GG-Angespielt: One Piece - Pirate Warriors

PS3
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14. Juli 2012 - 16:54 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert
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Alle Playstation-3-Besitzer aufgepasst. Das bestverkaufte PS3-Spiel in Japan kommt noch in diesem Jahr nach Deutschland. Fast 700.000 verkaufte Einheiten nur in der ersten Woche sprechen eine deutliche Sprache, was nicht zuletzt an der starken Marke liegen dürfte. Denn wir sprechen vom Piratenabenteuer One Piece: Pirate Warriors. Dass finanziell erfolgreiche Titel nicht unbedingt qualitativ hochwertig sein müssen, ist allerdings hinlänglich bekannt. Und da auch die bislang erschienenen Abenteuer um Monkey D. Ruffy nicht gerade durch atemberaubenden Spielspaß aufgefallen sind, hielt sich unsere Abenteuerlust vor dem ersten Anspielen in eng gesteckten Grenzen.

Gib mal die Flasche rüber

Nach unserer Anspielsession lag uns dann aber ein kleines “Arrrrr” auf den Lippen. Der vielgenutzte Piratenausdruck kann ja bekanntlich so ziemlich alles beschreiben, einen Gemütszustand, Zustimmung, Ablehnung oder “gib mal die Flasche rüber”. Ob unser “Arrrr” positiv oder negativ gemeint ist, erfahrt ihr in den nächsten sieben Absätzen. .

Erstmal das Grundlegende: One Piece: Pirate Warriors wird von Tecmo-Koei entwickelt, die für ihre Dynasty-Warriors-Serie berühmt-berüchtigt sind. Hier könnten wir mit der Spielbeschreibung auch schon aufhören, denn One Piece spielt sich tatsächlich wie ein klassisches Dynasty Warriors. Soll heißen, dass ihr euren Helden von einer riesigen Gegneransammlung zur nächsten steuert, um die scheinbar nie enden wollenden Feindesmassen ordentlich zu verdreschen. Nur eben, dass das Ganze im bunten One-Piece-Szenario stattfindet. Was jetzt erstmal langweilig klingt, spielte sich auf einem Namco-Bandai-Event doch sehr flüssig und war durchaus kurzweilig.


Ruffys Körper besteht aus Gummi. Das macht er sich zunutze, wenn er von Gegnern umzingelt ist.

Gestatten, Gummimensch


Eine kurze Einführung für alle, die sich unter One Piece keinen großen Schatz vorstellen können und die noch nie von Ruffy und seiner Strohhutbande gehört haben. Die Hauptfigur mit dem manischen Grinsen ist Monkey D. Ruffy, dessen Ziel es ist, der König der Piraten zu werden. Dazu bereist er die gefährliche Meer-Route Grandline. Warum? Weil der frühere Piratenkönig Gol D. Roger hier irgendwo das One Piece versteckt haben will, den größten Schatz der Welt. Mit dem Tod von D. Roger (und seiner Beschreibung des Schatzes) entbrannte das große Piratenzeitalter, denn verständlicherweise wollen alle das One Piece finden und damit der neue Piratenkönig beziehungsweise die Piratenkönigin werden. Soweit der Hintergrund, jetzt zu Ruffy. Das Erkennungszeichen des jungen Piraten ist - neben dem charakteristischen Strohhut - sein Körper. Und das liegt nicht etwa daran, dass er Anabolika-Muskeln hätte, denn eigentlich ist Ruffy ein ziemlich dünner Zeitgenosse. Aber sein Körper lässt sich am ehesten mit Reed Richards alias Mr. Fantastic von den Fantastischen Vier vergleichen. Denn nachdem Ruffy von der sogenannten Gum-Gum-Frucht genascht hatte, wurde sein gesamter Körper zu Gummi, was ihm etliche coole Fähigkeiten verlieh, die ihr in One Piece: Pirate Warriors natürlich allesamt einsetzen könnt.

Ein Wort zur Story: In One Piece: Pirate Warriors spielt ihr nicht nur die bekannten Abenteuer aus Manga und Anime-Serie nach, sondern bekommt auch bislang unbekannte Handlungsstränge zu sehen. In dem simpel betitelten Modus “Another Log” schlüpft ihr nämlich nicht in die Rolle von Ruffy, sondern steuert seine Kameraden, unter anderem Zorro, Nami und Sanji. Insgesamt bietet euch Pirate Warriors dreizehn spielbare Charaktere. Wie umfang- und abwechslungsreich diese Passagen ausfallen werden, können wir indes noch nicht abschätzen.


In den Kämpfen kann sich Ruffy wie ein Ballon aufblähen und so  Kanonenkugeln zurückschleudern.

Menschlicher Morgenstern


Weg von der Geschichte, hin zum eigentlichen Spiel, das hauptsächlich aus Massenkämpfen besteht. Eure Feinde sind euch wie in Diablo oder Dynasty Warriors zahlenmäßig stark überlegen. Fast könnte man meinen, die Zerg aus Starcraft hätten sich in das One-Piece-Universum verirrt. Und so prügelt ihr eine Gegnergruppe nach der nächsten nieder. Doch es ist erstaunlich spaßig, die zahlreichen Stretch-Attacken Ruffys auf die Feinde loszulassen. Wir schleudern unsere Fäuste meterweit nach vorne, mähen mit unseren schlangenartigen Beinen feindselige Piraten und andere Verbrecher um oder blasen unsere Gummihand wie einen Ballon auf, um diese im Anschluss als menschlichen Morgenstern zweckzuentfremden. Das sieht so witzig aus wie es sich liest und ist herrlich abgedreht, eben wie im Anime. Während ihr im Affenzahn um euch haut und Komboattacken aneinanderreiht, lädt sich eine Energieleiste auf. Ist diese voll, könnt ihr eine mächtige Spezialattacke ausführen und für ordentliche Aua sorgen.

