Steam Greenlight: Valve will Community-Unterstützung

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q 6711 EXP - 17 Shapeshifter,R7,S9,C1,A1
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10. Juli 2012 - 8:37 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert

Das Unternehmen Valve hat mit Steam Greenlight eine neue Plattform angekündigt, die es ihm erleichtern soll, zukünftige Titel für die Erweiterung des Vertriebskatalogs auszuwählen. Erreicht werden soll das über die zukünftige Greenlight-Community, in der (kleinere) Entwickler und Publisher ihre Spiele mit Informationen und Bildern beziehungsweise Videos vorstellen können, selbst wenn sich der Titel noch in der Konzeptphase befindet. Die User können daraufhin wie beim Steam Workshop die Vorschläge bewerten und Feedback hinterlassen.

Das ganze Vorhaben soll Valve entlasten: Steam ist in den letzten Jahren (wie der Umsatz Valves damit) massiv gewachsen, man glaubt den Bewerbungen um Veröffentlichungsslots ohne Unterstützung nicht mehr Herr zu werden. Diese Slots sind sehr begehrt und werden mittlerweile erst nach einigen Monaten Vorlauf vergeben. Doch auch nicht jeder Entwickler wurde letztendlich angenommen, was zum Beispiel im Falle Daedalic beim Spiel Deponia für Frust sorgte (wir berichteten). Mittlerweile wurde dieses Adventure übrigens auch in den Steam Store aufgenommen, selbst wenn es dort noch nicht erworben werden kann.

Und wer weiß schon besser was die Community will außer der Community selbst? Veröffentlicht werden soll Steam Greenlight am 30. August 2012 -- wenn nicht wieder die berühmte Valvetime zuschlägt.

AticAtac 14 Komm-Experte - 2127 - 10. Juli 2012 - 7:51 #

Lasst mich raten, als nächstes Feature darf die Community die Projekte in der Entwicklung mitfinanzieren.

floppi 22 AAA-Gamer - - 32643 - 10. Juli 2012 - 7:54 #

Exakt mein erster Gedanke. Steam-Kickstarter.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 10. Juli 2012 - 8:23 #

Würden 5€ helfen HL Episode 3 fertig zu machen? Wärs mir wert. ;-)

q 17 Shapeshifter - 6711 - 10. Juli 2012 - 8:32 #

Valve hat genug Geld und HL3 kommt doch sowieso :P

Anonymous (unregistriert) 10. Juli 2012 - 9:16 #

Gibt es bei Valve noch Entwickler? Ich glaub die wurden alle mittlerweile umgeschult zu Customer Support Specialists oder Vertriebsguys...

Mazrim_Taim 15 Kenner - 3107 - 10. Juli 2012 - 10:55 #

Das Geld kriegt ja dann auch nicht Valve.
Das geht dann an jemanden mit nem Elektroschocker der aufpasst
das das Spiel auch fertig wird.

COFzDeep 19 Megatalent - P - 14529 - 11. Juli 2012 - 18:32 #

Er wollte aber HL2 Ep. 3 und nicht HL3 :P

q 17 Shapeshifter - 6711 - 10. Juli 2012 - 8:32 #

Wäre ein logischer Schritt und da das Schafer-Adventure und Wasteland 2 zum Beispiel ihre Beta über Steam verteilen absolut denkbar.

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 20740 - 10. Juli 2012 - 10:26 #

Wären auch meine Gedanken. Aber Top, wie sich Valve da ins Zeug legt. Da müssen sich viele davon ne Scheibe abschneiden. Der nächste Sommer Sale kommt auch noch...besser kanns doch net laufen ;)

COFzDeep 19 Megatalent - P - 14529 - 11. Juli 2012 - 18:33 #

Besser für... Valve? Denn für die Kunden(konten) ist so ein Summer Sale bestimmt nicht gut ^^ aber ich hab mir vorgenommen dieses Mal nichts zu kaufen. Jaja... jajajaja ^^

ridcully 11 Forenversteher - 800 - 10. Juli 2012 - 8:52 #

Dürfte Steam noch mal ordentlich Geld bringen...

Roboterpunk 16 Übertalent - P - 4273 - 10. Juli 2012 - 13:50 #

Trotz aller Vorbehalte fände ich diese Idee gar nicht mal so schlecht: Entwickler X stellt seine Vision für Spiel Y auf Greenlight vor und sammelt dann Geld für die Umsetzung. Da ich ja eh schon kommerziell auf Steam unterwegs bin, wäre der Schritt zum Crowdfunding nicht mehr so gross und das Risiko eines Misserfolgs überschaubar.

Bis dahin wird aber noch einige Zeit vergehen. Mir wär's ja am liebsten, die Community könnte Remakes/Ports von Klassikern und Konsolen-Exklusiven vorschlagen; verdammt ich bin hoffnungslos in der Spiele-Vergangenheit hängengeblieben.

Anonymous (unregistriert) 10. Juli 2012 - 15:50 #

Nein, als nächstes macht Steam es genauso wie Microsoft (XBLA, Indie, XNA): die Community führt Peer-Reviews durch und macht somit kostenlose QA für Valves Submission-Programm.

TheSushiFly 13 Koop-Gamer - P - 1773 - 10. Juli 2012 - 8:44 #

Klingt doch nach einer guten Idee, der Knackpunkt wird wohl die Umsetzung sein

Gast (unregistriert) 10. Juli 2012 - 9:11 #

Die Umsetzung wird genauso ablaufen wie bereits jetzt schon der Steam Workshop für Team Fortress 2. Dort funktioniert es ja bereits: Die Community trennt die guten von den schlechten Items und die am besten bewerteten werden dann von Valve ins Spiel integriert. Das klappt dort schon seit einem Jahr mit großem Erfolg für die Spieler, die Entwickler und natürlich für Valve.

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 10. Juli 2012 - 8:59 #

Aus Steams Sicht hat das Ganze nur Vorteile: Ihre eigene Abteilung, die normalerweise sie Arbeit macht wird entlastet. Außerdem werden die Entwickler viel früher an Steam gebunden und in ihrer Fähigkeit eingeschränkt, ihr Spiel unabhängig zu bewerben und zu verkaufen.

Das allein sollte Entwicklern als auch Kunden zu denken geben. Steams Marktmacht wird verstärkt und damit auch bestimmte Geschäftspraktiken, die mit Steam verbunden sind.

Ich hoffe, dass iregendwann die Kartellbehörde zuschlägt und Steam von Valve trennt, wie es in Schweden ja mit GamersGate und Paradox passiert ist. Für beide Seiten ist das besser. Entwickler und Publisher sollten solche großen Plattformen nicht besitzen.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 10. Juli 2012 - 9:09 #

Ich verstehe das Problem nicht wirklich... ist das für dich jetzt kritikwürdig, dass sich Valve damit auch Arbeit abnehmen lässt? Ihr Auswahlverfahren war bisher ja nicht das beste und auch nicht gerade transparent. So können sich jetzt Leute halt besser dafür einsetzen und das ist dann weitaus übersichtlicher, als der alte Forenthread, wo man Vorschläge machen konnte.

