Irland setzt auf Netzsperren gegen Onlinepiraterie

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7. März 2012 - 15:50 — vor 4 Jahren zuletzt aktualisiert

In Irland soll es bald keinen Zugriff auf Filesharing-Seiten mehr geben. Die irische Regierung hat eine Verordnung verabschiedet, die Rechteinhabern die Möglichkeit bietet, vor Gericht eine Blockade wegen Urheberrechtsverletzung zu erwirken.

Durch die Annahme der Vorlage ist es nun Rechteinhabern möglich, Internetprovider zu veranlassen, Websites wie The Pirate Bay zu blockieren. Die Entscheidung ist eine Reaktion auf eine Klage der fünf Plattenlabels EMI, Sony, Universal, Warner und WEA. Diese warfen der Regierung vor, EU-Vorgaben zum Urheberrechtsschutz nicht umgesetzt und keine Maßnahmen zur Einführung von Netzsperren ergriffen zu haben.

DerMitDemBlunt 14 Komm-Experte - 2483 - 7. März 2012 - 16:09 #

hmm auf der einen Seite kann ich das ja verstehen, gerade bei Seiten wie Pirate Bay wo es halt ausschließlich um illegales Filesharing geht, aber die Frage ist halt wie bei SOPA etc wie eng das eingegrenzt wird. Sobald es Seiten wie Rapidshare betrifft die auch legale Files hosten gehts meiner Meinung nach dann zu weit... Oder was ist mit youtube ?! massig urheberrechtsverletzungen müsste dann ja auch gesperrt werden.
Und mal davon abgesehen das jeder einigermassen Inetfirme Mensch die Sperre einfach über Proxy umgeht hat Internetzensur durch private Firmen einfach nen bitteren Beigeschmack ... .

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4298 - 7. März 2012 - 19:06 #

"...vor Gericht eine Blockade wegen Urheberrechtsverletzung zu erwirken.." klingt für mich jetzt nicht unbedingt nach privater Willkür. Ein Gerichtsurteil kann ja auch angefochten werden und in die höhere Instanz gehen, wenn der Richter nicht fair entschieden hat.

Also ganz so einfach wird da nichts gesperrt.

justFaked 16 Übertalent - 4266 - 7. März 2012 - 17:01 #

Korrektur:
Massnahmen -> Maßnahmen (oder nicht?)

Ich bin absolut kein Unterstützer von illegalem Filesharing, wie etwa bei Pirate Bay, aber andererseits ist meine Devise bei dem Thema:
"Wehret den Anfängen". Wenn man einmal mit (Internet-)Zensur angefangen hat, ist es schwer zu prognostizieren wie weit das im Laufe der Zeit ausarten wird.

sw4pf1le 18 Doppel-Voter - 10771 - 7. März 2012 - 18:31 #

Mit Alkohol wird alles erträglicher. Das war wahrscheinlich der Gedanken hinter diesem Schreibfehler... Oder auch nicht. Korrigiert.

patt 16 Übertalent - P - 4802 - 7. März 2012 - 17:06 #

Ja Sorry ich komme aus der Schweiz daher hab ich`s mit dem doppel s nicht so,kann ja einer der Redakteure noch ändern ;-)

Hexer92 13 Koop-Gamer - 1324 - 7. März 2012 - 17:07 #

copy&paste ftw :p ?

patt 16 Übertalent - P - 4802 - 7. März 2012 - 17:28 #

Ja könnte ich wenn ich wüsste wann ein doppel s gesetzt wird.

patt 16 Übertalent - P - 4802 - 7. März 2012 - 17:15 #

Ich schliesse mich den beiden Schreibern an. Wo fängt Zensur an und wo hört sie auf ?

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4298 - 7. März 2012 - 19:10 #

Beim Urheberrecht? Nur darum geht es doch hier. Nirgends wurde politische Zensur erwähnt oder etwas von Meinungsfreiheit genannt.

