Arcade-Check: Dragon's Lair (Kinect) + Gewinnspiel beendet [Upd.]
Teil der Exklusiv-Serie Arcade-Check

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24. Mai 2012 - 15:34 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert
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Update 24.5.2012

Der glückliche Gewinner des Dragon's Lair-Codes ist Jak81

Ursprüngliche Nachricht vom 24.5.2012

Schon lange bevor Yu Suzuki in Shenmue den Begriff Quick-Time-Event geprägt hat, produzierte Ex-Disney Animator Don Bluth eine ganze Reihe von Titeln, in denen das Spielprinzip Programm war. Die Spiele waren vielmehr interaktive Zeichentrickfilme, in denen es galt, in bestimmten Momenten die richtige Eingabe zu treffen. Angesichts des aus heutiger Sicht sehr primitiven Spielverlaufes, erfreuten sich Spiele wie Space Ace und Dragon's Lair dennoch sehr großer Beliebtheit. Die für damalige Verhältnisse hochmoderne Laserdisc-Technik trug sicherlich einen großen Anteil zum Erfolg der Automaten bei. Eine solche "Grafikpracht" gab es bis dato, wir sprechen über das Jahr 1983, auf keinem Spielautomatenbildschirm zu sehen. Neben einem Track & Field sahen die Laserdisc-Spiele oberflächlich gesehen natürlich beeindruckend aus. Mal schauen wie beeindruckt wir im Jahr 2012 vom Kinect-gepimpten Dragon's Lair sind...

Von Rittern, Jungfrauen und Drachen

Im Schlosskeller des bösen Zauberers Mordroc sitzt Drache Singe auf einem riesigen Hort voller Gold, Juwelen und anderer Kostbarkeiten. Um seiner prächtigen Sammlung das Sahnehäubchen aufzusetzen oder vielleicht auch nur, weil er sich da unten so einsam fühlt, entführt er die liebreizende Prinzessin Daphne und hält sie dort gefangen. Aus Ritterethik, vielmehr aber, weil er wahrscheinlich etwas für das durchaus ansehnliche Fräulein übrig hat, macht sich der ebenso tolpatschige wie wagemutige Ritter Dirk auf den Weg, um Daphne aus den Klauen des Furcht erregenden Lindwurms zu befreien.

Warum Kinect?

Um eines gleich vorweg zu nehmen: Dragon's Lair als Kinect-Spiel zu bewerben, wirkt auf uns ziemlich frech. Der Fakt, dass ihr im Standard-Kinect-Modus nicht sterben könnt, ist als Eingeständnis der Entwickler zu deuten, dass die Original-Spielweise allein mit Microsofts Bewegungssteuerung einfach zu frustig für den Spieler wäre. Anstelle des sofortigen Ablebens von Dirk nach einer Fehleingabe, bekommt ihr nicht wie üblich eine lustige Sterbesequenz zu Gesicht. Stattdessen leuchtet der Ritter nur rot oder grün auf und wandert direkt in die nächste Sequenz. So wird die ohnehin schon sehr geringe Interaktivität komplett im Keim erstickt. Ihr werdet komplett zum Zuschauer degradiert und die ohnehin schon niedrige Motivation, sich zu bewegen, sinkt ins Bodenlose. Es gibt zwar die Modi "Missionen" und "Herausforderung", in denen ihr sterben könnt, aber wenn ihr keine Hochleistungssportler mit hellseherischen Fähigkeiten seid, gewinnt ihr hier kein Land – Spielspaß sieht anders aus! Der größte Witz ist aber der sogenannte Koop-Modus, der nur mit Kinect funktioniert. Hier spielt ihr aber nicht etwa gemeinsam, sondern müsst ihr euch mit eurem Mitspieler nach jeder Szene abwechseln.


Hier erblickt Dirk erstmals die holde Daphne. Aber noch steht der Drache Singe zwischen den beiden.

Glückliche Alternative

Wie ihr sicherlich schon geahnt habt, lässt sich das Spiel auch mit Controller spielen – dabei hätten es die Entwickler auch belassen sollen! Die Kinect-Entwicklung eingespart und das Spiel dadurch für den halben Preis angeboten, hätte den Klassiker deutlich attraktiver gemacht. Für Arcade-Opas besitzt das Spiel durchaus noch einen gewissen Retro-Charme. In unseren Gefilden dürften die meisten Veteranen den Titel nur vom Amiga kennen. Deshalb böte sich an, die Original-Version endlich mal ohne Kopf-Weichzeichner, ohne Ladezeiten und ohne den Wechsel von sechs Disketten zu spielen. Mit Controller lässt sich Dragon's Lair gut spielen, zumal die Richtungen in der XBLA-Fassung im Gegensatz zum Original deutlich sichtbar angezeigt werden. Etwas frustresistent solltet ihr aber trotzdem sein, um mit dem Titel Spaß zu haben. Das Spiel bietet mit Controller-Steuerung zwei Modi. Im Laserdisc-Modus durchspielt ihr die einzelnen Abschnitte in einer festen Reihenfolge, wohingegen die Szenen im Arcade-Modus nach eurem Ableben ständig wechseln.