Und was ist daran für Entwickler schlecht? Sie wollen zu Steam und bekomme so grössere Chancen, aufgenommen zu werden. Für Kunden ist das doch nicht anders... die können sagen, was sie wollen. Und was sind denn die "bestimmten Geschäftspraktiken"?

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 10. Juli 2012 - 10:52 #

Steam wird auch mit Greenlight nicht zu einer neutralen Plattform, so viel sollte dir doch klar sein, oder?

Dass sich Valve die Arbeit abnehmen lässt, ist doch nicht das Problem. Das ist eine legitime Geschäftspraktik. Nur, dass keiner einschreitet, wenn sich Monopole bilden, das ist ein Problem.

Für Entwickler könnte ein entscheidender Teil ihrer Öffentlichkeitsarbeit darin bestehen, Greenlight zu pflegen. Das hat zur Folge, dass bei begrenzten Ressourcen irgendwo gespart werden muss. Vielleicht nicht gleich bei dem eigenen Internetauftritt, aber in letzter Konsequenz verlagert sich zumindest ein Teil der Öffentlichkeit für diese Spiele zu Valve.
Letztendlich sind die Chancen für alle, die sich nicht auf solche Wege begeben, geringer und die Versuchung, sich auf Steam zu konzentrieren, nimmt zu. Deswegen ist es ja auch eine clevere Geschäftsstrategie, aus einem Problem einen Partizipationsmechanismus zu machen, der dann die Leute um so stärker an Steam bindet.
Es wird für alle Beteiligten noch unattraktiver, sich überhaupt jenseits von Steam umzuschauen. So weiß ich zum Beispiel, dass einige Entwickler neben Steam sich die Mühe machen, einen Eigenvertrieb zu unterhalten, weil dort die Margen größer sind und man Leute erreicht, die Steam nicht nutzen wollen. So was kostet Geld, vor allem aber lohnt es sich nur, wenn all die Begeisterten in Blogs, auf Twitter, etc. über das Spiel sprechen. Spricht ein signifikanter Teil nur noch über Steam über das Projekt, lohnt sich der alternative Vertrieb nicht mehr.

Bestimmte Geschäftspraktiken? Das konnte man doch bei dem Deponia-Beispiel sehr gut sehen. Ein deutsches Spiel, dass sich schon aufgrund einer vermutlich schlechten Übersetzung im angloamerikanischen Raum nicht so gut vertreiben lassen wird, scheitert hier einfach. Wird das mit Greenlight anders? Vermutlich nicht, weil die deutsche Kundschaft in den Abstimmungsmechanismen eine absolute Minderheit bildet.
Weitere Geschäftspraktiken umschließen: Bevorzugte Genres, hoher Stellenwert für Spiele, die Verkaufsplattformen für DLCs sind und ein hohes Preisgefüge, dass über ständige Rabattaktionen aufrecht erhalten wird. Dazu eine viel zu enge Verknüpfung von Entwickler und Publischer (Valve), Client, Shop, Community, DRM (Steamworks) und inzwischen auch Mods (SteamWorkshop).

Vor allem aus der letzten Verknüpfung kommt kaum einer raus, der auf Steam verkaufen will. Während andere Download-Anbieter versuchen, wenigstens Teile sauber zu trennen, baut Valve auf diesem Weg sein Monopol aus.
Und die Preisgestaltung ist grausam: Das Preisniveau bei Steam liegt konsequent höher, als bei anderen Anbietern, selbst, wenn die einem nachher nur den Steam-Key verkaufen. Das funktioniert deshalb so gut, weil man Leute über Rabatte an ein Ökosystem bindet, aus dem sie dann aus Bequemlichkeit nicht mehr ausbrechen.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 10. Juli 2012 - 11:41 #

"Bestimmte Geschäftspraktiken? Das konnte man doch bei dem Deponia-Beispiel sehr gut sehen. Ein deutsches Spiel, dass sich schon aufgrund einer vermutlich schlechten Übersetzung im angloamerikanischen Raum nicht so gut vertreiben lassen wird, scheitert hier einfach. Wird das mit Greenlight anders? Vermutlich nicht, weil die deutsche Kundschaft in den Abstimmungsmechanismen eine absolute Minderheit bildet."

Aber genau dieses Beispiel zeigt doch, wo das Problem ist/war. Daedalic wollte zu Steam, die Leute bei Valve haben es sich angeschaut und es abgelehnt, weil sie es falsch abgeschätzt haben. In Zukunft hat eine Firma wie Daedalic nun die Möglichkeit zu sagen: Jungs, wir haben das Spiel bei euch vorgestellt und es gibt genug Leute, die es bei euch sehen wollen. Schwarz auf Weiss. Und die Sache hat sich damit erledigt.

"Dazu eine viel zu enge Verknüpfung von Entwickler und Publischer (Valve), Client, Shop, Community, DRM (Steamworks) und inzwischen auch Mods (SteamWorkshop)."

Die Verknüpfung empfinde ich persönlich als sehr komfortabel... ich weiss nicht, was an der Möglichkeit mit den Mods zum Beispiel so schlimm sein soll?! Warum sollte man das trennen?

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 10. Juli 2012 - 12:18 #

Du scheinst aus irgendwelchen mir nicht ganz klaren Gründen nicht zu verstehen, wie Monopolbildung funktioniert und was an Monopolbildung für alle Beteiligten (mit Ausnahme des Monopol-Unternehmens) schlecht ist.

Dass unterschiedliche Dienstleistungen miteinander verknüpft werden, ist immer ein großes Problem. Jeder Mitbewerber hat nur noch die Wahl zwischen Pest und Cholera: ein eigenes komplettes System entwerfen oder nur Teile anbieten, die dann irgendwo an das andere System andocken. Das kann dem Gesamtmarkt nur schaden. Schau dir nur mal an, wie lange es gedauert hat, Android wirklich zu etablieren. Bis heute ist es immer noch nicht so attraktiv für die Spiele-Entwicklung wie iOS. Das wiederum führt zu einer Wechselwirkung, dass der informierte Konsument eventuell mit einem Apple-Gerät besser bedient ist, was dann wieder Androids Marktposition schwächt.

Schon heute fällt es den meisten Stores schwer, mit Steam zu konkurrieren und oftmals können sie nur Keys verkaufen, und müssen insgesamt die Angebote eines Konkurrenten stärken.

Bzgl. Daedalic bist du nicht auf mein Problem unterschiedlicher lokaler Märkte eingegangen. Oder wird Greenlight da jetzt unterteilen? Ich glaube kaum.

Bei den Mods kommt noch hinzu, dass die Gefahr besteht, dass freie Communities in Steam absorbiert werden. Warum soll CivFanatics sich überhaupt noch mit Mods beschäftigen, wenn die eh alle bei Steam sind? Es geht also ein Stück Unabhängigkeit verloren. In etwa in der Art (wenn auch nicht ganz so schlimm), wie wenn Intel die c't aufkaufen würde.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 10. Juli 2012 - 12:24 #

"Bzgl. Daedalic bist du nicht auf mein Problem unterschiedlicher lokaler Märkte eingegangen. Oder wird Greenlight da jetzt unterteilen? Ich glaube kaum."

