Studie zu Piraterie-Auswirkungen in Deutschland und BBR

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12. Juni 2012 - 16:46

Die Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH – unter anderem eine wichtige Anlaufstelle zur Filmförderung der namensgebenden Region Berlin-Brandenburg (BBR) – veröffentlichte vor wenigen Tagen eine Metastudie „zu Auswirkungen digitaler Piraterie auf die regionale Medienwirtschaft“. In Auftrag gegeben wurde das Projekt gemeinsam mit dem G.A.M.E.-Bundesverband, durchgeführt wurde die Studie vom Marktforschungsinstitut House of Research.

Neben der Musik- und Filmbranche steht auch der Bereich der Computer- und Videospiele im Mittelpunkt der Untersuchung. Anhand von Modellrechnungen wurden Näherungswerte für die „Bezifferung des Einflusses illegaler Mediennutzung“ auf diese Märkte ermittelt. Die auf diese Weise für das gesamte Bundesgebiet erhaltenen Ergebnisse wurden anschließend für Berlin und Brandenburg heruntergerechnet.

Nach Angaben des Marktforschungsinstituts beträgt der wirtschaftliche Schaden demnach für das Jahr 2010 etwa 524 Millionen Euro für die Musik- und circa 156 Mio. Euro für die Filmindustrie. Kein Zweifel besteht zudem daran, dass auch in der Games-Branche „die Verbreitung und Nutzung von Raubkopien ein Massenphänomen darstellt“. Die tatsächlichen ökonomischen Folgen können derzeit jedoch noch nicht detailliert aufgeführt werden.

Elmar Giglinger
, Geschäftsführer des Medienboard, zu den Studien-Ergebnissen:

Über die Zahlen mag man diskutieren, aber dass Schaden entsteht, ist unstrittig. Nun sind realistische Lösungsansätze gefragt. Wie so oft verhindern die Hardliner-Positionen auf beiden Seiten eine konstruktive Debatte.

Die Geschäftsführerin des G.A.M.E.-Verbandes, Birgit Roth, möchte auch zukünftig die Kreativen schützen:

Die Gamesindustrie ist zu einem Innovationsmotor der Entertainbranche angewachsen. Natürlich ist der Schutz der Kreativen und ihrer Produkte weiterhin ein wichtiges Thema für uns. Parallel dazu hat sich das Geschäftsmodell Free-to-Play, das kostenlosen Zugang zu Spielen unterschiedlicher Genres gewährleistet, durchgesetzt. Die Monetarisierung vieler Browsergamer erfolgt heutzutage über Item-Selling  – eine moderne Antwort auf die Probleme des Urheberrechts im Zeitalter des World Wide Web.

Frank Briegmann, President bei Universal Music, sieht die gesamte Kultur- und Kreativwirtschaft gefährdet:

Die Studie zeigt die Auswirkungen von Rechtepiraterie am Beispiel der Branchen Musik, Film und Games. Wir erleben Umsatzverluste, die mehr als existenzgefährdend sind – für Künstler, Arbeitsplätze und Unternehmen. Dabei beschreiben die vorgestellten Zahlen einen kleinen Ausschnitt, denn am Ende ist die gesamte Kultur- und Kreativwirtschaft gefährdet. Vom Dichter bis zum Journalisten, vom Schauspieler bis zum Designer. Allen Kreativbranchen muss klar sein: Urheberschutz ist kein Nischenthema, das alleine die Musik betrifft. Deshalb müssen wir für die Anerkennung unserer Kreativen und ihrer Leistungen und einen zeitgemäßen Urheberschutz kämpfen.

Die vollständige Studie umfasst 61 Seiten (PDF-Direktlink) und enthält unter anderem ausführliche Erläuterungen zur Vorgehensweise und der Entwicklung und den Strukturen digitaler Piraterie sowie zahlreiche Abbildungen und ein abschließendes, drei Seiten langes Fazit.

Age 19 Megatalent - P - 13997 - 12. Juni 2012 - 13:38 #

Metastudie. Nuff said. m(

Morlock 13 Koop-Gamer - 1654 - 12. Juni 2012 - 17:02 #

Nee, nicht "nuff said". Möchtest du das weiter ausführen?

Exodus 11 Forenversteher - 684 - 12. Juni 2012 - 19:30 #

Aus der Studie: "Grundlage der Untersuchung ist eine Sekundäranalyse der vorhandenen Literatur zum Thema [...], wobei ein besonderes Augenmerk auf die Forschungsarbeiten gelegt wird, die den quantitativen Umfang der Urheberrechtsverletzungen und deren Einfluss auf die Absatzentwicklung abschätzen. Darüber hinaus wurden mit einer Reihe von Branchenvertretern Experteninterviews [...] durchgeführt."

Sie haben also keine neuen Daten erhoben, sondern beziehen sich nur auf schon vorhandene. Dabei wird der Einfluss der Raubkopien auf den Absatz geschätzt, u.a. so wie es scheint (ich habe jetzt nicht die ganze Studie gelesen) auf Basis von Experteninterviews.

Allerdings haben sie in ihrer Rechnung eine Substituationsrate mit angegeben, also wieviel Prozent der illegal erworbenen Musik/Spiele/Filme andernfalls legal erworben worden wäre. Ich finde das zwar schwer zu schätzen, aber sie beziehen sich da auf verschiedene Studien und nehmen eine Art Mittelwert der dort herausgefundenen Werte - der liegt bei 30% für Musik und bei 10-15% bei Filmen (je nachdem ob es um DVD-Kauf oder Kino-Besuch etc. geht). Für Filme geben sie eine solche Rate leider gar nicht aus, mangels bisheriger Forschung dazu. Zumindest die Werte für Musik und Filme scheinen mir jetzt nicht unrealistisch hoch. Wenn man bedenkt, dass die Industrie teilweise von einem 100%-Verlust ausgeht, scheinen mir Werte zwischen 10% und 30% sehr vernünftig.

Morlock 13 Koop-Gamer - 1654 - 12. Juni 2012 - 22:56 #

Ich möchte diese einzelne Studie gar nicht verteidigen (habe sie nur überflogen), aber eine Sekundärstudie abzulehnen nur, weil sie eine Sekundärstudie ist, demonstriert einfach nur große Ignoranz. Systematische Studien, welche verschiedene Ergebnisse zusammenbringen und in einen Kontext bringen, haben einen sehr hohen Wert in der Wissenschaft.

Wie gesagt, die Methoden dieser Studie kann ich nicht beurteilen, weil ich sie nicht gelesen. Ages Kommentar ist jedoch einfach nur albern.

Age 19 Megatalent - P - 13997 - 12. Juni 2012 - 23:25 #

Ja vor allem Studien in diesem Bereich, wo es keine validen Primärstudien gibt, sind herausragend für Sekundärstudien geeignet bzw. albern.

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6649 - 13. Juni 2012 - 0:00 #

Woher weist du denn, das die ganzen verschiedenen Primärstudien nicht valide sind? Die Studie geht doch sehr differenziert mit den anderen Studien um und bewertet einige sogar als "zu hoch angesetzt".

Age 19 Megatalent - P - 13997 - 13. Juni 2012 - 0:54 #

Du hast bei diesen Studien kein valides Zahlenmaterial über die vermeintlichen Schwarzkopien, woher auch? Das ganze gepaart mit fröhlichen Hochrechnungen an "verlorenen gegangenen" Umsätzen durch die Korrelation mit tatsächlichen Verkäufen. Und aus diesem unzuverlässligen Zahlenmaterial, das oftmals noch von der Contentlobby kommt (ich sag nur BVMI Brennerstudie), wird dann eine Sekundärstudie.

Morlock 13 Koop-Gamer - 1654 - 13. Juni 2012 - 1:14 #

Ich habe mir die Studie ein wenig genauer angeschaut. Ganz so einfach, wie du es hier beschreibst, machen es sich die Autoren nicht, aber es wird schon klar, dass sie ein wenig im Dunkeln tappen, wenn sie sich auf eine "Substitutionsrate" von 30% einigen.

Die Primärstudien habe ich mir nicht angeguckt, aber anonyme Interviews sind sicherlich ein gutes Mittel, um mehr über das Verhältnis zwischen Kopieren und Kaufen zu erfahren.

Ich hatte mich vor allem in die Diskussion eingemischt, weil mich dein erster Kommentar zu Metastudien so genervt hat. Diese sind oft essenziell, und selbst oder gerade wenn die Primärdatenlage unklar ist, sind sie erhellend. Nun gibt es natürlich gute und schlechte Studien, aber wenn du eine Studie ablehnst, nur weil sie keine neuen Primärdaten liefert, tust du dem öffentlichen Diskurs keinen Gefallen.

Age 19 Megatalent - P - 13997 - 13. Juni 2012 - 1:42 #

Ich hab nix gegen Sekundärstudien generell. :) Aber bei diesem Thema bring es mir eben auch nix, weil die Datenlage bei jahrelanger Beobachtung eher dubios war. Du darfst als weiter Sekundärstudien ausarbeiten und ich hab dich trotzdem noch lieb. ;)

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3290 - 12. Juni 2012 - 13:43 #

Auftraggeber sind also die Medienboard GmbH und der G.A.M.E. Verband.
Die wichtigste Info in der News… ;)

Grobi75 (unregistriert) 12. Juni 2012 - 13:54 #

Daher ist natürlich alles erstunken und erlogen. Fakt ist natürlich, das überhaupt kein Schaden für Entwickler und Publisher entsteht. (Blitzumfrage in Auftrag gegeben von Gameforen-Usern)

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11731 - 12. Juni 2012 - 13:59 #

Eigentlich richtig. Es kann der gesamten Wirtschaft kein Schaden entstehen, weil nur eine bestimmte Geldmenge für Medien und andere Dinge ausgegeben werden kann. Wird mehr Geld für z.B. Spiele ausgegeben fehlt dieses für etwas anderes, wo dann weniger verdient wird.

Grobi75 (unregistriert) 12. Juni 2012 - 14:04 #

Mein. Gott.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11731 - 12. Juni 2012 - 18:54 #

Auch du hast nur ein bestimmtes Budget, welches du für eine Sache ausgeben kannst und deswegen eine andere Sache nicht kaufen kannst ...

bolle 17 Shapeshifter - 7614 - 12. Juni 2012 - 15:45 #

Interessanter Ansatz, aber die Geldmenge im Umlauf ist nicht festgelegt, sondern wächst immer weiter. Nur so können immer mehr Leute immer mehr verdienen, für Sachen ausgeben, was Jobs generiert, was dann wieder Konsum anregt.

Übrigens fände ich eine festgelegte Geldmenge gar nicht schlecht, weil dieses exponentiell wachsende System von unserem Planeten nicht ewig getragen werden kann.

wenn mal ne Stunde hast, kannst dir mal diesen Film reinziehen
http://video.google.com/videoplay?docid=-2550156453790090544

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11731 - 12. Juni 2012 - 18:57 #

Danke für den Link. Ich werde mir den Film mal ansehen und habe ihn "gebookmarked".

