Schufa: Künftig Datensammlung via Facebook und Co.? [Upd.]

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7. Juni 2012 - 13:27 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert

Logo der Schufa am Eingangsbereich der Zentrale in Wiesbaden, Quelle: SCHUFA Holding AG

Update vom 8.6.2012:

Nachdem die Stimmen von Datenschützern und Politikern seit dem Bekanntwerden des Schufa-Forschungsprojekts (siehe ursprüngliche News) immer lauter wurden, zog das beteiligte Hasso-Plattner-Institut nun die Konsequenzen und kündigte eigenen Angaben zufolge den Vertrag mit der Wirtschaftsauskunft. In der offiziellen Pressemitteilung erläutert HPI-Direktor Christoph Meinel die Entscheidung mit den Worten:

Angesichts mancher Missverständnisse in der Öffentlichkeit über den vereinbarten Forschungsansatz und darauf aufbauender Reaktionen könne ein solches wissenschaftliches Projekt nicht unbelastet und mit der nötigen Ruhe durchgeführt werden

Ursprüngliche News vom 7.6.2012:

„Wir schaffen Vertrauen“ – mit dieser Werbeaussage werden Besucher auf der Website der „Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung“ (kurz Schufa) begrüßt. Das Anliegen der Schufa Holding AG, einer privatwirtschaftlich organisierten Wirtschaftsauskunft, ist es, ihre Vertragspartner vor Kreditausfällen zu bewahren. Nach eigenen Angaben verfügt die Aktiengesellschaft über Daten von 66,2 Millionen Menschen beziehungsweise werden etwa 514 Mio. Informationen bereitgehalten. Über 102 Millionen Auskünfte werden pro Jahr an circa 7.000 Vertragspartner und um die 104 Mio. Eigenauskünfte an Verbraucher herausgegeben.

Einem Bericht des Radiosenders NDR Info zufolge, könnte der „bundesweit größte Datenbestand zur Beurteilung des aktuellen Zahlungsverhaltens der erwachsenen Bürger in Deutschland“ (Zitat Schufa-Website) in Zukunft durch die Informationsbeschaffung aus sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter, Xing und Co. erweitert werden. Oder anders formuliert: Millionen User und deren Profile könnten auf diese Weise untersucht werden, um eine mögliche Kreditwürdigkeit noch besser beurteilen zu können.

Mittels einer Pressemitteilung gab die Schufa AG vor wenigen Tagen die Zusammenarbeit mit dem Hasso-Plattner-Institut (HPI) bekannt. Das gemeinsame, auf drei Jahre angelegte Web-Forschungsprojekt läuft unter dem Namen „SCHUFALab@HPI“ und hat die „Analyse und Erforschung von Daten aus dem Web“ zum Ziel. Die Schwerpunkte sollen „einerseits die Validität von Daten und anderseits Technologien zur Gewinnung von Daten“ sein. Peter Villa, Vorstand der SCHUFA Holding AG, dazu:

In der Zusammenarbeit mit dem HPI wollen wir durch wissenschaftlich fundierte Ergebnisse langfristig die Qualitätsführerschaft unter den Auskunfteien in Deutschland sichern. Mit dem Forschungsprojekt wollen wir aber auch die unzähligen Mythen und Vermutungen rund um die Informationsquelle Web auf den wissenschaftlichen Prüfstand stellen.

Massenhafte Datensammlung oder Grundlagenforschung?

