Computerspieler: Kunden oder Bürger von Online-Welten?

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26. Juni 2012 - 11:51 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert

Die Zeit Online beschäftigt sich nach den Protesten rund um Diablo 3 und Mass Effect 3 mit der Frage nach dem Selbstverständnis der Computerspieler. Videospiele befinden sich im ständigen Entwicklungsprozess. In Gegensatz zu den Spielen der letzten 30 Jahre, die meistens offline gespielt wurden, setzt sich die Online-Komponente immer mehr durch. Was früher LAN-Sitzungen waren, sind heute häufig permanente Online-Sitzungen in "persistenten" MMO-Welten. Nachdem mittlerweile viele Spiele eine Online-Verbindung erfordern, um aktiviert oder gar gespielt zu werden, stellt sich die Frage: Sollten die Spieler als "Bewohner" solcher Online-Welten nicht ein Mitbestimmungsrecht haben?

So wäre die Welt Azeroth in World of Warcraft ohne aktives Zusammenspiel der Spieler nur ein öder Ort, der kaum Anziehungskraft entfalten würde. Der Indie-Hit Minecraft hätte ohne das Kreativitätspotential seiner Spieler wohl keinerlei Bekanntheit errungen; ganz zu schweigen vom Zusammenspiel und regem Austausch in sozialen Netzen. Kurzum: Spieler formen Welten und Rahmenbedingungen in Computerspielen und erwecken sie so teils erst richtig zum Leben. Die Entwickler stellen in der Regel sicher, dass alles reibungslos läuft, schützen das Eigentum der Spieler und sorgen dafür, dass die Welt weiterhin von Leben pulsiert.

Es gibt aber auch Hersteller und Publisher, die den Sachverhalt anders sehen: "Die Spielcharaktere sind keine Bürger mit Rechten, sondern Kunden, die Geschäftsbedingungen zu akzeptieren haben" sagte Blogger und Autor Cory Doctorow der TAZ. Bisher gibt nur CCP, Betreiber von Eve Online, den Spielern die Möglichkeit, durch einen von Spielern gewählten Rat (nicht-bindende) Verbesserungsvorschläge zu bringen. Professor Edward Castranova von der Indiana University empfiehlt Entwicklern und Spielern einen Dialog auf Augenhöhe.

Maulwurfn Community-Moderator - P - 15109 - 25. Juni 2012 - 22:21 #

Doctorow zitierte mi seiner Aussage Spielebetreiber, im Artikel der Zeit Online wird das deutlicher als hier im Text, hier klingt das irgendwie nach seiner persönlichen Meinung.

Anonymous (unregistriert) 25. Juni 2012 - 22:37 #

Die Spielefirmen geben den Kunden kein Mitbestimmungsrecht, womit die "Diskussion" substanzlos bleibt. Extrem einseitige Nutzungsbestimmungen, "Entgegenkommen" nur wenn das Image schlechter als normal ist oder ohnehin auf Linie liegt.

"Bewohner" bekommen im besten Fall kein Mitbestimmungsrecht, sondern Almosen, die jederzeit wieder weg genommen werden können. Siehe Blizzard Entertain. Neukunden bekommen ihr Vollpreisspiel erstmal für 3 Tage zur Demoversion beschnitten, weil die jemandem der gerade 60 Euro geblecht hat nicht genügend über den Weg trauen. Selbstkontrolle und angemessenes Verhalten gegenüber dem "Bewohner" sind Mangelware.

Um Kundenrechte muss es gehen, auch im Beispiel um das Echtgeld-Auktionshaus. Selbstkontrolle gewinnorientierter Firmen schützt die Investition des Kunden nicht, wenn er sich nur auf fadenscheinige Privilegien berufen kann, an die sich Kotikvision nicht gebunden fühlt.

gamersglobal.de/news/54894/wochenend-lesetipps-kw25-journalismus-zukunft-trollfutter hatte sich der Vollständigkeit halber diesem Bericht übrigens auch gewidmet.

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 7365 - 26. Juni 2012 - 0:30 #

Jaja, die bösen Firmen... die Beschränkung von Blizzard ist halt nunmal notwendig, weil sonst Goldfarmer die Clients auf (gestohlener) Kreditkarte ordern, per Bot farmen und dann gibt's einen Chargeback. Dann haben Blizzard sogar Kosten pro Transaktion und die Spieler haben den Ärger mit den Bots und dem verkauften Gold in der Spielwirtschaft.

