Lenhardts Nachtwache: Geldgier im Diablo-Auktionshaus
Teil der Exklusiv-Serie Lenhardts Nachtwache

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Heinrich Lenhardt 9097 EXP - Freier Redakteur,R8,S3,A1
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13. Juni 2012 - 22:45 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert
Heute Morgen bin ich freudig aus dem Bett gehüpft, um am PC zu checken, welche Reichtümer mir meine am Vorabend gestarteten Auktionen beschert haben. Denn seit Dienstag ist das Echtgeld-Auktionshaus in Diablo 3 in Betrieb, zumindest in Nordamerika. Europäische Kapitalisten müssen sich noch bis Freitag gedulden, bevor sie ihre raren Items nicht nur versilbern und vergolden, sondern auch gegen harte Euros veräußern können. Wenn sich denn ein Abnehmer findet. Auch wenn vereinzelt schon Gegenstände für den Maximalbetrag von $250 weggegangen sein sollen, sind selbst meine $1,25-Schnäppchen bisher Ladenhüter.
 
Paul Tassi von Forbes.com hat optimistischen Item-Jägern ausführlich erklärt, warum Spekulationen im Diablo-3-Auktionshaus kein guter Sommer-Job sind. Die Konkurrenz und Professionalität internationaler Profis ("Goldfarmer") ist beachtlich, das Angebot an Super-Items dürfte bald deutlich größer sein als die Nachfrage einer relativ kleinen, gutbetuchten Käuferschicht. Auch wenn man sich abschminkt, durch das Verhökern Diablo-3-Beute seinen Lebensunterhalt bestreiten zu können, sorgt das Echtgeld-Auktionshaus für einen extra Nervenkitzel beim Spielen. Denn vielleicht ist uns das Glück hold und beschert ein begehrtes, seltenes Set-Item, für das jemand echtes Geld hinlegen würde. Kein Jackpot, aber ein kleiner Lottogewinn ist ja auch etwas Schönes.
 
So faszinierend die Devisengeschäfte mit virtuellen Diablo-3-Gütern auch anmuten - an den faulen Beigeschmack muss ich mich noch gewöhnen. Spätestens wenn der PvP-Arena-Spielmodus hinzu kommt, könnte sich Blizzard "Pay to win"-Vorwürfe anhören müssen, gegen welche die üblichen Entrüstungsstürme über Free-to-play-Spiele wie laue Lüfterl wirken. Denn "die Bank gewinnt immer": Für jede abgeschlossene Echtgeld-Auktionshaustransaktion kassiert Blizzard einen Dollar. Will man gar sein Guthaben über PayPal ausgezahlt bekommen, sind weitere 15% Transaktionskosten fällig.
 
Da mögen uns die Spielentwickler noch so treuherzig versichern, dass das Auktionshaus auf ihrem Mist gewachsen und keinesfalls das geistige Kind geldgieriger Manager ist. Mit dieser Bereicherung hat Blizzard seinen Unfehlbarkeits-Lack angeschrammt und ehemals hehre Prinzipien nicht direkt verraten, aber mit beängstigendem Pragmatismus an die Gegebenheiten angepasst. Jahrelang vertrat man die Auffassung, dass das Verkaufen von Spielgold und virtuellen Gegenständen falsch und unfair sei. Bis man zu der Einsicht kam, dass es unaufwendiger (und einträglicher) ist, eben mal schnell eine 180-Grad-Drehung zu vollführen und die früher beklagte Unsitte als eigenen Service anzubieten. "If you can't beat them, join them", wie es in einer englischen Redewendung so schön heißt.
 
"Blizzard versucht das Äquivalent einer Drogen-Legalisierung" vergleicht der Forbes-Artikel drastisch, wenn auch nicht völlig unzutreffend. Und weist auf einen gewissen Interessenskonflikt hin: Wenn jeder Goldfarmer nun quasi ein Kunde von Blizzard ist, an dessen Transaktionen der Spielanbieter mitverdient, wie eilig hat man es dann, die Konten von Cheatern und Bot-Hackern zu bannen? "Das ist fast so, als würde man einem Polizisten sagen, einen Drogenhändler hochgehen zu lassen, der ihm 15% seines Gewinns als Schutzgeld zahlt." zieht Paul Tassi wenig schmeichelhafte Vergleiche.
 
Nicht nur aus ethischer, auch aus ökonomischer Sicht wirkt das Auktionshaus-Experiment abenteuerlich. So weist GamersGlobal-User Nokrahs darauf hin, dass die beliebige Wiederverkäuflichkeit der virtuellen Gegenstände Risiken birgt: "Interessant ist die Item-Handel Geschichte ohnehin, da Items in Diablo 3 ja nicht kaputt gehen. Selbst Juwelen kann man immer weiter verwenden und verbessern. Gold wird nicht weniger und ist jetzt schon inflationär." Und ergänzt leicht angesäuert: "Wenn das jetzt Schule macht und jedes zweite Game zukünftig ein verkorkstes Balancing zugunsten von Geld-Transaktionen aufweist, bin ich ... im Genuss meines Hobbys (Games spielen) gestört."
 
Überlegt es Euch also zweimal, ob ihr eure sichere Laufbahn im mittleren Beamtendienst zugunsten einer Karriere als freiberuflicher Gebrauchtitem-Verkäufer aufgeben wollt. Und wen das ganze Thema annervt, kann das Auktionshaus ebenso ignorieren wie die inoffiziellen Handelsangebote damals zu Diablo-2-Zeiten. Aber falls doch jemand eine gut erhaltene magische Armbrust für seine Dämonenjägerin sucht, dann kann er sich natürlich vertrauensvoll an mich wenden  ;-)

DarthTK 13 Koop-Gamer - P - 1592 - 14. Juni 2012 - 3:15 #

Sehr guter Kommentar, vor allem eingangs... Diese sogenannten Profis werden sich diesen "Markt" unter sich aufteilen. Des weiteren verdient dabei Blizz wohl am meisten. Finger weg heißt es hier. Dann profitiert hier die Mehrheit.

Maverick_M 18 Doppel-Voter - 10753 - 14. Juni 2012 - 3:49 #

So wie es momentan aussieht unterbieten sich im US-Autkionshaus die Leute bereits gegenseitig beim Gold-Selling. 1.000.000 Goldstücke für $2, soweit ich gelesen habe. Das macht nicht nur den Preis der Goldfarmer zunichte.

Ich befürchte durchaus, wir werden eine gewaltige (InGame-)Inflation erleben. Bereits die Gold-AH Preise sind in den letzten 1-2 Wochen derart angestiegen, dass es nicht mehr feierlich ist. Letztendlich wird das AH wohl nicht mehr sinnvoll nutzbar bleiben, wenn es dabei bleibt wie es jetzt ist.

Schlimmer find ich dass höchstwahrscheinlich Mondpreise im Echtgeld-Auktionshaus verlangt werden. Falls überhaupt, würde ich maximal 'nen Euro oder Zwei für ein Top-Item bezahlen. Alles andere wäre einfach nur Krank. Aber das scheint manche ja nicht davon abzuhalten, es dennoch zu verlangen - und andere diese Preise auch zu bezahlen.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9653 - 14. Juni 2012 - 4:04 #

Das Problem sind ja nicht die Mondpreise, sondern die Dropraten, die aufgrund des AH an sich im Gegensatz zu D2 scheinbar runtergesetzt worden sind. Aufgrund der fehlenden Trennung zwischen Single- und Multiplayer und einem AH für zwangsweise alle.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8188 - 14. Juni 2012 - 8:40 #

Was auch nicht _das_ Problem wäre, wenn man mit dem Gear, was man so findet, die künftigen Stages vernünftig bewältigen könnte. Der Sprung von Inferno Akt 1 zu 2 ist alleine schon so Haarsträubend, das man selbst Trashmobs-Kiten muss.

