QC12: Mac-Entwicklung rentabel, Linux nicht

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Christoph Hofmann 55130 EXP - Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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3. August 2012 - 3:29 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert

Wie jedes Jahr hat John Carmack auch auf der QuakeCon 2012 während seiner Keynote seine aktuelle Sicht zu Mac und Linux als Spieleplattformen geschildert. So erwähnte er, dass gerade Macs für id Software immer wichtiger werden. Doch obwohl viele Mitarbeiter bei id Software MacBooks oder ähnliche Geräte nutzen würden, sei kein wirklicher "Apple-Fanboy" vorhanden, der das Thema intern vorantreibe. Dabei hätte id Software in der Vergangenheit ihre Spiele nicht aus Gutmütigkeit auf Macs portiert, sondern weil diese Versionen immer profitabel gewesen seien.

Auch in Sachen Linux sieht Carmack etwas mehr Bewegung, was vor allem Valve und ihren Vorstößen mit Steam zu verdanken ist. Dennoch rechne sich ein Linux-Port weiterhin nicht:

Linux ist ein tolles System für Enthusiasten, aber nicht viele davon sind tatsächlich bereit, für Software und Spiele zu bezahlen.
Immerhin findet Carmack es einfacher, für Linux zu programmieren als für Android. Und auch die Unterstützung der Open-Source-Szene durch Intel hob er positiv hervor. Er würde gerne selbst dabei mithelfen, die Treiber zu verbessern, müsste sich aufgrund von Zeitmangel dafür aber erst einmal klonen. Aus seiner Sicht sind die integrierten Grafikchips bereits heute auf einem guten Niveau und liefern eine anständige Performance. Die Treiber aber würden noch massive Probleme bereiten.
Age 19 Megatalent - P - 13971 - 3. August 2012 - 6:49 #

Bawahahaha! Carmack. m( Er kann sich ja einfach mal die Beitragshöhe der verschiedenen Plattformen bei Humble Bundels anschauen. Das ist zwar sich nicht Repräsentativ aber ich glaube aktuell wissen Linuxer eine gute Software mehr zu schätzen und lasse sie sich auch was kosten.

Hedeltrollo 16 Übertalent - P - 5162 - 3. August 2012 - 6:55 #

Ja, das dachte ich mir auch. Für Linux kommt nix und dann wird halt trotzdem behauptet, dass die Nutzer dafür kein Geld hinlegen würden. Ist manchemal ein wenig anstrengend, wenn Hypothesen aus einem Bauchgefühl heraus zur Theorie erhoben werden.

ridcully 11 Forenversteher - 800 - 3. August 2012 - 7:10 #

Das funktioniert leider nicht. Es gab vor einigen Jahren mit Loki eine Firma, die viel für Linux portiert hat. Sie haben allerdings kaum etwas verkauft. Und existieren heute nicht mehr.

Ich glaube nicht, dass sich da im Moment viel dran geändert hat. Zumal gerade id Software Spiele häufig auch für Linux verfügbar waren. Ich denke, dass sie da schon relativ klare Nutzungsverhältnisse ermitteln können...

Linux wird noch immer vor allem von Freaks oder auf Servern eingesetzt. Auf dem Desktop nutzen das wahrscheinlich die wenigstens. Und es hat meiner Meinung nach auch seinen Grund: So komfortabel Linux via Remote zu verwalten ist, ich finde es grauenvoll an einem Unity Desktop von Ubuntu zu sitzen. Aber auch Gnome, oder KDE bieten mir keinen wirklichen Mehrwert...

Amco 18 Doppel-Voter - P - 10708 - 3. August 2012 - 7:27 #

Bei Unity und Gnome muss ich dir recht geben, finde ich auch grauenhaft. Aber gerade KDE bietet mir einen flexiblen starken Desktop.
Und als Freak würde ich mich auch nicht bezeichnen. Ich nutze mein Win 7 wirklich nur noch für Spiele die ich mit Wine und dem kostenpflichtigen Crossover nicht zum laufen bekommen.