Den Autoren des NDR-Info-Beitrages sollen jedoch vertrauliche Dokumente (Auszüge daraus) vorliegen, durch die deutlich wird, dass weit mehr hinter dem Projekt stecken könnte. Neben den erwähnten sozialen Netzwerken sollen Informationen von Geodatendiensten (wie Google Street View), Personensuchmachschinen und aus Mitarbeiterverzeichnissen von Unternehmen hinzukommen. All diese Daten sollen letztendlich mit den Schufa-Datenbeständen verknüpft werden, um sie „aus Business-Sicht bewerten“ und „für existierende und künftige Produkte und Services einsetzen“ zu können. Der NDR-Info-Beitrag dazu weiter:

Es ist eine Liste der fast unbegrenzten Möglichkeiten: Nicht nur Daten über Personen – ihre Adresse, ihr Alter, ihr Arbeitgeber oder ihr Beruf – könnten gesammelt werden. Es sei auch die Analyse von Textdaten denkbar, um „ein aktuelles Meinungsbild zu einer Person zu ermitteln“. Ebenso könnten die Wissenschaftler herausfinden, wie die Schufa über eigene Facebook-, Xing- oder Twitter-Profile an „Adressen und insbesondere Adressänderungen“ anderer Nutzer gelangen könnte – und zwar verdeckt.

Die Recherchen des Senders wurden inzwischen sowohl von der Schufa als auch dem Forschungsinstitut bestätigt. Allerdings bezeichnet man das Vorhaben als „Grundlagenforschung“, die nach „höchsten ethischen Maßstäben“ durchgeführt werde. Darüber hinaus werden „sämtliche entwickelten Methoden und daraus resultierende Erkenntnisse als wissenschaftliche Beiträge öffentlich publiziert“. Zudem weist ein Sprecher der Schufa darauf hin, dass „selbstverständlich alle ‚Projektideen‘ dem juristischen und legalen Rahmen in Deutschland entsprechen“ und dass das Unternehmen durch die Forschung einen „aktiven Beitrag zur Meinungsbildung und Sensibilisierung leisten“ möchte.

„Völlig neue Dimension“ der Datenausbeutung

Datenschützer halten das Schufa-Projekt indes für fragwürdig und sind entsetzt über die Möglichkeiten, die durch diese Art der Datensammlung entstehen könnten. Thilo Weichert, Landesdatenschutzbeauftragter in Schleswig-Holstein, wird von NDR Info mit den Worten zitiert:

Hinter einem solchen Forschungsprojekt steckt immer eine Absicht. Sollte die Schufa die gewonnenen Daten tatsächlich einsetzen, wäre das eine völlig neue Dimension.

Als besonders bedenklich bezeichnet Weichert zudem:

... dass Informationen, die beiläufig ins Netz gestellt worden sind, systematisiert werden sollen. Dass diese Informationen dann ganz offensichtlich – das ist die Aufgabe der Schufa – für Bonitätsbewertungszwecke genutzt werden sollen. Entsprechende Praktiken kennen wir aus den USA.

Als klare „Grenzüberschreitung“ bezeichnet Edda Castelló von der Verbraucherzentrale Hamburg das Vorhaben von Schufa und HPI. Dass es nicht darum geht, der Öffentlichkeit einen guten Dienst zu erweisen, sei ihrer Ansicht nach offensichtlich:

Wenn diese sehr privaten und persönlichen Datensammlungen wie Facebook von der Schufa zusammengeführt und ausgenutzt werden, dann wird es hochgefährlich. Wes Brot ich ess, des Lied ich sing. Das heißt, es gibt jemanden, der die Forschung bezahlt, und natürlich werden sich dessen Interessen auch im Ergebnis widerspiegeln. Selbst wenn das Gesamtergebnis vielleicht nicht so ist, wie die Schufa sich das gedacht hat, kann sie daraus eine Menge lernen.
Vidar 18 Doppel-Voter - 12442 - 7. Juni 2012 - 10:09 #

Schufa ist doch schon jetzt fragwürdig da sie Sachen bei der beurteilung mit einbeziehen die man selbst nicht beeinflussen kann und nun noch das?
Mein was für eine Begründung soll dies haben?
Welche Rückschlüsse will man denn durch ein Profil auf die Kreditwürdigkeit rauslesen? Wird man dann abgestuft wenn 50% der Kontakte eines FB Profils negative SCHUFA Einträge haben?

Schufa ist ansich eine gute Sache nur übertreiben sie es schon ein bisschen...
Ein Grund mehr mich von FB und co fern zu halten.

