CeBIT: Intel-Pressekonferenz - Ultrabooks

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Dennis Ziesecke 29505 EXP - Freier Redakteur,R10,S10,C9,A8,J10
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6. März 2012 - 22:59 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert

Der erste Messetag auf der CeBIT endete mit einer Pressekonferenz von Chipgigant Intel mit anschließendem ausführlichen Begutachten zahlreicher kommender Ultrabooks. Generell sind Ultrabooks ein großes Thema bei Intel, dem man in Zukunft sogar noch mehr Aufmerksamkeit - vor allem auch finanzieller Art - schenken möchte. 

Ultrabook, eine von Intel eingeführte und geschützte Bezeichnung für flache, leichte und ausdauernde Notebooks. Böse Zungen behaupten zwar, Intel hätte Apples MacBook Air kopiert um die Produktsparte der Subnotebooks exklusiv mit hauseigenen Prozessoren zu verheiraten - aber wir sind ja keine bösen Zungen und freuen uns, dass es endlich auch Windows-Subnotebooks in hübsch, ausdauernd und leicht gibt. Die Intel-CPU-Exklusivität geht die Konkurrenz von AMD übrigens ganz pragmatisch an - im Sommer sollen laut AMD erste "Ultrathins" erscheinen, Ultrabooks mit Trinity-CPU.

Intel wird in den kommenden Wochen eine umfangreiche Werbekampagne für Ultrabooks starten. 300 Millionen US-Dollar investiert der Hersteller, was eine Werbekampagne in der Größenordnung sogar die Centrino-Werbung vor zehn Jahren übertrifft. Wird die Ultrabook-Kampagne auch nur ansatzweise so erfolgreich wie die zur Centrino-Plattform, dürften sich Ultrabook-Hersteller wie Lenovo, HP, Dell oder Toshiba glücklich zeigen - dank des Erfolges der Centrino-Plattform verbreitete sich damals das mobile Internet rapide, da erst die damals stark beworbene Zusammenführung von WLAN, Chipsatz und CPU von einem Hersteller - Intel - für den Durchbruch des integrierten WLAN-Moduls im Notebook sorgte. 

Allerdings haben Ultrabooks die Werbekampagne auch nötig, sonderlich erfolgreich verkaufen sich die Geräte bislang noch nicht. Anstelle der angepeilten 40% Marktanteil Ende diesen Jahres sollen es dann doch erst einmal nur 20 Prozent werden. Die meisten potentiellen Käufer werden dabei vom Preis der Geräte abgeschreckt. Da Intel strenge Anforderungen an Gewicht, Größe und Laufzeit stellt, lassen sich Ultrabooks nur schwer für weniger als 700 Euro anbieten. SSDs, leichte aber teure Gehäuse und leistungsstarke Akkus sind mehr oder weniger Pflicht für die Hersteller - keine preiswerten Komponenten also.

Der zweite abschreckende Punkt: Aktuelle Ultrabooks nutzen Intels zwar sehr gute aber eben auch bald ausgemusterte Sandy-Bridge-Prozessoren. Bereits in wenigen Monaten wird Ivy Bridge für noch mehr Laufzeit und Leistung sorgen und dabei sogar eine vollwertige und erstaunlich flotte integrierte DX11-Grafiklösung mitbringen. Zudem soll die neue Generation Ultrabooks verstärkt auch mit Touchscreens ausgeliefert werden - ein Merkmal, das zusätzlich zum Touchpad und der Maus den Bedienkomfort tatsächlich steigern kann, vor allem in Verbindung mit dem für Herbst erwarteten und auf Touchbedienung ausgelegten Windows 8.

Intel kooperiert sogar mit einem Designer, um zum Start der Ultrabook-Kampagne passende Taschen - und die dazugehörige Publicity in Kreisen der "Urban Nomads" - vorweisen zu können. Michael Michalsky zeigt sich verantwortlich für vier Ultrabook-Taschen aus deutscher Produktion. Die präsentierten Modelle dürften nicht unbedingt die Mehrheit der GamersGlobal-Leser ansprechen sondern tatsächlich die ominösen aber beharrlich genannten "Urban Nomads" - bei einem Preis von etwa 700 Euro pro Tasche, fast so viel wie das dazugehörige Ultrabook also, schrumpft die Zielgruppe aber generell auf ein überschaubares Maß. 