Ich Level jetzt mal nen Twink und hoffe der nächste Patch tut was vernünftiges. Falls nicht... wirds halt von der Festplatte getilgt.

Elysion 14 Komm-Experte - 1957 - 14. Juni 2012 - 9:35 #

Ja gut wenn man immer mit dem Gear was man selber findet weiterkommen würde wäre das AH ja relativ sinnlos. ;)
Aber ich gebe euch beiden absolut recht, ich finde die Chancen für sinnvolle Items sind absolut lächerlich. Ich habe selber kein einziges Item gefunden von dem was ich anhatte als ich noch D3 gespielt habe. Dann gibt es auch einfach viel Müll den man direkt wegschmeissen kann weil die Stat Kombinationen so unsinnig sind das es eh keiner will.
Ja und was den Sprung zwischen Akt1 und 2 angeht... da erinnere ich mich nur daran das diese komischen Katzen in Akt2 mich direkt einmal angesprungen haben --> tot. :(

Anonymous (unregistriert) 14. Juni 2012 - 9:58 #

ich habe noch kein einziges item im ah gekauft und komme trotzdem ganz gut durch akt 1 inferno. immer zu behaupten das überhaupt nichts droppt ist auch übertrieben. nur halt sehr sehr selten. aber akt 2 wird es dann wirklich übertrieben schwer, was die gegner angeht! aber blizzard hat für diesen monat den patch angekündigt wo auch in akt 1 eine bessere chance auf die guten items ist. und es werden viele weitere sachen ausgebessert! darutner auch das legendäre items verbessert werden. das muss man auch mal positiv sehen das blizzard es überhaupt jetzt mit patches in angriff nimmt! ich erinnere mich an viele spiele die total verbuggt und unausgereift released wurden und es kam überhaupt kein patch. weil es den entwickeln einfach scheissegal war.

Elysion 14 Komm-Experte - 1957 - 14. Juni 2012 - 10:27 #

Auf der einen Seite hast du recht das man es positiv sehen sollte. Auf der anderen Seite Frage ich mich allerdings ob solche Balancing Fragen innerhalb von 3+ Jahren Entwicklung nicht mal aufgefallen sind. Sowas hätte ich eigentlich von Blizzard erwartet, wenn man schon ewig am Spiel werkelt. Denn mittlerweile Frage ich mich eigentlich was Blizzard all die Jahre entwickelt hat. Diablo 3 kann es ja nicht gewesen sein, das AH bei all seinen Bugs und seiner schlechten Bedienung auch nicht.

A Scattered Mind 13 Koop-Gamer - 1690 - 14. Juni 2012 - 10:35 #

Dass es den Entwicklern egal wäre, dürfte in den wenigsten Fällen zutreffen. Die Frage ist einfach, ob dem Publisher die Kosten für einen Patch sinnvoll erscheinen. Blizzard erhofft sich selbstverständlich, dass D3 ähnlich wie der zweite Teil über Jahre hinweg gespielt wird. In Verbindung mit dem Echtgeldauktionshaus könnte es sogar abseits der reinen Verkaufszahlen gutes Geld in die Kassen spülen. Dementsprechend lohnt sich das Veröffentlichen eines Patches.

pepsodent 13 Koop-Gamer - P - 1493 - 14. Juni 2012 - 11:15 #

Ja, Blizzard ist schon toll. Vor allem, wenn man bedenkt, welch kurze Entwicklungszeit für Diablo 3 zur Verfügung stand. Dass da ein paar Fehler und Ungereimtheiten passieren, ist doch klar, verständlich und absolut verzeihbar.

Calmon 13 Koop-Gamer - 1274 - 14. Juni 2012 - 9:51 #

Das wird ja geändert. Ab 1.03 dropt Akt I die besten Items. D.h. eine Vielzahl von Mitspielern wird dann Akt I farmen was jede Menge gute Items ins Spiel bringt.

Mit 1.03 wird es dann möglich sein auch sinnig zu farmen und sich nicht wie jetzt durch die anderen Akte "durchzusterben" nur um an Loot heranzukommen das man für sinnvolles Spielen braucht.

Ach ja "durchsterben" wird teuer: Reparaturkosten steigen laut Patch Preview um das 4-6 fache!

Anothep (unregistriert) 14. Juni 2012 - 7:09 #

Ganz meine Meinung, und ich zitiere mal: "Ich hätte dem nur Belangloses hinzuzufügen" ;-D

Anonymous (unregistriert) 14. Juni 2012 - 7:24 #

Da hat Blizzard die größere Casual-Fanbase enttäuscht. Das AH ist leider, wie die Wirtschaft im realen Leben, eher was für Profis :)

Darth68 10 Kommunikator - 409 - 14. Juni 2012 - 8:40 #

Wow, wir haben einen Topmanager unter uns! Seit wann hat den sojemand Zeit Videogames zu zocken?

Ich versteh das ganze Gejammere über die AHs eh nicht. Ich zock D3 nur "Singelplayer" und mit den Items die bei mir droppen.
Das einzige was mich nerft sind die Dropraten. Ich will einen Offline-Singleplayer mit erhöhten Dropraten. Das ganze PvP-, AH- und Onlinegedöns kann mir gestohlen bleiben!

Vitruvius (unregistriert) 14. Juni 2012 - 11:59 #

Was für Profis...wie im realen Leben...das erklärt einiges. Jetzt mach ich mir wirklich Sorgen! :(

Die Universität St. Gallen hat Versuchspersonen Computersimulationen und Intelligenztests machen lassen, um Kooperationsbereitschaft und Egoismus zu testen. Dabei machten 28 Profi-Händler mit. Ich zitiere Focus Money:
>>Die Börsenmakler verhielten sich im Ergebnis „zum Beispiel noch egoistischer und risikobereiter als eine Gruppe von Psychopathen, die den gleichen Test absolvierte“, sagte Thomas Noll, Vollzugsleiter des Schweizer Gefängnisses Pöschwies nördlich von Zürich.

Statt sachlich und nüchtern auf den höchsten Profit hinzuarbeiten, „ging es den Händlern vor allem darum, mehr zu bekommen als ihr Gegenspieler“, wird Noll in dem Bericht weiter zitiert. „Und sie brachten viel Energie auf, um diese zu schädigen.“ Es sei in etwa so gewesen, als hätte der Nachbar das gleiche Auto, „und man geht mit dem Baseballschläger darauf los, um selbst besser dazustehen“.<<

Früher gab es hauptsächlich Psychopathen im Battlenet, aber jetzt: Profi-Händler!

Anonymous (unregistriert) 14. Juni 2012 - 13:20 #

hat mich spontan an dieses Bild erinnert:
weknowmemes.com/wp-content/uploads/2011/10/its-not-enough-that-i-should-succeed-others-should-fail-kevin-chang.jpg

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4402 - 14. Juni 2012 - 13:36 #

Sehr interessant, skurril und auch ein wenig erschreckend.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9653 - 14. Juni 2012 - 14:53 #

Man darf aber nicht vergessen, dass der Versuch ein Spiel war. Von daher gingen die Teilnehmer die Sache auch dementsprechend offensiv an.