Geht also nicht nur um die bösen Megakonzerne. ;)

Anonymous (unregistriert) 26. Juni 2012 - 2:34 #

Spielekauf per gestohlener Kreditkarte, Farmbots und Rückerstattungen sind aber kein neues oder relevantes Problem für die Hauptmasse der ehrlichen (nicht chinafarmer) Spielern. Gibt es schon ewig und kann kaum als Entschuldigung herhalten, dem Käufer 3Tage-Probehaft/Bewährung aufzuhalsen. Die kann der böse Chinafarmer auch abwarten, die Probleme bestehen dann immer noch.

Gegen Bots sind die schon die Verbote per TOS und Systemüberwachung per Warden aufgebürdet. Das ist schlicht und ergreifend nicht Problem der Spieler, sondern selbst geschaffenes Problem das Blizz der eigenen Gier zuschreiben kann. Wer Echtgeld-Gewinnbeteiligung an jeder Auktion haben will muss mit ähnlichen Abzockern unter den Farmern rechnen. Wenn die Rückerstattung ein Problem wird und kein Platz für ein Schutzpolster da ist, ist das Geschäftmodell mit den Gebühren zu eng berechnet. Also doch, es sind die bösen Megakonzerne die den Hals nicht vollbekommen, dem ehrlichen Käufer schaden und zur Einführung von Echtgeldtransaktionen nicht eine neue Strategie erdacht haben, um den Spaß rentabel zu halten ;)

zuendy 14 Komm-Experte - 2173 - 26. Juni 2012 - 12:18 #

Einfach nicht zocken, wenns einem nicht gefällt. Dafür ist die Individualität nunmal da!

Anonymous (unregistriert) 26. Juni 2012 - 13:17 #

Abzuhauen ist leider kein Argument wenn es um Rechte und Mitbestimmung geht

Tatzelwurm 09 Triple-Talent - 251 - 26. Juni 2012 - 13:23 #

Tja solche Leute sind leider der Grund warum es solche Probleme gibt, schnauze halten und schlucken.

Nokrahs 16 Übertalent - 5755 - 28. Juni 2012 - 19:09 #

Gebe ich Dir vollkommen recht, dass die Entwickler entscheiden sollen, was ihr "Baby" kann. In "Ever Quest" hatte ich mit meiner Gilde jahrelang den allergrößten Spaß, wenn Verant (damaliger Entwickler) sich wieder neue fiese Sachen ausgedacht hat und wir das Zeug testen und zerlegen konnten.

Das "ich zahle Betrag XY im Monat" Argument geht mir persönlich sowas von gegen den Strich. Wem es nicht passt, der soll es nicht spielen und fertig.

Spieler die helfen das Produkt zu verbessern indem sie auf Fehler hinweisen und "Vorschläge" machen sind ja in Ordnung aber der Pulk Gamer die meinen ein Spiel nach ihrem Geschmack formen zu müssen weil sie es ja auch gekauft haben, sollen sich einfach zusammentun und selbst etwas basteln aber nicht ständig anderen in die Suppe spucken.

Es gibt Spieler die freuen sich lange auf ein Game und wollen es genauso spielen wie es in Previews und bei Release kommuniziert wurde. Bei einem MMO ein Jahr später nur noch Mist vorzufinden den Designer auf Spielerwunsch eingebaut haben und die nichts mehr mit ursprünglichen Konzepten zu tun haben wird mir persönlich schlecht.

Das schlimmste aller Übel sind aber immer noch die Publisher. Solange die Schlippsträger am runden Tisch am Flipchart Entscheidungen über Spielinhalte treffen, wird es immer schlechter statt besser.

Machiavelli 13 Koop-Gamer - 1571 - 25. Juni 2012 - 23:41 #

War doch schon in den Wochenend-Lesetipps verlinkt?

Larnak 21 Motivator - P - 25931 - 26. Juni 2012 - 1:51 #

Richtig, aber eben nur verlinkt :)

Jonas -ZG- 18 Doppel-Voter - P - 9332 - 26. Juni 2012 - 6:45 #

Habe nachdem ich den Artikel gelesen habe eine News verfasst, war aber damit nicht wirklich zufrieden und hab es dann als News-Vorschlag getaggt. Tori schrieb mir dann per pn ob er den Link für seine Lesetipps verwenden kann. Ging davon aus das sich das dann erledigt hat.