Es ging mir bei meiner Aussage darum, dass eben nur ein bestimmtes Budget für Ausgaben zur Verfügung steht. Und gesamtwirtschaftlich spielt es eben keine Rolle wofür man sein Geld ausgibt. In dieser Betrachtung spielt es keine Rolle, welchem Industriezweig bzw. welcher Firma das Geld zukommt. Wenn mehr Spiele verkauft werden, dann fehlt dieses Geld halt für andere Dinge.

bolle 17 Shapeshifter - 7614 - 12. Juni 2012 - 22:12 #

Aber dein Einkommen ist doch nicht fix. Das ist doch eine der Hauptmotivationen, Arbeiten zu gehen, dass man sich mehr Sachen leisten kann als vorher.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9237 - 12. Juni 2012 - 22:18 #

Im Prinzip hat er aber Recht. Nenne es eine nicht fassbare aber reale Wahrheit.

pepsodent 13 Koop-Gamer - P - 1495 - 13. Juni 2012 - 10:22 #

Für die meisten Leute ist es wohl eher so, dass die kompletten Lebenshaltungskosten (Miete, Lebensmittel etc.) immer teurer werden, aber der Arbeitslohn eher gleich bleibt oder nur minimal im Vergleich zu den Kosten steigt.
Somit ist das Einkommen tatsächlich nicht fix, sondern sinkt real betrachtet. So ist es jedenfalls mit meinem, und ich steht da mindestens in meiner Branche (IT) nicht allein da.
Kann ja auch gar nicht anders funktionieren, da ja alle Firmen, Unternehmen und Konzerne nur auf stetiges Wachstum geeicht sind. Und wo soll dieses Wachstum herkommen, wenn nicht zumindest zum Teil von teureren Produkten und weniger Lohnkosten. Aber das führt wohl jetzt zu weit nach OT.

blobblond 19 Megatalent - 18306 - 13. Juni 2012 - 10:34 #

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/inflation-sinkt-im-mai-2012-preise-fuer-verbraucher-steigen-nur-leicht-a-838536.html

Flo_the_G 14 Komm-Experte - 2098 - 13. Juni 2012 - 11:49 #

Ja klar, die Inflationrate sinkt angeblich andauernd, aber teurer wird halt doch irgendwie alles. Die reale Inflation kann man wahrscheinlich immer noch am besten an den Diätenerhöhungen der Bundestagsabgeordneten ablesen...

bolle 17 Shapeshifter - 7614 - 13. Juni 2012 - 13:26 #

Vielleicht haben wir auch nur das Gefühl, uns immer weniger leisten zu können, weil wir uns immer mehr an den Konsum von allem Möglichen gewöhnen.

Zumindest Nahrungsmittel waren früher deutlich teurer.

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 13. Juni 2012 - 14:11 #

Aber haben auch irgendwie besser geschmeckt ;) Die Leute haben einfach kein richtiges Bewusstsein entwickelt bzw. weiterentwickelt, ja.

Flo_the_G 14 Komm-Experte - 2098 - 13. Juni 2012 - 14:23 #

Waren sie das? Und wie vergleicht man das? Üblicherweise sind diese Angaben dann doch "inflationsbereinigt" - wenn aber die zugrundeliegenden Inflationsraten schon nicht stimmen, dann stimmen auch die Vergleichswerte nicht.

Vielleicht nicht ganz wissenschaftlich, aber Tante Google gibt folgendes zu bedenken:
http://www.muensterschezeitung.de/lokales/muenster/So-viel-teurer-sind-Lebensmittel-seit-D-Mark-Zeiten-geworden;art993,1510376

Demzufolge sind die Lebensmittel Pi mal Daumen in den letzten zehn Jahren um ein Drittel teurer geworden. Oder anders gesagt, es hat sich nichts am Preis getan, allein unser Geld ist halt nicht mehr soviel wert. Und in zehn Jahren ist sicher niemand dekadenter geworden was seinen Konsum von Brötchen und Müllbeuteln betrifft. ;)

Turpitudo 09 Triple-Talent - 235 - 12. Juni 2012 - 23:48 #

Wenn die Geldmenge einfach so wächst (bzw. sie "gewachsen" wird), verdient man nicht mehr und kann auch nicht mehr für Sachen ausgeben. Ist die expandierende Geldmenge nicht durch reelle Werte gedeckt, sinkt der Wert des Geldes. Du bezahlst also mehr für die gleiche Sache von Deinem (vermeintlich) gestiegenen Gehalt. Eine Sache verliert oder gewinnt an Wert allein durch die Nachfrage und das Angebot, nicht durch die im Umlauf befindliche Geldmenge. Sie ist sozusagen nur ein virtueller Wert.

Just my two cents 16 Übertalent - 4694 - 12. Juni 2012 - 14:11 #

Du sagst es...

Das Ergebnis sind Free-to-Play, Online und Browsergames. Weil dafür wird noch gezahlt, sonst ja anscheinend nur noch für die Premium Accounts von Rapidshare und Co.

Korbus 15 Kenner - 3189 - 12. Juni 2012 - 14:11 #

"Wes Brot ich ess, des Lied ich sing" ist seit einigen tausend Jahren eine Konstante menschlichen Handelns, sollte man sich auch bei Studien immer vor Augen halten. Insbesondere wenn die Auftraggeber Interessensverbände sind, deren Aufgabe es ist Studien aufzufahren die die eigene Weltsicht bestätigen und nicht widerlegen.

Anonymous (unregistriert) 12. Juni 2012 - 14:39 #

Achso. Das habe ich nicht gewusst. Damit hat sich die Studie erledigt. Alles Quatsch, was in der steht.

Danke, du hast mir 61 Seiten und jede Menge Statistik-Kram erspart, den ich sowieso nicht verstehe.

Rabenschnabel 12 Trollwächter - 934 - 12. Juni 2012 - 15:10 #

Stimmt.
Und wenn eine Studie zur Abwechselung mal nicht das gewünschte Ergebnis bringt, landet sie im Giftschrank.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3290 - 12. Juni 2012 - 15:12 #

Ist doch überall das Gleiche, ob nun bei Studien oder Gutachten. Legt Seite A ein Gutachten vor, bringt Seite B ein Gegengutachten, was genau – o Wunder – das Gegenteil feststellt.

warmalAnonymous2 (unregistriert) 12. Juni 2012 - 16:24 #

glaube keiner studie, die du nicht selber gefälscht hast.

das ist natürlich jetzt übertrieben aber man sollte generell studien nicht gleich für bare münze nehmen.
siehe diese unsäglichen studien über die schäden durch videospiele - jedes halbe jahr widerspricht eine der anderen...

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3290 - 12. Juni 2012 - 14:19 #

Hat das jemand behauptet?

DATR-Cookie (unregistriert) 12. Juni 2012 - 14:19 #

Stimmt, die Ergebnisse sind schonmal fragwürdig weil die Auftraggeber wegen Eigeninteresse offensichtlich mehr als Befangen sind.

Die Methodik weckt schon Zweifel. Erst auf ganz D hochrechnen um dann wieder auf einzelne Bundesländer runterzubrechen? (zumindest mein Eindruck, noch keine Zeit das pdf genau zu prüfen).

Das die Untersuchung zur "Auswirkungen von Rechtepiraterie" auch die Auswirkungen der Rechtepiraterie *durch* die Kreativwirtschaft auf unsere Persönlichkeitsrechte als Problem anerkennt, brauche ich wohl nicht erwarten. Ausgehend von den enorm hohen Profiten der Marketing- und Finanzwirtschaft könnte ich in Anlehnung an diese Metastudie wohl behaupten, dass uns Privatpersonen durch Verletzung unserer Persönlichkeitsrechte jährlich ein Schaden in zehnstelliger Milliardenhöhe entsteht.

Vom Müllmann bis zum Lehrer, vom Schüler bis zum Senioren. Allen Bürgern muss klar sein: Persönlichkeitsrechtsschutz ist kein Nischenthema, das alleine Gamer betrifft. Deshalb müssen wir uns für die Stärkung unserer Rechte gegenüber verdeckten BigBrother-Firmen aussprechen, welche die Kreativen als Deckmantel nutzen um unsere Rechte abzutragen um ihre endlose Profitgier zu stillen.

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 7448 - 12. Juni 2012 - 13:52 #

Redet es euch ruhig wieder schön, dass ihr das Zeug kostenlos wollt, obwohl da Leute arbeiten und eigentlich gerne davon leben möchten. ^^

Novachen 19 Megatalent - 13029 - 12. Juni 2012 - 14:04 #

Mittlerweile ist es doch schon teurer sein Spiel als Kopie runterzuladen als irgendwie Original bei Gamersgate, GOG, Steam, Amazon Digital oder diversen Keyshops zu kaufen. Allein so ein Premium Account für vernünftige Downloadraten kostet doch schon zwischen 5-10€. Und vernünftige Tracker für Torrent muss man erstmal kennen um da billiger und schneller ran zu kommen ;)

Admiral Anger 24 Trolljäger - P - 49386 - 12. Juni 2012 - 14:02 #

Auf welchen Zeitraum bezieht sich den der "wirtschaftliche Schaden"?

ChrisL 30 Pro-Gamer - P - 142230 - 12. Juni 2012 - 14:14 #

Auf das Jahr 2010 -- habe die nicht unwichtige Info noch in die News eingefügt.

Flo_the_G 14 Komm-Experte - 2098 - 12. Juni 2012 - 14:11 #

Mach mal einer eine Metastudie zu den Einnahmen von Abmahnanwälten, das müsste man ja sinnigerweise verrechnen.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 12. Juni 2012 - 23:33 #

Und die Zwangsabgabe nicht vergessen ;)

Skeptiker (unregistriert) 12. Juni 2012 - 14:17 #

In der BRD ist die Privatkopie erlaubt und wird durch entsprechende
Pauschalen auf Leermedien, Multimedia-Geräte und Speichermedien
abgegolten.

Da sowieso nur kopiert wird, was bekannt ist, entsteht in
der BRD faktisch kein Schaden mehr, sobald ein Lied z.B.
schon im Radio lief, oder eine TV-Serie im Fernsehen.
Der einzige winzige Baustein, der noch fehlt, ist
Software, die die legalen Sammlungen zwischen echten Freunden
freigibt und Anfragen an beliebige Titel im gesamten Tauschnetz sucht, um die Kopie dann über ein paar Sprünge zu kopieren, so dass jeder Sprung wieder für sich eine legale Weitergabe darstellt.

Damit relativiert sich der Schaden bei Musik auf 0 Euro, bei
bereits ausgestrahlten TV-Serien ebenfalls auf 0 Euro.

Bei Filmen und Videospielen sieht die Sache etwas anders aus.
Bei Filmen stellt sich die Frage, ob man DVDs legal kopieren kann,
oder in welcher Form eine legale Kopie anzufertigen ist. Die
legale Kopie wird dann im Tauschnetz legal verbreitet.

Bleiben die Videospiele. Da es sich um interaktives Medium handelt,
reicht es offenbar nicht, einfach legale Mitschnitte zu verbreiten,
wie es z.B. heute schon mit "Let's Play" passiert.
Technisch ist die Kopie des Datenträgers meist unterbunden und damit
verboten.
Wie aber sieht es aus, wenn man das Spiel eines Freundes über
Fernwartung spielt, also Streaming?
Bei PC-Spielen funktioniert das theoretisch prima, zumindest
in einer Qualität, wie z.B. OnLive sie auch anbietet.
Mich würde die rechtliche Bewertung bei Fernwartung
interessieren - darf ich im Urlaub meinen Spiele-PC für die
Fernwartung freischalten, damit ein Freund dann jeden Tag
über Fernwartung meine Spiele zockt?
Kann man so einen Service zwischen Freunden - diesmal ohne
Tausch- und Kopierfunktion - nicht wieder für die BRD im
Netz anbieten?

In einer idealen Welt würden die Leute nicht kopieren, sie
würden sich aber auch nicht den Mist von irgendwelchen
hochgejubelten Eintagsfliegen kaufen und nicht den
Leuten das Geld hinterherwerfen, die davon sowieso schon
mehr als sie selber haben.

Anonymous (unregistriert) 12. Juni 2012 - 16:21 #

Die Privatkopie ist so lange erlaubt, wie du keinen Kopierschutz umgehst.
Damit ist das Recht auf eine Privatkopie faktisch nicht vorhanden. Schließlich werden heute selbst die HD-Sender der Privaten (HD+) mit Kopierschutz ausgestrahlt. Aufnahmen mit Verfallsdatum und ähnliche Späße. Übrigens für 50€/Jahr.