Anonymous (unregistriert) 3. August 2012 - 8:23 #

Also, ich würde mich auch nicht als Freak bezeichnen, setze aber seit 2007 ausschließlich auf Linux und habe den Unity, seit er bei Ubuntu zum Standarddesktop wurde.
Meine ersten Linuxerfahrungen habe ich in den frühen 90ern gemacht. Da war das wirklich noch eine Quälerei. Es gab kein OpenOffice bzw. LibreOffice und StarOffice brauchte 10 Minuten zum Laden und stürzte dann nach wenigen Sekunden ab. Man brauchte Wochen um den grafischen Desktop ans Laufen zu kriegen und ehrte jedes Peripheriegerät mit mindestens einer Woche Aufmerksamkeit, bis es halbwegs das tat was es sollte, wenn überhaupt. Als ich nach ca. einem Monat alles konfiguriert hatte, zog ich den Stecker und machte wieder Windows drauf.

Heute ist das ganz anders. Ich bin auf Linux migriert, weil ich seinerzeit ein neues Notebook gebraucht hatte, wo ab Werk dann zufällig Vista drauf war. Ich hatte das Ding keine halbe Stunde und schon war es neu partitioniert und zwar komplett und ohne Rückfalloption und ich installierte Linux. Nach zwei Wochen hatte ich mich an das System so gewöhnt, dass ich nicht mehr zurück wollte und seit dem lerne ich stetig dazu und es macht einen "Heidenspaß" (gibt es das Wort?) Dinge zu automatisieren und ein flottes, stabiles, angriffssicheres, popufreies, überhaupt freies System vor sich zu haben, das macht was ich ihm sage und nur das.

Mittlerweile ist es so, dass ich mir wie amputiert vorkomme, wenn ich an einem Windowssystem sitze. Die Trägheit solcher Systeme und die Beschränktheit und Umständlichkeit in der Bedienung und Konfiguration sind grausam und ich würde mir das nie mehr freiwillig antun. Dazu dann noch der ganze DRM-Mist an jeder Ecke. Deswegen ist auch Apple keine Option. Ist zwar eigentlich wie Linux auch ein Unixsystem, aber eben genauso "verdongelt" wie Windoof.

Zuletzt noch wegen des Desktops und der Kommandozeile. Ja, unter Linux macht es großen Sinn, sie zu benutzen. Wer Dos oder den C64 gewohnt ist, wird sich sehr schnell daran gewöhnen. Außerdem benutze ich sie mittlerweile sehr gern, weil es einfach x-mal schneller geht, als alles zusammenzuklicken und weil man wunderbar skripten kann und stupide Tätigkeiten vom Computer übernommen werden können und nicht in Klickorgien ausarten. Nach fünf Jahren Linux liebe ich die Kommandozeile - oder wie irgendein Linuxentwickler mal sagte: "Lifes short - use the commandline."

Amco 18 Doppel-Voter - P - 10708 - 3. August 2012 - 8:32 #

Das unterschreibe ich so.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 3. August 2012 - 8:40 #

Wenn du ein wenig masochistisch veranlagt bist und den Frickel-Zeiten hinterhertrauern solltest, dann leg dir einen Raspberry Pi zu und pack Linux drauf. Das ist wie früher ;) .

Amco 18 Doppel-Voter - P - 10708 - 3. August 2012 - 8:41 #

Ich hab einen und ganz so schlimm ist es auch nicht ;)

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - P - 29501 - 3. August 2012 - 11:29 #

Also für mich als nicht-frickler ist es grauenvoll ;) .

ridcully 11 Forenversteher - 800 - 3. August 2012 - 9:01 #

Natürlich hat sich Linux weiter entwickelt. Es wird sich auch weiter entwickeln. Aber du bist als Linux-Nutzer noch eine Ausnahme. Ich kenne nur sehr wenige, die Linux als Desktop-System einsetzen. Und so leid es mir tut, die werden keine Spiele kaufen...

Ich hab zu einer ähnlichen Zeit mit Linux angefangen. Und ich nutze es auch heute noch. Vor allem als Server-System, aber ich habe auch zwei Netbooks, die mit Linux laufen. Ich hab damals noch meinem Provider erklären müssen, wie man ISDN unter Linux zum laufen kriegt. Wirklich genützt hat es nicht, aber ich hab zwei Monate gebraucht, um die aktive ISDN-Karte von AVM zum laufen zu kriegen. Ich weiß also, wie es damals war. Trotzdem halte ich von Linux als Desktop-System wenig. Ich nutze es, weil es für die Netbooks kein OSX gibt...

