Arcade-Check: The Pinball Arcade
Teil der Exklusiv-Serie Arcade-Check

PC 360 PS3 3DS PSVita iOS andere
Bild von FLOGGER
FLOGGER 8926 EXP - 17 Shapeshifter,R9,S3,A8,J10
Alter Haudegen: Ist seit mindestens 5 Jahren bei GG.de registriertAlter Haudegen: Ist seit mindestens 3 Jahren bei GG.de registriertIdol der Massen: Hat mindestens 10.000 Kudos bekommenSilber-Jäger: Hat Stufe 10 der Jäger-Klasse erreichtBronze-Jäger: Hat Stufe 5 der Jäger-Klasse erreichtVielspieler: Hat 250 Spiele in seine Sammlung eingetragenBronze-Archivar: Hat Stufe 5 der Archivar-Klasse erreichtLoyalist: Ist seit mindestens einem Jahr bei GG.de dabeiBronze-Reporter: Hat Stufe 6 der Reporter-Klasse erreichtDiskutierer: Hat 1000 EXP durch Comments erhaltenStar: Hat 1000 Kudos für eigene News/Artikel erhaltenTop-News-Veteran: Hat mindestens 50 Top-News geschrieben

5. April 2012 - 12:00 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
Als Heimkonsolen in den Wohnzimmern noch nicht so leistungsfähig waren wie heute, zog es den geneigten Zocker schon mal in die örtliche Arcade-Halle, um die Zukunft der Videospiele auf den technisch deutlich stärkeren Automaten zu erleben – in Deutschland natürlich nur, wenn ihr alt genug wart. Wo es Videospiele gab, lockten meist auch auch ihre elektro-mechanischen Vetter mit ihrem analogen Charme an den Münzschacht. Flipperautomaten haben immer noch eine große Anhängerschaft, obwohl die große Ära der Spielhallen mittlerweile Geschichte ist. Zum Glück gibt es Spielentwickler, die sich noch an diese Zeiten erinnern und die glänzende Stahlkugel zumindest virtuell am rollen halten. Die Flipper-Simulationen der Zen Studios zeigen mit ihren selbstentwickelten Tischen sehr erfolgreich, dass das Genre noch sehr lebendig ist. Mit The Pinball Arcade verfolgen die FarSight Studios ein ganz anderes Ziel. Anstatt sich selbst Tische auszudenken, simulieren die Entwickler echte Oldtimer von namhaften Flipper-Herstellern wie Bally, Williams oder Gottlieb.

Von 1000 und einer Nacht bis in unedliche Weiten

Sowohl thematisch als auch spielerisch unterscheiden sich die vier Flipper-Automaten in The Pinball Arcade gravierend voneinander. Der sehr schlichte und übersichtliche Science-Fiction-Tisch Black Hole von Gottlieb aus dem Jahr 1981 wirkt durch seine große, freie Fläche im Zentrum auf den ersten Blick etwas steril. Durch seine vier Flipper-Hebel, von denen die beiden Rechten direkt nebeneinander liegen, bietet der Tisch ein ganz eigenes Spielgefühl. Zudem fasziniert er mit einer für damals revolutionären zweiten Spielebene, auf der ihr aus eurer Sicht "kopfüber" flippert. In Stern Pinballs Ripley's Believe It or Not! von 2004 versucht ihr Kurioses und Geheimnisvolles auf sieben Kontinenten zu Entdecken. Obwohl der Tisch relativ übersichtlich gehalten ist, entpuppt er sich als spielerisch äußerst komplex.


Der Black Hole-Flipper ist der erste seine Art mit einer zweiten Ebene.

Die beiden übrigen Tische sind vom Aufbau her mit ihren ausschweifenden Rampen und vielen Orbits deutlich komplexer. Im 1996 erschienenen Williams-Tisch Tales of the Arabian Nights spielt ihr in der Märchenwelt aus 1000 und einer Nacht. Auf dem sehr rasanten Flipper bekämpft ihr einen bösen Flaschengeist mit Hilfe von fliegenden Teppichen und Aladins Wunderlampe. Deutlich behäbiger aber nicht weniger anspruchsvoll präsentiert sich der Theatre of Magic-Flipper von Bally aus dem Jahr 1995. Der Tisch spielt sich deutlich langsamer und weniger actionreich als die anderen Automaten. Durch die mysteriöse Thematik gibt es einige Verstecke und Geheimnisse zu entdecken.