Leider wird in den ganzen Studien immer eines außer acht gelassen. Die Ausgangsformel ist Kopie = Kauf. In Bücher lese ich mich rein, in Musik kann ich im Laden reinhören (30 bis 90s des Liedes, im kleinen Plattenladen schon mal die ganze CD) und dann entscheiden ob ich kaufe. Bei Spielen kaufe ich die Katze im Sack. Wichtig wäre es erstmal festzustellen, wie viele der Kopien in der Spielebranche überhaupt mehr als nur angespielt werden. Die Katze im Sack will ich auch seit vielen Jahren nicht mehr kaufen. Wobei einige Spieleserien so repetetiv sind, dass die Katze einen da schon Jahre vorher anstrahlt.

Bei den DVDs ist auch immer das Problem der Lokalisierung. In den USA schon längst draußen. Auch auf DVD. Mit Regionencode. Oder auch gerne mal auf Streamingplattformen der Sender, mit IP-Sperren.
Und 6 bis 12 Monate später auch in Deutschland erhältlich. Es gibt Studien, die feststellen, dass alleine durch diese Vermarktungsart viel Geld verloren geht. Und in den USA steigen doch grade Fans HBO aufs Dach, dass sie bitte ihre Streamingplattform kostenpflichtig! auch für Nicht-Abonenten des Senders öffnen mögen.

Bei der ausgestrahlten Musi im Radio. Dafür zahlen eigentlich schon die Radiosender. Und du dann noch mal für das Leermedium. Das ist dann schon doppeltes Abkassieren.

Das, was du mit der Fernwartung irgendwie komisch darstellst, läuft über Accounts. Du könntest deinem Freund einfach die Logindaten eines Streamingdienstes oder von Steam geben. Es kann immer nur einer pro Acc zocken. Wie das jetzt aber wieder mit den AGBs aussieht. Ich glaube die DRM-Plattformen erlauben kein Accountsharing.

patchnotes 14 Komm-Experte - 1844 - 12. Juni 2012 - 16:41 #

Zum Einen gibt es aber durchaus noch Demoversionen von Spielen (wenn auch nicht zu allen) und zum Anderen: Wenn die Spieleserien so repetitiv sind, dass sie einen langweilen, dann bräuchte man sie doch auch nicht runterladen, oder?

Ansonsten gebe ich dir recht, eine Kopie ist nicht gleich ein Kauf. Aber null Käufe glaube ich auch nicht.

Anonymous (unregistriert) 12. Juni 2012 - 16:52 #

Eher weniger denn mehr. Viel weniger. Habe grade mal bei GS und 4players reingeschaut.
GS: Der Fall John Yesterday vom 19.4.2012
4p:A Valley Without Wind (indy) vom 25.4

An Demos zu größeren Spielen sehe ich da nurnoch Rayman Origins (März), Victoria II Addon und Men of War Golddemo (März und Februar).

Irgendwann wird da sicher auf die Streamingdienste verwiesen. Oder ähnlicher Schwachsinn.

Bei den repetetiven wollte ich ja eher darauf hin weisen, dass die laufen wie geschmiert. Sicherlich auch oft geladen, da aber eher wegen der Bekanntheit. Du kaufst oder lädst aber nicht die Katze im Sack.

Von Null käufen habe ich auch nicht gesprochen. Aber einerseits setzen sie jede Kopie mit einem Vollpreisverkauf gleich, andererseits werden viele Kopien nachträglich lizensiert, in dem eine Budgedversion gekauft wird. Ich mach mir die Studie wie sie mir gefällt.

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6649 - 12. Juni 2012 - 16:55 #

"Aber einerseits setzen sie jede Kopie mit einem Vollpreisverkauf gleich" wo genau hast du das gelesen? In der Studie selbst kann ich diese Stelle jedenfalls nicht finden. Vielmehr gehen die in einem eigenen Kapitel genau auf diese Thematik ein und setzen 30% fest, d.h. sie gehen davon aus, dass 30% der Downloads Käufe wären.

Anonymous (unregistriert) 12. Juni 2012 - 16:58 #

Ich kann auch das Gegenteil nicht finden und gehe daher mal einfach davon aus, dass es so läuft wie in anderen Studien.
Raubkopie = Vollpreisverkauf.

Die 30% stimmen. Aber wie du selbst schreibst gehen sie davon aus, dass 30% die Spiele kaufen würden, wenn das Kopieren nicht wäre. Sie schreiben nicht zu einem kleineren Preis oder etwas ähnlich, nur, dass 1/3 der Kopien auf Verkäufe umgemünzt werden können. Immerhin nicht 100%, wie es andere gerne treiben.
Für mich ließt sich das wieder nach Raubkopie = Vollpreisverkauf.

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6649 - 12. Juni 2012 - 18:04 #

Seite 21 unten: Sie rechnen, zumindest bei Musikdateien, mit Durchschnittspreisen, nicht Vollpreisen.

Für Computerspiele selbst wirds allerdings erst ab Seite 35 interessant. Die Studie gibt dabei keine endgültigen Zahlen zum entstandenen Schaden an, weil es wohl nicht genügend Quellen gibt. Anhand des Beispiels "Dungeon Siege 3" und den Zahlen welche von Downloadplattformen selbst stammen (also nicht sooo vertrauenswürdig sind) wird eine Schätzung angestellt, das Ergebnis daraus jedoch als unrealistisch hoch klassifiziert.

Was mir auffällt:

"Nur 34 Prozent aller Webaktiven besitzen ausschließlich legal erworbene Games"

Ist das jetzt negativ oder positiv? Denn die restlichen 66% sind ja nicht gleich User die ausschließlich Raubkopien besitzen. Daher ist diese Zahl relativ bedeutungslos.

Crowsen (unregistriert) 12. Juni 2012 - 19:20 #

Zu deinem letzten Absatz: Zumindest bei der Musik haben sie das ganze aufgesplittet: 21 Prozent besitzen ausschließlich legal erworbene Musik, bei 37 Prozent besteht der Musikbestand aus vollständig oder zu einem Großteil aus illegal kopierter Musik.

Bei Spielen fehlt diese etwas genauere Aufsplittung leider...

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 12. Juni 2012 - 23:44 #

Mit der Lokalisierung hat Steam schon vor Jahren die Problematik erkannt, und z.B. Spiele nicht mehr viel später in Osteuropa veröffentlicht. Leider haben einige der Medienbranche noch nicht verstanden, dass die Menschen ungern Monate oder Jahre warten wollen, da sie dank Internet schon Infos vorab zu allem bekommen und es nicht mal immer legale Wege gibt an die Ware zu kommen, auch wenn man bezahlen möchte.

Radiosender ist doch fast 3x mit GEZ zumindest bei ÖR Sendern.

Accountsharing eigentlich nicht, aber gleichzeitig wirbt mit mit dem "Pluspunkt" immer und überall an jedem PC seine Spiele nutzen zu können. Ich dürfte also auf jedem PC Steam installieren und meine Spiele zocken, aber die Login Daten nicht weitergeben.

bolle 17 Shapeshifter - 7614 - 12. Juni 2012 - 14:33 #

Die Raubkopiererzeiten sind für mich längst vorbei. Spotify, Steam und Gog erfüllen meine Wünsche. Vollpreistitel kauf ich aber ebenfalls nur noch sehr selten (der letzte war Starcraft 2, wenn ich mich nicht täusche ;)

warmalAnonymous2 (unregistriert) 12. Juni 2012 - 16:27 #

sign

DomKing 18 Doppel-Voter - 9711 - 12. Juni 2012 - 14:32 #

Vor allem würde die komplette Einstellung von Raubkopieren nicht viel bringen. Die wenigsten brennen aus "Spaß", sondern weil ihnen das Geld fehlt.
Von daher werden sie sich das Spiel auch dann nicht kaufen, wenn sie es nicht illegal gebrannt haben.

Tr1nity 27 Spiele-Experte - P - 95850 - 12. Juni 2012 - 14:47 #

"Vor allem würde die komplette Einstellung von Raubkopieren nicht viel bringen. Die wenigsten brennen aus "Spaß", sondern weil ihnen das Geld fehlt."

Jetzt mal Butter bei die Fische: Das ist doch die übliche faule Ausrede, daß das Geld fehlt. Bei mir zieht die jedenfalls nicht.

Wenn ich mir etwas nicht leisten kann, verzichte ich halt darauf, mir jeden Monat gefühlte 10 Spiele zuzulegen. Diejenigen die sich eine illegale Kopie ziehen, können und wollen aber einfach nicht darauf verzichten, weil sie a) eh alles Aktuelle haben wollen (weil z.B. hast du Spiel XYZ nicht bist du bei den Kumpels doch ein Loser) und b) man ja so leicht an das Zeug rankommt.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9711 - 12. Juni 2012 - 14:56 #

Klar, sie können oder wollen nicht darauf verzichten. Trotzdem fehlt ihnen letztendlich das Geld. Deswegen behaupte ich ja auch, dass eine Einstellung von Raupkopien den Firmen am Ende nicht viel mehr Gewinn bringen wird.

Die Logik ist doch: Raubkopien verursachen Schaden = weniger Gewinn für die Firmen. Nur: Wenn ein Spieler 50€ im Monat hat, gibt er 50€ im Monat für ein Spiel aus, kopiert den Rest. Wenn das Kopieren eingestellt wird, hat der Spieler trotzdem nur 50€ im Monat und kann sich immer noch nur ein Spiel kaufen. Also: Es gibt keinen Mehrgewinn für die Firma.

Tr1nity 27 Spiele-Experte - P - 95850 - 12. Juni 2012 - 14:59 #

Nein, trotzdem fehlt ihnen das Geld auch nicht. Man könnte in dem Fall warten, bis die Spiele billiger zu haben sind (dauert beim PC in der Regel nur ein paar Monate) oder spart sich die Kröten für ein Spiel zusammen, anstatt z.B. für Kippen oder dem Bier in der Kneipe auszugeben oder die Disco oder läßt das Spiel einfach mal ganz links liegen. Aber nein, die wollen es jetzt und sofort haben, weil in 3 Monaten ist es ja schon wieder "out". Ich bleibe dabei: "Kein Geld haben" ist keine Entschuldigung. Entweder man wartet, spart oder verzichtet.

DomKing 18 Doppel-Voter - 9711 - 12. Juni 2012 - 15:07 #

Und daraus ergibt sich trotzdem kaum Mehrgewinn für die Firma. Den aus einem Budget-Titel ziehen sie nicht mehr soviel raus.

Tr1nity 27 Spiele-Experte - P - 95850 - 12. Juni 2012 - 15:13 #

Doch, immerhin mehr als gar nichts von einer illegalen Kopie und der Kunde hat sein Spiel zudem ehrlich erworben ;).

q 17 Shapeshifter - 6711 - 12. Juni 2012 - 15:13 #

Es ist doch auch richtig... es ist keine Entschuldigung für Raubkopien und das sagt hier auch keiner. Aber wenn keine Kaufkraft da ist, kann man das nicht ändern.

Tr1nity 27 Spiele-Experte - P - 95850 - 12. Juni 2012 - 15:15 #

Wenn wirklich keine Kaufkraft da ist, ist es auch wiederum kein Grund sich die Ware dann illegal anzueignen.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 12. Juni 2012 - 15:19 #

Selbstverständlich nicht. Aussagen wie "ist mir zu teuer, darum kauf ichs nicht, die sind reich genug" etc. sind ja unsinnig und infantil. Aber worüber soll ich mich ärgern? Raubkopien hinterlassen keinen Schaden. Es macht ja keinen Unterschied... nicht gekauft ist nicht gekauft.

Anonymous (unregistriert) 13. Juni 2012 - 9:25 #

Das erkläre mal den Kids.

Tr1nity 27 Spiele-Experte - P - 95850 - 13. Juni 2012 - 9:34 #

Das ist wiederum eine Sache der Erziehung, kein Fall für eine "Erklärung".