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 6. März 2012 - 23:24 #

300 Mio Werbung? Kann ich nicht nachvollziehen, da ich in diesem Marktsegment nicht wirklich hohe Absatzzahlen sehe. Vielen Kunden wird ein Tablet reichen, oder sie kaufen ein billigeres Notebook oder nur ein Netbook. Das klassische Notebook ist ja schon weniger gefragt, ob da so ein "Luxus" Teil jetzt Begeisterung auslöst? Hier wird wieder auf Teufel komm raus versucht Apple die Kunden abzugraben, aber ich glaube kaum das jemand von Apple zu Intel wechselt. Der Apple Kunde ist ja meist eh ein ganz eigener, er hat seine Gründe kein "normalen" PC zu nutzen da kann Intel machen was sie wollen, und ob ein Normalo PC User ein "Apple" Konzept will steht auch auf einem anderen Blatt.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 6. März 2012 - 23:55 #

Du, für Intel gehts nicht darum anstelle von Apple CPUs zu verkaufen sondern *zusätzlich*. Im Macbook Air steckt immerhin auch Intel. Notebooks sind aber tatsächlich noch oder gerade erfolgreich - weil sie den Desktops gerade den Markt kaputt machen. Wer außer Highperformance-Nutzern (Gamer, Profi-Anwender im Kreativbereich, CAD, etc) kauft denn noch einen Desktop? Als Primärgerät wird ein Notebook angeschafft, als Sekundärgerät ein Tablet. Und man muss ja eines ehrlich sagen: Der Notebookmarkt, so es ihn als solchen gibt, hat sich lange Zeit in die falsche Richtung entwickelt. Immer größere, unhandlichere und kürzer laufende Monstergeräte ließen sich irgendwann nicht mehr sinnvoll anpreisen. Ultrabooks sind da schon praktisch und fühlen sich zudem enorm sexy an, übertragen gesprochen.

rAmbAzAmbA 17 Shapeshifter - 7388 - 7. März 2012 - 0:21 #

Mir fällt nur niemand ein, der so ein Teil für 700€ braucht/haben will :) Auf welche Gruppe ist das Gerät denn ausgerichtet? Freie Redakteure die überall arbeiten wollen fällt mir evtl ein, und in Firmen für die Chefetage, aber ob sich dafür 300 Mio Werbung lohnen?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 7. März 2012 - 0:40 #

Generell Menschen, die ein Notebook auch gerne einmal mobil nutzen wollen? 700 Euro war bis vor kurzem ein relativ normaler Preis für "klassische" Notebooks (mit weniger Leistung, weniger Akkulaufzeit und einem höheren Gewicht). Die ULV-Prozessoren von Intel bieten zudem mehr als genug Leistung für den Alltag. Klar, wer sparen will bekommt für 400 bis 500 Euro auch was gutes und sogar schnelleres (zumindest theoretisch, da Standardgeräte ohne SSD in der Realität abseits der Benchmarks doch deutlich langsamer sind). Dennoch werden Ultrabooks spätestens mit Ivy Bridge viele Leute überzeugen, da bin ich mir sicher.

Der fast schon überzogen nach Designer-Klischee klingende Herr mit seinen Notebook-Handtäschchen hat zudem eine weitere Zielgruppe aus dem Hut gezaubert, von der ich nicht einmal gedacht hätte, dass sie außerhalb von Glanzmagazinchen überhaupt existiert: "Digital Nomads" - Kreative Menschen in der Stadt, viel Arbeit, flexible Einsatzorte, Modebewusst. Klassische Apple-Kundschaft ;) . Ok, ich muss gestehen, dass ich den Herrn nicht allzu ernst genommen habe, ich bin aber trotz des passenden Jobs auch nicht die Zielgruppe für Designer-Notebook-Täschchen..

