Arcade-Check: Pinball FX 2 - Marvel: Avengers Chronicles
Teil der Exklusiv-Serie Arcade-Check

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28. Juni 2012 - 22:55 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
Die Flipper-Experten der Zen Studios sind ständig dabei, das Basisprogramm von Pinball FX 2 um weitere virtuelle Geräte zu erweitern. Nach den Einzelveröffentlichungen ihrer Versionen einer RPG-Hommage und eines Mysterie-Thrillers in Pinball-Form, mit Epic Quest und Paranormal, präsentieren die Entwickler nun ihr drittes Marvel-Quartett. In Pinball FX 2 - Marvel: Avengers Chronicles dreht sich thematisch alles um die Heldenvereinigung Avengers, zu der Charaktere wie Thor, Iron Man oder der unglaubliche Hulk gehören. Mit den vier neuen Superheldentischen wächst die Gesamtzahl auf die stattliche Anzahl von 32 virtuellen Flippern an. Wir schauen im heutigen Arcade-Check, ob Zen mit dem aktuellen Paket seine gewohnte Qualität beibehält – oder ob bei den Entwicklern langsam Ermüdungserscheinungen zu spüren sind.

Die Rächer lernen sich kennen

Der erste Tisch heißt schlicht The Avengers und greift inhaltlich den gleichnamigen Kino-Blockbuster auf, der vor kurzem in unseren Lichtspielhäusern zu sehen war. Wie schon im letzten Pinball FX 2-Check erwähnt, greifen die Zen Studios ganz unbefangen auf Stilmittel zurück, die auf einem echten Flipper nicht möglich wären – und das Betreiben sie schamloser denn je! So erscheint vor dem Anfang des Spiels eine Sequenz, in der Iron Man im Sturzflug von Thor überholt wird, beide letztendlich auf dem Tisch landen und dort ihren Platz einnehmen. Eine weitere Besonderheit des Avengers-Tisches, die sich so nur auf einem virtuellen Gerät verwirklichen lässt und auch spielerischen Einfluss hat, ist vor dem Abschuss die Auswahl der Spielkugel. Ihr entscheidet euch zwischen sechs Stahlkugeln, deren Farben im Design der sechs Helden (Hawkeye, Thor, Iron Man, Captain Amerika, Hulk und Black Widow) gehalten ist. Jede Figur hat eigene Fähigkeiten und bringt besondere Boni bei bestimmten Aktionen. In der Hauptquartier-Mulde wechselt ihr die Kugeln manuell, was ihr auch dem Spiel überlassen könnt.

Die Gestaltung des Tisches wird von sieben Rampen dominiert, die Avenger-Chef Nick Fury sowie jeweils einem der Helden zugeordnet sind und eine Plattform im Zentrum einrahmen, auf der Bösewicht Loki Stellung bezogen hat. Insgesamt wirkt das Spielfeld relativ übersichtlich und ist deshalb auch für Anfänger gut geeignet.

Der Papa wird's schon richten

Der Fear Itself-Flipper ist deutlich unübersichtlicher, rasanter, aber dennoch relativ zugänglich. Kleine Orbits und Rampen schleudern die Kugel mit Wucht zurück und lassen euch somit nur wenig Zeit zum Reagieren. Die Positionen sind aber gut balanciert, so dass das hohe Tempo gut zu bewältigen ist. Die Hauptaufgabe besteht darin, die Vorhut von Thors Nemesis Serpent zu besiegen, die von dem Schurken selbst als "die Würdigen" bezeichnet werden. Allein die große Anzahl der Fieslinge macht die Mission relativ schwierig. Glücklicherweise greift euch Thors Papa Odin ab und an mit Segnungen von Waffen oder anderen Allvaterkräften unterstützend unter die Arme. Das Besondere an dem Tisch sind diverse mechanische Spielereien, die kontextabhängig zu bedienen sind.


Der Avengers Tisch orientiert sich am aktuellen Kinofilm

Titan gegen Halbgötter in bunt

Auf The Infinity Gauntlet müssen die Avengers nicht weniger als das Universum retten. Der fiese Außerirdische Thanos möchte Frau Tod den Hof machen, indem er das Weltall zerstört. Helden wie der Silver Surfer und Adam Warlock treten der Heldenvereinigung bei, um den kosmischen Krieg zu unterstützen. Der Tisch ist durch seine große freie Fläche zwar übersichtlich, aber durch die vielen Randbebauungen recht komplex. Vom Niveau richtet sich der Automat eher an erfahrenere Pinballer.

Aggressionsbewältigung

Trotz der aktuellen Filmvorlage repräsentiert der Avengers-Tisch quasi den Ursprung der Heldenvereinigung. Der Word War Hulk-Flipper hingegen, spiegelt die gegenwärtigen Ereignisse der aktuellen Avengers-Comics wider. Der Berserker kann sich mittlerweile relativ gut artikulieren und lässt sein alter Ego Bruce Banner unter seiner grünen Haut verborgen, hat aber nach wie vor ein Aggressionsproblem. Deshalb haben seine Helden-"Freunde" beschlossen, den Choleriker zur Sicherheit für den Planeten Erde in den Weltraum zu schießen. Jetzt ist der Hulk auf die Erde zurückgekehrt, um ein ernstes Wort mit seinen ehemaligen Weggefährten zu führen. So müsst ihr euch bei den Aufgaben des Flippers einen Helden nach dem anderen vornehmen, um ihnen gehörig die Leviten zu lesen – ihr wolltet sicher schon immer "Das Ding" von den fantastischen Vier oder Iron Man mit Hulk-Spezial-Rüstung vertrimmen, oder? Der Tisch ist recht unübersichtlich und die Aufgaben sind für Einsteiger anfangs nicht sofort schlüssig. Besonders der charmante Hauptcharakter sollte aber mit seinen mürrischen Kommentaren für Motivation zum Weiterspielen sorgen.

Fazit: Rundum gelungene Erweiterung

Von Müdigkeit der Entwickler ist auch bei den neuen Tischen nichts zu spüren. Alle vier Tische sprühen vor Kreativität und spielen sich durchweg sehr flüssig. Eben so, wie wir das von den Zen Studios gewohnt sind. Man merkt, dass die Entwickler im Einsatz von Animationen und grafischen Effekten, die in solch einer Form auf keinem echten Flipper möglich wären, immer verspielter und mutiger werden. Pinball-Puristen mag das vielleicht sauer aufstoßen, aber da das Flipper-Spielgefühl dadurch nicht verfälscht wird, gefällt uns Zens kreative Nutzung des Mediums Videospiel sehr gut. Für 800 Microsoft-Punkte bekommt ihr mal wieder ein tolles Paket, das für viel Langzeitmotivation gut ist.
  • Preis am 28.6.2012: 800 Microsoft-Punkte (entspricht zirka 10 Euro)
  • 1 - 4 Spieler lokal, 2 Spieler online
  • Flipper-Simulation
  • Für Einsteiger und fortgeschrittene Spieler geeignet
  • Abermals gelungenes Superhelden-Themenpaket

Video:

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