Steam: Kein Weiterverkauf gebrauchter Spiele geplant

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13. Juli 2012 - 14:02

Die Steam-Sommeraktion läuft auf vollen Touren und viele Gamer werden wieder einige neue Spiele zu ihrer Steam-Bibliothek hinzufügen. Nach dem kürzlichen Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), das den Weiterverkauf von gebrauchter Software prinzipiell für zulässig erklärt (wir berichteten), diskutieren und spekulieren zahlreiche Steamnutzer über mögliche Auswirkungen des Urteils auf Valves Downloadplattform. Im entsprechenden Steam-Forenthread gibt es mittlerweile schon über 1500 Kommentare. Nun äußerte sich erstmals Jason Holtman, der Leiter der Geschäftsentwicklung bei Valve, im Rahmen der Develop Conference in Brighton zum EuGH-Urteil:

Wir haben keine Pläne, etwas zu verändern.

Demnach plant Valve von sich aus keine Möglichkeit zu schaffen, gekaufte Spiele, die an ein Steamkonto gebunden sind, in irgendeiner Form weiterverkaufen zu können. Dies ist laut eines Urteils des Bundesgerichtshofs zu Half-Life 2 von 2010 auch rechtskonform. Eine Accountbindung von Software ist zulässig und Softwareanbieter oder Downloadportale müssen den Nutzern den Wiederverkauf nicht ermöglichen.

Vidu 08 Versteher - 184 - 13. Juli 2012 - 9:51 #

Ich find das wirklich übel. Dann sollte man wenigstens auch bei Spielen ein 14 tägiges Rückgaberecht haben, wobei man dann wahrscheinlich jeglichen Shooter umsonst spielen könnte.

Bin z.B. mit meinem Diablo3 Einkauf mehr als unzufrieden, aber meinen komplatten Battlenetaccount mit persönlichen Daten möchte ich da sicherlich nicht verkaufen. Für mich wäre es sogar ok wenn sich Blizzard nochmals 10% vom Verkaufspreis einsackt (wie z.B. ebay) aber garkein Verkauf möglich? Kundenservice ade...

Anonymous (unregistriert) 13. Juli 2012 - 9:54 #

Genau, Rückgaberecht. Schnell vorher noch alles kopieren, und dann schön zurückgeben.
Und ja, jeglicher Shooter, als auch jedes andere Spiel wäre da lang durch, und weiter?
Zum Glück leben wir nicht mehr in der Quantität rulez Zeit von früher. Naja, du anscheinend doch.
Achja, man sollte endlich auch nen Rückgaberecht für andere Kunst haben, gell!
Kinofilme z.b. Nach 2 Stunden.. ne, hat mir nicht gefallen, Geld bitte zurück! Musik auch. Oder Museumsbesuch.

Anonymous (unregistriert) 13. Juli 2012 - 10:02 #

Auch bei Steam hat man ein Widerrufsrecht, aufgrund des Fernabsatzgesetzes. Dabei ist es völlig egal, ob Valve das über die AGB ausschließt, denn wenn man den Support anschreibt und das Wort "Widerruf" verwendet, dann geben sie einem auch die Möglichkeit, das Spiel wieder zurück zu geben.

Man kann also problemlos ein Spiel bei Steam kaufen, gucken ob es auf dem Rechner läuft und dann wieder zurückgeben.

ogir 12 Trollwächter - 1184 - 13. Juli 2012 - 10:29 #

Nein, das ist völliger Quatsch. Für Ware die von der Beschaffenheit her nicht für eine Rückgabe vorgesehen ist, greit das Fernabsatzgesetz nicht.

Da kannst du noch soviel Widerruf reinschreiben wie du willst, das ist alles Kulanz.

