Vivendi: Verkauf von Activision-Blizzard eine "Option"

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16. Juli 2012 - 15:04 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
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Anfang Juni wurde bekannt, dass Vivendi den Verkauf des weltgrößten Spielepublishers Activision-Blizzard erwog (wir berichteten). Die erwartete Bekanntgabe der Verkaufsabsichten am 22. Juni blieb zwar aus, die Veräußerung von Activision-Blizzard ist aber offenbar immer noch aktuell. Dies geht aus einer Äußerung des Aufsichtsratsvorsitzenden der Muttergesellschaft Vivendi, Jean-René Fourtue, hervor. "Es wäre eine Möglichkeit", so Fourtue, die Anteile im Wert von 8,1 Milliarden Dollar zu veräußern. "Wir sehen immer gute Optionen für unsere Geschäftsbereiche".

Dass der Verkauf alles andere als unkonkret ist, belegt auch ein Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg. Demnach sollen Microsoft, Disney, die chinesische Firma Tecent Holdings und die japanische Firma Texon bereits Interesse bekundet haben. Laut anderer Quellen handelt es sich in einigen Fällen (etwa Microsoft und Disney) lediglich um falsche Gerüchte. Ein Verkauf würde allgemein als Teil der Umstrukturierungsmaßnahmen des Vivendi-Konzerns gesehen, der sich nach dem Willen seiner Aktionäre offenbar mehr auf seine Kerngeschäftsbereiche wie Telekommunikation und das Musiklabel Vivendi Universal konzentrieren soll. Innerhalb des letzten Jahres verlor die Aktie des Konzerns zirka 30 Prozent. Schon Anfang Juni sorgten die ersten Berichte für einen Anstieg des Aktienkurses. Und auch nach dem erneuten Aufflammen der vermeintlichen Verkaufsabsichten am vergangenen Freitag stieg der Kurs erneut um 2,7 Prozent.

Activision-Blizzard entstand 2008 nach einer Fusion von Activison und der Vivendi-Tochter Vivendi Games. Vivendi zahlte damals 9,8 Milliarden Dollar für die Übernahme von Activision. Activision-Blizzard ist für Titel wie Word of Warcraft, Diablo 3 und die Call of Duty-Serie verantwortlich und gilt als größter Publisher vor Electronic Arts und Ubisoft.

Drapondur 27 Spiele-Experte - - 76657 - 16. Juli 2012 - 13:07 #

Schade, der Steam Summer Sale hat meine Kreditkarte schon ziemlich belastet. Sonst würde ich zuschlagen. ;)

Andreas 16 Übertalent - 4622 - 16. Juli 2012 - 14:28 #

Nettes KK-Limit! :D

. 21 Motivator - 27828 - 16. Juli 2012 - 13:11 #

Wenn Microsoft Activision kaufen würde, dann hätten sie Bungie wieder im Boot, die sich ja für 10 Jahre an Activision Blizzard gebunden haben. :-)

Anonymous (unregistriert) 16. Juli 2012 - 13:31 #

Ich dachte MS hat schon dankend abgelehnt.
Option ist wohl daher eher in dem Kontext zu sehen "Wenn denn einer will und so viel Bares auf der hohen Kante hat." Und das wird bei A/B als größtem Publisher irgendwie schwer ;).

Ich würde auch nicht zuschlagen wollen. So rosig sieht es mit A/B schließlich nicht aus. Klar, WoW bringt weiterhin sehr guten Gewinn und CoD läuft besser denn je.
Problem, das wars dann auch. Der ganze Publisher hat derzeit im Grunde 2 Standbeine, ebend WoW und CoD. Guitar Hero als Cashcow ist Vergangenheit.
Und dann verliert WoW auch noch Spieler und Blizzard ruiniert langsam aber stetig den guten Namen. D3 scheint auch nicht an den Langzeiterfolg seines Vorgängers anbinden zu können, was die Einnahmen aus dem Auktionshaus (sicherlich ein Testbalon) nicht so üppig werden läßt.
Und wann CoD seinen Zenit erreicht ist auch nicht ausgemacht. Wenn es schlecht läuft, dann geht es steil nach unten. Und ob der Sprung auf die nächste Konsolengeneration mit der Reihe gelingt bleibt auch noch abzuwarten.

