Arcade-Check-Special: Minecraft (Xbox 360)
Teil der Exklusiv-Serie Arcade-Check

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FLOGGER 8926 EXP - 17 Shapeshifter,R9,S3,A8,J10
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17. Mai 2012 - 20:41 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert
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Wenige Titel haben in den zwei Jahren so viel Aufmerksamkeit bekommen wie Mojangs Minecraft. Einst ein schrulliges Indieprojekt des schwedischen Entwicklers Markus Persson, im Jahr 2012 ein erfolgreiches kommerzielles Produkt mit Umsetzungen für andere Systeme geehrt. Doch was berichtet man über einen Titel der schon in aller Munde war und deshalb in Zockerkreisen bekannt ist wie ein bunter Hund? Ganz einfach: Arcade-Checker Flogger hatte sich dem Phänomen Minecraft als reiner Couch-Zocker bisher erfolgreich entzogen. Durch das Erscheinen in seinen bevorzugten (Xbox-) Gewässern wird der Titel nun auch interessant für ihn. Um eine ähnliche Erfahrung wie die ersten PC-Minecraft-Entdecker zu machen, ignoriert Flogger das enthaltene Tutorial, begibt sich in die junge Welt von Floktopia und versucht, anderen Minecraft-Noobs seine Eindrücke zu vermitteln.

Tag 1: Schauriges Grunzen

Voller Erwartung beginnt Flogger, die frisch generierte Welt zu erkunden – seine Welt! Zuerst beschließt er einen nahe gelegenen Berg zu erklimmen, um sich einen Überblick zu verschaffen. Während des Aufstiegs entdeckt er eine Höhle im Berg. Getrieben von Neugier und Forscherdrang kann er nicht widerstehen, in das dunkle Unbekannte einzutreten. Nach wenigen Schritten stürzt Flogger einen Abhang hinunter. Nur leicht verletzt versucht er, wieder umzukehren, in der dunklen Felsgrotte fühlt er sich ohne Lichtquelle irgendwie nicht wohl. Nachdem er feststellen muss das der Abhang zu hoch ist, um die Kaverne auf diesem Weg zu verlassen, sucht er einen anderen Ausweg. Nach einer Weile in völliger Dunkelheit hört er ein schauriges Grunzen. Die folgende Explosion macht ihm klar, dass Floktopia nicht das beschauliche Paradies ist, für das er es gehalten hat. Schockiert und stark verwundet versucht er weiter, einen Ausgang aus dem finsteren Gefängnis zu finden. Frustriert verlässt er nach einer Viertelstunde vergeblicher Suche die Parallelwelt Floktopia.

Tag 2: Täler statt Höhlen

Abgeschreckt von seiner ersten Floktopia-Erfahrung, vermeidet Flogger das Erkunden dunkler Höhlen penibel. Während er ein friedliches, mit Birken bewachsenes Tal auskundschaftet, tut sich eine weitläufiges Senke im Boden vor ihm auf, in der ein einzelnes Schaf grast. Gedankenlos springt er in die Grube, um das Tier genauer in Augenschein zu nehmen. Als er versucht, es zu streicheln, steht das verschreckte Geschöpf plötzlich ohne Fellkleid vor ihm. Nachdem er den unverhofften Wollfund verstaut hat, muss er voller Schrecken feststellen, dass er wieder in einem Gefängnis gelandet ist. Auch das Schaf schaut unglücklich drein. Abermals verlässt er Floktopia frustriert.


Solche Bauten dürften sicherlich eine menge Zeit in Anspruch nehmen.

Tag 3: Dreck unter den Fingernägeln

Motiviert durch den Fund der Wolle, beginnt Flogger nach weiteren Rohstoffen zu suchen. So stellt er fest, dass sich Holz und relativ lose Stoffe wie Erdreich oder Kies mit etwas Geduld und Beharrlichkeit mit bloßen Händen abbauen lassen. Beflügelt durch diese Erkenntnis wird sein zutiefst im Unterbewusstsein verankerter Sammeltrieb geweckt. So beginnt er alles zusammen zu raffen, was er finden kann. Blind vor Sammelwut bemerkt er nicht, dass die Nacht über ihn hereinbricht. In der plötzlichen Dunkelheit kommt schaurig die Erinnerung an die finstere Höhle zurück. Den Gedanken noch nicht zu Ende gedacht, greift auch schon ein nachtaktives Wildtier an. Nachdem er von dem unbekannten Wesen niedergestreckt wurde, stellt Flogger fest, dass er zwar wiederbelebt wurde, seine Rohstoffe aber futsch sind. Ganz klar: Beim nächsten Besuch von Floktopia müssen Vorkehrungen getroffen werden!

