App der Woche: Pocket Planes
Teil der Exklusiv-Serie App der Woche

iOS
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Florian Pfeffer 25273 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C4,A10,J10
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20. Juni 2012 - 17:00 — vor 3 Jahren zuletzt aktualisiert
Wer Nimblebit kennt, der weiß, dass der Hersteller sich mit seinen iOS-Spielchen wie Tiny Tower oder Sky Burger im selben Terrain bewegt wie Zynga auf Facebook: Das Geschäftsmodell basiert nämlich auf dem Motto „Lade das Spiel erstmal kostenlos runter und bezahle später, um schneller oder besser als die anderen zu sein“. Tiny Tower gibt es schon seit längerem, mit Pocket Planes bringt Nimblebit nun ein Spiel heraus, das vom Konzept her sehr ähnlich funktioniert, allerdings in einem völlig anderen Setting angesiedelt ist: Ihr seid der Leiter einer kleinen Fluglinie und müsst expandieren.
 
Starten und Warten
 
Im Prinzip gibt es bei Pocket Planes nicht allzu viel zu tun: Ihr kauft ein paar Flugzeuge, legt deren Routen fest und lasst sie losfliegen. Während des Fluges könnt ihr nicht viel mehr tun als abzuwarten oder euch währenddessen um eure anderen Flieger zu kümmern. Alternativ könnt ihr das Flugzeug auch im Flug beobachten und herumfliegende Münzen einsammeln. Das lohnt sich allerdings als Einnahmequelle nicht, denn die paar müden Groschen, die ihr dabei verdienen könnt, sind nicht der Rede wert. Jeder fünfminütige Flug von A nach B bringt im Normalfall das Hundertfache ein. Wollt ihr das Flugzeug beschleunigen oder geht euch das Geld aus, ist der Einsatz der so genannten Plane Bux gefragt: Eine spezielle Währung, die ihr mit harten Euros über In-App-Kauf bezahlen müsst. Es gibt zwar ab und an den einen oder anderen Plane Buck im Spiel zu verdienen, aber bei den Preisen der Flugzeuge bzw. Ersatzteile werdet ihr damit nicht besonders weit kommen.

Wir transportieren einen Feuerwehrmann nach Bordeaux: Während eines Fluges können wir nur warten.

 
Hochleveln und Ausmustern
 
Pro Erfahrungsstufe könnt ihr einen weiteren Flughafen eurer Wahl auf der Weltkarte freischalten, den ihr ab dann anfliegen könnt. Dabei müsst ihr nicht nur euer verfügbares Kapital im Auge behalten (beispielsweise kostet das Freischalten von London ein Vielfaches von, sagen wir, Cordoba), sondern auch die Reichweite eurer Flotte, schließlich fliegt man nicht mal eben mit einer Cessna von Madrid nach Singapur. In jedem Flughafen steht eine Reihe von Jobs bereit, die darauf wartet, von euch erledigt zu werden. Das kann genauso gut eine Ladung Tennisbälle sein, die zu den Australian Open transportiert werden muss, wie ein in Star Trek-Uniform kostümierter Fan, der gerne zur SciFi-Convention nach Manchester geflogen werden möchte.
 
Ab und an solltet ihr altes Fluggerät ausmustern und im Shop nach neuen Modellen Ausschau halten, die eine höhere Reichweite, Geschwindigkeit oder Kapazität haben. Hierbei wird streng nach Passagier- und Frachtmaschinen unterschieden; nur wenige Modelle können beides gleichzeitig transportieren. Falls die Strecke zu lang ist oder zu wenige Fluggäste zu einem bestimmten Ziel wollen, könnt ihr auch mehrere Zwischenstopps einlegen, die die Flugzeit allerdings verlängern und zusätzliche Kerosinkosten verursachen. Nach wenigen Minuten werdet ihr den simplen Spielablauf verinnerlicht haben: Flugzeug vollladen, Wegpunkte festlegen und ab dafür. Dies solltet ihr sobald wie möglich nach der Landung tun, denn es ist wie im richtigen Leben: Nur in der Luft bringt ein Flugzeug Geld ein.

Im Flughafen könnt ihr Passagiere und Fracht einladen oder die Start- und Landekapazitäten erhöhen.
 
 
Fazit und Fakten
 
Das Konzept von Pocket Planes ist klar: Es soll eine Suchtspirale erzeugt werden, die den Spieler zum Kauf der Ingame-Währung mit Echtgeld verleitet: Noch schnell drei Bux besorgen, damit man das neue Flugzeug kaufen und bis zum neu eröffneten Flughafen auf Island fliegen kann. Dieses Prinzip ist an sich nichts neues, schon der Klassiker Farmville baute darauf auf. Auch bei Pocket Planes gibt es drei Sorten von Spielern: Die erste Gruppe, die dem Charme der pixeligen Figürchen und Flugzeuge erliegt, schnell weiterkommen will und dafür auch bereit ist, den einen oder anderen Euro zu investieren.

Die zweite Sorte, die zwar das Spiel ganz putzig findet, aber nie im Leben dafür Geld ausgeben würde und lieber die Wartezeiten in Kauf nimmt, die zwischen den Aktionen vergehen und die dritte Gruppe, die derartige Spiele nicht die Bohne interessieren und die niemals verstehen würde, wie man dafür seine Zeit verschwenden kann. Die erste Gruppe scheint so klein nicht zu sein, schließlich geht es den entsprechenden Spieleherstellern wie Zynga oder eben Nimblebit nicht gerade ökonomisch schlecht. Wir würden uns allerdings eher zwischen der zweiten und dritten Gruppe einordnen. Alles in allem bekommt ihr mit Pocket Planes eine äußerst rudimentäre wirtschaftliche Airline-Simulation mit starkem Pixel-Charme-Faktor, für die ihr aber sehr viel Zeit mitbringen müsst und außerdem nicht davor zurückschrecken dürft, ein und dieselben Aufgaben immer wieder repetitiv zu erledigen. 
 
  • Preis am 20.6.2012: kostenlos (iOS)
  • Erhältlich für iPhone und iPad (iPad wird hochskaliert)
  • In-Game-Käufe zum Beschleunigen des Spielablaufs
  • 250 verschiedene Flughäfen rund um den Globus
  • Rudimentäres Wirtschaftssystem, minimale Strategie
  • Flugzeuge können nach Gusto eingefärbt und mit Freunden gehandelt werden
  • ca. 19 MB, OS 5.0 oder höher


Unser Streckennetz wächst: Die neue Route nach Cordoba wird gut angenommen und frequentiert.


rastaxx 16 Übertalent - 4663 - 20. Juni 2012 - 17:40 #

im gegensatz zu tiny tower sind die wartezeiten hier viel zu lang. nach 10 minuten und gefühlten drei aktionen die ich durchführen konnte, hatte ich die nase voll.

mihawk 18 Doppel-Voter - P - 12982 - 20. Juni 2012 - 17:50 #

Tiny Tower hat mir lange Spaß gemacht, bis ich mein iPhone rücksetzen musste. Spielstand war weg, nochmal anfangen war mir dann doch zu blöd.

BruderSamedi 16 Übertalent - P - 4666 - 20. Juni 2012 - 18:49 #

Es könnte noch erwähnt werden, dass man bei der Flugbeobachtung auch mal Towerbucks "fangen" kann, ähnlich wie bei den VIPs im Fahrstuhl bei TT.
Ansonsten scheint das Spiel bisher ein wenig komplexer zu sein als TT, ich hoffe mal, dass es nicht auf das selbe Stakkato-Aufstock-Getippe hinausläuft.

Ridger 18 Doppel-Voter - P - 10001 - 20. Juni 2012 - 20:02 #

TT hat mir bis zum 100. Stockwerk viel Spaß gemacht. Mein persönliches Ziel war erreicht. PP habe ich glücklicherweise ganz knapp vor Beginn der Suchtspirale löschen können, es kam mir schon verdächtig wie Zeitverschwendung vor. Also gebt lieber einen Euro für "Ticket to Ride", oder 8 für "King of the Dragon Pass" aus, da hat man nämlich "echten" Spielspaß.

McGressive 19 Megatalent - 13786 - 20. Juni 2012 - 20:06 #

Hab's die Tage ein wenig angezockt, konnte aber nicht annähernd den gleichen Reiz bei mir erzeugen wie seinerzeit Tiny Tower... Ich verzichte dieses Mal :P

Anonymous (unregistriert) 21. Juni 2012 - 11:34 #

Im gegensatz zu tt macht mir pp richtig spass. Tiny towers hat sich mehr oder weniger von allein gespielt, ich konnte eigentlich garnichts machen, außer stockwerk auf stockwerk zu stellen (wie toll). In pocket planes kann ich mir aussuchen ob ich ein frachtunternehmen oder eine tourismusairline aufbaue, oder beides. Ob ich auf viele kleine flieger oder eher wenige großraumer in meine flotte aufnehme. Ich kann mich entscheiden nur transatlantikflüge anzubieten, was zwar recht teuer ist und auch eine menge zeit erfordert...auf was ich hinaus möchte ist, dass ich hier entscheiden kann wie meine airline expandiert und ich dafür etwas tun muss. Tiny tower könnte man einem affen geben und er würde es wahrscheinlich bis zum 100. stockwerk schaffen, denn man kann praktisch nichts falsch machen. Das soll wirklich keine Beleidigung gegen diejenigen sein, die das "spiel" genießen konnten, ich konnte es halt nicht weil eben jedwede herausforderung fehlt. In pocket planes kann man zwar auch nicht verlieren, wenn man sich aber geschickt anstellt, kann man sehr viel mehr geld und bux verdienen als wenn man es einfach so nebenher spielt wie tt. Das wars auch schon, nochmal, der affenvergleich ist auf gar keinen fall bös gemeint :)

Roland 18 Doppel-Voter - 10797 - 24. Juni 2012 - 0:06 #

Ich denke es ist reine Geschmackssache. Mir persönlich gefällt PP ebenfalls besser als TT.

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NimbleBit
NimbleBit
15.06.2012
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