Ich selber bin privat ausschließlich auf dem Mac unterwegs. Und ich bin es deswegen, weil ich die Klicki-Bunti-Oberfläche haben wollte, aber mich nicht so kastrieren wollte, wie es unter Windows der Fall ist. Ich kann mit der cmd.com einfach nicht umgehen. Aus meiner Sicht hat hier OSX den Vorteil, dass es dir eine ordentliche GUI bietet, wenn du willst, oder musst, hast du aber die volle Leistungsfähigkeit eines Unix-Systems...

Anonymous (unregistriert) 3. August 2012 - 9:31 #

Kann man sicher so machen. Ich habe auch ein iPhone, weil es für unterwegs das macht, was es soll und Android damals noch nicht so weit war - vor allem die Displayqualität. Bei Spielen und Apps ist es mir egal, dass sie für immer und ewig auf dem iPhone bleiben werden und ich keine Chance habe, sie woanders zu nutzen. Weil ich Bescheid weiß, habe ich mich nie auf iTunes eingelassen und alles bei amazon gekauft, was ich an Musik haben wollte. Da kam dann wieder die Dongelei ins Spiel. Ich habe das Gefühl bei Windows und Apple 75% der Zeit mit Workarounds für die Dongels beschäftigt zu sein.
Mittlerweile häufen sich in meinem Bekanntenkreis die Tränen von Leuten, die plötzlich feststellen, dass ihre ganze schöne Musiksammlung an Appleprodukte geknüpft ist und sie, obwohl sie keine Lust drauf haben, für immer an iPods etc gebunden sind, wenn sie nich alles verlieren wollen - hätten die mal von angfang an auf mich gehört ;)
Dein erster Punkt. Ich finde der Linuxdesktop funktioniert einwandfrei und würde auch gute Spiele dafür kaufen. Also ein Civ 5, Shogun oder Terraria wäre sofort auf meinem System und zwar zum Vollpreis.
Noch etwas, was den Preis betrifft. Ich habe vor kurzem die Applekeynotes gesehen, wo der neue iMac vorgestellt wurde. SSD, geiles Display... Ich bin sowas von heiß geworden. bei 2200$ ging es los. Ich wußte garnicht, was ich denken soll. Ich war es satt, gekrümmt vor meinem (ehemaligen Vistalaptop - siehe oben) zu sitzen und bin losmarschiert. Ich habe ein Full-HD-Display für 120€ gekauft. Dann habe ich mir bei Alternate einen Rechner mit 120GB SSD, 8GB Ram und allem, was man braucht zusammengestellt. Kosten 320€. Jetzt ist ein 64Bit-Ubuntu drauf und der Rechner ist in 8 Sekunden betriebsbereit. Selbst 3D-Spiele sind kein Problem (Intel HD 2000 Grafik im Prozessor dazu 2x2,5GHz). Der Rechner ist leise, stromsparend und für meinen täglichen Bedarf mehr als überdimensionert. In meinem Alter habe ich nicht mehr die Gelüste nach der neuesten 3D-Shootergrafik und alles andere macht das System anstandslos - inkl. 21"-LED-Monitor, Maus und Tastatur für 460€. Ein Apple, der das gleiche kann und total verdongelt ist, hätte 4x so viel gekostet!
Also, tut mir Leid, mir fällt da nur ein, blöd, wer das bezahlt und sich dafür auch noch ausspionieren und an die Kette legen lässt.
Letzter Punkt: Um meine SSD muss ich mir auch keine Sorgen machen, weil man Linux wunderbar beibringen kann, Cache und temporäre Sache in einer Ramdisk zu speichern.

ridcully 11 Forenversteher - 800 - 3. August 2012 - 9:41 #

Die Diskussion zwischen den Preisen von Apple und einem PC hatten wir schon an anderer Stelle, und ich werde daher hier nichts weiter dazu schreiben.