Cohen 16 Übertalent - 4496 - 12. Juni 2012 - 20:10 #

Bei vielen Leuten mag das stimmen, dass ihnen das Geld fehlt (besonders bei Schülern), bei vielen ist das Geld aber auch vorhanden, bloß das geben sie lieber für etwas anderes aus... z.B. ein paar Tausender mehr für das schickere Auto, wenn auch ein günstigeres Modell gereicht hätte.

Punisher 19 Megatalent - P - 15686 - 12. Juni 2012 - 14:59 #

Ich würde sagen, das ist so eine 50:50 Sache... ich würde mal unterstellen, ein Teil der Raubkopierer hätte das Geld und tut das aus Gewohnheit, fehlendem Unrechtsbewusstsein weil man sich die Kopiererei so toll schönreden kann und Geiz.

Dann hast du aber sicher auch Leute, die einfach kein Geld für sowas haben und auch nicht kaufen könnten, wenn sie denn wollen würden. Wenn diese Leute kopieren entsteht tatsächlich kein messbarer Schaden - es bleibt dann natürlich immer noch deine völlig korrekte Aussage "wenn ich die Kohle nicht habe kann ichs halt nicht besitzen"...

Elysion 14 Komm-Experte - 1957 - 12. Juni 2012 - 14:58 #

Nein die Logik der Konzerne ist ganz klar: Gewinne würden 1:1 um diesen Schadensbetrag ansteigen wenns keine Kopien gäbe!!! :D
Ich frage mich immer wieder wie vermessen und unlogisch man sein kann. ^^

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6649 - 12. Juni 2012 - 16:45 #

Hättest du dir zumindest die ersten Seiten der Studie durchgelesen, würdest du deinen Kommentar revidieren. Sie ermitteln nämlich zunächst die Anzahl der illegalen Downloads und multiplizieren diese dann mit einem Quotienten, in der Studie "Substitutionsrate" genannt (Kapitel 4.4 Seite 19). Die Studie geht davon aus, dass etwa 30% der illegalen Downloads zu Käufen würden. D.h sie gehen von einem Verhältnis von 1:3 aus wenn es keine Kopien gäbe und behaupten, dieser Anteil wäre noch "konservativ" geschätzt.

Man soll ja nicht von sich auf andere schließen, aber ich persönlich würde von dem Zeug was ich mir in den letzten Jahren so gesaugt habe so etwa 1% wirklich kaufen. Und das habe ich dann sogar meist noch nachher gekauft...

Anonymous (unregistriert) 12. Juni 2012 - 16:55 #

Sie gehen dabei aber nicht von deinen Käufen nachher zu einem kleineren Preis oder sogar als Gebrauchtware aus, sondern von einem Neukauf. Selbst wenn dein Verhalten für 30% der Spiele stimmen würde, so würde es in der Studie trotzdem nicht erfasst.
Und die 30% finde ich auch sehr hoch gegriffen. Wie oft habe ich in den letzten Jahren gehört, dass das Saugen verschenkte Zeit war und länger dauerte als das Anspielen.

Anonymous (unregistriert) 12. Juni 2012 - 15:19 #

Sieh dir mal die Mitgliederliste vom G.a.m.e. Verband an: u.a. Jöllenbeck GmbH, OH! Datenservice GmbH, Sproing Interactive Media GmbH?? - glaubst du die liefern einen Kundenwert der es überhaupt wert wäre, kopiert zu werden? Da sind einige Trittbrettfahrer dabei.

Den Firmen die tatsächlich von unlizensierten Kopien geschädigt werden gönne ich eine Vergütung. Die sollten erstmal um den Topf für Leermedienabgaben konkurrieren dürfen. Dann sollten die sekundären Kosten ihrer Angebote (unerlaubte Profilbildungen, nicht zulässige Rechtsabtritte, abgetretene Rechtsansprüche, nicht erzwingbares nationales Recht durch aussschliessliche Vertretungen in anderen Ländern, unsicheres Datenumfeld, Verlust von Personendaten, Verlust von Kontoinformationen und Kreditkartendaten, sozialer Ausschluss duch repressive und verfassungswiedrige Nutzungsbedingungen, unzureichender Rechtsschutz bei Abmahnungen (Erlaubt 100€, gefordert oft das 10 bis 100x für einzelne Titel) und und und) mit deren Forderungen aus Umsatzeinbussen verrechnen. Ich vermute die müssten noch draufzahlen.

- Falsche Anschuldigung wegen Urheberrechtsverletzung: Strafzahlung die wie die Strafen bei einer tatsächlichen Urheberrechtsverletzung überzogen hoch da abschreckend wirken sollen.
- Unerlaubte Datenerfassung und Auswertung des Webnutzungs- oder Spielverhaltens (kein Opt-In): abschreckende Strafzahlung.
- Handel mit illegitimen Profildaten re: Scoring, siehe Schufa's letzte Wunschvorstellung: Strafzahlung.
- Einseitige für den Nutzer unverhältnismässig benachteiligende Nutzungsbedingungen: mandatorische Strafzahlung.
- Nächster Android- oder Apple Geotracking-, Wifisniffing oder OS-Überwachungsprogramm-Skandal: automatische Strafzahlung
- Nächster Umgehungsversuch von Opt-Outs Einstellungen (Google): Strafzahlung
- Profit durch personalisierte Werbung: Einsicht des Betroffenen in die targeting-Profile und Gewinnbeteiligung. Hier werden Vorlieben und Verhaltensweisen unlizensiert in gewerblichem Maßstab ausgewertet, ohne explizite Zustimmung des Opfers.

Wird alles aber nicht kommen wenn wir die Lebensmittelwirtschaft mit legal sanktionierten Werbelügen als Indikator nehmen.

Larnak 21 Motivator - P - 25992 - 12. Juni 2012 - 17:50 #

Also die Schwarzkopierer, die ich kenne (also eigentlich fast alle, die ich kenne), kopieren schwarz, weil sie es können und weil das halt so gemacht wird heutzutage. Von dem Geld werden dann Zigaretten und Alkohol oder eben ein neuer Küchentisch gekauft.

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 15. Juni 2012 - 1:00 #

Wenn ihnen das Geld fehlt, dann können sie einfach zu kostenlosen Angeboten greifen. Und davon gibt es nun wirklich mehr als genug.

Aber klar, weil sie das Geld nicht haben (weil schon in Rohlinge und anderen Scheiss investiert)... :>

q 17 Shapeshifter - 6711 - 12. Juni 2012 - 14:54 #

"Über die Zahlen mag man diskutieren, aber dass Schaden entsteht, ist unstrittig."

Hehehehehehe, guter Witz :)

bam 15 Kenner - 2757 - 12. Juni 2012 - 15:09 #

Wie wäre es denn wenn potentiell positive Auswirkungen von Raubkopien mal mit in solchen Studien landen. Beispielsweise ist es möglich, dass dank der Möglichkeit des Raubkopierens mehr Hardware gekauft wird. Ebenso gilt es als sicher, dass der Verkauf von Rohlingen (woran die Industrie mitverdient) durch diese Möglichkeit erheblich gesteigert wird, bzw. so hoch ist.

Das Problem ist nicht unbedingt nur die Methodik oder allein der Versuch den Schaden zu messen, sondern die Herangehensweise, dass Schaden entstanden sein muss, ohne sich vorher zu Fragen _ob_ Schaden entsteht oder man gar Nutzen aus den Raubkopien zieht.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 12. Juni 2012 - 15:12 #

Aber genau da steckt auch soviel Schwachsinn drin. Wir MÜSSEN bei Rohlinge eine Abgabe an die Heinis abdrücken, weil man damit ja Raubkopien erstellen KANN. Aber das darf man ja nicht. Es ist so lächerlich.

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6649 - 12. Juni 2012 - 16:34 #

Ja, die Pauschalabgabe auf Rohlinge ist echt dumm. Genauso wie GEZ-Pflicht für Computer, auch wenn kein Internetanschluss vorhanden oder für kaputte Radio's oder Fernseher. Aber so ist nunmal die Natur einer pauschalen Abgabe, es gibt immer Ungerechtigkeiten aus dem Grund, dass man keine genaue Abrechnung machen kann oder will.

Im Grunde genommen wäre eine solche pauschale Abgabe ja sogar wirklich gut, wenn man damit auch wirklich das Recht bekäme Inhalte zu kopieren und zu nutzen. Wie cool wäre das: Verlage und Publisher stellen alle Inhalte zum freien Download auf ihre Seite und bezahlt wird über eine pauschale Gebühr. Wäre allerdings auch massiv ungerecht, meine Großeltern haben z.B. noch nicht einmal einen Computer...

icezolation 19 Megatalent - 19180 - 12. Juni 2012 - 18:19 #

Ich bin davon überzeugt, dass es eine Sache des "nicht wollen" ist.

Abomodelle verschiedenster Dienstleistungen sprudeln aus jeder Ecke. Wenn man da keinen Weg mit handelsüblichen Geräten einschlägt ("GEZ-Receiver" wär doch mal was :> ), dann soll man eben was übers Internet schaffen. Aber nein, unabhängig von Verfügbarkeit und Nutzen reicht der besitzt von Geräten, die schon lange als nötiges Lebensutensil behandelt werden, um dabei zu sein. Fernsehen - DIE Notwendigkeit in den eigenen vier Wänden, ist schon traurig genug.

patchnotes 14 Komm-Experte - 1844 - 12. Juni 2012 - 16:35 #

Du meinst also, dass wir bei gestiegener Einbruchsrate erstmal prüfen sollten, ob nicht die Brechstangenindustrie einen deutlichen Aufschwung verzeichnet?

Oder, um genauer zu sein, was hat der Softwareentwickler von größeren Hardwareverkäufen?

SonkHawk 14 Komm-Experte - 2251 - 12. Juni 2012 - 15:52 #

schädlich für die Spieleindustrie sind doch eigentlich die Steam-Deals, GOG.com und die Humble-Bundles... habe seit Urzeiten kein Geld mehr in einen AAA-Vollpreistitel investiert. Und wenn, dann UK-Import für 1/3 des Deutschen Preises (und dazu uncut).

@Deutsche Spieleindustrie: hört endlich auf zu Heulen und macht es einfach besser!

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6649 - 12. Juni 2012 - 16:27 #

Ja, das frage ich mich überhaupt schon seit langem: Wieso kosten Computerspiele im Ausland oft viel weniger als hier in DE? Liegt es daran, dass wir so doof sind?

Moertl 12 Trollwächter - P - 1139 - 12. Juni 2012 - 15:52 #

Hab mich jetzt entschlossen meinen ehrlichen Lebensstil abzulegen und nur noch "raubkopierend" durch die Landen zu streifen. Wenn ich dann morgen zum Tante Emma Laden gehe, nimm ich mir auch einfach alles mit, was mir "zu teuer" erscheint oder ich mir nicht leisten kann. Wieso sollte ich denn der alten Dame auch was zahlen? Sie tut ja eh nix außer hinter der Kassa zu sitzen. So entsteht doch auch kein Schaden, besser noch, sie hat einen Nutzen von mir! Weil ich ihre Regale leer mache, braucht sie nicht die hohen Lagerkosten zu tragen...
Raubkopieren schadet und das massiv. Ich für meinen Teil hoffe, dass gegen Raubkopierer in naher Zukunft härter durchgegriffen wird, denn letztendlich stehen sie auf einer Stufe mit Ladendieben.

Korbus 15 Kenner - 3189 - 12. Juni 2012 - 16:14 #

Allein die Diebstahl Analogie disqualifiziert dich bereits. Kopieren bedeutet ein identisches Duplikat anzufertigen und das Original da zu lassen wo es ist. Wenn du "raubkopierend" durch die Lande ziehen willst bleiben die Regale von Tante Emma auch weiter voll.

jroger 09 Triple-Talent - 281 - 12. Juni 2012 - 18:43 #

Raubkopieren und Softwarepiraterie sind die gängigen Begriffe und daher 100% zutreffend. Mag einem nicht passen, ist aber so. Natürlich hat Raubkopieren nichts mit einem Raub zu tun, genauso wenig wie ein "Totschlag" notwendigerweise irgendetwas mit "Schlagen" zu tun haben muss.