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 7. Juni 2012 - 10:08 #

Wo kann ich meinen Facebook-Account zur Überprüfung einreichen? Dann komme ich eventuell von 97,53% Kreditwürdigkeit auf meine verdienten 100%.

Anonymous (unregistriert) 7. Juni 2012 - 10:21 #

Mit 97% bist du aber weit von AAA++ entfernt ;)

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 7. Juni 2012 - 10:28 #

AAA+ reicht mir schon aus. Zumindest hat es gereicht, um den 3D Fernseher bei Saturn, direkt in die Hand gedrückt zu bekommen. :D

Worth2die4 13 Koop-Gamer - 1436 - 8. Juni 2012 - 2:24 #

Das ist keine große Leistung... ;)

Anonymous (unregistriert) 7. Juni 2012 - 14:21 #

soviel ich weiss ist es garnicht möglich auf 100 zu kommen, von daher sind die 97% spitze...

Green Yoshi 20 Gold-Gamer - 23756 - 7. Juni 2012 - 10:18 #

Ein Grund mehr sich nicht mit seinem Realnamen bei Facebook anzumelden und nicht zu viel privates zu posten.

Manche Unternehmen wollen ja im Vorstellungsgespräch sogar das Facebook Passwort von einem wissen, da ist bei mir endgültig die Schmerzgrenze überschritten.

Enix 17 Shapeshifter - 8221 - 7. Juni 2012 - 10:39 #

Das hab ich ja noch nie gehört? Hast du das selbst schon erlebt?

Anonymous (unregistriert) 7. Juni 2012 - 10:55 #

Doch gibt es! Es gibt Firmen die das wollen bzw. von ihren Arbeitnehmern erwarten bei Facebook ein Profil anzulegen, etc. Willkommen in der neuen Welt!

Enix 17 Shapeshifter - 8221 - 7. Juni 2012 - 11:20 #

Das Firmen das Profil eines Bewerbers vorab anschauen, wusste ich. Aber das ist wirklich neu für mich.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3251 - 7. Juni 2012 - 10:55 #

Vielleicht spielt er hierauf an:

http://www.heise.de/jobs/meldung/US-Politiker-sehen-zunehmenden-Druck-auf-die-Privatsphaere-von-Job-Bewerbern-1479556.html

Starslammer 15 Kenner - 2756 - 7. Juni 2012 - 10:57 #

Diese Unternehmen kann man dann gerichtlich belangen, da ungesetzlich, genau wie die Frage nach der Religion oder politischen Einstellungen (mal von kirchlichen Institutionen und Staatsämtern ausgeschlossen)!

Anonymous (unregistriert) 7. Juni 2012 - 18:03 #

Die Klage wird auch sicher Erfolg haben, die Frage ist nur, ob man der Branche nach so einem Gerichtsverfahren noch einen Job bekommt.

Leider nehmen sich Unternehmen immer mehr raus, wurden bei einer Firma hier im Ort vor 20 Jahren noch 80% der Azubis übernommen, sind es nun nur noch 10%, da die 1-Euro Jobber, die von Hartz IV leben, viel geringere Lohnkosten verursachen. Aufgrund des hohen Konkurrenzdrucks kann sich niemand in der Branche diesem Trend erwehren :-(
Ist hier sowieso eine sehr strukturschwache Region, da ist man froh wenn man irgendeinen Job hat.

Michl Popichl 24 Trolljäger - 50741 - 7. Juni 2012 - 12:28 #

ein grund mehr für mich gar nicht bei facebook anzumelden......

blobblond 19 Megatalent - 17878 - 7. Juni 2012 - 19:44 #

Welche U nternehmen in Deutschland bzw. in der EU sind das?