Worauf soll man da eingehen? Valve hat gedacht, es wird sich nicht verkaufen. Der Markt war in ihren Augen zu klein, warum auch immer. Sie haben sich jedenfalls geirrt. Was hat das noch mit lokalen Märkten zu tun? Was sollte Greenlight da unterteilen?!

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 10. Juli 2012 - 12:30 #

Die Vermutung in dem Daedalic-Beispiel war, dass Valve nicht realisiert hat, dass das Spiel in Deutschland und den deutschsprachigen Ländern sich gut verkaufen lässt. Eben weil sie vermutlich die englische Version gesehen haben, die nicht nur schlechter sein wird, sondern zu der man auch wissen muss, dass Europäer allgemein auf solche (schwierigeren) Adventures stehen.

Wenn Daedalic ihr Spiel vor einer Weltcommunity präsentiert, die weder deutsch spricht, noch unsere Spielevorlieben anteilsmäßig repräsentiert, fällt das Spiel vermutlich genauso durch, wie vorher auch. Stattdessen gibt es den 300. Indy-Plattformer.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 10. Juli 2012 - 12:33 #

Aber die Weltcommunity ist doch zum Teil auch aus Deutschland. Vergiss nicht, dass der dt. Markt einer der weltweist grössten ist. Wenn es Greenlight damals schon gegeben hätte, hätte es mit Sicherheit sehr viel positives Feedback und sehr viele Forderungen seitens der Fans gegeben. Um mehr gehts doch nicht - wo sich das Spiel nun verkauft, ist doch Jacke wie Hose. Gibt doch keine Transportkosten etc.

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 10. Juli 2012 - 12:36 #

Richtig, aber Adventures sind ja auch hier keine Millionenseller. Sondern wenn überhaupt gibt es eine europäische Vorliebe für dieses Genre. Das erlaubt Nischenproduktionen wie diejenigen von Daedalic. Die halten vermutlich nicht mit Telltale mit.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 10. Juli 2012 - 12:39 #

Es muss ja kein Millionenseller sein. Bei Steam gibts schon soviel Kleinkram und Unsinn, der sich kaum verkauft... wenns nur danach gehen würde, würde der Steamkatalog um einiges schmaler aussehen. Genau deswegen war das mit Deponia doch auch so unverständlich. Da hat man in meinen Augen ziemlichen Mist gebaut.

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 10. Juli 2012 - 12:56 #

Na ja, so wie die Vorschläge bisher klingen, konkurriert ein Adventure auch in dem neuen System weltweit mit Titeln. Und dies vor einer uninformierten, großen Community, die in weiten Teilen keine Ahnung hat und deshalb halt das andere Spiel anklicken wird.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 10. Juli 2012 - 13:06 #

"Na ja, so wie die Vorschläge bisher klingen, konkurriert ein Adventure auch in dem neuen System weltweit mit Titeln."

Ich hab da eigentlich keine Bedenken.

"Und dies vor einer uninformierten, großen Community, die in weiten Teilen keine Ahnung hat und deshalb halt das andere Spiel anklicken wird."

Auch hier hab ich mehr Vertrauen in die Community. Die uninformierten werden sich da erst garnicht umschauen.

Phin Fischer 16 Übertalent - 4076 - 11. Juli 2012 - 6:32 #

Welches Monopol soll Steam denn besitzen?
Digitaler Vetrieb in der Spielebranche? (Origin, GOG, Ubishop, etc.)
Digitaler Vertrieb in der Indie-Branche? (Herstellerseiten, Royale Bundles, Humble Bundles etc.)
Natürlich ist es mittlerweile schwer mit Steam zu konkurrieren. Aber man schafft es trotzdem und zwar über die Preise. Bei einer digitalen Distrubition direkt vom Hersteller (origin, ubishop) oder dem Abdecken von Nischen ist das gar nicht so schwierig wie es aussieht.

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 11. Juli 2012 - 8:39 #

Korrekterweise handelt es sich vielleicht eher um ein Quasi-Monopol: (Fast) jeder hat Steam und wird für viele Spiele nicht um das System herumkommen. Steamworks ist inzwischen mit Abstand die beliebteste DRM-Maßnahme, d.h. auch wenn du dien Spiel nicht bei Steam kaufst, ist Steam involviert und macht vermutlich Profit.

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 11. Juli 2012 - 9:24 #

Nein, wenn Steam-Spiele anderswo gekauft werden, bekommt Steam davon nichts.

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 11. Juli 2012 - 10:17 #

Obwohl sie die Server stellen? Das ist ja interessant.

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 11. Juli 2012 - 13:18 #

Jep. Und es ist ja auch tatsächlich so, dass Steam den Entwicklern/Publishern empfiehlt, ihre Steamworks-Spiele auch über andere Händler zu verbreiten (obwohl Steam dadurch Einnahmen entgehen). Aber die weite Verbreitung in Kombination mit der Bindung an Steam zahlt sich langfristig halt viel mehr aus...

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 20740 - 11. Juli 2012 - 15:40 #

Dann hat ja auch Nvidia und Intel ein Quasi-Monopol. 95 % der Spieler haben Intels, 90 % haben Nvidia. Steam hat ne gute Stellung aber kein Monopol. Die Spieler nutzen halt das was am besten ist und am meisten bringt.

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 11. Juli 2012 - 16:42 #

Also unter den Steam-Usern habe nur 72% Intel und 47% Nvidia. Dafür aber 100% Steam. Na, wer hat jetzt hier das Monopol? ;-)

COFzDeep 19 Megatalent - P - 14529 - 11. Juli 2012 - 18:37 #

Na dass unter den Steam-Usern alle Steam haben überrascht ja wohl kaum ;) aber 72 % (Markt)anteil für Intel find ich schon ganz schön viel... hätte ich nicht gedacht. Aber gut, wenn man es realistisch betrachtet hat AMD in letzter Zeit nicht wirklich was tolles bieten können. Aber trotzdem hab ich den letzten PC, den ich bauen durfte, mit nem 6-Kerner von AMD ausgestattet ;) und der aktuelle Surf/Video-PC den ich bauen darf kriegt nen AMD A6. Aber der wird in der Steam-Statistik vermutlich niemals auftauchen...

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 11. Juli 2012 - 18:41 #

Das ist jetzt eine grobe Simplifizierung. Meinen Prozessor kann ich leichter austauschen eine Plattform, die DRM, Store, Modauswahl, etc. mit sich bringt.
Und bei Intel gab es ja auch schon öfters Ärger, was die Ausnutzung ihrer Marktstellung angeht. Zu Recht. Dass Intel inzwischen besser ist, hat auch damit zu tun, dass sie über Jahre mehr in die Forschung investieren konnten, eben weil die Fertig-PCs dank diverser Absprachen hauptsächlich mit Intel verkauft wurden.