Ich finde das Thema recht spannend.

Machiavelli 13 Koop-Gamer - 1571 - 26. Juni 2012 - 9:44 #

Im Nachhinein list sich mein Kommentar auch kritischer als er eigentlich gemeint war.

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 26. Juni 2012 - 2:16 #

Wenn sich jemand als Bewohner eines Spiels fühlt und Mitspracherecht in diesem verlangt weil er ein Bürger ist, dann sollte dieser ganz schnell in der Realität entmündigt und in eine Entziehungsanstalt geschickt werden. Solche Menschen sind in meinen Augen nämlich krankhaft süchtig und haben den Sinn für die Realität verloren.

FPS-Player (unregistriert) 26. Juni 2012 - 6:29 #

Exakt.

"Die Spielcharaktere sind keine Bürger mit Rechten, sondern Kunden, die Geschäftsbedingungen zu akzeptieren haben" - das sehe ich auch so. Es handelt sich immer noch um Konsumgut und um nichts anderes.

Ein Autohersteller hat auch Kunden und die werden nicht als "Familienangehörige" bezeichnet, nur weil sie seit Jahren immer bei der selben Marke bleiben.

Jonas -ZG- 18 Doppel-Voter - P - 9332 - 26. Juni 2012 - 6:58 #

Sehe ich jetzt nicht so explizit bei MMORPGs machen viel die Spieler aus. Nehmen wir hierbei Der Herr der Ringe Online, was speziell mit dem Rollenspiel Server Belegaer hervorsticht.

Mitspracherecht ist hierbei vielleicht etwas überspitzt gesagt, aber es kann nicht sein das die Leute die, diese Spiele gerne spielen, gestalten und Atmotsphäre reinbringen alles hinnehmen müssen.

Der Aufstand über das ME3 Ende ist doch ein gutes Beispiel dafür wobei hier der Vergleich wieder nicht passt.

Die Art und Weiße wie CCP Games die Sache mit dem Spielerat in Eve Online macht eine ist interessante herangehensweise. Sehe das auch als ein Grund an warum Eve Online noch so existiert und sich halten bzw finanzieren kann.

FPS-Player (unregistriert) 26. Juni 2012 - 7:00 #

Ein richtiges Mitspracherecht haben die Spieler aber nicht. Es können maximal Vorschläge eingereicht werden. Ob und in welcher Form diese verarbeitet/übernommen werden, liegt immer noch in den Händen der Entwickler. Von daher ist die Begrifflichkeit "Bürger" (als welcher man ja ein Mitsprachercht in gewisser Weise hätte) eben falsch. Bei ME3 hätte man die "Verbesserung" des Endes auch schlicht nicht machen müssen. Sie haben es dennoch getan, weil ihnen vielleicht die Spieler etwas Wert sind? Ich weiß es nicht. Nett war es allemal.

Das einzige Mitspracherecht ist die Möglichkeit, ein Spiel nicht zu kaufen, wenn einem die Qualität nicht gefällt. Aber das ist das alte Thema und es wird sie nichts daran ändern.

Jonas -ZG- 18 Doppel-Voter - P - 9332 - 26. Juni 2012 - 7:04 #

CCP geht aber durchaus auf die Vorschläge des "Rates" ein.

Dein letzter Absatz ist so nicht richtig. Selbst nachdem Kauf haben die Spieler noch gewisse Rechte speziell was die Always-On Problematik betrifft. Der Vergleich mit Automarke/Familienangehörige passt auch nicht wirklich.

Genauso wenig interessiert es die Publisher ob man Autos gebraucht kaufen kann oder nicht. Sie sind der Meinung sie verlieren durch Gebrauchthandel unmengen an Kohle.

Das Thema könnte man unendlich ausweiten...

FPS-Player (unregistriert) 26. Juni 2012 - 7:11 #

"CCP geht aber durchaus auf die Vorschläge des "Rates" ein." Müssen sie aber nicht. Kommt eben drauf an, ob es sich finanziell lohnt, darauf einzugehen.

"Selbst nachdem Kauf haben die Spieler noch gewisse Rechte speziell was die Always-On Problematik betrifft." Aha. Dann klär mich mal auf. Ich wüsste nicht (in Ermangelung von Interesse und weil ich solche Spiele nicht kaufe), das eine "Community" es geschafft hat, bei einem Spiel den Online-Zwang im Nachhinein abzuschaffen.