Man kauft einfach nicht, wenn der Preis hoch ist, außer man ist sicher es geht weiter nach oben. Aber bei A/B sieht es nicht unbedint danach aus.

avalonash 12 Trollwächter - 1147 - 16. Juli 2012 - 15:57 #

Skylanders nicht vergessen. Das ist auch sehr erfolgreich und durch die ganzen Figurenzukauferei sehr einträglich. Und auf Blizzardseite kann man eigentlich alle drei Franchises, die sie haben als Standbeine sehen. Und wie weiter unten schon geschrieben: die WoW Zahlen waren vom ersten zum zweiten Quartal stabil bei 10,2 Millionen. Traditionsgemäß schnellen die mit Addon-Erscheinung wieder nach oben - nur vielleicht diesmal nicht ganz so stark, weil einigen das Setting nicht so zusagt.

Ansonsten hat Activsion aber tatsächlich ein sehr schmales Lineup an IPs. Prototype wollten sie mit dem zweiten Teil etablieren, was aber nicht geklappt hat. Mit den ganzen Lizenzspielen wie Spiderman oder Transformers verdienen sie zwar gut, aber das sind halt keine eigenen, starken Marke wie Ubisoft sie zb mit Splinter Cell oder Assassins Creed hat.

Anonymous (unregistriert) 16. Juli 2012 - 17:11 #

Davor wird in die Blizzardspiele aber auch ne Menge Geld gepumpt und hinterher auch. Bnet für D2 ist immernoch up und die Entwicklungszeit (und somit zu refinanzierende Zeit) von SC2 und D3 waren jetzt nicht grade kurz. Daher würde ich D3 und SC2 jetzt nicht übermäßig stark auf der Gewinnseite verbuchen. Besonders gegenüber der Chashcow WoW.
MMn war die der Erlös durch SC2 jetzt nicht so groß in der Gesammtbilanz.

Fraglich ist außerdem, wann die Franchises das nächste Mal Geld in die Kassen spühlen. Blizz ist halt bekannt für seine lange Entwicklungszeit. SC2 Part 2 läßt noch auf sich warten, dürfte dann aber die Verkäufe von SC2/1 etwas ankurbeln. Aber wie es dann bei D3 aussehen wird. Haupteinnahmequelle dort könnte langfristig das AH werden. Nur ob es so lange und so ausgiebig gespielt wird wie D2, das steht noch in den Sternen.

Auch bei WoW wäre ich vorsichtig. Klar, die Gesammtabozahlen sind relativ stabil. Nur, Abo ist nicht gleich Abo, von der Einnahmeseite her betrachtet. Die Gebühren in Asien und besonders China sind weit entfernt von den rund 15€ in großen Teilen Europas. Und besonders in diesen Hocheinnahmegebieten gehen die Abozahlen wohl schon länger stetig zurück, was in der Zahl durch Neuabonenten in weniger ertragreichen Gebieten durchaus aufgefangen wird. Weniger Geld ist aber trotzdem in der Kasse.

Skylanders habe ich aber wirklich vergessen. Und es stimmt. Mit diesen Plastikkram, der dazu verkauft wird, da geht die Bilanz vor Freude durch die Decke. A/B ist aber auch ein wenig dafür verschrieen Kühe zu melken bis sie tot umfallen. Guitar Hero war ja auch so eine Kuh wie Skylanders derzeit. Alleine mit den Controllern und den Downloadsongs. Besonders letztere kosten ja A/B weniger als so eine Plastikfigur (und wurden eventuell auch wesentlich öfter verkauft).

Am Hauptproblem von A/B ändert es aber nichts. Mit Blizzard ist die Standfläche für ein so großes Unternehmen schon recht klein. Ohne, zu klein würde ich meinen.

Bei CoD wird sich ja auch noch zeigen wie Elite dauerhaft läuft. Eventuell könnte das mehr Geld in die Kassen spühlen. Fraglich bleibt am Ende dann nurnoch eines. Grabe ich vielleicht meinen anderen Spielen langfristig das Wasser ab? Die Milchleistung pro Kunde soll ja hochgetrieben werden. Industrieweit natürlich. Wird sich nur zeigen, wie lange das gut geht. Unterhaltung ist halt das erste wo im Zweifelsfall gekürzt wird (wenn Mama und Papa nicht eine Kreditkarte mit großzügiger Überziehung haben :)).

Btw, hat da nicht grade ein Junge aus England bei Xbox Live mit Papas Kredikarte über 1000€ durchgebracht? So in einem Monat?