Togi 11 Forenversteher - 567 - 14. Juni 2012 - 16:23 #

Red dir das mal weiter ein.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9653 - 14. Juni 2012 - 20:07 #

Ich weiß ja nicht, ob du schonmal an solchen Experimenten teilgenommen hast, aber sowas ist nunmal ein Experiment und nicht die Realität. Dazu kommt, dass es bei diesem Experiment nicht einmal Geld sondern nur Punkte als Anreiz gab.

Ich bezweifle ja nicht, dass das manche (vllt sogar die Mehrheit) dieser Menschen skrupellos sind. Nur würde ich das nicht an so einem Experiment mit so einem Vergleich festmachen. Das ist nämlich nur die Interpretation der Menschen, die das Experiment durchgeführt haben.

Makariel 19 Megatalent - P - 13895 - 15. Juni 2012 - 16:50 #

"Dazu kommt, dass es bei diesem Experiment nicht einmal Geld sondern nur Punkte als Anreiz gab."

Eben, stell dir mal vor was los wär wenn es um Geld gegangen wäre...

DomKing 18 Doppel-Voter - 9653 - 15. Juni 2012 - 18:48 #

Vllt hätten sie sich dann anders verhalten?!

Ganz ehrlich: Wenn es um nichts geht, gamble ich halt mehr, um vllt der "Gewinner" zu sein.

Larnak 21 Motivator - P - 25931 - 16. Juni 2012 - 3:25 #

Meiner Erfahrung nach eignen sich Spiele hervorragend, um bei anderen Menschen solche Fragen zu beantworten. Wie wichtig ist ihnen Erfolg? Wie können sie damit umgehen, zu verlieren? Was tun sie, um ersteres zu erreichen und letzteres zu verhindern?
Sicher sind dabei keine absoluten Aussagen zu treffen. Ein Toter im Spiel ist kein Toter in der Wirklichkeit. Aber gerade im Verhältnis der Spielenden zueinander liegt, glaube ich, viel Wahrheit. Spielen also (rein hypothetisch) alle Profi-Händler durchgehend deutlich aggressiver und destruktiver als ihre Psychopathen-Kollegen oder gar 'normale' Menschen, könnte ich wohl schon den Schluss ziehen, dass sich diese Differenz zwischen der Art des Handelns auch in der Realität zeigt.

Oder, um konkret auf deinen Satz einzugehen: Warum 'gamblen' denn die anderen nicht genauso viel? Zufall? Möglich, aber das werden die Untersuchenden sicher weitgehend ausgeschlossen haben.

NedTed 18 Doppel-Voter - P - 11773 - 14. Juni 2012 - 7:31 #

"Mit dieser Bereicherung hat Blizzard seinen Unfehlbarkeits-Lack angeschrammt und ehemals hehre Prinzipien nicht direkt verraten"

Danke, danke, danke... Das ist leider die traurige Wahrheit. Blizzard hat sich sehr sehr lange gehalten als DER Topentwickler. Dieser Titel wurde nun auf dem Altar des Kapitalismus geopfert. Jetzt stellt sich für mich die Frage wer der spirituelle Nachfolger von Blizzard sein wird. Bis jetzt steht noch kein Favorit zur Verfügung.

Meiner Meinung nach steht der Spielesektor generell in einer gerade sehr sehr dunklen Phase...

TASMANE79 14 Komm-Experte - 1845 - 14. Juni 2012 - 8:48 #

Wie wahr, 100% Agree.

John of Gaunt Community-Moderator - P - 62722 - 14. Juni 2012 - 10:55 #

Gibt schon ein paar Studios, die da meiner Meinung nach als Nachfolger in Frage kommen. Naughty Dog zum Beispiel (auch wenn die ja leider exklusiv entwickeln), Bethesda würde ich ebenfalls in die Kategorie rechnen, und, wenn sie denn endlich mal wieder ein Spiel rausbringen, Valve.

Larnak 21 Motivator - P - 25931 - 16. Juni 2012 - 3:26 #

Bethesda? Die Pferdedeckenleute?
Nichts gegen die Spiele, aber als spiritueller Nachfolger der "Blizzard-Legende" taugt so eine Firma doch irgendwie nicht.

Anonymous (unregistriert) 14. Juni 2012 - 11:06 #

Der Lack bei Blizzard ist doch schon lange ab.

Das fing damit an, dass sie für WoW monatliche
Gebühren kassierten und die nötige Software und
Erweiterungen trotzdem für teures Geld verkauft
haben.

Dann werfen die StarCraft 2 als Episodenspiel
auf den Markt und lassen Einzelspieler über
zwei Jahre auf die nächste Kampagne warten.

In dem Zusammenhang frage ich mich gerade, wie
StarCraft 2 wohl geworden wäre, wenn es ein
Free-2-Play Titel geworden wäre.
Wäre schon StarCraft 2 zerstückelt worden, um
den vollen MP oder die Kampagne für Geld anzubieten,
so dass man für ein zusammengekauftes StarCraft 2
in seiner jetzigen Form mind. 80 Euro bezahlt hätte?
Oder wäre Blizzard pleite, weil sie 2 Jahre an
den ersten Bezahlinhalten geschraubt haben.
Mal sehen, was die schöne neue F2P-Welt so bringt ...

Anonymous (unregistriert) 14. Juni 2012 - 11:49 #

Wie kommt es eigentlich, dass der kritische Spielejournalismus fragwürdige Trends zwar ordentlich in persönlichen Kolumnen abwatscht, aber gleichzeitig für die davon betroffenen Spiele in seinen Tests stets Topnoten und Awards bereithält?

NedTed 18 Doppel-Voter - P - 11773 - 14. Juni 2012 - 12:27 #

Das ist eine absolut berechtigte Frage!

nova 19 Megatalent - P - 14048 - 14. Juni 2012 - 12:42 #

Die total objektiven Reviews enthalten halt keine subjektiven/persönlichen Meinungen. ;) *istdochklar!*

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3279 - 14. Juni 2012 - 12:45 #

Du weißt doch, ein Onlinezwang hat nichts mit Spielspaß zu tun, selbst wenn er das Spielen verhindern sollte (37), oder man halt ein paar Tode durch kleinere Lags mitnehmen muss. Und das AH muss man schließlich nicht nutzen, selbst wenn die Drops dahingehend angepasst wurden.
Hey, immerhin verhindert der Onlinezwang endlich sicher das Cheaten. :D

Anonymous (unregistriert) 14. Juni 2012 - 13:50 #

Wenn man einem Spiel mit Makel Höchstwertungen mit Auszeichnung vergibt, dann kann es nicht gleichzeitig Gegenstand kritischer Kolumnen sein.
Denn wenn besagter Makel nicht bedeutsam genug ist, dass er Einfluss auf die Endnote hat, kann er auch nicht die nötige Relevanz besitzen um in einer eigenen Kolumne kritisch hinterfragt zu werden.

Togi 11 Forenversteher - 567 - 14. Juni 2012 - 16:37 #

Anpassung. Alle Spieler haben geheult als Steam eingeführt wurde, heute jubeln alle. Steam hätte einen Minuspunkt in der Wertung sein müssen, Spielen wird zum Teil verhindert, bzw gestaltet alles umständlicher. Aber wozu soll ich das als Magazin denn ankreiden? Die Leute wollen und werden zocken und ich bewerte immer noch für die Leute.
Warum sollte man da kritisch auf das ganze schauen? Eine Kolumne hier und da mit ein wenig Anti drin reicht wie man sieht.