"Der Vergleich mit Automarke/Familienangehörige passt auch nicht wirklich." Der Vergleich mit Bürgern und Konsumenten in der News auch nicht. Von daher...

"Genauso wenig interessiert es die Publisher ob man Autos gebraucht kaufen kann oder nicht. Sie sind der Meinung sie verlieren durch Gebrauchthandel unmengen an Kohle. " Exakt. Und nur darum geht es - Kohle. Klar gehen sie auf Vorschläge ein, wenn sie ihnen Geld bringen. Das ist ganz normale Wirtschaft.

Larnak 21 Motivator - P - 25931 - 26. Juni 2012 - 10:44 #

Ein Staat 'muss' aber auch nicht auf seine Bürger eingehen ;)
Und CCP hat ja tatsächlich vor nicht allzu langer Zeit mal versucht, das eine oder andere gegen den Willen seiner "Bürger" durchzudrücken. Da war man dann wohl doch etwas erstaunt über den Protest. Soll ja dem einen oder anderen weltlichen Herrscher hin und wieder auch so gehen.

FPS-Player (unregistriert) 26. Juni 2012 - 11:03 #

Na klar, immerhin hätte man, wenn man es wirklich durchgedrückt hätte, Kunden (= Geld) verloren. Dann doch lieber nachgeben (= der "Klügere" sein) und lieber noch ein bisschen Kohle scheffeln. Was ja dann auch für andere Produkte aus gleichem Hause gut ist.

Larnak 21 Motivator - P - 25931 - 26. Juni 2012 - 11:15 #

Konsequent weiter gedacht bedeutet das, dass die Anbieter immer auf ihre Kunden reagieren müssen, da sie sonst Geld verlieren, die Kunden also durch das Prinzip, dass Anbieter die maximale Geldmenge generieren wollen, die Kunden zu Bürgern machen müssen.
Aber ich glaube, das wolltest du jetzt eigentlich nicht sagen :D

FPS-Player (unregistriert) 26. Juni 2012 - 11:27 #

Doch doch, genauso war es gemeint. Allerdings unterscheidet sich der Begriff "Bürger" durch aus von "Kunde". Und das Kunden mehr Möglichkeiten haben als Bürger, sollte inzwischen klar geworden sein. Da muß niemand zu irgendwas gemacht/umbenannt werden.

Und, wie ich schon schrieb, ein MitspracheRECHT haben die Spieler/Kunden nicht. Und auf die Kunden hören MÜSSEN die Firmen in keinster Weise.

Larnak 21 Motivator - P - 25931 - 26. Juni 2012 - 10:46 #

Kann sein, ist aber wahrscheinlich nicht der Fall, entbehrt doch der Zusammenhang "Fordert Rechte = krankhaft süchtig" an sich schon jeder Logik.
Der Gedanke ist lediglich ein Ansatz, das Selbstverständnis des Nutzers im Internet zu verändern. Bisher ist es so, dass wir im Internet zwar vermeintlich die endlose Freiheit haben, tatsächlich aber bewegen wir uns im Internet grundsätzlich im "Hausrecht" irgendwelcher Firmen und Personen. Wirkliche Freiheit gibt es da nicht, öffentliche Plätze mit Versammlungs- und Redefreiheit suchen wir vergebens. Stattdessen können die privaten Betreiber jederzeit bannen und löschen, was sie wollen.

Die Frage, ob das Internet sich nicht inzwischen insofern verändert hat, als dass es solche wirklich freien Räume tatsächlich braucht, weil die Kontrollmöglichkeiten der Konzerne auf die täglichen Lebensgewohnheiten der Menschen ansonsten zu groß werden, ist durchaus berechtigt.
Da spielen natürlich dann auch Spiele eine Rolle, vor allem solche, die nicht einfach nur gespielt werden, sondern in denen auch soziale Interaktionen stattfinden und zum Bilden größerer Gemeinschaften und Netzwerke innerhalb des Spiels genutzt werden.

Die Idee, dass die Dinge, die von den Kunden dort (und anderswo) geschaffen wurden und werden, mehr Wert sind als einfach gar nichts, finde ich als Denkanstoß unser Selbstverständnis vom Internet betreffend also ganz und gar nicht falsch, sondern halte sie sogar für längst Überfällig.

zuendy 14 Komm-Experte - 2173 - 26. Juni 2012 - 12:26 #

Es steht jedem frei, sich seinen eigenen "freien Raum" im Internet zu gestalten! Wenn man auf anderen Plattformen unterwegs ist, finde ich es sogar gut wenn es da ein Regelwerk gibt.. Es gibt immernoch Anstand und Sitte, einige vergessen dies leider jedoch immer und immer wieder.