Der Verletzte muss vor Gericht diese Netzsperre einklagen. Das geht einen juristischen Weg mit einem normalerweise neutralen Richter und es kann in höhere Instanzen gehen, wenn der Richter ungewöhnlich entscheiden sollte.

Der Prozess wird langsam sein, es geht nicht um willkürliche Netzsperren.

sw4pf1le 18 Doppel-Voter - 10771 - 7. März 2012 - 19:26 #

In Kombination mit einem Leistungsschutzrecht könnte man beispielsweise Google sperren... Prima Idee, das machen wir.

Es geht um den Aufbau einer Sperrinfrastruktur, die

a) vergleichsweise leicht zu umgehen und daher Tünche ist
b) so präzise funktioniert wie der Schuß mit einer Schrotflinte auf einen Luftballon an einer Wand voller Luftballons.
c) wie schon mehrfach erwiesen sofort Begehrlichkeiten auf anderen Gebieten weckt. Kampf gegen den Rechtsradikalismus, Leugnung des Holocaust, Beleidigung des Türkentums, Behauptungen über Völkermord an den Armeniern, Berichte über das Massaker am Tiananmen-Platz...

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4298 - 7. März 2012 - 19:57 #

Ich verstehe und teile Deine Sorgen. Aber irgend etwas muss man zum Schutz von Eigentum im kapitalistischen System unternehmen, ansonsten könnten wir gleich eine gesellschaftliche Reform einleiten und über kostenlose Versorgung des Volkes nachdenken. Wenn wir das System aber erhalten wollen, muss Eigentum irgendwie geschützt werden. Dass im Bereich digitaler Konsum am Ende 80 Prozent oder mehr illegal abläuft, kann letztendlich nicht hingenommen werden.

Ich sehe bei dieser Variante weniger Probleme, als bei einem SOPA/ACTA.

Ja, technisch gesehen ist es am Ende vermutlich nicht sehr effizient. Aber wo soll man anfangen?

sw4pf1le 18 Doppel-Voter - 10771 - 7. März 2012 - 20:06 #

Die Musikunternehmen können damit leben, dass ihre Musik unbegrenzt über Flatrates bei Napster & Co zu hören ist. Aber eine Kulturflatrate wäre der Untergang des Abendlandes. Klingt das überzeugend? ;)

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4298 - 7. März 2012 - 20:55 #

Eigentlich klingt es nicht überzeugend.

Radio (eine Musikflatrate) gab es doch schon immer und war doch nie ein illegales Produkt, sondern ein Werbeinstrument, um die kompletten Alben zu verkaufen. Daher wurden da auch keine kompletten Alben abgespielt, bei einigen Sendern wurden nicht einmal komplette Titel gespielt, ohne durch einen Sprecher unterbrochen zu werden.

Aber hier geht es nicht um solche legitimen Flatrates, hier geht es um illegalen Vertrieb, der gestoppt werden soll, schlicht und einfach.

Und auch der Musikindustrie steht es dann frei, schmunzelnd über illegale Kopien hinweg zu schauen, oder gezielt gegen massenhaften Vertrieb einzuschreiten. Das ist der Vorteil dieses System, denn es muss ja jemand gerichtlich belangt werden.

patt 16 Übertalent - P - 4802 - 7. März 2012 - 21:21 #

Die Frage ist gibt es eigentlich eine Lösung die nicht die Grundrechte Verletzt ????????? Ich bin der Meinung ohne kompromisse geht das gar nicht (meine persöhnliche meinung)

sw4pf1le 18 Doppel-Voter - 10771 - 8. März 2012 - 8:14 #

Das ist so eine Sache, mit dem "es dient ja nur einem gerechten (lies:guten) Zweck". Die Videoüberwachung in England soll ja angeblich auch nur die Sicherheit der Bevölkerung steigern. Meines Wissens hat es aber weder zu einer höheren Aufklärungsrate, noch zu weniger Verbrechen geführt. Getroffen hat es dafür beispielsweise Hundebesitzer, deren Fifi auf den Gehweg gemacht hat. Auch keine schöne Sache, aber nicht unbedingt die Sorte von Kapitalverbrechen, für die es gedacht war. Häufig ist es bei solch offensichtlichen Maßnahmen ja immer so, dass es ausschließlich die Dummen und kleinen Fische trifft.