Anonymous (unregistriert) 12. Juni 2012 - 18:48 #

Ändert aber nichts daran, das sie falsch gewählt wurden.

Anonymous (unregistriert) 12. Juni 2012 - 19:08 #

Aber mit Tot und Verletzungen ähnlich dem Schlagen.
Es ist eine vorsätzliche Tötung eines Menschen, was auch Gewalteinwirkung bedingt.

Und ob ein Begriff "eingebürgert" ist oder nicht ändert nichts daran ob er von seiner Bedeutung her einfach falsch ist. Raub deutet auf eine Verbrechensart hin, in die das Delikt bei weitem so nicht eingeordnet werden kann.
Oder sollen wir gleich mal Neusprech einführen?

Anonymous (unregistriert) 12. Juni 2012 - 20:07 #

Seit wann ist ein Totschlag per definitionem vorsätzlich?

Deine Unkenntnis ist dahingehend merkwürdig, dass du oben ja noch andere Leute für die angeblich nicht korrekte Verwendung juristischer Begrifflichkeiten angefeindet hast und sie mit Gewalt bekehren wolltest.

Du magst den Unterschied nicht kennen, aber Begriffe können je nach Verwendung und Kontext eine andere Bedeutung haben. "Raub" im rechtlichen Sinne ist im §249 StGB definiert. Aber da die Mehrheit nicht Juristen sind, heißt "Raub" für die Mehrheit etwas anderes. Und der "Räuber" in der Biologie und Ökologie ist dann gleich auch ein anderer Räuber als der Räuber Hotzenplotz...

Anonymous (unregistriert) 12. Juni 2012 - 20:42 #

"Im deutschen Strafrecht bezeichnet Totschlag die vorsätzliche Tötung eines Menschen, die weder die Strafdrohung erhöhenden Kriterien für Mord, noch die privilegierenden und damit die Strafdrohung mindernden für eine Tötung auf Verlangen erfüllt."

Wiki, damit es für dich einfach zu prüfen ist.

Und Raub ist für die Mehrheit das Wegnehmen und für viele das Wegnehmen mit Gewalt. Frag mal deine Eltern oder Großeltern.

Eine auf lange Sicht durch bestimmte Gruppen gewollte Kontextverschiebung damit zu rechtfertigen, dass der Kontext bei der breiten Masse verschoben ist, dazu gehört schon was.

Anonymous (unregistriert) 12. Juni 2012 - 21:04 #

Für den Totschlag ist der Dolus eventualis ausreichend, ein direkter Vorsatz ist nicht erforderlich.

Die Mehrheit hat kein Problem mit dem Begriff "Raubkopie" und verwendet ihn gerne. Standardsprachlich sagt man deswegen zu einer illegalen Kopie "Raubkopie". Eine Kontextverschiebung führen also nicht "bestimmte Gruppen" durch, sondern willst du durchführen.

Anonymous (unregistriert) 12. Juni 2012 - 22:05 #

Nein, die Kontextverschiebung des Begriffes Raub wurde vor allem begonnen durch die super tolle Kampange Raubkopierer sind Verbrecher. Die, die man sich noch heute vor dem Filmstart im Kino oder auf der gekauften DVD ansehen darf. Das war kein Versehen sonder Absicht.

Ohne Vorsatz ist es meines Wissens nach fahrlässige Tötung.
Totschlag wird es mit Vorsatz (im allgemeinen Sprachgebrauch gerne Mord genannt) und Mord wird es durch die zusätzlichen Mordmotive wie Heimtücke, Ausnutzen von Arg oder Wehrlosigkeit oder Gemeingefährlichkeit.

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6649 - 12. Juni 2012 - 16:24 #

Quatsch, Raubkopieren stehen höchstens auf einer Stufe mit Leuten die in einen Buchladen/Kiost gehen und dort ein Heft lesen und es nicht kaufen. Oder Leuten die keine GEZ zahlen. Oder Leuten die bei der Werbepause im Fernsehen was anderes machen oder umschalten.

Anonymous (unregistriert) 12. Juni 2012 - 16:28 #

Leute, die was auf Video aufnhemen, die Werbung rausschneiden und die TV-Aufnahme an einen Freund ausleihen.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 12. Juni 2012 - 16:25 #

Haaaaaaaaaaaaaaaaahahaha! :)

Falk 14 Komm-Experte - 1895 - 12. Juni 2012 - 16:48 #

Eigentlich müsste man solche Beiträge als Trollposts melden, aber ich befürchte manchmal, dass sie ernst gemeint sind. Ich frage mich, hinter welchem Mond man leben muss, um immer noch derart hinterwäldlerische Positionen vertreten zu können.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4406 - 12. Juni 2012 - 21:24 #

Trotzdem mag ich seine ehrliche Einstellung mehr als das befangene Schönreden von Schwarzkopien, wie mal wieder klar ersichtlich wurde.

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6649 - 12. Juni 2012 - 16:48 #

Zuerst hatte ich eine riesige Wall-of-Text verfasst, die ich aber zur besseren Lesbarkeit in ein paar Kurze Stichwortartige Sätze komprimiert habe:

1. Bezweifle die Datengrundlage der Studie. Ich meine wer gibt bitte zu, dass er illegal Files herunterlädt? Zudem wird stark generalisiert: 6% der Bevölkerung haben schonmal illegal heruntergeladen. Dabei wird nicht unterschieden ob da nur einmal eine MP3 oder täglich 20 Filme sind. Diese Zahl ist daher für die Ermittlung des Schadens total unerheblich und soll nur suggerieren, dass es ein riesen-Problem gibt.

2. Die heutigen illegalen Teenies sind die zahlungskräftigen Kunden von Morgen, man sollte das als eine Investition in die Zukunft sehen.

3. Wenns ne bequeme Alternative für Filme gäbe, wäre ich sofort dabei. Bluerays sind mit Werbung und Raubkopierhinweisen ohne Vorspuhlmöglichkeit zugekleistert, wo ist da der Mehrwert gegenüber der illegalen Version? Wieso kostet es 4x so viel sich einen Film über ein Videoportal auszuleihen als wie wenn ich in eine normale Videothek gehe?

Edit:

4. Wie wäre es mal mit einer Studie vom Verbraucherschutz dazu, wie stark verarscht sich die ehrlichen Käufer fühlen wenn die mal wieder einen DRM-Dreck der nicht funktioniert oder ein Spiel das keinen Spaß macht gekauft haben?

Falk 14 Komm-Experte - 1895 - 12. Juni 2012 - 16:51 #

Punkt 3 finde ich wichtig. Faire Angebote digitaler Distribution wachsen ja sehr wohl, in allen Bereichen. Da ist gewaltiges Potential. Gerade die Filmindustrie hat in dieser Hinsicht noch mächtig Luft nach oben.

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6649 - 12. Juni 2012 - 17:00 #

Ja, es gibt sogar schon sehr bequeme Distributionskanäle wie z.B. der Filmeshop der in der PS3 integriert ist. Nur sehe ich nicht ein, weshalb ein normaler Film dort 8 € für einmal Anschauen kostet. Zu dem Preis kauf ich auf Amazon eine ganze DVD und muss nix runterladen. Bei 3-4 € würde ich dort zuschlagen. Oder meinetwegen für 8 € unbegrenzt anschauen.

Anonymous (unregistriert) 12. Juni 2012 - 17:02 #

"(...)Wir erleben Umsatzverluste, die mehr als existenzgefährdend sind – für Künstler, Arbeitsplätze und Unternehmen. Dabei beschreiben die vorgestellten Zahlen einen kleinen Ausschnitt, denn am Ende ist die gesamte Kultur- und Kreativwirtschaft gefährdet.(...)"

Mir kommen die Tränen...

Die Studie sagt genau das aus, was ihre Auftraggeber wollten. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Immer diese lächerliche Weltuntergangsstimmung aus solchen Kanälen. Dass denen das nicht selbst peinlich ist...

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6649 - 12. Juni 2012 - 17:04 #

Die Milchbauern in Deutschland beklagen ja auch die Preise für Milch, welche aufgrund von Überproduktion entstanden sind. Das nennt man übrigens Marktwirtschaft und Kapitalismus...

Anonymous (unregistriert) 12. Juni 2012 - 17:14 #

Beklagen sie sich in der Spielebranche nicht auch immer mal wieder darüber, dass die Budgeds so hoch sind?
Und dann geht 1/10 an die Studioleiter, 1/2 ist Marketingbudged und 1/10 wird für irgendeine Kooperation mit Ausgegeben um einen tollen Namen hinschreiben zu können (Hans Zimmer z.B.). Bleiben noch 3/10 für das Spiel.

Auch sehr schön sind die Entwickler, die 10 Jahre an irgendetwas rumschrauben und dann fix das Teil unfertig oder einen schnell zusammengezimmerten "Auszug" raushauen um die Kosten zu decken und dann weinen, weil nicht genug reinkam um die 8/1/2 bisher verschenkten Jahre zu refinanzieren.

Auch gerne gesehen, am Markt vorbei entwickeln, sei es an der geplanten Zielgruppe oder der Größe der tatsächlich zur Verfügung stehenden Zielgruppe und dann über zu wenig Absatz bei zu viel Einsatz heulen.

Und ganz beliebt, man liefert schlechte Qualität und die Raubkopierer sind schuld, dass die Kunden nicht kaufen.

Dass wie bei der Milch oder beim Hänchenfleisch systemisch was falsch läuft und man selbst auch noch mit daran Schuld trägt. NIE IM LEBEN!

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24631 - 12. Juni 2012 - 17:33 #

Wenn das Preisdumping aber negative Auswirkungen auf die Tiere hat, sollte der Staat eingreifen.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 13. Juni 2012 - 0:03 #

http://www.taz.de/!91790/

Und geht doch bergauf, aber von einer Industrie, die wie hier zu lesen ( http://de.statista.com/statistik/faktenbuch/116/a/branche-industrie-markt/musikindustrie/musikindustrie-umsatz/ ), von über 4 Milliarden!! Verlust durch Kopien ausgeht, scheint alles unter 10 Milliarden Umsatz zu wenig zu sein. Aber schon seltsam, dass so langsam die legalen Angebote zu nehmen und brauchbar sind, und es plötzlich höhere Umsätze gibt.

UT1987 09 Triple-Talent - 346 - 12. Juni 2012 - 17:24 #

Warum soll Schaden entstanden sein? Nur weil Personen Medien illigal nutzen, heißt es noch lange nicht, das dies auch potenzielle Käufer sind. Man geht hier von Zahlen aus, die nie zustande kommen würden, selbst wenn es keine Piraterie geben würde.

Tassadar 17 Shapeshifter - 7783 - 12. Juni 2012 - 17:29 #

Und gäbe es die Piraterie nicht, wäre natürlich all das, was kopiert wurde, gekauft worden, nicht wahr? Willkommen im Land der Milchmädchen.

patchnotes 14 Komm-Experte - 1844 - 12. Juni 2012 - 17:43 #

Wie oben jemand erwähnt hat, geht man von einer Rate von 1:3 aus. Ob du das jetzt als realistisch ansiehst oder nicht, bleibt dir überlassen, aber dass nichts gekauft worden wäre, halte ich ebenso für absurd.

Moertl 12 Trollwächter - P - 1139 - 12. Juni 2012 - 17:47 #

Immer wieder amüsant mit welchen haarsträubenden Argumenten die lieben Raubkopierer ihren Gratiskonsum zu rechtfertigen versuchen.
Nur weil man sich etwas nicht leisten will/kann, bedeutet das nicht automatisch, dass man es sich umsonst holen darf. Oh ich vergaß, ihr seid ja alle die Robin Hoods des 21. Jahrhunderts, die das alles für eine gute Sache machen.

