App der Woche: Waking Mars
Teil der Exklusiv-Serie App der Woche

iOS
Bild von Bernd Wener
Bernd Wener 13635 EXP - 19 Megatalent,R10,S10,C10,A10
Alter Haudegen: Ist seit mindestens 5 Jahren bei GG.de registriertArtikel-Schreiber: Hat 15 redaktionelle Artikel geschriebenGG-Gründungsfan: Hat in 2009 einmalig 25 Euro gespendetAlter Haudegen: Ist seit mindestens 3 Jahren bei GG.de registriertMeister-Tester: Hat 10 Spiele-/Technik-Tests veröffentlichtIdol der Massen: Hat mindestens 10.000 Kudos bekommenSilber-Archivar: Hat Stufe 10 der Archivar-Klasse erreichtSilber-Cutter: Hat Stufe 10 der Cutter-Klasse erreichtSilber-Schreiber: Hat Stufe 10 der Schreiber-Klasse erreichtSilber-Reporter: Hat Stufe 10 der Reporter-Klasse erreichtVielspieler: Hat 250 Spiele in seine Sammlung eingetragenBronze-Archivar: Hat Stufe 5 der Archivar-Klasse erreicht

20. März 2012 - 22:35 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert
2093 wird in Höhlen auf dem Mars außerirdisches Leben entdeckt. Zumindest, wenn man dem Setting von Waking Mars, dem neusten iOS-Spiel von Tiger Style Games (Spider: The Secret of Bryce Manor), Glauben schenken mag. Erst vergangene Woche beklagten wir, dass Spiele mit dichter Atmosphäre auf iOS noch Mangelware sind – und schon heben wir einen weiteren dieser Schätze aus den Tiefen des App Stores. Ihr mimt den Forscher Liang, der zusammen mit seiner Kollegin Amani auf einer Forschungsstation auf dem Mars stationiert ist. Dort durchstreift ihr ein ausgedehntes Höhlensystem auf der Suche nach außerirdischem Leben und dem Forschungsroboter 0CT0. Was hat es mit dem ominösen Signal auf sich, das ihr plötzlich empfangt? Und wo ist eigentlich 0CT0 abgeblieben?
 
Die Steuerung von Waking Mars funktioniert ähnlich wie die von Aquaria (zum App-der-Woche-Artikel): Ihr haltet euren Finger aufs Display und Liang bewegt sich zur gewünschten Stelle. Bereits nach kurzer Zeit kommt ihr zu Fuß nicht mehr voran. Ein Glück, dass ihr einen Jetpack im Rucksack habt, der noch dazu über einen endlosen Vorrat an Treibstoff verfügt. Fortan fliegt ihr die meiste Zeit durch die weitläufigen Höhlen – stets im Funkkontakt zu Amani und einer weiteren virtuellen Intelligenz namens A.R.T., quasi euer Bordcomputer. Anfangs geht es linear vorwärts, doch später im Spiel müsst ihr auch mal bereits besuchte Gebiete erneut ansteuern. Um lange Laufwege einzusparen, reist ihr komfortabel per Übersichtskarte zu vorgegebenen Checkpoints zurück.
 
Wir betätigen uns als Gärtner auf dem Mars, stets im Kontakt zu unserer reizenden Kollegin Amani.
 
Überall in der Höhle stoßt ihr auf eine beeindruckende Artenvielfalt voller pflanzenähnlicher Lebewesen, die sogenannten Zoas. Während die anfänglich entdeckten Lebewesen harmlos sind, gibt es später auch Spezies, die euch ans Leder eures Raumanzugs wollen. Immer wieder sind Ausgänge durch "Cerebrane", eine Art biologische Tür, versperrt. Um sie zu öffnen, müsst ihr eine vorgegebene Menge an Biomasse produzieren. Dazu sammelt ihr die Samen der Pflanzen ein und werft sie auf fruchtbare Flächen an den Wänden. Über ein Auswahlmenü entscheidet ihr euch für einen Samen und verstreut ihn per Fingerwischen in die gewünschte Richtung. Harmlose Zoas liefern übrigens weniger Biomasse als die gefährlicheren Varianten. Darum müsst ihr stets abwägen, welche Pflanzen ihr an welcher Stelle züchten wollt.
 
Neben den malerischen Grafiken und dem sehr atmosphärischen Sounddesign hat es uns vor allem das ausgeklügelte Ökosystem von Waking Mars angetan. Alles, was wir erforschen, wird in einer übersichtlichen Datenbank zum späteren Nachlesen festgehalten. Welche Zoas wachsen doch gleich auf dem mit Säure verseuchten Boden? Auch das Zusammenspiel der verschiedenen Arten funktioniert prima. Ein Beispiel: Bewerfen wir eine Halid Zoa mit dem Samen der Hydron Zoa, erhalten wir neue Halid-Samen. Die wiederum dienen als Nahrung für Phytas, eine spinnenähnliche Art, die ihrerseits als Nahrung für aggressivere Zoa-Varianten dienen und von uns in deren Fänge getrieben werden müssen.
 
Fazit und Fakten
 
Böse Zungen könnten Waking Mars als eine Art Mars-Landwirtschaftssimulator abstrafen. Es mag spielerisch nicht allzu tiefgründig sein, doch die Atmosphäre und das durchaus ungewöhnliche Szenario in Kombination mit dem umfangreichen Ökosystem haben uns sehr gut gefallen. Explorative Spielernaturen sollten einen Blick riskieren.
  • Preis am 21.3.2012: 3,99 Euro (Universal App)
  • Ausgeklügeltes Ökosystem
  • Dichte Atmosphäre durch schickes Grafik- und Sounddesign
  • Achievements/Ranglisten über Game Center
  • 193 Megabyte, iOS 3.0 oder neuer

Video:

Pitzilla 18 Doppel-Voter - - 11352 - 21. März 2012 - 13:34 #

Hört sich ganz gut an! Ich werde das Game mal im Auge behalten. Mhh, Freitag Abend hocke ich alleine in der Fremde, da könnte ich mir das mal genauer anschauen.

jaws 15 Kenner - 2997 - 22. März 2012 - 16:36 #

In irgendeiner Besprechung ist das Spiel im weiteren Sinne, insbesondere hinsichtlich der Atmosphäre mit Sword&Sworcery verglichen worden. Das hat mich zumindest hellhörig gemacht. Bei einer Preissenkung schaue ich mit WM sicher mal an.

Kommentar hinzufügen

Neuen Kommentar abgeben
(Antworten auf andere Comments bitte per "Antwort"-Knopf.)
Mitarbeit
Action
Action-Adventure
nicht vorhanden
nicht vorhanden
Tiger Style Games
Tiger Style Games
01.03.2012
Link
7.0
AndroidiOSLinuxMacOSPC