Der gläserne Spieler: Sims 3 und die EULA

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5. Juni 2009 - 15:14 — vor 7 Jahren zuletzt aktualisiert
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Gestern ist das von der Fachpresse hochgelobte und von zahlreichen Fans langerwartete Sims 3 über den Publisher Electronic Arts im Handel erschienen. Wie bei neuerschienen Computer- und Videospielen üblich, muss der Käufer vor der Installation einem Nutzungsvertrag, dem sogenannten End User License Agreement, übersetzt Endbenutzer-Lizenzvertrag (EULA) zustimmen. Dies wird normalerweise von den Spielern einfach überlesen und der Inhalt durch ein symbolisches anklicken eines kleinen Kästchen hierzu, akzeptiert.
 
Jedoch sollten gerade Käufer des Spiels Sims 3 hier etwas vorsichtig sein, denn Electronic Arts hat sich durch einige neue und fragwürdige Lizenzbestimmungen nicht nur rechtlich abgesichert, die vielfach zum Nachteil des Käufers ausgelegt werden. Er willigt darüber hinaus auch ein, sein komplettes Nutzungsverhalten am PC, inkl. seiner installierten Soft- und Hardware, EA preiszugeben. Zudem kann er automatisch zu Marktforschungszwecken herangezogen werden. Er wird quasi zum gläsernen Spieler. Als Beleg hierzu dient eine Passage aus der zum Spiel gehörigen EULA:
 
…die Sammlung, Nutzung, Speicherung und Übertragung von technischen und verwandten Informationen, die deinen Computer (insbesondere eine Internet-Protocol-Adresse und Hardwareidentifizierung), dein Betriebssystem, deine Anwendungssoftware und deine Hardwareperipherie sowie nicht personenbeziehbare Gameplay- und Softwarenutzungsstatistiken identifizieren.
 
Darüber hinaus sind wir berechtigt, diese Daten anonym an andere Dienstanbieter weiterzugeben.
 

Zwar kann man Ende der Installation des Spiels durch ein Häkchen entscheiden, ob Daten anonym gesammelt werden dürfen, aber da man dieser Sammlung der persönlichen Daten bereits durch die Einwilligung der EULA zugestimmt hat, dürfte EA diese Daten trotzdem erheben. Die einzige Möglichkeit dieser Maßnahme zu entgehen, dürfte darin bestehen, dem heimischen PC die Internetanbindung zu entziehen. Dann kann man jedoch nicht auf die exklusiven Onlineinhalte zurückgreifen.

Gucky 22 AAA-Gamer - P - 33916 - 5. Juni 2009 - 15:16 #

Also das ist nur ein suspektes Beispiel aus der EULA zu Sims 3. Ich werde mir dieses Spiel definitiv nicht zulegen.

Wer darüber etwas mehr lesen möchte, dem würde ich empfehlen den Link zur Quelle anzuwählen.

Nicol_Bolas 12 Trollwächter - 831 - 5. Juni 2009 - 16:35 #

Also diese Standleitung diverser Spiele zum Hersteller find ich auch extrem suspekt. War das nicht Half-Life 2 das immer eine Message losgeschickt hat beim Start? So nach dem Motto, der Nicol spielt um halb 2 nachts noch Half-Life. Oder GTA IV wop man sich erstmal bei zwei Diensten registrieren musste, um es überhaupt spielen zu können?

Muss man echt offline bleiben, während der Spielzeit... wenn das geht ;).

ak.demiker 12 Trollwächter - 891 - 5. Juni 2009 - 16:48 #

Was interresiert denn die welche Hardware ich habe. Kommt dann eine e-mail: "ihr prozessor ist veraltet, wir haben schnelle im angebot". darauf kann ich gerne verzichten.

Tim Gross Freier Redakteur - 23836 - 5. Juni 2009 - 18:10 #

Nee, die sammeln Hardwaredaten, um zu wissen wie gut der Durchschnittsdaten der Kunden ist. Darauf kann man dann etwa die Systemanforderungen von kommenden Spielen anpassen.

Allgemein find ich das aber auch nicht gut. Bei Steam stört es mich auch nicht so sehr wie bei einem einzelnen Spiel wie die Sims 3. Bei Steam werden Hardwaredaten wenigstens für eine Plattform mit vielen Spielen gesammelt. Ob das nötig ist, sei dahingestellt, aber die tollen Tabellen von Valve schau ich mir gern an.^^ Das hat nichts mit dem Thema zu tun? Stimmt!

jps 18 Doppel-Voter - 11150 - 6. Juni 2009 - 0:32 #

Mein Gott, sollen sie halt wissen was ich für einen PC habe und welche IP-Adresse. Wegen so einem Strunz ein Spiel nicht zu kaufen halte ich für überaus übertrieben.

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