Facebook: Wird zur Glücksspielplattform

Bild von Admiral Anger
Admiral Anger 49165 EXP - 24 Trolljäger,R10,S3,C10,A10,J10
Dieser User unterstützt GG seit vier Jahren mit einem Abonnement.Alter Haudegen: Ist seit mindestens 5 Jahren bei GG.de registriertGold-Jäger: Hat 75 Erfolge erreicht -- Wahnsinn!Gold-Gamer: Hat den GamersGlobal-Rang 20 erreichtGold-Cutter: Hat 100 Videos gepostetAlter Haudegen: Ist seit mindestens 3 Jahren bei GG.de registriertMeister-Poster: Sammelte 5000 EXP durch ForumspostsDebattierer: Hat 5000 EXP durch Comments erhaltenIdol der Massen: Hat mindestens 10.000 Kudos bekommenSilber-Jäger: Hat Stufe 10 der Jäger-Klasse erreichtDieser User hat uns an Weihnachten 2016 mit einer Spende von 10 Euro unterstützt.Silber-Archivar: Hat Stufe 10 der Archivar-Klasse erreicht

9. August 2012 - 0:11 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert

Bildquelle: Slot Machine von Jeff Kubina unter CC-BY-SA 2.0

In Zeiten von stagnierenden Nutzerzahlen und der eher mäßigen Entwicklung am Aktienmarkt scheint man bei Facebook momentan händeringend nach neuen Einnahmequellen zu suchen. Obwohl die Nachfrage nach kostenlosen Social Games immer noch ungebrochen ist, bietet man volljährigen Nutzern in Großbritannien nun auch die Möglichkeit, um echtes Geld zu spielen. In Bingo & Slots Friendzy stehen 90 Bingo- und Automatenspiele zur Verfügung, die es ganz wie ihre realen Vorbilder auf das Kleingeld der Spieler abgesehen haben. Die Einnahmen aus den Spielen teilt sich Facebook mit dem Entwickler Gamesys, über die Höhe des eigenen Anteils schweigt man sich jedoch aus.

Auch Zynga arbeitet momentan an einem Echtgeld-Pokerspiel, das Anfang 2013 veröffentlicht werden soll. Die Firma, die besonders durch Farmville bekannt geworden ist, hatte in der Vergangenheit selbst mit enormen Verlusten zu kämpfen. Zudem droht dem Unternehmen eine Klage durch Electronic Arts (wir berichteten).

Es bleibt abzuwarten, ob sich in Zukunft genügend zahlungswillige Nutzer für derartige Angebote finden lassen. Auch die Erweiterung auf andere Länder erscheint aufgrund der unterschiedlichen gesetzlichen Regelungen schwierig. In Deutschland sind derartige Angebote durch den Glücksspielstaatsvertrag reglementiert. So ist es privaten Anbietern von Glücksspielen möglich, Lizenzen für fünf Jahre im jeweiligen Bundesland zu erwerben.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 9. August 2012 - 0:51 #

Sehr bedenkliche Entwicklung. Es gibt Sachen, die sollten nicht der breiten Masse immer und überall zugänglich sein. Dazu gehört für mich Glücksspiel. Selbst manche Microtransaktionssysteme zielen einfach auf die "Sucht" mancher Menschen ab. War mal 2 Jahre als GM in einem großen Browsergame Portal tätig und musste da einige haarsträubende Sachen hören und lesen (mit ein Grund, wieso ich das EGAH aus D3 absolut nicht befürworten kann). Wenn ich mir vorstelle, FB könnte auf einen Schlag ca 900 Mio Menschen sofort damit erreichen, wird mir schlecht, zumindest dürften die Gesetze einiger Länder dies unterbinden.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8159 - 9. August 2012 - 0:52 #

Mal ehrlich, Glücksspiel im Internet zu finden ist nicht schwierig - das ist einen Klick entfernt und die ganze Menschheit ist dem noch nicht verfallen.

Wer sein Geld verspielen will, braucht nicht mal Internet dazu - jede Kneipe der Welt hat nen Spielautomaten.

Daher find ich das weniger schlimm - vielleicht sogar ganz gut. Gibt dann sicher bald den einen oder anderen Skandal, was vielleicht FB bissle schrumpfen lässt. ;) Ich würde FB nicht vermissen.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 9. August 2012 - 1:16 #

Schwer ist es sicher nicht, aber ich meine damit nicht die Menschen, die eh gezielt danach suchen. Es gibt viele, die würden nie in ein Casino gehen, oder solche Seiten suchen, wenn man sie aber mit Werbung dahin zerrt, und dadurch evtl eine Sucht ausbricht, halte ich das für bedenklich.