Simulation statt Schnickschnack

In Sachen Grafik und Präsentation liegt The Pinball Arcade deutlich hinter seinem Hauptkonkurrenten Pinball FX 2 zurück. Besonders auf der Xbox 360 wäre sicherlich mehr drin gewesen. Obwohl ihr euch auf allen Tischen mit Freunden und Spielern auf der ganzen Welt messen könnt, kann The Pinball Arcade nicht mit den umfangreichen Statistiken und unterschiedlichen Punktelisten des Mitbewerbers mithalten. Die Stärken des Spiels sind aber ganz andere: Die Original-Sounds der Flipper-Tische erzeugen authentische Spielhallenatmosphäre, wozu auch die realistischere Ballphysik beiträgt. Der Eindruck an einem echten Arcademaschine zu flippern wird hier deutlich besser vermittelt. Natürlich bieten sämtliche Tische einen lokalen 4-Spieler-Modus. Wie in FX 2 werden nach und nach neue Geräte per DLC nachgeliefert – Klassiker wie Medieval Madness, Funhouse, Bride of Pin•Bot und Attack from Mars wurden bereits angekündigt.

Fazit: Für Pinball-Puristen

Wenn euch Pinball FX 2 zu viel Videospiel ist, könnte The Pinball Arcade genau das richtige für euch sein. Wo Zen mutig mit grafischem Stilmittel und überspitzten Animationen kokettiert, verlassen sich die FarSight-Entwickler bei ihrer "sterilen" Flipper-Simulation auf die naturgemäßen Flippereffekte und Blinklichter. Pinball-Puristen bekommen hier für verhältnismäßig schlanke 800 Microsoft-Punkte vier virtuelle Nachbauten von Original-Automaten geliefert, die einige Stunden Spielspaß garantieren. Abschließend passt zu The Pinball Arcade wieder prächtig das Credo des großen Arcade-Gottes: "Ein halbes Stündchen geht immer!"
  • Preis am 5.4.2012: 800 Microsoft-Punkte (entspricht zirka 10 Euro)
  • 1 - 4 Spieler lokal
  • Flipper-Simulation
  • Für Einsteiger und fortgeschrittene Spieler geeignet
  • Lizenzierte Original-Geräte

Video:

Passatuner 14 Komm-Experte - P - 2169 - 5. April 2012 - 13:07 #

TOTAN unst TOM sind erstklassige Flipper.
Pinball FX mag zwar tolle Grafik haben, aber wirklich Flippergefühl kommt mir da bei keinem Tisch rüber.
Nachgebaute haben für mich immer mehr echtes Feeling, sofern das auf der flachen Mattscheibe geht.

Wenn Medieval Madness, Funhouse, Bride of Pin•Bot und Attack from Mars noch nachkommen, dann ist das hier ein Pflichtkaufe. Gerade Medieval Madness, Bride of Pinbot und Attack from Mars sind fantastisch spielbare Tische..

Aber mal etwas Eigenwerbung.

Statt Flipper auf der XBOX spielen, sich lieber einen virtuellen Flipper mit richtigem Cab bauen.

So spiele ich virtuelle FLipper:
http://www.youtube.com/watch?v=BiCYOZ5lRGc&list=UU9cZeHKpJ2RNOPZF3t2tcQA&index=2&feature=plcp

Und noch'n schnell hingepfuschter Trailer zu meinem Selbstbauflipper:
http://www.youtube.com/watch?v=AJo6e8XnDBc&feature=BFa&list=UU9cZeHKpJ2RNOPZF3t2tcQA&lf=plcp

Grüße,
Passatuner

yeahralfi 14 Komm-Experte - P - 1985 - 5. April 2012 - 13:25 #

Hab mir gerade dein Video angeschaut und kann nur sagen: Wow, sehr beeindruckend. Da muss ja einiges an Zeit und Geld reingeflossen sein. Meinen unverhohlenen Respekt!!