Und deine Statistik würde ich anzweifeln. Nvidia hat mehr Fanboys, aber soweit ich weiß, halten sich Nvidia, Intel und AMD bei den GPUs die Waage. Bei den CPUs hat Intel den Vorteil auch wegen dem Laptopmarkt. Bis vor zwei Jahren (also auch als ich meinen Rechner zusammengestellt habe), war Intel bei gleicher Leistung teurer - ergo habe ich AMD gekauft und war damit sicherlich nicht allein.

COFzDeep 19 Megatalent - P - 14529 - 11. Juli 2012 - 18:43 #

Intel und GPUs? Hab ich was verpasst? Das interne Zeug von Intel soll doch arg mies sein, oder irre ich?

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 11. Juli 2012 - 19:34 #

Na ja, Ivy Bridge beispielsweise kommt mit der Intel HD 4000. Das mag nix tolles sein und die Treiber sind auch nix Besonderes. Dafür sind die GPUs halt fast überall eingebaut.

Larnak 21 Motivator - P - 25569 - 11. Juli 2012 - 19:37 #

Ja, trotzdem steckt es in haufenweise Notebooks und anderem Zeug :)
edit: zu langsam

Alex Althoff 20 Gold-Gamer - 20740 - 11. Juli 2012 - 18:52 #

Ich arbeite in einem Computerladen und kann dir sagen: Wir haben so gut wie nix von AMD verkauft. Aber Intel Ivy Bridge und 670 und 680er Nvidia. Gut, alle Verkäufer von uns haben nur Intel + Nvidia und beraten halt wie die Teile bei uns laufen ;)
Bei meiner Zeit bei KM war auch fast ausschließlich Intel + Nvidia in den Tüten der Kunden.

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 11. Juli 2012 - 19:38 #

Hmm, dann beratet ihr aber zeitweise eure Kunden nicht gut... :P Wenn AMD grat die besseren Chips baut, dann ist das nun mal so. Dürfte bei den Grafikkarten doch einige Zeit der Fall sein. Ich erinnere mich an einige Löcher, in denen Nvidia nur teure und energiehungrige Chips produzieren konnte, während AMD die ersten DX11-Karten hatte.

Oder aber ihr habt nur eine reiche Klientel. AMD bedient nun mal eher das günstige Segment (zumindest bei CPUs).

Larnak 21 Motivator - P - 25569 - 11. Juli 2012 - 19:41 #

Deine Prozentwerte dürften trotzdem grob falsch sein. Diese Umfragen sind sicher nicht der Weisheit letzter Schluss, aber immerhin ein Ansatzpunkt, eine Orientierung:
http://www.gamestar.de/index.cfm?pid=842&pk=13237
http://www.gamestar.de/index.cfm?pid=842&pk=13924
AMD hat dort bei Prozessoren einen Anteil von knapp 40%, bei Grafikkarten sind es 44%. Die Werte scheinen mir eine gute Näherung zu sein.

Gast (unregistriert) 10. Juli 2012 - 9:09 #

Wie kommst du darauf, dass jemand an Steam gebunden wird? Es gibt bei Valve keine Exklusivverträge, im Gegenteil, Valve empfiehlt allen Entwicklern ihre Spiele bei sovielen Anbietern wie möglich zu verkaufen. Außerdem geht es hier ja um Spiele, bei denen die Entwickler unbedingt wollen, dass diese bei Steam veröffentlicht werden, bisher aber noch nicht das Okay von Valve erhalten haben.

Es ist eine Vorselektion durch die Community, damit Valve weiß, welche Spiele gut ankommen (und sich wahrscheinlich gut verkaufen) und somit über Steam veröffentlicht werden sollen.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 10. Juli 2012 - 9:13 #

Eben. Und es ist doch wieder mal nur ein Zugeständnis seitens Valve, wenn sie zugeben, dass sie die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen haben.

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 10. Juli 2012 - 10:58 #

Das ist doch Marketing-Gewäsch, nicht mehr. Sie rechnen sich einen größeren Profit aus und die Möglichkeit, Entwickler und Kunden besser in ihr System binden zu können.
Dass man das über ein Eingeständnis eines Problems versucht, ist zwar lobenswert, macht es aber nicht weniger eine schlichte Geschäftspraktik. Genauso wie Apple ja auch erzählt, dass iOS aus Sicherheitsgründen eine geschlossene Plattform darstellt...

Linksgamer 14 Komm-Experte - 1931 - 10. Juli 2012 - 13:47 #

"Das ist doch Marketing-Gewäsch, nicht mehr. Sie rechnen sich einen größeren Profit aus und die Möglichkeit, Entwickler und Kunden besser in ihr System binden zu können."

Und zusätzlich ist es im Grunde ja auch noch Crowdsourcing und Marktforschung in einem. Anstatt (angesichts des Gewinns) einfach mehr Leute einzustellen, die die Bewerbungen sichten, jammern sie extrem clever "Helft uns!" und sourcen das ganze an die Community aus, die sich gierig drauf stürzt, von den tollen Valve um eine Meinung gebeten zu werden. Das ist natürlich auch viel effizienter für Valve als hunderte Klick-Umfragen mit "Gewinne ein iPad", an denen trotzdem keiner teinähme. Dazu kommen sämtliche Faktoren, die Du oben schon sehr richtig geschildert hast.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 10. Juli 2012 - 13:50 #

Und mehr Leute sind gleich intelligenter? Was bringts denn? Selbst wenn da 500 Leute sitzen, die die Spiele testen... die können sich trotzdem irren. Immer wieder wird gejammert, dass EA und co. ja so fern von der Spielergemeinde sind und nicht drauf hören... jetzt wird man gefragt und schon ist es scheisse. Was soll das denn?

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 10. Juli 2012 - 14:02 #

Es-gibt-keine-Spielergemeinde. Und wenn überhaupt ist die nicht deckungsgleich mit den Leuten, die sich in Steam-Foren äußern. Der Großteil der Spieler kauft das, was gerade beworben wird. Das ist keine großangelegte Manipulationskampagne, sondern ein Wechselverhältnis. Nichtsdestotrotz lassen sich Interessen kanalisieren. Und genau dazu kann Greenlight ein besseres Instrument bieten, als vorher da war-

q 17 Shapeshifter - 6711 - 10. Juli 2012 - 14:16 #

Das Problem hat man aber immer und überall. Irgendwann ist jede Fläche voll, ob im Supermarkt oder im Steamstore. Bei mir im Marktkauf entscheiden auch andere Leute darüber, was sie mir zur Auswahl stellen. So ein Prozess muss immer stattfinden. Es ist doch jetzt schon nicht anders. Selbst wenn es 20 Kanäle gibt, irgendwann sind die auch verstopft und man muss einen neuen graben. Es werden ja nicht weniger Filme/Spiele/Lieder, die produziert werden.

Und die Spielergemeinde wird doch längst schon andernorts erfolgreich eingesetzt, sei es bei Spieleübersetzungen oder den Workshop-Sachen. Die Leute aus der Community Maps und Items herstellen, werden doch sogar dafür bezahlt. Ich weiss nicht, warum man darüber herziehen muss.

