GG-Kurztest: Theatrhythm Final Fantasy

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Benjamin Braun 280887 EXP - Redakteur,R10,S10,C10,A10,J10
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20. Juli 2012 - 15:23 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert
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Es gibt viele Dinge abseits des eigentlichen Spiels, für die Fans die Final Fantasy-Reihe lieben. Zu den am häufigsten genannten dürften die Soundtracks gehören, die Komponisten wie Nobuo Uematsu längst Kult-Status eingebracht haben. Square Enix hat eine ganze Reihe seiner und viele weitere Kompositionen aus dem 13-teiligen Rollenspiel-Epos aus Japan nun in das Musikspiel Theatrhythm Final Fantasy gepackt. Bei allem nostalgischen Klangcharme für Fans, kommt der spielerische Anspruch jedoch nicht zu kurz.

Wie bei vielen Spielen, in denen die Charaktere besonders knuffig aussehen, täuscht der äußere Eindruck in Theatrhythm Final Fantasy. Eure vierköpfige Party, die ihr ganz am Anfang zusammenstellt, sorgt für einen ganz leichten Rollenspiel-Touch. Die Helden sehen zwar aus wie eine Bande von Kindern, die mit Holzschwert bewaffnet und mit Mülltonnendeckel als Schild Ritter spielen, aber einige eurer Aufgaben sind gar nicht ohne. Als Helden zur Wahl stehen, einen freischaltbaren Charakter nicht mitgezählt:
  • Warrior of Light (FF 1)
  • Firion (FF 2),
  • Onion Knight (FF 3)
  • Cecil (FF 4)
  • Bartz (FF 5)
  • Terra (FF 6)
  • Cloud (FF 7)
  • Squall (FF 8)
  • Zidane (FF 9)
  • Tidus (FF 10)
  • Shantotto (FF 11)
  • Vaan (FF 12)
  • Lightning (FF 13)


Symbole rechtzeitig antippen, Pfeilrichtungen "schnippen" oder Stift halten und hoch und runter fahren.


Vier Helden sollt ihr sein

Vor allem werdet ihr euch im Series-Modus aufhalten, in dem ihr alle Serienteile von Teil 1 aus dem Jahr 1987 bis hin zu Final Fantasy 13 von Beginn an frei anwählen könnt. Jedes besteht aus fünf Einheiten, wobei ihr im ersten und letzten lediglich Bonus-Punkte sammeln könnt. Das ist weder anspruchsvoll, noch könnt ihr dort scheitern. Im Main-Theme-Modus steuert ihr ausschließlich den Anführer. Während im Hintergrund das Hauptthema, etwa aus dem 1987 erschienenen ersten Teil, läuft, scrollt eine Landschaft vorbei. Und darauf steuern Symbole, so ähnlich wie in Guitar Hero, auf einen Hotspot zu. Die Form der Symbole zeigt an, ob ihr sie (und zwar möglichst genau über dem Hotspot) zum Beispiel bloß antippen oder eine bestimmte „Strecke“ lang halten müsst.

Die Eingabe erfolgt über per Stift auf dem Touchscreen, wobei zunächst nur das Timing passen muss. Bei manchen Aktionssymbolen gilt es jedoch, mit dem Stift im rechten Augenblick die angezeigte Pfeilrichtung nachzuahmen, indem ihr über den Bildschirm streicht. Bei den Halteaktionen wiederum kommen später Kurven hinzu, die ihr dann durch vertikale Bewegungen nachstellt. Im Battle-Modus ist euer gesamter Trupp im Einsatz (über WiFi auch mit mehreren Leuten spielbar) während die Aktionssymbole auf vier Reihen verteilt über den Bildschirm huschen. Im Opening-Theme-Modus sind im Hintergrund Szenen aus den gewohnt epischen Zwischensequenzen der Spiele zu sehen. Aktiviert ihr die 3D-Ansicht, natürlich auch in einer räumlichen Variante. Ihr müsst lediglich auf das korrekte Timing achten und hier und dort auch mal einen der Pfeile nachzeichnen. Im Spiel geht es nicht darum, eine bestimmte Punktzahl zu erreichen. Ihr dürft nur nicht zu viele Fehler machen, damit euer Lebensenergiebalken nicht auf null sinkt. Noch mehr „Rollenspiel“ hält durch Charakterstufen Einzug ins Spiel. Je mehr Punkte ihr sammelt, umso schnell steigt euer Leiter und der Rest eurer Party auf. Dadurch nehmt ihr nicht mehr so rasch Schaden und habt auch bei den schwierigeren Aufgaben leichteres Spiel. Teils richtig schwere Aufgaben warten aber noch im Herausforderungsmodus, in dem ihr regelrecht mit Aktionsicons zugebombt werdet. Die Challenges alle zu bewältigen, würde wohl Tage oder gar Wochen in Anspruch nehmen.