Korbus 15 Kenner - 3189 - 12. Juni 2012 - 17:49 #

Haarsträubende Argumente? Willkommen im Club.

blobblond 19 Megatalent - 18306 - 12. Juni 2012 - 17:57 #

Welchen " richtigen" Grund für Schwarzkopien gib es denn?

q 17 Shapeshifter - 6711 - 12. Juni 2012 - 18:01 #

Keinen, und das behauptet hier auch keiner.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 12. Juni 2012 - 17:57 #

Aber sonst gehts noch...

A Scattered Mind 13 Koop-Gamer - 1690 - 12. Juni 2012 - 19:07 #

Die, die sich etwas tatsächlich nicht leisten können, fallen aus der Rechnung sowieso schon raus, denn diese mögen zwar potentielle Käufer sein, nur wird hier zwangsläufig aus einem potentiellen nie ein tatsächlicher Käufer.

Im Fall derer, die es sich nicht leisten wollen, wäre die Frage nach dem Grund interessanter, als die bloße Feststellung, dass es sie gibt.

Ganz gelesen habe ich die Studie zwar noch nicht, aber die konkrete Bezifferung des Schadens in der Studie scheint mir sehr fragwürdig. So werden erwartete Einnahmen nur am BIP festgemacht, von einer Sättigung des Marktes wird zu keinem Zeitpunkt ausgegangen. Ein Rückgang des Tonträgerverkaufs wird eindimensional mit der illegalen Beschaffung von Musik durch kostenfreie Downloads begründet. Die Wahl der Substitutionsrate ist bestenfalls als undurchsichtig zu bezeichnen. Wie viel Geld die "Industrie" abseits der eigentlichen Kernverkäufe abgreift (Stichwort: Pauschalabgabe) scheint in der Studie auch keine Beachtung zu finden. Hinzu kommen schlichtweg grundlegende Fehler in der Argumentation. An dieser Stelle sei den Machern der Studie einfach mal

http://www.neunetz.com/2010/07/07/denkfehler-sascha-lobo-glaubt-dass-man-immaterielle-gueter-stehlen-kann/

empfohlen. Der Blogeintrag ist zwar immerhin schon zwei Jahre alt, enthält jedoch mehr Wahrheiten als die ganze Studie.

Positiv formuliert könnte man die Studie so zusammenfassen, dass es Menschen gibt, die sich illegal Zugang zu urheberrechtsgeschütztem Material verschaffen und dadurch evtl. in irgendeiner Form ein Schaden entstehen mag, bei deren Bezifferung selbst unmittelbar Beteiligte eigentlich nur raten können.

Wenn eine Studie jedoch bereits auf den ersten Blick so löchrig ausschaut wie diese hier, muss man sich doch fragen, ob man hier nicht einfach nur das erwartete Ergebnis "bestätigt" sehen wollte.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11731 - 12. Juni 2012 - 19:33 #

Leider ist der Blogeintrag allerdings rechtlich als damit auch sachlich falsch. Software als auch Musik und Filme werden als Sache im Sinne §90 BGB gesehen. Siehe z.B.: http://www.jurpc.de/aufsatz/20090017.htm
Und natürlich darf man seine MP3s weiter verkaufen! Ob dies möglich ist, weil sie per DRM an ein Konto gebunden sind, oder warum man dies tun sollte, wo man sie legal als Kopie an Freunde weitergeben dürfte wenn ohne DRM, ist eine ganz andere Geschichte ...

A Scattered Mind 13 Koop-Gamer - 1690 - 13. Juni 2012 - 13:52 #

"Software als auch Musik und Filme werden als Sache im Sinne §90 BGB gesehen. Siehe z.B.: http://www.jurpc.de/aufsatz/20090017.htm"

Richtige Seite verlinkt? Denn hier geht es um virtuelle Gegenstände, und zu diesen wird folgendes gesagt:
"Sachen sind nach der Legaldefinition in § 90 BGB nur körperliche Gegenstände.[...]Virtuelle Gegenstände sind daher mangels Körperlichkeit keine Sachen im Sinne von § 90 BGB."

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11731 - 13. Juni 2012 - 15:31 #

Doch der Link ist richtig, siehe Punkt 1. a) dritter Absatz: "In der Rechtsprechung und der mittlerweile herrschenden Meinung im Schrifttum wird Software dagegen zutreffend als bewegliche Sache im Sinne von § 90 BGB eingeordnet.[19] Die Sacheigenschaft von Software wird damit begründet, dass die der Steuerung des Computers dienenden Programme nur dann ihre Funktion erfüllen können und nutzbar sind, wenn sie in verkörperter Form entweder auf einem Wechselspeichermedium oder einer Festplatte vorhanden sind."

Hier sind noch ein paar weitere Links:
http://itanwalt.wordpress.com/2010/0...are_als_sache/
http://www.anwaltscontor.de/software-als-sache/
http://www.drkoenig.de/kanzlei/publik/aufs18a.htm

Irgendwo dort findet sich auch der Link der zum entsprechenden BGH-Urteil führt.

Anonymous (unregistriert) 12. Juni 2012 - 18:25 #

Ich könnte diesen "Raub"Kopierweltuntergangsschreihälsen mehr Sympathie entgegen bringen wenn die uns nicht zuerst beklaut hätten.

Wer heute ein Spiel kauft kauft/besitzt es schon lange nicht mehr, hat keine Rechte daran, darf nichts remixen, neu anordnen oder zur Schaffung von gegenwarts-Kultur/Kunst benutzen.

Als niemand hingesehen hat die arme Kreativmafia uns eingeredet das leasen/mieten/ bzw eine Eintrittskarte für das ansehen eines Inhalts dasselbe wäre wie der Kauf dieses Inhalts.

Was selbst der Käufer des Inhalts nicht besitzt kann der Kopierer des Inhalts auch nicht besitzen. Was nicht besessen werden kann kann auch nicht gestohlen werden.

Kreativmafia, bringt erstmal euren Laden wieder in Ordnung. Unser Recht auf Privatkopien zu unterwandern ist schon erbärmlich. Wozu zahlen wir denn ab Juli 2400% mehr auf leele Speichermedien? Wenn euch wer abzockt ist das zuerst die Gema, dann ihr selbst wenn ihr schlechte Qualität/Bedingungen liefert die niemand kaufen will (ich kaufe schon fast nix mehr deswegen, kopiere aber auch nix), und dann erst Ottonormalkopierer.

Abzockmediamafia

blobblond 19 Megatalent - 18306 - 12. Juni 2012 - 18:37 #

"Wer heute ein Spiel kauft kauft/besitzt es schon lange nicht mehr, hat keine Rechte daran, darf nichts remixen, neu anordnen oder zur Schaffung von gegenwarts-Kultur/Kunst benutzen. "
Durfest du früher schon nicht.
Und ab "Kreativmafia" braucht man auch nicht weiter lesen...

q 17 Shapeshifter - 6711 - 12. Juni 2012 - 18:46 #

doch, durfte man :)

patchnotes 14 Komm-Experte - 1844 - 12. Juni 2012 - 18:49 #

Rexmixen / neu anordnen? Wäre mir neu, dass das jemals legal war, ohne vorher den Urheber um Erlaubnis gefragt zu haben.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 12. Juni 2012 - 18:53 #

das wird seit fast 200 Jahren gemacht ;>

blobblond 19 Megatalent - 18306 - 12. Juni 2012 - 18:56 #

Seit 200 Jahren gib es videospiele?

q 17 Shapeshifter - 6711 - 12. Juni 2012 - 19:00 #

davon hat er nicht gesprochen und darum gehts auch nicht nur.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11731 - 12. Juni 2012 - 19:13 #

Zustimmungsbedürftige Handlungen in den Richtlinien der Europäischen Union zum Rechtsschutz von Computerprogrammen: http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2009:111:0016:0022:DE:PDF) sowie § 69c Nr. 3 Satz 2 UrhG (http://www.gesetze-im-internet.de/urhg/__69c.html).
Wenn ein Softwarehersteller sein Programm verkauft hat, dann hat er keine Kontrolle mehr, was der Käufer mit dieser Software anstellt. Der Käufer darf sie zum Beispiel dekompilieren und umprogrammieren.

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6649 - 12. Juni 2012 - 20:04 #

Tja, allerdings verkaufen die Publisher einem ja nicht die Software an sich, sondern nur eine Nutzungslizenz.

Und die Punkte unter denen es im ersten velinkten Gesetzt trotzdem erlaubt ist sich das Program mal näher anzuschauen und eventuell zu kopieren/modifizieren beziehen sich auf Spezialfälle: Du darfst das Program im Rahmen der Ausführung kopieren (nämlich von der Festplatte in den RAM und den Cache des Prozessors) sowie zur Integration in deine IT-Landschaft. Meines Erachtens ist das Letztgenannte vor allem für Behörden und Großunternehmen interessant, welche Proprietäre Software mit anderen Programmen kompatible machen müssen.

Keins deiner verlinkten Gesetze erlaubt mir als Privatperson, die Spieldateien einfach so an andere Leute weiter zu geben oder zu modifizieren (cracken).

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11731 - 12. Juni 2012 - 23:47 #

Da § 90 BGB greift gilt damit automatisch §433 BGB und damit kannst du dir deine Lizenz sonstwo hinstecken. Du kaufst eben in Deutschland doch die Software und keine Lizenz. § 433 war der Grund, warum der BGH Software als Sache eingestuft hat, damit durch Kauf das Eigentum wechselt.

Außerdem müsste eine Lizenz Teil des Kaufvertrags sein und der muss beim Kauf vorliegen.

Laut oben genannter EU Richtlinie ist das Dekompilieren von gekaufter Standardsoftware erlaubt.

Laut deutschem Urheberrecht ist nur das cracken von WIRKSAMEN Kopoerschutzverfahren nicht erlaubt.

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6649 - 13. Juni 2012 - 9:32 #

Du reisst den Satz aus dem Zusammenhang: "Laut oben genannter EU Richtlinie ist das Dekompilieren von gekaufter Standardsoftware erlaubt" - aber nur unter der Bedingung, dass du die Software im Rahmen deiner Nutzung zu einer anderen kompatibel machen möchtest. Z.b. indem du die Schnittstellen untersuchst oder modifizierst etc.

Und das Kopieren ist auch nur insofern erlaubt, als es für die Benutzung der Sache notwendig ist (eben von der Festplatte in den Arbeitsspeicher). Nicht erlaubt dagegen ist das Kopieren und anschließende Verkaufen (Damit würde man schließlich eine Urheberrechtsverletzung begehen) oder das umgehen oder cracken eines WIRKSAMEN Kopierschutzes.

WIRKSAM heisst hier nicht, dass es besonders aufwändig sein muss. Es kann sogar total einfach sein es zu knacken, trotzdem ist es ein wirksamer Kopierschutz. Vergleichbar mit einem 4mm Fahrradschloss, das kann man warscheinlich auch total leicht knacken, trotzdem ist es ein rechtlich "wirksamer" Schutz.

Anonymous (unregistriert) 13. Juni 2012 - 10:04 #

"Vergleichbar mit einem 4mm Fahrradschloss, das kann man warscheinlich auch total leicht knacken, trotzdem ist es ein rechtlich "wirksamer" Schutz."

Das wird dein Versicherung aber ganz anders sehen.

Tr1nity 27 Spiele-Experte - P - 95850 - 13. Juni 2012 - 10:13 #

Kommt drauf an wie das Fahrrad versichert ist (in der Hausrat mit drin oder extra Fahrradversicherung). Bei der Hausrat ist in der Regel die Klausel, daß das Fahrrad zwischen 22-6 Uhr gesichert, also mit einem Schloß abgeschlossen, sein muß. Welche Art Schloß es sein soll, wird nicht vorgeschrieben.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11731 - 13. Juni 2012 - 15:37 #

Da es im Privaten stattfindet, spielt es keine Rolle warum man das Programm dekompilieren möchte. Das ist, wie gesagt Privatsache. Wichtig ist nur, dass man als Eigentümer das Recht dazu hat. Genau genommen hast du als Eigentümer nun einmal die volle Verfügungsgewalt - OHNE Einschränkungen. Denn genau das impliziert der Begriff Eigentum.

