Lesetipps zum Wochenende (KW 10)

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Johannes 37747 EXP - 22 AAA-Gamer,R10,S3,A8,J10
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9. März 2012 - 13:11 — vor 5 Jahren zuletzt aktualisiert

"It's Friday, Friday, everybody's looking forward to the weekend...", lautet der Songtext einer mehr oder minder begabten Teenie-Sängerin, die damit auf YouTube berühmt geworden ist. Ihr freut euch sicherlich auch aufs Wochenende, ganz besonders, weil wir es auch diesmal mit einigen interessanten Lesetipps versüßen. Diesmal geht es unter anderem um das neue Leistungsschutzrecht für Verlage und wie es sich auf die Inhalte von Websites und privaten Blogs auswirken könnte. Interessant ist auch ein Artikel, der der Frage nachgeht, ob Rollenspiele mit einer besonders langen Spieldauer die investierte Zeit auch wirklich wert sind. Zudem geht es in unseren Lesetipps noch um die Synchronsprecher bei Computerspielen und die Frage, ob Spiele in Bibliotheken archiviert werden sollten. Wir wünschen euch ein schönes Wochenende und viel Spaß beim Lesen!

"Videospiele: Die Stimmen der Hype-Maschine"
diepresse.com am 25. Februar, Georg Renner

Bei Videospielen werden oftmals prominente Schauspieler als Sprecher für bestimmte Figuren engagiert. Ein Beispiel dafür wäre Mark Hamill, der in Batman - Arkham City den Joker gesprochen hat, während der Illusive Man (bei uns "Der Unbekannte") aus den Mass Effect-Spielen von Martin Sheen synchronisiert wird. Doch egal ob Hollywood-Star oder frisch ausgebildeter Theaterschauspieler: Die Synchronisation eines Computerspiels sei weitaus schwieriger als die eines Animes, weil es hier multiple Handlungsstränge anstatt einer linearen Story gibt und die Aufnahmen daher unter einem besonderen Zeitdruck ablaufen.

"Dark night (after night after night) of the soul"
slate.com am 28. Februar, Michael Thomsen, Englisch

In diesem Artikel von slate.com geht es um die Frage, ob Rollenspiele mit einer Spieldauer von 100 Stunden und mehr die investierte Zeit wirklich wert sind. Was man sonst alles in dieser Zeit machen könnte: "You can accomplish a lot in 100 hours. You could read War and Peace, for instance, then follow it up with Thus Spoke Zarathustra and a few starter courses in a new language. You could watch Melancholia 40 times and still have time to squeeze in a screening of Shoah. You could also drive from Los Angeles to New York and back again, or complete 20 weeks of training and then run a marathon. Or, if you preferred, you could also play through the video game Dark Souls from start to finish."

"Assassin's Creed 3 kommt... aber pssssst"
textschmie.de am 2. März, Harald Fränkel


Harald Fränkel
regt sich mal wieder über die inflationäre Verwendung des Wortes "enthüllt" im Spielejournalismus auf und fragt angesichts dessen, warum die Spielepublisher die News auf den entsprechenden Seiten nicht gleich selbst schreiben. Jüngstes Beispiel ist Assassin's Creed 3, wo schon Tage vor der "offiziellen" Ankündigung erste Informationen veröffentlicht wurden. Dennoch hieß es in einer PM, Ubisoft wolle das Spiel am darauf folgenden Montag enthüllen. "Bis dahin ist wohl streng geheim und top secret, dass es überhaupt in Entwicklung ist … also PSSSSSST, bloß nicht weitersagen! Ich will gar nicht wissen, wie viele Menschen am Montag an einem Herzkranzgefäßkatarrh sterben, weil sie die unerwartete Ankündigung von Assassin’s Creed 3 völlig aus der Bahn wirft."

"Hurra: Urheberrecht im Internet verbessert!"
stefan-niggemeier.de am 5. März, Stefan Niggemeier

"Gewerbliche Anbieter im Netz, wie Suchmaschinenbetreiber und News-Aggregatoren, sollen künftig für die Verbreitung von Presseerzeugnissen (wie Zeitungsartikel) im Internet ein Entgelt an die Verlage zahlen", heißt es in einem neuen Beschluss, mit dem die Bundesregierung den Verlagen das von ihnen verlangte Leistungsschutzgeld zugestehen möchte (wir berichteten). Stefan Niggemeier erklärt die Absurdität dieses Beschlusses so: "Das ist etwa, als müssten die Gelben Seiten den Unternehmen dafür zahlen, dass sie ihre Informationen aufnehmen dürfen. Als müsste der Busfahrer dem Kirmesbetreiber Geld dafür geben, dass er die Kunden zu ihm bringt. Dem Vorhaben fehlt jede innere Logik." Mit Dank auch an Maximilian John!

Zu diesem Thema haben wir noch zwei andere sehr empfehlenswerte Links für euch, nämlich einmal den Artikel "Bundesregierung erspart den Verlegern Innovation" von der Zeit und einmal diesen Blogpost von Tom Hillenbrand, der schreibt: "Heute ist ein guter Tag. Warum? Weil ich stinkend reich werde. Nicht durch meine Krimis, auch nicht durch meine journalistische Arbeit – beides brotlose Kunst. Sondern wegen diesem neuen Leistungsschutzrecht. [...] Jahrelang erfrechte sich Google, mir Zehntausende Klicks auf den Server zu spülen, ohne dafür zu latzen. Damit ist jetzt Gottseidank Schluss."