Zu den Lizenzspielen. Klar, die lassen die Kassen durchaus etwas klingeln. Aber die Verbraucher sind mitlerweile bei Lizenzspielchen etwas vorsichtiger und die Lizenzgeber bekommen auch ein gutes Stück vom Kuchen ab. Fraglich ist auch immer, wie lange die Lizenz noch da ist. Ich erinnere jetzt mal an Activision und die Star Trek Lizenz oder EA und die von Herr der Ringe.

Insgesammt ist ein Kauf von A/B ebend gut zu überdenken. Wobei auch die Frage im Raum steht, haben die irgendwelche alten und schlummernden Marken, mit denen man mal kurzfristig noch Schrott mit großem Namen rausballern kann? EA hat ne Menge, aber A/B?

avalonash 12 Trollwächter - 1147 - 16. Juli 2012 - 18:20 #

Wie hoch das Budget für Diablo III oder Starcraft II war, wissen wir beide nicht. Die Länge der Entwicklungszeit ist auch nicht unbedingt ausschlaggebend, sondern auf Lohnkostenseite nur die Gesamtsumme an Arbeitsstunden. Wenn man zwei Jahre konstant mit einem 300 Leute Team an einem Titel arbeitet wie zB Ubisoft das gerne tut, hat man am Ende trotzdem mehr ausgegeben als wenn 50 Entwickler acht Jahre an einem Titel arbeiten. Das ist jetzt nur ein fiktives Beispiel zur Erläuterung. Auch hier wissen wir nicht wie lange wie viele Mitarbeiter wirklich am jeweiligen Blizzard-Spiel gearbeitet haben.

Anonymous (unregistriert) 16. Juli 2012 - 18:58 #

Bei D3 wissen wir, dass sie wohl mehrmals ein halbfertiges Spiel über den Haufen geworfen haben und neu angefangen haben.
Das ließt sich eher nach der Entwicklungsgeschichte von DNF, denn nach der von Supreme Ruler oder Rolercoster Tycoon.

Satyrias83 11 Forenversteher - 809 - 16. Juli 2012 - 13:43 #

Laut Gamestar.de haben Microsoft, Disney und THQ bereits bekannt gegeben, dass sie nicht kaufen möchten.

Ganon 23 Langzeituser - P - 39015 - 16. Juli 2012 - 15:36 #

THQ? Sind die nicht selbst fast pleite? Wo sollten die so viel Geld herhaben... Disney könnte ich mir noch am ehesten vorstellen, die kaufen ja auch mal eben Firmen wie Marvel. So ein asiatischer Investor wäre auch nicht unwahrscheinlich. Aber eigentlich versteh ich eh nicht, warum Vivendi die loswerden will.

avalonash 12 Trollwächter - 1147 - 16. Juli 2012 - 16:24 #

Loswerden wollen die die nicht unbedingt.
Aber die müssen dringend was von ihren 12,5 Millarden Euro Schulden abbauen. Dafür lassen sich aber nunmal dummerweise nur die Unternehmensteile gut verkaufen, die auch gewinnbringend sind. Vivendi überlegt halt gerade, ob man sich einen kerngesunden Sprungfuß absägt, um den Rest des Körpers zu retten.

Und es war übrigens nicht THQ, die im Gespräch waren, sondern Take 2.
Sollte der Verkauf an einen neuen Mehrheitseigner wirklich geschehen, glaube ich aber eh nicht, dass da jemand zuschlägt, der bereits in der Spielebranche drin ist. Die anderen Publisher wie EA oder Ubisoft können sich das nicht leisten; Microsoft hat mit dem 8,5 Millarden Skype-Kauf zu viel Kapital gebunden; Sony steckt in einer ähnlichen Lage wie Vivendi. Dem Gesamtkonzern geht es nicht gut, aber sie haben eine sehr gesunde Spielesparte, wo sie auf Stabilität statt Zukauf setzen werden. Vor allem da sie wie auch Microsoft mit der nächsten Konsolengeneration bald eine sehr massive Investition stemmen müssen. Da wäre es strategisch nicht günstig den größten Third Party Hersteller zu kaufen und dessen Risiken auch noch zu tragen, wenn man stattdessen risikofrei von deren Lizenzkosten und Gewinnbeteiligungen profitieren kann.
Da bleibt innerhalb der Branche irgendwie niemand über. Disney hätte ich mir tatsächlich noch am ehesten vorstellen können. Sollte der Insider Recht behalten (ein "nicht interessiert" Statement gab es nicht! Disney hält sich vage mit einem "wir reden mit jedem, der ein interessantes Angebot hat") und Disney nicht zuschlagen, wäre mein nächster Verdächtiger im Electronic Entertainment Sektor noch Google, ansonsten eben jeder branchenfremde Großkonzern, der ein Unternehmen mit rund 450 Millionen Jahresgewinn haben will.