Larnak 21 Motivator - P - 25931 - 26. Juni 2012 - 17:48 #

Gegen Anstand und Sitte spricht nichts, Beleidigungen blieben nach deutschem Recht weiterhin strafbar. Wie auf jedem öffentlichen Platz auch. Das meinte ich also (natürlich) nicht.

DerMitDemBlunt 14 Komm-Experte - 2483 - 26. Juni 2012 - 2:30 #

naja Problem seh ich halt darin das es unglaublich viele zusätzliche Ressourcen verschlingen würde wenn man jetzt zB von seiten Blizzards für jeden server mehr leute abstellen muss um dann wöchentlich verbesserungsvorschläge der community auszuwerten zumal die Bedürfnisse der Spieler dann ja auch noch von server zu server variieren können. Dazu kommt dann ja noch das zumindest MMOs sich ja indirekt durch das Spielverhalten der Spieler weiterentwickeln. Sprich wenn 90% der community mit mods die das UI verändern rumlaufen wird das (bei einem guten entwickler) über kurz oder lang in das Spiel fest integriert. Und natürlich haben die Entwicklungsstudios auch ein Auge darauf welche features ihres games von wie vielen leuten wie regelmäßig genutzt wird, so dass das auch Einfluss auf die Entwicklung des Spiels nimmt.

Kirkegard 19 Megatalent - 15723 - 26. Juni 2012 - 8:23 #

Frag mal einen UO oder EVE Spieler und zum Vergleich einen WoWler. Da werden die Antworten auseinander gehen...

DarkMark 15 Kenner - 2914 - 26. Juni 2012 - 13:55 #

Jau. Habe mich eben schon diebisch über das Teaserbild gefreut. Long time no see.

falc410 14 Komm-Experte - 2429 - 26. Juni 2012 - 8:51 #

Ehm natuerlich sind die Spieler Kunden. Jeder Programmierer und vorallem Game Designer weiss das man die Spieler nicht fragen darf was sie denn gerne haetten - da wuerde am Schluss naemlich nur Mist rauskommen.

CBR 20 Gold-Gamer - P - 20710 - 27. Juni 2012 - 16:29 #

Ultima 9? *scnr*

Age 19 Megatalent - P - 13996 - 26. Juni 2012 - 12:05 #

Ultima Online. *hach*

Kenner der Episoden 19 Megatalent - P - 16749 - 26. Juni 2012 - 14:23 #

Ich weiß nicht. Zu sagen, der Spieler sei in einer Spielwelt ein "Bürger" mit Rechten ist schon ein krasses (, wenn auch interessantes) Konzept. Mir persönlich ist das zu problematisch und zu juristisch. Das hieße ja, ein Spiel als eine Art Staat zu betrachten. Eine interessante Analogie. Davon ausgehend wären die meisten Spiele momentan wahrscheinlich ziemlich totalitäre Staaten, wenn man sich die Machtverteilung mal vor Augen führt ;)
_
Ich würde den Spieler im Zuge der Kunst-Debatte eher als Künstler sehen wollen. Das scheint mir das passendere Konzept zu sein.

Asgard366 07 Dual-Talent - 111 - 26. Juni 2012 - 14:27 #

War das Grundprinzip nicht, ich spiele um Spaß zu haben?
Uns als "Bürger" zu bezeichnen finde ich krass, im Endeffekt liegt es noch immer in unserer Hand was aus Spielen wird.

Anonymous (unregistriert) 26. Juni 2012 - 14:58 #

Darum geht es ja. Wenn sich Spieler (oder deine RL Nachbarn) sozial Wertvoll einbringen und in der Gemeinschaft beteiligen, so dass die Umgebung erst wirklich lukrativ wird, haben sie dann Respekt, Anerkennung und zusätzlich zu den Bedingungen auch Rechte verdient die im Rechttaat eigentlich selbstverständlich, aber im Web oft nicht vorhanden sind?