"Games gehören in die Bibliotheken"
Zeit Online am 5. März, Achim Fehrenbach

Seit 2008 werden Computerspiele als Kulturgut anerkannt. "Dann gehören sie doch wohl auch in Bibliotheken ausgestellt",  könnte man nun meinen. Budget-Kürzungen und mangelnde Unterstützung seitens der Spielepublisher – Ausnahmen wie Microsoft oder Nintendo bestätigen die Regel – erschweren dies jedoch. Dennoch gibt es in Zentral- und Landesbibliothek Berlin eine wachsende Abteilung für Spiele: "Die Bildschirme sind mit verschiedenen Konsolen verbunden: Links eine Wii, in der Mitte ein Gamecube und rechts eine Nintendo 64, auf der gerade das Jump'n'Run Banjo-Kazooie aus dem Jahr 1998 läuft. Auf dem Sofa liegt ein dicker Katalog mit Spielen, die Gamelounge-Besucher vor Ort ausprobieren können: Die Palette reicht von Rayman für den Game Boy Color bis Bioshock für die Xbox 360 – insgesamt sind es fast 3.500 Konsolentitel aus 20 Jahren Spielegeschichte."

"Die Pläne, um ACTA wiederzubeleben"
netzpolitik.org am 5. März, Markus Beckedahl

"Man könnte fast meinen, ACTA sei in Europa so gut wie tot, wenn man die im Europäischen Parlament gestarteten Debatten und den unglaublich misslungenen Workshop vom 1. März betrachtet. Mit welchen Strategien wird also versucht, ACTA wieder zum Leben zu erwecken?" Das ist eine Frage, mit der sich European Digital Rights befasst hat. Deren Artikel wurde nun von der "Digitalen Gesellschaft" ins Deutsche übersetzt, das Ergebnis findet ihr unter dem obigen Link. Danke an unseren User Imperitum für den Hinweis auf diesen Text!

"Kleines Shitstorm-Lexikon für Einsteiger"
raventhird.de am 6. März, Raventhird

Einen Shitstorm – das Wort wurde zum Anglizismus des Jahres 2011 – hat nicht zuletzt auch die oben erwähnte Rebecca Black auf sich gezogen, als die Eltern der 14jährigen das Musikvideo für ihr Lied "Friday" ins Internet gestellt haben. Was es mit dem Begriff auf sich hat und welche Wörter in diesem Zusammenhang auch noch wichtig sind, wird in diesem Artikel erklärt. Beispiel "Mitläufer": "Hat meist nur ein paar hundert Follower auf Twitter und selbst nicht viel zu sagen, tritt mit Anzug-Profilbild und Echtnamen auf, weil ihm teuere Social Media-Experten im Fortbildungs-Seminar erklärt haben, dass man den meisten Erfolg in Sachen Personal Brand Building hat, wenn man authentisch rüberkommt. Eine Meinung abseits des Mainstreams ist ihm fremd, er hinterfragt grundsätzlich nur selten Dinge und ist damit der perfekte Motor jedes guten Shitstorms."

"Neues iPad 3: Das Trotzdem-Tablet"
Spiegel Online am 7. März, Christian Stöcker

"Ich gebe es zu: Ich habe nicht wirklich daran geglaubt. Als Apple mit seinem iPad herauskam fand ich erstens die Idee alt. Zweitens war ich der Meinung, dass der Bedarf für so ein Gerät begrenzt sein würde. Schließlich braucht heute jeder ein Telefon, und auch fast jeder einen Computer mit Internetzugang. Aber wer würde einen Computer ohne Tastatur brauchen, mit dem man noch nicht mal telefonieren kann?" Dennoch erfreute sich das iPad wachsender Beliebtheit und kann bis heute einen großen Marktanteil für sich behaupten. Jetzt steht das neue iPad vor der Tür und der Erfolg wird wohl weiter wachsen, auch wenn Apple weiterhin recht restriktiv mit den eigenen Plattformen umgeht, nämlich indem nur ein geschlossenes System angeboten wird. Die Marktstrategie von Apple ließe sich dann so erklären: "Apple verkauft Produkte, die die Leute zuerst wollen - und dann plötzlich brauchen, wenn sie sie erstmal haben." Danke noch mal an Maximilian John!

Wenn ihr selbst interessante Links zum Thema Videospiele entdeckt, freut sich der Autor über eine PN oder einen entsprechenden Kommentar. Er wird sie lesen und bei Gefallen bei den nächsten Lesetipps verwenden.

Video:

Sher Community-Event-Team - 3635 - 9. März 2012 - 13:34 #

Apple - Erzeuger von Bedürfnissen, die es ohne Apple in dem Ausmaß nicht gäbe :D

DarkMark 15 Kenner - 2914 - 9. März 2012 - 15:19 #

" (bei uns "Der Unbekanntin den Mass Effect-Spielen "

Ich kaufe für diesen Satz ein "e", ein Gänsefüßchen und eine schließende Klammer.

bolle 17 Shapeshifter - 7613 - 9. März 2012 - 16:08 #

Wieder einmal Dankeschön für die guten Links

http://www.computerbase.de/artikel/notebooks-und-tablets/2012/kolumne-das-neue-ipad/

Hier ist eine weitere recht gute Kolumne zum iPad

Johannes 22 AAA-Gamer - P - 37747 - 9. März 2012 - 16:09 #

Danke, ich werds bei der nächsten Ausgabe mit reinnehmen... :)

Jörg Langer Chefredakteur - P - 340009 - 9. März 2012 - 17:07 #

Schöne Sammlung!

McFareless 16 Übertalent - 5557 - 9. März 2012 - 20:31 #

Das Video ist creepy O_o aber interessante Lesetipps :)

Claus 29 Meinungsführer - - 119240 - 10. März 2012 - 13:11 #

Danke für die Infos, much appreciated!

Wordsmyth (unregistriert) 11. März 2012 - 16:20 #

Gute Lesetips, besonders der ACTA Teil. Daumen hoch.

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