Nun, ich glaube eben nicht daran, dass einzelne in der Lage sind, die Portierung eines Spieles zu finanzieren. Ich hab früher auch Spiele für Linux gekauft. Aber es hat trotzdem nicht gereicht. Loki existiert heute nicht mehr, und andere haben ebenfalls festgestellt, dass es schwierig ist mit der Linux-Plattform Geld zu verdienen. Das Problem ist, dass es einfach zu viele gibt, die Linux aus dem Gedanken heraus nutzen, es sei frei. Was an sich positiv ist, bedeutet auch, dass es eine Freiheit gibt, nicht zu zahlen... Und ich denke nicht, dass sich das geändert hat...

Heißt allerdings nicht, dass es nicht grundsätzlich die Bereitschaft dafür gibt. Das kann ich nicht einschätzen, aber ich denke, es gibt diese Bereitschaft einfach von zu wenigen Menschen...

Anonymous (unregistriert) 3. August 2012 - 10:00 #

Also, ohne dass das zur Endlosdebatte werden soll. Ich denke, die Plattform sollte frei sein, genau wie Straßen, Stromnetze u.ä. . Von mir aus über Steuern finanziert, aber für jeden frei zugänglich. Ich kenne niemanden, der nicht eine gute Entwicklungsarbeit mit Geld unterstützen würde. Ein Spiel ist im Normalfall ein Kunstwerk - es ist absolut normal den/die Künstler ggf. auf finanziell zu ehren, weil wir sein Werk ja haben wollen. Ist die Plattform frei und man muss nicht wie bei X-Box-Live 10000$ dafür bezahlen, dass man einen Patch veröffentlichen darf, kriegen wir doch tendenziell viel mehr von den Kunstwerken, die wir alle haben wollen.
Weil hier auch schon gesagt wurde, dass Linux am Support verdienen will. Also, in vielen größeren Stadten in Deutschland gibt es eine Linuxusergroup mir Leuten, die gerne bei Problemen helfen und sich auskennen. Keiner von denen will Geld dafür und ich glaube jeder von ihnen würde für ein gutes Spiel bezahlen. So wie ich es einschätze geht es den Leuten nicht um billig und kostenlos sondern um die Freiheit der Plattform - und das ist genau, was Apple, Microsoft, Adobe, Steam u.ä. nicht wollen. Ihr Geschäftsmodell beruht nicht auf dem Verkauf von Spielen sondern die Spiele sind ihr Köder, um uns arme Mäuschen in ihre geschlossene Falle zu locken, aus der wir dann nicht mehr heraus können.
Früher habe ich gedacht, es gäbe Verträge zwischen Microsoft und Entwicklern, die die Entwickler schmierten, damit sie sich darauf einlassen und für Microsoft u.ä. den Köder produzieren. Jetzt, wo hier bei GG die News mit der Gebühr für die Einpflegung eines Patches bei X-Box-Live kam, ist mir schleierhaft, warum Entwickler sich darauf einlassen, denn sie werden ja offenbar genau wie die Kunden gemolken.
Meine Frage an alle Konsumenten und Entwickler: Warum lassen wir uns darauf ein, einem Konzern Geld in den Rachen zu werfen, der nicht mehr für uns tut, als uns auszuspionieren und uns an die Kette zu legen, wenn wir das ganze auch haben können, ohne einen Schmarotzer mit durchzufüttern?

Maulwurfn Community-Moderator - P - 13870 - 3. August 2012 - 10:29 #

Schmarotzer, wie die, die Steuergelder zur Finanzierung freier Plattformen einsetzen würden? So wie ich das sehe, geht es denn meissten eben nicht um freie Plattformen, sondern um ein kostengünstiges, am liebesten aber völlig kostenfreies und noch schöner, von der Allgemeinheit finanziertes Hobby. Auf der einen Seite auf die Konzerne schimpfen und den eigenen Konsum doch nicht im Griff haben.

DarthTK 13 Koop-Gamer - P - 1578 - 3. August 2012 - 11:51 #

Direkte, aber wahre Äußerung... Mir geht diese Geld-nach-unten-Verteilerei so dermaßen auf den Senkel... genauso jedoch die teils unendliche Gier weniger.