TSH-Lightning 17 Shapeshifter - P - 7222 - 7. Juni 2012 - 10:31 #

Tja, genau so etwas war mir und anderen, die immer als paranoid bezeichnet wurden, schon lange klar. Wenn es Daten gibt, dann werden sie genutzt. Ich hoffe dennoch, dass u.a. Facebook, durch die EU oder den EuGH mal beigebracht bekommt was Datenschutz, im Sinne des Benutzers, bedeutet.

Das Schlimmste an der Sache ist aber, dass Facebook und Co. nicht nur massenhaft Daten, der dort angemeldeten Personen, hat sondern auch von allen anderen die irgendjemand kennen, der bei einem Sozialen Netzwerk ist.

Wird genau so wie beim "Scoring" laufen, wenn du mit Leuten befreundet bist, die mal die Handyrechnung zu spät gezahlt haben bekommst du keinen Kredit um z.B. ein Haus zu bauen.

Schöne neue Welt...

Anonymous (unregistriert) 7. Juni 2012 - 11:32 #

Die Pessimisten und Paranoiden von Gestern werden heute als Visionäre bezeichnet. Nur hat sich das noch nicht so rumgesprochen ;).

Age 19 Megatalent - P - 13980 - 8. Juni 2012 - 14:57 #

Verschwörungstheoretiker!!111!!elf!trölf

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3251 - 7. Juni 2012 - 10:52 #

Da eröffnen sich ungeahnte Möglichkeiten für Kreditbetrüger: Auf einem FB-Account erzeugt man den Eindruck eines reichen Unternehmers, mit Luxusjachten, Traumvillen und Sportwagen. Dann sollte eine dicke Finanzspritze nur noch Formsache sein. :D

Sher Community-Event-Team - 3635 - 7. Juni 2012 - 14:07 #

Völlig neue Möglichkeiten für Trickbetrüger!

Aber ernsthaft: Eine mehr als bedenkliche Entwicklung.

Anonymous (unregistriert) 7. Juni 2012 - 10:59 #

Ich bin dafür das Schufa und andere Datensammler. dazu verdonnert werden sollten, mindestens eimal im Jahr den Leuten, über die Daten sammeln, die kompletten Daten mitzuteilen.

Koffeinpumpe 15 Kenner - 3251 - 7. Juni 2012 - 11:02 #

Wurde die Schufa doch. Seit einigen Jahren muss sie dir einmal im Jahr kostenlos deine Daten mitteilen. Natürlich nur auf deine aktive Anfrage hin.

volcatius (unregistriert) 7. Juni 2012 - 11:24 #

Konsequent.

Passatuner 14 Komm-Experte - P - 2092 - 7. Juni 2012 - 11:48 #

Wie soll das denn funktionieren?

Beispiel: Ich wäre sehr vermögend, absolut kreditwürdig, habe aber, weil ich mich sehr sozial, z.B: in einem Verein für eher bedüftigere Menschen engagiere, ganz viele 'Freunde' auf Facebook, die aus eben diesem eher finanziell gänzlich anderem Bereich kommen.

Was wäre ich dann für die Schufa?

Anderes Beispiel:

Seit drei Jahren wohne ich woanders als zuvor, in einer Gegend, in der eher die 'gut situierten' wohnen. Mein Einkommen hat sich aber nicht geändert. Auf einmal bin ich kreditwürdiger. Selbst gemerkt beim Autoneukauf, früher waren noch zig mehr Unterlagen nötig, seit neuer Anschrift reichte eine aktuelle BWA (ich bin selbstständig), die Freigabe des Ratenkredits dauerte nur 5 Minuten, früher 2 Tage.
Das heißt, wenn ich in den 'Social Networks' nur genug falsche, für mich eher kreditsteigernde, Fakten verbreite, könnte ich meine Kreditwürdigkeit für die Schufa steigern?

Wie gesagt, ich kann nicht nachvollziehen, wie das wirklich sinnvoll und zuverlässig funktionieren soll, kann mir einer vom Fach das vlt. erklären? Den Wohnort kann ich ja noch nachvollziehen, aber andere Dinge, die man so bei FB und Co postet?