Natürlich darf man aber nicht gegen das Urheberrecht verstoßen oder eben einen Kopierschutz knacken. Wobei das mit dem Verbot des Kopierschutzknackens meiner Ansicht nach rechtlich durchaus fraglich ist, da dieses Gesetz im Konflikt mit einigen anderen steht.

Anonymous (unregistriert) 12. Juni 2012 - 22:28 #

ab wann gibt es denn strafen wenn du ein gehörtest lied nachsummst, singst oder pfeifst, sagen wir von einem kinofilm? seit wann gibt es strafen sagen wir für die kommunikation von untertiteln, songtexten, lyrics? auch schon 200 jahre verboten?

q 17 Shapeshifter - 6711 - 12. Juni 2012 - 22:44 #

Ich find den Artikel, den ich eigentlich suche, gerade nicht.

http://www.netz-macht-kultur.de/47.html?&no_cache=1&tx_ttnews[tt_news]=386&cHash=e13b82f558d224ed0b7173802e8d616b

Aber da stehts auch drin. 1777 hat man in Frankreich damit angefangen.

bananenboot256 13 Koop-Gamer - 1241 - 12. Juni 2012 - 18:34 #

Also ich habe früher auch mal öfter was kopiert. Ich hoffe, dass das mittlerweile verjährt ist und dieser Kommentar nicht als Beweisstück A irgendwo landet ;)

Ich hatte einfach keine Kohle als Teenie, aber Bock auf die Spiele. Heutzutage habe ich ein Budget für Games, welche hole ich mir da? Einerseits Spiele von Entwicklern, die ich damals lieb gewonnen habe, ja auch durch kopierte Spiele. Andererseits Spiele, die ich heute nochmal spielen will mit einem aktuellen System (gog.com oder ähnliches) usw.

Manchmal wird es so dargestellt, als würde ein Kopierer ausschließlich bis ans Lebens Ende kopieren und nie Geld in den Sektor bringen. Ich sehe das bei mir und Freunden, mit denen ich damals CDs getauscht habe, dass man mit genügend Kaufkraft gerade bei Spielen heutzutage zuschlägt.

Ich kenne ehrlich gesagt nicht so viele Leute, die sich das Produkt X kaufen würden, wenn sie es nicht kopieren könnten. Realbeispiel wären da die ersten Spiele mit Ubisoftschutz, dessen Crack ja länger hat auf sich warten lassen. Die wurden von der einen Person, die ich kenne und oft kopiert einfach liegen gelassen. Ich weiß, Anekdoten sind nicht gleich einer Studie oder Statistik, ich wollte nur mal eine etwas differenziertere Idee hier anbringen.

Ich bleibe dabei, dass Kopieren der Industrie schadet, nur meckern am häufigsten jene Spiele-Riesen, welche Millionen-Budgets haben, von denen ein guter Teil in Marketing/PR gesteckt wird. Viele kleinere Entwickler sehen die Piraterie als kostenlose Werbung.

patchnotes 14 Komm-Experte - 1844 - 12. Juni 2012 - 18:48 #

"Ich bleibe dabei, dass Kopieren der Industrie schadet, nur meckern am häufigsten jene Spiele-Riesen, welche Millionen-Budgets haben, von denen ein guter Teil in Marketing/PR gesteckt wird. Viele kleinere Entwickler sehen die Piraterie als kostenlose Werbung."

Die Produkte der Spiele-Riesen werden natürlich auch wesentlich öfter kopiert als die der kleinen Entwickler. ;)

Jak81 16 Übertalent - 5257 - 12. Juni 2012 - 21:50 #

Gegenbeispiel Minecraft...

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6649 - 13. Juni 2012 - 9:37 #

Ich glaube am schlimmsten trifft das Raubkopieren Spielehersteller, die viel Geld in das tolle Aussehen und das Marketing eines Titels gesteckt haben, bei dem das Gameplay aber so öde ist, das die Leute den Titel am Ende nicht mögen oder nur relativ kurz spielen. Ich behaupte mal aus eigener Erfahrung, dass um so länger ich einen Titel spiele, die Warscheinlichkeit steigt, dass dieser Original ist. Denn wenn ich viel Spass an einem Spiel habe, würde ich mit zunehmender Zeit ein immer schlechteres Gewissen dem Hersteller gegenüber bekommen.

jroger 09 Triple-Talent - 281 - 12. Juni 2012 - 18:36 #

Ohne die Studie elesen zu haben: In Berlin und Brandenburg leben etwas sechs Millionen Menschen. Wenn der Film- und Musikindustrie also 2010 ein Schaden von rund 700 Millionen Euro entstanden ist, hätte jeder Berliner und Brandenburger (vom Baby bis zum Greis) im Schnitt rund 100 Euro mehr für Filme und Musik ausgeben müssen. Ich bezweifele, dass das das passiert wäre, selbst wenn Raubkopien technisch unmöglich wären. Mit anderen Worten: Dieser "Verlust" ist ein reines Hirngespinst. Wie hoch der wahre Verlust durch Raubkopien ist (den es sicherlich gibt), lässt sich wohl nur sehr schwierig feststellen.

patchnotes 14 Komm-Experte - 1844 - 12. Juni 2012 - 18:44 #

Etwas missverständlich. Die Schadenszahlen beziehen sich auf Gesamt Deutschland.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 13. Juni 2012 - 0:10 #

Also würde jeder 10€ pro Jahr bezahlen und alles wäre ok? :D Soviel bekommen sie doch von der Zwangsabgabe schon fast. Sollen sie die GEZ abschaffen, die 17€ pro Monat dürften ja locker reichen um die Verluste zu kompensieren...

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 12. Juni 2012 - 19:14 #

Zählt es eigentlich auch schon als finanzieller Schaden an der Musik-Industrie, wenn man sich die Musik bei Youtube anhört, anstatt die Musik zu kaufen? Also wenn ja, dann schade ich gerne der Musik-Industrie und benutze gerne ProxTube, um die Gema-Sperren zu umgehen.

Anonymous (unregistriert) 12. Juni 2012 - 21:26 #

wenn du dich zurück erinnerst welche technologien die musik und filmindustrie bereits alles verbieten wollte und noch verbieten will hast du deine antwort.

manche von denen sehen sogar das überspringen oder ignorieren von werbung als urheberrechtsbruch (und wollen dafür geldstrafen), manche wollen extra lizenzen für jede kopie im RAM, das muss man sich mal vorstellen!

sopa, pipa, acta und die neuerlichen versuche der eu-isps gegen netzneutralität sagen doch genug. profit >>> deine bürgerrechte. auspressen, verklagen, abklemmen. will natürlich nicht jeder beteiligte, da gibt es auch welche die ehrliche verluste haben, aber die schlechten äpfel die einfach nur gierig sind scheinen doch vorzuherschen.

Sleeper1982 14 Komm-Experte - 2489 - 12. Juni 2012 - 19:25 #

klar entsteht durch raubkopierer schaden aber wohl bei weitem nicht so viel wie viele denken. Es ja wohl meist so das sich solche leute fast alles saugen und davon dann wenn überhaupt nur einen bruchteil gekauft hätten. Natürlich ist sowas ilegal aber liegt wohl auch daran das es meist (vor allem bei filmen) keine legale alternative gibt

q 17 Shapeshifter - 6711 - 12. Juni 2012 - 19:53 #

Und wo ist der Schaden? Wem wird denn etwas weggenommen? :>

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6649 - 12. Juni 2012 - 20:12 #

Wikipedia: "Im rechtlichen Sinne bezeichnet Schaden jeden Nachteil beziehungsweise jede unfreiwillige Einbuße, den jemand durch ein bestimmtes Ereignis an seinen rechtlich geschützten Gütern erleidet."

Das rechtlich geschützte Gut ist die die Entwicklungsleistung des Spieleherstellers. Der Schaden ergibt sich aus nicht erhaltenem Gegenwert für diese Leistung, nicht daraus, dass diese "weggenommen" wird.

Du willst doch nicht ernsthaft behaupten, das ohne illegale Kopien keine einzige Lizenz mehr verkauft worden wäre, oder? Über die Anzahl kann man natürlich streiten, aber das es illegal ist müsste doch jedem klar sein.

Die Frage ist doch nur: Sind gewisse Maßnahmen berechtigt und angemessen? Bzw. sind gewisse Maßnahmen wirklich geeignet um mehr Käufer zu gewinnen (Stichwort Kopierschutz)?

q 17 Shapeshifter - 6711 - 12. Juni 2012 - 20:17 #

Über die Anzahl kann man durchaus streiten und natürlich ist das illegal. Schau dir aber nur mal Valve an (jaja, ich bin eh nur n Fanboy etc bla bla) aber da sagt Gabe auch nur: Jo, und? Juckt mich nicht. Meine Spiele sind gut und verkaufen sich auch ausreichend. Warum sollte ich mich mit mehr befassen?

Cohen 16 Übertalent - 4496 - 12. Juni 2012 - 23:21 #

Gabe wettert auch oft gegen DRM, vergisst dabei aber anscheinend, dass er mit Steam zu den DRM-Pionieren gehört.

q 17 Shapeshifter - 6711 - 13. Juni 2012 - 0:44 #

Und? Steam hat nur relativ geringe Restriktionen und das hat auch mit Piraterie ziemlich wenig zu tun. Steam schützt absolut NICHT vor Raubkopien und darum gehts auch garnicht. Man soll nur mal ein Interview finden, wo er sich über Piraterie beschwert und dass man ihm Schaden zufügt... wird man nicht finden. Man kann ja manches von ihm denken, aber der hat auch was im Kopf und lässt sich nicht so leicht blenden.

Sleeper1982 14 Komm-Experte - 2489 - 13. Juni 2012 - 7:11 #

Ich empfinde den "Kopierschutz" von steam auch nicht wirklich als schlimm. Mit steam kann ich sehr gut leben, grade da ich eh mittlerweile einen großteil meiner Spiele online kaufe (würde ich auch gerne bei filmen machen aber da fehlt teilweise noch das angebot).

Anonymous (unregistriert) 13. Juni 2012 - 9:36 #

"relativ geringe Restriktionen"

Wenn man mit dein Eischränkungen leben kann, dann vielleicht. Ich empfinde die Einschränkungen gegenüber eine Retailversion doch zu heftig. Von relativ gering zu sprechen ist wie sich etwas schön reden.

firstdeathmaker 17 Shapeshifter - P - 6649 - 13. Juni 2012 - 9:12 #

DRM als Technologie selbst ist ja auch nicht so schlimm, nur das was damit gemacht wird. Anstatt vernünftige Einstellungen zu wählen werden oftmals viel zu restriktive gewählt, wodurch DRM natürlich vor allem negativ auffällt.

Age 19 Megatalent - P - 13997 - 13. Juni 2012 - 9:19 #

Was sind denn vernünftige DRM-Einstellungen?

Age 19 Megatalent - P - 13997 - 14. Juni 2012 - 8:14 #

Keine Antwort ist auch eine Antwort.

Anonymous (unregistriert) 13. Juni 2012 - 9:38 #

Dazu sage ich nur. DRM-Free oder sie können es behalten.

Sleeper1982 14 Komm-Experte - 2489 - 13. Juni 2012 - 7:09 #

naja schaden entsteht trotzdem da ja wenigstens ein geringer teil das spiel gekauft hätte.

jjbromi 13 Koop-Gamer - 1414 - 12. Juni 2012 - 19:47 #

Das Ganze wurde bestimmt, zumindest zum Teil mit Steuergeldern finanziert.
Natürlich aber nicht mit dem Ziel wirtschaftliches Interesse zu unterstützen ;)

Michl Popichl 24 Trolljäger - 51002 - 12. Juni 2012 - 20:12 #

ach waren das noch zeiten als ich mir freitag abend die top 10 auf meinem kassettenrekorder aufgenommen hab und es niemanden interessierte das ich nix dafür bezahlt hab.

mein gott bin ich alt..........