Tag 4: Erdwall als Zwischenlösung

Nach dem herben Rückschlag vom Vortag experimentiert Flogger mit den Rohstoffen herum. Dabei findet er heraus, dass sich daraus mit einfachsten Mitteln Baustoffe herstellen lassen. Um weiteren nächtlichen Attacken zu entgehen, beginnt er sich für die kommende Nacht mit Erdblöcken einzumauern. Natürlich soll dies kein Dauerzustand bleiben, aber fürs Erste erhöht es seine Überlebenswahrscheinlichkeit beträchtlich. Als nächstes muss er unbedingt herausfinden, wie man Feuer macht. Da er keinerlei Möglichkeit sieht, die Nächte sinnvoll zu nutzen, beginnt er die vielen gesammelten Stoffe in seinem Inventar genauer unter die Lupe zu nehmen. Bald begreift er, dass sich aus dem Holz eine simple Werkbank konstruieren lässt. Mit dem einfachen Hilfsmittel ist er nun in der Lage komplexere Formen und Gerätschaften zu basteln. Als erstes baut er sich eine primitive Holzspitzhacke, mit der er nun endlich auch Stein abbauen kann. Der nächste Tag kann kommen!

Tag 5: Im Steinbruch

Mit seinem neuen mächtigen Werkzeug bricht Flogger im Morgengrauen zum nahe gelegenen Steinbruch auf. Die Arbeit mit der Holzhacke ist zwar mühselig, dennoch lohnt der Aufwand, da er jetzt den stabileren Rohstoff zu Verfügung hat. Zudem findet er beim Abbau einige Brocken Kohle, die ihm sicherlich noch nützlich sein werden. Die folgende Nacht verbringt Flogger wieder an der Werkbank, um zu erforschen, wozu sich die neu gewonnenen Rohstoffen verwenden lassen. Aus der Kohle und einem Stock stellt er eine Fackel her, die zu seinem Erstaunen anfängt zu brennen, wenn er sie irgendwo befestigt. Aus Steinen und Stöckern fabriziert er ein komplettes Werkzeugsortiment, bestehend aus Spitzhacke, Spaten, Bodenhacke und Beil. Damit sollte ihm die Rohstoffgewinnung deutlich leichter fallen. Zum Abschluss für diese Nacht baut er sich ein Steinschwert, mit dem er sich gegen die Schrecken der Dunkelheit zu wehren vermag.


Fackeln brennen seltsamerweise ohne Feuerzeug, halten ewig und sind immun gegen Regen.

Tag 6: Stollenbau

Mit seiner Steinspitzhacke treibt Flogger voller Tatendrang einen Stollen tief in seinen bevorzugten Steinbruch. Alle paar Meter steckt er eine Fackel in die Wand, zur Fernhaltung von Unholden. Als er schließlich der Meinung ist, genug Pflastersteine gefördert zu haben, macht er sich auf die Suche nach einem geeigneten Bauplatz für eine angemessenere Behausung. Als er sich umschaut, erblickt er einen mächtigen Berg. Ja, auf diesem Gipfel soll sein Turm, ach was, seine Festung, nein, sein Andelkrag als Monument bester deutscher XBLA-Ingenieurkunst in den Himmel ragen!

Zwei Wochen später...

Flogger hat inzwischen den Bau seines Turmes abgeschlossen, natürlich nur als Vorstufe für seine weltumspannende Festung. Außerdem sammelte er dabei eine Handvoll Ideen für weitere Bauwerke. Und so langsam wird es Zeit, seine Freunde nach Floktopia einzuladen, da das Erschaffen von Konstruktionen mit anderen zusammen sicherlich eine ganz eigene Dynamik aufweist. Endlich ist ihm klar geworden, warum so viele Menschen so begeistert vom Minecraft-Universum sind. Was warten da draußen wohl für fantastische Welten, die den Köpfen anderer Entdecker und Erbauer entsprungen sind?

[Anmerkung der Redaktion: PC-Minecraft-Besitzer sollten sich mal auf dem inoffiziellen GG-Minecraft-Server umsehen. Dessen Welten direkt im Browser betrachten könnt ihr hier]



Details zur Xbox-Version

Die XBLA-Version von Minecraft hinkt inhaltlich der PC-Version um etwa ein Jahr hinterher, soll aber durch regelmäßige kostenlose Updates dennoch weiter gepflegt werden. Der große Nachteil der Xbox-360-Fassung ist dem begrenzten Arbeitsspeicher der Konsole geschuldet. Im Gegensatz zum PC stoßt ihr hier früher oder später auf unsichtbare Grenzen, die das Freiheitsgefühl etwas trüben. Wenn ihr ein Online-Spiel startet, entscheidet ihr, ob bis zu sieben Freunde jederzeit beitreten können oder eine Einladung nötig ist. Gemeinschaftsserver gibt es leider keine. So könnt ihr zwar mit Freunden zusammen basteln, ein gemeinsames Projekt lässt sich aber nur weiterführen, wenn der ursprüngliche Host online ist. Die Generierung der Welt lässt sich nicht beeinflussen. Wenn euch das Gesamtbild nach einigen Minuten oder Stunden nicht zusagt, könnt ihr einfach neu starten.