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 10. Juli 2012 - 14:19 #

Im Internet gibt es potentiell unendlich Marktfläche. Nur die Werbeetats sind nach wie vor begrenzt.
Bei Steam verschwimmt aber die Trennung zwischen beidem. Anderes Beispiel: Wenn ein Bauer eine ganz besondere tolle neue Kartoffel anbaut und sie nicht im Supermarkt platzieren kann, weil dort schon X Kartoffeln von den Großbauern sind, bleibt ihm noch der regionale Marktplatz, wo er aber signifikant weniger Kunden erreicht. Das wird ihn möglicherweise dazu führen, seine eigene Kartoffel nicht mehr anzubauen.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 10. Juli 2012 - 14:27 #

"Im Internet gibt es potentiell unendlich Marktfläche." Aber wie soll man die darstellen? Gabe hat 2007 mal in nem Interview gesagt, dass er irgendwann auf Steam am liebsten alle Spiele sehen würde, die jemals programmiert wurden. Theoretisch könnte Steam ja auch alle aufnehmen - aber die Marktfläche ist doch trotzdem begrenzt. Auf der Hauptseite kann man nur eine bestimmte Menge an Titeln anzeigen.

Das mit den Kartoffeln ist doch das gleiche. Soll man es dem Bauern jetzt gesetzlich erlauben, dass er seine Kartoffeln im Supermarkt anbieten kann? Dass er sich den Platz einfach nehmen darf? Auf welcher Grundlage soll das denn geschehen?

Und selbst wenn er zum Feinkostladen geht und dort mit seinen tollen Kartoffeln einen Absatz findet. Dann kommen wieder andere Bauern und wollen ihre Erdäpfel anbieten. Irgendwann ist auch wieder der Feinkostladen überladen und der nächste Bauer hat keinen Platz mehr.

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 10. Juli 2012 - 14:35 #

Wenn aber rauskommt, dass die Kartoffel vom kleinen Bauern signifikant besser ist und nur deshalb nicht in den Supermarkt kommt, weil der Supermarkt lieber Kartoffeln aus einer eigenen Produktion verkauft? Dann ist das Kartellamt gefragt.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 10. Juli 2012 - 14:38 #

Das ist bei Valve ja aber nicht der Fall. Die verkaufen ja alles von allen Firmen. Blizzard will da aber zum Beispiel nicht hin, weil die ihre eigene Plattform haben und dort glücklich sind.

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 10. Juli 2012 - 14:50 #

Also für mich gibt es noch genug Titel, die es bei Steam schlechtweg nicht gibt. Deutsche Adventures sind da nur ein Fall unter vielen.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 10. Juli 2012 - 14:56 #

Das möchte ich nicht abstreiten. Ich hätte auch gerne C&C Generals in meiner Steambibliothek :D Aber dafür gibts ja nun auch Greenlight. Aber wenn EA das nicht möchte, wird das wohl nicht passieren. Und damit find ich mich dann einfach ab.

Linksgamer 14 Komm-Experte - 1931 - 10. Juli 2012 - 15:38 #

Ich lese hier immer "Gabe hat gesagt..." Wenn man ständig jemanden, den man höchstwahrscheinlich nicht einmal persönlich kennt, beim Vornamen nennt, kommt das nicht unbedingt neutral rüber und erinnert stattdessen mehr an Fantum. Aber seit "Steve-gib-uns-ein-neues-Smartphone" ist das wohl üblich.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 10. Juli 2012 - 16:10 #

Wenn das ein handfestes Argument sein soll.... bitte ;)

Larnak 21 Motivator - P - 25569 - 10. Juli 2012 - 17:27 #

"Das ist bei Valve ja aber nicht der Fall."
Und wer sagt, dass das auch so bleibt? Gabe? :P
Eine Monopol-ähnliche Stellung gibt Valve die Macht, das jederzeit und nach eigenem Gutdünken zu ändern. Wiederum ein Grund, warum das nicht wünschenswert ist.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 10. Juli 2012 - 17:48 #

no risk, no fun ;D

Larnak 21 Motivator - P - 25569 - 10. Juli 2012 - 20:24 #

Wenn das ein handfestes Argument sein soll.... bitte ;)

:P
Das mit dem Sätze-Kopieren ist ja gerade modern ;D

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 10. Juli 2012 - 10:55 #

"Valve empfiehlt allen Entwicklern ihre Spiele bei sovielen Anbietern wie möglich zu verkaufen."
- Quelle?

- zu allem anderen habe ich oben mehr geschrieben.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 10. Juli 2012 - 11:45 #

Hat Gabe erst letztens in nem Podcast erwähnt, wenn ich mich recht erinnere. Valvespiele kann man doch überall kaufen... sei es bei Gamersgate, im Handel oder sonstwo. Bei den Indiebundles liegen auch immer Steamkeys dabei. Natürlich dient das auch der Kundenbindung, aber das ändert nichts an der Tatsache, dass man die Spiele kaufen kann, wo man will und das zu verschiedenen Preisen.

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 10. Juli 2012 - 12:22 #

Richtig. Noch kann man das. Das lohnt sich für die Verkäufer aber nur so lange, wie sie unabhängig von Steam Produkte vertreiben können. Die Mehrzahl der Käufer schaut schon jetzt nur noch bei Steam in den Shop. Aus Bequemlichkeit oder aus Nichtwissen - ist ja egal. Die Software die ohnehin auf deinem PC ist, für die du ohnehin einen Account hat, ist halt näherliegend als der Shop der Konkurrenz, für den du erst einen Account anlegen musst und der bei nicht vorhandenem Steam-DRM möglicherweise erst noch einen Downloader installieren muss, etc...

q 17 Shapeshifter - 6711 - 10. Juli 2012 - 12:26 #

Und das Problem liegt dabei wo? Der Kunde ist doch selbst schuld, wenn er nicht aufpasst, wo er was kauft. Und wenn es sich für Verkäufer nicht mehr lohnen sollte... was dann? Soll man ihnen einen Schutz gewähren, weil sie ein Grundrecht auf ihre Tätigkeit haben? Haben sie nicht. Sollte man Kutschenhersteller künstlich am Leben erhalten, weil sie von Autoherstellern abgelöst wurden?

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 10. Juli 2012 - 12:34 #

Das hat nichts mit technischem Fortschritt zu tun, sondern mit Monopolbildung. Und die ist schlecht für die Gesamtwirtschaft. Der Kunde ist ja nicht schlicht zu blöd, sondern er ist nicht informiert. Das ist in den meisten Fällen der Regelfall und kein großes Problem. Wenn aber Mechanismen entstehen, die das bewusst ausnutzen und den Kunden einspannen, dann entsteht ein Monopol.

Muss ich jetzt einen Grundkurs VWL durchführen? Was ein Monopol ist und warum das problematisch ist und wir so was wie Kartellbehörden haben, sollte einem eigentlich nicht mehr so fremd sein.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 10. Juli 2012 - 12:37 #

Die Diskussionen um Monopolbildung gabs hier in den Kommentaren schon zu dutzenden News... und ich persönlich find es in gewissen Bereichen einfach nur sinnlos. Was wären denn hier die schlechten Auswirkungen? Ich sehe auf allen Seiten nur Gewinner. Publisher haben vielleicht die Arschkarte gezogen, aber die mag ja eh keiner.