Mazrim_Taim 15 Kenner - 3242 - 12. Juni 2012 - 21:09 #

oh ja...
hat schon jemand ausgerechnet wieviel Gema & Gez Steuer man im Jahr zahlt und wieviele File, Musik und oder Spiele das wären?

xaan (unregistriert) 12. Juni 2012 - 21:20 #

Zitat: "Über die Zahlen mag man diskutieren, aber dass Schaden entsteht, ist unstrittig."
Das ist eine ganz miese Lüge. Es ist absolut strittig, ob überhaupt Schaden entsteht. Die Umsätze der Musik, Film und Spielebranchen steigen stetig. Die Musikindustrie setzt seit einiger Zeit nichtmal mehr auf DRM. Und trotzdem steigen und steigen und steigen die Umsätze.

Dass Schaden durch Kopien entstehen ist immernoche ien Annahme, die darauf basiert, dass jede Kopie = ein entgangener Verkauf ist. Das aber ist einfach nur Blödsinn.

Larnak 21 Motivator - P - 25992 - 13. Juni 2012 - 0:23 #

Nö. Auch bei der Annahme, dass jede Millionste Kopie ein entgangener Verkauf ist, bleibt noch genug Schaden übrig. Und das dürfte recht niedrig angesetzt sein.

xaan (unregistriert) 13. Juni 2012 - 9:36 #

Und wie viel Gewinn wird dadurch gemacht? Wie viele ganze Alben werden gekauft, nachdem jemand einen einzelnen Song gezogen hat? Wie viele Leute werden überhaupt erst auf eine Band aufmerksam (und kaufen deren Musik) weil das Filesharing sie überhaupt erst bekannt gemacht hat?

Das findet natürlich keine Beachtung. Denn es passt nicht in die Gedankenwelt der Filesharing-ist-böse Industrievertreter rein.

Die Umsätze der Musikbranche, der Filmbranche und auch der Gamesbranche steigen seit Jahren stetig. Und dabei setzt die Musikindustrie nichtmal mehr auf DRM. Wenn also Filesharing überhaupt Schaden verursacht, dann ist der offenbar nicht groß genug, um ein Ansteigen der Gewinne zu verhindern.
Möchte mal wissen, wie man angesichts dessen mit verlusten von Arbeitsplätzen argumentieren kann.

Larnak 21 Motivator - P - 25992 - 14. Juni 2012 - 20:11 #

Genau von diesem "1 Lied -> das Album ist toll -> ich kauf's mir doch" möchte die Spielebranche eben auch profitieren. Daher der Free2Play-Online-Boom.
Bei klassischen Spielen, die nach 5 Stunden durchgespielt sind, wirkt der Effekt natürlich nicht: Da ist das Spiel schon zu Ende, ehe der Kauf-Entschluss fallen kann.

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9237 - 12. Juni 2012 - 22:11 #

Das die dafür extra ne Studie brauchen ^^ Das hät ich denen für paar euro auch gesagt.

Sp00kyFox 18 Doppel-Voter - 11192 - 12. Juni 2012 - 22:17 #

und wieder eine studie die nur den sinn hat, ein weitere argument dafür zu sein, die rechte der nutze im inet abzubauen mit hinweise auf die pöhse raubmordkopierer.

ach bitte.. ja, es wird potentieller finanzieller schaden angerichtet. und nein, man kann nichts dagegen tun (außer rigoros rechte abzubauen). wenn den rechteinhabern die einnahmen nicht groß genug sind, sollten sie vlt mal ihre geschäftsmodell überdenken.

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 24631 - 12. Juni 2012 - 23:12 #

Bei Spotify kann man sich fast alle aktuellen CDs kostenlos anhören, sowie sehr viele Alben aus der Vergangenheit. Wer braucht da noch Raubkopien? Kann mir vorstellen, dass es für Filme und Spiele bald ähnliche Services gibt.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 13. Juni 2012 - 0:13 #

Sony hat ja zumindest schon mal die Werbung in Spielen patentiert :)

Anonymous666qq (unregistriert) 12. Juni 2012 - 23:15 #

Nach Angaben des Marktforschungsinstituts beträgt der wirtschaftliche Schaden demnach für das Jahr 2010 etwa 524 Millionen Euro für die Musik- und circa 156 Mio

Ich habe 900 Millionen Euro für die Musik und circa 400 Mio. Euro für die Filmindustrie berechnet.
Und 20 Millionen Menschen die sich nichts leisten können,nicht mal ein Kinobesuch! "IN DER EU"
Liege ich falsch?

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 13. Juni 2012 - 0:15 #

Klar entsteht ein Schaden und klar müssen sie etwas dagegen unternehmen. Denn wenn sie nur zuschauen und nichts tun wird es immer extremer.

Wenn ich Entwickler wäre, würde ich bei jedem dieser Piraten persönlich vorbeischauen und ihm mit meiner glühend heissen Machete seine kleinen Eier abschneiden - oder so...

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7390 - 13. Juni 2012 - 0:28 #

Der Finanzielle Aufwand jeden ausfindig zu machen und zu "besuchen", ohne jetzt evtl. noch diverse Anzeigen wegen Körperverletzung wird dich reich machen ;) Am besten bedrohst du vorher schon allen, und gibst die Info, das das Spiel permanent die Aktivitäten am PC nach der Installation überwacht und dauerhaft Online sein muss, um die Legalität des Produktes zu überprüfen...ach halt haben wir ja schon ;)

Age 19 Megatalent - P - 13997 - 13. Juni 2012 - 7:19 #

Wow, Hellseher und Psychopath. Trittst du im Zirkus auf?

Ultrabonz 14 Komm-Experte - 2316 - 13. Juni 2012 - 23:45 #

???

Anonymous (unregistriert) 14. Juni 2012 - 0:40 #

?1: psychopath wegen dem machete spruch
?2: hellseher wegen deiner hellsicht, außer dir kennt niemand "diese piraten persönlich" oder kann unlizensierte kopie von rechtmässiger kopie mit ausreichender genauigkeit unterscheiden
?3: und jetzt tu nicht so, sprüche mit gewaltandrohung kann man nicht mehr als sarkasmus oder spaß werten, egal wie verrückt die formuliert sind

Spezieh 18 Doppel-Voter - 9409 - 13. Juni 2012 - 7:30 #

Ach wieder so eine Schwachsinnige Studie.

Was Downgeloaded worden ist wäre nicht automatisch gekauft worden, wenn es nicht hätte downgeloaded werden können. Als Schüler oder Student hat man häufig garnicht das Geld dafür. Richtig ist zwar, dann kann man es halt nicht haben aber da sich der jenige es eh nicht hätte kaufen KÖNNEN erzeugt der Download auch keinen "Schaden", bzw nichteinnahmen. Legal ist es immernoch nicht aber die Intustie würde sich wundern dass ihre Einnamen kaum steigen, selbst wenn man die Sachen nirgends im Web findet...

Wer hat nicht schonmal was runtergeladen? Direkt mit dem ersten Job ist dann alles weggeflogen und wurde gekauft, sofern es kein Mist war.

Der "Schaden" entsteht nur da, wo sich selbst Leute, die dann Geld haben, sich so sehr daran gewöhnt haben alles kostenlos zu bekommen, dass sie sich trotzdem nix kaufen. Dann geht das ganze aber auch nicht mehr in die 100 Millionen.

Commander Z 10 Kommunikator - 363 - 13. Juni 2012 - 9:09 #

Irgendwie sagen mir solche Studien nicht viel. Der Schaden ist eine reine Schätzung, also nichts bewiesenes. Wieso sagen die 30% und nicht 20% oder 10% oder vielleicht doch nur 0,0001%?
Woher wissen die dass der Download tatsächlich voll und ganz genutzt wurde? Oder wie viel Prozent davon?

Ich kannte mal jemanden, der hat auch die ganze Zeit Spiele runtergeladen. Aber er hat kein einziges Spiel wirklich gespielt. Und er hat sich viel Mist auf seinen Rechner geholt. So eine art virtueller Messi.

Die Studie sagt auch nichts ob es nicht durch Maßnahmen der Medienindustrie zu einer Reduktion der Downloads kommen könnte. Ich hab jetzt keine fundierten Vorschläge, denke aber z.B. an sowas wie angespeckte Versionen für weniger Geld, billigeere Download-versionen.

Die Studie scheint auch nicht darauf einzugehen, ob z.B. durch den Download auch ein Käufer gefunden wurde, weil der Pirat das Spiel toll fand und bereit war dafür zu zahlen.

Es ist immer das gleich: Die Studie ist für den Auftraggeber angepasst um Lobbyarbeit zu unterstützen. So scheint es mir jedenfalls.

Und ich will definitiv nicht behaupten dass ich glaube, dass gar kein Schaden entstehen würde. Aber bis heute habe ich keine Studie gelesen, die mir das tatsächlich bewiesen hätte.

Anonymous (unregistriert) 13. Juni 2012 - 20:57 #

immer dieses rumgeheule der contentindustrie. es gab schon immer illegale kopien und es wird auch immer illegale kopien geben. man kann die daten (egal ob film, serie, musik oder spiel) so leicht vervielfachen und verteilen und man nimmt dabei (im gegensatz zu einem wirklichen raub oder diebstahl) niemandem eine sache weg. es fühlt sich nicht wirklich kriminell an und deshalb werden das immer auch mehr als genug ganz normale konsumenten tun, selbst wenn sie sie sich sonst in ihrem leben immer brav an jedes geltende recht halten. ganz egal, aus welchen gründen sie das tun. egal ob sie zu wenig geld haben, zu geizig sind um geld dafür auszugeben oder ob es schlicht am einfachsten und unkompliziertesten ist. es ist einfach teil des geschäfts und damit sollte man sich abfinden, wenn man beschließt, in diese industrie einzusteigen und selber spiele, filme oder musik zu erschaffen und/oder zu verkaufen. es gibt immer auch genug leute, die bereit sind, unmengen an kohle auszugeben, für software, musik (konzerte) und dvds. vor allem der spieleindustrie hat es ja anscheinend nicht wirklich geschadet. immerhin haben die es in kürzester zeit geschafft, mehr geld umzusetzen, als zB film- oder musikindustrie. und die umsätze steigen weiter.
man sollte sich einfach drauf konzentrieren, dem konsumenten gute angebote zu machen (aka gute qualität) und den kram leicht erreichbar zur verfügung stellen. dann werden sich auch mehr als genug leute finden, die dazu bereit sind, für content zu bezahlen.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4406 - 14. Juni 2012 - 13:31 #

Klar, die Verbrecherindustrie ist an allem Schuld, wollen die doch tatsächlich Geld verdienen, unglaublich oder?

Wegen solcher Einstellungen wird am Ende alles auf das Diablo3-Modell hinauslaufen: Always-On, Spiellogiken oder ganze Spiele auf dem Server. Dann fällt diese unsägliche Diskussion endlich aus und wer offline spielen will holt mal wieder das Schachbrett raus.

Spiritogre 18 Doppel-Voter - 11731 - 14. Juni 2012 - 19:32 #

Ich habe schon die Konsequenzen gezogen und mich halbwegs damit abgefunden, bald nur noch dann Retrogames (oder Konsolenspiele?) spielen zu können, weil ich mein Geld nicht für (Offline-) Spiele mit Onlinezwang ausgeben werde. Diablo 3 ist das perfekte Beispiel. Ich hätte es mir wirklich sofort zum Start gekauft, ich war richtig heiß drauf. Aber dank Onlinezwang musste der Hersteller auf mein Geld verzichten (was ihn allerdings kaum gestört haben wird, da leider nur wenige so denken wie ich).

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