Anonymous (unregistriert) 3. August 2012 - 13:03 #

Da machst Du aber einen Fehler in Deiner Rage. Linux wird nicht und wurde nie von Steuergeldern finanziert, sondern von Enthusiasten. Ich persönlich halte Linux als Plattform aber für so wertvoll, dass ich die Idee einer Steuerfinanzierung eines solchen Infrastrukturprojekts nicht zurück weisen würde.
Ich persönlich bin den Menschen die Linux teils in ihrer Freizeit entwickeln, bzw. Geldbeträge stiften, um Entwickler zu bezahlen, unendlich dankbar, weil sie mir ermöglichen, eine freie Computerplattform unabhängig von privaten Konzernen und deren Interessen zu haben. Ich denke, dass in der heutigen Zeit, eine Computerplattform genau wie eine Straße u.ä. ein öffentliches Gut sein sollte und frei zugänglich sein sollte.
Ich finde nicht, dass das etwas mit Billigkultur zu tun hat. Infrastruktur muss für jeden zugänglich sein, weil sonst Kapitalinteressen den Zugang für die Allgemeinheit und Konkurrenz verstellen können und somit Innovation, Wettbewerb und Chancengleichheit verhindern. Das hat nichts damit zu tun, dass ich für ein gutes Produkt, was mir auf der öffentliche Straße geliefert wird nicht bereit wäre, einen angemessenen und guten Preis zu zahlen. Ich zahle sogar freiwillig gemessen am Durchschnittspreis das Vierfache für Café, wenn dieser Fair gehandelt wird. Auf der anderen Seite finde ich es nicht einzusehen, Zollgebühren für Café zu bezahlen, von denen der Produzent vom Café garnichts hat.

Maulwurfn Community-Moderator - P - 13870 - 3. August 2012 - 18:31 #

Hab zu keiner Zeit in meiner "Rage" (nette Hommage an Id )behauptet das Linux von Steuergeldern finanziert wurde/wird.
Der Rest meiner Aussage bleibt so stehen.

Fair Trade und die Ausbeutung von Plantagenarbeitern etc, etc ist ein ganz anderes Thema, bei dem ich mit dir aber durchaus einer Meinung bin (denke ich mal)

frost 12 Trollwächter - 1032 - 4. August 2012 - 1:14 #

ach man, jedes mal wenn ich in solche threads gerate, ärgere ich mich auf's neue, immer wieder auf der langen strecke aufgegeben zu haben. mein letztes linux habe ich gekickt, weil es partout nicht mit meinem (zugegebenermaßen recht rohen) overclock zurechtkam und immer wieder einfror. ebenso hatte ich ordentlich terror mit veralteter firewire soundhardware (aber sie klingt doch so geil! hehe) und lüftersteuerung sowieso. alles lösbar, klar. nur habe ich mittlerweile die energie und vor allem die zeit nicht mehr zur hand, um mir alles wirklich stable und im produktiven rahmen verlässlich hinzufrickeln.

ich glaub, ich setz mich heut nacht mal wieder ran :)

Wohlwollen 14 Komm-Experte - 2092 - 5. August 2012 - 12:42 #

Mir gefällt Unity auch gut. Allerdings verwende ich zum Spielen Windows 7, da ich mit Wine keine Spiele zum Laufen bekomme. Und ich mich nicht stundenlang damit beschäftigen möchte, woran es nun liegt, dass es nicht läuft.

ridcully 11 Forenversteher - 800 - 5. August 2012 - 14:07 #

Codeweabers haben mit CrossOver ein ganz gutes Produkt, was das spielen mit wine teilweise vereinfacht...

Kimura 12 Trollwächter - 1011 - 3. August 2012 - 8:17 #

Du kannst aber nicht ne Firma wie Loki von vor 10(?) Jahren mit der heutigen Linux Welt vergleichen , würde ich sagen. Damals sah es im Linux bereich noch echt mies mit Treibern für Grafikkarten aus. Heute gibt es vernünftige Treiber dafür und deswegen hat sich das Bild doch ein wenig gewandelt.