Die HD-Grafik im 16:9-Modus wirkt leider etwas verwaschen. Auch hier hätte etwas Nacharbeit anstelle der aufgesetzten Kinect-Steuerung sicherlich mehr Sinn gemacht. Ihr könnt aber auch eine 4:3-Anzeige wählen, in der der Spielbildschirm von einem Spielautomaten eingerahmt ist. Hier sorgt die Scanline-Optik für richtiges Automaten-Flair. Soundtechnisch gibt es nichts zu kritteln. Nett, dass die drei Sätze Daphnes – die im kompletten Spiel gesprochen werden – mit deutschen Untertiteln versehen werden können.

Fazit: Für die falsche Zielgruppe entwickelt

Bei Dragon's Lair drängt sich eine Frage auf:  Für welche Zielgruppe haben die Entwickler das Spiel eigentlich angedacht? Die vermutlich meist "reiferen" Retro-Fans, die solch ein Klassiker anspricht, wollen ganz sicher nicht vor der Konsole herumturnen. Auch wenn sich das Quick-Time-Prinzip vermeintlich für Kinect anbietet, halten wir es doch für ein schnelles Reaktionsspiel, bei dem es gilt, eine präzise Eingabe auf den Punkt zu treffen, für gänzlich ungeeignet. Für Fans des Klassikers ist das Spiel dank der Controller-Steuerung durchaus spaßig, ob es euch aber 800 Microsoft-Punkte wert ist, solltet ihr erst nach dem Antesten der Demo entscheiden.

Gewinnspiel: Wenn ihr einen Download-Code für Dragon's Lair gewinnen wollt, schreibt bitte bis 21:00 Uhr einen Kommentar über euer lustigstes Rittererlebnis. Wir losen dann aus den witzigsten Beiträgen den Gewinner aus und lassen ihm den Code per privater Nachricht zukommen.
  • Preis am 24.5.2012: 800 Microsoft-Punkte (entspricht zirka 10 Euro)
  • 1 - 2 Spieler
  • Reaktionsspiel
  • Für Anfänger geeignet
  • Charmanter Arcade-Klassiker

Video:

AticAtac 14 Komm-Experte - 2127 - 24. Mai 2012 - 11:06 #

Was für ein Zufall, habs erst letzte woche auf meinem DVD-Player gespielt. Ja, die guten alten Zeiten, etliche DMarks in dem Automaten investiert. Das Spiel war damals eine kleine Sensation.

Faerwynn 17 Shapeshifter - P - 6683 - 24. Mai 2012 - 13:10 #

Damals schon, heutzutage für so eine Adaption 10 Euro zu verlangen ist schon fast frech.

McSpain 21 Motivator - 27019 - 24. Mai 2012 - 15:48 #

"Lustig" ist relativ. Ich denke zumindest daran zurück wie ich auf einem Kindergeburtstag in einer Schloßruine gezwungen wurde für das (weibliche) Geburtstagskind an einem Mittelalter-Themen-Tag mitzuspielen. Mami hatte auch 20 verschiedene Kostüme genäht und Texte geschrieben und Spiele ausgedacht. Schade für die Mami war nur das alle Jungs in der Gästerunde lieber Jedi-Ritter gespielt haben, statt sich auf das Mittelalter-Thema zu konzentrieren. War halt die Zeit von Star-Wars und noch nicht die Lord of the Rings in den Kinderzimmern. ;-)

underdog 12 Trollwächter - 835 - 24. Mai 2012 - 16:00 #

Lustig ? Naja, Vor einigen Jahrern hat ein als Ritter verkleideter beim Sagenfest in den Kupferkessel gek***t. Lustig fand ich die Magd, die vor Schreck rückwärts vom Stein flog :)

Ansonsten war ich als Jugendlicher von dem Automaten total geflasht, fand ihn aber vieeeeel zu schwer.

Jak81 16 Übertalent - 5108 - 24. Mai 2012 - 16:49 #

Mmhhh Rittererlebnis... da fällt mir nur ein, wie ich das erste Mal den Film die Ritter der Kokusnuss gesehen hab. Die Szene mit dem schwarzen Ritter war einfach nur lustig. "Oh, ist nur nen Kratzer." ... "Ach, ist doch nur ne Fleischwunde." ... "Also gut, einigen wir uns auf unentschieden." :)

Anonymous (unregistriert) 24. Mai 2012 - 17:37 #

dafür solltest du gewinnen.

Age 19 Megatalent - P - 13971 - 25. Mai 2012 - 11:56 #

Puh, hier wurde sich ja um den Gewinn nahezu geprügelt. :D

FLOGGER 17 Shapeshifter - 8926 - 25. Mai 2012 - 12:07 #

Die drei Teilnehmer hatten alle eine gute Chance. :0)

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