Passatuner unterwegs (unregistriert) 5. April 2012 - 19:43 #

Danke, In der Tat snd es viele Stunden und auch nicht wenig Geld gewesen. 200 echte Flipper wären aber teurer gewesen ;). Wobei zwei echte hab ich noch.

Aber es gobt noct viel krassere Virtual Pincabs als meinen, aber irgendwann wollte ich mal fertig sein. :)

Grüße Passatuner

partykiller 17 Shapeshifter - 6150 - 5. April 2012 - 23:10 #

Ich habe bisher einiges an Spaß mit den beiden PSP Compilations gehabt, also Gottlieb Pinball Classics und den Williams Arcade Classics.

Auf der Williams Collection ist Funhouse mit drauf, Pinbot ebenfalls (Bride of ... ist dann wohl daran angelehnt).

Und der im Artikel erwähnte Black Hole Flipper findet sich natürlich in der Gottlieb Collection, zusammen mit ein paar ganz witzigen Tischen.

Gottlieb Pinball Classics enthält folgende Flipper:
Play-Boy, Ace High, Central Park, Big Shot, Genie, Black Hole, Goin' Nuts, El Dorado City of Gold, Victory, Tee'd Off und Strikes N’ Spares (so'n eigenartiger Bowling Flipper). Zusätzlich dann noch so zwei andere Automaten namens Love Meter und Xolten.

Und die Williams Collection hat folgende im Portfolio:
Black Knight, Firepower, Funhouse, Gorgar, Pinbot, Space Shuttle, Taxi, Whirlwind, Jive Time, Sorcerer

Bei der 360 und der PS3 sind offenbar noch mehr Tische dabei: Medieval Madness, No Good Gofers und Tales of the Arabian Nights

Anonymous (unregistriert) 5. April 2012 - 13:24 #

Gibt's den auch für alle anderen Systeme, oder wieso sind die im Steckbrief alle aufgeführt?

Novachen 19 Megatalent - 13059 - 5. April 2012 - 13:38 #

Neulich Visual Pinball gefunden und installiert. Kostenlos, unbegrenzter Nachschub und sogar nachbauten von echten oder Flippern anderer Spiele. Mehr braucht man tatsächlich nicht. Und wer Lust hat baut sich einen eigenen zusammen und kann sogar die Physik innerhalb des Flippers bestimmen oder entsprechend echte Physik einprogrammieren. Schöne Sache, irgendwie haben da die anderen Flippersimulation total an Reiz verloren *g*

FLOGGER 17 Shapeshifter - 8926 - 5. April 2012 - 14:01 #

Ist genau wie bei anderen Emulatoren rechtlich bedenklich.

Passatuner unterwegs (unregistriert) 5. April 2012 - 19:40 #

Auf VP basieren die Sebstbaucabs, wie auch meiner weiter oben...

Anonymous (unregistriert) 5. April 2012 - 20:05 #

Bester Flipper für Windows, den ich kenne, ist nach wie vor ProPinball: Timeshock! von Cunning Developments. Vom Video kommt das hier noch lange nicht an den 1997 erschienen Flipper ran.

CrazyChemist 14 Komm-Experte - P - 2042 - 5. April 2012 - 21:05 #

100% Zustimmung. Wann immer meine Frau und ich Bock auf Flipper haben, wird Timeshock! eingworfen. Alternativ auch Fantastic Journey, The Web oder das Taxi-Teil (Reihenfolge der persönlichen Wertung)

partykiller 17 Shapeshifter - 6150 - 5. April 2012 - 22:41 #

Korrekturpost:

FarSight Studios heißen die Entwickler, nicht Fair Sight.

FLOGGER 17 Shapeshifter - 8926 - 6. April 2012 - 2:47 #

Danke!

Kommentar hinzufügen

Neuen Kommentar abgeben
(Antworten auf andere Comments bitte per "Antwort"-Knopf.)
Mitarbeit