Neuer Video-Codec soll Datenmenge schrumpfen

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11. Juni 2009 - 18:11 — vor 8 Jahren zuletzt aktualisiert

Der technische Fortschritt auf dem PC ist gut sichtbar, wenn man sich die Entwicklung der Videokodierung und -abspielfähigkeit ansieht. Waren am Anfang nur rucklige, kleine Bilder möglich, deren Dateigröße für das Gebotene geradezu lächerlich hoch war, so steigerte sich die Qualität in den letzten 20 Jahren deutlich - und das bei stetig sinkender Datenrate. Der Schlüssel hierzu sind so genannte Codecs: Komprimierungsalgorithmen, deren Ziel es ist, das Ausgangsmaterial in der Datengröße zu reduzieren und das ohne spürbare Qualitätsverluste.

Nun erklärt die Firma dicas, ansässig in Berlin, einen weiteren, großen Schritt in dieser Richtung erreicht zu haben: Bis zu 30% soll sich die Datenrate im Gegensatz zu anderen Algorithmen verringern. Das neue Verfahren ist eine Weiterentwicklung des verbreiteten H.264-Codecs. Allerdings setzt man bei dem dicasVICO genannten Entwicklung auf neue Erkenntnisse beim menschlichen Sehverhalten:

So nimmt das Gehirn Fehler bei schnellen Bewegungen weit seltener wahr als etwa bei langsamen. Darauf baut der neue Codec auf. Bei der Codierung eines Videos wird der Inhalt analysiert und die Bitrate entsprechend der Komplexität des Material "aufgeteilt".

Die meisten H.264-Encoder, so Klaas Schüür, technischer Direktor von dicas, liefern zwar [...] sehr gute messtechnische Ergebnisse, vernachlässigen aber die jüngsten Erkenntnisse über visuelle Wahrnehmung.

Obwohl der Codec zu nominell schlechteren Bildwerten führen wird, soll sich also eine subjektive Steigerung der Qualität ergeben. Sollte das neue System den Erwartungen entsprechen, so könnten sich viele Vorteile ergeben. Beispielsweise könnten Fernsehsender, WebTV-, MobileTV- und IPTV-Dienste oder Satelliten-Netzbetreiber ohne größere Umstellung bessere Bildqualität liefern, ebenso würden mehr und längere Videosequenzen auf einer DVD Platz finden, was auch im Spielesektor eine willkommene Entwicklung wäre.

Aladan 23 Langzeituser - - 39639 - 11. Juni 2009 - 19:55 #

Klingt ganz interessant, werd ich auf jedenfall mal weiterverfolgen.

Anti 11 Forenversteher - 751 - 11. Juni 2009 - 22:21 #

Wer praktisch. Aber es wurde schon immer von allem gesagt, " Das ist der große durch Bruch!"

Khayet 13 Koop-Gamer - 1300 - 12. Juni 2009 - 1:49 #

Hört sich gut an. Aber:
[quote]subjektive Steigerung der Qaulität ergeben[/quote] Qaulität --> Qualität ;)

Marco Büttinghausen 20 Gold-Gamer - P - 20431 - 12. Juni 2009 - 1:55 #

das siehst du, aber Erwarungen --> Erwartungen
im selben Satz hast du überlesen :-)

Marco Büttinghausen 20 Gold-Gamer - P - 20431 - 12. Juni 2009 - 1:54 #

Als Quelle bitte immer den wirklichen Link zum Artikel angeben, nicht nur den Link zur Seite wo die News her kommt. Die Quelle ist hier.

Zusätzlich ist der Part mit besserer Qualität im Fernsehen komplett spekulativ, die Quelle spricht lediglich davon das der Codec bei augenscheinlich gleicher Qualität ein geringeres Datenaufkommen produziert.

Taller Ghost Walt 15 Kenner - 3210 - 12. Juni 2009 - 5:12 #

Danke für die Hinweise zu den Tippfehlern. Am PC liest es sich halt irgendwie bescheiden gegen, beim nächsten Mal gehe ich noch ein paar Mal häufiger drüber.

Die Quelle habe ich aktualisiert, du hast Recht: Das muss natürlich rein.

Dass die Angabe zum Fernsehen eine Möglichkeit ist, sollte eigentlich durch das Wort 'könnte' beschrieben sein. Und das es sein könnte, liegt auf der Hand. Schließlich können Sender nur eine gewisse Bandbreite des Transportsignals nutzen, je nach dem wie viele Programme man auf dem begrenzten Platz unterbringen muss, ist da schnell die Grenze erreicht. Geringere Datenmengen können dafür sorgen, dass man bei gleichem Platz mehr Bildinformationen senden kann.

Aber ich nehm's raus, wenn nötig.

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