Ihr und eure Mitstreiter steigen in Stufen auf. Das gibt mehr Lebenspunkte und erlaubt euch mehr Fehler.


Nicht alles im Takt

Bei Spielen, die sich gut steuern lassen, spricht manch ein Spieler gerne von „intuitiver Bedienung“. Musikspiele haben vom Ansatz her eigentlich die besten Karten, sich diesen Vorzug ans Revers heften zu können. Grundsätzlich trifft das auch auf Theatrhythm zu, denn meistens passt die Anordnung der Aktionssymbole hervorragend zum Takt der Musik. Aber eben nicht immer. Denn manchmal lässt das Spiel mit dem Wort Rhythmus im Titel selbigen ein wenig schleifen. Besonders auffällig ist das bei den besonders ruhigen Musikstücken. Wenn dort die leise und langsame Melodie einige Sekunden vor sich hindudelt, ist es aber nicht weiter schlimm, wenn die geforderten Aktionen unpassend und willkürlich wirken. Denn viele Aktionssymbole werden euch dann nicht entgegen geschleudert.

Aber das Spiel zeigt solche Aussetzer auch bei schnellen und lauten Stücken. Das Problem ist dort dann seltener die Willkür in der Anordnung als vielmehr die Tatsache, dass die Symbole manchmal nicht ganz im richtigen Moment über dem Hotspot liegen. Manchmal reagiert aber auch die Eingabe leicht verzögert, worunter die Präzision leidet. Ein bisschen mehr Taktgefühl hätten wir uns hier und dort jedenfalls gewünscht. Insgesamt halten sich diese Aussetzer jedoch in Grenzen.


Im Opening-Theme-Modus seht ihr schöne Filmsequenzen aus den Final-Fantasy-Spielen. Auch in 3D.


Guitar Hero: Final Fantasy

Theatrhythm Final Fantasy hat uns Spaß gemacht. Dass die Musik klasse ist, war nicht anders zu erwarten. Und dass das Spielprinzip nicht unbedingt neu ist, können wir verschmerzen. Denn obwohl die Spielmechanik an sich genauso primitiv wie in einem Guitar Hero ist, ist der spielerische Anspruch der musikalischen Geschicklichkeitsübung durchaus gegeben. Soll heißen: Leicht ist's nicht!

Schade ist eigentlich nur, dass das Spiel in Ausnahmefällen im wahrsten Sinne des Wortes den Rhythmus verliert oder durch eine verzögert reagierende Eingabe ein paar Mini-Macken offenbart. Und wäre es nicht möglich gewesen, die Aktionssymbole im Opening-Theme-Modus so anzuordnen, dass der Spieler auch ein bisschen was von den Videos im Hintergrund mitkriegt? Wir dachten dabei immer wieder an Fahrenheit, bei dem wir ebenfalls durch die zentrale Anordnung der Aktionssymbole von den eigentlichen Szenen wenig mitbekamen.

Wenn euch Spiele wie Guitar Hero gefallen und ihr guter Musik generell etwas abgewinnen könnt, dann solltet ihr bei Theatrhythm Final Fantasy zuschlagen. Fans der ruhmreichen Final-Fantasy-Serie bekommen ein Wiedersehen mit einigen ihrer liebsten Helden aus 13 Serienteilen (wenngleich in doch arg verkindlichter Form) und ganz leichte RPG-Elemente. Vor allem aber bekommen sie ein Spiel, das nicht nur mit der Musik regelmäßig für nostalgische Momente sorgt, sondern auch für weit mehr als nur ein paar Spielstunden gut ist.


Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 20. Juli 2012 - 16:00 #

Die haben sich gedacht, WENN wir schon abstürzen, dann aber richtig ^^

Anonymous (unregistriert) 20. Juli 2012 - 18:13 #

Mit viel "Tam Tam" sozusagen ^^

Guldan 17 Shapeshifter - P - 8309 - 20. Juli 2012 - 17:38 #

Ich spiele es seit 20 Stunden, wird wohl mein Game of the Year neben FF XIII-2, einfach genial. Als FF Fan spricht mich das Spiel natürlich sehr an, für mich gibst keine bessere Musik. Ein paar Schwächen hat es aber es mahct so süchtig da schau ich gerne drüber hinweg.

Die Wertung ist in Ordnung ist halt kein Blockbuster aber ein kleiens feines Spiel was man sehr genießen kann und solange man nicht Ultimate spielt auch gut dabei entspannen kann imo :)

Danke für den Kurztest, persönlich rechne ich 2 Punkte drauf.

Das einzige was mich stört das der Sytlus selten nicht wirklich registriert wird.

Ach und nichts gegen euch aber die Bilder sind grausam, auf keinen Fall auf die Grafik schließen die ist deutlich schärfer und besser.

Jörg Langer Chefredakteur - P - 324025 - 20. Juli 2012 - 18:21 #

Kurz zur Grafik: So sieht die aus, die Screenshots sind digital mit Nintendo-Hardware von uns gegrabbt (ggf. anklicken, dann siehst du das Original) :-)

Dass du sie als "grausam" empfindest, liegt an drei Faktoren (denke ich mal): Sie sind nicht in 3D, sondern so, also ob du den 3D-Schalter ganz nach unten schiebst (trotzdem hast du auch mit 3D keine höhere effektive Auflösung). Sie sind zweitens nicht hintergrundbeleuchtet. Und du siehst sie drittens größer als auf deinem 3DS-Bildschirm, weshalb sie pixeliger wirken.

Guldan 17 Shapeshifter - P - 8309 - 20. Juli 2012 - 19:26 #

Danke Jörg wie gesagt wollte ich nur drauf hinweisen, war mir klar das es an der Größe liegt nur sollte niemand denken das Spiel sieht so aus :)

SaRaHk 16 Übertalent - 4366 - 20. Juli 2012 - 18:10 #

Na,ich weiß nicht. Erstmal irgendwo probespielen.

Vidar 18 Doppel-Voter - 12258 - 20. Juli 2012 - 18:26 #

Gibt ne Demo im eShop

SaRaHk 16 Übertalent - 4366 - 21. Juli 2012 - 12:09 #

ah,okay. Danke. Werd mal vorbeischauen.

sheep 13 Koop-Gamer - 1588 - 21. Juli 2012 - 12:12 #

+1

Wunderheiler 19 Megatalent - 18964 - 21. Juli 2012 - 14:15 #

http://eu.square-enix.com/sites/default/files/imagecache/post-image/image_gallery/352/8a77dc9d0f90faf7e21a9c17afc59a4f.jpg

Der QR Code direkt zur Demo

Cartman 08 Versteher - 153 - 28. Oktober 2012 - 12:53 #

Ohman viel zu bunt

MarVell 09 Triple-Talent - 260 - 16. Dezember 2012 - 18:37 #

Ich glaub da greif ich zu. Musikspiele sind mir fast noch die liebsten. Über den infantilen Look wird dann einfach hinweggesehen.

Saynd (unregistriert) 2. April 2013 - 12:28 #

Bei mir war schon nach wenigen Spielstunden die Luft raus! Immer das gleich bei stark schwankender Musikqualität. 3D ist absolut überflüssig und auch erschwerend bei schnellen Kombos. Würde keine 40€ (damals) mehr ausgeben dafür. Gibt's ja jetzt auch für das Iphone und Ipad, obs dort besser ist möchte ich stark bezweifeln.

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