Azzi (unregistriert) 14. Juni 2012 - 17:30 #

Nein? Also mein Spielspass war nicht so hoch als Diablo 3 selbst 2 Wochen nach Release noch gefühlt mehr down war als online, von Lags, ständig nicht erreichbarem AH usw. will ich gar nicht anfangen...

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3279 - 15. Juni 2012 - 8:30 #

Sag das nicht mir, sag das den Redaktionen, die solche Zusammenhänge nicht sehen wollen. Die haben schließlich auch Verständnis, wenn ein Konzern wie BA vom Ansturm auf eines der meist gehypten Spiele „überrascht“ wird.

Stell dir vor, Meinungsmacher wie PC-Games oder Gamestar hätten damals Flagge gezeigt und sich für die Spieler eingesetzt und HL2 wegen DRM abgestraft – so etwas wie ein Onlinezwang wäre heute wohl unvorstellbar.

Cloud 17 Shapeshifter - 7698 - 15. Juni 2012 - 8:54 #

Das glaubst du doch selbst nicht...

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3279 - 15. Juni 2012 - 9:24 #

Wer weiß…
Wenn die Presse Spiele mit DRM konsequent abgestraft hätte, halte ich das für durchaus möglich.
In Wirklichkeit wurde und wird das Thema aber weitgehend ignoriert. Siehe GG: nicht mal im Steckbrief wird die DRM-Art aufgeführt, aber Platz für bunte Screenshots ist da.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8188 - 15. Juni 2012 - 15:45 #

Manchmal haben andere Menschen auch einfach eine andere Meinung dazu. Manchmal liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen.

Ich hoffe für mich behaupten zu können, selbst wenn Zeitschriften etwas Hochjubeln/unter den Tisch fallen lassen, das ich selber erkennen kann ob das gut oder schlecht ist.

In deiner Theorie haben wir nur Brainwashed - von den Medien kontrollierte - Freaks am Start, die sich Fremdsteuern lassen.

Ich denke eher, der Markt der Spieler wächst jeden Tag. Jeden Tag kommt einer dazu, der vorher keinen Plan davon hatte. Und wie das so ist mit neuen, haben die von manchen weniger Ahnung oder kümmern sich um andere Dinge. Bleibt also nur: Pionierarbeit leisten, im Freundeskreis / in der Familie und selber Konsequenzen ziehen, mit Argumenten. Der Rest wird sich schon irgendwann regeln - hoffentlich. ;)

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3279 - 16. Juni 2012 - 10:44 #

"In deiner Theorie haben wir nur Brainwashed - von den Medien kontrollierte - Freaks am Start, die sich Fremdsteuern lassen."

In meiner Theorie? Schau dir die Wirkung von Marketing an und wie sich der Großteil der Konsumenten von ihr manipulieren lässt. Nur wenige _wollen_ sich informieren und hinter die hübschen Fassaden schauen. Das Medien allgemein eine enorme Macht haben, ist unbestritten.

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8188 - 16. Juni 2012 - 12:07 #

Der Gedanke das da draussen nur Lemminge sind, würde meine Lebenqualität verschlechtern - daher lass ich das.

Das es immer einen Teil gibt, der alles frisst und glaubt - das ist normal, damit muss man leben. Ich glaube aber persönlich nicht, das die Mehrheit so tickt. Witzigerweise sind es eben jene Medien die uns einreden, das es so wäre, damit wir sie kaufen um Kleverer zu sein, als die, die es nicht tun. :) Das zum Thema: "Manipulation".

Have a little faith. ;)

Vaedian (unregistriert) 14. Juni 2012 - 16:53 #

Das erste Mal, dass ich auf einen anonymen Kommentar antworte, aber der Mann/die Frau hat einfach Recht!

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3279 - 14. Juni 2012 - 8:01 #

„[…]Prinzipien nicht direkt verraten, aber mit beängstigendem Pragmatismus an die Gegebenheiten angepasst.“

Blizzard muss noch ein gewaltiges Ansehen bei Herrn Lenhardt genießen, wenn er Kritik nach dem Desaster noch so vorsichtig formuliert. ;)
Was BA sich gegenüber seinen Kunden mit D3 erlaubt ist mieser als alles andere, was EA oder Ubi je verbrochen haben. Selbst die meisten F2P-Anbieter sind nicht so dreist.

Anonymous (unregistriert) 14. Juni 2012 - 8:54 #

Irgendwie hab ich das Gefühl das diverse Gamer einfach kein Gefühl für Geschäftsmöglichkeiten haben. Ich versteh auch nicht warum sich hier so viele aufregen, wo ist denn da das eigentliche Problem? Das ihr euer Schwert nicht für 4 Euro verkaufen könnt oder das ihr in der geschäftlichen Liga nicht "mitspielen" könnt? Blizzard bietet doch nur die Möglichkeit, die ganze Preisgestaltung und Entwicklung ist doch Spielersache. Also geißelt euch bitte selbst und nicht Blizzard ;) Das ist Angebot und Nachfrage. Wenn das überteuerte Zeug nicht weg geht, regelt sich der Markt doch von selbst. Und wenns weg geht, bleibt es doch so - um so toller wenn ihr mal sowas findet. Was soll Blizzard da bitte machen? Ein Casual-AH Einführen mit maximal Beiträgen bis 5 Euro oder 1 Million Gold damit auch die GOTY-Fraktion glücklich ist?

Elysion 14 Komm-Experte - 1957 - 14. Juni 2012 - 9:49 #

Problem 1: es gibt Millionen Spieler, das bedeutet das selbst bei den schlechten Dropraten wenigstens ein paar Tausend mal richtig gute Items finden. Die dann teuer im AH sind und auch gekauft werden zu hohen Preisen!
Problem 2: Will man weiter kommen im Inferno Modus kannst du das nicht schaffen ohne das AH, oder du farmst eine Million Jahre Akt 1 in der Hoffnung es droppt etwas was genau DEIN Charakter braucht.
Problem 3: Da wenig nützliches bei dir selbst droppt, kannst du auch wenig verkaufen. Ergo hast du selber sehr wenig Geld.
Problem 4: Aufgrund der schlechten Dropraten bist zu gezwungen mehr oder weniger die Preise zu bezahlen die im AH sind oder du lässt es einfach und spielst kein D3 mehr weil du ohne die Gegenstände wohl im Infernal nicht weiterkommst.