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 10. Juli 2012 - 12:54 #

Vielleicht weil du nur einen sehr naheliegenden Zeitraum betrachtest? Dass Monopole, insbesondere diejenigen, die durch vertikale Integration entstehen, schlecht für die Entwicklung sind, ist ein volkswirtschaftliches Faktum.

Gerade bei der Software-Entwicklung brauchst du doch nur die naheliegenden Monopole der letzten Jahre zu betrachten, um zu sehen, was alles schief laufen kann. In der Bürosoftware haben wir es seit über 15 Jahren mit einer absoluten Dominanz von Microsoftprodukten zu tun, trotz eindeutiger qualitativer Schwächen. Das Monopol ist gewuchert und hat Standards geschaffen, an die man sich anpassen muss. Keine Textverarbeitung, die die Dokumente nicht im Word-Format abspeichern kann. Kein geschäftliches Arbeiten ohne MS-Office-Kompatibilität. Etc.

So was ist bei Spielen nicht auszuschließen. Wie viel Werbefläche bekommen beispielsweise große Komplexe Strategiespiele, die hauptsächlich im Singleplayer gespielt werden? Das Beispiel mit den Adventures haben wir ja oben schon.
Außerdem kommt es früher oder später zu einem festen Preisgefüge, dass weitestgehend von Valve abhängig ist. Ist die Konkurrenz erst ausgetrocknet, können die Preise nach Gutdünken erhöht werden oder die Produzenten in höhere Margen gedrängt werden (das ALDI-Prinzip).

q 17 Shapeshifter - 6711 - 10. Juli 2012 - 13:05 #

"Wie viel Werbefläche bekommen beispielsweise große Komplexe Strategiespiele, die hauptsächlich im Singleplayer gespielt werden?"

Genau darum geht es ja mit den Slots... die Spiele sollen alle irgendwo ihre faire Fläche bekommen. Auf der Hauptseite finden sich immer viele verschiedene Genres. Darum erscheint Deponia erst in 4 Wochen auf Steam... sie könnten es ja schon längst veröffentlichen, aber dann kann man es nicht so zeigen, wie man es will, weil die Plätze schon belegt sind.

"Außerdem kommt es früher oder später zu einem festen Preisgefüge, dass weitestgehend von Valve abhängig ist."

Die Preise werden schon immer von den Entwickerln/Publishern selbst festgelegt. Von Valve ist da nichts abhängig. Die machen nur Empfehlungen und greifen sich ihre Prozente ab.

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 10. Juli 2012 - 13:15 #

Das bestätigt meinen Eindruck, dass du nicht in die Zukunft schauen willst.
Natürlich ist Valve noch nicht in der Lage Preise festzusetzen. Wenn die derzeitige Integration weiter läuft und diverse Versuche von anderen großen Publishern (Origin) scheitern, dann kann Valve zumindest die Preise in Richtung von Konsolenspielen anheben. Wenn es keine anderen nennenwerten Verkäufer mehr gibt, wer soll Valve dann verbieten 40% statt 30% zu fordern?

Wie gesagt: Das ist das Aldi-Modell, das zumindest früher ausgezeichnet funktioniert hat. Da kostete die Tüte Haribo bei Aldi oftmals weniger oder man konnte sicher davon ausgehen, dass Aldi größeren Profit macht, als die Konkurrenz. Und damit haben wir noch nicht mal von den kleineren, abhängigen Zulieferern gesprochen.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 10. Juli 2012 - 13:26 #

Ich schaue sehr wohl in die Zukunft und genau dieses Argument gab es in den Kommentaren immer wieder und nie hat einer drauf reagiert...

WENN Valve die Preise anheben sollte (warum sollten sie das? sie haben längst begriffen, wo der Schwellenwert ist) - was dann? Dann verkaufen sich die Titel nicht. Fertig. Ich werde keine 70€ für ein Spiel ausgeben. Damit verdient Valve auch nichts. Wir sitzen hier als Spieler am längeren Hebel. Die wollen UNSER Geld und nicht andersrum. Und keiner kann uns zwingen, Spiele zu kaufen.

Wenns um Benzin gehen würde, wo sich die Ölmafia dick bereichert... klar. Da sind wir drauf angewiesen. Aber doch nicht bei Videospielen... und der PC ist und bleibt immer noch eine offene Plattform. Niemand wird gezwungen, zu Steam zu gehen. Jeder kann immer noch sein Zeug vertreiben, wie und wo er will und das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Das ist in meinen Augen ziemliche Schwarzmalerei.

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 10. Juli 2012 - 13:36 #

Das ist keine Schwarzmalerei: Microsoft-Produkte haben über Jahre wunderbar so funktioniert auf der offenen Plattform PC. Natürlich kannst du Linux installieren oder ein BSD. Macht bloß niemand, obwohl dich Windows immer teurer war und über lange Perioden schlechter. Es fehlen bis heute die Treiber für viele Funktionen unter Linux. Zwischen einem SuSe und einem Windows kann es keinen fairen Wettbewerb geben, eben weil Windows einen enormen Vorsprung hat. Aber nicht, was den Funktionsreichtum angeht, sondern weil die Verbreitung weitere Verbreitung fördert. Erst jetzt bei Windows 8 ist Microsoft vorsichtiger geworden, bindet neue Leute ein, senkt erstmal die Preise, etc. Natürlich, weil sie einen Trend verschlafen haben.

Spiele mögen ein Luxusgut sein, aber für viele Leute sind sie fester Bestandteil ihres Lebens. Und informiert sind immer nur ein Teil der Konsumten. Unglaublich viele Leute bezahlen 70€ für ein neues Spiel (das ist ungefähr der Saturn/MM-Preis bei vielen Konsolenspielen). Und auf dem Weg dahin sollte man nicht vergessen, dass eine Monopolplattform die Vielfalt einschränken kann. Solange es für Videospiele keine nennenswerten staatlichen Förderungen gibt, bedeutet das, das bestimmte Spiele nicht produziert werden.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 10. Juli 2012 - 13:48 #

"Natürlich kannst du Linux installieren oder ein BSD. Macht bloß niemand, obwohl dich Windows immer teurer war und über lange Perioden schlechter. Es fehlen bis heute die Treiber für viele Funktionen unter Linux."

Da ist natürlich eine Hemmschwelle. Weil auch keiner den ersten Schritt wagen will. Valve setzt Steam nun auch für Linux um. Spiele werden in Zukunft auch dorthin portiert, Treiberunterstützung wird dadurch folgen. Und viele werden sich dann auch einen Wechsel überlegen, wenn sie auf Linux auch spielen können.

"Spiele mögen ein Luxusgut sein, aber für viele Leute sind sie fester Bestandteil ihres Lebens.".

Deswegen muss man sich trotzdem nicht allem hingeben... ist ja normalerweise keine Sucht, der man sich hingeben muss.