Grüße,
Passatuner

Anonymous (unregistriert) 7. Juni 2012 - 13:25 #

Die Schufa ist eine Spielwiese für Statistiker mit Pseudogesellschaftlichem Hintergrund und Wahrsager.

Deren Scorings sind oft so falsch wie widersprüchlich. Da wird dann schon mal aus einem Verhalten des "Kunden" etwas negatives, obwohl es bis gestern noch positiv bewertet wurde. Einfach Richtlinienänderung.

Ein Grund warum ich so gut wie immer mit Bargeld bezahle.

Icy 12 Trollwächter - 1033 - 7. Juni 2012 - 12:20 #

Als nächstes wird man einfach mal provisorisch runtergestuft wenn man keinen Facebook / Twitter / etc. Account hat, da die Schufa nicht mehr genug Daten hat.

Vielleicht sollte man sie nicht auf Ideen bringen.

Novachen 18 Doppel-Voter - 12879 - 7. Juni 2012 - 12:34 #

Hm, habe kein Facebook, Twitter hab ich auch nicht... nicht einmal ein aktiviertes Steam Profil, ich denke ich bin sicher. Wobei, ich nutze ja Skype für meinen Beruf, aber da steht glücklicherweise nichts drin, was nicht sowieso jeder weiß. Name, Alter und Wohnort :D.

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 7. Juni 2012 - 12:55 #

Und dann kriegst du einen negativen Schufa-Eintrag, weil die denken dass du etwas zu verbergen hast. ;)

Anonymous (unregistriert) 7. Juni 2012 - 17:26 #

Was ja irgendwie nicht so ganz legal wäre ;) Und bestimmt auch der Grund das wir soviele Exhibitionisten unter unseren viel reicheren Mitbürgern haben /s

Läuft wohl eher anders rum. Wer so blöd ist seine Fehltritte der ganzen Öffentlichkeit zu präsentieren und für immer speichern zu lassen hat Pech.

Anonymous (unregistriert) 7. Juni 2012 - 13:23 #

Die neuen Richtlinien wurden geleakt:

Facebook

Pinnwandnachricht "Kann mir irgendeiner von euch 5000 Euro leihen? Ich bin total pleite. Naja, solange die SCHUFA nix weiß.": Basisscore -30%

Pinnwandnachricht "Will sich irgendwer von mir 5000 Euro leihen? Ich hab so den Arsch voll Geld, ich weiß gar nicht wohin damit.": Basisscore +30%

Pinnwandnachricht "Hey! Ich bin bald reich, weil ich mein gesamtes Vermögen in Facebook-Aktien gesteckt habe!!!!11elf!1": Basisscore -99%

Babyfoto posten: Basisscore -10% je Kind
Yachtfoto posten: Basisscore +10% je Yacht

Hobbys "Sparen", "Schulden bezahlen", "Bankguthaben im Plus führen": Basisscore je +5%

Hobbys "Geld verschwenden", "Schuldner abwehren", Bankguthaben im Minus führen", "SCHUFA austricksen": Basisscore je -5%

Je hundert Freunde mit Basisscore unter 10%: Basisscore -5%
Je hundert Freunde mit Basisscore über 90%: Basisscore +5%
Mit Franjo Pooth befreundet sein: Basisscore -15%

Der SCHUFA Holding AG auf Facebook folgen: Basisscore +20%
Der SCHUFA Holding AG auf Facebook nicht folgen: Basisscore -20%

Fake-Account unter dem Namen eines Erzfeindes einrichten und um Geld betteln, Babyfotos posten, Glücksnüsse öffnen etc.: Basisscore von Erzfeind bis zu -99%

Google+

Den Alibi-Account auch weiterhin nicht pflegen: Basisscore +/-0

Xing

Premium-Account bei Xing: Basisscore +5%
Nicht bei Xing: Basisscore -5%

Je Kontakt mit schleimigem Business-Fuzzi (=jeder Xing-Nutzer): Basisscore +1%

Unter den früheren oder aktuellen Arbeitgebern befinden sich Quelle, Schlecker, Arcandor, Opel oder die FDP: Basisscore je -5%
Aktueller Arbeitgeber SCHUFA: Basisscore +50%