Ganesh 16 Übertalent - 4870 - 7. März 2012 - 13:19 #

Also ich schleppe die meisten Tage der Woche mein Laptop im Rucksack mit mir rum. Da muss es möglichst leicht sein. Alles, was der Rechner weniger wiegt, kann man dann mit Büchern auffüllen. Und 700€ sind dafür IMO eher wenig. Für mich ist das auf jeden Fall besser als für 200€ weniger so einen 15,6"-Klotz zu haben, der dann auch keine höhere Auflösung hat.

Insofern: Studenten und Wissenschaftler machen sicherlich einen Teil der Kundschaft aus. Aber auch einfach Menschen, die ihr Laptop viel von A nach B bewegen. Da braucht man nicht den ganz elitären Zirkel - wenn man sich allein anschaut, wie viele Leute das wesentlich teurere MacBook Air kaufen (und damit erstmal auf Windows-Software verzichten), dann ist der Markt eindeutig da. Ich hoffe, dass die PC-Hersteller das, was man früher einfach Subnotebook nannte, mal besser bedienen. Es kann ja nicht sein, dass hauptsächlich Apple das hin bekommt.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 7. März 2012 - 13:23 #

Ich komme gerade von einem sehr interessanten Gespräch mit Intel - unter anderem gings um Ultrabooks, Thunderbolt, Wireless Display und die Qualität der Grafiktreiber. Werd da in einer ruhigen Minute was zu schreiben, gleich gehts erst mal zu Carl Zeiss und den Cinemizern.

Athavariel 21 Motivator - P - 27873 - 6. März 2012 - 23:28 #

Ultrabooks = Totgeburt? Nicht sicher, jedoch wahrscheinlich.

NoUseForAName 17 Shapeshifter - 7069 - 7. März 2012 - 6:21 #

Ich persönlich glaube schon, dass es einen großen Markt für Ultrabooks gibt. Man muss sich ja nur mal die Absatzzahlen der MacBooks und MacBook Airs anschauen. Viele springen auf den Apple Zug auf, weil es einfach Miode ist / war. Viele begreifen aber erst hinterher, dass es gerade in der Kommunikation zwischen einem Windows Rechner und Apple Produkten früher oder später zu Problemen kommen kann. Ich schreibe absichtlich kann, weil es kein muss ist. Gerade jüngere Nutzer, die Apple vielleicht als Hype betrachten, werden in der Schule oder beim Studium irgendwann Programme nutzen müssen, die nicht für MacOSX angeboten werden. Klar kann man Windows über Emulatoren oder BootCamp auch auf einem Apple Rechner betreiben, aber der Bezug zu einem reinen Apple Gerät schwindet dann und dann wird als Nachfolger eben vielleicht kein Apple Rechenr mehr gekauft. Über den Preis rede ich erst gar nicht. Apple ist zwar teurer, bietet oftmals aber mehr Umfang in der Software an - meine Meinung.

Kenner der Episoden 19 Megatalent - P - 16664 - 7. März 2012 - 11:54 #

Sehe ich ähnlich. Habe mir im Studium auch damals ein MacBook gekauft - gerade an den Unis ist Apple ja mächtig aktiv mit Rabatten o.ä. Im Laufe der Zeit stößt man aber zunehmend an Grenzen was die Nutzbarkeit und die Funktionalität angeht. Man versuche beispielsweise mal einen kostenlosen HTML-Editor vom Umfang eines Notepad++ für MacOS zu finden - gibt es nicht.
Ich würde mir heute auch keinem Apple-Computer mehr kaufen. Rein von der Technik und der Funktionalität her wäre ein Ultrabook da die Alternative.

Fuutze 11 Forenversteher - 820 - 7. März 2012 - 8:21 #

Die sehen schon geil aus, habe erst diese Woche im Saturn eins sanft gestreichelt... Also ich sach mal so, für die Kohle überleg ich mir das 2 mal, aber als Besitzer eines EeePCs Bj. 2009 muss ich schon sagen das die UB´s vom Style, der Baugröße und hoffentlich der Leistung das haben was ich derzeit vermisse.

Was ich nicht verstehe ist die Tatsache das Tablets so gut im Rennen sind. Klar, die sind voll stylisch und machen bestimmt auch Spass, aber spätestens wenn ich da mal was längeres tippen müsste würde ich vermutlich dezent ausrasten (Mich treibt das iPhone beim Sms´en und minimalen Emailen an meine Toleranzgrenze).