Das Linux aber hauptsächlich von "Nerds" genutzt wird stimmt zwar, was aber Hauptsächlich an der Bedienung liegt. Die Leute sind dank Win und Mac das Mausschubsen gewöhnt und schrecken vor Komandozeilen usw zurück. Solange sich das nicht Grundlegend bei Linux ändert wird es auch so bleiben. Und ja ich weiß das einige Distributionen dran arbeiten aber so einfach wie unter Win ist es trotzdem noch nicht.

ridcully 11 Forenversteher - 800 - 3. August 2012 - 8:54 #

Es gab auch damals schon die Treiber von NVidia. Ich hab sogar extra eine bestimmte NVidia gekauft, da diese besonders gut unterstützt wurde...

Die Frage gegenüber damals ist halt, hat sich die Nutzerbasis geändert? Und warum sollte sie das?

Was nützt es, wenn 1 aus 100 Nutzern ein Spiel kaufen würde? Die, die Linux einsetzen, tun das meist bewusst, und aus einem bestimmten Grund. Und der Grund ist meiner Meinung nach nicht, damit zu spielen...

Nerdie Nerdie (unregistriert) 3. August 2012 - 9:04 #

Die Nutzerbasis hat sich sehr wohl geändert. Sie ist vorallem viel breiter geworden. Es wird schon lange nicht mehr nur von deinen "Nerds" verwendet, und die wollen auch spielen.

ridcully 11 Forenversteher - 800 - 3. August 2012 - 9:05 #

Gut, dann wird Steam ja Erfolg haben. Und vielleicht kommt dann auf id Software zurück auf die Linux-Plattform...

Kimura 12 Trollwächter - 1011 - 3. August 2012 - 10:59 #

Also was die Nutzerbasis angeht , die hat sich doch geändert.
Es trauen sich immer mehr Leute an Linux ran.
In meinem Bekanntenkreis haben immer mehr Leute Linux zumindest als 2 System auf der Platte weil sich in bestimmten Bereichen laut ihren Aussagen komfortabler und Produktiver Arbeiten lässt.
Aber über die Bereitschaft sich (Vollpreis)Spiele unter Linux zu holen sagt das nichts aus ;)

guapo 18 Doppel-Voter - 9877 - 3. August 2012 - 12:07 #

Sicher gabs Grafiktreiber, aber keine Treiber fuer die billige Noname Soundkarte aus Fernost, den Scanner und diverse andere Peripheriegerate. - Ich kann mir einen Erfolg in heutiger Zeit durchaus vorstellen.

ridcully 11 Forenversteher - 800 - 3. August 2012 - 12:39 #

Die Treiber gibt es heute noch nicht. Es gibt ein paar generische Treiber, aber alles, was die Hardware auf Windows PCs in die Software verlagert, funktioniert unter Linux meistens nicht... Von daher hat sich da nicht so viel getan...

guapo 18 Doppel-Voter - 9877 - 3. August 2012 - 13:09 #

doch siehe Treiber-Iniative von GregKH. Gibt doch sogar Treiber für GDI-Drucker

ridcully 11 Forenversteher - 800 - 3. August 2012 - 13:16 #

Sorry, aber das ist - im Vergleich zu Windows - immer noch ein Witz. Zumal Hersteller noch immer nur für eine Plattform entwickeln...

guapo 18 Doppel-Voter - 9877 - 3. August 2012 - 13:25 #

Belassen wir Deinen Witz. EOD

matthias 13 Koop-Gamer - 1249 - 3. August 2012 - 8:22 #

gibt ja noch mehr als kde oder gnome und das ist das schöne, nimm was du willst. wer einen schönen klassischen desktop haben möchte, wird sicher mit mint freude haben. ist laut distrowatch die nr1, nachdem alle meinten touchpad steuerung und riesen klicki symbole wie in gnome oder unity seien die zukunft. sollte da nun was aus richtung der spieleindustrie kommen, wird auch von der linux community her viel passieren und jeder wird irgendwann seinen traumdesktop haben ;)
man könnte jetzt abschweifen und zu microsoft rüberwinken - multi desktops werden von nutzern abgestraft. aber is ja hier nicht das thema.