Schade nur, dass die Kämpfe nur wenig taktisch sind und euer Controller dank Buttonmashing ganz schön strapaziert wird. Ebenso schade, dass sich die Gegner ähneln wie eine Schiffsplanke der nächsten. Ganz nach dem Motto: Kennst du eine, kennst du alle. Zwischen den Kämpfen bekommt ihr auch einige ansehnliche Zwischensequenzen zu sehen, in denen es Quick-Time-Events zu überstehen gilt; zurücklehnen und entspannen ist also nicht drin. Viel Abwechslung gibt es aber nicht. Klar, es gibt immer mal wieder einen Bossgegner und ja, die spielbaren Charaktere haben unterschiedliche Fähigkeiten. Doch im Großen und Ganzen sind die vielen Kämpfe bei allem Spielfluss auf Dauer zu monoton, um auch nach mehreren Stunden noch zu unterhalten. Wir lassen uns mit der fertigen Version aber gern eines Besseren belehren.


Mit an Bord sind viele bekannte Gesichter aus Manga und Anime. Insgesamt steuert ihr 13 Helden.

Wie im Fernsehen


Grafisch hält sich One Piece: Pirate Warriors eng an die Vorlage und präsentiert eine stimmige Welt sowie Charaktere, die nicht nur aussehen wie ihre Vorbilder, sondern sich auch so bewegen. Gerade die Animationen haben uns richtig gut gefallen, die Entwickler haben die Gummiattacken Ruffys erstaunlich gut umgesetzt. Wenn sich der junge Pirat wie ein Luftballon aufbläst, wirkt das tatsächlich - so komisch das auch klingen mag - glaubwürdig. Auch die Gesichtsanimationen, wie das berühmt übertriebene Riesenlächeln Ruffys, dürften nicht nur Fans gefallen. Allgemein ist der Detailgrad recht hoch und es vergeht kaum eine Minute, in der ihr nicht einige der vielen ansehnlichen Effekte zu bestaunen bekommt.

Ausblick: Spaßiger Prügler

Während unserer Probesession mit One Piece: Pirate Warriors hatten wir richtig Spaß. Die Kämpfe gehen gut von der Hand, sind exzellent inszeniert und es entsteht sofort ein toller Spielfluss. So dreschen wir gerne ein ums andere Mal auf die unzähligen Klon-Gegner ein. Fragt sich nur, wie lange es wohl dauern wird, bis uns das Geschehen ermüdet? Wir vermuten: nicht allzu lange. Denn taktisches Vorgehen oder gar Passagen, in denen wir nachdenken mussten, haben wir gar nicht gesehen. Trotzdem, gerade Fans sollten den Titel im Auge behalten, nicht zuletzt, weil es neben spaßigen Kämpfen auch neue Storyhäppchen geben wird. Wer aber von Spielen wie Dynasty Warriors mit dem immergleichen Spielprinzip nichts anfangen kann, den wird auch Pirate Warriors nicht hinter dem Ofen hervor locken. Daran ändert auch der Koop-Modus nichts, in dem ihr zu zweit (lokal oder online) eure Gegner verdrescht.
Anothep (unregistriert) 14. Juli 2012 - 17:57 #

Will... das... haben... *sabber*

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 14. Juli 2012 - 18:04 #

Gomu gomu noooooo ...

Verdammte PS3 Spiele. Warte immer noch auf jemanden, der mir eine schenkt :p

Guldan 17 Shapeshifter - P - 8309 - 14. Juli 2012 - 18:22 #

Bin ein riesen One Piece Fan und freue mich so auf dieses Spiel. Habe die CE vorbestellt und kann den September kaum erwarten.

Besonders genial das man Boa Hancock spielen kann, oh Mann das wird ein Traum.

mihawk 18 Doppel-Voter - P - 12982 - 14. Juli 2012 - 18:27 #

Warum gibt es das spiel nicht für den PC ? Oder die Wii ???? *heul* Da tut einem großen One Piece-Fan das Herz weh ...

Weryx 18 Doppel-Voter - P - 10032 - 14. Juli 2012 - 20:49 #

Geht mir genauso.

FPS-Player (unregistriert) 15. Juli 2012 - 10:07 #

Dito...

Enix 17 Shapeshifter - 8221 - 15. Juli 2012 - 9:28 #

Für die Wii gab es doch schon zwei Spiele. Da haben wir PS3-Gamer in die Röhre geschaut. Jetzt dürfen wir auch mal auf der Grand Line dein wenig rum segeln ;)

Guldan 17 Shapeshifter - P - 8309 - 15. Juli 2012 - 10:16 #

Eben und beide waren nicht so toll muss mich da nochmal ransetzen. Bisher kamen OP Spiele nur für Nintendo und nun sind sie bei Sony was der Marke nur gut tun kann. Als Anime Fan muss man fast ne Ps3 haben.

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 6678 - 15. Juli 2012 - 18:15 #

Hmm, Spiel sieht ganz gut aus, aber ich konnte mit der Serie nie was anfangen, der Zeichenstil hat mir einfach überhaupt nicht gefallen.

Kirika 15 Kenner - 3271 - 16. Juli 2012 - 10:22 #

Ace sieht cool aus <3 Nur leider keine PS3 im Haus :(

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