Das Wochenende steht vor der Tür und damit auch die neueste Ausgabe der Lesetipps. Diesmal geht es einmal mehr um Acta und um die unterstellte zunehmende Casualisierung von World of Warcraft. Thematisiert werden zudem die viel diskutierten Schlussszenen aus Mass Effect 3 und ein Sammelband über das von Computerspielen vermittelte Geschichtswissen. Und wusstet ihr übrigens, dass Spielmusik auch in der Musikwissenschaft immer mehr ein Thema wird? Wir wünschen euch jedenfalls ein schönes Wochenende und viel Spaß beim Lesen!
"Acta-Abkommen: Transparenz als Sicherheitsrisiko"
sueddeutsche.de am 19. März, Johannes Kuhn
Ein Interview mit Wikimedia-Projektmanager Mathias Schindler, der bei der Bundesregierung anfragte, wer an den Acta-Verhandlungen eigentlich teilgenommen hat: "Das Kanzleramt hat erklärt, man sei nicht beteiligt gewesen. Man habe nicht einmal Unterlagen zu den Acta-Verhandlungen, was ich erstaunlich finde. Das Auswärtige Amt stellt die Informationen noch zusammen. Das Bundesjustizministerium hat meine Bitte zurückgewiesen, weil die Nennung von Teilnehmern die 'öffentliche Sicherheit"'gefährde." Siehe auch diesen Text von netzpolitik.org, den Imperitum eingeschickt hat.
"Warum World of Warcraft nur noch nervt"
Spiegel Online am 20. März, Dennis Brick
Die Spielerzahlen von World of Warcraft sind seit Monaten rückläufig. Dennis Brick meint, das liege daran, dass sich das Spiel immer mehr von der eigentlichen Zielgruppe entferne und sich den Casuals zuwende: "Innerhalb weniger Jahre wurde der Schwierigkeitsgrad des Spiels auf ein Minimum gesenkt, fast alle Komponenten, die vermeintlich unnötig Zeit fraßen, wurden entfernt. Jeder Abonnent soll möglichst schnell und ohne große Hürden in den Genuss des sogenannten Endgame kommen und die Maximalstufe 85 erreichen können." Danke an Sher für den Hinweis!
"Buch über Games: Kriegsspiele sind Erinnerungsmedien"
Zeit Online am 20. März, Achim Fehrenbach
Eine Beschreibung des Sammelbandes Welt|Kriegs|Shooter, in dem es um die Frage geht, inwiefern geschichtliches Wissen in Computerspielen im Allgemeinen und in Weltkriegsshootern im Speziellen vermittelt wird. Das Inhaltsangebot reicht dabei von literarischen Beiträgen bis hin zu wissenschaftlichen Arbeiten und Essays. Beispielsweise vergleicht einer der Autoren Brothers in Arms mit Der Soldat James Ryan, ein anderer zieht Parallelen zum bürgerlichen Lachtheater des 19. Jahrhunderts.
"Melodien aus vier Tönen: Computerspielemusik als Forschungsobjekt"
dradio.de am 22. März, Tarik Ahmia
Die Computerspielemusik hat eine beeindruckende Entwicklung hingelegt: Von dem aus vier Tönen bestehenden Space Invaders-Thema zum durchkomponierten Mass-Effect-3-Soundtrack. Peter Moormann von der FU Berlin erklärt: "Die gesamte Komposition wird maßgeblich durch das Spielverhalten bestimmt und da besteht für den Komponisten die Schwierigkeit, so viele Sequenzen ineinander zu komponieren, dass diese zueinanderpassen und diese einzelnen Fragmente ein großes Ganzes ergeben."
"Wenig Hoffnung für frustrierte 'Mass Effect 3'-Spieler"
Spiegel Online am 22. März, Felix Knoke
Das Ende von Mass Effect 3 sorgte bei vielen Spielern für Enttäuschung und wurde natürlich auch hier auf GamersGlobal ausdauernd und stark diskutiert. In Stellungnahmen scheinen die Entwickler bei Bioware aber nicht wirklich auf die Kritik einzugehen, verweisen sie nur auf kommende DLCs – es scheint manchem, als hätten sie eine tolle Werbemöglichkeit aufgetan. Danke noch mal an Sher!
Interessant ist in diesem Zusammenhang auch die Kolumne "Ein Ende ohne Schrecken" vom stellvertretenden Gamestar-Chefredakteur Michael Graf, der meint, es gebe Spiele mit deutlich schlechteren Enden, und was die Story in Mass Effect 3 angeht, so habe Bioware fast nie die Zügel an den Spieler übergeben.
Wenn ihr selbst interessante Links zum Thema Videospiele entdeckt, freut sich der Autor über eine PN oder einen entsprechenden Kommentar. Er wird sie lesen und bei Gefallen bei den nächsten Lesetipps verwenden.

Ich dachte erst: "Was soll dieses das Copyright verletzende, scheinbar zusammenhanglose Video am Ende?". Aber dann habe ich doch gelacht.
Genau dasselbe... sehr schön, auch wenn ich nun einen Ohrwurm habe und wirklich anfangs noch nach einer Pointe suchte... fail meh =D
Das Ende ist doch ziemlich überraschend ^^
"I used to say something stupid like "i love you" like you, then i took an arrow to the knee..."
So, da haben wir das wenigstens auch vom Tisch ;)
Und ja ich weiß: My memes are bad and i should feel bad...
"Und ja ich weiß: My memes are bad and ..."
FUS RO DAHHH!!! :'O
Michael Grafs Kolumne geht ja fast völlig an der Kritik der meisten Spieler vorbei. Und normalerweise würde ich ja annehmen, dass jemand trollt, der die Story und den Wert der Story innerhalb des Spiels von Mass Effect und Halo vergleicht, aber hier kann ich mir das eigentlich nur noch damit erklären, dass der Test mit "befriedigendem Ende" und ähnlichem gerechtfertigt wird.
stop acta!
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