Twitter

Tweet "Ich finde es unverschämt, dass die #schufa jetzt auch schon in sozialen Netzwerken herumschnüffelt": Basisscore -20%

Tweet "Ich finde es grandios, dass die #schufa die Möglichkeiten ausschöpft, die soziale Netzwerke bieten. So wird der Score noch genauer ermittelt": Basisscore +20%

Alle Netzwerke

Diesen Text kopieren: Basisscore fällt auf 0; sämtliche Bankkonten werden eingefroren; binnen 24 Stunden bekommen Sie Besuch von Inkassomitarbeitern, die Ihnen beide Beine brechen und einen abgetrennten Pferdekopf in Ihr Bett legen.

Icy 12 Trollwächter - 1033 - 7. Juni 2012 - 13:40 #

Es klingt zu wahr um lustig zu sein ;)

jojoschi (unregistriert) 7. Juni 2012 - 14:14 #

Dann doch auch bitte mit Link auf Originalquelle:
der-postillon.com/2012/06/ratgeber-so-wirkt-sich-ihr-verhalten.html

Amentet 10 Kommunikator - 405 - 7. Juni 2012 - 14:10 #

Langsam reicht es aber, was bilden die sich eigentlich ein..? Nach "höchsten ethischen Maßstäben"? Na klar. Genauso wie immer.

Spezieh 18 Doppel-Voter - 9408 - 7. Juni 2012 - 14:20 #

Wenn 2 Leute mit dem selben Namen am gleichen Tag Geboren sind dann kann es bei der Schufa mal gut passieren, dass 2 Personen den selben Datensatz haben.

Da wundert man sich warum man kein Konto bekommt obwohl man noch nie irgendwo Schulden hatte... Zu dumm zum recherchieren. Einfach sammeln und mit 2 Schlüsseln aus einer Datenbank ziehn. Huiii sehr wissenschaftlich, aussagekräftig und mit höchsten ethischen Maßstäben...

Passatuner 14 Komm-Experte - P - 2092 - 7. Juni 2012 - 14:46 #

Schon passiert, leider wahr.

Spezieh 18 Doppel-Voter - 9408 - 7. Juni 2012 - 17:50 #

Mir passiert ;)
Score von 14 ohne je irgendwas gemacht zu haben.

Thomas Barth 21 Motivator - 27682 - 7. Juni 2012 - 19:02 #

14? Gib mir sofort das Geld zurück, dass ich dir geliehen habe!

Spezieh 18 Doppel-Voter - 9408 - 8. Juni 2012 - 6:17 #

:P
mittlerweile wurden die Datensätze getrennt und mein Score is wieder ok. Aber ich kenne jetzt die Schulden meines Doubles bei diversen Geldäusern. Juhu Datenschutz.

wiese85 15 Kenner - 3451 - 7. Juni 2012 - 14:23 #

Bedenklich und aüßerst gefährlich. So viel Datenmacht bei der Schufa kann nich gut gehen.

fragpad 13 Koop-Gamer - P - 1487 - 7. Juni 2012 - 14:25 #

Dann sollten die ganzen FB-User ihre "Freunde" mal schnell auf Kreditwürdigkeit abklopfen. Nicht das man sich mit Habenichtsen oder gar Schuldnern abgibt, das wird dann direkt mit einberechnet ;)
Immerhin kann keiner sagen, er habe nix gewußt.

Imperitum 18 Doppel-Voter - 9391 - 7. Juni 2012 - 14:46 #

Was mag dann wohl passieren, wenn jemand vorsätzlich unter falschem Namen die Kreditwürdigkeit eines anderen Menschen beeinträchtigen möchte.
Idioten gibt es überall und ein Nachbarschaftsstreit könnte so z.B. eine neue Dimension erlangen. *Schwarzmal*

Es ist definitiv mehr als fragwürdig, dass die Schufa derartige Daten zur Auswertung der Kreditwürdigkeit nutzen möchte.
Dabei können einfach viel zu viele Unbekannte das Ergebnis beeinflussen und die Aussagekraft ist somit absolut gleich null.