Anonymous (unregistriert) 16. Juli 2012 - 17:15 #

Und der mal ebend 8Mrd in Cash aufbringen kann. Vivendi will ja keinen Aktientausch oder sonst irgendwelche langfristigen Werte sondern Cash. Und so viel freies Kapital muss man auch erstmal haben. Vielleicht irgend ein F2P-Anbieter aus Asien. An sonsten wird es sehr Branchenfremd.
Wobei ich da niemanden wüßte, der jetzt eventuell wirklich in dieses Haifischbecken reinspringen will. Vielleicht noch Murdoch. Dann ist CoD irgendwann so wie Fox News :D

Ganon 23 Langzeituser - P - 39015 - 16. Juli 2012 - 17:24 #

"Vielleicht noch Murdoch. Dann ist CoD irgendwann so wie Fox News :D"

Ist es das nicht schon? :P

Anonymous (unregistriert) 16. Juli 2012 - 17:28 #

Ne, da fehlt noch einiges ;)

Anonymous (unregistriert) 16. Juli 2012 - 17:31 #

Apple.

Anonymous (unregistriert) 16. Juli 2012 - 17:38 #

Passt nicht ins Appleimage und passt auch nicht zu den Applerechnern.

Anonymous (unregistriert) 16. Juli 2012 - 18:48 #

Aber wunderbar zu ihrer neuen Spielkonsole.

Anonymous (unregistriert) 17. Juli 2012 - 13:21 #

Die seit ungefähr 10 Jahren ein hartnäckiges Gerücht ist, dass nie Fakten folgen lies.
Bevor die ne Spielekonsole bringen kommt eh erstmal AppleTV (oder ITV?). Und so viel schmeißt Apple nun auch nicht mit grundsätzlichen Neuentwicklungen für neue Märkte um sich. Außerdem würde Apple eher nicht in einen so harten Markt mit so kleinen Gewinnspannen einsteigen.

ThomasThePommes 13 Koop-Gamer - 1350 - 18. Juli 2012 - 14:36 #

Wenn es einen Bereich gibt den Apple stetig ignoriert hat dann waren es Videospiele. Sie sind im Musikbereich, im Videobereich, im Officebereich und in vielen vielen anderen Bereichen unterwegs aber die Videospiele haben sie in der kompletten Firmengeschichte nicht mal mit der Kneifzange angefasst.

. 21 Motivator - 27828 - 16. Juli 2012 - 17:43 #

Vermutlich hat Gamestar THQ mit TakeTwo verwechselt oder?

Satyrias83 11 Forenversteher - 809 - 17. Juli 2012 - 8:28 #

gut möglich, oder ich habs verwechselt ;)

Anonymous (unregistriert) 16. Juli 2012 - 14:17 #

Hat sich auf jedenfall gelohnt... Activision für 9,8 Mrd gekauft und jetzt für 8,1 Mrd verkaufen. Und Vivendi Games inkl. Blizzard gibts kostenlos dazu.

Epic Fail X 15 Kenner - P - 3802 - 16. Juli 2012 - 15:57 #

Nicht ganz.
FAZ: "Vivendi hat die Mehrheit an Activision Ende 2007 erworben und damals insgesamt 9,8 Milliarden Dollar bezahlt. Davon bestanden 1,7 Milliarden Dollar aus Barmitteln, der Rest aus dem eigenen Computerspiele-Bereich Blizzard."

Kaminur 16 Übertalent - 4481 - 16. Juli 2012 - 15:14 #

Die Frage ist, wer will die überhaupt noch, ich meine Blizz laufen die Käufer davon, weil ihre Spiele nicht mehr das sind, was sie mal waren, und Activision ist nurnoch umsatzgeil^^. Naja, leider gibt es nicht mehr so viele Hochqualitative Spiele wie früher einmal (leider), lieber Geld ausgeben für einen (nutzlosen) Kopierschutz und dafür den Spielspaß zu kurz kommen lassen. Das ist aber auch nur meine Sicht der Dinge^^