Was ich sagen will: Vom Sinn und der Praxis her sehe ich ein Ultrabook vor einem Tablet, auch wenn ein Touchscreen eine tolle Sache ist.. Und auch als ehemaliger Apple-Verachter muss ich schon sagen dass das MB Air wunderhübsch ist und es verdient kopiert zu werden.

Aber ein UltraThin??? Mal abgesehen davon dass der Name Programm ist, wer kann das 3x hintereinander sagen ohne den Gesprächspartner dabei anzusabbern?

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 7. März 2012 - 8:42 #

Tablets - und das ist oft der Verständnisfehler - sollen Notebooks nicht ersetzen sondern ergänzen. Ein Tablet ist ein praktisches Zweitgerät, um auf der Couch lümmelnd am Touchscreen zu spielen, Filme zu schauen oder ebooks zu lesen, das Notebook ist für die Arbeit gedacht.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4300 - 7. März 2012 - 10:03 #

Das kann ich aus Erfahrung bestätigen. Ich stand vor der Wahl ein Asus Eee Pad Transformer Prime mit Keydock zu kaufen. Das ist ein Tablet, das man in eine Tastatur andocken kann. Damit wären die oben kritisierten Schreibprobleme beseitigt. Ich habe dann doch die Version ohne Tastatur genommen, weil ich in der Praxis auf dem Tablet einfach nicht viel schreibe. Dafür hat man den PC oder den Laptop. Das Tablet nutzen wir täglich, ich schaue im Bett abends Videotutorials an, meine Frau liest Ebooks mit ihrem Pad und die Kinder malen darauf oder streicheln virtuelle Kätzchen.

Mein Frau kauft damit ein oder macht ihre Bankgeschäfte während wir im Wohnzimmer eine DVD anschauen und ich lese die Nachrichten.
In der Küche suchen wir damit Rezepte während wir kochen. Alle unsere Kochbücher können wir jetzt entsorgen.

Einen Laptop oder ein PC würde diese mobile Flexibilität nicht erlauben, aber dennoch nutzen wir diese anderen Geräte für Steuererklärung, Arbeit oder um Texte zu schreiben.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 7. März 2012 - 11:17 #

Ich hatte das Transformer (noch nicht das Prime) als Testmuster für einige Zeit daheim. Es ist nett aber nicht lebenswichtig, letztlich bleibt es doch ein Tablet und Android ist auch nicht wirklich gut mit Maus + Keyboard zu bedienen. Das Ding mit Windows 8 könnte allerdings einschlagen.

Fuutze 11 Forenversteher - 820 - 8. März 2012 - 21:59 #

Das ist mir schon klar und ich sag ja nicht das ich nicht gern eins hätte, aber fürs auf der Couch hocken und schnell mal was überweisen oder was bei Youtube gucken oder wegen mir was bei GG reinhacken - da nehm ich das Netbook. Ein Tablet ala ipad ist imo hautsächlich eine stylische Spielerei. Finde ein Netbook bzw. Ultrabook prinzipiell sinnvoller.

Dennis Ziesecke Freier Redakteur - 29505 - 8. März 2012 - 22:21 #

Ultrabook lasse ich aufgrund der besseren Leistung noch durchgehen. Aber Netbooks sind einfach zu lahm um Spaß damit zu haben. Wenn ich auf der Couch sitze will ich nicht erst warten, bis das Ding hochgefahren ist und sich quälend langsam der Browser öffnet ;) . Tablet in die Hand, fix mit den Fingern rumgewitscht und fertig. Das Feeling ist ein komplett anderes, da die Bedienung schneller von der Hand geht und ein Tablet eigentlich nie aus ist sondern nur ruht.

Fuutze 11 Forenversteher - 820 - 8. März 2012 - 22:29 #

Mangels Goldesel muss das Netbook noch herhalten. Wenn ich wischen will nehm ich das Telefon oder greife nach dem Mop.
:)

Ich sach ja: Like! Aber nur ein Nicetohaveifigotalotofmoney...
Na, wer kanns lesen?

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