Die Joypad-Steuerung der Xbox-360-Version ist mit einem eigenen Button für Inventar und Crafting-Menü unkompliziert gelöst und geht sehr gut von der Hand. Ihr bewegt euch konsolentypisch mit dem linken Stick, der rechte ist fürs Umschauen gedacht. Das Crafting wurde etwas vereinfacht. Wenn ihr einen gewünschten Gegenstand anwählt, wird euch in einem Feld angezeigt, welche Zutaten noch fehlen. Ist alles da, wird das gewünschte Item auf Knopfdruck automatisch gebaut. Beim PC ist es genau andersrum: Ihr seht nicht das Ergebnis, sondern müsst so lange mit Zutaten experimentieren, bis etwas dabei herauskommt – wobei die allermeisten Spieler einfach einen Guide benutzen dürften, sodass jegliche "Kasualisierung!"-Vorwürfe an die Xbox-Version realitätsfern sind.  Ein praktischer Vorteil auf der Xbox 360 ist der Splitscreen-Modus für zwei Spieler, mit dem ihr gemeinsam auf der Couch basteln könnt.

Fazit: Einfach faszinierend

Minecraft (XBLA) eignet sich genauso zur Entspannung nach einem arbeitsreichen Tag wie auch zum stundenlangen Sich-verlieren im Forschen nach neuen Baustoffen und Konstruieren von aufwendigen Fantasiegebilden. Für die einen fühlt es sich an wie der Garten, den sie täglich eine Stunde pflegen, für die anderen ist es ein Sandkasten mit unbegrenzten Möglichkeiten. Trotz der angesprochenen Begrenzungen der Konsolen-Fassung, sollte das Spiel Potenzial für sehr viele spaßige Spielstunden bieten.

Angesichts der Indie-Historie des Titels mutet es etwas ungewöhnlich an, dass der übliche Maximalbetrag von 1.200 Microsoft-Punkte um 400 Punkte überschritten wird. Sehr viele Xbox-Spieler halten den Betrag jedoch offensichtlich für angemessen: Minecraft konnte den Erstverkaufstags-Rekord von Trials Evolution mit Leichtigkeit brechen und innerhalb der ersten Woche über eine Million Käufer finden. Preis am 17.5.2012: 1600 Microsoft-Punkte (entspricht zirka 20 Euro)
  • 1 - 4 Spieler lokal; online bis zu 8 Spieler
  • Welt-Simulation
  • Für Einsteiger bis Profis geeignet
  • Tolle Version des beliebten Kreativ-Baukastens

Video:

Athavariel 21 Motivator - P - 27872 - 17. Mai 2012 - 21:01 #

Schöner Arcade-Check und Minecraft ist wirklich etwas besonderes.

Admiral Anger 24 Trolljäger - P - 47881 - 17. Mai 2012 - 21:21 #

Hübsch geschrieben, Kudos dafür.

Anonymous (unregistriert) 18. Mai 2012 - 0:25 #

Sehr schön geschrieben. Aber ich bleibe dann doch auf dem PC! Wusste gar nicht, dass ihr einen Minecraftserver habt.

Fischwaage 17 Shapeshifter - 6765 - 18. Mai 2012 - 1:13 #

Gute technische (!) Umsetzung - keine Frage...
Aber als Kenner der PC Version bleibt natürlich immer so ein fader Beigeschmack das einfach Sachen fehlen...

Ja - die werden nachgepatch - i know!
Aber warum sollte ich dann JETZT ohne diese Sachen spielen?
Das is bissel doof...

Ich hab es cirka 5-6 Stunden gezockt aber nun warte ich erst mal auf kommende Updates.

Total Miner (unregistriert) 18. Mai 2012 - 7:39 #

Minecraft war auf dem PC vor einem Jahr auch schon genial.

Was mich eher stört sind fehlende Texturepacks und Mods.

Anonymous (unregistriert) 18. Mai 2012 - 12:04 #

Die Welt soll ja auf eine Größe von 1024*1024 Blöcken begrenzt sein. Ist zwar auch reichlich groß, aber man kommt doch des öfteren an die Grenzen.

Hoffen wir mal, dass die Jungs das noch etwas erweitert kriegen. Wär sonst in meinen Augen ein ziemlicher Dämpfer.

Anonymous (unregistriert) 19. Mai 2012 - 11:25 #

Total Miner ist sogar nur 256x256 Blöcke groß, dafür gehts ein paar tausend(?) Blöcke in die Tiefe.

Bumblebee. Game Designer - 878 - 18. Mai 2012 - 17:09 #

Sieht schon irre aus – ich habs noch immer nicht ausprobiert. Aber muss auch ein schrecklicher Zeitfresser sein, wo nehmt ihr die Zeit nur her??

Fischwaage 17 Shapeshifter - 6765 - 18. Mai 2012 - 22:55 #

Na beim Zeitmarkt kaufen, wo sonst!

30 min = 15 Euro
60 min = 35 Euro
...

usw.

Admiral Anger 24 Trolljäger - P - 47881 - 19. Mai 2012 - 0:59 #

Wenn Zeit wirklich gleich Geld wäre, dann müsste der Kuckuck in der Uhr zu jeder vollen Stunde 60 Euro ausspucken...

Anonymous (unregistriert) 19. Mai 2012 - 11:27 #

Nix anderes parallel spielen? ;)

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