Weryx 18 Doppel-Voter - P - 10430 - 9. August 2012 - 1:43 #

Ist es auch und ich hoffe es kommt nie nach Deutschland, könnte vielen Leuten schaden.

Gelegenheitsmitleser (unregistriert) 9. August 2012 - 1:16 #

Das stimmt schon, aber bei Facebook ist für viele Menschen eine zentrale Anlaufstelle im Internet, was solche Glücksspiele viel stärker in den Fokus rückt als auf gesonderten Seiten. Außerdem wird der zur Teilnahme nötige Aufwand wahrscheinlich erheblich erleichtert. Im Vergleich zu echten Spielautomaten in der Kneipe oder Spielhalle ist das Geld ja im Internet z.B. auch nichts Handfestes, sondern, bei voreingestellten Trabsaktionsdaten, vll. nur ein oder zwei Klicks. Das sind Faktoren, die die Hemmschwelle enorm senken.

Ich würde da als passenden Vergelich Steam heranziehen. Spiele bekommt man auch ohne Steam an anderen Stellen im Internet und vielen Geschäften. Auch da gibt's Angebote. Aber trotzdem kauft man bei Steam einfacher, mit weniger Bedenken. Da werden viele Spiele gekauft, die dann nie gespielt werden und die auch für den gleichen Preis im Laden dann doch nicht gekauft würden; auch nicht als Compilation. Bei Steam sitzt das Geld lockerer. Dazu gehört auch, dass es ist wie Facebook, eine große zentralisierte Plattform ist. Es hat eine starke Präsenz. Da kann man dann schon leichter der Versuchung erliegen.

Deshalb sehe ich diese Entwicklung sehr, sehr kritisch und sie bestärkt mich in meiner Antipathie Facebook gegenüber.

Admiral Anger 24 Trolljäger - P - 49165 - 9. August 2012 - 1:21 #

Es gibt wohl kein besseres Beispiel dafür, dass wir hier auf GG anonyme Kommentare zulassen sollten, als diesen hier. Gut zusammengefasst.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8159 - 9. August 2012 - 4:27 #

Ein Kiosk ist auch eine Zentrale Anlaufstelle für Menschen, da gibt es ausser der Coke und der "Blöd" auch Zigaretten, Alkohol, Glücksspiel und mittlerweile sogar Shisha's. Man muss nicht mal einen PayPal Account einrichten sondern kann mit der Brieftasche bezahlen - ganz Anonym, ohne Anmeldung - an Tankstellen sogar rund um die Uhr.

Ein Zocker findet immer etwas, wo er sein Geld verspielen kann.

Meine Sympathie für FB hält sich sehr in Grenzen, aber es gibt bei weitem schlimmeres als das. Zum Beispiel ... FarmVille. :)

Gelegenheitsmitleser (unregistriert) 9. August 2012 - 14:00 #

Es geht mir ja nicht um Zocker sondern um Leute, die ansonsten zu viele Hemmungen hätten ihr Geld aus dem Fenster zu werfen und durch Facebook, dann möglicherweise angefixt werden. Einen PayPal-Acount hat man vll. auch schon für sonstige kleine Internet-Transaktionen für Spiele, Videos, DLCs und Ähnliches. Da ist das auch keine große Hürde mehr. Und die Kadenz mit der auf Facebook bequem von Zuhause aus gezockt werden kann ist auch höher als am Kiosk oder in der Kneipe. Farmville halte ich persönlich für weniger schlimm - das ist größtenteils nur eine Zeitverschwendung - gibt's da auch irgendwelche DLCs? - , während Glücksspiele auch schön das Konto belasten. Das ist sicherlich nicht der Untergang des Abendlandes, aber, meiner Meinung nach, auch Nichts was man mit einem Schulterzucken abtun sollte.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9234 - 9. August 2012 - 18:03 #

seh ich auch so

guapo 18 Doppel-Voter - 10130 - 9. August 2012 - 9:07 #

Auch wenn viele schlechte Seiten an Steam sind hat es aber auch Vorteile gegenüber retail: mehrere Endgeräte, patching, cloud save - um ein paar zu nennen.

Dem Rest in Bezug auf Facebook kann man zustimmen :-)

Jonas -ZG- 17 Shapeshifter - P - 7658 - 10. August 2012 - 14:07 #

Ach und du legst mal subjektiv fest wer Zugang dazu bekommen darf und wer nicht?

Wohlwollen 14 Komm-Experte - 2144 - 9. August 2012 - 0:52 #

Mich wundert es nicht, finde es aber bedenklich. Zwar gibt es im Netz viele Seiten, die Glücksspiele anbieten. Die Hemmschwelle bei Facebook gleich um die Ecke ein paar Euros zu setzen ist jedoch geringer. Da werden dann leider wohl nicht wenige gerade gering Begüterte ihr Geld verspielen.