Wunderheiler 19 Megatalent - 18954 - 3. August 2012 - 7:14 #

Er sagt ja auch nicht, dass "Linuxer" weniger bezahlen, sondern das es weniger gibt die bezahlen ;)

Weryx 18 Doppel-Voter - P - 10022 - 3. August 2012 - 7:45 #

Das mag zwar sein, aber sind es auch wesentlich weniger Leute die dafür zahlen! Dementsprechend gibt es bei Windows einfach mehr Leute die meinen fürn Humble Bundle nur 0,01 bis 1€ dafür zu zahlen. Glaub kaum das es viele Linux user machen!

falc410 14 Komm-Experte - 2354 - 3. August 2012 - 8:14 #

Die Bundles lassen doch nicht auf das OS schliessen. Zumindest bei keinem Bundle das ich jemals gekauft habe wurde ich nach dem OS gefragt.

Und wenn du dir allein den Vergleich iOS und Android ansiehst dann merkt man recht schnell welche Gruppe eher bereit ist Geld auszugeben.

Linux ist dank seinem Open-Source Gedanken auch so ausgerichtet das man nicht für die Software sondern für den Support zahlt.

Anonymous (unregistriert) 3. August 2012 - 9:00 #

Dann hast du sehr wahrscheinlich noch kein Humble Bundle gekauft, den dort wirst du nach dem OS gefragt.

Bei Android liegt das Problem aber auch irgendwie bei Google. Ich wußte lange Zeit nicht, wie ich für Android Software kaufen kann. Bei Apple wird das bei der erstmaligen Anmelden alles erledigt.

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 3. August 2012 - 9:01 #

Doch, bei den Humble Bundles wird man gefragt, welches OS man benutzt.

Amco 18 Doppel-Voter - P - 10708 - 3. August 2012 - 6:59 #

Gäb es mehr Spiele für Linux würde ich sie kaufen.

Jochen (unregistriert) 3. August 2012 - 8:38 #

genau meine Meinung !
Soll der Carmack doch seine eigene Linux Distri zusammenfrickeln. Bootfähig wäre die überall und der könnte so Spiele direkt mit Betriebsystem ausliefern :D

Horselover Fat 09 Triple-Talent - 301 - 3. August 2012 - 8:01 #

Es wundert mich, dass die Mac-Plattform so rentabel sein soll. Mal von der geringeren Verbreitung abgesehen:
- kein DirectX, alles muss in OpenGL konvertiert werden (vielleicht ist bei id immer noch von vornherein alles in Open GL, aber das ist keine Mehrheit)
- OS X-Umsetzungen sind oft nicht wirklich nativ bzw. dafür optimiert. (id würd ich auch hier ausnehmen)
- mäßige Treiber, mäßige Grakas
Performanceeinbußen sind die Folge, woraus für mich folgt, dass die seit 1984 mäßige Reputation als Spiele-Plattform sich auch heute nicht sonderlich verbessert.
Aber wenn er das anders sieht, auch gut.

ridcully 11 Forenversteher - 800 - 3. August 2012 - 8:52 #

OpenGL funktioniert auf Windows. Es ist ein Standard, und wird entsprechend viel genutzt. Erstaunlich viel auch unter Windows...

Das Umsetzung aber häufig nicht nativ sind, sondern auf Wine setzen stimmt. Das kostet in der tat Performance. Allerdings sind die Einbußen nach meiner Erfahrung dann doch nicht so gravierend, dass etwas unspielbar wird.

Treiber unter Windows sind ebenfalls die Hölle. Es kommen ständig neue Treiber raus, und die optimieren dann für jedes einzelne Spiel. Viel effektiver wäre es, die Treiber selber zu optimieren, und keine Sonderfälle für einzelne Spiele zu bauen. Die Treiber unter OSX sind erstaunlich gut. Insbesondere auch für die Grafikkarten. Es gibt allerdings keiner sonderoptimierten Treiber für jedes X-beliebige Spiel. Ob das nun ein Nachteil ist muss jeder selber entscheiden...