Anonymous (unregistriert) 16. Juli 2012 - 15:36 #

Das sind garantiert nicht die Überlegungen eines potentiellen Käufers.

avalonash 12 Trollwächter - 1147 - 16. Juli 2012 - 15:37 #

und die ist ganz schöner Stuss.
Blizzard laufen die Käufer davon?
Von wegen. Diablo III ist von den Verkaufszahlen ein Megaerfolg und hält sich überall weit, weit oben in den Charts. Starcraft II hat sich blendend verkauft. Die WoW Spielerzahlen lagen im Februar bei 10,2 Mio und im Mai bei 10,2 Mio. Stabil im zweistelligen Millionenbereich, obwohl es in der Zeit keinen neuen Content gab, ist herausragend. Und das für ein bald 8 Jahre altes MMO, dem bisher kein anderer Genrevertreter auch nur annährend gefährlich werden konnte. Im Gegenteil. Alle anderen Abo-MMOs liegen unter der 2 Millonen Marke, also weniger als ein Fünftel. Und das bei vergleichsweise minimalen Investitionen. Wo die Konkurrenz viel Geld ausgibt, um mit besserer Grafik oder Vollvertonung zu pumpen, bleibt WoW total minimalistisch: so gut wie keine Sprachausgabe, wenig Animation, flache Comictexturen statt aufwändigerer normal-maps, zigfach recycelte und umcolorierte Gegnermodelle - alle 4-6 Monate mal eine neue Raidinstanz rausbringen und fertig. Das muss einfach unglaublich profitabel sein und wäre es wahrscheinlich selbst bei der Hälfte der Spielerzahl noch.
Wenn dir die neueren Blizzardspiele nicht gefallen, ist das völlig in Ordnung. Ich geh auch nicht mit all deren Designentscheidungen konform. Was ich aber überhaupt nicht mag, sind Leute, die in ihren Statements einfach Fakten umnschreiben, damit sie der eigenen Meinung entsprechen.

volcatius (unregistriert) 16. Juli 2012 - 18:06 #

Bei Diablo 3 ist aber fraglich, ob es so eine Langzeitmotivation wie der Vorgänger bieten wird, da sind erhebliche Zweifel angebracht.
Im Westen verliert WoW offenbar Kunden, und die zahlen höhere Montsgebühren als die Regionen in Asien.

avalonash 12 Trollwächter - 1147 - 16. Juli 2012 - 18:36 #

Wie viele heute vergessen haben, dass bei Diablo II die große Langzeitmotivation auch erst durch LoD reinkam. Das Hauptspiel war da auch noch lange nicht so rund. Eigentlich werden so gut wie alle Blizzardspiele erst durchs Addon zu Langzeitrennern: Brood Wars, Frozen Throne, Lord of Destruction.
Abgesehen davon: die Langzeitmotivation ist nur für Abo-Spiele relevant. Je eher die Kunden Diablo III zur Seite legen, umso eher werden sie sich Daddel-Nachschub kaufen.

Anonymous (unregistriert) 16. Juli 2012 - 18:59 #

Echtgeldauktionshaus hat ordentliche Provisionen ;).

Und was sollen sie denn aus dem Hause A/B kaufen. Von B kommt erstmal lange Zeit nichts und bei A ist das Portfolio doch eher begrenzt auf Action und Actionadventure.

volcatius (unregistriert) 16. Juli 2012 - 23:19 #

Je eher die Leute D3 zur Seite legen, desto weniger handeln im Auktionshaus. Das soll ja langfristig statt eines Abos Umästze und Provisionen für Blizzard generieren.
Gemessen an der Entwicklungszeit und der Erfahrung, hat Diablo 3 einen sehr enttäuschenden Start hingelegt - Serverprobleme, kein PvP, Balanceprobleme.

DerMitDemBlunt 14 Komm-Experte - 2483 - 16. Juli 2012 - 18:07 #

EA-Activision das wärs doch :D

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7391 - 17. Juli 2012 - 0:39 #

Und GamersGlobal-Blizzard :D

Novachen 19 Megatalent - 13108 - 17. Juli 2012 - 13:20 #

Damit würde Origin auf jedenfall viele Marktanteile an Steam holen. Denn Activision gehört zu den größten Steam-Unterstützern.

Ist für mich ein denkbares Szenario, aber ich vermute mal, dass sich irgendein Ölscheich bedient. Wenn solche Leute schon Sportler und Sportklubs kaufen vielleicht auch eine eigene Videospielfirma. Hätte ich soviel Geld würde ich es auf jedenfall machen. Aber da reicht die 7-stellige Summe die ich aufbringen könnte nunmal nicht aus.