MachineryJoe 16 Übertalent - P - 4298 - 8. März 2012 - 10:22 #

Natürlich hast Du damit auch Recht. Sicherheitsmaßnahmen führen immer zu einem gewissen Verlust von Freiheit. Wollten wir die totale Freiheit, müssten wir in Anarchie leben. Es ist wohl unser aller Ziel, einen guten Mittelweg zu finden und da stoßen natürlich persönliche Begehrlichkeiten aufeinander.

Aber jeder, der harte Arbeit in digitale Produkte gesteckt hat, sieht es ungern, wenn es keine Mittel gibt, diese auch zu schützen. Ich selbst und meine Familie leben nur von digitalen Produkten, Software, Grafiken, Webdesign, einem Onlineshop. Keine Kulturflatrate der Welt, würde mir das einfach so bezahlen. Hier muss Arbeit als solche geachtet werden, wie in jedem anderen Bereich auch.

patt 16 Übertalent - P - 4802 - 7. März 2012 - 21:50 #

Es geht ja auch nicht hauptsächlich um Musik Unternehmen das recht würde prinzipiell auch film usw beinhalten

patt 16 Übertalent - P - 4802 - 7. März 2012 - 19:30 #

sw4pf1le : "In Kombination mit einem Leistungsschutzrecht könnte man beispielsweise Google sperren... Prima Idee, das machen wir."

Nein in Kombination wäre das nur das Google Zahlen muss.

patt 16 Übertalent - P - 4802 - 7. März 2012 - 19:37 #

Wenn ein Land seine Gesetze so anpasst und sagt " Es ist so" dann ist es so,egal wie unsinnig einem das erscheinen mag.

sw4pf1le 18 Doppel-Voter - 10771 - 7. März 2012 - 20:14 #

Wenn ich das wirklich ernst gemeint hätte, müsste zutreffen, dass Google nicht zahlen möchte und eine Entfernung der entsprechenden Seiten aus dem Suchindex verweigert. Aber ich ich hab es nicht ernst gemeint. ;)

Was das zweite Argument angeht, müsste man dann auch kommentarlos akzeptieren, dass ein Staat wie Syrien mit Militärgewalt gegen Leute vorgeht, die die derzeitige Verfassung nicht akzeptieren. Weil rein staatsrechtlich gesehen sind das Rebellen. Das wiederspricht aber dem demokratischen Grundgedanken des Meinungsaustauschs, wenn man zu allem nur ja und Amen sagt.

patt 16 Übertalent - P - 4802 - 7. März 2012 - 20:48 #

(ich schreibe in kommentaren frei schnauze ohne Duden)

Am 12. März 2011 stellte Reporter ohne Grenzen in einem Bericht zum Welttag gegen Internetzensur fest, dass weltweit jedem dritten Internetnutzer der freie Netzzugang verwehrt bleibe und bezeichnete zehn Staaten aufgrund ihrer rigiden Netzpolitik als „Feinde des Internet“
Es ist sehr wohl so das in anderen Ländern Internet Zensiert wird (nur wird das google und weitere anbieter wohl herzlich wenig intressieren.)

Dann wäre die 2. Themathik ja das ist ne sauerei was dort läuft aber die haben ja keine Demokratie daher müsste dann wieder ein land von aussen eingreifen (du siehst langsam wirds kompliziert.)

Darth Spengler 18 Doppel-Voter - 9209 - 8. März 2012 - 14:56 #

So kompliziert ist das nicht ^^ Aber teuer.

gar_DE 16 Übertalent - P - 5790 - 7. März 2012 - 23:39 #

Vier einfache Zahlen: 8.8.8.8 - Das als DNS-Server eintragen und die meisten Sperren laufen ins Leere.

Labrador Nelson 27 Spiele-Experte - - 86491 - 11. März 2012 - 18:01 #

Zurückverklagen!^^

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