Anonymous (unregistriert) 3. August 2012 - 9:20 #

Das OpenGL auch unter Windows viel genutzt wird ist nicht wirklich erstaunlich. DirectX ist schliesslich Windows exklusiv. OpenGL hingegen ist auf sehr vielen Platformen verfügbar inkl. Konsolen.

faldnd 12 Trollwächter - 971 - 3. August 2012 - 10:15 #

Geht halt immer darum ob sich was verkauft oder nicht. Vor einem Jahr war die weltweite MacOSX Installation Base bei ca. 6% und in den USA bei 13%. Wenn Anteilig genug User bereit sind einen Vollpreistitel zu kaufen sind die Portierungskosten locker drin würd ich sagen. Vorallem weil es echt wenig Games fürn Mac gibt. Da bleiben die Preise ziemlich stabil wie ich meine.
Unter allen privaten Computerusern, die ich kenne ist die (nennen wir es mal) Kopiermentalität bei Macusern am geringsten :-)

ridcully 11 Forenversteher - 800 - 3. August 2012 - 10:23 #

Das die Mac-User weniger Raubkopieren, mag auch an der Verfügbarkeit liegen. Es ist für den normalen Mac-User ziemlich einfach im App-Store mal schnell etwas zu besorgen. Das kommt dann auch noch mit dem System mit, und man muss sich nicht erst irgendwelche Dritt-Software (z. B. Steam, Origin) runter laden...

Außerdem entschließen sich die meisten Mac-Nutzer ja bewusst dafür, etwas mehr Geld in die Hand zu nehmen, um die entsprechenden Produkte zu kaufen. Vielleicht ist das auch ein mentaler Unterschied - es gibt einfach eine Bereitschaft für den zu nutzenden Computer Geld auszugeben...

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 3. August 2012 - 15:30 #

Wers hat kanns ja auch ausgeben ^^ Das war noch nie ein Problem ;)

apothecarius 08 Versteher - 218 - 3. August 2012 - 14:25 #

ist genau meine meinung
Spielen unter linux ist für mich momentan irrelevant.
Manchmal hat man als Nutzer Pech wenn man Hardware hat die unter Linux nicht ordentlich läuft (X-Fi Soundkarten zB).
Und wenn ein Spiel unter Windows abschmiert, kommt man normalerweise mit Alt-Tab problemlos wieder auf den Desktop. Das ist in Linuxen nicht selbstverständlich.

Wenns ums produktiv sein geht, geht aber nichts über mein Linux (momentan Archbang)

Eventuell ändert sich das auch. Das größte Problem ist eigentlich dass die Hardwarehersteller Linux so schlecht unterstützen, was aber womöglich daran liegt, dass die meisten Linuxer nur freie Treiber nutzen wollen.

guapo 18 Doppel-Voter - 9877 - 3. August 2012 - 14:46 #

Wuesste nicht, welche Anwendung/Spiele Linux soweit runterreissen koennte - laeuft doch alles im userspace. CTRL-ALT-{F1...F6} bekannt?

demonicon 10 Kommunikator - 429 - 3. August 2012 - 19:38 #

wieso werden hinweise zu tippfehlern gelöscht anstatt ordnungsgemäß ein "DANKE" drunter zu setzen.. *richtung autor bzw. moderator schiel*

gehört das auch zu den troll-wochen?

Christoph Hofmann Redakteur - 55130 - 3. August 2012 - 20:29 #

Sie würden in der Diskussion nur stören, deswegen löschen wir sie nach Behebung des Fehlers. Du kannst dir unserer Dankbarkeit aber sicher sein, deswegen werden Tippfehler-Kommentare zwar gelöscht, aber die Erfahrungspunkte behälst du.

demonicon 10 Kommunikator - 429 - 4. August 2012 - 23:40 #

danke für die rückmeldung, grund verstanden ;)

Knorpel (unregistriert) 4. August 2012 - 1:36 #

Sorry jungs, aber er hat recht. So ungern ich das zugebe. Ich bin begeistertet Linux user (Linux mint dektop, Debian server) Aber der Markt ist nicht groß genug. Vielleicht in 5-6 Jahren, wenn es cross-cross-cross Platform games gibt (Linux, Mac, Windows, PS4, XBox) Dann entstehen die ersten toolchains für die Programmierung und in 10 Jahren ist es egal wofür das Spiel programmiert wurde. (Wie jetzt bei PS3, XBox, PC spielen) Naja, aber Ihr wisst worauf das hinausläuft?.... miese performance, miese Grafik, miese Steuerung. Aber naja so ist das halt wenn jeder sein eigenes Ding macht anstatt nur für Linux xD (Ironie)

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