"Solange es für Videospiele keine nennenswerten staatlichen Förderungen gibt, bedeutet das, das bestimmte Spiele nicht produziert werden."

Und genau deswegen ändern sich doch die Finanzierungsmodelle. Kickstarter hats doch gezeigt... es braucht nicht immer einen starken Publisher oder eine staatliche Förderung. Vielleicht springt Steam ja auch auf den Zug auf... und die Community sorgt dafür, dass bestimmte Spiele produziert werden.

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 10. Juli 2012 - 14:06 #

Schnickschnack. Steam unter Linux verändert da nicht viel. Spiele unter Linux vielleicht schon. Das Monopol von Windows ist schon viel zu allumfassend...

Sucht: Es gibt vielfältige Beeinflussungen oberhalb dessen, was man als Sucht begreifen kann. Früher nannte man diesen Mechanismus 'Kulturindustrie', aber das ist (vermutlich auch aus guten Gründen) aus der Mode gekommen.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 10. Juli 2012 - 14:11 #

"Steam unter Linux verändert da nicht viel. Spiele unter Linux vielleicht schon." Ist das aber nicht gleichbedeutend?! Wenn Steam unter Linux läuft, werden auch mehrere Entwickler langsam anfangen, ihre Sachen zu portieren. Das hat Valve mit dem Mac genauso gemacht und die Tür aufgetreten. Irgendjemand muss damit nur anfangen und Valve kann sich das im Gegensatz zu vielen anderen Entwicklern einfach leisten. Und schon hat man als Nutzer auch eine vollkommen freie Auswahl des OS.

Und mit der Sucht... wenn man denn unbedingt das neueste Spiel braucht und Anzeichen von Entzugserscheinungen auftreten, sollte man sein eigenes Verhalten mal kräftig hinterfragen. Ich hab kein Anrecht auf Spiele.

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 10. Juli 2012 - 14:22 #

Beim Mac handelt es sich um eine größere Userbasis, einen großen Konzern dahinter (Apple) und ein Trendprodukt, das zudem einfach zu bedienen ist.
Linux erfüllt keines (!) dieser Kriterien.

Ich habe auch nichts dergleichen behauptet (Anrecht auf Spiele), sondern nur, dass Videospiele einen Teil unserer Kultur darstellen und deshalb Schutz vor Monopolen und darüber hinaus eine Förderung für ihre Vielfalt brauchen.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 10. Juli 2012 - 14:29 #

Och, Ubunto konnte ich auch mit ein paar Klicks gut bedienen. Die wirklichen Frickelzeiten sind vorbei :p

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 10. Juli 2012 - 16:13 #

Sorry, dass stimmt nicht. SUSE/Linux hat deutlich mehr Treiber (google: GregKH). Vielleicht wollen die Linuxer gar ned soviel spielen :)
Oder machen vieles mit Wine, welches ständig an Qualität zunimmt.

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 10. Juli 2012 - 16:44 #

Du hast mein Argument missverstanden. Es ging nicht darum, ob jemand auf Linux spielt oder nicht, sondern darum, dass das Monopol von MS dafür sorgt, dass andere Betriebssysteme von vielen nicht mal als Alternative wahrgenommen werden.
Wenn die Treibersituation besser geworden ist, müsste ja noch mehr die Frage gestellt werden, warum nicht mehr Leute ausweichen.

guapo 18 Doppel-Voter - 9878 - 10. Juli 2012 - 17:18 #

Es wird doch längst ausgewichen, da die Anzahl der Geräte steigt, damit auch die Zahl der Spieleplattformen. Cloud-Gaming wird auch weiter dazu betragen, die Relevanz des OS zu reduzieren.

Gast (unregistriert) 10. Juli 2012 - 16:53 #

Punkt 8: steampowered.com/steamworks/FAQ.php

Ganesh 16 Übertalent - 4868 - 10. Juli 2012 - 17:29 #

Okay, danke. Klingt nach gutem Marketing.

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 10. Juli 2012 - 9:00 #

Interessant, mal schauen, wie sich das entwickelt. Aber über diesen Satz in der News musste ich schmunzeln:

'Und wer weiß schon besser, was die Community will, außer der Community selbst?'

Wenn Spiele-Entwickler der Community nur das geben würde, was sie will, wären die Spiele, die dabei herauskommen, noch wesentlich eintöniger als es jetzt schon viele Spiele sind...aber das ist nur meine Meinung ;-) .

Anonymous (unregistriert) 10. Juli 2012 - 9:27 #

Früher gab es natürlich null eintönige Spiele, gell.
Ansonsten haste natürlich Recht, genau das machen ja Firmen, Publisher, Kreative aus - eben nicht auf die dumme Masse zu hören.
Ginge es nach der, gäbe es keine Meilensteile wie Journey, Heavy Rain, Ico und dergleichen.
Sondern nur Fallout, Dark Souls und Skyrim Klone mit 100+ Stunden Spielzeit (Quantität rulorzz!) ohne jede Qualität und Kunstgedanken.

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 10. Juli 2012 - 10:40 #

Journey und Ico gebe ich Dir als sehr gute, andersartige Spiele. Heavy Rain ist in meinen Augen ein Fahrenheit-Klon, und damit ein anders verpacktes Point & Klick - Adventure mit einer fürchterlichen Story.

Dark Souls dagegen ist ein echter Meilenstein, eben weil es viele Dinge anders macht, als der Mainstream es wollen würde.

Aber das sind ja alles Meinungen ;-) .

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 10. Juli 2012 - 10:50 #

Dass Heavy Rain vom Fahrenheit-Entwickler stammt und einfach eine Weiterentwicklung dessen Spielprinzips ist, scheint dir nicht bekannt zu sein...

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 10. Juli 2012 - 10:56 #

Natürlich ist mir das bekannt, genau deswegen habe ich Heavy Rain auch als Fahrenheit-Klon bezeichnet. Ist Heavy Rain eine Weiterentwicklung von Fahrenheit? Ja, natürlich. Weiterentwickelt hat sich aber leider nur die technische Umsetzung, in meinen Augen hat David Cage kein großes Talent für gute Geschichten und Dialoge (bei HR gepaart mit fragwürdigen englischen Synchronsprechern). Und gerade diese beiden Punkte sind es für mich, die ein gutes Adventure ausmachen.

Außerdem habe ich mutwillig übertrieben um meinen Vorposter ein bisschen zu ärgern, weil er "zufällig" nur Playstation-Spiele auf den Thron der Innovation setzt ;-)

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33795 - 10. Juli 2012 - 12:39 #

Vergiss es, das ist offensichtlich unser Haus-PS3-Fanboy, a.k.a. Creasy. Der lässt sich nicht so leicht aus der Ruhe bringen. ;-)

Mazrim_Taim 15 Kenner - 3107 - 10. Juli 2012 - 10:58 #

Wäre aber hin und wieder gut auf die dumme Masse zu hören.
Bei HL1 ging es mir schon auf dem Keks das man die mitten im Spiel die Waffen verliert.
Bei System Shock ging es mir schon auf dem Keks das Waffen unnatürlich schnell abnutzen.