Ich finde es lustig das wir als Spielergemeinde jetzt über sowas unterhalten :D aber: Dieses Gequatsche von "der Markt reguliert sich selbst" ... funktioniert doch noch nichtmal in der echten Welt, wie solls dann hier klappen!?
Letztlich sollte der Infernomodus ja eh der Modus für die Hardcore Leute sein, aber was bitte hat es mit Hardcore zu tun wenn man weiterkommt indem sich einige Leute (womöglich?) durch exploits Millionenbeträge erschummeln und sich nun die Items einfach kaufen mit denen es deutlich leichter ist? Oder einfach viel mehr Zeit investieren können.
Ich will auch gar nicht das Blizz was ändert, ich hab die Konsequenz gezogen und sage für mich: D3 war ein ganz nettes Game bis lvl 60 und Hölle. Danach ist es einfach nur noch schlecht und darauf ausgelegt mehr und mehr Geld in die Taschen zu spühlen und darauf habe ich wenig Lust, also hab ich es einfach aufgehört. :)

Woldeus 14 Komm-Experte - P - 1926 - 14. Juni 2012 - 10:32 #

wie heinrich kann ich dir nur zustimmen.

exploits gibt es mehrere um schnell an viel gold oder erfahrung zu kommen. zum glück bessert blizzard dies relativ schnell aus.
der schaden an der ingamewirtschaft ist jedoch schon so fortgeschritten(hab ein 800dps legendary im ah gesehen, das für 90.000.000g verkauft wurde....), dass ein goldwipe fast schon angenehm wäre.
jedenfalls bin ich gespannt, wie sich die geschichte noch entwickelt. vorallem in patch 1.03 setze ich viel hoffnung. nicht für die ingamewirtschaft, sondern um diablo 3 endlich so spielen zu können, wie man es teilweise aus diablo2 gewohnt ist^^

DomKing 18 Doppel-Voter - 9653 - 14. Juni 2012 - 15:00 #

Ich wiederhole mich hier mal:

Ich finde, dass Blizzard mit dem Levelcap und mit dem Infernomodus ein falsche Spielphilosophie eingeführt hat. Ich will keine große Herausforderungen bei einem Diablo. Ich will nicht ständig hit&run spielen. Ich will übermächtig sein, bzw. die Möglichkeit haben, dies zu werden. Ich will viele Gegner und Bosse einfach umschnetzeln können, ohne, dass ein falscher Mausklick direkt den Tod bedeutet.

Blizzard hat leider zu viele (schlechte) Elemente aus WoW übernommen (im Endgame-Bereich).

Wie du schon sagtest: Das Spiel ist bis Level 60 und Hölle gut. Danach geht es mit dem Spielspaß steil abwärts. Spielen natürlich verschiedene Elemente zusammen.

floppi 22 AAA-Gamer - P - 33999 - 14. Juni 2012 - 15:45 #

Wenn du übermächtig Bosse schnetzeln möchtest, kannst du das doch gerne auf den niedrigeren Schwierigkeitsstufen tun. Da bist du dann übermächtig und unbesiegbar.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9653 - 14. Juni 2012 - 15:54 #

Ja, macht auch Spaß. Nur bringt es nichts. Gute Items, die ja irgendwie auch zur Motivation beitragen, gibt es leider nur auf Inferno (bald auch Ende Hölle).

Außerdem ist das mit den "Schwierigkeitsstufen" nunmal eh nicht so, wie z.B. bei einem normalen Spiel. Dort kann ich normalerweise zwischen 3 Schwierigkeitsstufen auswählen und erlebe dann mehr oder weniger das gleiche Spiel von Anfang bis Ende. Bei Diablo ist es nunmal so, dass unter anderem wegen der Items, das Spiel anders ist. Sprich: Das Spiel geht nunmal von Akt 1 Normal bis Akt 4 Inferno. Wenn ich Diablo nur auf Normal durchspiele, habe ich nur 1/4 des Spieles an sich durchgespielt. Sieht man ja auch an den Spells (bzw. Runen), die man bis Level 60 bekommt

Anonymous (unregistriert) 14. Juni 2012 - 8:58 #

Schöner Artikel.

Schuld sind nicht die Betreiber mit ihren dubiosen Systemen, sondern die Leute, die so etwas weiterhin unterstützen. Bei mir war der Kaufgrund schon gestorben, als ich von der Online-DRM hörte. Und Echtgeld-Spielchen gehen schon einmal gar nicht.

Dass es auf den Spielspaß drückt, zeigt ja der AH-Zwang da die Dropraten jenseits von Gut und Böse sind. Ein "Normalspieler" bekommt hier ja ohnehin kaum ein gutes Item zu Gesicht.

Ne Danke, dann doch lieber wieder Diablo 2 im LAN/Internet mit Kumpels.

Fred DM (unregistriert) 14. Juni 2012 - 9:57 #

spar dir solche kommentare bis du das spiel selbst gekauft und gespielt hast, ja?

ich spiel Diablo 3 (bislang) ausschliesslich solo und ohne auktionshaus (egal ob mit gold oder echtgeld), und sehe keinerlei nachteile, und es macht mindestens genausoviel spass wie damals D2.

ich finde jedenfalls regelmässig gute items und kann meinen charakter ebenso regelmässig mit immer besseren aufrüsten.

aber du kannst dir ja weiterhin einreden, wie schlecht das spiel doch ist und wie glücklich du doch bist, dass du es nicht spielst. ROFL.

T.C. (unregistriert) 14. Juni 2012 - 10:25 #

Warum soll er dich den Kommentar sparen? Nur weil es dir nicht in den Kram passt?

Ich habe es auch nicht gekauft, aber mal kurz angespielt. Das Spiel selbst ist öde und langweilig. Das Ergebnis, welches Blizzard hier nach jahrelanger Entwicklung abgeliefert hat, ist einfach nur enttäuschend. Dazu noch der AH- und AlwaysOn-Dreck.

Sorry, aber das Spiel ist kein bischen sein Geld wert. Ich habe besseres zu tun, als in Blizzard's 0815-Item-Hamsterrad herumzulaufen.

Fred DM (unregistriert) 14. Juni 2012 - 11:24 #

weil man generell nicht von dingen sprechen soll, von denen man ganz offensichtlich kein ahnung hat. das mindeste das man erwarten kann, ist dass einer das spiel selbst gespielt hat.

sonst ist so ein kommentar bloss dummes nachplappern, mutmassen und sinnloses flamen.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 14. Juni 2012 - 11:37 #

Solange ich Spiele nicht unkompliziert bei nicht gefallen zurück geben kann, werde ich kein Spiel kaufen, nur um mir von dir eine Berechtigung zu bekommen, Kritik zu äußern.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11031 - 14. Juni 2012 - 13:10 #

nur weil jemand das spiel net gespielt hat, muss man ihn noch lange net das maul verbieten. es gibt gerade heute genügend möglichkeiten sich detailliert und tief über alle möglichen spiele zu informieren.
und da sieht man, auch ohne das spiel gespielt zu haben, dass d3 offensichtlich eklatante schwächen hat im gamedesign.
mit flamen hat das keineswegs zu tun. kritik als flamen zu diskreditieren hingegen etwas mit fanboy'ism.

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 14. Juni 2012 - 15:24 #

Lass mich raten: Jemand, der Erfahrung mit vergleichbaren Geräten gemacht hat (nehmen wir jetzt mal MP3-Player vs. iPod), der hat über den iPod gefälligst das Maul zu halten, wenn er diesen nicht gekauft hat?

Schöner Unsinn.

ads (unregistriert) 14. Juni 2012 - 14:46 #

Man kann seine Charaktere schon immer mit neuen Sachen aufrüsten, aber eigentlich tauscht man nur immer ein langweiliger seltener Gegenstand gegen einen anderen aus. Bei Diablo 2 hatte man immerhin hin und wieder mal ein spannender Set- oder Unique-Drop, ausserdem den Horadrim Würfel und Runenwörter. Bis Inferno 2.Akt ein einziges Unique ist nun einfach nicht motivierend.

Zudem kann man bis gegen Ende Hell eigentlich eh durchrennen, ab Inferno 2.Akt muss man dann ohne Ende Gold farmen um sich Items im AH zu kaufen mit denen man weiter kommt. Das ist in etwa so spannend wie Schuhe kaufen bei Discounter.