Tassadar 17 Shapeshifter - 7763 - 7. Juni 2012 - 16:34 #

Solange sie über Facebook nur die Daten sammeln, die ohnehin jedem mit Internetzugang und (Fake-)Account bei Facebook öffentlich zugänglich sind, ist das im Grunde nichtmal eine News wert. Das kann schließlich jede Privatperson und jede Firma machen wie sie lustig ist. Wenn die Menschen so dumm sind und diese Daten allen frei zugänglich machen, kann man das nicht ändern. Ich rede mir da seit vielen Jahren den Mund fusselig, ohne Erfolg. Sie raffen es nicht, oder sie wollen es so.

Und selbst wenn sie Zugriff auf die Datenbanken von Facebook bekommen sollten: Auch das ist vorhersehbar, da sind sie dann garantiert nicht die Einzigen. Von Sicherheitslücken gar nicht erst angefangen. Wer also glaubt, seine Daten wären wenigstens vor allen anderen außer Facebook selbst (schlimm genug) sicher, wenn er sein Profil nur Freunden zugänglich macht, ist nicht viel weniger naiv.

E.S. Ceo.G. (unregistriert) 7. Juni 2012 - 17:51 #

So eine Auswertung wie sie die Schufa im Sinn hat wäre sinnlos, sogar schädlich für Datenintegrität, wenn gefakte Accountdaten schützen würden. Facebook funktioniert aus guten Grund nicht wenn man Flash, Stalking & Co blokiert. Weil ein falscher Name die Daten verwässern würde wird über sekundäre Identifikationsmerkmale zugeordnet, und zwar überall dort wo man die findet, nicht nur bei FB.

Die Schufa hat bemerkt was in den Usa für ein Umsatz gemacht wird und will nun auch zusätzliche Auskünfte verkaufen. Weil es so einfach ist. Verifizierte ID durch Smartphonenutzung ist verbreitet und akzeptiert genug um eine Zuordnung selbst für Noobs wie die Leute von der Schufa möglich und rentabel zu machen. Das ist aber noch Sandkastenliga, du willst garnicht wissen was Goldman und Chase für Profile haben.

Linksgamer 14 Komm-Experte - 1931 - 8. Juni 2012 - 13:29 #

Und wieder ein Posting gespart. Genau so isses. Andererseits besteht durch solche Meldungen vielleicht wenigstens ein klein wenig Hoffnung, dass derlei konkrete Konsequenzen einigen die Augen öffnen.

Wer glaubt denn übrigens, dass das Finanzamt nicht schon längst bei FB rumschnüffelt? Die haben ja lt. Gesetz sogar Einblick in Bankkonten, werden sie also öffentliche Daten aus reinem Edelmut ignorieren? Nicht falsch verstehen, Steuerhinterzieher sind Verbrecher, nur leider kommen auch da die großen immer ungeschoren davon (zur Not Selbstanzeige mit Vorwarnung), während man die kleinen hängt.

Aber mal sehen, wenn der erste Prozess gegen jemanden geführt wird, der auf Beweisen beruht, die Google oder FB netterweise zur Verfügung gestellt haben (z.B. Chatlogs), werden einige vielleicht vorsichtiger...

Klausmensch 14 Komm-Experte - 2203 - 7. Juni 2012 - 17:48 #

Die Schufa war vorher schon eine so dermaßen widerliche Institution. Ich könnte kotzen.

FPS-Player (unregistriert) 24. Juli 2012 - 14:31 #

Schade, ich hätte es gut gefunden. Die ganzen Promis, die sich in meiner Freundesliste tummeln, hätten mir sicher meinen Score wieder auf ein neutrales Level geschraubt...

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