Anonymous (unregistriert) 17. Juli 2012 - 13:23 #

EA ist kleiner als Activision und hat nicht so viel Geld auf der hohen Kante. Auch Ubi kann sich A/B nicht leisten.
Immerhin würden damit endlich die Trolle befriedigt, die immer davon ausgehen, Bobby würde EA leiten...

Mr.T (unregistriert) 16. Juli 2012 - 18:15 #

Naja Blizzard hat nunmal sein Pulver verschossen da kannst in nexter Zeit nichtmehr übertrieben viel rausholen (SC2 und D2 sind raus^^).
Verlust macht man mit den Produkten sicher auch nicht, aber wer 8 Milliarden übrig hat kann auch ohne IRGENDWAS dafür zu machen 10 Millionen im Monat rausziehn ..also wozu das Risiko eingehn ?

warmalAnonymous2 (unregistriert) 16. Juli 2012 - 18:33 #

hä?

avalonash 12 Trollwächter - 1147 - 16. Juli 2012 - 18:45 #

So ein Quatsch. Dieses Jahr alleine kommt noch ein WoW-Addon, was sich allein in den ersten paar Wochen wieder 4-5 Millionen Mal verkaufen wird, und Starcraft Heart of the Swarm steht wohl auch kurz vor der Beta-Phase. Das Diablo III Team arbeitet sicher schon am Addon und dann wäre da ja noch Titan.

Johannes 23 Langzeituser - P - 39095 - 16. Juli 2012 - 22:29 #

Was genau ist nochmal Titan?

Und vergiss nicht Starcraft Ghost! ^^

Mr.T (unregistriert) 16. Juli 2012 - 22:34 #

Musste den Post zwischen Tür und Angel schreiben also nochmal ^^
Fassen wir zusammen :
Ich zahle bis zu 10 Milliarden $ für ein Unternehmen, dass im Wesentlichen für 4-5 Große Spieletitel steht...da muss ich doch garkeine Diskussion führen, ob sich die Spiele gut verkaufen oder nicht NIEMAND würde 10 Milliarden Dollar derart riskant investieren!

Zumal man sich eine Sache bewusst machen muss :
D3,SC und WoW werden doch in 2 Jahren nichtmehr annähernd so viel zahlende Kundschaft besitzen wie heute und CoD muss sich langsam auch gedanken machen, wie oft das Konzept noch aufgeht.
Klingt vielleicht überzogen, aber wenn das Unternehmen auch nur 10% an Wert verliert, verliert der Investor 1ne Milliarde Dollar..
Btw das mit "Titan" war ein Witz oder? :D

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7391 - 17. Juli 2012 - 0:34 #

Und es geht hier um Milliarden, um die mit den paar Millionen Spielen ( abzüglich Entwicklungskosten Serverkosten etc ) überhaupt wieder rein zu holen, braucht man schon paar Jahre.

Pitzilla 18 Doppel-Voter - - 11573 - 17. Juli 2012 - 12:05 #

Na ja, es ist ja nicht so, dass der Gewinn, den die Firma macht, irgendwann den Kaufpreis reinholen muss. Das wäre natürlich bombig, aber die Firma ist ja nicht von heute auf morgen 0 Euro wert, wenn sie verkauft wird. Da ist ja ein Gegenwert vorhanden. Geht im Endeffekt doch nur um die Verzinsung des eingesetzen Kapitals. Und wenn die zu schlecht ist, wird die Firma wieder verkauft.

Anonymous (unregistriert) 17. Juli 2012 - 12:26 #

Da würde ich mich mal nicht verlassen. MIST von Pandaria wird von den Spielern ganz schön zerissen. Wenn ich mir dann noch den Zustand von WoW anschaue, dann sollte Blizzard vielleicht erst mal ein Team hinsetzen, das den ganzen Flickenteppich, mal wieder in ein ordentliches Spiel verwandelt. Das Spiel ist dermassen kaputt, das es einfach nur weh tut!

Green Yoshi 21 Motivator - 25146 - 17. Juli 2012 - 13:20 #

Ich könnte mir vorstellen, dass Time Warner zuschlagen wird.

Nokrahs 16 Übertalent - 5813 - 17. Juli 2012 - 17:45 #

Sollen sich auflösen die Abzocker.

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