Also ich hatte mit dem Spiel zwar einige lustige Stunden, aber nachdem die Motivation schon im Höllen-Modus nachlies ist jetzt einfach die Luft draussen, Diablo 3 schau ich mir frühestens in ein paar Patchs oder gar nach einem Addon wieder an, im Moment sind in dem Spiel einfach zuviele Sachen die mir den Spielspass rauben.

nova 19 Megatalent - P - 14048 - 14. Juni 2012 - 10:05 #

Was ich mich bei D3 frage: Warum soll man überhaupt das Spiel ein viertes Mal mit dem selben Charakter durchspielen... und was macht man danach?

Meine Dämonenjägerin steht frisch in Akt I (ich glaube den Skelettkönig habe ich noch getötet), aber seit Beginn der EM habe ich nicht mehr gezockt. Andere Reize habe zwar überwogen, doch ich habe sowieso vor, eine Zauberin oder einen Mönch auf Normal und wenigstens Alptraum durch zu spielen (was ja dank AH und günstigen "Low-Items" ziemlich schnell geht). Halt ein bisschen Abwechslung mit anderen Skills und Spielweisen.

Sich durch Inferno durch zu quälen, nur ums durch zu haben, ist irgendwie witzlos...

Anonymous (unregistriert) 14. Juni 2012 - 10:14 #

Wieso fragst du dich das nur bei D3? Also dann ist jedes Hack and Slay nichts für dich! Weil es in diesen Genre doch so üblich ist und es weiter nach dem durchspielen geht. Charakter höher leveln, bessere Items usw.! Wenn das alles nichts für dich ist, dann ist es halt nicht dein Genre! Aber viele Spieler finden dieses System halt gut. Sacred, Titan Quest usw. dort ist es doch genauso, dort hat man auch weitergefarmt und gelevelt.

Und wenn man sich eh jedes Item im AH kauft, ist es auch kein wunder, das ein das Spiel nicht mehr reizt. Weil man sich eh nicht mehr auf dropps freut, sondern alles im AH kauft.

Ich kaufe nichts im AH und freue mich immer wieder auf gelb gedroppte Item.

nova 19 Megatalent - P - 14048 - 14. Juni 2012 - 10:19 #

Ich hätte Akt I "Inferno" schreiben sollen. ^^

D3 macht Spaß, das bezweifle ich nicht. Vor allem mit Freunden. Ich kaufe äußerst selten im AH, aber bei den Zweit- und Dritt-Charakteren werde ich mein Goldpolster leicht ankratzen und mir den Luxus des AHs leisten. Dort ist es besser angelegt als zig Millionen für 'ne Hose auszugeben. ;D

Mir geht nur nicht in den Kopf, warum man unbedingt Inferno durchspielen will - da ist nichts anders, außer, dass es schwieriger ist. Ok, man bekommt super tolle Achievements und bestimmt auch eine gewisse Befriedigung, es endlich "komplett" durchgespielt zu haben - dann warten aber immer noch theoretisch 9 weitere Charaktere, die durch Inferno wollen. ;)

Anonymous (unregistriert) 14. Juni 2012 - 10:23 #

achso bist auf inferno. na dann haste es ja auch schon ne weile gespielt und ist doch auch völlig ok. hatte dein kommentar erst missverstanden sorry

Anonymous (unregistriert) 14. Juni 2012 - 10:05 #

Die meisten Spieler scheinen wohl nie auf Spielewebseite zu schauen... z.b. ob ein neuer Patch angekündigt ist. Es ist ein Patch angekündigt der die droppraten usw. verbessert. Also warum regen sich alle so heftig auf. Blizzard nimmt doch das Problem mittlerweile ernst. Und das ist doch ein guter Schritt!

nova 19 Megatalent - P - 14048 - 14. Juni 2012 - 10:14 #

Link or it didn't happen!

Bis man auf der D3-Webseite mal was gefunden hat, hat man Inferno schon durchgespielt. Ich habe immer noch keine Auflistung der verschiedenen Patchnotes/Changelogs der vergangenen Patches gefunden. :/

Anonymous (unregistriert) 14. Juni 2012 - 10:20 #

:-D

kann leider als nicht registriert kein link posten. aber wenn du auf die d3 page gehst musste oben auf weiterleiten gehen, da steht direkt was von Design-Vorschau auf Patch 1.0.3

Woldeus 14 Komm-Experte - P - 1926 - 14. Juni 2012 - 10:35 #

http://eu.battle.net/d3/de/blog/5055288/Design-Vorschau_auf_Patch_103-06_06_2012#blog

ist eig. direckt auf der startseite...

p.s. eig. unterstütze ich faulheit nicht, aber ich war gerade da drauf:)

nova 19 Megatalent - P - 14048 - 14. Juni 2012 - 10:44 #

Faulheit, pff... Ich hab GG-Level 16 - bisschen Respekt, ja? ;) *jk*

Dankeschön!

Togi 11 Forenversteher - 567 - 14. Juni 2012 - 16:42 #

Also "die Dropraten wurden gesenkt und somit ans Auktionshaus angepassst" lese ich sinngemäß weiter oben und "Es ist ein Patch angekündigt der die droppraten usw. verbessert. Blizzard nimmt doch das Problem mittlerweile ernst. Und das ist doch ein guter Schritt!" lese ich nun hier. Hm.
Wenn ichs nicht besser wüsste ist Blizzard voll aufs Maul gefallen und rudert jetzt zurück. 11 Jahre oder was in der Entwicklung und die Thematik 'Droprate vs Auktionshaus' wurde wohl nicht im Ansatz bearbeitet.
Was daran gut sein soll und nicht einfach nur 'verdammt nochmal nötig' ist... zumindest mir schleierhaft. Aber naja ganz verblasst ist der Schimmer der angeblichen Perfektion Blizzards noch nicht.

Calmon 13 Koop-Gamer - 1274 - 14. Juni 2012 - 10:20 #

Mir geht die ganze Weinerei sowas von auf die Nerven!

Warum wird auf ein Spiel, das 40-50€ gekostet hat, das neben ausreichenden Content auch noch zusätzliche Features wie ein AH/RMAH bietet so herumgehackt?

Ich meine ich zahle hier keine monatlichen Gebühren, nichts! Wenn jemand das RMAH nutzen möchte und Blizzard dabei Geld verdient ist das doch super! Schliesslich hängt von all dem Blizzard Geld ab wie gross das Budget für Expansions und Vortsetzungen wird.

Leute, kommt mal auf den Boden. Wenn ich mir anderes für die Preisklasse anschaue das dann vielleicht noch 1 Firstday Patch bekommt, dann bin ich mit Diablo 3 voll zufrieden.

Und ums klar zu stellen: Ja mich stören auch gewisse Sachen an Diablo 3, aber mir ist auch bewusst das bei all den verschiedenen Spielertypen es immer Kompromisse geben muss!
Ich spiele weil das Gesamtbild stimmt, und wem das Gesamtbild missfällt hört auf zu spielen so einfach - selbst bei genügend Titeln gemacht.

Elysion 14 Komm-Experte - 1957 - 14. Juni 2012 - 10:38 #

Immer wieder interessant das es Leute gibt die alles als weinen abtuen. ^^ Stell dir einfach mal vor es gibt auch Menschen die das Spiel mögen aber einige Punkte kritisieren.
Und mal ehrlich, du glaubst D3 bietet viel Content? Ja ok die 4 Akte (oder eher 3 1/2) sind gut aber sehr schnell durch. Die nächsten Schwierigkeitsgrade sind durchaus auch Content aber doch nur in der Schwierigkeit. Schließlich spielst du dasselbe nochmal durch. Also ist Design und Aufbau genau gleich. Nur die Fähigkeiten sind stärker und ein bis zwei kommen hinzu, nicht gerade der "ausreichende" Content von dem du redest, wie ich finde. ;)
p.s. Ich habe schon aufgehört mit D3 :)

pepsodent 13 Koop-Gamer - P - 1493 - 14. Juni 2012 - 11:40 #

Jeder sollte das Spiel einfach fünf- oder sechs- oder zehnmal kaufen, denn es ist ja wichtig und nötig, dass die arme Blizzard-Firma ganz viel Geld verdient, damit die weiter so tolle und kundenfreundliche Spiele machen können.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11031 - 14. Juni 2012 - 13:14 #

weil das AH eben nicht nur ein zusätzliches feature ist. sondern das ganze spiel so designed wurde, dass es essentiell ist für das weiterkommen. stichwort droprates und verlauf des schwierigkeitsgrades.
wenn es einen alternativen open modus ohne AH geben würde, wäre das ja alles kein problem. aber so ist das eben nicht nur ein rumgemäkel daran, sondern tatsächliche kritik die sich auf die folgen des AH's beziehen.

Togi 11 Forenversteher - 567 - 14. Juni 2012 - 16:45 #

Und selbst wenn das Auktionshaus funktionieren würde, wäre es der Items Shop eines F2p Spiels auf Spieler Basis. Denn bei dem Modell soll nicht der D3 Nerd Kohle machen, sondern Blizzard.

Christoph 17 Shapeshifter - P - 6522 - 14. Juni 2012 - 12:04 #

Ich ignoriere beide Auktionshäuser, Gold und Geld, und spiele ganz allein so vor mich hin. Mit viel Spaß am Verbessern und Hochleveln. Bin allerdings auch erst im zweiten Schwierigkeitsgrad...

Makariel 19 Megatalent - P - 13895 - 15. Juni 2012 - 16:52 #

Beim dritten Schwierigkeitsgrad hört sich der Spaß auf ;)

AticAtac 14 Komm-Experte - 2193 - 14. Juni 2012 - 12:23 #

Man muss aber hier auch relativieren, dass Blizzard etwas legalisiert, was sowieso stattgefunden hätte. Der ganze Itemhandel mit Echtgeld hätte halt, wie bei Diablo 2, ausserhalb von Battle.net stattgefunden.
So gesehen ist das,was Blizzard mit AH getan hat, "moralisch" nicht in Ordnung, hat aber spieltechnisch keine grosse Auswirkung, weil der Handel so oder so stattfindet.

Was die Probleme beim Balancing angeht, dem könnte man ja momentan etliche Kapitel widmen. Hier helfen nur zukünftige Patches und ein Restbeigeschmack wird trotzdem bleiben, weil aufgrund der Bugs und schlechtem Balancing eigentlich ein Server-Wipe notwendig wäre, um wieder sauber anzufangen. In D2 hat Blizzard dieses Problem mit dem Ladder-System teilweise gelöst.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11031 - 14. Juni 2012 - 21:04 #

siehe oben. das problem ist eben, dass es sehr wohl spieltechnisch große auswirkungen hat. blizz hat das AH eben nicht nur eingeführt, um den "illegalen" handel zu unterbinden, sondern vor allem um damit geld zu machen.
was für auswirkungen das hat, haben wir ja gesehen. kein offline/open-modus und damit keine mods, absurd geringe droprates, enormer schwierigkeitsgrade der ohne AH-kauf nicht zu schaffen ist usw...

Togi 11 Forenversteher - 567 - 14. Juni 2012 - 16:47 #

Damit wäre unterstellt der liebe Lenhardt würde so oder so seine Gegenstände für echtes Geld verkaufen. Was vorher die Farmer machten, machen jetzt halt alle. Etwas geändert hat sich dahingehend also schon.

pel.Z 16 Übertalent - 4852 - 14. Juni 2012 - 12:51 #

Ich finde es müßig, nur noch Aufreger über das Auktionshaus lesen zu müssen. Allein hier auf GG stehen 3 Artikel/News dazu quasi übereinander.

Es ist definitiv an der Zeit, sich über die Aufreger aufzuregen! Freiwillige vor...

Kulin 13 Koop-Gamer - P - 1529 - 14. Juni 2012 - 13:18 #

Also Pay2Win ist natürlich murks. Das Stichwort ist Matchmaking. Wenn jemand Super-Equipment hat, wird er auch nur gegen Leute spielen, die ähnlich gut ausgerüstet sind. Ich kann also keine Nubs Farmen, nur weil ich 20€ ausgebe. :D

Ein wesentlich größerer Faktor ist da die Anmerkung, dass Blizzard seinen Unfehlbarkeits-Lack anschrammt. Sehe ich genauso.

1. Das ganze Endgame wurde darauf ausgelegt - von der Drop-Wahrscheinlichkeit bis hin zum Aufbau der Drops im Verhältnis zum eigenen Progress - dass man sich beinahe Ausschließlich durch das AH verbessern kann. Man muss da nur mal etwas Wahrscheinlichkeitsrechnung betreiben. So leid es mir tut: selbst 1.0.3 wird das nur marginal verändern. Die Chance, dass bei 20 gelben Items, also dem Produkt von etwa 1-2 Stunden Arbeit durch relativ fixes Farmen mit Nephalem Buff in Akt 1 und 2, auch nur EINES dabei ist, dass man selber brauchen kann, liegt etwa bei 1 zu 100, bei mittelprächtigem Gear. Diese Chance wird immer geringer, je besser das eigene Gear schon ist. Selbst höhere Dropchance in Akt4 ändert daran nichts. Für mich deswegen ein Zeichen von reinstmöglicher Geldgier seitens Blizzard.

2. Große Teile der guten bis sehr guten Items werden ins RMAH gesteckt. Kaum hört jemand von Items -die über 250-700$ im RMAH oder auf Ebay brachten - bekommen die Leute Dollarzeichen in den Augen. Siehe Punkt 1. Verbesserung fast nur durch das AH bedeutet, dass man gute Items fast ausschließlich im RMAH finden wird. Dieser Zwang das RMAH zu nutzen, wenn man sich relativ fix verbessern will, ist das ebenfalls ein Zeichen aussergewöhnlicher Geldgier auf kosten der Spieler und des Spielerlebnisses.

3. Die einzige Hoffnung ist nun, dass das Gold-AH deswegen attraktiv bleibt, weil man Gold direkt im RMAH kaufen kann. Kauft man etwas für Gold, kauft man es demzufolge defakto für bares Geld, wenn sich das RMAH erstmal auf einen bestimmten Wechselkurs eingestellt hat. Das bedeutet allerdings defakto, dass selbst das GoldAH von den Preisen im RMAH kontrolliert wird. Und damit dass das GoldAH und das Spielen ohne RMAH indirekt gewaltig erschwert wird. Der Sekundäre Markt(Also professionelle Goldfarmer), wird also über kurz oder lang das Spielerlebnis bestimmen(wenn man nochmal Punkt 1 mit einbezieht). Das Blizzard den sekundären Markt so puscht, vollkommen egal was das für Auswirkungen auf ein Spiel mit so enormer AH-Abhängigkeit hat, ist noch ein Zeichen für Geldgier.

In meinen Augen lese ich in allem was Blizzard da tut Activision und Bobby Kotick und seine üblichen Versuche die Spielerschaft für Dumm zu verkaufen heraus. Ich kann nur hoffen, dass Blizz sich wieder von diesem Haufen trennt. Sonst sehe ich schwarz, wenn die auf dem Weg bleiben.

ads (unregistriert) 14. Juni 2012 - 14:58 #

Schöne Zusammenfassung, genau deshalb vermisse ich den Offline-Modus, dort konnte man einfach spielen, spielen! Ohne irgendwie an einen Mini-DAX gebunden zu sein. Und wenn man mal die Super-Über-Items ausprobieren wollte konnte man auch mal Cheaten, ohne das man damit jemandem (oder höchstens der eigenen Spielmotivation) geschadet hat, und ohne dass einem Blizzard danach höchspersönlich das Spiel aus den Händen gerissen hat.

Anonymous (unregistriert) 14. Juni 2012 - 15:17 #

Man kann in D3 als Beginner einen Char erstellen und völlig ohne (RM)AH bis Akt1 Inferno spielen. Dabei kann man einfach alles, was man nicht anzieht, auf dem Boden liegen lassen.

In Akt1 Inf kann man sich die Gegenstände einfach genauer ansehen und prüfen, ob sie im AH etwas Wert sind. Durch intelligentes Verkaufen farmt man sich das Vermögen zusammen, um seinen Char zu verbessern. Man verpasst dabei nichts, denn man hat zu diesem Zeitpunkt jeden Boss schon dreimal besiegt.

Einige wollten unbedingt völlig autark weiterspielen können. Diese Möglichkeit wird nun ins Spiel gepatcht.

Das RM(AH) bringt nichts in den Spielhandel ein, das nicht in D2 schon auf umständlicherem Weg praktiziert wurde. Es verhindert auch nicht, die alten umständlichen Handelspraktiken unter Umgehung der (RM)AH-Gebühr zu beschreiten.

Nokrahs 16 Übertalent - 5755 - 15. Juni 2012 - 0:03 #

*Dauerschmunzeln*

Danke für den klasse Beitrag Heinrich.

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 15. Juni 2012 - 0:38 #

Bester Beitrag seit Langem.
Ich finde diese Echtgeld-Politik völlig beschissen. Man muss auch nicht jede noch so idiotische Nachfrage befriedigen. Leute, die für sowas ihr Geld ausgeben, sind schlicht krank und sollten stattdessen ihr Geld in einen Therapeuten investieren.
Für mich jedenfalls sind solche Spiele gestorben. Glücksspiele und Spielsüchtige gibt es schon genug, auch ohne Diablo 3.

Anon (unregistriert) 15. Juni 2012 - 15:15 #

Ich finde auch, dass alle Leute, die Geld für Spiele ausgeben zum Psychater sollten. Sowas krankes!

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 15. Juni 2012 - 18:06 #

Das habe ich in keinster Weise geschrieben. Zuerst Lesen, dann Denken, dann Antworten ;)

Whorigin (unregistriert) 15. Juni 2012 - 1:17 #

Die meisten von euch hier fördern diesen Schmu mit dem Kauf von D3.

Danke dafür! Nächstes mal bitte vor dem Kauf den Kopf einschalten.

Trype 07 Dual-Talent - 101 - 16. Juni 2012 - 15:54 #

Bei Nutzung von Paypal: 1€ + 15% an Blizzard, und zusätzlich 0,35€ + 1,9% an Paypal, da kann man es schonmal vergessen nebenbei ein paar Euro zu machen. Zusätzlich erhält man ohne Authentifikator für jede Transaktion einen Code per SMS, welche gestern beim Testen mal eben 3-4 Minuten auf sich warten ließ.

Edit: Ok den Code muss man scheinbar nur beim erstellen der ersten Auktion eingeben.

SirDalamar 14 Komm-Experte - 2035 - 17. Juni 2012 - 19:39 #

Man muss aber auch sagen: Item, die einen durch Akt 1 & 2 Inferno bringen kosten nicht mehr sonderlich viel. für 200.000 Gold / Itemslot kommt man gut klar. Akt 3 habe ich noch nicht in Angriff genommen - aber bis dahin ist das echt iO. Trotz allem: Das Echtgeld-AH werde ich niemals nutzen.

Ich spiele gerne, aber ich gebe kein Geld für "Gegenstände" in Spielen aus. Ich finde das einfach nur seltsam, tut mir leid. Dann ist mein Sorc halt etwas schwächer als andere. Na und? Klar kommt man trotzdem. Und wer jetzt 'schon' in Inferno ist, kann sich wohl kaum mit "Zeitmangel" rausreden...

Jamison Wolf 17 Shapeshifter - P - 8188 - 17. Juni 2012 - 20:08 #

Ich hab mir aus Spass wieder Diablo 2 installiert... Da merkt man dann, was einem in Diablo 3 so alles fehlt. Die Maps sind grösser und geräumiger, die Dungeons ordentlich Dunkel, mehr Gems, Charms, ITEMS. Schon mit Stufe 2 fielen mir die ersten gesockelten Gegenstände entgegen, mit Stufe 4 die ersten Rares. Mit 5 ein süsses Set-Item. Ich bin penetrant am Wechseln meiner Ausrüstung.

In D3 hab ich mit 70 Spielstunden ein "Legendäres" Item gefunden, mit Werten, die knapp über einem blauen Item der selben Stufe lagen. Set-Items hab ich bisher noch keine gesehen.

Es frustiert mich, das ich nicht mehr auf Item-Hatz gehe sondern auf Gold-Farming. Und bis der Patch kommt, kann ich mir auch grosse Teile von Inferno Akt 2 schenken. Sehr ernüchternd das alles. :(

SirDalamar 14 Komm-Experte - 2035 - 18. Juni 2012 - 12:39 #

Ja, die Dropraten sind sehr demotivierend. Mir geht's ähnlich wie dir: etwas mehr als 110 Stunden und nur 6 legendäre bzw. kein Set Item. Und wenn man einmal ein legendäres findet, ist es nicht wirklich gut...

Anonymous (unregistriert) 24. Juni 2012 - 2:57 #

Heroinsüchtige Ratten haben sich in einem Experiment zu maximal 75 stubsern auf eine Plattform herhalten lassen, damit sie ihre nächste Dosis Heroin bekommen. Mehr als 75 stubser ist für die Ratte zu viel Aufwand und sie hat auf das Heroin verzichtet....was ist der maximale Aufwand, den ein "gesunder Menschen der ein Computerspiel spielt" für ein paar virtuelle Zahlen?!?
Die Ratte musste nur mit ihrer Nase auf die Plattform drücken um ihre Dosis zu bekommen, der Mensch muss nur € hergeben....

Anonymous2 (unregistriert) 24. Juni 2012 - 13:47 #

Grundlegender: Nach wievielen Klicks mit dem linken Zeigefinger muss eine Belohnung erfolgen..

Roland 18 Doppel-Voter - 10850 - 24. Juni 2012 - 13:15 #

Forbes mag es zwar drastisch formuliert haben, traf aber den Nagel auf dem Kopf. Es bedarf öfters klarer Worte und gut zu lesender Kommentare (wie dieser hier). Zu oft lese ich Artikel in verschiedenen Medien nach der Art "Wasch mich, mach mich aber nicht nass".

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