Roland 18 Doppel-Voter - 10850 - 26. Juni 2012 - 19:01 #

Da ich leider noch keine Bilder verlinken kann, freute ich mich heute nach Einloggen hier sehr über dieses UO-Bild aus damaliger Zeit, als man Lord British bei einer Veranstaltung mit einem Zauberspruch über den Jordan jagte. Ich meine es war damals eine Feuerwand, aus der er nicht raus kam, kein Kal Vas Flam.

Dieses Bild trifft es auch insofern, da damals ein Event durch eben einen Spieler eine unerwartete Wendung nahm, ergo durch die Tat eines Einzelnen der eigentliche Spielablauf sich hätte dramatisch ändern müssen. Wie es weiterging weiß ich leider nicht...ggf. ist jemand dabei, der noch Bellestar kannte?

Spiele änderten oftmals die Welt. Die Immersion wird immer dichter und tiefer, je mehr diese Spiele einen nicht nur durch Technik überzeugen, sondern insbesondere durch ihren Zugang und der Glaubhaftigkeit dieser Welt. Über letzteres kann man getrost streiten, siehe die Welt von Azeroth, wenn dort Leute mit skurilen Namen umher hüpfen wie die Hasen. Oder Spiele in denen dieses nicht einmal auffällt wie Eve Online.

Fakt ist jedenfalls der Punkt, dass kein Multiplayer-Titel ohne seine Spielerschaft leben kann. Zahlreiche MMO(RPG)S haben das schon zu spüren bekommen, mit den dahinter stehenden Arbeitsplätzen.

Siehe Hintergrund zum Wort Immersion:
http://de.wikipedia.org/wiki/Immersion_%28virtuelle_Realit%C3%A4t%29

CBR 20 Gold-Gamer - P - 20710 - 27. Juni 2012 - 16:38 #

Auch wenn ich es sehr interessant finde, wie einzelne durch nicht vorgesehenes Anwenden von Regeln ein Spiel auf den Kopf stellen können, so ist es gerade das, was mich von solchen Spielen abhält. Ich bin einfach nicht der Spieler, der extreme austestet.

Hier ist ein Artikel über das Töten von Lord British an sich, wo auch der "Unfall" aus der UO Beta erläutert wird:
http://ultima.wikia.com/wiki/Killing_Lord_British

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6637 - 27. Juni 2012 - 13:35 #

Mir als Minecraft Admin und Hobby Spieleentwickler geht das zu Weit. Es ist ein SPIEL, und wenn jmd die Spielregeln doof findet, dann soll er es halt nicht spielen.

Auf der anderen Seite halte ich allerdings Spielleiter die Kritik ihrer Spieler nicht nutzen für dumm. Man muss ja nicht alles umsetzen, aber zumindest anhören sollte man es sich. Ich denke was CCP da tut, ist einfach schlau, denn Sie nutzen dadurch die community um vielleicht sehr gut passende Ideen quasi fast umsonst zu generieren. Spieler beschweren sich ja nicht, weil Sie das Spiel generell scheisse finden, sondern weil Sie es eigentlich sehr gerne spielen aber bestimmte Sachen dieser Begeisterung abträglich sind.

Utopist (unregistriert) 27. Juni 2012 - 18:41 #

Ein interessantes Konzept, das man durchaus einmal
ausprobieren könnte - eine Sandbox-Umgebung bei der
die Spieler (? Ist das noch ein Spiel ?) als Bürger
ein alles durchdringendes Mitbestimmungsrecht haben.

Finanzieren könnte man das über eine Art Grundsteuer
für die eigene Bude im Spiel.

Vielleicht kann man sogar im virtuellen Raum die
Finanzierbarkeit eines Bürgergeldes ausprobieren.

Ich bin generell ein Freund der Idee, für Menschen mit
Problemen im reallen Leben eine bessere Welt im Computer
zu schaffen, wo sie ihrer Armut und anderen Problemen
entfliehen können. Daher verbietet sich auch, solche
Welten über In-Game Transaktionen mit echtem Geld zu finanzieren.

Machiavelli 13 Koop-Gamer - 1571 - 28. Juni 2012 - 15:41 #

Klingt für mich wie Second Life und das scheint sich ja nicht so durchgesetzt zu haben wie erhofft.

Ketzerfreund 16 Übertalent - 5978 - 30. Juni 2012 - 15:02 #

Oh, ich dachte zuerst, in dieser News ginge es um Fragen wie: "Sind MMOG-Verdienste steuerpflichtig?" XD

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