Zottel 16 Übertalent - 4039 - 10. Juli 2012 - 13:34 #

Was n Glück, dass niemand auf dich hört...

q 17 Shapeshifter - 6711 - 10. Juli 2012 - 9:33 #

Verwechsel Community nicht mit dem Massenmarkt. Aus der Community kommen oft die besten Sachen... warum war denn das Kickstarterzeug so erfolgreich? Im Grunde ist dort nichts anderes passiert als jetzt bei Greenlight.

Es geht ja auch genau darum, steht in der FAQ auch sehr deutlich: Selbst wenn du nur Ideen für ein Konzept hast, kannst du es dort einstellen und Feedback bekommen - der call of duty Massenmainstreamdurchschnittsspieler wird da nicht mal reinschauen.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33795 - 10. Juli 2012 - 10:18 #

Da ist was Wahres dran, aber nur auf die Hardcore-Fans zu hören, hat auch schon so manchem Entwickler geschadet...

Maulwurfn Community-Moderator - P - 13878 - 10. Juli 2012 - 10:19 #

Richtig erkannt, gut formuliert, es geht dabei eben nicht um den Massenmarkt.

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 10. Juli 2012 - 10:37 #

Um einmal zu Kickstarter abzuschweifen:

Ich denke, dass Kickstarter erfolgreich ist, weil viele Leute glauben, dass sie von den ihnen bekannten Entwicklern genau das Spiel bekommen, was sie sich vorstellen. Ich befürchte da aber noch einen großen Aufschrei aus der Community, wenn das Spiel eben nicht ihren Vorstellungen entspricht. Ich habe auch bei einigen Spielen Geld ausgegeben, mache mir aber nicht die Illusion, dass da jeweils exakt das herauskommt, was ich will.

Im Großen sieht man an Mass Effect 3, was passiert, wenn eine Community (oder der lauteste Teil der Community) nicht mag, wie "Ihr" Spiel aussieht. Man bekommt einen ganz furchtbar unnötigen DLC. Im Kleinen (Kickstarter) könnte das auch in sehr viel Enttäuschung und Internet-Bashing gegen den jeweiligen Entwickler geben.

Zum Thema hier:

Klar ist die Idee gut, dass man bei Greenlight Ideen einstellen kann um Feedback zu bekommen.

Es ging mir nur um diesen einen Satz in der News, ich glaube nach wie vor nicht, dass die Community am besten weiß, was sie will. Ich für meinen Teil weiß bei einem Spiel meistens nicht, ob es gut ist, bis ich es selbst gespielt habe. Selbst ein Konzept oder Screenshots reichen nicht. Meine Befürchtung ist eben, dass auch die informiertere Community, abseits des Mainstreams, immer in die Richtung des Bekannten tendieren wird. Und das möchte ich, grade bei Indie-Spielen, gerade nicht.

Ganon 22 AAA-Gamer - P - 33795 - 10. Juli 2012 - 10:44 #

"Meine Befürchtung ist eben, dass auch die informiertere Community, abseits des Mainstreams, immer in die Richtung des Bekannten tendieren wird."

Meine Befürchtung ist eher, dass die jede Menge verrückten Kram fordern, der unmöglich umzusetzen ist oder die Balance völlig kaputt macht. ;-)

Roland_D11 15 Kenner - 3685 - 10. Juli 2012 - 10:48 #

Ja, das ist das andere Extrem, das kann ich mir auch gut vorstellen :-)

Tassadar 17 Shapeshifter - 7747 - 10. Juli 2012 - 11:30 #

Gerade aufgrund der Kritik, die an Steam zuletzt immer häufiger aufkam, dass gute Spiele nicht aufgenommen wurden, halte ich das insgesamt für eine gute Idee.

Anonymous (unregistriert) 10. Juli 2012 - 13:59 #

Ist q der deutsche Pressesprecher von Valve? ;-)

q 17 Shapeshifter - 6711 - 10. Juli 2012 - 14:04 #

Sollte doch längst bekannt sein, dass ich für jeden Beitrag zu Valve 5€ bekomme :)

Maulwurfn Community-Moderator - P - 13878 - 10. Juli 2012 - 14:27 #

Sie verkaufen sich unter Wert!

Andreas 16 Übertalent - 4622 - 10. Juli 2012 - 15:36 #

So kann Valve auch Personal sparen! Durch die neue Plattform werden weit weniger Angestellte benötigt und die Community übernimmt dazu die Auswahl der Spiele. Ich hoffe echt, dass dann trotzdem noch Spiele erscheinen, die Valve ansonsten veröffentlicht hätte, die Community aber ablehnt. Die Community sollte auch keinen großen Einfluss auf die Spiele haben. Der Entwickler muss seine Vision durchsetzen! Und hoffentlich gibt es keine Kommentarfunktion zu den Projekten. Sonst können User Projekte schlecht quatschen. Eine gläserne Spiele-Entwicklung halte ich für Mist! Soviel zu meinen jetzigen Bedenken. Dann bin ich auf den August gespannt, wie es dann wirklich wird.

Ekrow 15 Kenner - 3352 - 10. Juli 2012 - 15:38 #

Ein Soon bei Valve kann zwischen 2 Wochen und X Jahre dauern :>

Drakhgard 12 Trollwächter - 996 - 11. Juli 2012 - 12:25 #

Die Community wird leider von vielen Spielherstellern ÜBERbewertet. (Ja, ihr lest richtig!) Ginge alles nur nach dem Kopf einer/der Community, so wären die meisten Spiele wohl ein Flop. Die erfolgreichen (und guten Spiele) der Vergangenheit kamen auch alle ohne den Input einer Community wunderbar aus. Und mittlerweile ist das Internet - und vor allem die "Gamerschaft" überbevölkert. Bei so vielen Knalltüten kann dann auch selten was gutes herauskommen (man betrachte nur einmal die ganzen Communities der gängigen Online-Spiele).

COFzDeep 19 Megatalent - P - 14529 - 11. Juli 2012 - 18:16 #

Naja, ganz so krass würde ich es nicht sehen - (und) vielleicht kommt es auch auf das entsprechende Genre und die daran hängende Zielgruppe/Community an - aber ich denke auch dass es durchaus sinnvoll sein _kann_, erstmal still vor sich hin zu entwickeln, statt in einer frühen Phase das ganze von aussen beurteilen zu lassen und dann möglicherweise das Konzept nach dem Willen der "Mehrheit" abzuändern...

Thomas_de_Ville 13 Koop-Gamer - 1660 - 11. Juli 2012 - 15:22 #

Für Valve ist dies ein logischer Schritt Kundenbindung und Verdienst...
Für uns Verbraucher auf lange Sicht ein Nachteil(Marktmacht/eine Quasi-monopol entstehung und DRM)

COFzDeep 19 Megatalent - P - 14529 - 11. Juli 2012 - 18:42 #

Ach komm, jetzt wo Origin langsam Schwung holt und Ubisoft ebenfalls einen Store gegründet hat ist zumindest das mit dem Monopol kein Risikofaktor mehr... ^^

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