NickL 13 Koop-Gamer - 1579 - 13. Juli 2012 - 10:05 #

14 Tage Rückgaberecht bei Software gilt nur bei geschlossener/versiegelter Ware.
Alles andere ist Kulanz.
Also nichts mit mal schnell durch kopieren

Vidu 08 Versteher - 184 - 13. Juli 2012 - 10:28 #

Tut mir leid wenn ich nicht sofort an Raubkopien denke, deine eingeschränkte Sichtweise teile ich da nicht, aber viel Spaß noch damit.

steever 16 Übertalent - P - 4932 - 13. Juli 2012 - 11:26 #

du denkst da vielleicht nicht dran, aber jeder vernünftige Publisher/Entwickler/Laden, der etwas gegen Raubkopien hat. ;) Rückgaberecht bei digitalen Kopien halte ich auch für nicht durchführbar. Hab mir vor ein paar Tagen MP3s bei amazon gekauft... die werden sie wohl auch nicht zurückholen, wenn ich damit unzufrieden bin. Stattdessen wären doch Demoversionen zu jedem Spiel ein guter Kompromiss. :)

Anonymous (unregistriert) 14. Juli 2012 - 12:37 #

wird aber auch immer seltener, denn wer eine demo ausprobieren kann, merkt evtl wie schlecht eigendlich das spiel ist und kauft es garnicht.
wer aber ein gehyptes spiel blind kaufen muss, wie diablo3 oder battlefield3 der hat dann die arschkarte wenn es nicht gefällt.

falc410 14 Komm-Experte - 2356 - 13. Juli 2012 - 10:43 #

Kauf halt nur Spiele von denen es auch eine kostenlose Demo gibt. Gerade bei iOS Spielen die mehr als 79 cent kosten mache ich es so. Dann brauche ich auch kein Widerrufsrecht. Allerdings ist es natürlich doof das es nicht immer eine Demo gibt...

TASMANE79 14 Komm-Experte - 1841 - 13. Juli 2012 - 12:38 #

Facepalm. :(

Anonym1984 (unregistriert) 18. Juli 2012 - 19:57 #

Cool diese News, ich wusste gar nicht das sich der Gesetzgeber bei dieser Entscheidung auf den Verkauf von Spielen auf Onlineplattformen handelt. Hätt ich dem Gesetzgeber gar nicht zugetraut....

... oder handelt es sich um ein grundsätzliches Urteil welches den Verkauf von Spielen meint welche als Retailbox gekauft sind... Nein, wenn dem so währe würde diese News ja gar keine Bedeutung haben für Steam?!?!

Ich glaube der verfasser der News hat was gegen Steam???! ;-)

Anonymous (unregistriert) 13. Juli 2012 - 9:52 #

" Europäischen Gerichtshofs (EuGH)"

"spekulieren zahlreiche Steamnutzer über mögliche Auswirkungen des Urteils auf Valves Downloadplattform"

Dummheit?

Davon abgesehen (was hat nen europäisches urteil mit nem us unternehmen zu tun?), wie soll das bitte funktionieren?
Digital und "gebraucht"?? Häh?
Meine Fresse.

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 13. Juli 2012 - 10:09 #

Weil das US-Unternehmen in Europa Zeug verkauft. Beim Jugendschutz spielen sie ja auch mit.

pepsodent 13 Koop-Gamer - P - 1414 - 13. Juli 2012 - 10:19 #

Ja, ja, diese Fressen immer...

Interessant ist auch, dass sich kein US-Unternehmen, dass hier in Europa ein Spiel verkaufen will, auch nur annähernd z.B. an abweichende Jugendschutzbestimmungen halten muss.

Und natürlich ist es technisch und metaphysisch komplett unmöglich eine digitale Zugriffsberechtigung einem Account zu entziehen und einem anderen zuzuweisen.

Das mit der "Dummheit?" wurde schon ganz treffend diagnostiziert.

Aber was antworte ich eigentlich einem unregistrierten Anonymous...?

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23298 - 13. Juli 2012 - 10:22 #

Nintendo und Sony müssen ihre Konsolen auch dem TÜV Rheinland vorlegen, obwohl sie keine deutschen Unternehmen sind. Wenn Valve ihre Spiele in Europa verkaufen möchte, haben sie sich auch an europäisches Recht zu halten.

Es gibt übrigens genug Retail-Spiele mit Steam-Zwang (Skyrim z.B.), und da kann man schon von gebrauchten Spielen reden.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 20301 - 13. Juli 2012 - 10:01 #

Die Spekulationen waren eher die Hoffnung einiger Spieler. Allerdings war klar, dass die Kontobindung von dem Urteil nicht betroffen ist. Glücklicherweise gibt es immer noch Workarounds für dieses Problem.

patrick_ 13 Koop-Gamer - 1402 - 13. Juli 2012 - 10:23 #

"Dies ist laut eines Urteils des Bundesgerichtshofs zu Half-Life 2 von 2010 auch rechtskonform."

Hinweis: Das Gemeinschaftsrecht - also das Recht der Europäischen Union - und die Rechtsprechung des EuGH stehen über dem nationalen Recht. Sollte der BGH in Zukunft also nochmal eine Entscheidung über den Erschöpfungsgrundsatz treffen müssen, können sie nicht einfach so auf die Half Life 2 Entscheidung verweisen, sondern müssen das EuGH Urteil mit berücksichtigen.

partykiller 17 Shapeshifter - 6003 - 13. Juli 2012 - 16:44 #

das BGH Urteil steht aber nicht im Widerspruch oder in Konkurrenz zu dem EuGH Urteil. Das EuGH Urteil bezieht sich auf den Erschöpfungsgrundsatz für Weiterverbreitungsrechte.
Der BGH erklärte, dass die Weiterverbreitungsrechte nicht eingeschränkt seien, sondern beim Nutzungsrecht der Hersteller Gestaltungsspielraum habe.
Wen jemand dieses BGH Urteil nicht mag, dann muss er dagegen vor den EuGH ziehen. Aber die Frist, gegen das Urteil vorzugehen, ist abgelaufen, es müsste also jemand neue Klage in den unteren Instanzen erheben, dass er in seinen Rechten eingeschränkt sei. Und dann bis zum EuGH hocheskalieren, wenn ihm vorher auf dem Instanzenweg nicht die Kohle ausgeht.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23298 - 13. Juli 2012 - 10:26 #

Theoretisch könnte man doch die Option einbauen, dass ein Steam-Code mehrmals benutzbar ist, aber nur noch auf dem neuen System verwendbar ist. D.h. sobald der neue Besitzer das Spiel in Steam aktiviert, wird es im Account des alten Besitzers deaktiviert.

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 13. Juli 2012 - 11:23 #

Theoretisch könnte Valve vieles machen. Nur, wieso sollten sie dies tun?

Michl Popichl 24 Trolljäger - 50611 - 13. Juli 2012 - 10:28 #

jeder der sich ein spiel kauft das steam voraussetzt weis das er es nicht weiterverkaufen kann.

Anothep (unregistriert) 13. Juli 2012 - 10:53 #

Wenn ich auf Steam Spiele kaufe, hatte ich bisher noch nie vor, diese weiterzuverkaufen.
Das sieht bei mir bei Konsolenspielen aber anders aus, da verkaufe ich schon gerne mal welche weiter. Dafür zahle ich aber auch dann den vollen Preis, das ist einkalkuliert. Bei Steam hab ich noch nie ein Spiel zum vollen Preis gekauft und werde das auch nie tun.

zuendy 14 Komm-Experte - 1857 - 13. Juli 2012 - 13:13 #

wenn du es verkaufen könntest, würdest du es dann tun?

Scando 22 AAA-Gamer - P - 31295 - 13. Juli 2012 - 11:05 #

@ patrick

Genau so isses...

Der BGH wird/muss sich im Klagefall am Urteil des EuGH orientieren, da ansonsten EU-Recht gebrochen wird. Aber Deutschland hinkt dem EU-Recht in wirtschaftlichen Sachen gerne mal hinterher. Alles was unangenhem sein könnte (zumindest für die deutsche Wirtschaft...).

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11025 - 13. Juli 2012 - 11:06 #

Das Valve seine Plattform nicht freiwillig öffnet, was schon irgendwie zu erwarten. Mal sehen, ob da noch was passiert.

JakillSlavik 17 Shapeshifter - 7072 - 13. Juli 2012 - 11:37 #

Wäre schön wenn, aber ich habe auch nicht damit gerechnet.

Trackliner 06 Bewerter - 70 - 13. Juli 2012 - 11:27 #

War doch klar, dass das Urteil bei Steam erstmal nichts ändert. Es sagt ja auch noch nichts über die Kontenbindung aus.

Athavariel 21 Motivator - P - 27873 - 13. Juli 2012 - 11:34 #

Naja mal sehen, wie das weitergeht in diesem Punkt mit den Gebrauchtspielen. Zuerst wäre es erstmal positiv, wenn der deutsche Gesetzgeber das neue Button-Gesetz wieder korrigieren würde. Denn das kann man doch nicht ernst meinen mit der Aufschrift "zahlungspflichtig kaufen". Das sollte zum Selbstverständnis von jedem gesunden Menschen gehören, dass Käufe in Onlineshops auch bezahlt werden müssen. Da ist man wegen den Abofallen deutlich über das Ziel hinaus geschossen.

Vitruvius (unregistriert) 13. Juli 2012 - 12:29 #

Nicht verwunderlich, dass Valve so reagiert. Wäre ansonsten ja ehrlich gesagt auch unfair ihrem Geschäftsmodell gegenüber.

Andere Hersteller, die stoffliche "Werkstücke" jeder Art verkaufen unterliegen auch dem Erschöpfungsprinzip. Sie genießen aber auch den Vorteil, dass das Produkt beim Erstverkauf (im idealen Fall) 100% Qualität bietet. Gebrauchte stoffliche Ware unterliegt einem Wertverlust aufgrund von Alterung, Versagen von Verschleißteilen, abgegriffene Erscheinung, geplanter Obsoleszenz usw. Das gebrauchte Produkt ist billiger, aber auch von meist minderer Qualität, also gibt es zwischen gebrauchten und neuen Produkten eine Balance, die man auch als gesunden Wettbewerb bezeichnen könnte.

Bei Steam gibt es das nicht. Es gibt keinerlei Unterschied bezüglich der Qualität zwischen neuem und gebrauchtem Produkt. Das gebrauchte ist aber immer billiger. Also kommt es zu einer Wettbewerbsverzerrung zu ungunsten von Steam, da ja die heute üblichen Sechs-Stunden-Shooter ewig kreisen könnten, mit nur einer verkauften Lizenz.

Die digitalen Geschäftsmodelle hätten dann neben den Raubkopien auch noch einen florierenden Gebrauchtmarkt am Hals, der anders funktioniert, als in anderen Produktkategorien, da er durch Wertverlust nicht gebremst wird.

Bei Retail-Ware altern ja zumindest noch Datenträger, Verpackung, Handbuch usw.

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 13. Juli 2012 - 12:46 #

Schaut euch mal die AGBs an. Ihr kauft auf Steam gar kein Spiel. Ihr schließt ein zeitlich unbegrenztes Abo ab, das von beiden Seiten jederzeit ohne Angabe von Gründen gekündigt werden kann.

"Zusätzlich können Sie als Nutzer Zugang zu bestimmten Diensten, Softwareprodukten und sonstigen Inhalten („Abonnements“) erhalten, die Nutzern zur Verfügung stehen."

Und dieser Dienst ist, ein Spiel zum download anzubieten und als DRM-Server zu fungieren.

Weiter unten nochmal explizit:
"Hinsichtlich der Software wird Ihnen ein Nutzungsrecht eingeräumt, sie wird Ihnen nicht verkauft."

Oder unterscheidet sich das nicht von klassischen Datenträgern?

http://store.steampowered.com/subscriber_agreement/german/

patrick_ 13 Koop-Gamer - 1402 - 13. Juli 2012 - 12:53 #

Das wird in den AGB/EULAs zwar immer wieder behauptet, ändert aber nichts an der Tatsache, dass rechtlich doch eher ein Kaufvertrag zu Grunde liegt.

Anonymous (unregistriert) 13. Juli 2012 - 13:34 #

Nein, es ist ein Mietvertrag über unbegrenzte Dauer. Kein Gericht in Deutschland wird dir das Recht zusprechen, deine gemieteten Spiele bei Steam zu verkaufen, weil du der Auffassung bist, dass du die Spiele gekauft hast.

patrick_ 13 Koop-Gamer - 1402 - 13. Juli 2012 - 14:22 #

Ein Mietvertrag ist das ganz bestimmt nicht, das wird dir jedes Gericht um die Ohren hauen. Ein Mietvertrag setzt nämlich die Überlassung der MietSACHE durch den Vermieter voraus, §535 Abs. 1 Satz 1 BGB. Sache ist im BGB in §90 legaldefiniert: "körperliche Gegenstände". Körperlich ist ein Gegenstand dann, wenn man ihn in die Hand nehmen kann.
Subsumtion: Vertragliche Grundlage eines bei Steam gekauften Spiels ist niemals ein Mietvertrag.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 13. Juli 2012 - 15:53 #

Was dann? Ein Kaufvertrag?

Epic Fail X 15 Kenner - P - 3580 - 13. Juli 2012 - 16:46 #

Dienstvertrag?

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 13. Juli 2012 - 18:33 #

Steht doch in der Überschrift. Ein "Nutzungsvertrag" :)

Deathproof 14 Komm-Experte - 1985 - 14. Juli 2012 - 22:26 #

Ja genau es ist dein eigentum und alles gehört dir.
Wohl kaum, sonst würde sich jeder Publischer strafbar machen der einen Spieler bannt (Cheaten, Crack trotz orginals benutzt).
Dann dürften die Publischer ja auch nie die Server bei Multiplayern abschalten oder müssten dir Geld wieder geben.
Das wirst du aber niemals einklagen können.

Anonymous (unregistriert) 15. Juli 2012 - 18:08 #

So sieht es aus. Du darfst nur viel Geld dafür abdrücken, aber mehr nicht. Nicht verkaufen, nicht verleihen und auch nicht verschenken. Den Account können sie einem auch jederzeit zu machen, ohne das man irgendetwas dagegen tun kann. Steht alles in der SSA :)

Wie man zu solchen Bedingungen Spiele zum Vollpreis von 50-60€ kaufen kann, werde ich nie verstehen.

Unhold 05 Spieler - 39 - 13. Juli 2012 - 13:45 #

Der Gebrauchtspielemarkt ist und bleibt eine schlechte Sache.

Zunächst mal ist es so, daß man keine Software kauft, sondern ein zeitlich unbefristetes Nutzungsrecht. Ob es sich um Betriebssysteme, Office-Programme oder auch Spiele handelt, ist vollkommen egal. Das begreifen viele Leute nicht.
Lustig ist auch immer das Argument, daß man ja nach dem Kauf einen Datenträger hätte und einem demnach das Programm gehört. Das ist falsch, denn der mitgelieferte Datenträger ist in diesem Fall nur ein Hilfsmittel, um das erworbene Nutzungsrecht in Anspruch nehmen zu können. Laut Kaufvertrag ist das Nutzungsrecht nicht ohne Zustimmung des Softwareinhabers (in diesem Fall Entwickler/Publisher) übertragbar.

Digitale Vertriebswege bilden hier auch keine Ausnahme, da man auch dort nur Nutzungsrechte erwirbt, nicht aber den direkten Besitz der Software.

Soviel zur rechtlichen Seite.

Und jetzt kommen wir mal zu uns, den Spielern. Eventuell ist es anzuraten, etwas über den Tellerrand zu schauen. Was bedeutet denn der Wiederverkauf von Spielen im Endeffekt? Eine Kopie geht über zig Spieler, die u.U. das Spiel auch gekauft hätten. Der Entwickler/Publisher hat aber davon, außer beim Erstkauf, nichts. Die entgangenen Gelder sind aber gerade für kleine Entwickler, die wirklich um finanzielle Resourcen kämpfen müssen, sehr wichtig. Wir, die Spieler, graben uns damit aber auf lange Sicht selbst das Wasser ab. Woher soll denn das Geld für Neuentwicklungen kommen? Gerade die kleinen Entwicklerstudios werden durch den Gebrauchtspielemarkt massiv unter Druck gesetzt.
Und sind es nicht gerade die kleinen Studios, die uns mit witzigen Ideen begeistern, statt Einheitsbrei zu liefern?

Ich denke, daß wir Spieler hier deutlich vernünftiger handeln sollten, damit wir auch in Zukunft Freude an unserem geliebten Hobby haben.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 13. Juli 2012 - 14:00 #

Lustig ist wie wenig sich hier manch einer mit dem EuGH-Urteil beschäftigt hat und weiterhin alte Auslegungen verbreitet :(

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11025 - 13. Juli 2012 - 14:19 #

Die These mit dem entgangenem Geld beim Entwickler setzt voraus, dass der Verkäufer des gebrauchten Spiels das Geld nicht reinvestiert und sich kein neues Spiel davon kauft. Aber das ist nicht so. ;)
Wenn man auf teils ungeliebten Spielen zwangsweise sitzen bleibt, sitzt der Frust tief und die Kohle fehlt für ein neues Spiel. Gleichzeitig überlegt man sich in Zukunft genauer was man sich kauft und geht evtl. weniger Risiken ein. Das man sich finanziell keinen Fehlkauf leisten kann, ist weitaus schädlicher für die kleinen Entwickler mit ihren Spielen, die oft einer Überraschung gleichen.

Unhold 05 Spieler - 39 - 13. Juli 2012 - 14:25 #

Und was macht man da als Spieler? Schlicht Spiele ignorieren, die keine Demo anbieten. Denn nur auf diese Weise kann man die Anbieter zwingen, Demos zu veröffentlichen. So kann man sich ein grobes Bild von dem Spiel machen und verringert das Risiko eines Fehlkaufes.
Aber Demos wird es ja in Zukunft wieder verstärkt geben. Denn nichts anders ist Free2Play.

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11025 - 13. Juli 2012 - 15:18 #

Das mit dem Spiele ohne Demo ignorieren glaube ich nicht, dafür gibt es viel zu selten noch Demos. Im Zweifel verzichtet man gerade auf die kleinen Spiele, die nicht CoD, BF, FIFA und Co heißen, weil dort ist das Risiko geringer als bei einem Erstlingswerk von einem Entwickler den keiner kennt. ;)
Das der Gebrauchtmarkt die Entwickler kaputt macht ist ein Märchen der Publisher, die einem DLCs und Online-Aktivierung schmackhafter machen wollen.
Es ging Jahrzehnte mit Gebrauchtmarkt und der Markt ist nicht kleiner als vor 20 Jahren. ;)

Novachen 18 Doppel-Voter - 12754 - 13. Juli 2012 - 22:20 #

Finde ich ehrlich gesagt schade. Gilt auch für alle anderen Dienste wie Gamersgate, GOG, Origin und Co.. Alle Spiele die ich mir nachträglich als Retailversion gekauft habe, würde ich sehr gerne bei den Diensten anderen Spielern zur Verfügung stellen. Weil doppelt brauche ich sie nicht und Datenträger mit Verpackung steht bei mir über Digital.

Ich persönlich halte diese ganze Gebrauchtgeschichte ehrlich gesagt für überbewertet und da geht es wirklich nur darum die eigenen Taschen zu füllen. Kunden die für das Spiel keine Verwendung haben und darauf sitzen bleiben, halte ich persönlich nicht für Erstrebenswert. In der Vergangenheit konnte man eben noch weiter verkaufen und das Spiel immerhin jemanden geben der dafür auch noch eine Verwendung hat.

Mazrim_Taim 15 Kenner - 3110 - 14. Juli 2012 - 11:16 #

Gegenfrage.
Gerade sind die Steam Sommer verkäufe.
Das Spiel Hard Reset - Extended Edition kostet bei Amazon.de
gerade 25,47€ und bei Steam 3,37€.
Was glaubst Du würde ich für eine gebrauchte Retail Version inc. Porto zahlen.

Gebrauchte Spiele zu verkaufen ist es nicht das Problem das man es nicht mehr kann sondern eher das man die nicht mehr los wird.
(Hinzukommt das man bei Indizierter / ab 18 noch auf weitere Probleme stößt)

Anonymous (unregistriert) 14. Juli 2012 - 0:03 #

Bei so viel arroganter Kundenfeindlichkeit darf sich die Spieleindustrie nicht wundern, dass immer mehr Spieler auf illegale Kopien setzen, statt sich wie ein Kleinkind von den Publishern bevormunden zu lassen. Hochmut kommt vor dem Fall...

eksirf 15 Kenner - P - 2776 - 14. Juli 2012 - 8:06 #

Ob man es schlecht findet oder damit leben kann, dass man (einige) Titel nicht mehr weiterverkaufen kann kann man sicherlich diskutieren.
Es ist aber sicherlich eine selten dämliche Begründung (Ausrede?) Raubkopien zu nutzen.

Deathproof 14 Komm-Experte - 1985 - 14. Juli 2012 - 22:31 #

Meine Bank wollte mir auch keinen Kredit bewilligen, kannst du mir das Geld auf deine Art beschaffen, ich bin leider dafür zu schüchtern.
Wir teilen dann auch 70% für dich und 30% für mich.
Danke schon mal in vorraus. ;)

Anonymous (unregistriert) 15. Juli 2012 - 18:14 #

Illegale Kopien sind aber keine Lösung. Würden die Spieler einfach ganz auf die Spiele verzichten, dann würde das der Spieleindustrie zu denken geben. Aber so liefert man ihnen nur die perfekt Argumentation für immer mehr DRM-Dreck.

Ich kaufe nur noch DRM-Freie Spiele. Gibt es nicht? OK, dann gibt es auch keine Geld von mir. Geld ist ja das was sie wollen, nur erwarte ich dafür auch etwas Respekt und nicht wie ein Krimineller behandelt zu werden.

Exocius 17 Shapeshifter - P - 7199 - 14. Juli 2012 - 0:10 #

Ich hoffe da haben sich nicht manche Leute was anderes erwartet, war eigentlich schon glasklar das sich Steam darüber nichts schert.
Das Gesetz ist absolut uninteressant und für Valve nur einen müden Lächler wert.
Ich hab kein Problem mit Steam und deren Eula, User die sich dagegen sträuben kaufen sowieso nicht bei Steam.

Anonymous (unregistriert) 15. Juli 2012 - 18:17 #

Du wirst lachen, aber die meisten meiner Spiele bei STEAM habe ich nicht bri Steam gekauft ;P

Anonymous (unregistriert) 15. Juli 2012 - 18:18 #

Hmmm... wenn ich gerade so darüber nachdenke. Habe ich nicht ein einziges Spiel davon über Steam gekauft.

Roland 18 Doppel-Voter - 10798 - 14. Juli 2012 - 13:20 #

Es war nach dem Urteil abzusehen und - leider - für den Verbraucher entsprechend nicht im seinem Interesse. Wird es den Firmen überlassen ist die einfache Devise von Lenin Faustregel: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. :(

Obstler (unregistriert) 15. Juli 2012 - 14:59 #

Was ist Lenin?

Crizzo 18 Doppel-Voter - P - 11025 - 15. Juli 2012 - 15:07 #

Nicht was, sondern "wer": http://de.wikipedia.org/wiki/Wladimir_Iljitsch_Lenin

Anonymous (unregistriert) 15. Juli 2012 - 18:16 #

Was? Wie kann man Lenin nicht kennen? Zuviel Obstler konsumiert? ;P

John of Gaunt Community-Moderator - P - 58797 - 16. Juli 2012 - 8:50 #

Historisches Wissen ist heute leider nicht mehr so angesagt :(

Moriarty1779 15 Kenner - P - 3018 - 15. Juli 2012 - 18:55 #

Wie der Verkauf einer Lizenz völlig unproblematisch funktioniert, zeigt doch Adobe.

Wenn Du Deine Lizenz der Creative Suite verkaufst, deaktivierst Du die Software übers Menü, und wickelst über den Adobe-Support die "Lizenzübertragung" ab.

Damit wird Deiner Adobe-ID die Lizenz entzogen und der Käufer kann die Software rechtmäßig aktivieren und an seine Adobe-ID binden.

Voilá. Völlig problemlos.

A Scattered Mind 13 Koop-Gamer - 1690 - 15. Juli 2012 - 19:46 #

Was technisch möglich ist und was für Publisher und Shopbetreiber finanziell sinnvoll ist, sind aber zwei verschiedene Paar Schuhe.

Anonymous (unregistriert) 15. Juli 2012 - 23:57 #

Das technisch umzusetzen ist nur leider nicht das Problem :(.

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