Nein, ich bin nicht vergleichsweise jung und auch nicht vergesslicher als der Durchschnittsbürger. Genau genommen spiele ich seit "Space Invaders" in den Spielhallen stand. Richtig losgelegt habe ich mit dem Atari VCS 2600.

Zum Thema Games lese ich schon immer relativ viel. Bevorzugte Printmedien waren "Happy Computer + Power Play", "AVM" und PC Joker.

Zu den Kopierschutzmechanismen kann ich zustimmen. Sicherlich gab es diese schon immer und es gab entsprechend auch immer Kopien im Umlauf. Geändert hat sich der Umstand, dass man heutzutage seine persönlichen Daten an den Vertreiber des Spiels übergeben muss. In den Spieleschachteln lagen normalerweise "Registrierkarten" die optional geschickt werden konnten und meist noch mit einem Goodie belohnt wurden, wenn man sein Produkt registriert hatte.

Diese Entwicklung hatte sich auch lange gehalten und auch in Zeiten des Internet bekam man dann noch teilweise digitale Inhalte für die Registrierung.

Aktuell schaut es so aus, dass man sich als Käufer ohnehin registrieren muss um überhaupt spielen zu dürfen. Darüber hinaus werden neuerdings (Steam) in den AGB des Anbieters vom Spieler die Zustimmung für die Weitergabe seiner Daten gefordert. Verweigert man diese, dann kann man plötzlich alle Spiele nicht mehr benutzen, welche auf der Plattform registriert sind. Eine absolute Frechheit!

Zum Thema Qualität und der Aussage, dass gefühlte 80% der Spiele nicht gebraucht werden, kann ich nur aus meiner Gaming-History ableiten, dass es zu viel vom Gleichen gibt weil zu viele Menschen am Spielemarkt mitverdienen müssen. Neue Ideen sind meistens
Fehlanzeige und die Bugdichte ist seit die Publisher die Möglichkeit haben Patches über das Internet anzubieten erheblich angestiegen.
Sicher gab es auch früher Spiele die Bugs hatten. Genau genommen gibt es überhaupt kein Programm das ohne Fehler ist. Die Qualitätssicherung ist heutzutage eben schlechter. Selbst bei Anbietern die sich extrem viel Zeit für die Entwicklung nehmen.

Der "Spiele-Grütze-Anteil" im Media-Markt ist vermutlich so alt wieder der Media-Markt selbst. Bevor es den Media-Markt hab, lagen die Spiele eben hauptsächlich in Kaufhäusern oder Spiele-Shops aus.

Sicher gab es schon immer schlechte Spiele. Der Anteil ist heute jedoch deutlich höher. Alleine die Schwemme an Casual Games für den Browser oder tragbare Geräte nehmen hier einen großen Teil ein.

Das sehe ich auch nicht wirklich als Rückschritt an. Es bezog sich nur auf die "80%" Aussage meinerseits. Wer braucht denn hundert verschiedene "Tower-Defense" Spiele, wenn nur eine handvoll davon etwas taugen? Wie gesagt, damit habe ich aber auch kein Problem solange ich mich nicht an jeder Ecke bei einer Datenschleuder dafür registrieren muss.

Es geht beim Thema Datenschutz auch nicht wirklich darum, dass ich persönlich etwas zu verbergen hätte. Es geht hier um das Prinzip. Solange ich nicht zustimme geht niemanden meine E-Mail Adresse, IP, Wohnadresse ect. etwas an.

Immer wieder werden diese Themen in den Medien kritisiert und dann aber doch Stück für Stück umgesetzt, da es eben nicht genügend Gegenwind gibt. Sobald dann etwas durchgesetzt wurde, darf man nichts Gegenteiliges mehr darüber sagen und wird mit Aussagen wie "vor dem Krieg war alles besser" abgestraft.

Wie ich persönlich damit umgehe habe ich ebenfalls geschrieben. Die bittere Pille schlucken oder das Hobby welches mich ein Leben lang begleitet einstampfen.

burdy 14 Komm-Experte - 2687 - 12. August 2012 - 15:12 #

Wenn du zB Internetprobleme aufzählst als Grund für das Siechtum der Spiele, dann implizierst du ja direkt, dass es das früher nicht gab. Stimmt zwar auch, aber nur, weil es kein Internet gab.

Ich geh auch davon aus, dass die wenigsten Publisher mehr von mir persönlich wissen als meine Email-Adresse. Meine Adresse, wie bei dir, schon mal garantiert nicht.

Wenn du mit alles vom gleichen die Action-Orientierung meinst. 1996 kam Diablo raus und hat die bis dahin verbreiteten Rollenspiele gnadenlos und höchst erfolglreich auf Action getrimmt. Also ist das ein Trend seit nun bald 20 Jahren.

Schlechte Qualtitätssicherung? Wenn du dich auf die Anfangszeit der Videospiele beziehst, natürlich, ist ja kaum möglich in Pong oder Space Invaders schwerwiegende Fehler einzubauen. Aber spätestens mit Win95 haben Spiele eine komplexität erreicht, bei der sich Fehler nicht vermeiden lassen. Und ich würde behaupten, dass in den knapp 20 Jahren seit dem besser geworden.

Das der Anteil schlechter Spiele höher wird ist ausgemachter blödsinn. Mal davon abgesehen, dass wie erwähnt hier teilweise schon von schlecht geredet wird, wenn der Metacritic-Wert unter 95 % ist. Kein Mensch interessiertsich sich ernsthaft für die schlechten Spiele , folglich kannst du wohl kaum alle miesen Spiele aus dem Jahr 2000 aufzählen, aber für das Jahr 2012 fallen dir sicher ein paar ein.

Und mit dem DRM/"Kopierschutzmaßnahmen". Es wäre natürlich schon, wenn es ohne ginge. Aber wenn man sieht, dass Big Huge Games pleite geht nachdem sie 2 Mio Exemplare von Kingdoms of Amalur verkauft haben, dass Take2 Millionenverluste einfährt in dem Quartal in dem Max Payne 3 rausgebracht haben, dann sollte einem vielleicht mal der Gedanke haben, dass die Leute einen guten Grund haben.
Von ein paar Ausnahmen abgesehen kommen die Firmen mit ihren AAA-Titeln kaum über die Runden. Auf eine legale Kopie kommen teilweise bis zu 9 Raubkopien. Und gleichzeitig sind die Kosten enorm gestiegen, ohne dass die Verkaufszahlen in einem ähnlichen Umfang gestiegen sind. Die Alternative die hier ja einigen vorzuschweben scheint wäre keine DLC, kein Kopierschutz, keine Gebrauchtsperren, billigere Spiele, also folglich keine bessere Grafik (Xbox und PS2-Grafik statt PS3 und 360-Grafik), weniger Umfang, weniger Aufwand. Und ich glaube nicht, dass es dann besser um die Spielebranche stehen würde.

Dajos 06 Bewerter - 57 - 13. August 2012 - 17:14 #

Die polnischen Jungs sind auch halt einfach sympathisch. Erinnere mich z.B. an ihren letzten Gamescom-Auftritt, wo es polnisches Dosenbier gab ;-)

Janosch 21 Motivator - P - 26104 - 5. Mai 2016 - 15:59 #

Super Service. Wann kommt endlich Cyberpunk 2077?

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