Bahamut 13 Koop-Gamer - 1547 - 9. August 2012 - 1:06 #

Erstmal müssen sie sich hier in Germany ans Gesetz halten. Somit den Staatsvertrag einhalten. Zudem müssen sie dann auch iwie ne Werbung einblenden mit: "Glücksspiel kann süchtig machen, bla bla"
Das ist auch auch vorgeschrieben.
Sollte aber alles kein Problem sein. Soviel mal dazu, was die FB-Leute erstmal machen müssen.
Wenn es nicht "nach Deutschland" kommt, was ich hoffe, müssen sie das iwie ausschließen. Gut es gibt Mittel und Wege auch das zu umgehen, aber dennoch möchte ich persönlich kein Glückspiel auf FB!
MfG

Wohlwollen 14 Komm-Experte - 2144 - 9. August 2012 - 1:13 #

In Österreich muss zumindest kein Warnhinweis auf Glücksspielen angebracht sein. Mit den Casualgames hat man zigtausende Spieler daran gewöhnt simple Spiele auszuprobieren und kleine Geldbeträge für virtuelle Gegenstände einzusetzen. Ich hatte mal vor etwa einem Monat gelesen, dass in den USA - angeblich - mittlerweile mehr Geld für virtuelle Traktoren ausgegeben wird als für reale Traktoren.

bam 15 Kenner - 2757 - 9. August 2012 - 8:13 #

Reines Glücksspiel wie Slotmaschinen halte ich eher für fragwürdig. Ich kenn mich zwar nicht mit den Gesetzen von physischen Slotmaschinen aus, aber ich bin mir sicher, dass diese auf ihre Funktionsweise und "Fairness" überprüft werden müssen. Bei so einer rein digitalen Variante, müsste dazu der Quellcode eingesehen werden, ob das dann auch der Fall sein wird, ist fraglich.

Ähnliches gilt in bestimmtem Maß für Poker usw. Wer sagt, dass das Programm nicht Spieler analysiert (die Daten sind vorhanden) und gewisse Spielertypen begünstigt oder schlechter stellt um mehr Geldeinsätze zu provozieren.

Muss letztendlich jeder selber wissen, ob nun auf Facebook oder einer anderen Seite, dürfte aber rein rechtlich keine Rolle spielen.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 10. August 2012 - 0:10 #

Bei den physischen Slotmaschinen gibt es so weit ich weiß gesetzliche Gewinnquoten und maximal Gewinne/Einsätze. Hab zumindest mal von diversen "Klitschen" gehört die das maximum manipuliert haben sollen.

Da seit 2008 in Deutschland der GlüStV gilt ( http://de.wikipedia.org/wiki/Gl%C3%BCcksspielstaatsvertrag ) der u. A. Online-Glückspiel verbietet, dürfte FB in DE hier keine Chance haben, aber wir wissen ja, nur weils in DE verboten ist, bekommt es ja im WWW trotzdem irgendwie.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8159 - 10. August 2012 - 4:30 #

Ist auch nur Verboten, weil gerne der Staat das Monopol auf Glücksspiel haben möchte. Ich könnte wetten, wenn die plötzlich die Gewinne teilen, werden da einige ganz Hellhörig. "Wirtsschaftsstandort Deutschland muss verteidigt werden! Mit FB!" ... ;)

Kith (unregistriert) 9. August 2012 - 9:44 #

Verschwenden die FB-User halt nicht nur Zeit, sondern auch gleich noch ihr Geld. Konsequent.

Basti51 14 Komm-Experte - 1984 - 9. August 2012 - 10:44 #

Das ist wie in vielen Kleinstädten wo es langsam bergab geht, dort öffnen dann die Spielotheken. Ziemlich ätzend und billig...

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 10. August 2012 - 16:25 #

Das war ja sogar den Simpsons-Machern eine Folge wert.

Ardrianer 19 Megatalent - 18851 - 10. August 2012 - 14:10 #

wieder ein Argument mehr, um gegen Facebook zu sein. zähle ich eigentlich zu den "Guten", wenn ich Facebook bisher gemieden habe? ;) ^^
das wird auch so bleiben

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 10. August 2012 - 17:29 #

Ne FB nutzen mit Social Fixer und alles abschalten, was FB meint ändern zu müssen :D Natürlich auch die Sponsorenlinks ausblenden und AdBlock auf Anschlag :D Und keine Games spielen, einfach nur Traffic machen bis sie pleite sind ;D

Kommentar hinzufügen

Neuen Kommentar abgeben
(Antworten auf andere Comments bitte per "Antwort"-Knopf.)
Mitarbeit
Labrador Nelson
News-Vorschlag: