Arcade-Check: Babel Rising
Teil der Exklusiv-Serie Arcade-Check

360 PS3 iOS andere
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15. Juni 2012 - 17:51
Tower-Defense-Spiele erfreuen sich immer noch größter Beliebtheit, wohingegen das Erscheinen von Titeln, in denen ihr in die Rolle eines Gottes schlüpft, deutlich niedriger frequentiert ist. Die eher für seine Adventures (Syberia, Paradise) sowie die Produktion von Animationsfilmen bekannte französische Firma White Birds Productions kombinierte die Sub-Genres schon 2009 in der iOS-Version von Babel Rising, das damals noch von BulkyPix vertrieben wurde. Scheinbar gefiel das Spiel den Verantwortlichen bei Ubisoft so gut, dass der Titel nun für Xbox Live Arcade und Sony Entertainment Network umgesetzt wurde und unter deren Publisher-Flagge erschienen ist. Im heutigen Arcade-Check widmen wir uns natürlich der Xbox-360-Version, die sich je nach Vorliebe mit Controller oder Kinect steuern lässt.

Ungehorsame Babylonier

Ihr seid Gott! Aber keiner von der guten, vergebenden, sanftmütigen Sorte. Nein, wir sprechen hier vom alten Testament. Auge um Auge, Zahn um Zahn! Wenn eure Schöpfung nicht spurt, seid ihr ein zorniger Gott, der sich nicht davor scheut, seine Schäfchen mit roher Gewalt auf den rechten Pfad zurück zu führen. Da ist es keine gute Idee der Babylonier, sich zu erdreisten, als Zeichen ihrer eigenen Schöpfungskraft einen Turm gen Himmel zu bauen, um selbigen zu erobern. Solch Frevel lässt sich natürlich nicht tolerieren. Deshalb ist mal wieder die Zeit gekommen, um den Emporkömmlingen zu demonstrieren was wirkliche Macht bedeutet. Die zerstörerische Kraft der vier Elemente, so mag sich der zornige Gott denken, wird die Würmer schon daran erinnern, wer der wahrhaftige Schöpfer ist.

Eurer Blick ist immer auf den ketzerischen Turm gerichtet, dessen Bau in einer Spirale nach oben verläuft. Mit dem rechten Stick könnt ihr drumherum scrollen und falls der Turm eine gewisse Höhe erreichen sollte auch hoch und runter. Der linke Stick dient als Cursor, mit dem ihr das Ziel eurer elementaren Gewalt und deren Richtung bestimmt. Von den vier Elementen Erde, Feuer, Wasser und Luft müsst ihr euch vor jedem Level für zwei entscheiden. Auf dem A- und B-Knopf befinden sich leichte Attacken wie Feuerbälle oder Blitze und auf X und Y eher flächige Angriffe wie Erdspalten oder Wirbelstürme. Durch das Verwenden dieser Aktionen ladet ihr verheerende Katastrophen wie Flutwellen oder Meteoritenschauer auf, die ihr mit den Schultertasten auslöst.


Wenn es so weit kommt, habt ihr als Gott versagt.

Es werde Feuer!

Mit Kinect bewegt ihr die Kamera, indem ihr den Cursor Richtung Bildschirmrand lenkt, was auch recht gut funktioniert. Das lässt sich leider nicht von den Angriffen behaupten, die ihr mit Schlaggesten nach unten oder zum Bildschirm hin auslöst. Dies funktioniert tatsächlich so unpräzise, dass kein zielgerichtetes Spiel möglich ist. Die Elementarart lässt sich immerhin zuverlässig per Sprachbefehl wechseln.

Tower Defense-Liebhaber werden mit Babel Rising wahrscheinlich nicht glücklich werden. Mit acht normalen und vier starken Elementarkräften, die sich zudem in ihrer Funktion nicht sonderlich unterscheiden, sind die taktischen Möglichkeiten stark begrenzt. Besonders in späteren Levels, wenn die Abtrünnigen anfangen, sich mit Schutzschilden oder verfluchten Töpfen gegen euch zu wehren und mehrere Spiralen parallel verlaufen, artet das Spiel sehr stark in Hektik aus. Dann beendet ihr die Levels oft mit mehr Glück als Verstand durch wildes Herumgeklicke. Das bedeutet aber nicht, dass Babel Rising gänzlich frei von Spielspaß ist. Ihr solltet euch nur vor dem Kauf im Klaren sein, dass ihr wahrscheinlich andere Erwartungen an den Titel habt. Das Spielgefühl erinnert teils sehr an Lemmings, und das nicht nur wenn die kleinen Menschlein töricht in eine Feuerwand laufen, weil sie versuchen ihre Last zielstrebig zum Bauplatz zu befördern. Neben der Kampagne gibt es einen Endlosmodus oder ihr könnt mit Freunden im Splitscreen-Modus gegen- oder miteinander spielen. Onlinemodi gibt es leider keine.

Fazit: Kurzweilig unterhaltsam

Mit 15 Türmen ist Babylon Rising nicht besonders umfangreich, dafür mit 800 Microsoft-Punkten im mittleren Preissegment angesiedelt. Wenn ihr mit dem Spiel liebäugelt, weil ihr neues Futter für euer Kinect benötigt, können wir euch leider nur von einem Kauf abraten. Spieler mit Faible für Lemmings-ähnliche Spiele mit Tower Defense-Touch und Allmachtsfantasien sollten erst einmal Probe spielen.

Video:

Anonymous (unregistriert) 15. Juni 2012 - 18:10 #

Bei Trails Evolution haben sie schon einen Werbetrack reingestellt, der ist aber nicht so berauschend ...

KillyTheBit(off) (unregistriert) 15. Juni 2012 - 18:15 #

Komisch eigentlich, weil im Editor sicherlich auch das Spielprinzip des eigentlichen Spiels nachempfunden werden könnte. Also ich meine das könnte man bauen das der Turm auf Knopfdruck rotiert ... in der Map die ich Montag raushauen werde hab ich so ein Element eingebaut.

Simulacrum 17 Shapeshifter - P - 8111 - 18. Juni 2012 - 9:07 #

Das Spiel haut mich nicht so vom Hocker. Damit stehe ich aber anscheinend nicht allein. Habe mehr erwartet.

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